Category

Bloggen

Category

Stammtischparolen auf dem Schulfest

Nach einem Klassenfest im Sommer hatte ich die Nase voll. Mal wieder hatte eine Frau bei Kuchen und Butterbrezeln geäußert, dass geflüchtete Menschen hier zu viele Sozialleistungen bekämen. „Ältere deutsche Damen mit wenig Geld müssen ihre Brillen selber bezahlen, DIE dürfen sich eine Markenbrille aussuchen“, lamentierte sie mit vollem Mund. Ohne Daten und Fakten, ohne Hintergründe und genauere Umstände knallte sie Stammtischparolen auf den Tisch, bekundete ihre Sympathie zur AfD und versaute mir das Fest. Abends regte ich mich vor Anton mal wieder kräftig auf und polterte los: „Nie wieder setze ich mich mit solchen Menschen an einen Tisch. Immer dieses sinnlose Geschwätz. Den Geflüchteten die Schuld in die Schuhe schieben und sich selber leid tun. Es nervt mich unglaublich und es macht mich wütend. Sollte noch einmal einer vor mir erwähnen, er wähle die AfD, beende ich das Gespräch und gehe.“

Meine Filterblase ist ganz meiner Meinung

Anton, der immer die Nerven behält und sachlich argumentieren kann, zweifelte an meinem Entschluss. Und weil er mich immer wieder zum Nachdenken bringt, war ich mir auch selbst nicht mehr so sicher, ob es wirklich sinnvoll ist, Gespräche mit AfD-WählerInnen kategorisch auszuschließen. Am nächsten Tag meldete ich mich dann in unserer Wochenzeitung DIE ZEIT bei der Aktion „Deutschland spricht“ an, einer Plattform für politische Zwiegespräche. Ziel dieser Plattform soll es sein, Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an einen Tisch zu bringen. Tatsächlich lebe ich ja die meiste Zeit in meiner Filterblase. Meine Familie und meine Freunde denken ganz ähnlich wie ich: Sie sind tolerant, sehr sozial, engagieren sich teilweise ehrenamtlich und wählen die politische Mitte, manche eher linksgerichtete Parteien. Wir sind fast immer einer Meinung und streiten höchstens über Feinheiten. Dass wir als reiches Land verpflichtet sind, geflüchetet Menschen in Not aufzunehmen, ist für uns alle glasklar.

Ich beantwortete für die Aktion zehn Fragen, zum Beispiel, ob uns die #MeToo-Debatte weitergebracht hat (ja!), ob Nicht-Muslime und Muslime in Deutschland friedlich miteinander leben können (ja!) oder ob es den Deutschen schlechter gehe als noch vor zehn Jahren (nein!), schickte die Antworten ab und wartete. Nach ein paar Wochen wurde mir mein Gesprächspartner mitgeteilt, mit dem ich mich an einem Sonntag Ende September treffen sollte. Ich war gespannt, wie mein kleines Experiment laufen würde. Sollte ich meine Meinung ändern und mich wieder an den Tisch setzen, wenn einer seine AfD-Parolen auspackte? Es sollte alles anders kommen als geplant.

Das Nachbarschaftsfest

Einen Abend vor dem großen Deutschland spricht-Tag fand vor unserer Tür ein großes Nachbarschaftsfest statt. Wir saßen gemeinsam an langen Tischen, grillten und tranken kühles Bier, die Kinder spielten miteinander. Die Stimmung war gut wie erwartete, denn wir haben mit all unseren Nachbarn ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Besonders schätze ich die Hilfstbereitschaft und die verschiedenen Nationen, die in unserer Straße aufeinander treffen. Ich saß zufälligerweise am Männertisch, an dem sich Jorge aus Argentinien, Selcuk aus der Türkei, Han aus China, Tom aus Kroatien sowie Anton, Peter und Jakob gerade durch die Schnapsarten ihres Heimatlandes probierten. Peter und Jakob, die wie Anton als Spätaussiedler nach Deutschland kamen, stellten ein Flasche Wodka auf den Tisch. Nach der ersten Runde kam es wie es kommen musste! Jakob regte sich auf, dass in unserem Ort bald ein Flüchtlingsheim gebaut werden soll. „Sie machen den gleichen Fehler wie mit uns damals und packen alle auf einen Haufen, das ist keine Integration!“ Ich gab ihm recht, aber er fügte hinzu: „Aus diesem Grund wähle ich die AfD!“ Oh nein, dachte ich, da habe ich wieder die Diskussion, die ich doch meiden wollte. Eigentlich müsste ich nun aufstehen und das Gespräch abbrechen. Aber was solls, dachte ich mir, dann muss ich da wohl durch. Auf meine Frage, ob ihm denn klar sei, dass das Wahlprogramm der AfD kaum sinnvolle und gute Inhalte hätte, antwortete er, dass ihn das nicht interessiere. Er wähle die Partei aus Protest gegen den Bockmist, den die Große Koalition verzapfe. Die machten keine Politik für ihn, den Mann aus der Mittelschicht, der hart arbeite und viele Steuern bezahle.

Das AfD-Wahlprogramm für Reiche

Ich quatschte mich warm, erläuterte ihm, dass die AfD den Euro abschaffen will und den Euroraum verlassen möchte. Er möge bitte mal einen Blick nach Großbritannien werfen, was das für ein Land wirtschaftlich bedeuten wird. Die AfD ist außerdem gegen eine Vermögenssteuer und möchte die Erbschaftssteuer abschaffen. Darüber freuten sich vor allem die Reichen in Deutschland. Der Mann aus der Mittelschicht, der hart arbeite, der habe davon leider herzlich wenig. Der aktuelle Programm-Entwurf der AfD beinhalte keine Aussagen zu Kulturförderung oder dem Jugendschutz für unsere Kinder. Auch die globale Erderwärmung empfindet die AfD nicht besonders bedenklich, den Schaden von CO2 sieht sie als nicht bewiesen und schreibt in ihrem Wahlprogramm, dass „wissenschaftliche Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen sehr unsicherheitsbehaftet“ seien. Im Gegensatz dazu gibt es Stimmen in der Großen Koalition, die sich für eine CO2-Steuer aussprechen, denn wer den Schaden der CO2-Emissionen betrachtet und diese folgerichtig besteuert, verteuert das Leben der Reichen, die viel fliegen, in überdimensionalen Häusern leben und große Autos fahren. Die AfD möchte den öffentlich rechtlichen Rundfunk  verschlanken und das Fernsehen stärker privatisieren. Die Sportschau am Samstag, die Peter so gerne schaut, könnte demnach bald zahlungspflichtig sein wie die Bundesligaspiele auf Sky. Dann füge ich noch hinzu, dass ich mir nicht so sicher bin, was wohl die AfD vor 30 Jahren zur Integration der Spätaussiedler gesagt hätte. Ich kann es mir außerdem nicht verkneifen in die Runde zu werfen, dass Mitglieder der AfD laut Franziska Schreiber, einer Partei-Aussteigerin, Reden Joseph Goebbels rhetorisch analysiert haben, um in ihren eigenen Reden die Massen entsprechend zu mobilisieren.

Jakob schaute mich an und setzte zu neuen Protestbekundungen an. Ob ihn eines meiner Argumente überzeugt hatte, darüber war ich mir nicht sicher. Aber ich hatte kapiert, wieso so viele Menschen die AfD wählen. Sie haben sich überhaupt nicht mit deren Wahlprogramm auseinandergesetzt, sie lesen nicht in der Zeitung, dass AfD-Landesvorsitzende mit den übelsten Nazi-Typen befreundet sind und nach Terroranschlägen in Berlin erst einmal in ihren Facebook-Gruppen gefeiert haben. Sie wählen einfach aus Wut und dem Gefühl der Machtlosigkeit. Mein Verständnis für besorgte Wohlstands-Bürger hält sich sehr in Grenzen und meine Wut auf die AfD und ihre gruseligen Knallchargen im Bundestag ist unbändig, aber eines werfe auch ich den Politikern in Berlin vor. Es wird nicht genug zugehört und geredet. Sollen wir es da nicht besser machen?

Schwerer als gedacht: Toleranz für andere Meinungen

Wir palaverten bei einem zweiten Bier noch darüber, warum wir auf unser Deutschsein stolz sein können (ich bin vor allem auf meine Leistungen stolz, nicht auf Zufälligkeiten, auf die ich keinen Einfluss habe) und ich wurde langsam müde, mich weiter festzuquatschen. Aber ich habe eines gemerkt: auf meine Nachbarn bin ich angewiesen, ich brauche sie und sie brauchen mich. Ich kann nicht einfach aufstehen und Jakob sagen, dass ich  nicht mehr mit ihm rede. Und ich mag ihn, obwohl ich seine politischen Ansichten absolut nicht teile. Mit Andersdenkenden in Kontakt sein, das ist heute wichtiger denn je.

So wie ich bei geflüchteten Menschen die wunderbare syrische Familie im Kindergarten meiner Tochter vor Augen habe, so habe ich nun bei AfD-Wählern Jakob vor Augen, der so gutes Schaschlik macht und ein lieber Papa von drei Mädchen ist. Vielleicht ändert Jakob seine Meinung, vielleicht waren ein paar meiner Argumente für ihn schlüssig. Könnte ja sein, dass er sich das Wahlprogramm der AfD nun näher anschaut und über meine Worte nachdenkt. Könnte sein, dass er es nicht tut. Aber das Risiko war es mir wert.

Deutschland spricht

Ich habe mich am nächsten Tag im Rahmen der Aktion „Deutschland spricht“ mit Emanuel getroffen, einem sehr sympathischen jungen Mann aus Stuttgart. Wir hatten ein tolles Gespräch bei Bircher Müsli und Cappuccino in einem schnuckeligen Café und waren uns politisch in allen Punkten einig. Ich war ehrlich gesagt auch froh, dass wir ein wenig falsch gematcht wurden und die Fragen völlig gleich beantwortet haben. Denn gestern Abend hatte mir fürs erste gereicht und ich bin mir sicher, dass die nächste Diskussion nicht lange auf sich warten lässt. Da stärke ich mich gerne bei einem schmusigen Argumenteaustausch in meiner Filterblase und dem gemeinsam unterstrichenen Tenor, dass Horst Seehofer sowieso an allem Schuld ist.

Aber bei meinen schwierigen Diskurs mit Jakob habe ich begriffen! Wir müssen sprechen und wir müssen kommunizieren. Denn wenn wir das nicht mehr tun, dann steht es wirklich schlimm um unsere Gesellschaft. Wir dürfen uns nicht dafür entscheiden, den Tisch zu verlassen, weil wir die Argumentationen leid sind. Wir dürfen nicht verstummen und resignieren, im Gegenteil: wir müssen zuhören und den anders Denkenden begegnen. Und wir müssen laut werden. Laut werden gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Dieser Text ist mein Beitrag zur großen Blogparade von Blogfamilia

#lautwerden #stimmeerheben #blogfamiliablogparade

Mein Text für den Scoyo-Blogaward Award

Ich habe etwas zu feiern und möchte dir heute davon berichten. Das Schreiben ist meine große Leidenschaft und ich übe sie hier auf diesem Blog nun sogar beruflich aus. Seit ein paar Jahren gibt es für Familien-Blogger einen Award zu gewinnen, für den ich mich schon mehrere Male beworben habe. Dieses Jahr gab es das erste Mal ein vorgegebenes Thema: „Nachhilfe und Förderung, was hilft Kindern wirklich?“ und mir fiel sofort mein Text für Jimmy ein.

Brief an mein Schulkind hieß der und ich habe darin geschrieben, wie sehr mich die Einschulung letztlich doch berührt hat. Nun, ein Jahr später, hat sich vieles genau so ereignet, wie ich es mir in dem Brief vorgestellt habe. Es gab Ärger um verlorene Schals, banges Warten auf die Rückkehr des Kindes am Mittag und ein paar Startschwierigkeiten beim Ausmalen. Eines habe ich in diesem Jahr gelernt: dass es sehr wichtig ist, dem Kind zu vetrauen, Verständnis zu haben und voller Zuversicht auch den Dingen gegenüberzustehen, die nicht so klappen.

Unsere Kinder sind ganz wunderbar und all die vergessenen Sachen, das Rumbummeln auf dem Schulweg, Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben, Unlust zu lesen und zu schreiben – es gehört dazu und ist normal. Alles was dein Kind braucht, sind Eltern, die ihm das Gefühl geben: du, mein Kind, du schaffst das schon. Wenn etwas schief geht, sind wir bei dir.

Brief an mein Schulkind

Und ich sehe mein Kind immer größer und selbstständiger werden. Mich macht das stolz und gleichzeitig ein wenig traurig. Unsere Neffen, die ich als kleine Krabbler kennengelernt habe, sind Teenies und bald schon erwachsen. Das geht so schnell und kaum drehe ich mich um, wird Jimmy mit seinem Smartphone auf dem Sofa sitzen, Youtube-Videos schauen und mit seinen Kumpels um die Häuser ziehen. Wenn ich Johannes Oerdings Lied „Kreise“ hören, dann denke ich daran.

Ey, wenn sich alles in Kreisen bewegt
Dann gehst du links, dann geh‘ ich rechts
Und irgendwann kreuzt sich der Weg
Wenn wir uns wieder sehen

Das ist mein persönliches Jimmy-Lied geworden und ich bin einfach froh, seine Mama sein zu dürfen. Diese Gefühle habe ich in meinem Text verarbeitet und wollte damit auch Mut machen. Mut, das Kind loslassen zu können, Mut für die Schule und alles, was da auf Eltern und Kinder zukommt. Denn wenn wir unseren Söhnen und Töchtern einzig und alleine das Gefühl auf den Weg mitgeben, dass sie immer auf uns zählen können und wir sie so lieben, wie sie sind, dann haben wir alles, wirlich alles richtig gemacht. Eine bessere Förderung gibt es nicht!

Die Abstimmung

Wenn du Lust hast, für den Gewinner-Text abzustimmen, dann schau mal hier vorbei:

https://www-de.scoyo.com/eltern/lernen/nachhilfe-foerderung/eltern-tipps-blog-award-2018-voting#finalisten-2018

Und lies dir, wenn du Zeit hast, gerne mal all die schönen Texte durch. Die Schreiberinnen (leider gibt es keinen Papablogger unter den Nominierten) haben mit viel Herzblut geschrieben und ich finde es toll, die unterschiedlichen Herangehensweisen zu sehen. Ich freue mich jedenfalls, wenn du bei der Abstimmung mitmachst.

Bis dahin wünsche ich dir, dass die Schulzeit für euch als Familie eine schöne wird. Dass dein Kind die Hürden mit eurer Hilfe meistern kann und ihr die Erfolge gemeinsam feiert. Dass Noten und Schulart weniger wichtig sind als das Lernen selbst, der Spaß und die Freude am Entdecken erhalten bleiben und dein Kind von Lehrern, Klassenkameraden und Freunden so angenommen wird, wie es ist.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Kleine Schatzsucher auf dem Nebelhorn

Wenn ich in den Bergen bin, bin ich selig. Irgendwie fällt dann die Alltagslast von mir ab und ich fühle mich wie in einer anderen Welt. Aus diesem Grund fahren wir seit Jahren in die Berge, denn Anton geht es ganz ähnlich. Auch die Kinder genießen unsere Urlaube und sind in der Natur wie verwandelt. Aber mit dem Wandern klappt es meist noch nicht so gut, denn was uns begeistert, findet Jimmy langweilig. „Wieso soll ich die ganze Zeit hier durch die Gegend laufen?“ hat er mich das letzte Mal gefragt, als wir zu einer Familienwanderung aufbrechen wollten. Der Sinn erschließt sich ihm noch nicht so ganz und ich kann ihn gut verstehen. Als Kind bin ich selber mit herabhängenden Mundwinkeln meinen Eltern hinterher getrottet und fand Wandern so spannend wie Matheaufgaben.

ok-Bergbahnen laden uns ein

Ich war in jedem Fall sofort Feuer und Flamme, als ich vom Team der ok-Bergbahnen gefragt wurde, ob ich mit meiner Familie ins Kleinwalsertal zu einer Schatzsuche kommen möchte. Und so brachen Anton und ich vorletztes Wochenende mit den beiden Jungs in Richtung Oberstdorf auf. Gegen Abend kamen wir im wunderschönen Alphotel in Hirschegg an, von dem ich dir später noch erzählen möchte. Nur schon einmal so viel: in einem Familotel ist es super entspannend für Eltern, weil alles bestens auf Familien mit Kindern ausgerichtet ist. Wahnsinn war vor allem die Aussicht auf die Berge, das Fünfgang-Menü und das Hochbett für die Jungs.

Am nächsten Tag waren wir früh morgens um neun verabredet. Andrea und Jörn, die Organisatoren, sowie Yvi vom Blog Mamas Daily und Nadja von Mama im Spagat samt Männern und Söhnen warteten schon am Fuße des Nebelhorns auf uns. Mit einer Gondel ging es dann zur Mittelstation mit einer herrlichen Aussicht auf das Bergpanorama. Übrigens war der Service bestens, denn wir hatten einen Kinderwagen dabei. Überall wurde uns geholfen und es gab Aufzüge, mit denen wir die Treppen umgehen konnten. Es ging schnell voran und auch im Inneren der Gondel wurden wir freundlich begrüßt.

Uff d`r Alp – Erlebnisweg an der Seealpe

„Schon wieder wandern?“ fragte Jimmy, als wir uns auf den Weg machten. „Nein, wir machen einen Schatzsuche!“ erzählte Andrea. Alle Kinder bekamen eine Schatzkarte und Jörn führte uns den Weg voran. An mehreren kleinen Erlebnis-Stationen erklärte er den Kindern Spannendes rund um die Berge, die Natur, das Leben auf der Alpe und die Tiere. Wir überquerten eine Hängebrücke und liefen um eine Biegung. Was für eine riesen Überraschung! Maskottchen Berti, ein riesen großer Adler saß dort auf einem Stamm und wartete auf uns.

Die Jungs waren hin und weg und knuddelten den riesigen Vogel. Nur Oskar hatte ein bisschen Angst und klammerte sich an Anton. Berti zeigte uns dann den Weg zur Schatzkiste. Als wir diese öffneten, sahen wir im Inneren der Kiste einen Hinweis auf den Sticker, sodass wir wussten, welchen wir auf die Schatzkarte kleben sollten. Einen von sechs Klebern hatten wir also schon geschafft. „Auf zur nächsten Schatzkiste“ rief Jimmy begeistert. Er, der noch vor einer halben Stunde absolut keine Lust aufs Wandern hatte, war nicht mehr zu bremsen. Allerdings musste ich ihm dann erklären, dass wir die gesamte Schatzkarte heute nicht schaffen können. Denn eigentlich ist das ein Programm für eine ganze Urlaubswoche. Und das steckt dahinter:

Die Bergbahnfamilie und ihre geniale Schatzsuche

Familien, die in der Gegend Kleinwalsertal / Oberstdorf Urlaub machen, können so mit viel Spaß die ganze Bergwelt entdecken. Und weil „nur“ Wandern für Kinder eben manchmal langweilig ist, gibts für sie die Schatzsuche. Die Oberstdorf Kleinwalsertal-Bergbahnen, kurz ok-Bergbahnen, bringen die großen und kleinen Bergliebhaber neben dem Nebelhorn auch aufs Fellhorn, zum Söllereck, zur Kanzelwand, auf den Heuberg, das Walmendingerhorn und den Ifen. Überall gibt es dann überaus familienfreundliche Wanderwege, teilweise mit Kinderwagen begehbar, auf denen die Kinder sich auf die Schatzsuche begeben können. Die Schatzkarte gibts an allen Kassen der Bergbahnen und es wird auch eine Familienkarte angeboten, in der die Fahrt auf alle Berge enthalten ist. Wer schafft es wohl, im Urlaub die ganze Schatzkarte mit den richtigen Stickern zu bekleben? Am Ende wartet ein Überrschungsschatz, den unsere kleinen Bergsteiger ausnahmsweise schon an diesem Tag bekommen haben.

Wie gut, dass wir in ein paar Wochen wieder in den Gegend sind. Jimmy ist total heiß darauf, die anderen Berge zu besteigen. Ich wundere mich über meinen ehemaligen Wander-Verweigerer, der uns nun bittet, unbedingt eine weitere Station auf dem Nebelhorn zu erklimmen, denn auf dem Höfatsweg wartet ein zweiter Hinweis für die Schatzkarte. Mit Andrea und Jörn sowie den beiden anderen Familien gehts mit der Gondel weiter hoch. Hier essen wir gemeinsam zu Mittag und staunen über den wahnsinnigen Ausblick. Die Kinder erfreuen sich an den Paraglidern, die zu ihren Füßen in die Lüfte starten. Danach gehts noch auf den tollen Abenteuerspielplatz, auf dem sich die Kinder eine ganze Weile vergnügen.

Urlaub für den Kopf

Spätestens jetzt bin ich tiefenentspannt. Die Berge brennen sich jedes Mal in meinen Kopf und ich muss anschließend, wenn ich wieder zuhause bin, nur die Augen zumachen und sehe sie vor mir. Es ist wie eine Gehirn-Entlüftung: der Stress, die Arbeit, Haushalt und Termine lasse ich hinter mir und bin einfach glücklich. So ein Wochenende in den Bergen ist für mich Balsam für die Seele und ich weiß, dass auch in den Köpfen der Kinder das Bergpanorama erhalten bleibt.

Wir trennen uns nun von den anderen. Schwer begeistert bin ich von den Bloggerkolleginnen, die natürlich auch ganz reizende Familien haben. Wir sehen uns auf der Bloggerkonferenz denkst in Nürnberg wieder und ich freu mich schon, sie zu sehen. Auch von Jörn und Andrea verabschieden wir uns. Die Organisation dieses Ausflugs war bombastisch, wir wurden rundum verwöhnt und hoffen, auch die beiden mal wiederzusehen. Anton, Jimmy, Oskar und ich erklimmen jetzt noch die Spitze des Nebelhorns. Beim Ausstieg aus der Gondel wird es uns ein wenig schwindelig. Auf dem absolut gefahrlosen Weg, dem Nordwandsteig, eröffnet sich der Blick in eine Bergwunderwelt und wir schauen 600 Meter in die Tiefe. „Der Wind fährt mir in den Bauch“ beschreibt Jimmy das mulmige Gefühl im Magen. Oskar rennt den Weg entlang und mir wird es trotz brusthoher Absperrung komisch zumute.

 

Prädikat Familienfreundlich

Dann geht es wieder abwärts ins Tal und ich kann mir vorstellen, dass es auch im Winter paradiesisch sein muss. Skier anschnallen und die Hänge herabwedeln, ich jedenfalls habe ein neues Urlaubsziel für die Faschingsferien. Im Übrigen ist die Ausstattung aller ok-Bergbahnen für Familien mit Kindern perfekt ausgerüstet. Es gibt Wickelräume an allen Stationen, Kindermenüs in den Restaurants und Eltern können in den Kinderkraxn-Testcenter die neuesten Kraxen von Deuter kostenlos testen.

Wir sind im September wieder hier und werden uns auf jeden Fall auf dem Erlebnispfad der Kanzelwand umsehen. Hier dreht sich alles um das Thema Wasser: Die Kinder können mit Gumpen, Wasserräder und Schleusen herumexperimentieren. Das wird meinen Dreien gefallen! Obligatorisch ist natürlich auch unser Familienberg, das Söllereck. Hier sind wir bereits mit den Skiern runtergefahren und im Herbst gewandert. Am Ende wartete dann immer eine Fahrt mit dem AllgäuCoaster. Allerdings kennen wir die XXL-Holzkugelbahn noch nicht, die 200 Meter lang sein soll, und auch der Kletterpark wartet darauf, entdeckt zu werden.

Familotel Alphotel

Die Gegend hier ist auf jeden Fall ein Traumgebiet für Eltern und Kinder. Und wenn ihr maximales Urlaubsgefühl sucht, dann ist das Alphotel in Hirschegg, Österreich, die perfekte Unterkunft. Als wir einchecken, düsen Jimmy und Oskar direkt in die Spielecke. Wo wir gehen und stehen finden die Kinder Unterhaltungsmöglichkeiten und wir sehen sie quasi nicht mehr. Am Eingang stehen Kinderwägen zum Leihen, die Zimmer sind bestens für Kinder ausgestattet. Flauschige Bademäntel machen Lust, die Pool-Landschaft zu erkunden und auch das Restaurant ist ein Traum. Die Kinder bedienen sich am Buffet, es gibt Lätzchen für die Kleinen und Kinderstühle an jedem Tisch. Wir Erwachsenen bekommen das Menü am Platz serviert und noch während Anton und ich die Nachspeise genießen, flitzen Jimmy und Oskar raus, um sich die Kindershow und das Hotel-Maskottchen anzuschauen. Wir gesellen uns später mit einem kühlen Bierchen dazu und als es dämmert, vergnügt sich Jimmy mit anderen Kindern auf dem Fußballplatz, während Oskar die Bobbi-Cars testet.

Auch das Frühstück am nächten Tag ließ keine Wünsch offen. Ich habe mir erst einmal einen Cappuccino geholt und mich auf die Terrasse gesetzt, alleine die Aussicht von dort ist ein Besuch wert. Wir merken, wie es uns entspannt, wenn alles auf die Berfürnisse von Kinder ausgerichtet ist. Guter Service, ausgesprochen freundliche Damen an der Rezeption und ein angenehmes Ambiente – ich denke, wir kommen bald wieder her und lassen uns verwöhnen!

Und, was sagst du, wäre das nicht auch ein Urlaubsziel für euch? Ich jedenfalls habe meinen Sehnsuchtsort schon lange gefunden und bin so froh, dass wir die nächsten Urlaube schon gebucht haben. Auch die Kinder freuen sich und Jimmy hat seine Schatzkarte gut aufgehoben – „die kriegen wir voll, Mama!“, hat er neulich gesagt. Und ich finde es spitze, dass er nun auch die Lust am Wandern entdeckt hat.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Hier findest du den Text von Nadja und hier den von Yvi. Vielen lieben Dank an Andrea und Jörn für die Einladung und die wunderbare Reise. Wir haben uns sehr, sehr wohl gefühlt und werden das Wochenende nicht vergessen. Für dich zur Tranzparenz: wir sind von den ok-Bergbahnen zu diesem Bloggerevent eingeladen worden und duften auch im Familotel kostenlos übernachten. Mehr zum Thema Werbung findest du hier.

Neulich habe ich dir Eltern vorgestellt, die beide ihre Arbeitszeit reduzieren. Männer, die ganztags arbeiten gehen, kennst du vermutlich eine ganze Menge. Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn Mütter viel arbeiten und sogar eine eigene Firma auf die Beine stellen? Vielleicht kennst du Laura Lehmann und ihr Modelabel Lalou. Ich wollte unbedingt wissen, woher die Powerfrau ihre ganze Kraft nimmt und habe sie befragt. Herausgekommen ist ein tolles Interview mit einer ganz sympathischen und lieben Unternehmerin, die eine Menge Arbeitsplätze schafft, extrem hart arbeitet und beweist, was Frauen alles schaffen können.

Lalou: Born und Made in Stuttgart

Vor über sechs Jahren war Laura schwanger mit ihrem ersten Sohn. Als sie auf der Suche nach schönen Babysachen war, wurde sie nicht fündig. Alles war kitschig und hellblau; aus diesem Grund hat sie sich selbst das Nähen beigebracht.

Laura: Erst habe ich Mützen für Freundinnen genäht und dann für die Freundinnen der Freundinnen. Als nächstes habe ich mir ein Logo ausgedacht, Labels bestellt und an die Sachen genäht. Es wurden immer mehr Bestellungen und verschiedene Artikel, aber los ging es vor allem mit den Bettschlangen. Ich wollte so ein bequemes Polster für das Bett meines Sohnes machen. Die erste war weiß, die zweite habe ich aus vielen Stoffresten genäht. Eine Freundin bestellte sie in rosa und ich habe ein Foto auf meinem privaten Instagram-Account hochgeladen. Auf einmal wollten alle diese Bettschlangen und das war der Startschuss für Lalou. Weiter ging es mit Krabbeldecken, Beanies und Namenkissen. Damals war dieses Patchwork-Design noch nicht so verbreitet und die Idee kam super gut an.

Als ich zum zweiten Mal schwanger war, habe ich weiter von zuhause aus Bettschlangen genäht. Diesen Job konnte ich einfach gut mit Kindern vereinbaren. Außerdem hatte ich schon seit ich 18 Jahre alt war einen Gewerbeschein, bin gelernte Werbekauffrau und Rechnungen schreiben und all der Bürokram war ür mich kein Problem.

Marketing á la Laura

Laura ist aber nicht nur gut im Nähen, sondern hat auch eine erfolgreiche Marketing-Maschine angeschmissen: Ihr Instagram-Profil wurde öffentlich und ihre selbstgenähten Sachen schickte sie ihrer Lieblingsbloggerin Sandy Smith aus Österreich. Damit gab es einen Follower-Knall und Laura hatte ihre ersten 1.000 Abonnenten zusammen. Durch die steigende Fan-Zahl hat sie noch mehr Kindersachen verkauft und war bald am Ende ihrer Kapazitäten.

Laura: Ich habe gemerkt, dass ich das nicht mehr alleine schaffe und mir eine erste Angestellte gesucht, die für 450 Euro Bettschlangen genäht und gestopft hat. Vom Kopf her war das schon eine Überwindung, aber ich habe gemerkt, dass es anders nicht geht, denn ich habe irrsinnig viel gearbeitet. Tagsüber habe ich die Kinder betreut, sie ins Bett gebracht und dann von 20 Uhr bis 2 Uhr nachts genäht, Rechnungen geschrieben, Emails beantwortet.

Ich bewundere Lauras Zielstrebigkeit und ihren Fleiß. Nach außen sieht ihr Leben so locker aus, aber hinter ihrem Erfolg steckt eine ganze Menge Arbeit. Welche Mutter schafft es schon, neben zwei kleinen Kindern auch noch eine ganze Firma aufzubauen? Sie erzählt, dass sie einfach der Typ für sowas ist. Sie braucht immer ein paar Projekte, um die sie sich kümmern kann.

Der nächste große Schritt: ein Atelier

Laura: Im Februar 2016 habe ich dann ein Atelier angemietet, damit Lalou weiter wachsen kann. So, wie es jetzt lief, konnte ich keine Aufträge mehr annehmen. Das war übrigens der einzige Schritt, bei dem mich mein Mann ein wenig gebremst hat. Sonst hat er mich bei jeder Entscheidung unterstützt, aber bei dem Atelier war er erst unsicher. Es war aber definitiv die richtige Entscheidung und ich habe ziemlich zügig drei weitere 450 Euro-Kräfte angestellt. Nun waren auch endlich alle zusammen vor Ort.

Ich habe professionelle Maschinen angeschafft, denn die Haushaltsmaschinen sind dieser enormen Masse nicht gewachsen und waren nur noch bei der Wartung. Die Industrienähmaschinen konnte ich durch mein organisches Wachstum finanzieren, das war natürlich Glück. Ich musste nie einen Kredit aufnehmen, auch wenn ich als Start up begonnen habe. Am Anfang war Lalou eine reine Finanzierung meines Hobbys, aber das hat sich dann über die Jahre geändert.

Im August 2016 haben wir den Online-Shop eröffnet. Zuvor war die Abwicklung der Aufträge mit meinem Warenwirtschaftssystem sehr aufwendig. Mein Stiefsohn Marvin hat mir geholfen und als Lernprojekt für seine Ausbildung meinen Online-Shop aufgebaut. Das war eine große Entlastung und ich konnte mich wieder um neue Produkte zu kümmern.

Im Atelier wurde es nun voller und enger. Nähmaschinen, Stoffe, Mitarbeiterinnen, zwei Computerarbeitsplätze auf 45 Quadratmeter war eine Herausforderung und als Waren-Pakete vor der Tür gestapelt wurden, hat Laura nach einem Jahr ein größeres Atelier angemietet. Ein Glückstreffer, denn die neuen Räume waren gleich um die Ecke. Es gibt seitdem ein großes Lager, Bürofläche und genug Platz zum Nähen und Designen.

Laura hat bald darauf den nächsten mutigen Schritt gewagt, denn ihre Minijobberin war fertig mit dem Designstudium. Sie stellte Laura vor die Wahl: entweder arbeitet sie nun festangestellt oder sie sucht sich einen neuen Job. Aber Laura wäre nicht Laura, wenn sie diese Chance nicht ergriffen hätte und so stellte sie die Designerin fest ein. Durch einen unglücklichen Zufall hatte diese Mitarbeiterin einen Unfall und fiel für Monate aus. Parallel bewarb sich eine weitere Angestellte, die passte. Und so hatte Laura nach der Genesung der Designerin auf einmal zwei Mitarbeiterinnen in Festanstellung. Ein halbes Jahr nach dem Umzug wurde auch der Online-Shop noch einmal modernisiert. Immer am Ball bleiben, das ist wohl auch ein Schlüssel zum Erfolg. Und bei Laura und ihrem Team tut sich immer etwas.

Das Team wird größer

Eine weitere Frau im Team kam über Instagram dazu. Sie bot Laura nach einem nächtlichen Verzweifelungs-Post über die viele Arbeit an, zum Helfen zu kommen. Die Mutter von zwei Kindern ist jetzt für den Versand zuständig. Über Aushänge und Ebay-Kleinanzeigen hat Laura Näherinnen gesucht und ihr Team langsam erweitert. Aber nicht nur, dass hier Mütter mit Kindern einen flexiblen Arbeitsplatz finden. Laura hat eine Frau aus Bosnien eingestellt, die nur durch dieses Arbeitsvisum nach Deutschland kommen kann. Ihre Familie zieht bald nach und sie lernt momentan fleißig Deutsch. Da eine andere Mitarbeiterin serbisch spricht, sind auch die Sprachbarrieren kein Problem. Laura ist total happy mit ihren Mädels:

Laura: Besonders die beiden serbischen Näherinnen arbeiten unglaublich flott und effizient. Und nur weil ich so gute Mitarbeiterinnen habe, die auf Masse nähen können, kann ich weiterhin in Deutschland produzieren. Der nächste Schritt wäre eigentlich, die Produktion ins Ausland auszulagern. Aber Lalou steht für „Born und Made in Stuttgart“ und für Handarbeit und das soll auch so bleiben.

Manchmal kann ich das selber nicht so glauben, was ich mit Lalou geschaffen habe. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine Macherin bin und nicht so viel grüble, sondern so von A nach B purzele. Auch auf Instagram hat sich der Erfolg einfach ergeben. Die Mischung aus Privatleben und Firma war zunächst exotisch; meine Kunden sind meine Follower und andersrum. Und die Bilder auf dem Kanal sind eine Menge Arbeit: ich mache für manche Fotos erst einmal eine Stunde Shooting, das ist dann auch ein Job.

Als ich zum dritten Mal schwanger wurde, hatte ich unglaublich viel Arbeit, war labil und weinerlich. Zum Glück hat mein Mann mir geholfen und ist sogar komplett ins Business eingestiegen. Er hat Emails beantwortet und den Handelsvertrieb übernommen. Als ich erfahren habe, dass wir noch ein Baby bekommen, habe ich erst gedacht, dass das jetzt wirklich nicht passt. Aber am Ende war es genau richtig so, die Schwangerschaft sollte so sein. Ich habe mich aus der Produktion zurückgenommen und mache  im Moment nur noch Buchhaltung und Kontoführung, Marketing und Werbung. Artikel fotografieren und in den Online-Shop einstellen mache ich von Zuhause aus.

Für die nächsten Jahre planen kann ich nicht so richtig und wir nehmen die Dinge bei uns in der Familie so hin. Wir unterstützen uns gegenseitig und mein Mann macht den Haushalt mit mir zusammen, sonst würde das alles gar nicht funktionieren.

Danke, liebe Laura, dass du uns so viel von dir erzählt hast. Ich finde es aber klasse, dass es Frauen gibt, die loslegen, eine Firma gründen, Arbeitsplätze schaffen, zu Marketingspezialistinnen werden und sich gemeinsam mit ihrem Partner um die Familie kümmern. Das geht aber auch nur mit ziemlich viel Engagement und Verzicht auf Freizeit. Und mit einem Mann, der seine Frau bei allem, was sie da tut, unterstützt!

Gewinnspiel

Ich liebe Lauras Musselin-Schals, die sie auch auf ihrem Instagram-Account oft trägt. Sie hat mir ein wunderschönes Exemplar zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Du kannst es als Schal für dich selber verwenden, dein Baby einpucken oder es als leichte Sommerdecke für Kinder benutzen. Ich kann ja nicht mehr ohne Musselin-Schals und freu mich schon auf den Herbst, wenn ich sie wieder jeden Tag tragen kann. Der Stoff von Lauras Schal ist ganz besonders hochwertig, das spürst du auch sofort. Lass einfach einen Kommentar da, dann hüpfst du mit in den Lostopf. Ich freue mich außerdem sehr, wenn du Laura und mir auf Instagram folgst.

 

 

Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst. Deine Adresse nutze ich nur zum Versand des Schals und lösche sie anschließend. Eine Auszahlung, sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr Infos zum Gewinnspiel findest du hier.

Das Gewinnspiel beginnt heute, am 10. August 2018, und endet am 17. August 2018 um 23.59Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird danach per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ps.: Weil ich hier auf Lauras Shop verlinke und du einen Schal gewinnen kannst, muss ich den Text als Werbung kennzeichnen. Wundere dich also nicht, wenn es hier von Werbekennzeichnungen nur so wimmelt. Ich versuche, für dich als Leserin alles so transparent wie möglich zu machen, aber für uns Blogger ist das gerade alles sehr undurchsichtig, was wir kennzeichnen müssen und was nicht.

Warum scheitern wir oft daran, Familie und Beruf zu vereinbaren? Der Frage gehen wir seit Jahren nach und finden doch keine allgemeingültige Lösung. Das liegt wohl daran, dass dieses Thema extrem vielschichtig ist. Es gibt sie schon, die guten Bedingungen. Elterngeld, Elternzeit, Homeoffice und Kitaplätze für kleine Kinder, aber zu vieles ist immernoch im Argen. Die Kitaplätze reichen nicht, viele Unternehmen schaffen zu selten elternfreundlichen Voraussetzungen und Elternzeit über acht Wochen hinaus nehmen meist nur die Frauen.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Ich finde, es kann sich noch sehr viel tun in der Gesellschaft. Arbeitnehmer und Politiker dürfen gerne und am besten schneller bessere Bedingungen schaffen, damit wir Eltern Familie und Beruf vereinbaren können. Aber kann es sein, dass auch wir Eltern etwas tun müssen? Ich denke, ja! Und ich fange mal bei mir an, bei mir, einer Frau und Mutter. Bei einer, die in ihrem Leben ein paar Mal hätte mutiger sein können. Denn manchmal finde ich, dass wir Frauen uns nicht genug zutrauen. Folgendes möchte ich dazu erzählen:

Viel zu wenig zugetraut

In der Mittelstufe auf dem Gymnasium hatte ich anderes im Kopf als Mathe. Mein Lehrer fand mich faul und ich hielt mich schnell für unbegabt. Physik, Chemie, all die Naturwisschenschaften – dafür bin ich am Ende vielleicht zu blöd, habe ich gedacht und einfach nicht mehr zugehört. Ein paar Jahre später war ich bei einer Informationsveranstaltung der zahnmedizinischen Fakultät in Ulm. Ich dachte, Zahnärztin zu werden, das wäre doch was für mich. Als ich hörte, dass man in Chemie und filigraner Handarbeit ziemlich gut sein muss, war die Idee für mich gestorben. Habe ich mir einfach nicht zugetraut.

Am Ende landete ich bei einem großen Automobilhersteller aus Stuttgart an der Berufsakademie. Ziemlich viel Wirtschaftsmathe und Angeber-Typen, die sich schon im Vorstand sahen, haben mich abgeschreckt und ich habe hingeworfen. Literatur und Geschichte wurde es am Ende und ich bin auch froh, sowas Schönes studiert zu haben. Aber ohne Moos nix los, daher war mein Einkommen nach dem Studium als Volontärin ziemlich mies. Anton und ich wollten dennoch früh Kinder haben und so kam es, wie es kommen musste: weil er als Controller mehr als das dreifache verdiente als ich in meinem Redakteurs-Job, war klar, wer mit dem Baby zuhause bleibt. Teure Mieten in Stuttgart und Umgebung machten es schlichtweg unmöglich, von meinem Gehalt zu leben, zumal mein Vertrag befristet war.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Warum war ich so feige?

Tatsächlich frage ich mich heute, warum ich so oft gekniffen und mir viel zu wenig zugetraut habe. Ich bin ehrlich: ich habe es mir immer ein wenig einfach gemacht. Ich hatte Bammel davor, das Zahnmedizin-Studium nicht zu packen. Ich hatte nicht den Mut, mich zwischen den Angebertypen an der Berufsakademie durchzusetzen. Und ich nahm nach dem Studium ganz bequem die erstbeste Möglichkeit für einen Job wahr, anstelle darauf zu vertrauen, dass noch etwas besseres kommt. Ein Festvertrag mit einem anständigen Gehalt zum Beispiel. Ich habe mir Kinder gewünscht und wollte ein Jahr zuhause bleiben. Ein bisschen lag es auch daran, dass mir mein Job keinen Spaß gemacht hat und ich nicht ganz undankbar war, da erst einmal raus zu sein.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Wenn ich nicht so bequem, sondern ein wenig mutiger gewesen wäre, wenn ich mehr Vertrauen in mich gehabt hätte, würde ich heute ordentlich Geld verdienen. Heute traue ich mir viel mehr zu, das liegt sicher auch daran, dass ich Kinder habe. Wer einen Tag lang mit drei Kindern einen Supermarkteinkauf hinlegt und danach noch lachen kann, der kann auch auf ein Physikum lernen oder Kronen bauen, wenn er sich anstrengt.

Warum ich so oft daran denke? Ich habe mich als Frau mit schlechtem Gehalt in eine sehr ausweglose Situation begeben und für mich fühlt sich das nicht richtig an. Ich gebe die Schuld gerne meinem Arbeitgeber, der meinen Vertrag während der Elternzeit auslaufen ließ. Ich schimpfe auf den Staat und manchmal ein bisschen auf meinen Mann. Aber dass ich schlecht verdient habe und es schwer hätte, im Notfall meine Familie zu versorgen, das habe ich mir ein Stück weit selbst zuzuschreiben.

Die Sache mit dem Gehalt

Warum verdienen Frauen in vergleichbaren Berufen so viel weniger? Ich denke, oft liegt es daran, dass Frauen für Arbeitnehmer das größere Risiko sind, denn sie können Kinder kriegen und für ein oder mehrere Jahre ausfallen. Das ist dann vielleicht schon in das Gehalt miteinkalkuliert. Das Problem könnten wir lösen, wenn auch Väter länger Elternzeit nehmen, denn dann wäre das Risko der Geschlechter gleich groß. Ein anderer Grund könnte sein, dass Männer die besseren Verhandler sind. Neulich habe ich folgende Geschichte gehört: Gehaltsgespräch zwischen Bewerberin und Chef. „Wie sehen ihre Gehaltsvorstellungen aus?“ Sie: „Liegen bei ca. 60.000 Euro im Jahr, ist aber verhandelbar.“ Der Chef hat die Dame nicht eingestellt, weil ihm sowas mächtig auf die Nerven geht. Wenn die einknickt, noch bevor ich ein Gegenangebot gemacht habe, dann kann die sich ja nirgends durchsetzen, hat er vermutlich gedacht. Ehrlich gesagt, die Dame hätte ich sein können.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Geld ist nicht die Lösung

Was will ich mit meinem Text nun sagen? Alle Frauen sollen Zahnärztinnen werden und ordentlich Geld verdienen, dann wird alles gut? Nein, auf keinen Fall. Nicht immer ist ein gutes Gehalt die Lösung, auch wenn das natürlich unabhängig macht. Und es gibt einfach viele Jobs, die (leider) unterbezahlt sind. Demnach dürfte es bald keine ErzieherInnen, KrankenpflegerInnen oder Sozialpädagogen mehr geben. Aber ich will sagen, dass wir Frauen vielleicht manchmal zu wenig Mut haben. Darum stecken wir oft in einer für uns unguten Situation.

Frauen und Männer sind unterschiedlich, die einen mehr, die anderen weniger. In der Mehrzahl aber sind wir Frauen die sozialen und kommunikativen Menschen. Wir fühlen uns gut in andere ein, wir können vermitteln und Gespräche führen. Vielleicht liegt es daran, dass Frauen im Allgemeinen auch etwas harmoniebedürftiger und weniger konfrontativ sind als Männer. Das hat viele Vorteile. In Sachen Gehalt, Job und Karriere ist das aber in mancherlei Hinsicht ein klein wenig nachteilig.

Wir Frauen sollten uns aber generell etwas zutrauen und mehr darauf pfeifen, was die anderen denken, meinst du nicht? Mutig zu sein bedeutet für mich übrigens nicht nur, sich zuzutrauen, einen Job zu ergreifen, der eine Familie ernährt. Es bedeutet genauso, als Frau bei den Kindern zu bleiben und den Beruf aufzugeben. Sich außerdem dafür einzusetzen, dass Care-Arbeit endlich als wichtiger und richtiger Job angesehen und entsprechend mit genug Rentenpunkten vergütet wird. Und sich von Menschen mit erhobenem Zeigefinger nicht den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen. Mutig sein bedeutet genauso, einen Beruf zu ergreifen, der schlecht bezahlt ist, wie der der Erzieher oder Krankenpfleger. Diesen mit Leidenschaft zu tun und dafür zu kämpfen, dass es am Ende für die Familie reicht. Mutig zu sein kann genauso heißen, dass beide Eltern reduzieren und sich für die wertvolle Zeit in Sachen Konsum und Urlaub einschränken. Mutig sein bedeutet, für das, was wir möchten, einzustehen. Sich selbst zuzutrauen, den Wunschweg einzuschlagen und zu verfolgen.

Bist du mutig?

Nun bin ich gespannt, was du dazu sagst. Natürlich ist das hier ein wenig verallgemeinert. Es gibt haufenweise Frauen, die eiskalte Gehaltsverhandlungen führen, sich locker zutrauen, den Nobelpreis in Atomphysik zu bekommen oder vier Kinder kriegen und zuhause täglich und mit Leidenschaft ihre Frau stehen. Aber viele Frauen sind zögerlich, was ihr eigenes Leben angeht, und ab und an kommt mir der Gedanke, dass wir viel mehr Mut brauchen, um die Gleichberechtigung und die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, voranzutreiben. Wenn irgendwas richtig schlecht läuft, schieben wir gerne den Schwarzen Peter anderen zu. Und vieles läuft für uns Frauen noch lange nicht optimal. Ein wenig können wir an uns selber arbeiten und Mut ist da ein Schlüssel für mich. Egal, ob es um Gehaltsverhandlungen, Berufswahl oder die Entscheidung geht, zuhause bei den Kindern zu bleiben.

Es gibt niemals diesen einen Grund, warum Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht gut funktioniert. Es gibt hundert Gründe und sie sind individuell. Ich hätte mir für mich gewünscht, mutiger zu sein. Ich bin die Art von Mutter, die gerne finanziell auf eigenen Beinen steht. Es kann sein, dass du eine ganz andere Mutter bist. Dass dir andere Dinge wichtig sind. Ich hoffe sehr, dass du den Mut hattest und dir zugetraut hast, die für dich wichtigen Dinge in Angriff zu nehmen. Vielleicht hast du Lust, uns davon zu erzählen?

Frauen, die nach den Sternen greifen: Gewinnspiel

Ich habe ein ganz wunderbares Buch für dich, das du hier gewinnen kannst. „Furchtlose Frauen, die nach den Sternen greifen. 50 Portraits faszinierender Wissenschaftlerinnen“ von Rachel Ignotofsky (Affiliate Link). Darin sind 50 außergewöhnliche Frauen in spannenden Geschichten und wunderschönen Illustrationen portraitiert. Noch immer gibt es zu wenig Frauen in Vorständen und Führungsetagen, noch immer dominieren Männer Wirtschafts- und Finanzsektoren. Frauen haben es schwerer, sich in wissenschaftlichen Bereichen durchzusetzen oder in öffentliche Ämter gewählt zu werden. Aber Frauen haben schon sehr viel erreicht, das beweist dieses Buch:

Im Laufe der Geschichte haben zahlreiche Frauen im Dienste der Wissenschaft alles riskiert. Dieses Buch erzählt die Geschichte einiger furchtloser Frauen, die – ob im antiken Griechenland oder in der modernen Welt – angesichts der ihnen in den Weg gelegten Steine sagten: „Ich lasse mich nicht aufhalten.“

Furchtlose Frauen, die nach den Sternen greifen, Einleitung, Rachel Ignotofsky, 2018

Wenn du das Buch gewinnen möchtest, um es mit deiner Tochter zu lesen, zu verschenken oder dich selbst inspirieren zu lassen, dann schreib mir einfach einen Kommentar unter den Text. Gibt es Momente, in denen du hättest mutiger sein können, oder bist du ganz anderer Meinung als ich und findest, Frauen sind keineswegs zu zurückhaltend?

Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse zur Weiterleitung an den mvg-Verlag mitteilst. Deine Adresse wird nur zum Versand des Buches genutzt und anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel beginnt heute, am 08. August 2018 und endet am 15. August 2018 um 23.59Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird danach per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt.

Mehr Heute ist Musik?

Kein Problem, dann hüpf mal rüber zu Instagram. Da gibts im Insta-TV tolle Familienhacks zum Thema Ordnung und Organisation sowie ein paar Inspirationen für den Elternalltag. Kaffee, Zitate und andere Dinge, die dir den Tag versüßen!

Auf gehts zum Walliserhof

Mit Kindern Wellness machen, klappt das überhaupt? Das haben Anton und ich ausprobiert, und zwar in einem wunderschönen Hotel im Brandnertal – dem Walliserhof. Ich kenne das Hotel von einem Mädelstrip, der aus Pool entern, saunieren, stundenlang quatschen und Serien gucken in einer zauberhaften Suite bestand. So hatte ich mir das nun auch vorgestellt, vielleicht ohne Quatschen und Serien gucken. Ich verrate so viel: wir hatten ein wunderbares Wochenende und ich würde es jederzeit wieder tun!

Walliserhof Wellness mit Kindern

Ankunft im Walliser Hof

Es ist schon ein Stück Fahrt ins Brandnertal, aber nach ein paar Stündchen mit zwei sehr lieben und Hörspiele hörenden Kindern kamen wir ganz entspannt im Walliserhof an. Entspannt bin ich sowieso, sobald ich Berge sehe. Noch massiver als die uns bekannte Allgäuer Landschaft stehen hier die wunderschönen Berge, zu Fuß des Hotels plätschert der Alvierbach und es sieht aus wie bei Heidi. Weil wir hungrig sind, entern wir erst einmal die Bar und bestellen Pulled-Pork-Burger zum Mittagessen und Eis für die Kinder. Danach schauen wir uns den Garten an. Es gibt zwei junge Enten, die uns die sehr sympathischen Hotelbesitzer Michaela Berthold und Raimund Meyer vorstellen. Wir laufen einmal durch das kühle Tretbecken und entdecken einen Sandkasten mit Spielzeug.

Endlich! Urlaub, Welless, Wochenende – ich freu mich total und lasse mir meine gute Laune von zwei zankenden Kids in der Lobby nicht verderben. Übrigens ist der Walliserhof zwar ein superschickes Designhotel, aber keineswegs etepete. Hier marschieren die Gäste auch mal in Bademantel durch den Eingangsbereich Richtung Pool, daher muss man sich auch mit zwei raufenden Kiddies nicht schämen. Sie entdecken zum Glück sofort zwei Spielzeugkisten in der Lobby, während ich die Zimmerkarten entgegennehme und mir für Sonntag eine Massage buche.

Die Zimmer und der Pool

Wir haben mal wieder ein traumhaftes Zimmer erwischt. Wobei ich glaube, dass alle Zimmer traumhaft sind. Die unterschiedlichen Stockwerke stehen jeweils unter einem bestimmten Motto, wir sind die Gipfelstürmer und im fünften Stock untergebracht. Uns eröffnet sich ein traumhafter Blick auf die Berge, der Boden ist aus Holz, die Gardinen, Kissen und Decken aus hochwertigen Stoffen, zwei gelbe Designlampen hängen an einer Sprossenwand, die als Kleiderschrank dient. Der große Balkon lädt zum Draußen sitzen ein und der Sound des Alvierbachs macht das Zimmerglück perfekt. Jetzt aber schnell in den kanariengelben Bademantel werfen und ab mit den Kindern in den Pool. Anton muss noch arbeiten, dank W-Lan und bequemem Stuhl und Schreibtisch im Zimmer kein Problem. Dass er diesen Schwimmspaß jetzt verpasst, tut mir  sehr leid, denn nie zuvor habe ich so einen schicken Pool gesehen. Bis 17 Uhr dürfen hier Kinder planschen, was ich wirklich einen guten Deal für ein Wellness-Hotel finde. Abends ist dann Ruhe angesagt, die ich selber sehr schätze. Luise und ich schwimmen herum, spritzen uns nass und genießen die Atmosphäre mit Lounge-Musik und einer wundervollen Lampen-Decke. Jimmy hat sich in einen Hängesessel gekuschelt und chillt. Dann legen wir uns alle auf die gemütlichen Matratzen und dösen vor uns hin.

Wellness mit Kindern

Abendessen

Ich freue mich am meisten auf das Abendessen im Walliserhof. Es wird am Tisch serviert – davon kann ich zuhause nur träumen. Es gibt ein 6-Gängemenü für die Erwachsenen und auch für die Kinder ist bestens gesorgt. Die zauberhaften und freundlichen Kellner bringen eine Kinderkarte, auf der viele kleine Mahlzeiten aufgelistet sind und es gibt Stifte zum Malen. Jimmy und Luise sind erst einmal beschäftigt und bekommen bald darauf köstliche Pommes mit selbstgemachtem Ketchup. Anton und ich werden mit Shakesalat, Bauernterrine, Pastinaken-Cremesuppe und Schnitzel vom Rankweiler Ringelschwanz verwöhnt. Die Haltung der Schweine liegt den Gastgebern sehr am Herzen und sie sind sogar wöchentlich vor Ort, um genau zu wissen, was im Walliserhof auf den Tisch kommt. Überhaupt ist die Küche exquisit, ohne abgehoben zu sein. Regional ursprünglich neu interpretiert ist das Motto, die Zutaten vor allem regional und immer frisch. Der Weinschrank ist eine Wucht, es gibt hausgemachte Pasta und selbstgebackenes Brot. Ich weiß nicht, wie das gebacken wird, aber es ist das beste, das ich je gegessen habe. Was mich beeindruckt hat: die Gastgeber packen dauernd mit an und stehen eigentlich ständig an der Kaffeemaschine, um Espresso zu machen oder den Kellnern zu Hand zu gehen.

Zum Nachtisch gibts eine sagenhafte Creme Karamel. Die Kinder waren wirklich sehr lieb, wollen sich aber noch bewegen. Also machen wir einen schönen Abendspaziergang am Fluß entlang, entdecken Esel und marschieren dann gemütlich ins Zimmer. Wir sind ganz schön platt, denn die wundervolle Bergluft macht sehr müde…

Frühstück

Dass das Frühstück im Wallisherhof ein Gedicht ist, ist klar, oder? Das Bircher Müsli ist genau mein Ding, es gibt sogar Honig von eigenen Bienen, Prosecco, selbstgemachte Marmelade und feinste Kaffeespezialitäten. Noch dazu können wir aus einer Karte Eier- und Mehlspeisen wählen und Jimmy bestellt sich gleich zwei Palatschinken mit Schokocreme. Ich bin selig, denn Frühstück zuhause bedeutet für mich erst einmal, noch vor dem ersten Kaffee drei Kinder zu versorgen. Hier einfach eine Bestellung aufzugeben ist unglaublich schön.

Wellness mit Kindern

Nach dem Frühstück marschieren wir gemeinsam in den Pool und auch Anton ist begeistert. Nach ausgiebigem Geplansche machen wir uns auf den Weg zu einem nahe gelegenen Wasserfall. Hier picknicken wir, bauen einen Stausee und bestaunen die Berge. Für mich ist das wie Urlaub für die Seele. In den Bergen zu sein, keine Wäsche waschen zu müssen, kein Frühstück zu machen und verwöhnt zu werden – ich fühle mich wie in einer anderen Welt.

Zurück in meine Welt kehre ich kurzzeitig, als sich Luise und Jimmy am frühen Abend im Hotelzimmer zanken, dass es kracht. Ich schnappe mir die Zeitung und verlasse den Raum. Unten in der Bar fragt mich ein sehr sympathischer Kellner, ob er mir selbstgemachtes Popcorn servieren darf. Ich bestelle ein Bier dazu und lese  – Bingo! Bei diesem Abendessen nehmen die Kinder eine Runde Pommes und gehen dann aufs Zimmer, um einen Film zu schauen. Anton und ich genießen das Menü, sind ganz für uns und erfreuen uns an unserem kleinen Wellness-Urlaub im Walliserhof.

Wellness mit Kindern

Massage und Abreise

Am nächsten Morgen heißt es dann schon wieder Koffer packen. Aber wir genießen noch einmal ausgiebig das Frühstücksbuffet und ich danach eine wunderbare Massage. Hier gibts Naturkosmetik aus Birke, Hagebutte und Bergkräutern, die Gäste als Erinnerung auch erwerben können. Der Duft ist betörend!

Massage, Gesichtsbehandlung, Maniküre – was das Herz begehrt!

Anton und die Kinder spielen in der Zeit im idyllischen Garten und drehen eine Runde im Tretbecken. Dabei lernen sie den jüngsten Sohn der Gastgeber kennen. Vier Kinder haben die beiden und ich finde, im Hotel merkt man, dass Eltern am Werk waren. Es ist definitiv kein „Kinderhotel“, dennoch sind Kinder willkommen. Sie dürfen überall teilhaben, mitessen, im Garten spielen, in den Pool hüpfen und ein Kindermenü wählen. Aber es finden auch die Erwachsenen Ruhe. Beste Aussichten darauf, dass alle zufrieden und glücklich sind, oder? Und trotzdem hier in erster Linie Menschen ohne kleine Kinder Urlaub machen, fühlten wir uns als Familie sehr willkommen.

Alles ist so liebevoll und geschmackvoll eingerichtet – ein Ort zum Wohlfühlen

Die Kinder wurden überaus lieb behandelt, die Kellner haben sich sehr um sie bemüht. Insofern fällt mein Resümee folgendermaßen aus: Wellness-Urlaub  mit Kindern kann klappen, wenn man das richtige Hotel aussucht. Der Walliserhof ist ausgezeichnet dafür, aber es ist natürlich auch die reinste Oase für eine Mama-Auszeit. Und die buche ich direkt, zusammen mit meiner Schwester und meiner Freundin. Wäre das auch was für dich? Dann habe ich einen Tipp: Wir haben mal in der Nebensaison ein Komplett-Paket inkl. Anwendungen gebucht und haben damals ein super Schnäppchen gemacht. Und wenn ihr euch als Familie gemeinsam verwöhnen lassen wollt, mit allem Drum und Dran, dann ist der Walliserhof erste Sahne. Hier gibts im Übrigen auch eine ganz fantastische Sportwelt zu entdecken. Der Hausherr nimmt die Hotelgäste mit auf eine E Bike-Tour, es gibt zwei Tennisplätze, ein sensationelles Wander- und Skigebiet, einen hauseigenen Fitnessraum sowie einen Pool, in dem man wirklich richtige Bahnen ziehen kann. Darüber hinaus bietet das Hotel immer wieder die tollsten Attraktionen an: Brot backen lernen, Joghurt aus frischer Bergmilch zubereiten, Wanderungen zur Alm, Fotoworkshops, Weindegustationen, geführte Naturheilwanderungen und vieles mehr. Die Natur und die Landschaft im Brandertal ist gigantisch und das nächste Mal wollen wir unbedingt den malerischen Lünersee im Rätikongebirge entdecken – dazu hatten die Kids am Sonntag leider keine Lust mehr.

Ich lege mich jetzt aufs Sofa, mach ein wenig Lounge-Musik rein und träume mich ins Brandnertal. Und Einrichtungsideen habe ich nun massenhaft.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ps.: Den Wallisherhof findest du auch auf Instagram. Dort bekommst du einen guten Eindruck vom Hotel. Auf Instagram gibts jetzt übrigens was ganz Neues: Instagram-TV. Auch Wunsch hin werde ich auf meinem Kanal ein paar meiner Ordnungs- und Organisations-Tipps für Familien hochladen. Komm doch mal vorbei und diskutier in den Live-Videos gerne mit! Das macht unglaublich Spaß und wir Frauen haben danach immer das Gefühl, dass es irgendwie überall gleichlaut und chaotisch zugeht und das Elternsein furchtbar anstrengend, aber auch furchtbar schön ist.

ANIMAL RIDING – Luises Traum geht in Erfüllung

Wir haben tierischen Familienzuwachs bekommen. Mit einem ANIMAL RIDING-Pferd ist für Luise ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Wie es dazu kam, dass wir jetzt ein (fast) richtiges Pferd besitzen und was an diesem Spielzeug so besonders ist, das erzähle ich dir heute!

Luise hat einen Wunsch, sogar einen sehr großen. Der ist leider unerfüllbar, denn es handelt sich um ein Pferd. Seit zwei Jahren ist das Huftier-Fieber ausgebrochen und sie spricht von nichts anderem mehr als von Ponys, Hengsten und Stuten. Natürlich hat sie verschiedene Kuscheltiere, Kunststofftierchen und einen kleinen Reiterhof zum Spielen im Kinderzimmer, aber so richtig reiten – das wäre ihr Traum. Nun dürfen Kinder auch gerne Träume haben, aber ich habe dennoch schon Einiges auf die Beine gestellt, um sie auf den Rücken eines Pferds zu kriegen. Das ist allerdings wirklich schwer, denn die meisten Reiterhöfe bieten Unterricht erst für ältere Kinder an oder es gibt ellenlange Wartelisten. Wir haben dann eben Ferien auf einem Ponyhof gemacht und gehen regelmäig zur Jugendfarm, wo sie die Vierbeiner streicheln und anschauen kann.

Zum letzten Geburtstag aber hatte die Oma eine geniale Idee. In ihrer Nähe stand auf einem kleinen Hof ein hundgroßes Mini-Shettlandpony, dessen Besitzerin Pferdchen-Spaziergänge anbot. Also bekam Luise kurzerhand ein Gutscheinheft über zehn Spaziergänge und war selig. In den kleinen Billy hat sie sich dann auch verliebt, ihn gestreichelt, gebürstet und durfte auf seinem Rücken über die Felder maschieren. Als uns die Besitzern anrief um zu sagen, dass sie samt Pferdchen wegzieht, weinte Luise bittere Tränen. „Ich habe Billy so lieb, wo soll ich denn nun reiten?“ schluchzte sie. Und so habe ich recherchiert und überlegt, wie ich ihr zu diesem Geburtstag einen Billy-Ersatz organisieren könnte.

Gesunde Fortbewegung für Kinder mit ANIMAL RIDING

Angefixt war ich sofort, als ich die Animal Riding Tiere entdeckte. Das sind Pferdchen in verschiedenen Größen, auf denen Kinder richtig losreiten können. Schaukelpferde schaukeln nur hin und her, große Kuschelpferde bleiben einfach nur stehen. Diese Pferde hier aber laufen los, sobald die Kinder ihre Füße auf die Halterung setzen. Ein innovatives Antriebssystem mit Lenkung, Haltegriffen und Kunststoffrädern ist der Grund für diese zauberhafte Fortbewegung. Mit ihrem Gewicht drücken die kleinen Reiter die Fußstützen runter und das ANIMAL RIDING-Pferd setzt sich in Bewegung. Laut Internetseite ist das sogar eine ganz gesunde Fortbewegung, denn die Kinder müssen sich wirklich ein wenig anstrengen, das ist beim Reiten ja nicht anders. So würden die Muskeln der Taille, der Arme, Beine und des Bauchs stimuliert und die Rückenmuskulatur gestärkt. Bevor wir jetzt aber von einem Fitnessgerät für Kinder sprechen, erzähle ich dir lieber mal von unseren Erfahrungen mit Billy.

Aufgesessen, lang die Zügel

Luise war jedenfalls aus dem Häuschen, als sie zu ihrem fünften Geburtstag Pferd Billy auspackte. Der kam schon fix und fertig montiert bei uns an und wir brachen sofort zum ersten Ausritt auf. Das klappt sehr gut im Wohnzimmer und Luise reitet inzwischen bei Regen ihre Runden um das Sofa. Noch lustiger aber ist es natürlich draußen. Wir begannen vor dem Haus und liefen dann raus aufs Feld. Dort ist ein asphaltierter Weg, auf dem ANIMAL RIDING-Pferdchen Billy munter losgaloppierte. Und stell dir vor, das Pferd trägt sogar uns Erwachsene. Billy hat die Größe Medium/Large und wenn keiner hinguckt, drehe ich ne Runde auf unserem neuen Familienmitglied. Es ist für Kinder von fünf bis acht Jahren (oder ab ca. 1 m Körpergröße) geeignet und trägt bis zu 65 kg Körpergewicht.

Abendspaziergang mit Billy

Übrigens hat uns Billy dazu gebracht, abends rauszugehen, anstatt Sandmännchen zu gucken. Denn für Luise ist Billy ihr richtiges Pferd, das abends seinen Auslauf braucht. Oskar kommt in den Kutschanhänger und Billy wird gesattelt, so marschieren wir vor dem Schlafengehen noch eine Runde um die Felder und das tut richtig gut. Luise hat nun auf jeden Fall verkraftet, dass das Mini-Shettlandpony umgezogen ist. Zwar ist ihr größter Wunsch immernoch ein echtes Pferd, aber diesen Traum kann sie sich ja später selber erfüllen. Wir fahren übrigens im Frühjahr wieder auf einen Ponyhof und ich halte die Augen nach Reitmöglichkeiten offen. Zum Geburtstag veranstalten wir wieder einen Pferdeparty und schauen uns sicher auch bald wieder das Fohlengestüt in Marbach an. Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, die kleinen Pferdenärrinnen oder -narren ein wenig Stallluft schnuppern zu lassen.

Das ANIMAL RIDING-Tier gibt es übrigens auch als Löwe, Rentier, Esel, Zebra, Elefant, Tiger und weiteren Ausführungen in verschiedenen Größen. Schau mal auf der Internetseite nach, dort hast du einen guten Überblick. Die Anschaffung ist nicht gerade günstig, das ist klar. Aber vielleicht legen die Großeltern zu Weihnachten und Geburtstag zusammen. Ich kann nur sagen, dass sich der Spaß mehr als lohnt. Und bewegte Bilder sagen mehr als tausend Worte, oder?

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ps.: Dieses wunderbare Pferdchen wurde uns zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.

Endlich Ferienzeit! Bei uns in Baden-Württemberg ist das Schuljahr nun vorbei und ich ziehe mein kleines Resumee. Es hat sich doch etwas verändert, seit wir ein Schulkind in der Familie haben. Der Tagesablauf ist ein wenig geregelter geworden, die Hausaufgaben nehmen ihren Raum ein und Jimmy muss seinen Alltag managen: Spielen mit Freunden, Mathe üben, Konflikte mit Klassenkamaraden klären und das Schulzeug organisieren. Ganz schön viel zu tun für so einen knapp Siebenjährigen, und er macht das ganz hervorragend. An einer Sache aber haben wir uns lange aneinander gerieben und ich hatte es schon geahnt – Jimmy ist so ein zerstreuter Mensch. Er denkt an sieben Sachen gleichzeitig, meist ist das Thema Fußball. An Jacke, Sonnenhut, Stifte und Spitzer denkt er aber nicht. Oft sind wir mittags gemeinsam mit den Geschwistern in die Schule gelaufen und haben die Fundsachen durchwühlt. Ich verrate dir, dass es kein Spaß ist, in riesigen Plastikkisten zwischen verschwitzten Sportklamotten und alten, gefüllten Pausenbrotdosen nach dem von Oma gestrickten Schal zu suchen. Im Klassenzimmer haben wir auch gesucht, denn es fehlten dauernd Stifte. Einmal war die Jacke unauffindbar, am nächsten Tag die Turnschuhe.

Ärger mit dem Schulkind

Als motivierte Mutter, die das erste Kind einschult, habe ich natürlich die dicken, guten und teuren Stifte gekauft. Die Winterausrüstung war selbst gestrickt und die Jacken mit Wassersäule drölfzigtausend. Schön blöd, das weiß ich jetzt. Ich kann dir einen guten Tipp an die Hand geben: kauf keine zu teuren Sachen für die Schule, dann ärgerst du dich nicht über dein Kind und dein Kind nicht über die meckernde Mama. Das Kind wird auch mit billigen Stifen anmalen können, auch ein Ratzefummel vom Discounter macht die Bleistift-Drei gut weg und die Diskussion um wasserfeste Kleidung mag im Waldkindergarten oder bei einer Bergtour durch die Alpen sinnvoll sein; bei einem gewöhnlichen Schulkind, dessen Schulweg durch eine von Menschen besiedelte und asphaltierte Gegend führt, reicht eine gewöhnliche Regenjacke aus. Ich spare mir nämlich extrem viel Geld und vor allem Nerven, wenn ich mir bei den kritischen Dingen günstigen Ersatz zulege und Jimmy zwar Verantwortung lernen muss, er aber keinen Mords-Rüffel nach fünf anstrengenden Stunden Schule bekommt, weil die 30 Euro-Kindermütze aus dem schicken Dingsgeschäft weg ist.

Nie mehr Schulsachen verlieren: die Lösung

Ich habe aber noch einen anderen, sehr wertvollen Tipp für dich! Wir haben uns schon vor einem Jahr eine Schulausrüstung bei gutmarkiert besorgt. Da bekommst du Klebe- und Bügeletiketten mit dem Namen deines Kindes drauf. Ihr könnt euch sogar Farbe, Schrift und Symbol aussuchen. Sie sehen hübsch aus, aber viel besser ist, dass sie wirklich halten. Normalerweise kleben Etiketten bei hohem Nutzungsgrad schnell nicht mehr. Das ist hier anders. Ich kann nach einem Jahr Dauernutzung sagen, dass jedes einzelne Etikett noch an seinem Gegenstand zu finden ist. Zum Beispiel haben wir Jimmys Trinkflaschen beklebt, die ich beinahe täglich in die Spülmaschine räume. Beklebt sind außerdem die Brotdosen, das Mäppchen, die Hefte, die Sporttasche, der Schirm und alle anderen Dinge, die Schulkinder so brauchen. Genial sind die Kleber für die Schuhe. Hier war ich äußerst skeptisch, ob das wohl funktioniert, aber über die Kleber mit den Namen der Kinder kommt noch ein extra Schuh-Kleber, das hält dann bombenfest. Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft Jimmy mit nur einem Schuh nach Hause kam. Aber mit dem Namensaufkleber war das dann kein Problem, die Lehrerinnen wussten sofort, wem er gehört.

Etiketten von gutmarkiert

Die Bügeletiketten habe ich auch in so ziemlich jede Klamotte gebügelt. Sie halten seit einem Jahr ordentlich viele Touren in der Waschmaschine aus, ohne abzugehen. Ich habe dafür übrigens groß unseren Nachnamen drucken lassen und in klein die drei Vornamen der Kinder darunter. Denn wenn alles gut läuft, bleiben uns die Jacken nun erhalten und ich muss für das nächste Kind kein neues Etikett reinbügeln. Die kleinen Etiketten zieren bei uns auch die Sportkleidung, Luises Kindergartenkleider von Matschhose über Wechselkleidung und Handschuhe, Gummistiefel, Sandspielzeug, Handtücher, Kosmetikbeutel, Schlafsäcke und Gesellschaftsspiele. Und drauf gebügelt halten sie sogar auf dem selbstgestrickten Schal von Oma, alles unter schwersten Einsatzbedingungen getestet, versprochen!
Mit im Basis-Paket für die Schule enthalten war noch ein Taschenanhänger. Auf dessen Rückseite haben wir ein Namenskleber geklebt und so Ranzen, Taschen oder Koffer markiert. Für die Ferien sind die Etiketten natürlich auch genial. Wenn all die Dinge mit Namen versehen sind, dann verlieren die Kinder auch auf Klassenfahrt, im Ferienlager oder beim Urlaub mit Oma und Opa ihre Sachen nicht.

Weitere Tipps für die Schul-Organisation

Was uns neben den tollen gutmarkiert-Etiketten noch geholfen hat, den Schulalltag möglichst ohne Stress und Ärger zu organisieren, waren folgende Dinge:
  • jeden Tag um die gleiche Zeit aufstehen. Genug Zeit einplanen für Frühstück, Anziehen, Zähne putzen
  • fünf Kleider-Pakete zusammenlegen und in einer Kiste sammeln: so hat das Schulkind für eine Woche gleich alles parat
  • im Flur eine Kiste einrichten, in die Mützen, Schals, Schirm etc. reinkommen. Mit dem Schulkind üben, die Dinge da nach Ankunft auch wieder reinzulegen
  • regelmäßig mit dem Kind den Ranzen ausmisten, Blätter in die Ordner sortieren und Müll entsorgen
  • täglich Stifte spitzen und Mäppchen auf Vollständigkeit prüfen
  • Stifte und Kleinteile, auf die keine gutmarkiert-Etiketten passen, mit Washi-Tape markieren
  • Mützen im Winter mit einem kurzen Bändel und einem Druckknopf an der Jacke befestigen (Bändel kurz halten, damit er sich nicht um den Hals wickeln kann)
Ich finde es wichtig, dass die Kinder nach und nach lernen, mehr Verantwortung für ihre Sachen zu übernehmen. Aber ich habe gemerkt, dass so ein Erstklässler mit den vielen Dingen ziemlich überfordert ist. Da braucht es bei den meisten Kindern noch die Hilfe der Eltern. Zusammen und mit etwas Übung klappt das dann von Schuljahr zu Schuljahr besser, vor allem mit den tollen Etiketten von gutmarkiert. Im Übrigen sehen die Sachen mit den fröhlichen und bunten Etiketten auch noch viel schöner aus! Falls du noch etwas für die Schultüte brauchst oder ihr im Bekanntenkreis ein Kind habt, das eingeschult wird, wäre so ein Set außerdem ein tolles Geschenk für die Schultüte.
Ich habe die Namen retuschiert, sie sind natürlich wunderbar zu lesen 🙂

Gewinnspiel

Wäre das was für euch? Egal, ob du ein Kindergarten- oder ein Schulkind zuhause hast, zusammen mit gutmarkiert verlose ich hier ein Kombiset Aufkleber. Kommentier einfach unter diesem Text und erzähl, was ihr schon so verloren habt! Ich bin gespannt….
Teilnahmebedingungen: Schreibe mir einfach einen Kommentar unter den Text, es wird ein Gewinner ausgelost. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass ich deine Adresse für den Versand bekomme und an gutmarkiert (ausschließlich für den Versand-Zweck) weiterleiten darf. Nach erfolgtem Versand wird die Adresse unverzüglich gelöscht. Für Verluste auf dem Versandweg wird keinerlei Haftung übernommen. Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Dieses Gewinnspiel läuft vom 21.07.18 bis zum 30.07.18 um 23.59 Uhr. Der Gewinner wird am 01.08.18 per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt. Teilnahme nur mit Abgabe von einem Kommentar pro Person möglich. Der Gewinn kann nur innerhalb Deutschlands versendet werden. Eine Auszahlung, Übertragung, sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Keine Gewähr, Haftung, oder Barauszahlung des Gewinns. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura
Warum wird hier Werbung gemacht? Das erkläre ich dir hier. Falls du Lust hast, mehr von mir zu lesen oder zu sehen, dann schau doch mal bei Instagram vorbei. Da gibts einen Haufen Inspirationen für den Mama-Alltag und eine Runde Glitzer für dich!

Luise und ich sind uns in ein paar Dingen nicht einig. Vor allem was Essen und Kleidung angeht, haben wir einen sehr unterschiedlichen Geschmack. Das Mädchen liebt Ketchup pur, Nudeln ohne Soße und grundsätzlich kein Gemüse. Außerdem trägt sie gerne Glitzer-Leggings und furchtbare Sonnenhüte. Ich dagegen liebe eine gute Tomaten-Sugo, vitaminreiches Essen und habe einen etwas zurückhaltenderen Kleidungsstil, sagen wir es mal so. Es gibt aber die eine Sache, in der verstehen Luise und ich uns bestens: Das ist die Reiterhof-Connection Bibi&Tina.

Geteilte Leidenschaft

Seit ich denken kann, höre ich die Hörspiele und habe mich sogar noch während des Studiums abends liebend gerne mit einer neuen Folge von Bibi & Tina ins Bett gekuschelt. Lange habe ich mich dann auf die Zeit gefreut, wenn meine Kinder alt genug für Hörspiele sind. Nun ist es endlich soweit und ich kann gemeinsam mit Luise meiner Leidenschaft fröhnen. Dass es das Mädchen so packt, hätte ich aber nicht gedacht. Seit sie drei Jahre ist, hört sie meine alten Kassetten. Ihre Tante Lisa hat ihr außerdem einen riesen Stapel CDs vermacht.

Ob im Urlaub, auf einer langen Autofahrt oder zuhause im Kinderzimmer, Bibi & Tina heißt Mädelszeit. Sobald ein neues Hörspiel zu haben ist, zelebrieren Lisa, Luise und ich unsere Leidenschaft für Amadeus und Sabrina. Damit wir es noch gemütlicher haben, wenn wir die neueste Geschichte von Bibi, Tina, Alex und Co in den CD-Player schmeißen, backen wir vorher zusammen Frau Martins Butterkuchen. Der geht schnell und ist so einfach, dass Luise ihn schon fast alleine hinkriegt.

Rezept für Frau Martins Butterkuchen

400 g Mehl, 400 ml Buttermilch, zwei Eier, eine Packung Backpulver und 100 g Zucker zu einem glatten Teig verrühren und auf ein mit Backpapier bedecktes Ofenblech geben. 75 g Zucker und eine Packung gehackte Mandeln vermischen und drüber streuen. Bei 160 Grad Unter- und Oberhitze 30 Minuten lang backen. Wer Lust hat, steckt vor dem Backen noch Obst in den Teig (Äpfel, Johannisbeeren, Aprikosen…)

Dazu gibts für Lisa und mich einen schaumigen Cappuccino, Luise nimmt Milchschaum mit Schokopulver. Dann breiten wir die Decken im Kinderzimmer aus und machen es uns richtig gemütlich. „Aufgesessen, lang die Zügel…“, wir können den Song auswendig und singen natürlich laut mit. Luise holt sich noch ihr Schmusepony und dann genießen wir die spannenden Geschichten, Ärger mit dem Grafen, den schusseligen Freddy oder die sanfte Stimme von Holger.

Wo wir gerade von Holger sprechen – Luise hat sich ein wenig verliebt, als wir die Bibi&Tina-Filme geschaut haben. Sie sind übrigens samt der Filmmusik richtig gut und absolut elterngeeignet. Im letzten Teil spielte mein Lieblingsschauspieler Joachim Meyerhoff mit und manchmal lege ich den Soundtrack ein, wenn ich alleine bin.

Es lebe Falkenstein

Der absolute Oberknüller und das Must have für Bibi&Tina Fans wie uns sind die schwarzen Hoddies, T-Shirts und Turnbeutel. Gesehen habe ich sie zuerst bei Alu vom Blog Grosse Koepfe. Luise und Lisa haben von mir einen Pullover geschenkt bekommen, den Lisa jetzt sogar in ihrer Freizeit trägt und sich so zu ihrer immernoch währenden Hörspiel-Leidenschaft outet.

Ob zu Jeans oder unter den Blazer ins Büro – Lisa trägt ihr Bibi&Tina-Shirt mittlerweile überall. Und ich freue mich auf den Herbst, wenn ich den Hoodie endlich öfter tragen kann. Luise kombiniert natürlich ihre Leggings zum schwarzen Shirt. Gar nicht so schlecht, habe ich gedacht. So kann ich selbst ihren Glitzer-Faible ertragen.

Gewinnspiel

Falls du auch eine Bibi&Tina-verrückte Tochter zuhause hast oder selber heimlich Falkenstein-Fan bist, aufgepasst: ich verlose hier drei CD-Sets mit jeweils drei Hörspielen von Bibi&Tina. Zusammen mit einem Butterkuchen macht ihr euch so einen gemütlichen Mutter-Tochter-Sohn-Nachmittag, (auch Jimmy hört die Hörspiele sehr gern) oder nehmt sie mit in den Urlaub. Wer sich mit Klamotten eindecken möchte (geniales Geschenk für Groß und Klein), der schaut mal hier im Shop nach. Juchuuu, es gibt jetzt eine geniale Aktion für dich:

Mit dem Gutschein Code „BIBITINA10“ bekommst du 10% Rabatt auf deinen „Bibi & Tina“ Einkauf.

Hörspiele und anderes zubehör bekommst du auf der Kiddinx-Seite.

Teilnahmebedingungen: Schreibe mir einfach einen Kommentar unter den Text, es werden insgesamt drei Gewinner ausgelost. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass ich deine Adresse für den Versand bekommen und an Kiddinx ausschließlich für diesen Zweck weiterleiten darf. Nach erfolgtem Versand wird die Adresse unverzüglich gelöscht. Für Verluste auf dem Versandweg wird keinerlei Haftung übernommen. Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Dieses Gewinnspiel läuft vom 17.07.18 bis zum 27.07.18 um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden am 28.07.18 per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt.
Teilnahme nur mit Abgabe von einem Kommentar pro Person möglich.
Der Gewinn kann nur innerhalb Deutschlands versendet werden. Eine Auszahlung, Übertragung, sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich.
Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht.
Keine Gewähr, Haftung, oder Barauszahlung des Gewinns.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura

Ps.: Besuch mich doch auch mal auf Instagram. Da gibts Glitzer für den Eltern-Alltag und viele kleine und große Inspirationen. Ich freue mich auf dich!

Auf der Suche nach einer Idee

Meine Mama feierte vor kurzem einen großen und runden Geburtstag. Und weil ich aus diesem Grund etwas Besonderes schenken wollte, habe ich mir lange Gedanken gemacht. Etwas Schönes auszusuchen ist ja nicht immer eine leichte Aufgabe, denn man muss sich in den zu Beschenkenden hineinversetzen. Was mag er, über was freut er sich wirklich? Im Falle meiner Mama ist eine schöne Bodylotion, eine Flasche Champagner oder ein Gutschein für den Lieblingsitaliener immer eine gute Idee, aber zum diesem Geburtstag wollte ich etwas Ausgefalleneres schenken und auch die Kinder sollten sich beteiligen. Ich kann schon so viel verraten: unsere Geschenkideen waren ein voller Erfolg und der Renner war ein ganz außergewöhnliches Fotogeschenk.

3D Laser Foto in Glas

Ihre Enkelkinder gehen meiner Mutter über alles, soviel weiß ich sicher. Deshalb hat sie sie gerne um sich und es gibt im Haus meiner Eltern massenhaft Fotos von den Kindern. Jedes Jahr gestalte ich Fotobücher für sie und schicke aktuelle Schnappschüsse per Email. Deshalb habe ich sofort an ein schönes Bild der Kinder gedacht, aber ich wollte etwas Außergewöhnlicheres machen. Beim Recherchieren bin ich auf die Seite von LOOXIS gestoßen und habe ein 3D Laser Foto in Glas entdeckt. Als Luise mir über die Schulter blickte, war sie sofort Feuer und Flamme. „Mama, das wäre was für die Oma!“ Wir haben uns dann überlegt, wie wir die drei Kinder in Szene setzen, damit sie in dem 3 D Laser Foto in Glas gut rauskommen. Vor einer weißen Wand und zusammen mit einem Luftballon haben wir richtig tolle Bilder gemacht, das schönste rausgesucht und dann am PC in wenigen Minuten ein schnelles personalisiertes Geschenk für meine Mama erstellt.

 

Leuchtstele für 3D Laser Foto

Die Kinder und ich waren so richtig gespannt, wie das 3D Glasfoto aussehen würde. Damit es auch richtig zur Geltung kommt, haben wir für das Laser Foto noch eine Leuchtstele bestellt. Hier kann das 3D Laser Foto einfach reingestellt und sogar beleuchtet werden.

Als das schwere Paket kam, konnten wir es kaum erwarten und haben das 3D Foto aufgeregt aus dem gepolsterten Karton geholt – und waren mehr als begeistert. Das Laser Foto sieht wunderschön aus, die Kinder und der Luftballon kommen richtig gut raus und sind von beiden Seiten zu sehen. Wir haben es andächtig hin und her gedreht, gegen das Licht gehalten und ausgiebig bewundert. Der Block ist ein richtig edles Wohnaccessoire geworden  und Luise wollte ihn eigentlich gar nicht gerne einpacken, aber ich konnte sie überreden. Es ist schließlich für Omas besonderen Geburtstag!

Wir haben es dann auch mal in die Leuchtstele gestellt und das Licht angeknipst. Vor allem am Abend erzeugt die Kombination aus Stele und 3D Laser Foto eine schöne Stimmung. Am Ende habe ich Luise versprochen, ihr zum nächsten Geburtstag auch so ein Laser Foto in Glas zu schenken. Ich überlege mir noch ein gutes Motiv. Vielleicht sie selbst auf einem Pony? Zusammen mit ihrem kleinen Leuchtpilz ist das sicher auch ein tolles Nachtlicht, das sie beim Zubettgehen anknipsen kann.

Basteln für die liebste Oma

„Aber ich möchte Oma auch was basteln“, hat Luise sich gewünscht. Und weil sie erst vor kurzem beim Kindergartensommerfest mit ihrer Gruppe ein tolles Lied vorgeführt hat, haben wir uns dieses zum Vorbild genommen. „Ich schenk dir einen Regenbogen“ heißt es, Melodie und Text sind von Dorothée Kreusch-Jacob. Also haben wir auf weiße Pappe einen Regenbogen gemalt und ausgeschnitten, eine Wolke gebastelt und einen schönen Kieselstein gesucht. Wir haben Seifenblasen und einen Luftballon bereitgestellt, für jedes Kind gemeinsam ein Kuchenherz gebacken und mit rotem Zuckerguss verziert. Am Tag ihres Geburtstags haben wir das Lied für Oma gesungen und ihr bei jeder Strophe ein Geschenk überreicht. Alle Kinder haben mitgemacht und der kleine Oskar war besonders stolz, als er Oma sein Kuchenherz geben durfte.

Gelungener Geburtstag

So ein außergewöhnliches Fotogeschenk ist die perfekte Idee, finde ich. Meine Mutter hat sich über das Foto im Glas sehr gefreut und wird es wohl zusammen mit der Leuchtstele ins Wohnzimmer stellen. Aber auch abends auf der Terrasse ist es eine stimmungsvolle Beleuchtung, man darf nur nicht vergessen, es hinterher wieder mit reinzunehmen, denn die Stele ist nicht für draußen geeignet. Opa hat sich jetzt auch ein 3D Foto in Glas gewünscht, das er sich auf den Schreibtisch stellen möchte.

Falls du also auf der Suche nach einem schönen Geschenk bist, wäre das vielleicht etwas für dich? Die Bestellung geht ganz rasant in ein paar Minuten. Das passende Bild und die Größe für das 3 D Foto in Glas aussuchen (da gibts nämlich verschiedene Varianten), ein Foto hochladen und abschicken. Übrigens war auch der Versand sehr schnell. Ganz bestimmt kommt auch das Lied samt kleiner Aufführung super an. Den Text und die Melodie kannst du schnell ergoogeln und dann mit den Kindern einen kleinen Bastelnachmittag veranstalten. Ob für den Papa, die Großeltern oder Patentante: so können die Kinder selber richtig schöne Dinge verschenken und mithelfen, dass sich das Geburtstagskind so richtig freut.

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura