Wieso ein simples Bundesliga-Spiel für Jimmy und mich zum Erlebnis des Jahres wurde, erzähle ich dir heute. Wir haben nämlich eine unglaubliche Reise nach Dortmund gemacht: Jimmy, mein siebenjähriger Sohn, durfte zusammen mit dem Schiedsrichter den Ball in den Signal Iduna Park tragen – vor mehr als 80.000 Fans und in greifbarer Nähe zu seinen größten Idolen, den Spielern von Borussia Dortmund. Grund dafür war eine Einladung vom BVB-Kidsclub, dem Fanclub für Kinder. Aber nun von vorne!

Jimmys große Liebe: Borussia Dortmund

Die Fußball-Leidenschaft ist nicht familiär bedingt. Aber als Jimmy knapp vier Jahre alt war, fing es an. Fußball von morgens bis abends, am Tischkicker und auf dem Rasen. Bald erwachte auch seine Leidenschaft für den einen Verein: Borussia Dortmund, kein anderer sollte es sein. Und das, obwohl wir hier das VfB-Stadion in nächster Nähe haben. Vielleicht liegt es daran, dass die Großeltern aus dem Ruhrgebiet kommen?!

Von nun an tapezierte das Kind sein Zimmer in schwarzgelb und fieberte jedes Wochenende mit, ob der geliebte BVB endlich die verhassten Bayern vom Sockel stoßen würde. Es gab Tränen bei Gegentoren und Wut, als Spieler Pierre-Emerick Aubameyang letztes Jahr den Verein verließ. Die Sportschau im Ersten wurde nun zum festen Termin der Familie und im Radio hörten wir am Wochenende nur noch SWR1 Stadion.

Endlich Mitglied im BVB-Kids Club

Was wünschte sich das Kind zu Weihnachten? Ganz klar, eine Mitgliedschaft im Verein, und so meldete ich ihn im BVB- KidsClub an. Voller Stolz erhielt er seinen Mitgliedsausweis, den er nun stets in seinem Geldbeutel mit sich trägt. Die Mitgliedschaft machte es uns auch möglich, bevorzugt Karten zu erwerben. Die sind nämlich oft ziemlich schnell ausverkauft. Und so fuhren wir Anfang dieses Jahres auf große Reise: mit der Tante im Gepäck ging es das erste Mal nach Dortmund. Der Besuch des Signal Iduna Parks, des größten Stadions in Deutschland, war wirklich bombastisch und sogar die skeptische Tante war begeistert. Wenn 80.000 Menschen „You`ll never walk alone“ singen, ist Gänsehaut vorprogrammiert. Zum Glück hat der BVB gegen Frankfurt gewonnen, der Siegtreffer fiel in den letzten Minuten und Jimmy war im Glück.

Weil Jimmy die ganze Zeit davon sprach, wieder nach Dortmund zu fahren, habe ich den BVB-KidsClub kontaktiert und von meinem Familienblog erzählt. Die Marketing-Abteilung fand die Idee toll, den Kinderclub mal näher vorzustellen und lud uns im Herbst nach Dortmund ein. Wir sollten nicht nur Emma, das Maskottchen treffen, sondern durften ein ganz besonderes Programm absolvieren: ein Spiel besuchen, bei dem Jimmy den Ball ins Stadion tragen durfte, einen der Spieler treffen, das Vereinsmuseum Borusseums und ein Dribbel-Training in der BVB-Fußballschule besuchen.

Los gehts zum BVB

Ausgestattet mit Trikots und Fahnen machten wir uns auf die Reise von Stuttgart nach Dortmund. Zu unserem Glück waren meine beste Freundin und ihr Sohn dabei, der ebenfalls ein riesen Fan des BVB 09 ist. Bei strahlendem Wetter fuhren wir am Samstag schon vormittags zum Stadion. Wie versprochen besuchten wie als erstes die Fan-Welt und die beiden Kinder durften sich ein neues Trikot beflocken lassen.

Fanwelt und Borusseum: die Welt des BVB 09

Dann spielten sie eine Runde Fußball im Indoor-Platz der Fanwelt, während meine Freundin und ich gemütlich Kaffee tranken. Dann wars Zeit fürs Borusseum! Das ist das Vereinsmuseum direkt am Stadion, in dem so einiges geboten wird. Endlich konnte Jimmy in die Vergangenheit seines Vereins eintauchen, bestaunte Pokale, las über die Anfänge am Borsigplatz und löste Insider-Rätselfragen. Der Besuch des Borusseums lohnt sich auf alle Fälle und ist Muss für jeden kleinen und großen Fan. Außerdem kann man dort mit ein paar Runden Tischkicker die Nerven vor dem Spiel beruhigen.

Die Spannung steigt, die Spieler sind da!

So langsam wurde mir mulmig zumute, denn wir sollten bald Yannah vom Kids Club treffen. Vor dem Museum setzten wir uns hin und aßen eine Stadionwurst, die Jungs legten mit ihren neuen Autogrammkarten ihre bevorzugte Startaufstellung. Mittlerweile war eine Menge los und der Stadionsvorplatz war voller schwarzgelb gekleideter Menschen. Auf einmal brandete Jubel auf, denn der Mannschaftsbus fuhr ein und direkt an uns vorbei. Die Atmosphäre vor einem Spiel ist unglaublich, es war aber überall und zu jederzeit friedlich und absolut kinderfreundlich.

Da kamen schon die Mädels vom BVB-KidsClub. Zusammen mit anderen Kindern holte Yannah Jimmy ab, der ein wenig still geworden war. Vermutlich wurde ihm klar, was er da gleich erleben würde. Auch mir kamen ein paar Tränen, denn es ist schon komisch, das Kind in so einer Menschenmasse abzugeben. Wie gut, dass Yannah vom KidsClub so unglaublich lieb und sympathisch war.

Auf zum Spiel Borussia Dortmund gegen den FC Ausgburg

Wir anderen Drei machten uns nun auf ins Stadion. Sobald man hineintritt, überwältigt einen der Anblick der Menschenmenge. Auf der Südtribüne wurden massenhaft Fahnen geschwungen und wir sahen schon die Spieler, die sich auf dem Platz warm machten. Während ich es kaum glauben konnte, dass der kleine Kerl Jimmy da in ein paar Minuten einlaufen würde, zusammen mit Marco Reus und Co, schickte Yannah die ersten Bilder. Jimmy stand mit den anderen Kindern im Stadion Rote Erde nebenan und übte den Einlauf.

Bei uns auf der Tribüne ging es nun los. Die Spieleraufstellung wurde bekannt gegeben, die gelben Schals geschwenkt und die Fußballhymne „You`ll never walk alone“  gesungen. Mein Herz klopfte wie verrückt. Jetzt, in diesem Moment, ging Jimmys großer Traum in Erfüllung und er war seinen Lieblingsspielern ganz nah. Auf einmal ertönte Musik und der Einlauf der Spieler begann. „Da ist Jimmy!“ rief der Sohn meiner Freundin und wir sahen, wie mein Sohn den Ball ergriff und neben dem Schiedsrichter über das Feld lief. Klingt jetzt echt verrückt, aber das war ein unglaublicher Moment. Mein Kind, das da so mutig und stolz vor dieser Menschenmasse über den Rasen geht, zu sehen und dabei zu sein, wenn er etwas erlebt, an das er noch als Erwachsener denken wird, das war einfach großartig. Die Einlaufkinder machten ihre Sache echt toll, zuletzt ließen sie Luftballon steigen und rannten gemeinsam vom Feld. Yannah brachte Jimmy zehn Minuten später zu uns, da hatte das Spiel längst begonnen.

Jimmy fiebert mit

Unglaublich nervenaufreibend waren sie, diese 90 Minuten. Jimmy wollte uns die Einzelheiten zum Einlauf ins Stadion nicht erzählen, seine volle Aufmerksamkeit galt dem Spiel. Als das Gegentor fiel und der FC Augsburg jubelte, weinte er bittere Tränen. Das ganze Spiel war ein einiges Auf und Ab, wir freuten uns, wir ärgerten uns. Das Spiel endete 4:3 für Dortmund und es war eine knappe Kiste. Selig und freudestrahlend standen die Jungs auf ihren Sitzen und 80.000 Fans jubelten minutenlang. Yannah holte die Jungs ab und meine Freundin und ich tranken erst einmal ein großes Bier. Die Stimmung war bestens, die Sonne schien vom Himmel und wir hatten das Gefühl, einen unvergesslichen Tag erlebt zu haben.

Den großen Idolen ganz nah

Für die Jungs ging ein weiterer Wunsch in Erfüllung. Sie durften Julian Weigl treffen, bekamen Autogramme und ein Foto mit dem Profispieler. Am Ende lief uns noch Sebastian Kehl über den Weg. Yannah gab uns den Tipp, zum Parkplatz der Spieler zu laufen. Dort wartete schon eine kleine Menge Kinder auf ihre Stars und tatsächlich holten sich Jimmy und sein Freund noch ein paar Autogramme. Torwart Roman Bürki ist mir in bester Erinnerung, der geduldig all den kleinen Jungen und Mädchen die Karte unterschrieb.

Dribbeltraining wie die Profis

Bevor wir am nächsten Tag abreisten, waren die Jungs noch in der Evonik Fußballschule zum Dribbeltraining eingeladen. Früh morgens um 9 Uhr fanden wir uns erneut am Stadion ein und die Beiden spielten gemeinsam mit Trainern und vielen anderen Jungs in ihrem Alter Fußball. Anschließend gab es eine Urkunde, eine Medaille und noch mehr leuchtende Augen.

Hättest du gedacht, dass Fußball so schön sein kann? Ich niemals. Aber durch Jimmy bin ich auf den Geschmack gekommen. Das Beste daran ist, dass dieses Hobby so viel vereint:Die Kinder bewegen sich, sie lernen, sich in ein Team zu integrieren und an einer Sache dran zu bleiben. Auch dass Jimmy seinen Verein so leidenschaftlich liebt, finde ich grandios. Wer so eine Liebe und Leidenschaft fühlt, der fühlt das Leben!

Unser Besuch im Stadion mit dem Einlauf an der Hand des Schiedsrichters war bisher das großartigste Erlebnis seines jungen Lebens. Nicht nur alle Verwandten und Freunde, sogar die Lehrerin in der Schule hat zuhause am Fernseher mitgefiebert. Richtig froh sind wir, dass es den BVB-KidsClub gibt.

Bis bald in Dortmund, Jimmy und ich kommen nächstes Jahr wiederund wollen dann unbedingt eine Stadion-Tour machen. Und danke noch einmal an den BVB-KidsClub, allen voran Yannah, die uns all das möglich gemacht haben.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Und weil bewegte Bilder das Borussia Dortmund-Gefühl viel besser transportieren können, gibt es noch einen Film dazu:

Write A Comment