Familie

#facesofmotherhood: Mütter haben viele Gesichter

Jeannine vom Blog Mini and Me hat sich auf ihrem Instagram-Kanal eine tolle Aktion ausgedacht: #facesofmotherhood. Das hat sie dazu geschrieben:

WIE SIEHT DENN EINE MAMA AUS? Ich bin eine Mama, also sieht eine Mama wohl aus wie ich. Und wir sind Mütter, also sehen Mütter wohl aus wie wir. Groß, klein, jung, alt, kurze Haare, lange Haare, dunkel, hell, kantig, weich, sportlich, erotisch, abgemüht, strahlend, traurig, stark, sexy, kühl, Augenringe bis zum Boden oder das blühende Leben. Wer bestimmt, wie Mamas aussehen? Wie wir aussehen sollten? Wie wir uns kleiden sollten? Wie wir „sein“ sollten? Mutterschaft hat viele Gesichter. So viele, wie es Mütter gibt. Zeig deines! Mit #facesofmotherhood!

Und weil ich das Thema so ansprechend finde, habe ich sofort bei der Aktion mitgemacht und einen eigenen kleinen Text geschrieben, den ich hier auf dem Blog noch weiter ausführen möchte. Ich selbst habe als Mutter ganz unterschiedliche Gesichter, die durch alle Gefühlsnuancen gehen. Zum Beispiel habe ich oft eine echte Fratze. Niemals haben mich andere Menschen so auf die Palme gebracht, wie meine Kinder das ab und zu tun. Ich glaube, wenn ich mich selbst beobachten würde, wenn ich mal so richtig auf Krawall gebürstet bin, dann hätte ich Angst vor mir. Und mein genervter Gesichtsausdruck, wenn der dritte Becher Milch umkippt und das 120. Mal „Mamaaaa“ durch die Gegend gebrüllt wird, ist sicherlich auch nicht gerade entzückend.

Allerdings ist mein Gesicht entspannt und ruhig, wenn ich abends in die schlafenden und süßen Gesichter meiner Kinder schaue oder wenn ich die Augen schließe, weil mich zwei kleine Ärmchen fest umschlingen. Denn ist nicht das Gesicht das allerschönste, aus dem diese Liebe spricht? Da stört kein Fältchen, keine ungerade Nase, da braucht es keinen Highlighter und keine Wimperntusche. Die Sanftmut, mit denen wir unsere Kinder in diesen wunderbaren Momenten betrachten, die macht ein wahres Muttergesicht aus, da bin ich mir sicher. Und wenn wir noch so genervt sind vom Mamasein, uns weit weg wünschen und die Nachmittage verfluchen, in denen uns Wäscheberge und Turnstunden auf die Nerven gehen – an jedem Tag gibt es mindestens einen Moment, in dem wir strahlen, und zwar aus ganzem Herzen, findest du nicht auch?

Muttersein hat viele Gesichter. Aber dieses eine, dieses sanftmütige, haben wir alle. Übrigens gilt das ganz sicher nicht nur für leibliche Mütter. Alleine das enge Zusammensein mit diesen kleinen Menschen, die nichts Böses im Schild führen, die noch nichts wissen von Gemeinheit, Krieg, Hass und Intoleranz, das verändert ein Erwachsenengesicht und macht es sanfter und weicher.

Mich hat es verändert, das Muttersein. Ohne Kinder wäre meine Haut wahrscheinlich glatter, meine Augen offener und meine Nerven entspannter. Aber ich hätte nicht so viele Lachfältchen und wüsste nichts von dieser unglaublichen und ausufernden Liebe, die über alles geht.

Ich bin in erster Linie ich selber und definiere mich nicht nur über meine Familie. Aber niemand hat mich mehr geprägt als diese drei Menschen um mich herum. Probier doch mal was aus: Schau dich heute im Spiegel an und denk darüber nach, wie dich deine Kinder ansehen. Für sie hast du das schönste Gesicht, das es gibt. Vielleicht kannst du ihren Blickwinkel einnehmen und erkennen, wie schön du bist.

Mütter haben viele Gesichter. Sie dürfen laut, stark, schwach, müde, wunderschön, ausgeschlafen, aufgeregt, sinnlich, wütend oder auch frech sein. Sie dürfen auch eine Fratze ziehen, die Nase rümpfen und die Augen verdrehen. Das gehört dazu! Aber was auch dazu gehört ist, dass wir uns selbst freundlich und wohl gesinnt im Spiegel betrachten können.

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura

Schau doch mal auf meinem Instagram-Kanal vorbei. Hier gehts um die kleinen und schönen Momente, um Genuss, Kaffeeliebe, Buchperlen, Blumenglück, feine Kleinigkeiten und vor allem ums Mamasein.

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