Ich kann mich noch gut daran erinnern, was ich vor ein paar Jahren für eine Mühe hatte, Jimmy das Fahrradfahren beizubringen. So mit fünf Jahren haben wir es das erste Mal ausprobiert, weil ihm das Laufrad langsam zu klein wurde. Von seinen Cousins hatten wir ein Kinderfahrrad bekommen und wollten nun damit üben. Anton und ich freuten uns schon, denn wir fahren beide gerne Fahrrad und erwarteten sehnlich die Zeit, in der wir endlich zu Familientouren aufbrechen konnten.

Hände weg von Stützrädern

Aber weit gefehlt! Das Radfahren fiel Jimmy sehr schwer und ganz besonders große Schwierigkeiten hatte er mit dem Gewicht des Rads. Andauernd fiel es um und krachte ihm auf die Füße oder gegen das Schienbein. Auch das Gleichgewicht zu halten war eine große Hürde – wie das beim Fahrradfahren lernen eben so ist. Stützräder wollte ich keinesfalls ausprobieren, davon kann ich übrigens absolut abraten. Viele Eltern machen den Fehler und greifen auf die kleinen Stützräder zurück, mit denen die Kinder dann scheinbar leicht Radeln können. Aber so verlernen sie, das Gleichgewicht zu halten, was sie ja durch das Laufradfahren super gut trainiert haben.

Unsere Entdeckung: die superleichten KUbikes

Wir gaben also nicht auf und trafen uns eines Nachmittags mit einer Freundin und ihrem Sohn Finn im gleichen Alter wie Jimmy. Verabredet waren wir auf einem Spielplatz mit angrenzendem kleinen Mountainbike-Parcours. Finn düste mit seinem Fahrrad nur so auf dem Parcours herum und ich staunte. Die Freundin erzählte mir dann, dass das so gut klappt, seit sie das neue Rad haben – ein KUbike aus dem Allgäu. Auch sie hatten anfangs Schwierigkeiten mit den üblichen Kinderrädern. „Die haben ja im Verhältnis ein viel höheres Gewicht als unsere Erwachsenenräder“, meinte sie. Und sie hatte recht. Auch mir ist Jimmys Kinderrad mal auf die Füße gefallen und das hat unheimlich weh getan. Finn gab mir sein Fahrrad in die Hand und ich staunte: es war extrem leicht und fühlte sich klasse an.

Zuhause habe ich recherchiert. Zwei technisch versierte Brüder, Jonas und Hannes Kuisle, waren auf der Suche nach Rädern für ihre Kinder und wie wir sehr unzufrieden mit dem Angebot auf dem Markt. Also bauten sie selber leichte und innovative Räder mit ganz geringem Gewicht, einer perfekt abgestimmten Rahmengeometrie und leichtgängigen Gangschaltungen. Die KUbikes können für die Kinder individuell und passend zusammengestellt werden und ich habe sofort begonnen, eines für Jimmy zu konfigurieren. Montiert werden die Räder im Allgäu in Deutschland und dort findet auch die Qualitätskontrolle statt.

Jimmys neues Rad

Unser Rad kam dann auch ein paar Wochen später zu uns. Wir hatten für Jimmy ein KUbike 20S in blau mit kindgerechter 8-Gangschaltung bestellt. Finn hatte Geländereifen (MTB), wir haben die Straßenreifen gewählt (TOUR). Der Rahmen ist aus Aluminium, die Bremsgriffe extra für Kinderhände gemacht und das ganze Rad wiegt nur 6,6 kg. Ich war super gespannt, ob das nun klappte. Und du magst es nicht glauben, aber Jimmy setzte sich drauf und fuhr los. Was mit dem kleinen, schweren Kinderrad so schleppend lief, ging jetzt einwandfrei.

Damit kann sogar die kleine Schwester fahren

Wir übten auf dem Sportplatz und Luise sah zu. Zum Spaß setzte Anton sie auch aufs Rad und ich traute meinem Augen nicht: die kleine Dame trat mit ihren drei Jahren in die Pedalen. Zwar kam sie kaum auf den Boden und Anton rettete sie vor dem Sturz, aber das Rad war so leicht, dass sogar sie radfahren konnte. Seitdem kommen uns keine anderen Räder mehr ins Haus. Weil Luise unbedingt auch radfahren wollte, besorgten wir ihr ein kleines KUbike 16, und zwar gebraucht aus Berlin.

Die Räder sind natürlich kein Schnäppchen; Jimmys erstes Rad hat 399 Euro gekostet und war sein Weihnachtsgeschenk. Das gebrauchte von Luise haben wir für 200 Euro anstatt neu für 329 Euro gekauft – das Rad hat also einen ziemlich hohen Wiederverkaufswert. Weil wir so gerne Radtouren machen und Luise jeden Morgen 15 Minuten mit dem Rad zum Kindergarten fährt, lohnt es sich für uns, in gute Räder zu investieren. Alle drei Kinder nutzen sie nacheinander und am Ende verkaufen wir sie für einen guten Preis. Zur Zeit steht das kleine 16-Zoll-Rad im Keller für Oskar bereit, Luise fährt Jimmys blaues KUbike 20 und Jimmy hat zu seinem letzten Geburtstag ein 24-Zoll-Rad bekommen, auf dem er nun echt flott durch die Gegend braust. Bei uns im Viertel fahren sehr viele Kinder auf KUbikes herum und vor dem Sportplatz steht meist eine lustig bunte Flotte der Allgäu-Räder.

Übrigens gibt es die KUbikes auch als superlight sowie als  KUbikes FAT. Die Rahmenfarben könnt ihr selbst auswählen: Glitzerlasuren, Grün, Pink, Türkis, Rot – es gibt alles, was das Kinderherz begehrt. Mit Laufrädern für Kinder ab zwei Jahren gehts los und das größte Modell ist das KUbike 26L für Kinder ab 9 Jahren (Körpergröße ca. 1,55 m).

Unser Hobby – Familienradtouren

Wir starten oft noch am späten Nachmittag zu einer kleinen Radtour, gestern sind Luise und ich auf den Rädern in die Stadt ins Kino gedüst und wir haben die schöne Herbstzeit jetzt für viele Ausflüge genutzt. Luise und Jimmy fahren alle beide dank der superleichten Räder sehr sicher und gut und schulen beim Fahren ihr Gleichgewicht. Außerdem kennen sie sich mit den Verkehrsregeln gut aus, denn wir sind gemeinsam unterwegs und zeigen ihnen, wie sie sicher durch den Verkehr kommen.

Falls du also auf der Suche nach einem tollen Rad für deine Kinder bist, kann ich dir diese KUbikes aus dem Allgäu sehr ans Herz legen. Wir haben sie jetzt schon seit mehr als zwei Jahren getestet und geprüft und lieben sie heiß und innig. Vielleicht sammelt ihr für Weihnachten das Geld von Verwandten zusammen. Von welchem Geschenk hat man schon so viel wie von einem wirklich guten Fahrrad?

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Zur Transparenz: Weil wir die Fahrräder so lieben, habe ich die Kuisles gefragt, ob wir einen Rabatt auf das Rad bekommen und ich im Gegenzug darüber berichte.

3 Comments

  1. Ja, das mit den Kinderfahrrädern, die diesen Namen nicht im geringsten verdienen… Freut mich sehr für euch, dass ihr fündig geworden seid! Radfahrende Kinder sind einfach super 🙂
    Nachdem wir in anderen Familien das Dilemma mit schweren Kinderrädern, deren Bremshebel primär der Optik dienen, kannten, haben wir es gar nicht erst mit einem solchen probiert, sondern gleich eins von woom gekauft. Auch die Gründer von woom haben selbst die Initiative ergriffen, als sie kein geeignetes Rad für ihre eigenen Kinder gefunden haben. Wir sind vom Ergebnis begeistert 🙂 Unser Sohn konnte super Laufrad fahren und hat dann mit 3,5 Jahren mit dem woom (2er) noch ganze 3 Versuche gebraucht, um vom Fleck zu kommen, seitdem düst er damit (inzwischen mit dem 3er) durch die Gegend. Für deine österreichischen LeserInnen vielleicht ein Besuch wert! https://woombikes.com/?ls=de
    Ich wünsche euch viele schöne Radtouren! 🙂
    Liebe Grüße, Angela

    • Liebe Angela, danke dir für den super Tipp. Ich finde wie du gute Kinderräder sehr wichtig und wüsste nicht, was sich mehr gelohnt hätte als die Fahrräder. Liebe Grüße, Laura

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