Game Over an Weihnachten

Eigentlich sollte heute wieder einer Wochenmenüplan von der hessischen Seite kommen…eigentlich…Feste Mahlzeiten stehen seit Dienstag Abend bei uns im Haus aber leider nicht so hoch im Kurs, da es uns nach und nach mit Magen Darm von den Socken gehauen hat. Langsam geht es bergauf und immerhin den Mann hat es (bis jetzt…DAUMEN DRÜCK) nicht erwischt. Und ich bin vorsichtig optimistisch, dass uns der letztjährige SUPERGAU erspart bleibt. Aber lest selbst wieso wir das letzte Weihnachtsfest Mitte Januar gefeiert haben…

Weihnachten 2016

Seit Wochen spielt in meinen Kopf immer wieder folgender Satz „Du musst endlich mal wieder etwas schreiben!!!“ Und gleichzeitig laufen so viele To Do’s in meinem Kopf, dass ich kurz vor dem Wahnsinn bin. Also dachte ich mir „Hey Weihnachten liefert bestimmt genügend Stoff für gute Geschichten. Die schreiben sich dann quasi von allein!” Ich dachte dabei aber eher an eine Hitliste der Geschenke oder Raclette mit Kleindkindern oder oder oder… Ich dachte nicht daran über einen wahr gewordenen Albtraum, katzengleiche Reflexe und verschobene Weihnachten schreiben zu müssen.

Die Planung

Unsere Planung sah einen klassischen besinnlichen Heiligabend zu fünft mit Raclette und vielen Geschichten vor, am 1. Weihnachtsfeiertag sollte es dann die erste Familientour geben und am 2. Weihnachtsfeiertag sollte die große Weihnachtsfete bei uns steigen. Umgesetzt von unseren Plänen haben wir NICHTS!

Die Realität

Am 24. nahm das Übel seinen Lauf. Lisa klagte schon den ganzen Tag über Bauchschmerzen und gegen Nachmittag begann hier der Marathon über dem Klo. Bescherung und Essen wurden dann im Zeitraffer gemacht und ich hatte immer eine Notfall-Schüssel in Reichweite, die gefühlte 100x zum Einsatz kam. Ich habe keine Ahnung wie oft ich Lisa an diesem Tag und in der folgenden Nacht umgezogen habe oder wie oft ich aus dem Tiefschlaf hoch geschreckt bin, um die Schüssel zu reichen… Ich bin jetzt übrigens Meisterin im Schüssel hinhalten und gleichzeitigem Haare halten… Wollte ich NIE werden!

Der 1. Weihnachtsfeiertag war dann zum auskurieren da und wir haben die große Weihnachtsfete für den nächsten Tag vorbereitet… Wir waren echt frohen Mutes, dass alles gut wird! Man muss dazu sagen, dass wir gebrannte Kinder sind. Weihnachten 2014 verbrachten wir in der Kinderklinik mit Lisa und Weihnachten 2015 hatten wir zumindest den Heiligabend bevor Lisa und Lasse krank wurden.

Es wird schlimmer

In der Nacht auf den 2. Weihnachtsfeiertag erwischte es dann mich. Ich erspare euch die Details! Nur so viel sei gesagt: Ich habe nach Weihnachten weniger gewogen wie vorher… Als am nächsten morgen (ich torkelte gerade wieder von der Toilette runter) das Babyphone anging meinte Henrik „Entspann Dich! Ich mach das und Du kurierst Dich aus!“ Steht auf, läuft Richtung Tür, dreht sich um und sagt „Oh…das wird nichts!“ und eilt Richtung Toilette! GAME OVER!!!

Bei mir ging NICHTS und bei Henrik ging noch weniger! Ich habe dann einen Notruf an die Familie abgesetzt, dass wir Hilfe brauchen und ich habe keine Ahnung was wir getan hätten, wenn meine kleine Schwester nicht die Kids zusammen mit ihrem Freund abgeholt hätte! Die beiden waren in diesem Augenblick wirklich Lebensretter für uns!

Wir verbrachten also den ganzen Tag dahinsiechend im Bett oder auf dem Klo und als abends die Kinder gebracht wurde, waren wir immer noch weit weg von einem Normalzustand. Aber wir dachten uns, dass wir jetzt noch mal kurz die Zähne zusammen beißen und dann die Kids ja schlafen… Leider war das ein großer Irrtum! Meine Schwester war keine 5 Minuten aus der Tür raus als Lasse in seinem Bett anfing sich zu übergeben. Das war dann auch der Augenblick als mir kurz die Tränen kamen. Aber man wird es kaum glauben, binnen Sekunden haben Henrik und ich hochgefahren und haben wie ein Uhrwerk funktioniert! Ich habe dann die ganze Nacht mit der mir mittlerweile sehr bekannten Schüssel im Anschlag neben Lasse verbracht und zahlreiche Male das Bett bezogen, Handtücher ausgelegt und natürlich immer wieder den armen weinenden Lasse beruhigt, der die Welt gar nicht mehr verstand und nicht wusste, was da genau mit ihm gerade passiert.

Wir haben die Nacht überlebt! Auch wenn ich einmal dem armen Lasse die Schüssel versehentlich recht heftig gegen den Kopf gehauen habe…Da war ich vielleicht etwas übereifrig gepaart mit hundemüde…

Überleben duftet herrlich

Nach 5 Maschinen Wäsche, die ihren Duft im Haus verteilt haben, weit geöffneten Fenstern machte sich dann tatsächlich ein absolutes Hochgefühl am nächsten Tag breit! Die unendliche Freude darüber es geschafft zu haben und das es tatsächlich allen wieder relativ gut ging! Dieses Hochgefühl hat auch auf wundersame Weise die Müdigkeit, die durch drei quasi nicht geschlafenen Nächte entstanden ist, vertrieben! Ach und Bosse hat es als einziger irgendwie geschafft gesund zu bleiben!

Und hey nächste Woche feiern wir dann auch endlich Weihnachten mit der ganzen Familie Ho Ho Ho

Nina

4 Comments

  1. Mein tiefes Mitgefühl, Weihnachten 2016 war auch bei uns ein Supergau! Am Samstag 24.12. um 16.15 erwischte mich (als Mutter und „Projektmanagerin/Choregraphin Weihnachten“) die Magendarmgrippe überfallsartig und intensiv.. 1.5 Stunden bevor meine Familie und meine Schwiegerfamilie zu uns hätten kommen sollen, um den Abend mit Essen, Christbaum und Geschenke (natürlich vom Christkind) sowie einem seit Wochen von meinem Mann und unseren drei Kindern einstudierten kleinen Flöten-Gitarren-Tanz-Konzert zu verbringen. Supergau.
    Während ich 3 Stunden im Badezimmer lag und die Kinder vor dem TV/DVD geparkt worden sind, machte mein Mann mit dem Auto die Runde, verteilte Geschenke und Essen unter den Familienmitgliedern die zum Glück alle in der Gegend wohnen. Später schafften wir es irgendwie, mich aufs Sofa zu verpflanzen und meinem Mann und den Kindern beim Geschenkeauspacken zuzuschauen. Halbwegs. Feierlich ist anders.
    Dieses Jahr haben wir bereits vor zwei Tagen mit der Magendarmgrippe begonnen. In der Hoffnung, es bis an Weihnachten durch zu haben..
    Ich wünsche euch allen viel Gesundheit und gute Abwehrkräfte 😉 auf ein gesundes, fröhliches und festliches Weihnachtsfest!

    Liebe Grüsse,
    Franzisca

    • Hallo Franziska, oh das hört sich auch übel an! Vor allem geht es einem als Mutter dann total schlecht und man hat zusätzlich ein mega schlechtes Gewissen, weil alles ausfällt ;-( Ich drücke euch ganz fest die Daumen für diese Weihnachten!!! Liebe Grüße Nina

  2. Liebe Nina,
    das was du schilderst, könnte unser Weihnachtserlebnis 2016 gewesen sein ;o)
    Wir hatten uns so auf ein schönes Fest gefreut und von kurz vor bis kurz nach den Festtagen lagen hier 3 von 4 Familienmitgliedern – zum Glück hintereinander ! – mit Magen-Darm (Noro?) flach. Wir hatten so schöne Dinge geplant, die wir allesamt absagen mussten. 2015 fiel Weihnachten schon ebenfalls flach, da die Mädchenfraktion Läuse hatte. Großes Los mit Wäsche waschen und Läuse jagen. Ich hoffe, dass diesmal nicht aller „guten“ Dinge drei sind und dass wir dieses Jahr einfach nur gesund und munter die Weihnachtstage verbringen können. Das wünsche ich dir auch von Herzen!

    Liebe Grüße
    Caro

    • Hallo Caro, oh man… Dann wünsche ich Euch für dieses Jahr auch alles Gute!!! Das wird dieses Jahr bestimmt super!!! Liebe Grüße Nina

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