Hip Hip HURRA, die Sommerferien sind bald vorbei!

Ich bin wirklich froh, dass die Sommerferien bald vorbei sind! Klingt fies? Ich finde drei Kleinkinder, die drei Wochen einen 24 stündigen Rundum-Sorglos Service mit einem strahlenden Lächeln und einer Engelsgeduld von mir verlangen fies! Alles eine Sache der Perspektive.

Die positiven Seiten

Natürlich haben drei Wochen KiTa frei auch ihre guten Seiten. Ich liebe es ohne Stress in den Tag zu starten und bis zwölf alle in den Schlafklamotten rumlaufen zu lassen. Und ich traue mich kaum es laut auszusprechen, aber die Kids haben seit unserem Urlaub auch unfassbar geniale Aufstehzeiten. Vor dem Urlaub sahen die wie folgt aus: Bosse zwischen 5:30 und 6:30, Lisa gegen 7:00 und Lasse musste ich häufig gegen 7:30 wecken, damit wir rechtzeitig in die KiTa kommen. Jetzt schläft Bosse meistens bis 8:00, Lasse bis 8:30 oder auch 9:00 und Lisa hat gestern bis 9:30 geschlafen. Okay all das ist jetzt, da ich es ausgesprochen habe, hinfällig…aber bis jetzt war das echt dufte!

Die nicht so positiven Seiten

Jetzt kommt das große ABER: Sobald die drei wach sind machen sie sich an ihre tägliche Aufgabe, das Haus zu verwüsten! ÜBERALL liegt ALLES herum und ich komme nicht mehr mit dem wegräumen oder diskutieren über das notwendige aufräumen hinterher! In meiner Not habe ich schon eine große Kiste Spielzeug aussortiert und den Küchenschrank gesperrt 😉 Ich höre jetzt schon die schönen und lieblichen Stimmen „Du musst Deinen Kindern Grenzen setzen!“ „Bei uns ist gaaaanz klar geregelt, wo man spielen darf und Abends räumen sie auch alles selbständig weg!“ „Unsere Kinder können sich das bei uns nicht erlauben und das wissen sie!“ oder alternativ die tiefenentspannte Mama „Hey mach Dich doch einfach mal locker! Ist doch echt egal, ob Du auf Lego oder im heimlichen Gummibärchen-Versteck schläfst. Hauptsache Deine Kinder sind glücklich!“ Ja ja ja! Verdammt, aber ich will mal ein aufgeräumtes Haus für mehr wie 5 Minuten!

HomeOffice ist super! In den KiTa-Ferien eher ein Höllen-Office!

Ach und ich arbeite ja im HomeOffice…Super Sache! Ich bin total flexibel und tue was ich liebe! Das mit der Konzentration fällt mir aber echt schwer, wenn alle 5 Minuten einer ruft „Ich gehe jetzt zur Mama!“ und die Babysitterin verzweifelt versucht dies zu verhindern. Alleine dieser Dialog bringt mich komplett aus der Konzentration. Noch schöner, wenn direkt über mir plötzlich brüllend laut Benjamin Blümchen läuft….Ahhhh!!!

Mein Mann ist ja wirklich verständnisvoll und unterstützt mich bei allem, aber wenn er nach der Arbeit die Kids übernimmt und ich versuche etwas zu arbeiten, wo hüpfen sie herum??? Genau! Vor meiner Bürotür. Ich würde aktuell wirklich viel dafür geben ein externes Büro zu haben und werde gleich mal in meiner Umgebung nach CoWorking Plätzen suchen. Es klingt für mich gar paradiesisch sagen zu können „Du Schatz, ich fahre noch mal für 2 Stündchen ins Büro!“ HERRLICH! Oder einfach mal Überstunden machen also ohne MITTEN im Geschehen zu sein. So wirklich NICHTS mitzubekommen. Oh was wäre das schön!

Kinder sind Kinder, aber 24 Stunden einem gewissen Lautstärke-Pegel über 3 Wochen am Stück ausgeliefert zu sein, ist wirklich Hardcore anstrengend!

Was mir da noch im Bezug auf WorkingMoms einfällt: Wieso genau stellen viele keine Mütter ein? Also ich kann nur sagen, dass diese Arbeitgeber ein paar wichtige Punkte übersehen. Bevor wir wieder in das Berufsleben starten waren wir ja schließlich in den härtesten BootCamps der Welt!

  1. Wochenlanger Schlafentzug. Sprich während die Kollegen noch jammern, dass Vollmond war, hast Du schon das Tagespensum geleistet.
  2. Stillen, trösten und vorlesen gleichzeitig, Einsatzbereit auch 3 Uhr Nachts und das binnen weniger Sekunden. Der Chef will die Präsentation morgen früh um 9 Uhr auf dem Tisch haben und gleichzeitig gibt es einen Notfall beim Kunden. Ach und es ist 15:30 und Du arbeitest „nur“ bis 16 Uhr? Kein Problem! Du tröstest den heulenden Kollegen, der sich total überfordert fühlt, während Du sachlich und ruhig Deinem Chef erklärst, dass die Präsentation erst um 12 Uhr wegen der Anfrage eines wichtigen Kunden, fertig sein kann. Ständiges Krisenmanagement bist Du Dank Deiner Kinder ja gewohnt 😉
  3. Während andere stöhnend und jammernd aus dem Wochenende zurückkommen, tanzt Du fröhlich und beschwingt aus dem Fahrstuhl und gibst einfach alles dafür, viel Zeit im Büro zu verbringen. (falls jetzt falsche Gedanken aufkommen: Ja ich liebe meine Kinder und ja ich habe sie freiwillig bekommen, aber einen gewissen Grad an Abstand lassen sie mich manchmal noch viel lieber haben ;-))
  4. Ich könnte noch ewig weitermachen, aber mein „Arbeitszeitfenster“ schließt sich langsam, daher muss ich mal zum Ende kommen. Und meine Erfahrung zeigt, dass Texte, die ich auf ‚wenn mal wieder mehr Zeit ist‘ verschiebe NIE fertig werden.

Wir fassen zusammen: Alles ist irgendwie toll und manchmal ist alles nicht so toll 😉 (Genau JETZT wird mein Büro gestürmt!!!)

Bis bald Eure Nina

 

P.S. Ihr wollt noch mal etwas über die schönen Seiten vom Sommerurlaub lesen? Wie wäre es mit dem letzten Familienurlaub von Laura auf dem Bauernhof? Ach und nächste Woche erzähle ich auch mehr von unseren schönen Seiten des Sommerurlaubs 😉

Nina

7 Comments

  1. Hallo Nina!
    Ich kann dich gut verstehen..
    Selbst ein stressiger Dienst als Krankenschwester erscheint mir hier und da schon mal wie ein Mini-Urlaub
    Herrlich ehrlich!
    Liebe Grüße

  2. Ich kann dich so gut verstehen und bin ganz bei dir ! Diese Ehrlichkeit ist einfach erfrischend und ein schöner Kontrast zu manch allzu perfekten Blogs…. (die lese ich dann auch nicht (mehr) und widme meine knappe Freizeit lieber solch ehrlichen Blogs )

    • Soeben habe einen Blogartikel gelesen, der besagte dass Kinder gar nicht anstrengend seien. Ist wohl alles eine Frage der Einstellung. What??? Danke für eure Ehrlichkeit und den tollen Artikel!

      • Ja ja die richtige Einstellung ist alles 😉 Freut mich, dass Dir der Artikel gefallen hat!

    • Hallo Christine, das freut mich total zu lesen und motiviert so weiterzumachen! 😉 Liebe Grüße Nina

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