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So wird Erziehung zum Kinderspiel! Béas Trickkiste zum Mitnehmen (Buchwerbung)

Béa Beste, bekannt vom erfolgreichen Blog Tollabea, dem tausende von Eltern folgen, hat ein Buch über Erziehung geschrieben: Erziehen ist ein Kinderspiel (Affiliate Link). Wieso dieses Buch so besonders ist, erfährt man schnell, wenn man sich mit der Autorin beschäftigt. Béa kennt das Leben und hat so einige Hindernisse überwunden, aber das hat sie stark gemacht und dazu geführt, dass sie Herausforderungen unkonventionell und spielerisch angeht. Das gilt auch für das Elternsein:

Laura: Liebe Béa, du bist Mama einer großen Tochter, welche Kindheitsphase von Babyzeit, , Kleinkindzeit, Wackelzahn-Pubertät und Pubertät fandest du besonders herausfordernd und mit welchen Tipps und Tricks hast du dich und dein Kind dadurch gebracht?

Béa: Puh! Ich finde, jede Phase hatte was Anstrengendes und was Wunderbares zugleich… Wahrscheinlich waren die Trotzphase und die Pubertät am härtesten, weil ich das Wesen meines Kindes in diesen 2 x „Ekeliges Halbes Jahr“ (EHJs, wie ich sie im Blog und Buch nenne) das wunderbare Strahle-Wesen meines Kindes so gar nicht mehr erkannte. Und genau da haben mir Humor, Leichtigkeit, Vertrauen und Kreativität geholfen, mich, wie du sagst, durchzubringen. Und genau daraus ist das Buch gemacht. Lauter kleine Hacks, die in lauten kleinen Momenten der Überforderung geholfen haben.

Béa und ihre Tochter Carina

Laura: „Erziehen ist ein Kinderspiel“ ist ja ein sehr provokanter Titel, wie meinst du das genau?

Béa: Ich zitiere hier aus dem Vorwort: Wer »Kinderspiel« als »Papperlapapp, leichte Sache« versteht, wird wahrscheinlich nahezu beleidigt sein. Denn Kinder stellen unser Leben auf den Kopf und überfordern uns mehrfach am Tag, von der Nacht ganz zu schweigen. Sie machen uns müde, sie bringen uns zum Verzweifeln und über alle unsere Komfortgrenzen hinweg. Und sie bescheren uns zugleich großartige Momente voller Erfüllung, Liebe und Versunkenheit in dem, was wir mit ihnen tun.  Ja, genau. Das meine ich mit »Kinderspiel«.

Das ist wie damals, als wir selbst Kinder waren. Es war grenzüberschreitend, manchmal schwer, manchmal ausgelassen und manchmal unmöglich. Wir sind gestürzt und haben uns wehgetan. Und wir haben so enorm viel dabei gelernt und ausprobiert. Das meine ich mit »Kinderspiel« – die erste ernste Sache unseres Lebens.

Laura: Du hast so einige steinige Felsen in deinem Leben überwunden. Was hast du aus Schicksalsschlägen für dich gelernt?

Béa: Ja, einige überrascht es sehr, dass das Buch mit einigen Einblicken in meiner Geschichte losgeht: Ich habe meinen Vater mit 12 Jahren und meine Mutter mit 15 verloren und kam nach Deutschland ganz allein, mit allem, was ich hatte in einem Koffer (und Geburtsurkunde in der Schuhsohle). Und dann kam noch einiges mehr… Ich habe allerdings Resilienz gelernt und Vertrauen, dass ich glücklich sein kann und sein darf, auch wenn nicht alles paletti läuft im Leben. Ich glaube, meine Seele schafft es, immer irgendwie auf die Beine zu fallen. Warum? Vielleicht weil ich ein geliebtes und gewünschtes Kind war. Vielleicht aber auch, weil ich von früh auf gelernt habe, Humor und Kreativität mit Leichtigkeit anzuwenden…
Laura: Wie bewahrst du dir deine Verspieltheit und wie können das auch andere Eltern schaffen?

Béa: Haha, durch Spielen! Am besten mit Kindern… und mit ewigen Kindern wie du. Und durch „Lächeln und winken“. Ganzes Kapitel in meinem Buch…

Laura: Was erwartet uns in deinem Ratgeber und wieso ist Humor so eine wichtige Zutat im Familienleben?

Béa: Erstmal bin ich gar nicht sicher, dass das ein Ratgeber ist, auch wenn es genau im Ratgeber-Regal in den Buchhandlungen anzutreffen ist. Ich sehe es eher als eine Sammlung von Ideen und Impulsen, wie Eltern aus dem Tunnel rauskommen, wenn der Stress zusetzt. Und Humor hilft – aber ich sehe, dass Humor individuell ist. Insofern schreibe ich nicht: So, macht das genau wie ich. Sondern eher: Schaut mal, so habe ich es gemacht, das hat funktioniert mit meinem Kind…. inspiriert dich das zu irgendetwas, was du auch mit deinem Kind machen kannst? Und schwupps: Ich habe schon die Rückmeldung einer Leserin, die sagte: Ja, ich habe genau das Gegenteil gemacht und es war super. Na bitte. Genau das ist mir wichtig.

Und das ist auch eine Form von Humor…

Laura: „Der etwas andere Erziehungsratgeber“ steht auf der Rückseite deines Buches, und dass dort keine starren Regeln doziert werden. Hast du einen Lieblingstipp, den du uns an dieser Stelle verraten kannst?

Béa: Mein Lieblingstipp ist: kauft euch das Buch, dann habt ihr sie alle… 🙂 Aber ich möchte dich nicht enttäuschen. Also ist mein Tipp, der sich durch den kompletten Kapitel „Das Musketier-Prinzp“ durchzieht: Macht das nicht alleine. Tut euch zusammen. Mit andern Eltern. In Netzwerken. Helft euch gegenseitig und seid nachsichtig mit den kleinen und großen menschlichen Macken, die Leute nun mal so haben. Ein Elternsein mit Leute ist besser, als ein Elternsein allein mit den Kids.
Béa Beste: Erziehen ist ein Kinderspiel, Trias Verlag 2020, 16,99 Euro (Affiliate Link)

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