Vorsicht vor den guten Tagen!

Heute kommt mal wieder ein Beitrag aus dem Archiv meines alten Blogs DreiPlus2. Aktuell ist er auf jeden Fall noch, denn die Regel bleibt die Gleiche: Auf schlechte Tage folgen gute und auf gute immer auch schlechte 😉 Also nehmt Euch vor den guten Tagen in acht!

Vorsicht vor den guten Tagen

Wir starten mit einem guten Tag

Es gibt ja so Tage an denen läuft es recht gut… So einer war heute. Die Jungs haben bis 6:30 geschlafen, die Tochter bis 7 Uhr und wir konnten recht entspannt und ohne großen Unmut in den Kindergarten aufbrechen. Zuhause wurde dann mit den Jungs viel gespielt (die Jungs gehen erst ab Oktober in den Kindergarten). Und dann dachte ich mir „Hey ich bin ja hier die Vollzeit-Mama und somit Hausfrau, dann muss ich auch mal entsprechend loslegen!“ Gesagt getan! Jungs zum spielen in ihr Zimmer gebracht, Babyphone an und das angrenzende Bad geputzt und Wäsche aufgestellt. Danach noch kurz durchgesaugt und wieder eine Runde rumalbern mit den Jungs. Jungs zum Mittagsschlaf ins Bett gepackt. Und genau ab hier habe ich es quasi „verkackt“! Ich verabschiede mich mal schnell von diesem guten Tag!

Auf Sonne folgen Wolken

Es sind die kleinen Dinge, die einem am Ende des Tages das Genick brechen können. Wie, dass ich mir kurz überlegte, dass ich echt müde bin und so ein Power-Nap verdammt gut für mich wäre… Aber man will ja irgendwie alles einigermaßen perfekt machen! Und dann denke ich mir so schwachsinnige Dinge, wie „Würde ich arbeiten gehen, könnte ich ja jetzt auch nicht eben mal kurz schlafen!“ oder „Oh Henrik ist bestimmt stolz und total froh, wenn ich neben den drei Kindern alles zuhause schaffe!“ Das ist alles natürlich einfach Schwachsinn und mit drei Kleinkindern, sollte man jede Pause nutzen, die man bekommt! Denn: Es könnte die LETZTE für lange Zeit sein!

Und dann habe ich natürlich nicht geschlafen, sondern die Spülmaschine ausgeräumt, einen Süßkartoffel-Auflauf gekocht, ein Brot gebacken, Wäsche zusammengelegt und ein wenig Papierkram erledigt. Dann waren auch die Jungs wieder wach und nach dem Essen haben wir Lisa vom Kindergarten abgeholt.

Genau ab JETZT nimmt das Schicksal seinen Lauf

Beim nachhause gehen habe ich dann noch etwas sehr kurzsichtiges beschlossen! „Wäre es nicht gigantisch, wenn ich es zum ersten Mal schaffe alle drei Kids alleine zu baden!?“ Man bemerke, dass meine Kinder erst 2x 15 Monate und 1x 2,5 Jahre sind. Und ich hätte bedenken müssen, dass Lisa nach dem Kindergarten immer unfassbar mies gelaunt ist, weil sie dort keinen Mittagsschlaf mehr macht! Mein Fehler! Es ist tatsächlich meistens kein „Fehler“ der Kinder, sondern ein sogenannter „Bedienungsfehler“ der Eltern! Es kam wie es kommen musste! Lisa hat nur Schwachsinn getrieben und immer wieder Badewasser getrunken. Ein daraufhin folgender Hustenanfall führte dazu, dass sie in die Badewanne gebrochen hat, WÄHREND ihre Brüder neben ihr im Wasser selig planschten! Ich hätte zu gerne ein Polaroid meines Gesichtsausdrucks! (Und menno, dass ist noch nie vorher passiert! Wieso genau, wenn ich alleine auf weiter Flur bin???) In Panik habe ich dann versucht alle schnell aus der Wanne zu holen, was dazu führte, dass ALLE geheult und geschrien haben, da es irgendwie unverständlich war, wieso man denn nicht im trüben Wasser mit halb verdauten Paprika-Stücken baden kann…Gott sei Dank stand dann Henrik plötzlich im Badezimmer und konnte helfen…DAS war aber noch nicht das Ende.

Überschwemmung gepaart mit viel Blut

Um ein paar Minuten ohne Kinder Kraft schöpfen zu können wollte ich in den Garten, um diesen zu bewässern (neu gesäter Rasen). Das lief dann irgendwie alles nicht so wie ich es gerne gehabt hätte und letzten Endes musste ich den Gartenschlauch quer durchs Haus legen, was zu einer „kleinen“ Überschwemmung geführt hat. Das habe ich aber erst etwas später entdeckt, denn ich war damit beschäftigt die GIESKANNE ein bis gefühlte hundert Mal mit Wasser zu füllen, weil sich der sch… Gartenschlauch als zu kurz herausstellte…EGAL! Wieder drin habe ich dann die „kleine“ Überflutung entdeckt und beim dezent genervten wegwischen bin ich mal so richtig schön mit Schmackes gegen die Eisenkante einer unserer Treppenstufen gelaufen! Kennt Ihr das, wenn sogar die Zähne vibrieren? Nach ein paar Minuten auf den Knien bin ich dann mit Kühlpack nach oben und hatte die Erleuchtung: Schuld hat allein der nicht gemachte Power-Nap!!! Mit dem wäre ich einfach viel entspannter gewesen!

Manchmal kommt am Ende eben kein Lichtlein daher

Obwohl…die folgende Nacht wäre auch durch einen Power-Nap nicht gerettet worden! 00:00 bis circa 00:45 Bosse am Schreien! 02:00 bis 02:30 Lasse am Schreien! 02:30 Bosse schreit wieder mit… 02:40 bis 02:50 Bosse & Lasse bekommen eine Milch. 02:51 Bosse schreit weiter und kommt mit in unser Bett. 02:55 Lasse realisiert, dass Bosse mit zu uns durfte… 02:56 bis 4:30 ich liege neben Lasse auf dem Kinderzimmerboden und halte Händchen…

Heute laufe ich etwas angedatscht durch den Tag und denke mir wieder einmal, dass es für Eltern legale Wachmacher geben müsste. In diesem Sinne Prost, ich geh mir mal einen Kaffee machen! Und denkt dran: Ist ja alles nur eine Phase! P.S. Ich darf ja auf meinem Blog nicht fluchen, aber wenn doch würde sich der Abschluss dieses Beitrages ganz anders lesen!!!

Für alle Leser, die vielleicht gerade mit dem ersten Kind schwanger sind: Es wird alles gut! Es wird wunderschön! Nur manchmal, manchmal wird es so mittelmäßig schön und das lässt sich einfach besser verbloggen. Beziehungsweise habe ich mehr das Bedürfnis darüber zu schreiben und an schlechten Tagen könnt Ihr dann auf meinem Blog nachlesen, dass ihr nicht alleine seid! Aber diese Unterstützung braucht Ihr sicherlich nicht an guten Tagen 😉

P.S. Manchmal hilft übrigens nur ausflippen und wie das geht lest Ihr hier https://heuteistmusik.de/wenn-mamas-ausflippen-brief-an-dich-liebe-leserin/

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Nina

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