Wenn Träume fliegen lernen

Neulich habe ich hier in meinem Post „Vorbilder“ erzählt, dass ich an einem Erfolgsteam unter der Leitung eines ausgebildeten Coachs teilnehme. Nun war das erste Treffen und ich bin meinem Ziel schon ein wenig näher gekommen: ich bin aktiv geworden. Ein Erfolgsteam besteht aus mehreren Menschen, die entweder ein bestimmtes Ziel im Leben haben, oder etwas in ihrem Leben ändern möchten. Zu Beginn steht die Bewusstwerdung: was fehlt mir im Leben, was wollte ich immer tun, was trau ich mir aber nicht zu… Mit der Zeit wird genau definiert, wohin man möchte, welches Ziel erreicht werden soll.Die anderen Erfolgsteam-Teilnehmer unterstützen mit Ideen, Ansporn, Ermutigung, konkreter Hilfe und vielem mehr. Man ist nicht alleine mit seinem Wunsch, sondern wird professionell und menschlich gefördert und gefordert. Ich selbst habe mit ein paar anderen Studentinnen vor ein paar Jahren etwas Ähnliches gemacht, und obwohl wir das ganze nicht so Profi-mäßig umsetzen konnten, war es erstaunlich, wie sehr es allen geholfen hat, die verschiedensten Dinge ins Laufen zu bringen.

Unser erstes Treffen jetzt war für mich bereits unheimlich inspirierend. Auf der Suche nach Dingen, die mir wichtig sind, die ich gerne erreichen möchte, die ich vielleicht nie auszusprechen bereit war, bin ich ein ganzes Stück weiter gekommen. In uns allen schlummern Ideen, Hobbys, berufliche Schritte, Sehnsüchte: Singen im Chor, Führungskraft sein, Reiten lernen, durch den Dschungel reisen, ein Cafe eröffnen, den Mann fürs Leben finden……

Die vielen Hürden zu überwinden ist manchmal leichter als gedacht. Der innere Monolog, das „Ja, aber“, die Selbstzweifel sind unsere wahren Feinde. Klar geworden ist mir vorallem, was ich bei meinen Kindern auf keinen Fall verpassen möchte. Ich will ihnen von Anfang an ein Gespür für sich selbst vermitteln. Was wollt ihr wirklich, was sagt euch euer Innerstes? Bin ich als Mutter die treibende Kraft, die euch zum Geigenunterricht kutschiert, obwohl ihr viel lieber Eishockey spielen möchtet? Kaufe ich die Waldorfpuppe, obwohl du, liebe Tochter, viel lieber eine rosa Barbie hättest? Finde ich ein Ingenieursstudium toll, und du, mein Sohn, möchtest eigentlich eine Tischlerlehre machen?
Selbst in sich hinein zu hören und zu spüren: was macht mir Spaß, was macht mich glücklich? Das ist eine hohe Kunst und diese zu beherrschen wünsche ich in erster Linie meinen Kindern, aber auch mir selbst.

Ich werde in den nächsten Wochen berichten, wie es weitergeht mit meinen eigenen Wünschen und Zielen. Auf jeden Fall hat es etwas mit dem Schreiben zu tun. Und ein wenig mehr Ruhe und Zeit für mich selbst. Ist doch schon mal ein guter Anfang. Überlegt doch auch mal, ob es da etwas gibt, für das ihr tief in eurem Inneren brennt…..

Alles Liebe, Pia

Pia Laura Froehlich

2 Comments

  1. Liebe Laura, ein tolles Blog hast du da kreiert! Die Aufmachung ist dir super gelungen und du hast einen knackigen Schreibstil. Ich habe bisher nur diesen Post gelesen, werde mich über die anderen in einer ruhigen Stunde auch noch her machen. Was mir sehr gut gefällt, ist der Blick, den du auf deine Kinder hast und der daraus resultierende Vorsatz, ihnen nichts überstülpen zu wollen. Leider ist das heute eher die Ausnahme – montags musikalische Früherziehung, dienstags Ballett, mittwochs Kreativ-Workshop… da bleibt kaum mehr Raum für Eigenes oder auch nur mal für eine gepflegte Langeweile, die ebenfalls ihre Berechtigung hat – und deren Bedeutung für die Entwicklung einer kreativen Persönlichkeit leider oft verkannt wird.

    Gruß von Marina

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