Warum ich nachts nicht schlafen kann

Ich habe mir so ein paar Dinge für das neue Jahr vorgenommen, von denen ich dir heute berichten möchte. Es hat etwas mit unangenehmen Gefühlen zu tun, nämlich mit Angst.

Angst ist in mehr oder weniger ausgeprägter Form ein Begleiter jedes Menschen und verfolgt ja auch einen gewissen Zweck: wir sollen uns vor Gefahren schützen. Aber manchmal werden Ängste größer und stärker und nehmen viel Raum in unserem Alltag ein. Vor allem uns Eltern geht das so, denn da sind neben Sorgen um unser eigenes Leben vor allem Ängste um unsere Kinder.

Diese Sorgen kommen nicht von ungefähr, denn Eltern haben nun einmal in erster Linie die Aufgabe, auf ihre Kinder aufzupassen und alle Gefahren zu bedenken, die das Leben so mit sich bringt. Aber ich liege manchmal abends im Bett und bin von den Gedanken in meinem Kopf schon selbst genervt. Da ploppen Bilder auf von verunglückten Kindern oder ich stelle mir vor, wie Oskar aus dem Fenster fällt – furchtbar! Manchmal stehe ich dann auf und überprüfe, ob alle drei Kinder atmen. Anton fragt dann, ob ich spinne.

Dann liege ich manchmal auch nur da und denke über meinen Gesundheitszustand nach. Du musst wissen, ich bin ein echter Hypochonder und habe mir schon alle gruseligen und schweren Krankheiten eingebildet, die ich kenne. Ich überlege also, warum dieser Leberfleck da an meinem Bauch so komisch aussieht. Oder wieso ich beim Schlucken einen Kloß im Hals verspüre. Googeln hilft in diesen Fällen nicht, denn da bekomme ich dann so Herzrasen, dass ich gleich noch eine defekte Herzklappe hinterher diagnostiziere.

Es gibt außerdem Abende, da mache ich mir Gedanken über unsere Zukunft. Was ist, wenn Anton und mir etwas passiert, wir nicht mehr arbeiten können oder sogar sterben? Wo kommen dann eigentlich die Kinder hin? Auch über finanzielle Dinge mache ich mir Sorgen, denn wenn Anton etwas zustößt, könnte ich weder Haus noch Auto finanzieren.

Ein gutes Rezept

Du kannst dir denken, dass mich all diese Sorgen in den Wahnsinn treiben, mich belasten und mir manchmal den Spaß so richtig verderben. Damit muss jetzt Schluss sein. Deshalb habe ich mir für 2018 vorgenommen, mich nicht mehr (so viel) zu ängstigen. Du fragst dich vielleicht, wie ich das anstellen möchte? Pass auf, ich habe mir Gedanken gemacht und mir folgende Rezeptur verordnet: ich nehme einen großen Löffel Verstand und mische ihn mit einer guten Portion Absicherung. Dann kommt dazu eine Tasse Mut, eine Tasse Fleiß und eine Tasse Motivation. Darüber gieße ich zum Schluss eine Kanne mit Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen und würze das Ganze mit ordentlich viel Gelassenheit.

Keine Sorge, ich werde etwas konkreter. Denn wenn ich mein Vorhaben wirklich umsetzen möchte, muss ich das in Angriff nehmen. Eine Stunde am Schreibtisch, eine Tasse Kaffee, ein Stift und ein Block haben folgende To-Do-Liste ergeben:

Sorgen um die Kinder

Die Angst, die wir Eltern um unsere Kinder haben, ist leider vor allem unser Problem und es ist wichtig, dass wir es nicht zu dem unserer Kinder machen. Sie spüren sofort, wenn Angst im Raum steht, und das möchte ich so gut es geht vermeiden. Abgesehen davon, dass ich meinen Kindern Straßenregeln erkläre, ihnen sage, dass sie sich nicht von Fremden ansprechen lassen sollen, unser Haus kindersicher mache und Fahrradhelme bei uns Pflicht sind, hilft mir folgendes:

  • Ich übe mich in der Meditation. Dafür gibt es Youtube-Videos, Apps und Cds in Hülle und Fülle. Ab Januar integriere ich am Tag zehn Minuten Gelassenheitsübungen in meinen Alltag. Vielleicht wäre das ja auch eine Idee für dich? Scheinbar verändert sich durch Meditation das Gehirn zum Positiven, das wurde sogar wissenschaftlich bewiesen.
  • Ich sage mir immer wieder, dass ich die Kinder gut auf die Welt draußen vorbereite. Das Leben birgt gewisse Risiken. Wenn ich sie versuche, vor allem zu beschützen, lasse ich sie nicht mehr richtig leben. Der wunderbare Pädagoge Janusz Korczak hat „Rechte für Kinder“ formuliert, darunter das Recht der Kinder auf ihren eigenen Tod. Was so drastisch klingt, beinhaltet den Hinweis darauf, dass das Leben der Kinder in ihrem eigenen Besitz ist. Das zu aktzeptieren ist für uns Eltern so schwer wie notwendig.
  • Ich schiebe die Grübeleien in der Nacht weg von mir, packe sie mental in eine Kiste und versenke sie im tiefen Meer. Keine Horrorfilme im Hirn und keine nächtlichen Atemüberprüfungen mehr. Es ist alles gut – Ohmmmm! Zur Not tut es bei mir auch immer ein lustiges Youtube-Video von Martina. Hilft gegen nächtliche Grübelattacken, die sowieso nichts bringen.

Sorgen um meine Gesundheit

Ich habe einfach die Nase gestrichen voll von meiner Hypochondrie. Das Leben birgt nun einmal gewisse Risiken, damit muss ich einfach leben. Für das neue Jahr habe ich mir sämtliche Gesundheistvorsorge-Termine geben lassen, die die Krankenkasse in meinem Alter empfiehlt. Die mache ich und alles andere kommt, wie es kommt. Ich google weder Krankheiten noch schaue ich mir Reportagen über lebensverkürzende Krankheiten an.

Sorgen um die Zukunft

Damit ich auch dieses Thema im wahrsten Sinne zu meinen Akten legen kann, habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen, mich um Versicherungen, Geld und Testament zu kümmern. Sich mit einem schweren Schicksalsschlag oder dem eigenen Tod zu beschäftigen ist nicht gerade ne Kuschelnummer, aber immer darüber zu grübeln und sich zu fragen, was wäre wenn, finde ich viel schlimmer. Also beiße ich einmal in den sauren Apfel und regle meine Dinge, packe sie in einen Ordner und – erledigt!

Auf meiner To-Do Liste steht

  • Sämtliche Passwörter aufschreiben und Onlinezugänge zu Konten etc. notieren
  • Bankkonten auflisten und Zugänge für Angehörige an einem bestimmten Platz hinterlegen
  • Testament aufsetzen und Sorgerecht für Kinder klären (Hinweise zu diesem Thema findest du bei der Juramama)
  • Risikolebensversicherungen vergleichen
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: informieren und gegebenenfalls abschließen

Berufsunfähigkeit als Absicherung

Die Versicherung CosmosDirekt hat mich gefragt, ob ich über das Thema schreiben möchte. Und da ich über diesen Text hier sowieso schon lange grübele, dachte ich, das passt ganz gut. Ich bin nämlich finanziell mit der Geburt dreier Kinder, der damit verbundenen Elternzeit und meiner Entscheidung, selbstständig zu arbeiten, ein gewisses Risiko eingegangen. Das möchte ich jetzt noch einmal in Ruhe betrachten und abwägen, wie ich mir da einen doppelten Boden zulegen könnte. Damit ich meine Zukunftsängste abbauen kann, setze ich mich jetzt lieber einmal mit den Risikoszenarien auseinander, damit ich im neuen Jahr nachts nicht mehr grübeln muss.

Es gibt nun einmal eine Menge Krankheiten, die der Mensch im Laufe seines Lebens bekommen kann, von Schädigungen im Bereich der Wirbelsäule über das Herz-Kreislaufsystem oder psychische und nervliche Erkrankungen. Ich will hier nicht zu weit ausschweifen, sonst können wir bei Punkt zwei meiner Anti-Angst-Liste wieder anfangen. Diese Krankheiten können dazu führen, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann. In so einem Fall greift dann die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie ist deshalb eine gute Ergänzung, weil gesetzliche oder private Unfallversicherungen bei Krankheiten nicht weiterhelfen und sowieso erst im Falle einer Erwerbsunfähigkeit zahlen. Bei der Berufsunfähigkeit erhalte ich die Summe, wie der Name schon sagt, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Es besteht kein Zwang zur Ausübung eines anderen Berufs, was ein entscheidender Unterschied ist.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kann ich vor Abschluss die Höhe des finanziellen Ausgleichs bestimmen, den ich im Falle einer Invalidität bekommen würde. Die Höhe des Ausgleichs hängt dann natürlich stark mit der Höhe der monatlichen Versicherungsrate ab. Deshalb ist es gut, sich beraten zu lassen. Wenn es dich interessiert, schau mal unter diesem Link der CosmosDirekt nach. Da kannst du dir die monatlichen Kosten ausrechnen und überlegen, ob sowas für dich in Frage kommt. Ich werde es gemeinsam mit Anton besprechen und genau überlegen, was sinnvoll für uns ist.

Besser schlafen im neuen Jahr

Vielleicht konnte ich dich mit meinen Vorhaben ein wenig inspirieren. Angst gehört zum Leben dazu und dass sich Eltern Sorgen um ihre Kinder machen, ist unvermeidlich. Aber die dauernde Grübelei hat mir echt zu schaffen gemacht und dagegen will ich einfach etwas tun.

Wenn es dir ähnlich geht, dann denk doch einfach mal drüber nach, welches deine größten Bedenken sind. Vielleicht kannst du überlegen, wie du zumindest ein paar deiner Sorgen ein wenig mildern kannst? Dann nichts wie ran und einmal in den sauren Apfel beißen und dich deinen Ängsten stellen.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ps.: Wenn du dich fragst, warum dieser Text als „Werbung“ gekennzeichnet ist und was das genau bedeutet, dann lies doch mal hier weiter.

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4 Comments

  1. Liebe Laura!
    Ein frohes neues Jahr!
    Erst jetzt, um zehn!!! Komme ich dazu, diesen tollen Text von Dir zu lesen!
    Es war so voll und viel in den letzten Tagen, sodass ich mir immer gesagt habe, morgen schaffst du es und liest diese tollen Texte!
    Heute haben die Kinder keinen !ittagsschlaf gemacht und sind dadurch früh eingeschlafen…ich dadurch auch völlig k.o!
    Aber jetzt schaffe ich es, meine Nachrichten zu lesen, und somit auch deinen Text
    Ganz toll!!! Danke dafür!!!
    Du bist mir so sympathisch, jedes Mal denke ich , ja, so geht es mir auch, besonders dieser Text geht mir so an mein Herz!
    Ich selber habe mir das selbe vorgenommen, meine persönliche Angst Kunden Griff zu bekommen, weil Hypochonder!
    Ganz schlimm! Ich möchte meine größte Sorge auch in den Griff bekommen und danach etwas freier sein!
    Mal sehen, ob ich mich traue!
    Nachts schaue ich übrigens auch immer in das Zimmer meiner eineinhalb jährigen Tochter, ob sie ihre Bettdecke, die sie schon besitzt, nicht zu weit über den Kopf gezogen hat, meiner großen, ob sie richtig liegt…
    Ich möchte wieder joggen gehen, Versuche jetzt morgens etwas früher aus dem Bett zu kommen, um eine halbe Stunde für mich zu haben und möchte meine Ängste abbauen!
    Diesen Text werde ich mir wieder speichern und immer wieder lesen, wenn es mir nicht gut geht!
    Liebe Abendgrüße
    Melisande

    • Liebe Melisandre, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut mir dein Kompliment tut. Wenn ich mit den Texten erreichen kann, dass sich eine Mutter wie du besser fühlt, gibt es nichts Schöneres. Ich wünsche dir das Beste für das neue Jahr und dass sich unsere Ängste mildern lassen. Liebe Grüße von Laura

  2. Vielen Dank für diesen Text. Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich habe diese ständigen Ängste und Sorgen… Ich hatte das teilweise auch schon bevor ich Mama wurde, aber seit unsere Kinder da sind, sind die Ängste größer und /oder anders geworden.
    Danke für deine Tipps!

    Herzliche Grüße und alles Gute für 2018
    Christine

    • Liebe Christine, ich wünsche dir auch alles Gute für 2018. Ja, die Ängste können einen fertig machen, aber dieses Jahr machen wir unsere Ängste fertig! Alles Liebe von Laura

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