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(Werbung) Ich liebe Familienfotos. Allerdings finde ich diese gestellten Gruppenbilder mit Mutter ruhend auf dem Sofa, auf ihren Schultern liegend die Hände ihrer Lieben, ganz furchtbar. Viel besser gefallen mir Schnappschüsse, die das echte Leben zeigen. Daher mache ich Bilder am liebsten selber!

So kommt es, dass ich kaum Bilder von mir mit den Kindern habe. Das wollte ich nun unbedingt ändern und habe lange nachgedacht, wie wir das wohl hinkriegen können. Irgendwie lustig sollen sie sein und mich mit den Kindern zeigen mit unseren ganz besonderen Eigenarten. Sind Familien nicht alle irgendwie einzigartig? Sicher ist das bei dir zuhause auch so. Ihr habt vielleicht einen ganz speziellen Witz, einen Insider, bei dem nur ihr lachend auf dem Teppich liegt. Oder ihr mögt ein Lied, ein Gedicht, ein Motto, das genau zu euch allen passt. Bei uns ist es so, dass Jimmy vor einem halben Jahr damit anfing, sich selbst als Pandabärchen und mich als Panda-Mama zu bezeichnen. Das hat sich jetzt so eingebürgert und brachte mich auf eine geniale Idee für unser perfektes Familienbild.

Ideen für individuelle Familien-Fotos

Also habe ich bei Spreadshirt ganz einfache, weiße T-Shirts mit verschiedenen Aufschriften bestellt: eines mit „Panda-Mama“, drei mit „Pandabärchen“ drauf. Du kannst dort alle möglichen Motive oder Schriftzüge aufdrucken lassen, je nach Lust und Laune. Im Internet habe ich dann nach Vorlagen für Pandamasken gesucht und sie mit Kreide auf dickes Aquarellpapier gemalt. Die Masken habe ich ausgeschnitten und mit Hilfe kleiner Löcher eine Paketschnur zum Zubinden drangebunden – fertig waren die super süßen Pandabärchenmasken.

An einem Nachmittag habe ich die Kinder, sie waren übrigens alle in bester Laune, auf unsere Terrasse geholt. Ich weiß, Fotos machen ist nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung von Kindern. Und ehrlich gesagt habe ich auch eine kleine Belohnung versprochen, denn vor allem Jimmy hasst es, zu posieren. Tante Lisa hat dann die Kamera geschnappt und drölfzigtausend Fotos gemacht, dazu ein paar lustige Animationen geboten und die Kinder mit Seifenblasen bei der Stange gehalten. Das Ganze hat knapp zehn Minuten gedauert, dann durften die Drei wieder springen und sich ein dickes Eis aus der Truhe holen – so viel Spaß muss sein für die besten Topmodels -bärchen der Welt.

5 ultragute Tipps für Schnappschüsse

Dann ging es ans Aussuchen und die Ausbeute war tatsächlich nicht schlecht. Klar, die meisten sind Ausschuss, aber das ist bei Profis nicht anders. Daher schreibe ich dir nun meine persönlichen Tipps für schöne Familienbilder auf:

  • Achte auf eine gute Kamera, am besten eine Spiegelreflex-Kamera. Wenn ihr keine habt, leih dir eine aus. Die Bedienung ist nicht so schwer, du musst dich vielleicht ein bisschen reinfuchsen. Da gibts auch viele gute Youtube-Tutorials und du lernst dabei Dinge fürs Leben!
  • Gutes Licht ist die halbe Miete, daher gehst du am besten ins Freie. Knallt die Sonne vom Himmel, sucht euch ein schattiges Plätzchen, sonst ist das Licht nicht günstig. Optimal ist leichte Bewölkung. Hast du zu wenig Licht, dreh den ISO-Wert der Kamera etwas hoch. Allerdings musst du aufpassen: ist dieser zu hoch, sind die Bilder bei einem Poster-Ausdruck körnig
  • Gute Stimmung ist bei Kindern wichtig: ist eines von ihnen müde oder schlecht gelaunt, vergiss es. Halte sie am besten mit Seifenblasen oder Luftballons bei Laune, das sieht hinterher auch super aus. Wenn einer keine Lust mehr hat, brich ab.
  • Bildbearbeitung ist übrigens auch für Anfänger möglich. Jeder moderne Computer hat kostenlose Programme für die Basics. Ich benutze einen Mac und die Foto-App, die dabei ist. Hier helle ich zu dunkle Bilder auf, wähle den richtigen Ausschnitt oder lege einen Filter drüber. Manchmal sehen Bilder in schwarz-weiß klasse aus, das geht mit diesen Programmen ganz einfach und per Klick.
  • Alle im Kleidchen? Nein, bloß nicht, es sei denn, die Damen der Familie lieben Kleider. Zieht an, in was ihr euch wohl fühlt. Wenn ihr Lust habt, machen blaue Jeans und weiße Shirts was her.
  • Ein Familienmotto macht die Bilder individueller und vor allem lustiger. Liebt ihr große Hüte? Dann setzt euch alle etwas auf den Kopf. Hört ihr gerne Märchen? Dann verkleidet euch für die Fotos als Feen und Zwerge. Seid ihr Harry Potter-Fans? Malt euch einen Blitz auf die Stirn und bastelt einen Zauberstab. Habt ihr ein schönes Motto? Schreibt es mit Kreide an eine Außenwand oder lasst es euch auf ein Shirt drucken.

Schau mal, das obere Bild. Oskar hat gequengelt, Jimmy und Luise haben Faxen gemacht. Aber das ist mein Lieblingsbild geworden. Es ist so lebendig wie das Leben mit Kindern und dieser Schnappschuss ist nur entstanden, weil alles völlig ungekünstelt war. Es wird einen Ehrenplatz in unserem Wohnzimmer bekommen.

Du siehst, du musst nicht immer 200 Euro für schöne Familienfotos ausgeben. Mit etwas Kreativität und euren ganz eigenen Vorlieben macht ihr das selbst am besten. Wenn nämlich kein fremder Fotograf zugegen ist, seid ihr viel ausgelassener. Das ist meiner Meinung nach das wichtigste für Fotos, die nicht gestellt wirken. Übrigens könnt ihr ein Stativ und einen Selbstauslöser nehmen, falls ihr keinen Helfer habt. Jedenfalls entstehen so unvergessliche Schnappschüsse für die Ewigkeit und ihr habt auch noch perfekte Geschenke für die Verwandten.

Achso, und sei nicht streng mit den Kindern. Eines unserer schaut auf allen Fotos ein wenig seltsam aus der Wäsche, weil es Fotos machen nicht mag. Ist doch nicht schlimm, das Kind guckt halt so. Wenn einer die Augen zukneift oder die Zunge rausstreckt, macht das das Ganze lebendig. Nichts ist schlimmer als ein verkniffenes Lächeln.

Also, bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Zur Transparenz: Spreadshirts hat mir die T-Shirts kostenlos für unser Foto-Shooting zur Verfügung gestellt.

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Zeit für das Fotoalbum 2016

Ende des Jahres sitze ich am Computer und gestalte unser Familienalbum für das kommende Jahr. Denn wir haben zwar massenweise Fotos auf dem PC, schauen sie aber viel zu selten an. Also muss ein Buch her, in dem wir blättern, uns erinnern und kaputt lachen können. Was haben wir in diesem Jahr nur alles unternommen! Wisst ihr noch, der Ausflug in den Märchengarten, als Luise in den Froschkönigbrunnen gefallen ist? Oder der Skiurlaub, in dem Jimmy zum ersten Mal auf den Skiern stand? Dann sind da natürlich noch die wundervollen Highlights wie das Weihnachtsfest, die Fußball-Europameisterschaft oder der riesen Knaller: Baby Oskar ist da.

Familien-Fotobuch gestalten

Und so sortiere ich meine Schnappschüsse, optimiere die Bilder, schneide sie zurecht und mache Collagen aus all den tollen Erlebnissen. Aber irgendwie fällt mir auf, dass wir keine Fotos aus unserem Alltag haben. Und ich bin ja ein totaler Verfechter der Aussage, dass das Glück des Lebens inmitten eines ganz gewöhnlichen Mittwochnachmittags liegt: ein paar Stunden, in denen Harmonie herrscht zwischen Jimmy und Luise, wir einen warmen Kakao trinken und anschließend ein Schaumbad nehmen, während wir „Bibi Blocksberg und die Zauberlimonade“ hören. Oder neulich, als ich am Vormittag alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte, und die Kinder bei strahlendem Sonnenschein vom Kindergarten abholte, um mit ihnen auf den Spielplatz zu gehen. Dann ist da noch der dicke Kuss, den Luise Papa auf den Mund drückt, als er sich die Schuhe zubindet, kurz bevor er zur Arbeit fährt: Glücksmomente, die ich noch nie mit der Kamera eingefangen habe.

Einzigartige Fotos

Und da kommt das Schicksal ins Spiel! Denn Jimmy und Luise haben Anfang des Jahres von Cousin Marc den alten Kinderfotoapparat geschenkt bekommen. Und ich weiß noch, dass er uns ein paar Wochen lang überall hin begleitet hat. Auf der Suche nach einer Speicherkarte hole ich die aus dem Kinderspielzeug, schiebe sie in meinen PC, und da laden sich knapp 100 Alltagsbilder in mein Foto-Programm, so authentisch, lustig und zauberhaft, wie sie nur von Kindern gemacht sein können. Ich klicke mich durch unser Leben und finde so viele Eindrücke, die direkt aus Jimmys und Luises Blickwinkel stammen. So sehen die Kinder unsere Welt, das halten sie für so wichtig, um es zu fotografieren, das ist ihre Perspektive – ich bin gerührt und muss trotzdem laut lachen. Oma beim Essen mit vollem Mund, Opas Bart in Nahaufnahme, mein Hinterteil im Fokus, der aussieht wie der eines Elefanten, ein Selfie von Luise… Und endlich auch ein paar Fotos von Oskar, noch in meinem Bauch. Denn als Fotografin der Familie bin ich nie zu sehen und habe das schon mal bedauert. Heute teile ich mit euch ein paar Schnappschüsse aus unserem Leben. Ihr seht Jimmys liebstes Spielzeug, den Tischkicker. Bei den beiden Spielern müsste es sich um Ballthasar und Thore handeln. Dann ein Eindruck unseres liebsten Feuerwehrspielplatzes im Frühling. Als nächstes die Autorin dieses Blogs in Schräglage, ein Bild von Anton in feinem Büro-Zwirn, Sabrina gezügelt, Abendessen-Impressionen, Myself mit Kugelbauch, unser Balkon in Blütenpracht, ein Piratenschiff von oben, Jimmy in Verzweifelung, Luises Geburtstagsballon und Lala, wie er mit Babypuppe einen Ausritt macht.

 

Ist das nicht eine geniale Idee für euer Familien-Fotobuch? Lasst eure Kinder ran, schenkt ihnen eine alte Kamera oder so ein Spielzeugdings und lehnt euch zurück. Hinterher habt ihr die tollsten Erinnerungen an euer Leben, an euren Alltag, an das, was für euch alle so wichtig ist. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Fotobuch gestalten. Eure Laura