Category

Rezepte

Category

Runterkommen mit den Badekristallen von Kneipp

Bei uns ist gerade am frühen Abend die Hölle los. Oskar ist mit seinen zweieinhalb Jahren in der schönen Autonomiephase. Das bedeutet, er möchte gerne alles haben, was ihm so in den Sinn kommt. Da wäre Papas Handy, ein Glas Nougatcreme, Luises Taschenmesser oder Mamas Fotoapparat. Wenn wir das Gewünschte nicht aushändigen, gibts Wutausbrüche, die sich gewaschen haben. Das ist anstrengend, sehr anstrengend. Außerdem habe ich bis abends neben diversen Ausbrüchen noch massenhaft Streits geschlichtet, Tränen getrocknet, Kartoffelbrei gekocht, Katzen und Pferde gemalt – was man als Mama oder Papa eben so macht.

Mein #placetobe

Weil ich abends echt fix und alle bin, muss ich mir was gönnen und habe ein tolles Ritual etabliert: weil die Tage kühler werden, ist die Badesaison eröffnet und ich steige mindestens einmal die Woche in ein Schaumbad. Meine absolute Empfehlung sind dafür die Badekristalle von Kneipp mit ätherischen Ölen. Dazu gibts eine Playlist mit guter Musik und einen traumhaften eisgekühlten Weißen-Tee-Smoothie.

Jetzt ist MEINE Zeit

Ehrlich gesagt ist mir abends nach so einem Tag mit den Kindern nach Flucht zumute. Ich möchte irgendwohin , wo es ruhig und entspannt zugeht. Aber für einen Trip in die Stadt oder eine Joggingrunde durchs Dunkle bin ich zu unmotiviert. Aber warum auch in die Ferne schweifen, wenn mein Lieblingsplatz im Haus ist? Im Bad gibts einen Schlüssel für ungestörte Ruhe, einen Lautsprecher für meine Playlist und eine Badewanne! Die fülle ich mir abends mit den Kneipp Badekristallen #placetobe, schalte das Smartphone auf Flugmodus und bin für eine Stunde unerreichbar. Diese Extrakte aus Lotus und weißem Tee sind so duftig gut, dass ich schnell runterkomme und den Stress mit Autonomie-Oskar vergesse. Was übrigens auch gut tut, ist der hohe Anteil an naturreinem Thermalsolesalz. Klasse finde ich aber vor allem, dass die Kneipp Badekristalle ohne tierische Bestandteile sind.

Rezept für einen gefrosteten Weißer-Tee-Smoothie

Übrigens habe ich mir passend dazu einen Smoothie ausgedacht. Das Rezept dafür geht so:

Du brühst 100 ml weißen Tee auf und lässt ihn abkühlen. Dann gibst du ihn zusammen mit 50 ml Mandelmilch, etwas Vanille-Aroma, ein bisschen Zimt und einem EL Ahornsirup in den Mixer. Dazu kommen eine Handvoll Eiswürfel und dann kommt dabei ein köstlicher gefrosteter Tee-Smoothie raus. Wenn dein Mixer nicht stark genug ist, gibst du die Eiswürfel hinterher dazu. Oder du magst das Getränk lieber heiß? Während es dir in der Badewanne mollig warm wird, trinkst du das leckere Getränk, lauscht deinen Lieblingsliedern und inhalierst die ätherischen Öle der Kneipp-Badekristalle – was für ein Abend!

Und weil ich die Badewanne nicht jeden Abend zur Entspannung volllaufen lassen will und selbiges für mich gilt, mache ich mir als Alternative ein warmes Fußbad. Das funktioniert mit den Kristallen auch ganz toll.

Bleib locker mit Kneipp

Übrigens gibt es noch mehr Varianten der Badekristalle mit dem coolen Hashtag. #lockerbleiben mit Hanf und Patchouli zum Beispiel. Die hübsche kleine Packung eignet sich auch prima zum Verschenken. Weil meine Mutter sich um ihre Enkelkinder immer so Sorgen macht und vor allem während des Schwimmkurses so aufgeregt war, bekommt sie von mir nun einmal #lockerbleiben. Weil ich weiß, dass sie sich abends immer selber die Finger manikürt, habe ich ihr ein kleines Set aus den Badekristallen, einem neuen Lack und etwas getrockneten Kräutern gemacht. Die Kristalle sind nämlich auch super für ein kleines Handbad.

Wow, läuft bei dir!

Meine beste Freundin hat erst vor kurzem einen erfolgreichen Berufststart nach der Babypause hingelegt. Um ihr zu diesem tollen Schritt zu gratulieren, habe ich die #läuftbeimir-Badekristalle von Kneipp mit Kakao und Vanille-Extrakten gewählt, dazu gabs leckere dunkle Kakaoschokolade und Vanille-Tee. So kann sie abends mal in die Wanne springen, sich ein Fußbad machen und sich ein wenig selber feiern – das sollte nie zu kurz kommen, oder?

Kann es sein, dass du auch mal eine Auszeit brauchst? Ob mit oder ohne Badewanne, mit schöner Musik und deinem Lieblingsgetränk, für warme Füße oder schicke Finger – die Badekristalle mit ihren ätherischen Ölen verwöhnen deine Sinne und lassen dich den Alltagsstress vergessen.

Gewinnspiel

Damit du auch in diesen Genuss kommst, verlose ich hier zwei Sets aus je drei Badekristallen. Schreib mir einfach einen Kommentar.

  • Das Gewinnspiel beginnt mit der Veröffentlichung dieses Textes und endet am 28.09.2018 um 23:59 Uhr.
  • Anschließend werden die beiden Gewinner einen Tag nach Ende des Gewinnspiels per Losverfahren ermittelt und per Mail von ihrem Gewinn benachrichtigt.
  • Teilnehmen dürfen alle Personen, die über 18 Jahre alt sind und in Deutschland wohnen
  • Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst. Deine Adresse nutze ich ausschließlich zum Versand deines Gewinns per Post und wird  anschließend gelöscht.
  • Der Gewinn besteht aus drei der genannten Badekristalle von Kneipp
  • Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht
  • Die Preise dürfen nicht getauscht oder übertragen werden
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Dieses Jahr gibts ja so eine riesen Menge an Obst und die Ernte ist enorm groß. Wir freuen uns über massenweise Äpfel, die wir von unseren Nachbarn geschenkt bekommen. Nun haben wir schon bergeweise roh vernascht oder zu Apfelmus verarbeitet, aber diese drei Rezepte sind unsere absoluten Favoriten. Vielleicht hast du ja zuhause auch einen großen Vorrat und weißt so langsam nicht mehr, was du aus den Früchten machen sollst? Wie wäre es also mit Apfel-Zimt-Schnecken, Apfelchips und Apfelcreme fürs Müsli?

Apfel-Zimt-Schnecken

Für diese wunderbar fruchtigen Schnecken nach einem Rezept von Sally brauchst du

für den Teig

  • 1/2 Würfel Hefe
  • 500 g Mehl
  • 2 EL Wasser
  • 80 g Zucker
  • 125 ml Milch
  • 125 g Kürbispüree
  • 1 Ei
  • 1 Tl Salz
  • 80 g Butter

für die Füllung

  • 2 Äpfel
  • 2 Tl Ahornsirup
  • 1 TL Zimt
  • 125 g Kürbispüree

Das Kürbispüree ist einfach herzustellen und ich friere es portionsweise ein. Dafür schneidest du einen ganzen Hokkaido-Kürbis auf, nimmst die Kerne raus und schneidest ihn in kleine Stücke. Diese dann in Wasser weich dünsten und durchpürieren.

Dann weichst du die Hefe in dem lauwarmen Wasser auf und gibst sie mit Mehl, Eigelb, Zucker, Milch, Kürbispüree, Salz und weicher Butter in die Küchenmaschine oder knetest alles mit dem Knetaufsatz des Rührgeräts durch. Dann lässt du den Teig eine halbe Stunde bei 50 Grad (mit einem Teller abgedeckt) im Backofen gehen oder stellst ihn 2 Stunden abgedeckt zur Seite.

Dann schneidest du die entkernten Äpfel in kleine Stücke und brätst sie im Ahornsirup an, gibst Zimt dazu und lässt alles unter Umrühren karamelliesieren. Anschließend kommt das Püree dazu. Dann lässt du die Masse abkühlen.

Als nächstes den Teig zu einer großen Fläche ausrollen (Mehl verwenden, sonst klebt es) und die Apfelmasse aufstreichen. Den Teig zu einer langen Rolle wickeln und in kleine Schnecken schneiden, diese mit Abstand auf ein Backblech setzen. Die Schnecken mit dem Eiweiß bepinseln. Kurz stehen lassen. Bei 180 Grad Umluft erst 15 Minuten backen, dann mit Backpapier abgedeckt noch einmal 5 – 10 Minuten backen. Schau immer mal wieder nach, damit sie nicht zu dunkel werden.

Apfelchips

Dafür brauchst du nur eine Menge Äpfel. Die schneide ich im Ganzen in dünne Scheiben und lasse das Gehäuse drinnen. Dann verteile ich die Scheiben auf Backpapier aufs Backblech. Schau, dass sie sich am besten nicht berühren. Die Backbleche mit den Scheiben kommen dann bei 100 Grad für 3 Stunden in den Backofen – fertig! Eignen sich super zum Naschen, als Snack unterwegs oder als Crunch auf Nachtisch.

Apfelcreme

Für diese Apfelcreme brauchst du

  • Zwei Äpfel
  • etwas Öl
  • Zimt
  • 3 El Ahornsirup
  • 3 EL Tahin (Sesammus)
  • etwas Zitronensaft

Die Äpfel entkernen und in Stücke schneiden. In einer Pfanne in etwas Öl und dem Ahornsirup anbraten. Die angebratenen und karamellisierten Äpfel mit dem Tahin und dem Zitronensaft in einem Mixer zu einer Creme pürieren. Ich finde, das passt wunderbar zu gekochtem Couscous. Dieses Rezept habe ich aus dem Kochbuch von Nadia Damaso. Auf Couscous und Apfelcreme kommen noch frische Feigen und Nusscrunch – fertig ist ein sensationelles Frühstück.

Nun wünsche ich dir einen guten Start ins Wochenende. Vielleicht hast du Lust und Zeit, eines dieser himmlischen Apfel-Rezepte nachzumachen? Viel Freude dabei und lasst es euch schmecken!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Wer mir auf Instagram folgt, weiß es längst: ich bin diesem Kochbuch verfallen. Auf Nadia Damaso stieß ich, als ich den Leute-Podcast von SWR1 hörte. Die junge Frau beeindruckte mich mit ihrer Lebenseinstellung, ihrer Leidenschaft und den Rezepten, von denen sie sprach. Sie keiert mal eben ein paar neue Ideen, kombiniert Lachs mit Nusscrunch und Mango-Soße, macht die feinsten Porridges aus Quinoa, Mandelmilch und Blaubeeren und zaubert ein Eis aus Bananen und Espresso, das auf der Zunge zergeht. Ich habe ihre Rezepte ausprobiert und erzähle dir heute, wie ich sie in meinen ewigen Speiseplan integriere.

Den Speiseplan habe ich entwickelt, weil meine Kinder so schleckig sind und nur eine Handvoll Gerichte mögen. Ich habe gekocht, sie gemeckert. Seitdem ist montags Nudeltag, Dienstag kommt der Suppenkasper, Mittwoch ist Pizzatag, Donnerstag lautet das Motto Reis/Kartoffeln/Linsen und Freitag gibts Mehlspeisen. Und es wird nie langweilig, das kannst du im verlinkten Text nachlesen. Ich bin aber immer wieder auf der Suche nach neuen Rezepten, die ich in den Speiseplan integrieren kann. Bei Nadia Damaso begeistert mich ihre kreative Art zu kochen. Außerdem benutzt sie weder weißen Zucker noch weißes Mehl. Daher sind die meisten ihrer Kreationen auch für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit geeignet. Bisher dachte ich immer, vegetarische und vegane Küche sei fad und langweilig, aber sie ist unglaublich köstlich – mit dem richtigen Kochbuch: Eat better not less. Around the world (Affiliate Link). Pass auf, gleich wird dir das Wasser im Mund zusammenlaufen!

Mittwoch: Pizzatag

Statt Pizza gibts auch mal Tortillas. Du siehst hier meine Kreation aus Guatemala. Tortillas (gekauft) mit Blumenkohl in Mandelkruste, dazu eine Koriander-Mais-Pesto. Ich habe bisher nie Koriander verwendet und bin nun echt begeistert. Auch die Idee, aus Mais und Nüssen eine Pesto zuzubereiten, finde ich spitze. Für die Kinder ist diese Kombi zu gewagt. Aber Tortillas finden sie auch gut und beschmieren sie sich zum Beispiel mit Frischkäse, packen ihr Lieblingsgemüse roh hinein, streuen etwas Käse oder Nüsse darüber und wickeln sich einen Wrap. Luise hat den Blumenkohl einmal probiert, ich befürchte aber, wie müssen das noch ein paar Mal wiederholen. Wusstest du, dass Kinder manche Dinge mehr als zehn Mal probieren müssen, bis es ihnen schmeckt? Daher gibt es bei uns die Regel, das alles mal probiert werden muss. Ausgenommen sind natürlich die scharfen und stark gewürzten Dinge. Denn die Kinder haben einen sensibleren Gaumen als wir und bei denen wird die Geschmacksexplosion zur Überforderung.

Donnerstag: Kartoffel-/Reistag

Kennst du schon Süßkartoffeln? Ich habe sie dank Nadia kennen- und lieben gelernt. Sie hat fantastische Rezepte für Süßkartoffelpüree mit Aprikosen, aber auch Ofenkartoffeln mit süßem oder salzigem Topping. Dieses Rezept hier ist ebenfalls ganz wundervoll. Ich habe Süßkartoffeln im Backofen gebacken, dazu gab es ein Mais-Mango-Koriander-Püree und Fisch. Im Originalrezept ist der Fisch roh, das nennt sich dann „Ceviche“ und ist ein peruanisches Gericht. Weil es aber neulich so heiß war, bin ich kein Risiko eingegangen und habe ihn in der Pfanne in Kokosöl und Limettensaft gebraten.

Die Idee hinter dem Buch ist übrigens folgende: Nadia ist einmal um die Welt gereist, war in mehr als 11 Ländern zu Gast, hat dort erlebt, wie die Menschen traditionell kochen und welche Zutaten sie nutzen. Zuhause hat sie dann aus ihren Eindrücken, der Farbwelt und dem Lebensgefühl eigene Rezepte kreiert, alle gesund und super köstlich. Im Buch findest du Infos zu den Ländern, wunderschöne Landschaftsbilder und ganz viele Tipps zu den Zutaten.

Du kannst dir vorstellen, dass Kinder nichts von dieser würzigen und spannenden Kreation halten. Daher gab es für die Kinder eine Art Fisch&Chips. Aus dem Süßkartoffeln habe ich pommesgroße Stifte geschnitten, diese mit etwas Öl und Salz gewürzt und auf dem Backblech eine halbe Stunde gebacken. Zusammen mit dem angebratenen Fisch (und ich gebe es zu, etwas Ketchup) war das dann ein echtes Kinder-Menü.

Außerdem habe ich eine Pflaumen-Zimt-Mandel-Tajine ausprobiert. Süßkartoffen, Zucchini und Aubergine kam hinein, dazu gab es Reis (im Originalrezept Gerste). Der wurde mit Zitrone und Mandelmus gewürzt, das mochten auch die Kinder. Für sie habe ich in den Reis noch ein wenig Mais und Erbsen reingemischt – fertig!

Freitag: Mehlspeisentag

Auf gehts nach Indien! Und ich entdecke, dass Pfannkuchen auch aus Kichererbsenmehl und Reismehl gemacht werden können. Dosa heißt diese indische Variante. Dafür habe ich die alte Getreidemühle aus dem Keller geholt, die meine Eltern in den 80er Jahren in ihrer Ökophase benutzt haben. Reismehl ist manchmal schwierig zu bekommen, also habe ich mir aus Naturreis selbst welches gemahlen. Das klappt auch mit Kichererbsen. Dazu gab es Linsenchutney und Kokos-Joghurt. Für die Kinder habe ich die Dosas mit Schokocreme bestrichen. Was wohl ein Inder dazu sagen würde?

 

Frühstücksideen

Nadia Damaso hält viel davon, gut zu frühstücken. Und ich muss auch sagen, dass der Tag an Qualität gewinnt, wenn ich ein leckeres Frühstück im Magen habe. Im Buch von Nadia Damaso sind so feine Rezepte drin, dass du dich schon abends im Bett auf den nächsten Morgen freust. Zu meinen Favoriten gehört die Papaya mit Joghurt und Nusscrunch, aber auch das Quinoa-Maca-Porridge mit Blaubeer-Rote Beete-Creme schmeckt fantastisch.

Dafür 150 g Quinoa kochen und 200 ml Mandelmilch mit etwas Maca-Pulver, einem TL Nussmus, etwas Salz und einem Löffel Honig mixen. Die Milch zum fertigen Quinoa geben. Aus 200 g Blaubeeren und einer kleinen gekochten Rote Beete-Knolle ein Mus pürieren (mit dem Pürierstab). Nusscrunch (eine Handvoll verschiedener Nüsse, Mohnsamen und Haferflocken mit etwas Ahornsirup mischen, bei 180 Grad 10 Minuten im Ofen backen, zerkleinern), Blaubeeren und Minze drüber geben – fertig!

Auch die Cashew-Mohn-Pancakes (glutenfrei) gehören nun zu meinem festen Repertoire und auch Nusscrunch steht immer frisch gebacken bereit. Diese Frühstücksgerichte mögen auch die Kinder sehr gerne und sie sind eine Abwechslung zum Honigbrot.

Übrigens: je mehr ich aus dem Kochbuch koche, desto mehr Ideen habe ich selber. In der letzten Zeit lernte ich so viele neue Zutaten kennen, dass sich auch mein Können erweitert hat. Ich habe viele neue Varianten in meinem Kopf, die ich für meinen ewigen Speisplan verwenden kann. Wieso nicht mal Pizzateig mit Mehlalternativen ausprobieren? Oder eine Bolognese-Soße aus Tofu kochen? Die Kinder lernen so viele neue Geschmacksrichtungen kennen und sicher wird ihnen das eine oder andere davon schmecken.

Buch zu gewinnen

Und, konnte ich dich begeistern? Ich darf hier ein Exemplar von Eat better not less. Around the world (Affiliate Link) verlosen. Kommentier einfach unter dem Text, dann landest du in der Lostrommel. Ich verspreche, du wirst in ganz neue Geschmackswelten eintauchen!

Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst, die ich dann an den Verlag für den Versand weiterleite. Deine Adresse wird anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigt den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr Infos zum Gewinnspiel findest du hier.

Das Gewinnspiel beginnt heute, am 16. August 2018, und endet am 25. August 2018 um 23.59Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird danach per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt.

Lust auf noch mehr Rezept-Inspiration? Dann schau mal auf meinem Instagram-Kanal vorbei. Da poste ich immer mal wieder feine Rezepte, es gibt aber auch Spannendes zum Thema Mama-Alltag und ein paar aufmunternde Worte für Eltern im Stress. Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

In den letzten Tagen konnten wir hier zuhause kaum etwas anders tun als auf dem Sofa rumliegen und Eis essen. Gut, Oskar hat mit seinen Autos gespielt und Luise Playmobil gebaut, aber für mehr körperliche Action waren wir nicht zu haben. Wir hatten nicht einmal Lust, zur örtlichen Eisdiele zu gehen. Also haben wir das Eis selber gemacht. Keine Sorge, ich bin kein Gesundheitsapostel. Bei uns gibts auch mal ein Bum Bum, das so künstlich schmeckt wie Nagellack riecht. Und ich habe in akuten Streitphasen auch nichts gegen ein Magnum Choco-Double-Mandel-Kalorienungeheuer. Aber ich habe ein echt geniales Kochbuch entdeckt, in dem die tollsten Eisrezepte drin sind, für die du nicht einmal eine Eismaschine brauchst. Pass auf, es geht los:

Nana-Icecream

Wusstest du, dass du aus angebräunten Matschbananen die beste Eiscreme machen kannst? Also bitte nie mehr wegschmeißen, sondern in Stücke schneiden und in einer Kunststoffdose einfrieren. Bei Eishunger holst du die Dose raus, lässt die Scheiben zehn Minuten antauen und mixt sie dann mit einem Schuss Milch oder Mandelmilch in einem leistungsstarken Mixer. Meiner ist nicht leistungsstark, ich behelfe mir noch mit dem Pürierstab.

Das Eis könnt ihr pur essen oder in folgenden Varianten:

Mamas kalter Muntermacher

Einen Espresso in ein Gläschen geben, einen dicken Klacks Nana-Icecream drauf (so heißt das Bananen-Eis) und selbstgemachtes Granola und Minze drüber streuen. Nach einem Rezept von Nadia Damasos Kochbuch Eat better not less. Around the world (Affiliate Link) – yummy!

Kiwi trifft Banane

Oder aber ihr mixt vorher drei Kiwis, zwei EL Honig (bei Kindern unter einem Jahr bitte durch Agavendicksaft ersetzen) und den Saft einer Limette und kombiniert ihn mit dem Bananeneis. Die Mischung aus süßer Creme und der frischen Kiwi ist der Hammer! Garnitur muss sein: frische Minze und Blaubeeren, gerne auch Nusscrunch. (Rezept nach selbem Kochbuch von Nadia Damaso)

Yoghurt-Bites

Super lecker sind auch diese kleinen Bissen. Ich püriere Himbeeren und gebe sie zur Hälfte in Eiswürfelbehälter oder Eisförmchen. Dann verrühre ich griechischen Joghurt mit Honig und einem Schuss Limettensaft und fülle ihn auf die Himbeeren drauf. Alles einfrieren und dann an einem heißen Tag genießen.

Playmo-Eis

Für Begeisterungsrufe der Kinder brauchst du Eisförmchen, ich habe meine aus einem bekannten Drogeriemarkt. Du machst die Yoghurt-Bites wie beschrieben, steckst aber statt des Stiels einfach Playmobil-Figuren in die Masse rein und frierst alles ein.

Fruchteis

Bei Fruchteis wird der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe schon die Kiwimasse, die ich vorher beschrieben habe, eingefroren. Du kannst aber auch jedes andere Obst verwenden. In der Sommerzeit wird das ja leider sehr schnell matschig, also bloß nicht wegwerfen, sondern ordentlich durchpürieren und einfrieren. So habt ihr immer gesundes Eis zuhause und könnt euch die heißen Nachmittage ordentlich versüßen.

Viel Spaß beim Genießen! Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Mehr leckerschmecker-Rezepte? Feine Dinge zum Vernaschen sowie ein paar Gedanken zum Eltensein findest du auf meinem Instagram-Kanal, der zu einem richtigen Mini-Blog geworden ist.

Die besten Leckereien aus Roten Johannisbeeren

Erdbeerzeit? Nee, ist gar nicht so mein Ding. Meine Lieblings-Obstzeit ist eindeutig jetzt, wenn die Roten Johannisbeeren reif sind. Ich liebe diese kleinen, sauren Beerchen mit ihrer knallroten Farbe, denn sie haben nicht nur eine ganze Menge Vitamine, sondern man kann die tollsten Dinge daraus machen. Deshalb war ich auch richtig happy, als mir meine liebe Nachbarin gestern ein Kilo aus dem eigenen Garten brachte. Sofort habe ich mich an die Verarbeitung gemacht, denn leckere Dinge kochen und backen ist für mich ein großer Spaß. Heute erzähle ich dir, was du aus den Roten Johannisbeeren so machen kannst.

Kuchen aus Roten Johannisbeeren

Mein allerliebster Lieblingskuchen ist der „Träubles-Kuchen“, wie er im Schwäbischen heißt. Diese Variante ist der Knaller, das verspreche ich dir. Der Kuchen ist etwas aufwendiger zu backen, lohnt sich aber auf jeden Fall und ist auch für Backanfänger geeignet.

Als erstes machst du einen Mürbteig aus 200 g kalter Butter, 80 g Puderzucker, einem Ei, 40 g gemahlenen Mandeln, 300 g Mehl und einem viertel TL Salz. Den knetest du mit den Händen zu einem Ball und legst ihn eingewickelt in Frischhaltefolie in den Kühlschrank. Ist er ganz fest, holst du hin raus und lässt ihn fünf Minuten liegen, dann musst du ihn mit einem Nudelholz ausrollen und in eine runde Backform legen. (Ist ein bisschen frickelig, am besten den Teig auf einem Stück Backpapier ausrollen und mit samt dem Papier über die Form stülpen.)

In der Zwischenzeit röstest du 200 g gemahlene Mandeln im Backofen. Die lässt du abkühlen und streust ein Drittel auf den Kuchenboden. Den Rest vermischst du mit 700 g Johannisbeeren, die du mit der Gabel von den Zweigen schiebst. Darunter kommt 40 g Speisestärke. Als nächstes schlägst du das Eiweiß von acht Eiern steif und lässt 250 g Zucker einrieseln sowie eine Prise Salz. Zweidrittel des Eischnees kommt unter die Johannisbeeren, diese Masse gibst du in die Kuchenform. Der Rest des Eischnees kommt oben drauf.

Rote Johannisbeeren

Nun backst du den Kuchen bei 200 Grad Unter- und Oberhitze 70 Minuten, aber nach 30 Minuten legst du ein Stück Backpapier auf den Kuchen, damit er oben nicht zu dunkel wird. Schau einfach immer mal wieder nach und nimm ihn sonst ein wenig früher raus.

Das himmlische Rezept habe ich aus dem Backbuch Anniks Lieblingskuchen (Affiliate Link) von Annik Wecker.

Rote Johannisbeere: Apfelmus

Die wunderbare Nachbarin hat mir dazu noch ein Kilo Äpfel vorbei gebracht, also habe ich diese geschält, entkernt und dann in den Topf geschmissen. Dazu habe ich noch drei Handvoll Rote Johannisbeeren und etwas Wasser gegeben, sodass die Früchte knapp bedeckt waren.

Außerdem kam noch der Saft einer halben Zitrone und ein TL Zimt dazu und weil Äpfel und Rote Johannisbeeren etwas säuerlich sind, noch ca. 50 ml Lebkuchensirup. Kurz aufkochen und pürieren – fertig war das köstliche Apfelmus. Das gab es dann zum Mittagessen zusammen mit einer neuen Rezeptidee. Polenta-Ecken wurden mit Rosmarin in der Pfanne angebraten, das passte vorzüglich.

Infused Water mit Roten Johannisbeeren

Infused Water ist einfach Wasser, in das du Obst hinein gibts. Das Obst aromatisiert das Wasser leicht, was vor allem im Sommer super erfrischend schmeckt. Dafür schüttest du einfach eine Handvoll Rote Johannisbeeren in eine Karaffe mit Wasser und steckst noch einen Zweig Minze dazu, ein paar Eiswürfeln hinein und fertig ist der gesunde Sommerdrink!

Rote Johannisbeeren: Marmelade

Super lecker ist auch selbstgemachte Marmelade. Das Abzupfen der kleinen Beeren geht schnell, wenn du sie einfach mit einer Gabel von den Zweigen streichst. Auf ein Kilo Früchte nehme ich 500 g Gelierzucker. Zusammen kommt es in einen Topf und je nach Lust und Laune tue ich Rosmarin oder Minze mit hinein. Aufkochen und nach fünf Minuten die Probe machen: nimm etwas von der Flüssigkeit auf einen großen Löffel und puste drüber. Wird es dickflüssig, ist die Marmelade fertig. Sonst muss sie noch ein wenig kochen. Wenn du keine Stücke magst, musst du die Flüssigkeit noch pürieren oder durch ein Sieb geben. Die fertige Marmelade kippst du anschließend in mit heißem Wasser ausgespülte Gläser, drehst die Gläser zu und dann um. Abkühlen lassen, Kleber drauf – Ready! Wenn du diese Marmelade dann auf einen frisch gebackenen Hefezopf streichst, ist das ein Genuss für die Götter.

Rote Johannisbeere: Sirup

Für Sirup kochst du 150 ml Wasser mit 100 g Zucker auf und gibst anschließend 100 Gramm Rote Johannisbeeren dazu. Noch einmal aufkochen und dann drei Stunden ziehen lassen. Durchpürieren und durch ein Sieb schütten. Dann in einer verschließbaren Flasche im Kühlschrank aufbewahren. Den Sirup kannst du im Verhältnis 1:10 mit Mineralwasser zu einer leckeren Schorle mischen oder mit Mascarpone, Quark und Yoghurt zu einem feinen Dessert verrühren.

Du siehst, mit Roten Johannisbeeren lassen sich wahre Köstlichkeiten zaubern. Du kannst sie auch in Joghurt rühren, einen Smoothie mixen oder einen Drink mischen. Zum Beispiel ist ein Spritz besonders fein, wenn du zu Prosecco einen Spritzer Johannisbeer-Sirup oder den Saft der Roten Johannisbeeren gibst. Dann kommen fürs Auge noch ein paar Beeren sowie ein Zweig Rosmarin ins Glas. Für die alkoholfreie Variante ersetzt du den Prosecco durch Sprite.

Rote Johannisbeeren Spritz

Und jetzt wünsche ich dir einen schönen Sommer und guten Appetit beim Beerenschmaus. Wenn die diese ganze Back- und Kocherei zu aufwendig ist, iss die Beeren einfach so, ganz pur.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Mehr von Heute ist Musik? Dann guck doch mal bei Facebook vorbei. Dort poste ich die Links zu meinem Lieblinstexten anderer BloggerInnen oder erzähle einen Schwank aus dem Alltag. Ich freu mich auf dich!

Pin it, Baby!

Wir haben letztes Wochenende Taufe gefeiert und es war wunderschön. Auf Instagram habe ich berichtet, dass ich auch ganz schön erledigt bin, denn das Organisieren war doch eine Menge Arbeit. Aber am Ende hat es sich so sehr gelohnt! Falls du also auch in der nächten Zeit ein Familienfest planst, kannst du vielleicht ein paar unserer Ideen gebrauchen! Wir haben das nämlich so gemacht:

Vorbereitungen und Gottesdienst

Zunächst einmal gab es eine Einladung an unsere Verwandtschaft. Wir haben zwar nur die engsten eingeladen, aber weil Anton so eine große Familie hat, kommen da mal schnell 30 Leute zusammen. Mit den Kindern habe ich also Fische aus Fotokarton ausgeschnitten und mit Farbe und deren Daumen bestempelt. Die gingen dann vor ein paar Wochen in die Post.

Falls du auch eine Tauffeier machst, kannst du dir ein paar schöne Dinge für den Gottesdienst ausdenken. Ich finde es nämlich immer toll, wenn die Feier persönlich ist und etwas mit dem Täufling zu tun hat. Wir haben Oskar katholisch taufen lassen und mit dem Pfarrer ein paar Dinge vorher per Email besprochen. Ich habe drei schöne Lieder ausgesucht, die nicht zu schwer zu singen und eher bekannt sind (sonst singt hinterher keiner mit, du weißt schon…). Auch Gebete und Segenswünsche durfte ich selber auswählen und eine Holzscheibe für Oskar gestalten, die nun in der Kirche aufgehängt wird. Wir haben ein Liedblättchen gemacht und ich habe eine kleine Rede vorbereitet. Vielleicht inspiriert sie dich ein wenig, darum füge ich sie hier ein:

Rede für den Gottesdienst

Heute lassen wir unseren lieben Oskar taufen. Und natürlich haben wir uns über den Grund und den Sinn dieses Sakraments Gedanken gemacht. Warum ist uns die Taufe unseres Kindes wichtig?

Abgesehen davon, dass ich selber katholisch bin, an Gott glaube und das an meine Kinder weitergeben möchte, ist mir etwas in den Sinn gekommen. Ich bin ein Mensch, der oft Heimweh hat, schon als ich klein war, war das so. Vielleicht kennt ihr Kinder dieses Gefühl und sicher auch einige von den Erwachsenen. Es schnürt einem die Kehle zu und man sehnt sich unglaublich nach zuhause.

Als ich vor vielen Jahren in Wien lebte, um dort zu studieren, da ging es mir so. Ich fühlte mich alleine und wollte zurück nach Hause. Richtig weg getan hat dieses Heimweh. So gebeutelt schlenderte ich durch die Stadt und kam am Stephansdom vorbei, der großen Kirche mitten in Wien. Ich ging in das prächtige Gebäude hinein und setzte mich irgendwo auf die Bank. Es war ruhig und duftete nach Weihrauch. Alles kam mir irgendwie bekannt vor. Früher waren meine Eltern mit uns Kindern oft in der Kirche und diese angenehmen Kühle, der Geruch, das Hallen der Schritte, ein paar Orgelklänge – all das hat sich in mir eingeprägt. Ich habe mich in diesem Moment in dieser Kirche wie zuhause gefühlt und gespürt, dass da ein lieber Gott ist, der mir in traurigen Momenten einen Arm um meine Schulter legt.

Egal, wo ich auch bin auf der Welt, wenn ich eine Kirche betrete, habe ich dieses Gefühl von Heimat in mir. Ja manchmal reicht es sogar, einfach eine Kerze anzuzünden und ein bisschen zu beten. Dafür braucht es nicht einmal eine Kirche, denn eigentlich geht es um Gott.

Dieses nach Hause kommen, dieses Gefühl und dieser Glaube, dass da ein Gott ist, der uns den Arm um die Schulter legt, das möchte ich meinen Kindern mitgeben. Wenn wir also mal alleine oder unglücklich sind, uns nach zuhause sehnen oder große Angst haben, dann können wir in uns hineinspüren und Gott fühlen. Mit der Taufe wollen wir das Leben feiern, das Gott uns geschenkt hat, und dass Oskar auch sein Kind ist.

Zum Abschluss möchte ich euch noch etwas erzählen. Als Taufeinladung habe ich zusammen mit den Kindern einen Fisch gebastelt, der eine Glitzerschuppe hat. Ihr Kinder kennt sicher die Geschichte vom Regenbogenfisch. Für mich ist er ein tolles Symbol für uns Menschen als Mitglied einer Gemeinde. Fische schwimmen oft im Schwarm, sie geben sich dadurch Schutz und sind zusammen viel stärker als alleine. Dieser Fisch hier ist aber nicht nur ein kleiner Teil einer Gruppe, sondern er ist auch etwas ganz Besonderes mit seiner wunderschönen Glitzerschuppe. Das wünsche ich meinem kleinen Täufling für sein Leben: Dass er ein Teil einer Gemeinschaft sein kann, die ihn stärkt und unterstützt und hält. Aber er soll auch in all seiner Besonderheit wahrgenommen werden, denn wir Menschen sind nicht alle gleich. Jeder hat seine kleine Glitzerschuppe, die ihn zu etwas ganz Besonderem macht. Damit Menschen froh sein können, brauchen sie die Gemeinschaft, aber auch die Gewissheit, in ihrem individuellen Wesen wahr- und angenommen zu werden. Ich glaube, dass das in einer christlichen Gemeinschaft toll funktionieren kann.

Unser Oskar hat heute etwas zu feiern. Und weil wir so glücklich sind, dass wir ihn haben und ihn heute hier taufen lassen können, haben wir für euch Kinder ein kleines Geschenk mitgebracht. Eine kleine Fischperle, die ihr euch umhängen könnt. Sie soll euch daran erinnern, dass ihr ein Teil einer großen Gemeinschaft, aber auch immer etwas ganz Besonderes seid.

Zum Abschluss habe ich dann Fischperlen (Affiliate Link) verteilt, die die Gottesdienstbesucher und unsere Gäste mit nach Hause nehmen konnten. Die Taufkerze hat Oskars Patenonkel besorgt und wir hatten das Taufkleidchen dabei, das seit Generationen in unserer Familie weitergegeben wird. Meine Mutter hatte ein winziges Blumengesteck besorgt, das wir daran geheftet haben.

Die Feier

Wir hatten schon einen Tag zuvor unsere Terrasse vorbereitet. Drei (von den Nachbarn geliehene) Biertischgarnituren und unsere Terrassenmöbel standen dort, die wir mit weißem Papier bedeckt hatten. Bei einem Gärtner in der Nähe habe ich sechs wunderschöne Wiesensträuße besorgt und außerdem viele kleine Röschen in Crodino-Fläschchen gestellt. Bunte Lampions hingen herab und einige Sonnenschirme spendeten Schatten. Getränke standen im Keller kalt, da habe ich übrigens neben Bier, Sekt und Wein Lillet Wild Berrys und Frosee als Drinks vorbereitet (diesen Tipp hatte ich vom wunderbaren Blog Was für mich. Claudias Familie feierte nämlich eine Woche vorher Taufe.)

Während wir dann am Sonntag in der Kirche waren, kam ein Catering-Service vorbei, der das Essen aufgetischt hat. So konnten wir nach unserer Ankunft gleich essen. Danach gab es ein Kuchenbuffet, für das Omas und Tanten fleißig gebacken haben. Ich hatte einen Tag vorher einen roten Johannisbeerkuchen und einen Marzipantörtchen gemacht.

Gegen späten Nachmittag sind die Gäste abgereist, manche hatten noch eine weitere Reise vor sich. Die Idee, auf der Terrasse zu feiern, war super und zum Glück hat das Wetter mitgespielt. Die Kinder haben den ganzen Tag friedlich gespielt und beim Getränke verteilen kamen Anton und ich mit jedem ins Gespräch. Am Abend waren wir echt erledigt und mir haben die Füße weh getan.

Unsere beiden anderen Kinder haben wir früher getauft, aber durch unseren Umzug und den Familientrubel kam es, dass Oskar nun mit zwei Jahren dran war. Ehrlich gesagt finde ich das auch viel besser, denn mit so einem winzigen Baby war das echt anstrengender. Wenn die Kinder etwas älter sind, macht es doch irgendwie mehr Spaß. Und falls du deine Kinder gar nicht taufen lässt, wäre doch sicher ein anderer schöner Anlass da, um mal wieder zu feiern. Am Ende lohnt sich die Mühe immer, denn dieser Tag sitzt wie eine leuchtende Perle in unseren Herzen und alle erinnern sich gerne daran.

Jetzt lege ich erst einmal noch die Füße hoch und erhole mich. Denn nächste Woche gehts weiter mit der Feierei. Jimmy wird sieben und erwartet ein Fußball-Sommermärchen.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Für mehr Heute ist Musik kannst du ganz einfach auf der Facebookseite auf „Gefällt mir“ klicken oder den Blog abonnieren (hier auf der rechten Seite). Dann gibts noch dem fabelhaften Newsletter (ebenfalls rechts zu abonnieren) und einen Instagram-Kanal für mehr Glitzer im Mama-Alltag. Ich freue mich auf dich!

Eigentlich müssten wir es besser wissen, vor allem ich, die doch immer so gut planen kann! Aber dann stehen sie da, im Kalender: die Ferien. Als hätte sie über Nacht ein kleiner Gnom in meinen Kalender gepinselt. Und tatsächlich steigen die Ferientage im Laufe des Jahres proportional mit den Temperaturen. Nun haben wir also Pfingstferien und ich wage nicht, an den Sommer zu denken. Ein Schulkind bleibt ganze sechs Wochen zuhause, das wird mir erst jetzt so langsam bewusst.

Unser Ferien-Alltag

Jedenfalls sitze ich dann eines Tages mit allen drei Kindern da, die sich so einer nach dem anderen aus dem Bett gepult haben. Um halb sieben, versteht sich. Nach einem kleinen Frühstück (es gibt Schokocreme, weil es in den Ferien immer Schokocreme gibt) bekundet der erste seine Langeweile, die zweite möchte zur Freundin gehen. Leider sind wirklich alle um uns rum im Urlaub, die Nachbarschaft ist total verwaist. Ich wische die Schokocreme von Tisch, Stuhl und Lichtschalter und kehre Krümel auf. Nach einer kleinen Runde Kartenspiel, bei der Oskar nicht mitmachen kann, weil er zu klein ist und aus diesem Grund die Karten erst mopst und dann zusammenknickt, muss ich die wütende Bande befrieden. Ich überlege, ob ich meinen Joker jetzt schon ziehe, entschließe aber, das Gerät mit den Kinderliedern (die Räder vom Bus, du weißt schon) für später aufzubewahren. Dann widme ich mich dem Haushalt und denke darüber nach, wie ich meinen Zeitungsartikel heute noch fertig schreiben kann, den ich morgen abgeben muss.

Nachdem ich dann Wäsche gefaltet, vier handfeste Streitereien zwischen Jimmy und Luise gelöst und zwei Mal einen Schrei losgelassen habe, gehen wir eine Runde raus. Aber auch da wird die Stimmung nicht besser. Ich spendiere ein Eis und überlege, was es heute zum Mittagessen gibt. Nudeln mit Tomatensoße steht auf dem Plan und nach dem Verzehr putze ich zum zweiten Mal an diesem Tag Tisch, Stühle und Lichtschalter.

Oskar flippt nun aus, weil er müde ist, sich aber nicht hinlegen möchte. Während ich ihn zu überreden versuche und grübele, wieso das bei der Tagesmutter immer so schnell klappt, schlafe ich selbst ein wenig ein. Zwischendrin platzen die Großen rein und zwar immer dann, wenn Oskar gerade seine Äuglein geschlossen hat. Mittlerweile kann ich das Wort „Mamaa“ nicht mehr hören.

Luise ist es wieder langweilig, zum zwanzigsten Mal an diesem Tag, sie will mit einer Freundin spielen. Ich telefoniere die Kindergartengruppe durch und juchu, ein Mädchen hat Zeit. Sie wird von ihrem Vater gebracht und ich möchte eine halbe Stunde an den Computer, um die Mails zu checken. Aber alle fünf Minuten stehen nun zwei kleine Damen neben mir. Sie haben erst Hunger, dann Durst. Dann soll ich die Playmobil-Rutsche aufbauen, dann die Verkleidungskiste vom Schrank holen. Dann ärgert Jimmy die beiden und das Besuchskind weint. Mein Puls geht schneller und das ist einer der Momente, in denen ich Anton beneide. Der sitzt in einem ruhigen Büroräumchen und kann wenigstens eine Sache nach der anderen abarbeiten. Ich habe weder die Wäsche fertig noch aufgeräumt, dafür aber mittlerweile vier unzufriedene Kinder um mich herum, denn Oskar ist wach und mäßig gelaunt. Jetzt kommt das Endgerät auf den Tisch, die fatalen Folgen eines Gehirnschadens bei Kleinkindern durch sinnlose Videos über Kittens, die ihre Nittens verlieren, sind mir nun völlig egal. Es geht ums Überleben!

Habe ich schon einmal gesagt, dass ich diesen Haushalt und all seine Pflichten nervig finde? Besonders ätzend ist es aber, wenn mich die Kinder nebenher davon abhalten. Dann lass ich Wäsche Wäsche sein und biete dafür ein kleines Programm: Wasserfarben malen auf dem Balkon, Bügelperlen stecken und mit den Jungs Ball spielen. So verdaddeln wir den Nachmittag und nie fühlt sich ein Tag mehr wie Kaugummi an als in den Kindergarten- und Schulferien. Morgen ist Anton mit Kind und Kegel an der Reihe. Achso, habe ich erwähnt, dass ich den Armen nach einem solchen Tag grundsätzlich ankeife? Einen Grund dafür zu finden ist mir ein leichtes, dieses Mal entscheide ich mich für den Klassiker: „Wieso bist du so spät?“

Ich weiß nicht, ich kann mich mit dem Gedanken, dass Schule und Kindergarten geschlossen sind, beim besten Willen nicht anfreunden. Schön ist natürlich, dass wir mal ein paar Dinge unternehmen können. Morgen zum Beispiel wollen wir in den Märchengarten gehen, einen Ausflug in den Freizeitpark wäre toll und wir könnten mal wieder auf den Bauernhof. Aber auch wenn Kinderbetreuungseinrichtungen pausieren, geht der Alltag mit Haushalt, Job und Erledigungen für mich weiter. Last but not least brauche ich einfach mal Zeit für mich sowie eine kleine Belohnung für all die Mühen und offenen Ohren. Falls dir das auch so geht, verrate ich dir nun zwei kleine Rezepte für eine extra gute Mama- oder Papapause:

Cold brew coffee

Dafür fülle ich 200 g Kaffeepulver  mit einem Liter Wasser auf und lasse dieses Gebräu einen Tag stehen. Dann siebe ich das Pulver mit einem feinen Sieb ab und stell die Kanne mit dem Kaffee in den Kühlschrank. Für den perfekten Kaffeegenuss fülle ich eine kleine Menge in einen Becher, gebe Eiswürfel dazu, Milch oder einen Löffel Vanilleeis. Das Rezept habe ich übrigens von Miris tollem Blog Leckerleckerliese.

Kokos-Shortbread (vegan)

Für diese kleine Leckerei vermische ich 70 g Puderzucker mit 120 g Kokosmus (aus der Drogerie) und gebe noch drei EL Kakaopulver dazu. Das ganze mit den Fingern verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt als Ball in den Kühlschrank legen. Nach einer halben Stunde rausnehmen und auf einem Blech zu einem 1 cm dicken Kreis ausrollen. Mit der Gabel Löcher reinpieksen und mit Salz betreuen, dann eine halbe Stunde bei 160 Grad Ober- und Unterhitze im Backofen backen.

So setze ich mich nach dem Mittagessen und am späten Nachmittag für jeweils 15 Minuten auf die Bank vor dem Haus, verkünde den Kindern, dass ich für diese Weile nicht ansprechbar bin und genieße meinen Kaffee und einen Haps Shortbread sowie wahlweise meinen Instagramfeed oder eine Zeitung.

Falls es dir so geht wie mir, kann ich dir nur empfehlen, das gleiche zu tun. Nach außen scheint das mit den Kindern alles ganz easy zu sein, aber in Wahrheit ist es Schwerstarbeit. Und wer schwer arbeitet, muss auch viele Pausen machen!

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura

Lust auf viele tolle Blog-Texte? Ich sammle feine Artikel anderer Elternblogger und verlinke sie auf der Facebookseite. Schau doch mal vorbei, es gibt so viele gute Lektüre im Netz. Einfach auf „Gefällt mir“ klicken und nichts mehr verpassen.

Immer wieder stehe ich mittags vor dem Herd und weiß nicht so recht, was ich kochen soll. Probiere ich was Neues aus und gehe das Risiko ein, dass die Kinder nichts essen? Haue ich nur Pommes in den Ofen und habe eine satte Mannschaft? Ich habe schon oft über meine etwas schleckigen Kinder geschrieben, die sich am liebsten von Ketchup, Schokocreme und Eis ernähren würden, und zwar in dieser Reihenfolge. Der eine isst ausschließlich Paprika und Tomaten, die andere Gurken und Möhren. Sie haben kaum gemeinsame Vorlieben und gieren schon nach dem Verzehr einer halben Kartoffel nach Nachtisch. Der Kleine isst alles, ich habe aber genug Erfahrung um zu wissen, dass sich das von jetzt auf gleich ändern kann.

Damit diese Grübelei ein Ende hat, habe ich mir den endlosen Speiseplan ausgedacht. Zugegeben, das ist kein wirklich neues Konzept, aber für mich ist es dennoch eine Revolution. So wie bei meinem Kleiderschrankprojekt habe ich nämlich auch in der Küche gemerkt, dass zu viel Auswahl lähmen kann. Nun gibt es also fünf Gerichte in verschiedenen Variationen und das stelle ich dir jetzt vor!

Montag: Nudel – der Klassiker

Das Lieblingsessen aller Kinder: Nudeln mit Soße. Die Grundvariation sind tatsächlich Nudeln mit Tomatensoße. Für die Soße brate ich Zwiebeln an, gebe Tomatenmark und Zucker dazu und röste alles kurz durch. Dann kommt dazu eine Flasche passierte Tomaten. Das koche ich abermals auf und würze es anschließend mit Salz, Pfeffer, Oregano, Petersilie. Am Ende kommt noch ein Schuss Sahne oder Frischkäse dazu. (Hier findest du ein genaueres Rezept für die Tomatensoße)

Alternative 1: Zu den Zwiebeln hobele ich Karotte oder Zucchini, dann gibts noch ein paar Vitamine oben drauf

Alternative 2: Zu den Zwiebeln gebe ich Hackfleisch , dann wird es eine Bolognese

Alternative 3: Die Nudeln kommen nach dem Kochen noch leicht Aldente in eine Auflaufform, die Soße in Variation 1, 2 oder 3 gebe ich darüber und bestreue das Ganze mit geriebenem Käse oder lege Mozzarella drauf. Das backt dann 30 Minuten bei 150 Grad im Ofen – fertig ist der Nudelauflauf.

Wem das Ganze dann langweilig wird, der macht eine Lasagne oder Spaghetti Carbonara.

Zum Vorbereiten: damit das Essen schneller auf dem Tisch steht, kannst du die Tomatensoße in großer Portion kochen und in der Glasflasche einfrieren. So hast du dieses Gericht und seine Variationen immer parat.

Dienstag: Suppenkasper

Hier kommt die extra Portion Gemüse, die du auf diese Weise ohne viel Gemecker in die Kinder hineinschummeln kannst. Für die Suppe brate ich Zwiebeln an und gebe ein paar klein geschnittene Kartoffeln, ein paar Möhren, ein Stück Sellerie und etwas Zucchini dazu, brate alles kurz an, fülle es mit Brühe auf und lasse es 20 Minuten köcheln. Dann püriere ich alles durch und schmecke es mit Salz, Pfeffer, Sahne oder Frischkäse und Kräutern ab. Dazu gibt es Wienerle in kleinen Stücken. Hier findest du unter „Wintersuppe“ ein ausführlicheres Rezept.

Alternative 1: ein paar Kartoffeln, dazu ein Broccoli, alles pürieren und abschmecken wie vorher. Als Beilage gibt es Buchstabennudeln

Alternative 2: ein paar Kartoffeln und Blumenkohl, alles pürieren und abschmecken wie vorher. Als Beilage gibt es geröstete Schinkenwürfel

Alternative 3: ein paar Kartoffeln und Erbsen, alles pürieren und abschmecken wie vorger. Als Beilage gibt es Backerbsen

Zum Vorbereiten: auch die Suppe lässt sich in großen Mengen kochen und dann portionsweise einfrieren.

Mittwoch: Pizza

Grundlage hierfür ist der Pizzateig. Für den brauchst du

  • 300 Gramm (Dinkel-)Mehl
  • ca. 150 Gramm Wasser
  • 2-3 EL Olivenöl
  • frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • Zucker/Salz

Alle Zutaten in die Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken durchkneten lassen. (Die frische Hefe vorher in einem Teil der 150 Gramm Wasser auflösen und mit der Gabel verrühren, dazugeben). Ist der Teig zu nass, etwas Mehl einstreuen. Ist er zu trocken, einen kleinen Schuss Öl dazu geben. Dann lässt du ihn mit etwas Mehl bestreut eine halbe bis ganze Stunde an einem warmen Ort (oder im Ofen bei 50 Grad) gehen, rollst ihn dann aus und legst ihn in eine runde Kuchen- oder eine Quicheform.

Außerdem machst du eine Tomatensugo aus passierten Tomaten, Salz, Pfeffer und Gewürzen. Daraus mache ich dann zum Beispiel eine Pizza, die ich für Jimmy mit Paprika und Käse belege, Luise mag nur Tomaten. Für mich kommen Sardellen, Gemüse nach Vorrat und Kapern drauf.

Als Alternative 1 mache ich aus dem Pizzateig einen Lauchkuchen.

Als Alternative 2 mache ich aus dem Teig einen Flammkuchen, bestreiche ihn mit Creme Fraiche und gebe Speckwürfel und Zwiebeln drauf (oder Spargel wie auf dem Foto)

Als Alternative 3 mache ich eine Pizzarolle. Alles wie im Grundlagenrezept, die Pizza anschließend zu einer Rolle wickeln und zu einem Kreis zusammenlegen.

Als Alternative 4 mache ich eine Quiche mit Zwiebeln und Ei.

Zum Vorbereiten: den Pizzateig herzustellen ist wirklich super easy. Und du kannst auch diesen selbstgemachten Teig einfrieren. Lass ihn dafür nicht gehen, sondern pack ihn in eine Tüte und lege ihn in die Gefriertruhe.

Zwiebelkuchen

Donnerstag: Reis oder Linsen

Für Reis hätte ich natürlich die tollsten Ideen mit vielen asiatischen Zutaten, aber da machen meine Kinder leider nicht mit. Also gibt es Risi Bisi, Reis mit Erbsen und Mais, Chilli con Carne (hier ist das Rezept) oder angebratenen Reis mit Eiern. Zu meiner Schande gestehe ich, dass sich Jimmy und Luise grundsätzlich Ketchup über den Reis hauen. Damit das dann nicht langweilig wird, variieren wir mit Linsen. Die sind natürlich am besten als Linsen mit Saitenwürstchen und Spätzle (hier ist ein Rezept). Ich esse aber auch gerne rote Linsen mit diversem Gemüse, Sojasprossen und Kokosmilch. Und dann gibts da noch mein super tolles Kinder-Risotto mit Tomaten und Basilikum. Hier findest du das Rezept.

Freitag: Mehlspeise

Freitag ist der Tag, an dem die Kinder strahlend aus Schule und Kindergarten kommen weil sie wissen, dass es Pfannkuchen gibt. Ich belege meinen mit Käse und Kräutern, die Kinder bekommen Schokocreme. Dafür müssen sie als Nachtisch Rohkost essen, freitags ist eben Gegenteiltag. Wenn uns die Pfannkuchen mal nerven, gibt es zur Abwechslung selbstgemachte Dampfnudeln mit Vanillesoße, Kaiserschmarrn oder Pancakes mit Ahornsirup. Für den Pfannkuchenteig vermische ich 200 g Mehl, 250 ml Milch, drei Eier, etwas Salz und backe den Pfannkuchen dann dünn in etwas Butterschmalz aus (Achtung, der erste gelingt nie!). Weil kein Zucker drin ist, kannst du ihn auch herzhaft essen.

Vielleicht hast du ja Glück und deine Kinder sind etwas experimentierfreudiger als meine. Mir ist diese gewisse Eintönigkeit zur Zeit sogar ganz recht, denn dann muss ich mir schon nicht so viel überlegen. Dank eingefrorener Sugo, Pizzateig und Suppe sowie meinem Vorrat, in dem immer Linsen, Reis und Nudeln zu finden sind, habe ich das Mittagessensproblem bei uns gelöst. Sicher kommt eine Zeit, in der die Kinder wieder mehr essen und Neues ausprobieren. Ich finde die Rezepte aber so wandlungsfähig, dass man überall neues Gemüse verwenden kann.

Und falls du dir ein paar Kinderkochbücher zulegen möchtest, empfehle ich dir das Yummi Mami-Kochbuch (Affiliate Link) und das Buch Kinder an den Herd (Affiliate Link). Beide habe ich hier und hier besprochen, getestet und gemeinsam mit Jimmy und Luise durchgekocht. Bei meiner Bloggerkollegin Kerstin gibts auf dem Blog TagausTagein außerdem ebenfalls regelmäßig Wochenpläne. Klick dich einfach mal rüber!

Nun wünsche ich dir guten Appetit und viel Spaß beim Essen mit den Kindern.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Mehr von Heute ist Musik! Wenn du Lust hast, öfter Beiträge zu lesen, dann abonniere doch den Blog (rechts in der Sidebar) oder klick auf meiner Facebook-Seite auf Gefällt mir. Dort poste ich neben Artikeln noch viele lesenswerte Texte anderer Blogger, erzähle ein bisschen aus dem Alltag und veranstalte ab und zu Gewinnspiele. Ich freu mich auf dich!

Morgens muss es schnell gehen, trifft das auch auf dich zu? Besonders mit Kindern ist es hin und wieder ein ziemliches Chaos und ich selber bin für jede Erleichterung am Morgen offen. In diesem Text habe ich mal über den Stress geschrieben, der hier aufkommt, wenn wir uns alle fertig machen. Es gab viel Resonanz, weil es einer Menge Eltern ziemlich bekannt vorkam. Mittlerweile läuft es sogar ein wenig geschmeidiger, und ich möchte dir heute ein paar Rezepte mitgeben. Wenn nämlich das Frühstück schon einmal präpariert ist, nimmt das eine Menge Arbeit ab. Übrigens lautet ein weiterer guter Tipp: Klamotten rauslegen. Und weil ich das abends oft vergesse, mache ich es schon am Sonntag für die ganze Woche. Wir haben im Wohnzimmer eine Kiste, in die lege ich für jedes Kind fünf Pakete mit Kleidung. Nach dem Frühstück bekommt jeder sein Paket und darf sich dann alleine oder mit Hilfe anziehen. Außerdem hat mir die Zahnärztin gesagt, dass Jimmy und Luise mit fünf und fast sieben Jahren alt genug sind, um sich morgens selbst die Zähne zu putzen. Wir haben zwei kleine Handzahnbürsten gekauft und die stehen nun unten im Gäste-WG. Eine kleine Sanduhr ist auch dabei und die beiden machen das nun selbstständig. Abends putze ich mit der elektrischen Bürste gründlich, das sollte reichen.

Overnight Oats

Dieses geniale Müsli schmeckt uns allen richtig gut. Ich bereite es einfach am Abend vorher zu: für eine Person nehme ich eine Schüssel oder ein breites Marmeladenglas und fülle es mit vier EL Haferflocken. Darauf kommt ein EL Leinsamen, ein EL Rosinen und ein EL Sonnenblumenkerne. Ich schneide noch Obst dazu, zum Beispiel einen halben Apfel in kleinen Stücken, etwas Banane oder Mango. Darüber kommt etwas Zimt, ein EL griechischer Joghurt und 150 ml Milch. Mit einem Deckel oder einem umgedrehten Teller bedeckt stelle ich das Ganze in den Kühlschrank, wo es über Nacht einweicht. Das Tolle an diesem Frühstück ist, dass du verschiedene Cerialien, Nüsse, Trockenfrüchte oder Obst nehmen kannst. Gewürze deiner Wahl, etwas Fruchtmus oder Quark – rein kommt, was dir oder deinen Kindern schmeckt. Damit das Schulkind seine Freude hat, schütte ich ihm noch ein paar Buchstabenstreusel oben drauf.

Grüner Smoothie

Auch diesen Smoothie kannst du schon am Vorabend präparieren. Wegen des Matcha-Pulvers aus Teeextrakt ist es ein Frühstück für Erwachsene, aber dafür ein total leckeres. Für eine Person püriere ich eine Banane, einen EL Kokosmus (gibts im Drogeriemarkt), ein paar Blätter Minze, einen EL Zitronensaft, eine Handvoll Babyspinat, zwei TL Matchapulver und eine Prise Salz. Ist sehr sättigend und schmeckt richtig, richtig gut. Im Prinzip könntest du es für die Kinder ohne das Matcha-Pulver zubereiten, meine Kinder würden so einen grünen Saft aber aus Prinzip ablehnen.

Mango Lassi

Wir sind alle große Mango-Fans. Unser Oskar verputzt mal so eben eine ganze Frucht. Mir gefällt Mango zur Zeit so am besten: du schälst sie mit einem Sparschäler und schneidest das Fleisch rund um den Kern ab. Gib alles in ein hohes Gefäß und fülle drei EL griechischen Joghurt dazu sowie einen Schuss Milch. Ich rühre gerne noch den Inhalt einer Passionsfrucht hinein. Alles miteinander pürieren und in Gläser füllen. Eine Mango reicht für zwei große Lassis.

Gemütliche Morgenroutinen

Ich finde, wenn der Morgen gut startet, gibt uns das allen viel Energie. Andersrum gehen wir alle schlecht gelaunt aus dem Haus und das gibt es bei uns natürlich genauso oft wie in anderen Familien. Meist habe ich dann Ärger mit den Kindern, weil sie so langsam sind, sich nicht anziehen wollen oder nur rumtrödeln. Kommt dir das bekannt vor? Dann habe ich etwas für dich! Ich lese gerade das Buch „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Gelassen durch die Jahre fünf bis zehn“ und stoße auf geniale Erkenntnisse über das Wesen meiner Kinder. Nächste Woche gibts hier eine kleine Rezension und du kannst ein Exemplar gewinnen. In jedem Fall geht es mir wie so vielen anderen Eltern auch: dieses Buch verändert unsere ganze Familie und hilft uns, wie auch die kleinen Rezepte hier, dass unser Morgen harmonischer abläuft.

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura

NEWSLETTER-ALARM! Hast du Lust, alle zwei Wochen eine feine Mail von mir zu bekommen? Dann abonniere doch den Newsletter! Das kannst du ganz einfach rechts in der Sidebar. Post gibts dann jeden zweiten Mittwoch und du verpasst nicht mehr, was hier so vor sich geht, kannst dich durch die Beiträge klicken, die dich interessieren oder ein paar neue Blogs entdecken. Es gibt Buchempfehlungen und Familientipps, die sich bei uns bewährt haben. Ich würde mich freuen…

So gut möchte ich es auch mal haben

Folgende Szene spielt sich in vielen Familien-Haushalten ab: am frühen Abend kommt der Papa von der Arbeit nach Hause und tritt ins Wohnzimmer. Auf dem Tisch stapeln sich Kaffeetassen und Kuchenteller. Kekskrümel sind verstreut und im Kinderzimmer wird eifrig Lego gebaut. Auf dem Sofa sitzen zwei Mütter, eine davon ist des Papas Frau. Er zieht sich die Schuhe aus, hängt den Mantel auf und sagt:

„So gut möchte ich es auch mal haben. Den ganzen Tag Kaffee trinken und quatschen, während die Kids friedlich spielen!“

Wenn du wüsstest…

Warum die beiden Damen dem Herrn Papa nach dieser Aussage am liebsten die Kuchenschaufel über den Schädel ziehen möchten, danach die Kinder zum Aufräumen ermahnen, die eine dann unter lautem Wutgeheul der Tochter Trinkflasche, Kuschelpony, Lätzchen und Schnuller zusammensammelt und sich auf den Heimweg macht, während die andere Mutter die Spuren der Tortenschlacht beseitigt und ihre Nerven beruhigen muss, erzähle ich dir jetzt!

Als ich noch keine Kinder hatte, dachte ich wie dieser Herr Papa. Aber nun bin ich schlauer. Spiele-Dates mit anderen Müttern samt ihrer kleinen Kinder klingen famos. In Gedanken sah ich mich auf dem Balkon sitzen, einen schaumigen Milchkaffee in der Hand, eventuell ein Gläschen Prosecco daneben, lecker Törtchen auf dem Teller und eine sympathische Frau, mit der ich mich bestens über angesagte Themen aus Gesellschaft, Politik, Musikszene und Literatur unterhalten kann. Währenddessen spielen die beiden kleinen Mädchen herzallerliebst mit dem Puppenhaus und verkleiden sich als Prinzessinnen.

Die Wahrheit über Spiele-Dates

Die Wahrheit sieht anders aus. Spiele-Dates sind meistens purer Horror und ich bin danach so platt wie eine Flunder. Meine Ohren klingeln und ich habe das dringende Bedürfnis, mich für drei Tage in ein buddhistisches Schweigekloster zu beamen. Meist liegt das an folgenden drei Punkten, die entweder geballt, einzeln oder miteinander kombinierbar auftreten:

Die beiden Mädchen, knappe drei Jahre alt, verstehen sich im Kindergarten bestens. Aber hier und heute hauen sie sich die Köpfe ein. Meine eigene Tochter möchte keinesfalls das Kuschelpony verleihen und die kleine Freundin darf nicht mit den Puppen, dem Playmobil oder den Autos spielen. Das Gastkind weint und nimmt das Pony trotzdem, die eigene Tochter schlägt zu, das Gastkind weint noch mehr. Die Gastmutter mischt sich ein. Alle schimpfen, weinen, schlichten, drohen und erklären wild durcheinander. Nach einer Stunde haben wir die Kinder so weit, dass sie wieder spielen. Jeder für sich und möglichst weit voneinander entfernt. Eine halbe Stunde, bevor die Gäste gehen müssen, vertragen sich die beiden Damen auf magische Weise wieder und können sich von da an nicht mehr voneinander trennen.

Die Gastmutter, die sich beim Smalltalk vor den Kindergartentüren als sehr freundlich erwies, zeigt hier an diesem Nachmittag ihr wahres Gesicht. Ihre Welt dreht sich einzig und alleine um Kind und Kegel. In stundenlangen Ausführungen beschreibt sie das Schlaf-, Ess- und Trotzverhalten ihrer Tochter, erzählt eine Stunde von allen Einzelheiten rund um Schwangerschaft und Geburt und berichtet on top von allen bisher durchgemachten Erkältungskrankheiten. Während ich mich bemühe, ihren Ausführungen über Arnika-Globuli und Einschlafbegleitung zu folgen, spielen die Mädchen auf dem Glockenspiel in Endlosschleife die Tonleiter, hören eine Bibi&Tina-Cd und singen dazu „In der Weihnachtsbäckerei“. Meine Ohren bluten und mein Puls rast, denn während die Gastmutter sich um ihr Leben quatscht, trinke ich einen Kaffee nach dem anderen.

Es ist jedes Mal wieder ein Erlebnis, wie zwei kleine Mädchen die Bude in eineinhalb Stunden in ein solches Chaos verwandeln können. Weil sie anfangs nicht so weit weg von den Mamas spielen möchten, schleppen sie das halbe Inventar ins Wohnzimmer, kippen dort Legokisten aus und holen den CD-Player samt siebzehn Kinder-Cds hervor. Gegen später verteilen sie die andere Inventar-Hälfte im Kinderzimmer. In der Küche herrscht ein ähnliches Bild: Dort wird Kuchen gegessen und jedes Stück zur Hälfte liegen gelassen. Das Gastkind wollte außerdem Apfelschnitze essen, mochte dann aber die Schale nicht. Jeder hatte ein Glas mit Wasser, zwei davon sind umgefallen. Milch wurde aufgeschäumt und als Kinder-Cappuccino gereicht, anschließend jedoch verschmäht. Die Tochter hat sich eine Banane geschält, die Gastmutter ein glutenfreies Hörnchen sowie drei Berliner mitgebracht, deren Marmeladeninhalt es nur zum Teil in die Münder der Mädchen schaffte. Zwei Rollen Küchenpapier, zwei Stofflätzchen und ein Lappen zum Aufwischen runden die Szene ab.

Niemals nach Hause einladen

Seit einigen Jahren weiß ich nun, dass Spiele-Dates nichts, aber auch rein gar nichts mit ruhigen Nachmittagen gemeinsam haben. Viel mehr weiß ich, dass man auf keinen Fall Bastelangebote mit Wasserfarben und Knete macht, sondern lieber erst gar nicht auf die Idee kommt, drinnen zu bleiben. Rausgehen ist viel besser, am besten verabredet man sich direkt im Wald oder auf dem Spielplatz. Und weil das mit dem Prosecco nichts wird, weil ich angeschickert noch weniger gut Streits schlichten und Kaffee ausschenken kann, verschiebe ich den Genuss eines Gläschens lieber auf den Abend, wenn endlich Ruhe herrscht.

Schnelle Vanillekekse

Übrigens ist Futtern immer noch der entspannteste Zeitvertreib. Dann sind die Mädchen beschäftigt und die Gastmutter hat den Mund voll. Daher habe ich für dich ein ganz einfaches Keksrezept, das du in Nullkommamix vorbereiten und kredenzen kannst.

Du nimmt

  • 180 Gramm Butter
  • 80 Gramm Zucker
  • eine Packung Vanillezucker
  • einen halben TL Vanilleextrakt
  • 180 Gramm Mehl
  • 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver

Vermisch das ganze zu einem Knetteig und lagere ihn für eine halbe Stunde im Kühlschrank. Dann stichst du kleine Kugeln ab und legst sie auf ein Backblech. Anschließend mit der Gabel etwas platt drücken und bei 180 Grad 12 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Dazu passt Kinder-Cappuccino mit Marshmallows oben drauf. Es ist dir natürlich erlaubt, deine Milch mit 43-Likör aufzupeppen.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ps.: Übrigens wird es mit älteren Kindern nicht unbedingt besser. Zwar kommen da die Mütter nicht mehr mit, während ich mich aber glücklich schätze und meinen Espresso schlürfe, verstopft meine Tochter still und leise mit ihrer kleinen Kollegin den Abfluss mit Gesichtscreme oder zerknittert munter die Fußballbildchen des Bruders, weil dieser die Freundin zuvor „dumme Nuss“ genannt hat. Meist finde ich am Abend Ponys mit von Haarspray verklebter Miene oder nasse Puppenkleidung unter dem Bett.

Pps.: Mehr von Heute ist Musik! Wenn du Lust hast, öfter Beiträge von uns zu lesen, dann klick doch auf unserer Facebook-Seite auf Gefällt mir. Dort posten wir neben unseren Artikeln auch tolle Texte von KollegInnen und eine ganze Menge Inspiration für deinen Eltern-Alltag!