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Mental Load

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Lisa Harmann und Katharina Nachtsheim sind die Frauen hinter dem größten deutschen Elternblog Stadt Land Mama und haben bereits ein ganz wundervolles Buch für das erste Jahr mit Kind geschrieben. Nun kommt der Nachfolger und richtet sich an alle Mütter, die manchmal das Gefühl haben: Wann habe ich denn endlich mal wieder für mich selbst Zeit? Wow Mom. Der Mama-Mutmacher für mehr ICH in all dem WIR.(Affiliate Link) Lisa und Katharina können vor allem eines: authentisch und wertschätzend über den Familienalltag schreiben. Sie urteilen nicht, sind dafür sehr ehrlich und malen uns kein Traumbild von Mutterschaft. Sie trösten, sprechen Mut zu und kennen all die großen und kleinen Herausforderungen, die auf uns zukommen, wenn wir Kinder bekommen. Das pickepackevolle Buch ist ein Wegweiser für uns alle und neben tollen Texten der beiden gibt es einen grandiosen Berg von Gastbeiträgen. Keine geringeren als Ildikó von Kürthy, Herbert Renz-Polster, Jasmin Gerat, Laura…

Ein Gastbeitrag von Johanna Fröhlich Zapata Stell dir vor, du würdest für deine Care- und Hausarbeit bezahlt: 25.124,39 € – Das ist der Wert, den eine Mutter zweier Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren nach acht Jahren Partnerschaft für ihre Care- und Hausarbeit bei Mindestlohn in Rechnung stellen müsste. Carearbeit ist in unserer Gesellschaft wenig wert. Sie hat keinen Preis.  In den letzten Monaten wurde mir klar, dass gelebter Feminismus nicht in der Krise steckt, sondern im Alltag. Er steckt in den Kinderschuhen. Neben unseren hippen Morgenritualen absolvieren wir Frauen unsere Klimmzugchallenge an der Karriereleiter und übernehmen nebenbei noch die Aufgaben, die unsere Mütter und Großmütter auch schon unbezahlt übernahmen: Die Haus- und Carearbeit. Nebenher. Und dann kommen Leute/Männer/Politiker ums Eck und behaupten: Den Feminismus brauchen wir nicht mehr. Aber Achtung: Die Grundannahme des Feminismus’ ist, dass alle Geschlechter gleichwertig sind und deshalb gleichberechtigt sein sollten. Die tatsächliche…

Juchuu, mein Buch wird schon wieder nachgedruckt und erscheint nun bereits in der vierten Auflage. Zur Feier des Tages schenke ich dir einen exklusiven Auszug aus meinem Buch Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles. Was Eltern gewinnen, wenn sie den Mental Load teilen (Affiliate Link). Nachdem ich im ersten von drei Kapiteln das Mental Load-Problem schildere und im zweiten die persönlichen und privaten Auswirkungen der mentalen Belastung erkläre, geht es im letzten Teil um konkrete Lösungen für uns. Mütter sind deshalb so belastet, weil sie so viel schultern müssen und so lautet der Ausweg, sich die Care-Arbeit und die damit zusammenhängende Denk-Arbeit endlich gerechter mit ihren Partnern zu teilen. Aber zunächst können wir selbst etwas tun, und das gilt ganz besonders für Frauen, die keinen Partner haben oder deren Partner aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, einen Teil der Aufgaben zu übernehmen. Also, los…

Ich bin zurück aus dem Urlaub und freu mich riesig, dass Birthe mir einen so professionellen und inhaltsreichen Text geschrieben hat, der sich mit einem der großen Mental Load-Probleme beschäftigt. Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt werden, ist die: „Wie erkläre ich meinem Partner die mentale Last?“ Denn jede(r) von uns kennt diese immergleichen und wenig zielführenden Schuldzuweisungen. „Ich muss mich hier um alles alleine kümmern“ trifft auf „dir kann man ja gar nichts recht machen.“ Wie also kriegen wir es hin, dem anderen die Last zu schilden, sodass er es versteht und sich nicht angegriffen fühlt? Von Birthe Müller-Rosenau von www.leuchtturm-eltern.de Problem erkannt, Problem gebannt? Wenn das mal immer so einfach wäre. Vielleicht gehörst auch du zu den Mamas, die schon lange wissen, dass sie ein Mental-Load-Problem haben. Vielleicht hast du auch den starken Wunsch, es endlich anzugehen. Endlich mit deinem Partner darüber zu sprechen. Eine faire Lösung…

Wir alle brauchen Pausen ganz dringend, denn nur wenn wir unseren Krug auch mal wieder füllen, können wir aus dem Vollen schöpfen. Daher ist für mich jetzt Zeit für Urlaub und wir sehen und hören uns Mitte September wieder. Denk auch du daran, dich ab und zu rauszunehmen, und sei es nur für eine halbe Stunde zum Lesen oder Ausruhen. Die Ansprüche an uns sind hoch und wir haben sie selber übernommen. Sich gegen die innere Stimme zu wehren, die immer wieder dazu antreibt, die To-do-Listen abzuarbeiten, ist schwierig, das weiß ich aus Erfahrung. Aber Stück für Stück können wir sie ändern und lernen, endlich auch mal lieb zu uns selbst sein zu dürfen. Weil das aber nicht reicht, starten wir die Revolution zuhause und tragen sie in die Welt hinaus. Denn auch in unserer Gesellschaft muss sich etwas ändern, damit Familie und Beruf für Frauen leichter zu vereinen sind,…

Was Frauen wirklich stresst Vielleicht hast du auch schon einmal Fragen wie diese gestellt bekommen: „Wo sind eigentlich die Kinder, wenn du am Wochenende bei deinen Freundinnen bist?“ Oder du wurdest im Büro gefragt, wer auf das Baby aufpasst, als du einige Zeit nach der Geburt wieder in deinen Job einstiegst. Im ganz unangenehmen Fall war die Frage kombiniert mit einer Aussage der Kollegin wie „ich könnte das ja nicht – so früh von meinem Kind getrennt zu sein“. Der Muttermythos – ein künstliches Produkt Mütter müssen bei ihren Kindern und bei ihrer Familie sein, das ist eine weitläufige Auffassung, die aus gutem Grund in Deutschland weit verbreitet ist. Die westdeutsche Nachkriegspolitik der 1950er Jahre förderte die Einverdiener-Ehe, bis heute kommt ein Paar steuerlich dann am besten weg, wenn es verheiratet ist und eine(r) von beiden weitaus mehr verdient als die/der andere. Weil Männer durch Berufswahl, Gender-Paygap und bessere berufliche…

Einige Frauen kennen vielleicht folgende Situation: da stehen sie abends an der Spüle und machen den Abwasch. Ihr Partner will gerade mit den Kindern hochgehen, um sie ins Bett zu bringen, da wirft er ihnen einen zweideutigen Blick zu. „Treffen wir uns nachher oben?“ soll das wohl heißen. Sie aber verdrehen die Augen und denken sich Folgendes: Wenn der wüsste, was ich heute noch zu tun habe! Meine Liste ist lang und wie immer habe ich vieles von dem, was ich heute tun wollte, nicht geschafft. Nachher möchte ich endlich die Mail an den Steuerberater schreiben. Vorher muss ich noch Strümpfe zusammenlegen, denn die Kinder haben kaum noch welche im Schrank. Ich muss noch ein paar Geschenke im Internet bestellen, im Flur die Jacken aufräumen und Seife und Klopapier im Bad auffülllen. Romantik auf der To-do-Liste Natürlich ist er zur Stelle, wenn sie ihn bittet, die Liste mit abzuarbeiten. Aber…

Bei uns in der Grundschule werden zwei Jahrgänge gemeinsam unterrichtet, darum verlässt nach jedem Schuljahr die Hälfte der Kinder den Klassenverband. Zum Abschied gestalten die jüngeren SchülerInnen einen Gruß. Meine Tochter bemalte freiwillig und mit viel Freude zwölf Karten und ich war überrascht, wie viel Mühe sie sich machte. Mein Sohn hatte keine Lust. Ich konnte das gut verstehen, denn ich finde schon, dass das eine hohe Erwartung an die Kinder ist. Wir waren während der Corona-Krise beim Homeschooling so oft aneinandergerasselt, dass ich es jetzt nicht für eine gute Idee hielt, ihn zum Gruß-Karten schreiben zu verdonnern. Keine Lust auf Karten schreiben! Also dachte ich mir eine unkomplizierte Sache aus: Jimmy diktierte mir seinen Lieblingswitz, ich druckte ihn vierzehn Mal aus und dann sollte er die Witze einfach auf die Karten kleben. Auch das war ihm der Mühe nicht wert, generell ergab diese ganze Aktion für ihn keinen Sinn…

Vor einer Weile bat ich auf Instagram um eure Mental Load-Geschichten und Theresa hat mir ihre geschrieben. Ich finde es sehr berührend, wie Theresa (@threetravelkids auf Instagram) erklärt, wie sie immer trauriger wird, und was das mit ihrer To-do-Liste zu tun hat. Ich finde, dass im Text klar wird, wie Eltern manchmal aneinander vorbei reden. Jeder fühlt sich im Stich gelassen, ist hilflos, wird wütend. Theresa schrieb mir: „Man kann da nur gemeinsam raus finden.“ Und da hat sie so Recht! Die mentale Last Hier sitze ich nun heulend und ganz allein. Es ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein. Wie eine Ausgestoßene komme ich mir vor von meiner eigenen Familie. Gestern kam er nach drei Wochen Abwesenheit wieder, mein Ehemann und der Vater meiner drei Kinder. Wir hatten uns sehr auf ihn gefreut, ich hauptsächlich weil ich mir davon Entlastung in einem Alltag…

Mental Load und Denkarbeit neu FAIRteilen Eine Frage der Verantwortung Nach der Geburt unserer Tochter und der beiden Söhne war ich ganz klassisch ein Jahr zuhause und kümmerte mich um die Kinder, machte einen Großteil des Haushalts und organisierte die Familie. Wieso sollte sich mein Mann um den anstehenden Kindergeburtstag kümmern, um Kindergarten-Angelegenheiten, das Zeitungs-Abo oder unsere Bekannten einladen, wenn er in Vollzeit arbeiten ging, fragte ich mich. Gleiches betraf Packlisten für bevorstehende Urlaube oder Ausflüge, den Einkauf oder die Speiseplanung. Während dieser Elternzeit-Jahre bin ich langsam zum Organisations-Genie geworden und hatte unseren Alltag (meist) im Griff, war aber auch immerzu erschöpft. Jedes Mal freute ich mich auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben, aber dort, an meinem Arbeitsplatz, kam ich gedanklich nie richtig an. Immerzu waren meine Gedanken bei den Kindern und bei all den Dingen, die es zu erledigen galt. So sieht es eben aus, das Familien-Leben, aber wieso war…