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Familie & Beruf

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Das Handy, es nimmt schon einen großen Platz in nahezu jeder Familie ein. Und ich bin auch sehr froh um meinen kleinen Computer. Zunächst einmal nutze ich ihn für meine Arbeit. Emails checken, Instagram und Facebook-Seite meines Blogs pflegen, Fotos und Notizen speichern und Infos googlen. Aber auch privat nutze ich es oft und gerne. Es ist es mein Taschenrechner, meine Freundinnen-Standleitung, mein Diktiergerät, meine Uhr und mein Wetterfrosch. Ich höre damit Musik, lasse mich wecken oder mich mit Hörspielen beim Wäsche machen unterhalten.

Immer online

In den letzten Monaten aber war es mehr als nur ein hilfreiches und flexibles Gerät. Es ist mir zur Last geworden. Denn ich hatte es allzeit bei mir, damit ich immer die Uhrzeit weiß, nichts in den sozialen Netzwerken verpasse und dringende Mails beantworten kann. Wenn ich dann guckte, wie viel Uhr es ist, konnte ich auch gleich mal die Nachrichten checken. Upppsi, eine dringende Anfrage einer Kundin, dann mal eben an den Computer. Eigentlich wollte ich aber ursprünglich nur schauen, wie viel Zeit mir noch fürs Schmökern in meinem Lieblingsroman bleibt, bevor die Kinder kommen. Aber weg war die Pause und ich war wieder mit meiner Arbeit beschäftigt.

Oder aber ich googelte schnell das Tomatensoßenrezept fürs Mittagessen und sah dabei eine hitzige Diskussion im Kindergartenchat, in die ich mich dann zehn Minuten vertiefte, obwohl gleich die Kinder mit hungrigen Mäulern vor der Tür stehen würden. Mist, schon klingelte es und ich hatte nicht einmal Nudelwasser aufgesetzt.

Wenn ich ins Bett gehe, habe ich das Handy immer neben mir, um es in der Nacht als Taschenlampe zu benutzen, wenn ein Kind nach mir ruft. Außerdem lasse ich mich damit wecken. So lag es auf meinem Nachttisch und ich zückte es mal eben vor dem Einschlafen und las auf Spiegel Online die Schlagzeile über den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine oder die atomare Bewaffnung der Großmächte – na toll, gute Nacht, kann ich da nur sagen.

Meiner Freiheit beraubt

To make a long story short: das Handy ging mir in der letzten Zeit ziemlich auf die Nerven, hielt mich von der Arbeit an einem Text ab oder vom Spielen mit meinen Kindern, versaute mir das Einschlafen und vergrößerte den Einfluss auf mein Seelenleben. In meiner Mütterkur hatte ich viel Zeit, um über meine Alltagsstressoren nachzudenken und kam schnell darauf, dass das Handy eine große Rolle spielte. Da ich viel mit sozialen Netzwerken arbeite, gibt es immer was zu tun. Hier einen Kommentar beantworten, dort einen Tweet absetzen. Liken, Herzen, Teilen – Social Media ruht niemals. Und dann sind da ja noch die Menschen, die Kritik üben oder auch mal was Gemeines schreiben, damit muss man eben rechnen, wenn man Texte und Bilder im World Wide Web veröffentlicht. Hin und wieder denke ich daran und ab und zu hat mir das schon ganz schön die Stimmung verdorben.

Süchtig nach dem Internet

Es ist tatsächlich eine (kleine) Sucht, die dahinter steckt: wir können nicht mehr ohne das Handy. Und ich mag das Internet ja auch sehr. Ich mag die Fülle an Infos, die Musik der Streaming-Dienste, die vielen lieben Menschen, die meinen Blog lesen und mit denen ich kommuniziere. Ich bin mit tollen Menschen in Kontakt und arbeite mit ihnen zusammen, benutze Online-Tools und verdiene mein Geld mit Social Media-Beratung. Könnte ich da nicht einen Weg finden, das Gute zu nutzen und das Schlechte auszuschließen?

Ein wichtiger Punkt bei diesen Überlegungen ist auch, dass ich ein Vorbild für die Kinder sein möchte. Auch sie werden mal ein Handy besitzen, bei Youtube surfen und stundenlang mit ihren Freunden chatten. Ist alles in einem gewissen Maße auch nicht so schlimm, wenn wir Eltern da ein Auge drauf haben und den Kindern Dinge erlauben, die ihrem Alter entsprechen. Aber ich kann den Kinden kaum Regeln erläutern und von ihnen erwarten, dass es handyfreie Zeiten gibt, wenn ich selber ständig ein Auge darauf habe. Und tatsächlich, wie eine Süchtige stehe ich manchmal hinter der Tür und starre auf den Bildschirm, checke hier was und tippe dort was ein, bin raus aus der echten Welt und nicht mehr richtig da.

Meine neuen Smartphone-Regeln

Also habe ich mir nun ein paar Regeln für mich überlegt, die ich hier niederschreibe, um vielleicht auch dich zu inspirieren. Wie können wir Eltern uns selbst schützen vor der Allgegenwärtigkeit des Internets? Los gehts:

  • ich schalte mein Handy nun jeden Abend um halb neun auf Flugmodus. So bin ich im Notfall nur noch über das Festnetz erreichbar und werde nicht mehr um 22:30 Uhr von wildgewordenen Eltern belästigt, die sich im Fußball-Whatsapp-Chat über das bevorstehende F-Jugend-Turnier unterhalten
  • außerdem komme ich so nicht in Versuchung, kurz vor dem Schlafengehen noch nervenaufreibende Nachrichten zu lesen oder mich mit Streitigkeiten auseinander zu setzen.
  • Ich habe nun eine Uhr am Handgelenk und obwohl das so simpel klingt, ist es für mich eine riesen Erleichterung. Ich brauche mein Handy nicht mehr dauernd, um die Zeit zu überprüfen. Kleiner Schritt, große Wirkung!
  • Ich nehme mir fürs gemütliche Surfen durch meine Lieblingsseiten, Blogs oder Kanäle bewusst Zeit und einen Kaffee dazu, sehe Instagram wie eine Modezeitschrift und klappe das dann irgendwann wieder zu
  • Ich habe mich aus vielen Whats-App-Gruppen ausgeklingt und die Gruppen, die wir für die Kids brauchen, unter Anton und mir aufgeteilt.
  • Auf den Spielplatz nehme ich mein Buch mit und schmökere darin. Nicht, dass ich analog lesen für etwas Besseres halte, aber ich komme viel leichter runter und entspanne, wenn ich EIN Buch habe und nicht die ganze Internetwelt mit ihren hunderttausend Möglichkeiten

So fühlt es sich gut an

Ist gar nicht so leicht, einen guten Umgang mit dem Internet zu finden und auch kein Wunder, denn so lange haben wir diese mobilen Computer ja noch nicht und das muss sich ja erst einmal eingrooven. Ich finde es nicht gut, Smartphones zu verteufeln. Früher haben wir in Zeitungen und Bücher geschaut, nun lesen wir Blogs und Online-Magazine. Aber diesen Suchtfaktor möchte ich nicht verleugnen und damit geht eine gewisse Unfreiheit einher, von der ich mich nicht länger geiseln lassen will. Ich frage mich dann, was ist das Schlimmste, das passiert, wenn ich im Netz eine Zeit lang nicht erreichbar bin? Die ehrliche Antwort lässt mich aufatmen – überhaupt gar nichts Schlimmes nämlich. So lange es den Kindern gut geht und meine Arbeitskollegen meine Festnetznummer haben, geht die Welt nicht unter. Ich aber fühle mich ohne mein Handy wieder viel freier. Und dann nehme ich es mir auch mal wieder gerne her und surfe herum. Denn ohne mein Blog und dich, liebe Leserin oder lieber Leser, wäre ich auch unglücklich. Also lass uns weiterhin in Kontakt bleiben und uns hier treffen. Ich wünsche dir, dass dir das Netz, dein Smartphone und die digitale Welt in erster Linie ein Nutzen ist und Spaß macht, du aber auch wieder lange und intensiv in die richtige Welt eintauchen kannst. Ganz ohne Smileys, Emoticons, Like-Buttons und eine Million Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.

Bleib fröhlich und unperfekt und lass dir vom Smartphone nicht deine Freiheit klauen.

Deine Laura

Im letzten Text habe ich geschrieben, dass ich dieses Jahr keine Lust auf Stress im Advent habe. Das bedeutet auch, dass ich mit den Kindern keine Plätzchen backe. Ich bewundere ja Mütter, die mit Geduld in der Küche stehen und mit Töchtern und Söhnen Teig anrühren, selbigen ausrollen und ausstechen. Mir fehlt leider die Geduld und so habe ich das Plätzchen backen Oma und Opa übertragen.

Weil aber die Kinder hier trotzdem gerne tätig werden wollen, haben wir an diesem Wochenende, als Anton frei hatte, eine Keksparty gemacht. Wir haben nämlich ein neues Spiel mit dem Namen Cookies, das alle begeistert spielen. Dazu haben wir ohne Ofen, Teig anrühren und Sauerei-Fabrizieren kleine Kekshäuser hergestellt. Vom Spiel und vom „Rezept“ möchte ich dir heute erzählen.

Kinderspiel Cookies von HUCH!

Kein Wunder, dass Cookies so beliebt ist. Denn entgegen Brokkoli und Blumenkohl lieben meine Kinder alles, was süß ist. Wenn sich ein Kinderspiel dann um Kekse dreht, sind sie sofort dabei. Aber auch die Ausstattung dieses süßen Kinderspiels ist eine Wucht. Ein kleiner Ofen aus stabilen Pappteilen ist schnell zusammengesteckt und sieht einfach putzig aus. Der 2-jährige Oskar ist mit diesem Spielzeug eigentlich schon zufrieden und schiebt haufenweise Papp-Cookies aufs Blech.

Der richtige Spielablauf geht aber so: das Kind würfelt mit drei Würfeln und darf dann zwei Bleche mit Keksen belegen, allerdings immer nur eine Sorte pro Blech. Sind andere Sorten abgebildet, zieht das Kind mit einer Holzfigur auf einer Pappscheibe entsprechende Schritte voran. Insgesamt darf die Holzfigur vier Mal rund um den Parcour ziehen. Kommt sie das vierte Mal hinten an, haben die kleinen Bäcker verloren. Bis dahin haben sie aber Zeit, vier Bleche mit Keksen in den Ofen zu schieben. Vorher werden sie noch mit den Streuseln bestreut.

Himmlische Kekshäuschen bauen – Rezept

Wir spielen das Spiel ein paar Mal hintereinander, so viel Spaß haben Jimmy und Luise dabei. Aber dann haben wir Lust auf Kekse und die Pferde-Plätzchen von Luise sind schon alle. Also bauen wir kleine Kekshäuser. Dafür haben wir Butterkekse genommen und Zuckerguss aus Zitronensaft und gesiebtem Puderzucker hergestellt. Die Kekse werden von mir mit dem Messer vorsichtig in Form geschnitten: zwei Vorder- und Hinterteile, zwei Seitenteile.

Mit etwas Geduld und Spucke haben wir dann alle Kekskanten mit Zuckerguss bestrichen und sie auf einem weiteren Keks aneinandergeklebt. Am Ende kamen noch zwei ganze Kekse als Dach oben drauf. Diese beiden Dachkekse bekamen auch noch einen Zuckergussanstrich und wurden von den Kindern mit Streuseln verziert. Ein paar Gummibären vor dem Haus – fertig war das kleine Kekshäuschen. Die zauberhafte Idee habe ich vom Blog Minidrops.

Wir waren einen ganzen schönen verregneten Adventssamstag beschäftigt und werden wohl noch ein paar Häuschen für unsere Freunde bauen. Einfach in kleine Papiertütchen einpacken und verschenken – ist mindestens so schön wie ein ganzes Blech selbstgebackener Plätzchen. Falls du trotzdem Lust hast, mit deinen Kinder (oder alleine) zu backen, schau doch mal auf diesen Blogs vorbei. Dort gibt es viele weitere feine Keks-Rezepte:

Simply Lovely Chaos: Schneeflockenkekse

TagausTagein: Rainbow Cookies

Grosse Köpfe: Mürbeteigkeks mit Zitronenguss

Und das wunderbare Kinderspiel von HUCH! findest du hier (Affiliate Link). Wäre auch ein schönes Weihnachtsgeschenk, denn Kekse backen geht das ganze Jahr, oder?

Lass es dir gut gehen und genieß den Advent ohne Stress, dafür mit viel Zeit für deine Familie oder dich alleine!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Dieser Text entstand in Kooperation mit HUCH! und wir7 Familyblogs

Ps: Schau doch mal auf meinem Instagram-Kanal vorbei. Da verlose ich im Dezember einige schöne Bücher und diskutiere vormittags um halb zehn in meiner Müttersprechstunde mit anderen Müttern (Video ist 24 Stunden zu sehen). Johanna vom Blog Pinkepank ist in diesem Monat zu Besuch und Nina alias die Juramama erzählt uns etwas zum Thema Ehevertrag. Ich freue mich auf dich!

Adventszeit, schöne Zeit, oder? Ehrlich gesagt, fand ich die letzten Jahre die Adventszeit eher gar nicht schön, denn wir hatten als Eltern immer eine Menge um die Ohren. An Weihnachten sind wir dann regelmäßig völlig ausgelaugt in ein Schlafkoma gefallen und haben den Dezember zum zweitschlimmsten Monat erklärt. Der wird nur noch mit dem Juni getoppt, der uns mit Sommerabschiedsfesten fast erschlägt.

Volles Programm im Dezember

Ende November hatte ich eine To-Do-Liste, die jeden Großkonzern-Manager beeindrucken würde. Einen Adventskranz binden, zwei Kalender mit Kleinigkeiten füllen, Nikolaus-Deko basteln, Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Weihnachtsmarktschichten koordinieren und die Wohnung dekorieren – richtiger privater Mega-Stress war das für mich und Freude hat mir das nicht mehr bereitet. Im Dezember haben Anton und ich dann Kuchen für die kleinen und großen Weihnachtsfeiern gebacken und uns die Klinke in die Hand gegeben, weil immer einer irgendwo unterwegs war. Nebenbei haben wir Geschenke geshoppt und Adventstürchen besucht, gesungen, gelesen, Lebkuchen im Akkord verputzt und fühlten uns voll bis oben hin, mental und körperlich.

Ruhe jetzt!

Neee, nicht mit mir, habe ich mir in diesem Jahr gedacht. Ich bin jetzt mal so richtig egoistisch und möchte selber adventlich sein. Ruhe, Kerzenschein, Vorfreunde, das sind meine Stichworte für dieses Jahr. Denn eigentlich ist doch diese Zeit viel zu wundervoll, als sie mit To-Do-Listen zu begehen. Eigentlich ist es ja so wie mit Glühwein: in Maßen sind Adventsfeiern, Deko und Weihnachtlieder zauberhaft, bei übermäßigem Genuss hat man aber schnell die Nase voll.

Falls es dir wie mir geht und du den Dezember wie die Kinder erleben möchtest, voller Freude und mit glänzenden Augen, dann habe ich ein paar Ideen für dich. Los gehts!

  • Ich dekoriere nicht länger wie eine Wahnsinnige, sondern habe ein paar einzelne schöne Stücke, die ich aus dem Keller trage. Zusammen mit den Kindern hole ich eine goldene Kugel, einen Leuchtstern fürs Fenster und unsere liebsten Weihnachtsbücher hervor, dazu hören wir Weihnachtsmusik und Luise, die seit neuestem flötet, präsentiert ihren ersten Christmas-Hit.

  • Selbsgemachte Adventskalender, die mit niedlichen Kleinigkeite befüllt werden, sind was Tolles. Aber ich schaffe das zeitlich nicht mehr, denn bei drei Kindern ist das echt ne Menge Arbeit. Darum gibts bei uns gekaufte Kalender, die die Oma spendiert.
  • Für manche Menschen ist Plätzchen backen total entspannend, für mich eher nicht. Kinder dabei einzubinden halte ich für pädagogisch wertvoll, aber ist mit einem Zweijährigen, der mit Karacho ein Pfund Mehl in die Schüssel kippt,  nicht gerade eine entspannte Geschichte. Opa und Oma haben mit Luise Pferdekekse ausgestochen, außerdem kaufen wir ein paar Tüten auf dem Kindergartenweihnachtsmarkt.

  • Von Weihnachtsmarkt bis Adventsfenster über Adventskonzerte, Flötenvorspiele und Weihnachtsfeiern: wir könnten theoretisch jeden Abend woanders sein und ich weiß all diese Veranstaltungen sehr zu schätzen. Wir schaffen das aber nicht alles und möchten so gerne einfach nur zuhause sein, Luises Pferdekekse essen und unsere Weihnachtsgeschichten lesen. Daher suchen wir uns die Feiern und Märkte aus, die zeitlich gut passen und entschuldigen uns bei der einen oder anderen Veranstaltung. Mögen es uns die Menchen verzeihen!
  • Manchmal schaffen wir es einfach nicht, feine Dinge fürs Buffet beizutragen. Daher kaufe ich für die Erwachsenenveranstaltungen ein paar Flaschen mit wirklich gutem Glühwein und nehme für die Kinderfeste einen Christstollen vom Bäcker mit.
  • Ich liebe Weihnachtspost, ja wirklich. Aber ich habe eine neue Tradition eingeführt, weil ich es nicht mehr geschafft habe, hunderte von Karten zu verschicken. Mit den Kindern mache ich ein lustiges Foto, gerne mit Verkleidung. Denke mir eine kleine Geschichte aus und verschicke alles per Sammelmail.
  • Wir setzen uns jeden Abend im Advent zusammen und lesen eine Geschichte aus dem Adventskalender, schneiden ein passendes Bildchen aus und kleben es aufs Foto. Dieses Jahr haben wir diesen hier (Affiliate Link). Das macht total viel Spaß und ist mir lieber, als mich abends über proppevolle Weihnachtsmärkte schieben zu lassen.
  • Außerdem sind wir seit jeher große Fans der Augsburger Puppenkiste und die Weihnachtsgeschichte (Affiliate Link) hier kann ich dir sehr ans Herz legen. Wir werden ihn am Sonntag gucken, Punsch aus Früchtetee und Traubensaft kochen und uns auf Weihnachten freuen – ganz ruhig und gemütlich.
  • Haufenweise Geschenke? Nicht mit uns! Unsere Kinder haben so viele Dinge und auch wir Erwachsene leben doch im Überdruss. Darum gibts für alle Drei einen Herzenswunsch, dabei bleibts. Falls du Ideen für Pferdefans oder Fußballfreunde suchst, schau mal hier. Wir Großen haben gewichtelt: jeder beschenkt einen anderen und muss sich nicht länger Gedanken für alle machen. Wir haben eine Preisgrenze gesetzt, es darf aber auch gerne gebastelt werden.
  • Weil wir so auch Geld sparen, haben wir mehr übrig, um was Gutes zu tun. Mir tun ja immer die Paketboten leid, darum will ich dieses Jahr unbedingt ein paar Euros bereit halten und Trinkgeld geben. Eine Spende für die cfi-Kinderhilfe , Unterstützung für die Tafel, Geschenkebäume für Kinder aus armen Familien oder Initiativen für Geflüchtete: es gibt so viele Menschen, die Unterstützung dringend brauchen.

Besinnliche Weihnachte mit der Familie

Also ich freue mich jetzt so richtig auf die Adventszeit, die ja im ursprünglichen Sinne nichts mit Shopping-Wahn, Konsum und Freizeitstress zu tun hat, sondern eine Zeit des Wartens auf Weihnachten ist. Für die Kinder wünsche ich mir, dass sie die Zeit als eine friedliche erleben und keine Mama haben, die vor lauter Hetze jeden Abend müde auf dem Sofa hängt. Ich schätze all das Engagement der Menschen rund um diverse Veranstaltungen und spreche jedem, der mich einlädt, meinen Dank aus. Aber die eine oder andere Absage werde ich erteilen und kann auch dir nur ans Herz legen, alle Dinge, die dir eher eine Last sind, sein zu lassen. Macht das, was euch Spaß macht: Plätzchen backen, dekorieren, Karten schreiben, singen, freuen, friedlich sein, mit anderen Erwachsenen Glühwein trinken, Weihnachtsmärkte besuchen – solange ihr es mit funkelnden Augen tut, nur zu. Alles andere kommt runter von der Liste.

Lass es dir gut gehen, bleib fröhlich und unperfekt und habe eine richtig tolle und besinnliche Adventszeit,

deine Laura

Wie ich so beim Sortieren meiner Finanzunterlagen sitze, um einen Überblick über Geld, Versicherungen und Co zu bekommen, denke ich darüber nach, dass Anton und ich überhaupt nicht für den Notfall vorgesorgt haben. Und vielmehr stellte ich mir dann die Frage, was wohl mit unseren Kindern geschehen würde, sollte uns etwas zustoßen. Kommen sie dann automatisch zu Oma und Opa, ins Kinderheim oder sonstwohin?

Die Juramama weiß Rat

Wenn man gruselige Fragen wie diese klären möchte, fragt man am besten eine sachverständige Person mit viel Humor, nämlich die beste und schönste aller mir bekannten Juristinnen, Nina Straßner alias die Juramama. Sie hat genau zu diesem Thema einen sehr unterhaltsamen Artikel in der Men`s Health Dad veröffentlicht und ich finde, aus diesem harten Stoff was Witziges zu machen, ist wahre Größe. Tatsächlich schreibt sie darin, dass die Kinder im Falle eines Todes beider Eltern keinesfalls automatisch zu den Großeltern oder der Lieblingstante kommen. So lange das kümftige Sorgerecht nicht geklärt ist, könnte es also sein, dass die Kinder erst einmal ins Heim oder zu Pflegeeltern kommen, anstatt zur heiß geliebten Patentante. Wie furchtbar, habe ich gedacht. Wenn Kinder so etwas Schreckliches erleben müssen, dann sollten sie doch wenigstens sofort bei ihnen bekannten und geliebten Menschen wohnen. „Wenn man also zu Lebzeiten diese Entscheidungen rechtssicher beeinflussen möchte, muss man ein Testament machen und dort hineinschreiben, wer von den Überlebenden die Vormundschaft bekommen soll“, schreibt Juristin Nina im Text.

Testament aufsetzen – Vormundschaft sichern

Aha, ein Testament also, dachte ich. Habe ich noch nie geschrieben, weil wir uns mit dem dunklen Thema Tod höchst ungerne auseinandersetzen. Weil ich aber beim Sortieren meiner Unterlagen beschlossen habe, nun Nägel mit Köpfen zu machen und gleich alles Wichtige niederzuschreiben, auf dass ich mich mit solcherlei Dingen nicht länger befassen muss, nehme ich die Challenge an und studiere den Text, in dem mir Nina rät, einen Bierdeckel oder ein Stück Papier zu nehmen und ein handschriftliches Testament zu machen. Denn wenn es bei diesem Zettel lediglich um die Vormundschaft über die Kinder geht, bedarf es nicht zwingend eines Notars. Wichtig ist nur, dass alles handschriftlich verfasst und nicht am Computer getippt wurde, um Fälschungen zu erschweren.

Wie gut, dass Anton und ich uns über die Wahl der Vormünder schon längst einig sind und die Betroffenen auch um Erlaubnis gefragt haben. Also fasse ich hier alles Tipps von Nina noch einmal zusammen:

  • mehrer Vormünde sind möglich, es können auch Rangfolgen festgelegt werden. Wichtig ist der Name und die Anschrift der Personen
  • Testament bitte immer mit Stift auf Papier schreiben
  • Datum, Ort und Unterschrift der Eltern ist ebenso wichtig
  • Unverheiratete Eltern erstellen jeweils ein eigenes Dokument, Verheiratete können eines gemeinsam schreiben
  • Am besten das Wort „Testament“ als Überschrift wählen
  • Fertiges Schriftstück zu Unterlagen heften, den gewählten Vormündern geben oder gegen Gebühr beim Amtsgericht hinterlegen lassen

Mit voller Kraft voraus: Begegnung mit dem Unvermeidlichen

Und wenn ich gerade dabei bin, all das gruselige Gepöngels zu regeln, mache ich einfach weiter, weil ich so einen Lauf habe. Völlig beeindruckt war ich neulich von einer Freundin, die Patientenverfügungen, Testamente und Co längst ausgefüllt und gut erreichbar in einer Mappe gesammelt hat. Gleichzeitig hat sie darin vermerkt, dass sie sich auf ihrer Beerdigung ein „Ave Maria“ verbittet, sondern von oben lieber eine zünftige bayerische Band in Trachten auf dem Friedhof sehen möchte.

Damit sich der Recherche-Aufwand in Grenzen hält, habe ich mir eine Vorsorge-Mappe (Affiliate Link) bestellt, in der ich das ganze nach Schema abarbeiten kann. Vielleicht wäre es in diesem Zuge auch nicht schlecht, sich mal mit dem Thema Tod im Allgemeinen zu beschäfigen. Im Prinzip sind alle Ängste, vor Kleinigkeiten bis zu großen Katastrophen, letztendlich die Angst vor dem eigenen Tod. Würde sich unser Verhältnis zu dem, was uns allen irgendwann blüht, ein wenig ändern, wären die Ängste vor dem Unvermeidlichen kleiner? Ich weiß es nicht, könnte es mir aber gut vorstellen. Also fand ich den Sachbuch-Tipp des Monats Oktober von der Zeit-Redaktion spannend: Sue Black, Alles, was bleibt (Affiliate Link). In der Zeit-Empfehlung steht geschrieben:

Dieses Buch ist eine unsentimentale, aber berührende Annäherung an den Tod. Die weltweit führende forensische Anthropologin und Anatomin Sue Black zieht hier das Fazit ihrer bahnbrechenden Karriere. Sie setzt sich mit den Spielarten des Todes, ihren Ängsten, dem Sterben ihrer Eltern und ihrer eigenen Sterblichkeit auseinander und plädiert für einen anderen Umgang unserer Gesellschaft mit dem Tod.

Digitaler Nachlass und Beerdigung

Verträgst du noch Infos oder musst du dir nun erst einmal einen Schnaps holen? Nina hat einen interessanten Text zum digitalen Nachlass geschrieben. Und hier findest du ihre Ratschläge zum Thema Vormundschaft von Kindern noch einmal in Blogform.

Übrigens hat sich auch Daniela vom Blog Nenalisi mit solchen Angelegenheiten beschäftigt und in diesem Artikel zusammengefasst, was es zu bedenken gilt in Sachen Vormundschaft und Vorkehrungen für den Ernstfall. Wenn ich dann alles aufgeschrieben, ausgefüllt und sortiert habe, schließe ich den Ordner und stelle ihn in den Schrank. Danke Nina, für deine wunderbare Art und Weise, sich mit der dunklen Seite der Macht zu befassen. Wenn wir uns das nächste Mal treffen, feiern wir das Leben, ok?

Und du solltest das nach Erledigung all dieses bürokratischen Zeugs auch unbedingt tun. Gerne auch bei Saftschorle und Torte zusammen mit den Kindern. Ist es nicht schön, uns zu haben, jetzt in diesem Augenblick?

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Eisenbahnen haben für mich einen großen Reiz. Schon als Kind war das so. Mein Vater hatte im Keller eine riesen Eisenbahnanlage mit vielen Loks und Anhängern. Meine Schwester und ich standen oft staunend davor, wenn Papa die Lokomotiven vorsichtig aufs Gleis setzte und per Knopf steuerte. Das Schienenbett, die Wiesen, die kleinen Zäune der Kuhweiden oder das Schaffnerhaus – alles war in liebevoller Kleinarbeit von ihm selbst gebaut worden. „Nur gucken, nicht anfassen!“ hieß es deshalb für uns, auch wenn wir zu gerne mal mit den kleinen Tieren und den wunderschönen Eisenbahnen von Märklin gespielt hätten.

Die neue Spielzeugeisenbahn

Was für eine Freude, dass auch meine Söhne Eisenbahnfans geworden sind. Und weil alle beide von klein auf ganz fasziniert an Bahnhöfen stehen und den Loks beim Einfahren zuschauen, habe ich lange über den perfekten Spielzeugzug nachgedacht. Ein bisschen wie die von meinem Vater sollte sie sein, sich bewegen und Zuggeräusche machen. So kam ich auf die Spielzeugeisenbahn von Märklin my world. Als ich sie im Spielzeugwarenladen zum ersten Mal sah, war ich total begeistert und gebe ehrlich zu: ich habe mich selber gefreut wie ein Kind.

Also bekamen alle drei Kinder gemeinsam die Eisenbahn samt Flughafen, denn im Sommer waren Jimmy und Luise das erste Mal per Flugzeug unterwegs und das hat sie sehr beeindruckt. Mit großer Begeisterung packten wir die drei Pakete aus: den Airport mit Licht- und Soundfunktion, die Airport-Express Hochbahn und ein Schienenerweiterungsset. Wir steckten die Schienen zusammen, bauten die verschiedenen Ebenen auf und den Flughafen. Zu Oskars großer Begeisterung machte dieser richtige Flughafengeräusche und auch der Airport-Express hat einen tollen Sound. Jimmy schnappte sich dann als erster den Power Control Stick. Mit der Fernbedienung können die Kinder ganz leicht die Spielzeugeisenbahn bedienen, Gas geben oder anhalten. Sie ist speziell für Kinderhände geeignet und auch der zweijährige Oskar kann den Stick nutzen.

Los gehts mit Märklin my world

Wir ließen den Spielzeugzug vor und zurückfahren, am Flughafen halten und probierten die verschiedenen Geschwindigkeitsstufen durch. Luise holte ein paar Spielzeugautos und spielte auf dem Parkdeck des Flughafens und Oskar brauste mit dem mitgelieferten Flugzeug durchs Zimmer. „Wie im Sommer auf unserem Flug nach Hamburg“, schwärmte Luise und spielte die spannende Reise gleich mal nach.

Der Airport-Express besteht aus zwei Zugteilen und kann dank Akkubasis und Kabel immer wieder neu aufgeladen werden. Nerviges Batteriewechseln fällt also aus. Die beiden Teile lassen sich mit der Magnetkupplung leicht aneinander stecken,  der Spielzeugzug verfügt außerdem über Licht und Soundfunktionen und es kommt so das Gefühl auf, als steuerten wir einen echten Zug. Dank der vielen Schienen lassen sich zwei Ebenen aufbauen und so rollt die Spielzeugeisenbahn nicht nur hin und her, sondern auch hinauf und hinunter.

Der Airport mit Licht und Soundfunktion lässt sich so an die Schienen anbauen, dass der Zug direkt vor dem Eingang halten kann. Der Bausatz ist leicht zusammenzustecken und auch hier können verschiedene Ebenen bespielt werden.

Unser liebster Spielzeugzug

Jedenfalls ist unser Märklin my world-Spieleparadies mittlerweile ein echter Magnet für alle Kinder, einschließlich der Nachbarn. Stundenlang beschäftigen sich alle mit der Bahn und lassen sie fahren. Ist der Akku leer, laden wir sie wieder auf und weiter geht das Spielvergnügen. Richtig gut gefällt mir auch, dass alle drei Altersstufen Spaß haben. Laut Hersteller ist Märklin my world perfekt für Kinder von 3 bis 6 Jahren, aber schon der zweijährige Oskar wie auch der siebenjägrige Jimmy lieben den Airport Express samt Flughafen.

Neulich kam Opa vorbei, er hatte von dem neuen Spielzeugzug gehört. Als alter Eisenbahner war er natürlich sehr interessiert und staunte Bauklötze, als er ins Zimmer kam. „Nur gucken, nicht anfassen“ scherzte ich noch, aber Opa hatte sich längst neben Jimmy gesetzt und sich die Funktionen zeigen lassen. Ich habe dann erst einmal die Türe geschlossen und bin Kaffee trinken gegangen. Opa und die Kinder habe ich dann den ganzen Nachmittag nicht mehr gesehen.

Gewinnspiel

Bist du auf der Suche nach einem schönen Weihnachtsgeschenk für deine Lieben? Dann ist der Airport Express von Märklin my world mit oder ohne Zubehör vielleicht eine Idee für deine Kinder. Die Bahn ist nach und nach erweiterbar und ich garantiere dir ganz viel Spielspaß. Und hier kommt noch eine riesen Überraschung:

Du kannst das gesamte Spielset bestehend aus Airport-Express, zusätzlichen Schienen und dem Flughafen von Märklin my world gewinnen. Kommentier einfach hier unter dem Text und erzähl, warum euch Eisenbahnen so faszinieren. Ich freue mich natürlich auch, wenn du mir auf Instagram folgst!

Teilnahmebedingungen:

  • Das Gewinnspiel beginnt mit der Veröffentlichung dieses Beitrags und endet am 30.11 2018 um 23:59 Uhr.
  • Anschließend wird der Gewinner / die Gewinnerin einen Tag nach Ende des Gewinnspiels per Losverfahren ermittelt und per Mail von seinem / ihrem Gewinn benachrichtigt.
  • Teilnehmen dürfen alle Personen, die über 18 Jahre alt sind und in Deutschland wohnen
  • Die Teilnahme am Gewinnspiel erfolgt per Kommentar unter diesem Beitrag.
  • Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst. Deine Adresse nutze ich ausschließlich zum Versand deines Gewinns per Post und wird  anschließend gelöscht.
  • Der Gewinn besteht aus den drei Sets von Märklin my world: Startpackung Airport Express Hochbahn, Kunststoffgleis-Ergänzungspackung und Airport mit Licht- und Soundfunktion
  • Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigt den Ausgang des Gewinnspiels nicht
  • Die Preise dürfen nicht getauscht oder übertragen werden
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Ich wünsche dir viel Glück und für den Fall, dass die Eisenbahn unter dem Tannenbaum liegt, ganz viel Spaß euch allen beim Aufbauen und Spielen! Damit du die Bahn live und in Action sehen kannst, schau doch mal hier:

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Meine Mütterkur neigt sich nun dem Ende zu und ich möchte dir gerne erzählen, warum die drei Wochen für mich unglaublich schön und wichtig waren. Vielleicht kommst du auch auf die Idee, eine Kur zu machen. Vielleicht aber inspiriert dich der eine oder andere Gedanke, um ein wenig Mütterkur in deinen Alltag zu bringen. Nun aber von vorne. Weshalb habe ich das gemacht, wie liefs und was habe ich gelernt?

Meine Auszeit: warum eine Mütterkur?

Jetzt, während ich hier auf meinem Bett in meinem schönen Zimmer sitze, sehe ich es noch deutlicher: der Alltag mit Kindern ist bunt und aufregend und bereichernd, aber in eben diesem Maße anstrengend. Damit meine ich nicht, dass Kinder anstrengend sind, sie sind nunmal einfach Kinder. Anstrengend ist es, mit ihnen gut um- und achtsam auf sie einzugehen, bei den ewigen Streitereien nicht auszuflippen, ihren Alltag gut zu organisieren und all die Wehwehchen zu trösten – jederzeit und ohne große Pausen.

Kein Wunder, dass ein Mensch, der die meiste Zeit für ein, zwei oder mehr Kinder zuständig ist, auf die Dauer nicht mehr kann, wenn er sich nicht die entsprechenden Pausen und Auszeiten gönnt. Ich habe sie mir nicht gegönnt, bin wie ein Duracell-Hase durch den Tag geturnt, hatte schon morgens um sieben ein ordentliches Tempo drauf und kam erst zur Ruhe, wenn ich um elf endlich ins Bett ging. Kein Wunder, dass ich Rückenschmerzen habe und oft das Gefühl verspüre, nicht mehr zu können.

Nun, wenn ich zurückblicke, verstehe ich mein eigenes Schema. Ich will immer alles erledigen und meine Aufgaben abhaken, es allen recht machen, mein Bild von einer guten Mutter erfüllen und nebenher eine unabhängige Erwachsene sein. Ich finde, das ist viel zu viel und dass es so nicht weitergeht. Die Mütterkur, das heißt drei Wochen lang für mich alleine sein mit ganz viel Zeit zum Nachdenken, hat mir ein ganzes Paket neuer Einsichten beschert und ich habe gemerkt, dass ich in der Vergangenheit das Unmögliche leisten wollte.

Mein Spiegelbild erkennen

Ein schönes Bild eines Brunnens liegt mir nun vor Augen: im Alltag ist so viel los, dass die Wasseroberfläche nicht zur Ruhe kommt. Ich erkenne mich selbst nicht mehr, weiß nicht, wer ich wirklich bin und was mir gut tut. Bastele ich Weihnachtsanhänger, weil ich glaube, das tun zu müssen, oder macht mir das wirklich Spaß? Spiele ich Lego mit dem Kleinen, weil ich denke, das tut eine gute Mutter eben, oder würde ich viel lieber mit Oskar lesen oder nur bei ihm sitzen? Reiße ich mir ein Bein für meinen Job aus, weil ich das von einer Selbstständigen erwarte, oder tue ich das doch für mich und mein Textbüro?

Hier, in den drei Wochen, bin ich sehr viel joggen gegangen – für mich der beste Weg um nachzudenken. Ich konnte aber auch prima nachdenken, während ich getöpfert oder Wirbelsäulengymnastik gemacht habe. Ganz wundervoll waren die Einzelgespräche, in denen ich mit professioneller Hilfe ein wenig tiefer in mein Inneres schaute. All das hat dazu geführt, dass die Wasseroberfläche in mir ruhig wurde. Beim Blick in die Tiefe konnte ich mich endlich wieder selber erkennen.

Mit dieser luxuriösen Ruhe, einem Bett nur für mich, morgens, mittags und abends köstliche Mahlzeiten, für deren Zubereitung ich keinen Finger rühren musste, mit Sport, Kreativangeboten und bereichernden Gesprächen mit anderen Frauen kam ich mir selber näher und kann nun viel besser verstehen, was mich so angetrieben hat.

Frauen unter Druck

Ich schreibe dir das auf, weil ich glaube, dass es sehr vielen Frauen heute so geht wie mir. Ob es Druck von außen ist, von Seiten der Familie, den Freunden, den Arbeitskollegen, den Bildern auf Instagram oder auch der Druck, den wir uns selbst auferlegen – diese Last kann krank, traurig und müde machen, wenn wir kein Ventil finden, um den Druck abzulassen. In Gesprächen mit meinen Freundinnen,  mit Leserinnen meines Blogs oder in der Müttersprechstunde auf Instagram erlebe ich das immer wieder. Und ich schreibe hier viel darüber, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ihren Teil dazu beiträgt. Krass ist auch der Punkt, dass wir es uns selbst schwer machen. Ich erlebe Frauen, denen vorgeworfen wird, dass sie mit kleinen Kindern früh wieder arbeiten gehen. Sie seien Rabenmütter und die Kinder brauchten sie doch. Ich erlebe genauso Frauen, die sich rechtfertigen müssen, dass sie eben nicht wieder arbeiten gehen und die der Anspruch belastet, schnell wieder an den alten Arbeitsplatz zurückzukehren. Auch diese Zerissenheit und die Vorwürfe aus den eigenen Reihen können das Leben schwer machen.

Wo ist das Ventil?

Diesen Druck auszuhalten ist eine hohe Kunst und gelingt erst dann, wenn wir in uns hören oder in den Brunnen schauen, in dem die Wasseroberfläche wieder glatt geworden ist. Was ist mir in meinem Leben wichtig? Wie will ich meine wertvolle und viel zu knappe Zeit sinnvoll nutzen? Wie schaffe ich es, mich für das eine oder andere zu entscheiden, wenn ich nicht all das in meinen Tag stopfen kann, das ich gerne machen möchte? Wenn wir das herausfinden, können wir dem Druck von außen standhalten und den ewigen Kritikern stolz ins Gesicht sagen, dass die Gestaltung unseres Lebes unsere eigene Sache ist, denn wir haben sie gut bedacht und sie geht außer der Familie niemanden etwas an!

Wir sind alle verschieden und haben unsere individuelle Persönlichkeit. Ich habe für mich rausgefunden, dass ich beruflich nicht all das schaffe, was ich gerne möchte. Bald werde ich mehr arbeiten können, aber die nächsten Jahre ist die Zeit am Schreibtisch begrenzt. Das zu akzeptieren fällt mir schwer, denn ich möchte gerne finanziell unabhängig sein. Aber das könnte ich auch erreichen, indem ich mit Anton einen Vertrag abschließe, wie ihn Nicole Beste-Fopma in dem tollen Text bei den StadtlandMamas empfiehlt.

Termine mit mir selbst

Ich habe in der Kur nicht nur gelernt, die Dinge besser anzunehmen, sondern ich habe auch gelernt, dass ich nur glücklich sein kann, wenn ich genug Zeit für mich habe. Joggen gehen, lesen und fotografieren, das brauche ich genauso wie zwei Tassen Kaffee am Morgen oder den Kuss auf die süßen Pustebacken meiner Kinder. Logisch, so intensiv wie hier wird das im Alltag nicht gehen, aber die Termine mit mir selbst sind mir künftig so wichtig wie alle anderen, die in meinem Kalender stehen.

Der Psyche auf der Spur

Eine weitere sehr wertvolle Einsicht ist, dass ich es nicht allen recht machen kann und möchte. Es gibt da ein tolles Buch, das ich hier schon einmal vorgestellt habe. Das Kind in dir muss Heimat finden (Affiliate Link) hat mich auf die richtige Spur geführt. Nach einem Modell der Transaktionsanalyse von Arzt und Psychologe Eric Berne lässt sich unser Ich in ein Kind-Ich, ein Erwachsenen-Ich und ein Eltern-Ich einteilen.

Ich möchte es den Menschen immer recht machen und bin schnell traurig, enttäuscht oder frustriert, wenn ich das nicht schaffe, was logischerweise öfter passiert. Mein Erwachsenen-Ich sagt beispielsweise, wenn ich der Erzieherin erklären muss, dass ich es leider versäumt habe, einen Kuchen fürs Buffet zu backen: ist doch nicht weiter schlimm, es gibt genug Kuchen und du hattest so viel um die Ohren. Alles gut, keine Panik. Mein Eltern-Ich flüstert dann aber: du hattest versprochen, einen Kuchen zu machen. Was man verspricht, muss man auch halten, das habe ich dir immer gesagt. Und mein Kinder-Ich fängt an zu weinen und sagt: ich bin so traurig. Ich wollte es doch allen recht machen und jetzt ist die Erzieherin sicher enttäuscht, weil ich so eine unzuverlässige Person bin.

Dieses Kinder-Ich jammert und heult in mir den ganzen Tag, so bescheuert das auch klingt. Hier in der Kur habe ich verstanden, dasss es dies Stimmen in mir gibt. Mit denen kann ich besser umgehen und viel mehr auf mein Erwachsenen-Ich hören, das nämlich ganz gut ist im Einschätzen einer Sache.

Neue Wege: deine eigene Mütterkur

Ich mache mich also nun auf die Reise zurück in meinen Alltag und habe viele Notizen im Gepäck, wie ich die neuen Einsichten umsetzen kann. Konrete Ideen, weise Sprüche, ein Armband, das mich erinnern soll – all das sind Hilfen die hoffentlich vorbeugen, wieder in die alten Muster zu verfallen.

Ich kann dir so eine Kur sehr ans Herz legen. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, drei Wochen dem Alltag zu entfliehen. Es gibt Beratungsstellen der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung, die verschiedene Wohlfahrtsverbände wie die AWO, das Deutsche Rote Kreuz oder den Ev. Fachverband für Frauengesundheit e.V. zusammenfasst und dir kostenlos hilft. Google mal einfach nach deiner Stadt. Dort wird dir beim Ausfüllen der Anträge für deine Krankenversicherung geholfen oder es werden passende Kurhäuser empfohlen. Alternativ kannst du genauso nach einer Mutter-Kind oder Vater-Kind-Kur fragen. Alle Menschen in Erziehungsverantwortung haben Anspruch auf eine Vorsorge- oder Rehamaßnahme, wenn diese medizinisch indiziert ist oder dir dein Arzt oder deine Ärztin die Notwendigkeit attestiert. Übrigens hast du bei einer Mütterkur auch Anspruch auf eine Haushaltshilfe, denn es muss sich ja in deiner Abwesenheit jemand um die Kinder kümmern. Wir haben es so gemacht, dass wir die drei Wochen mit Antons Urlaub und Unterstützung der Großeltern und der Tante gut überbrückt haben. Außerdem hast du auch lange Zeit, alles vorzubereiten und zu planen. Von meinem Antrag bis zur Reise sind ungefähr zehn Monate vergangen.

Deine Kur zuhause

Solltest du dir so eine Kur nicht vorstellen können oder sind deine Kinder einfach noch zu klein, kann ich das auch gut verstehen. Es ist nicht so einfach, sich von zuhause zu lösen und manchmal fällt es auch den Kindern zu schwer. Heimweh ist nicht zu unterschätzen und ich habe viele Rückmeldungen von Frauen bekommen, die sich eine Mütterkur nicht vorstellen können. Eines ist mir aber wichtig: ganz sicher hast auch du viel zu wenig Zeit für dich selbst und nimmst dich viel zu unwichtig. Das Problem ist nicht nur, dass du sehr leidest, sondern dass auch die Familie aus dem Tritt gerät, wenn du nicht mehr kannst. Also nimm deine Pausen ernst und schaufel dir Zeit frei, und wenn es nur eine tägliche Kaffeepause von 10 Minuten sind. Spaziergänge an der frischen Luft, Bewegung in welcher Form auch immer oder kreative Hobbys wie Backen, Basteln, Bauen, Treffen mit Freundinnen oder einfach mal alleine sein… Mach zuhause deine eigene kleine Mütterkur und such dir ein Ventil. Auch so kannst du dafür sorgen, dass die Wasseroberfläche glatt wird und du dich klar und deutlich sehen kannst.

Alles Liebe für dich und bleib fröhlich und vor allem unperfekt!

Deine Laura

Manchmal, wenn die Kinder etwas im Fernsehen anschauen wollten und absolut nichts Gescheites lief, habe ich das Tablet geholt und sie durften sich Caillou oder kleine Playmobil-Filme auf Youtube anschauen. Neulich war ich auf der Bloggerkonferenz denkst in Nürnberg und habe einen spannenden Vortrag von Medienpädagoge Daniel Wolff gehört. Dort ist mir bewusst geworden, wieso Youtube überhaupt nichts für kleinere Kinder ist und ich erzähle dir heute, warum Jimmy, Luise und Oskar dort lieber nicht mehr schauen.

Was die Kinder im Fernsehen schauen

Fernsehen, das ist ja so ein ewiges Streitthema in den meisten Familien. Die Kinder möchten am liebsten jeden Tag richtig viel schauen, der Kinderkanal KIKA zum Beispiel könnte bei uns in Dauerschleife laufen. Ein paar Sendungen finde ich dort auch ganz gut, Löwenzahn zum Beispiel und die Version für Kleinere, Löwenzähnchen. Feuerwehrmann Sam finde ich dagegen gruselig, aber die Kinder gucken es gern. Sie lieben Yakari, Wickie und all die anderen Charaktere, sie verehren die furchtbaren My little Ponys und haben einen Faible für Zoés Zauberschrank.

Jeden Abend dürfen sie eine halbe Stunde Fernsehen schauen, ab und zu auch mal nachmittags, wenn meine Nerven schwach sind oder ich DRINGEND einen Text abgeben muss. Finde ich auch nicht schlimm.

Meine Streaming-Sucht

Perfekt war dafür übrigens auch ein Streaming Dienst. Die allseits bekannten kannst du übrigens jeweils vier Wochen kostenlos testen. Da konnte ich ihnen guten Gewissens auch mal die Wahl lassen, weil du da das Alter einstellen und die Auswahl kindgerecht beschränken kannst. Meine Freundin Connie oder Bobo Siebenschläfer lief dann bei uns, Das Dschungelbuch oder Michel aus Lönneberga. Ich habe es gekündigt, weil ich selber wie ein Suchtie bis nachts um zwei schaute und mich dann morgens fühlte wie ein Zombie aus Walking Dead.

Geschichten von Legomännchen und Playmobilfiguren

Bis vor kurzem haben die Kinder auch ab und an mal bei Youtube vorbei geschaut. Jimmy guckt gerne, wie mit Legomännchen Fußballspiele nachgespielt werden und Luise war fasziniert von den Playmobilmännchen-Geschichten. Als sie abends vor dem Tablet saß, wunderte ich mich mal, weil die Männchen irgendwie viel über den Toilettengang sprachen, übers Hose nass machen und solche Sachen. Aber meistens waren es  Geschichten über Spielplatzbesuche oder den Kindergarten. Jedenfalls waren die Kinder niemals mit dem Tablet alleine auf Youtube unterwegs und ich hatte ein Auge drauf, was sie da schauten. Caillou zum Beispiel mag ich wirklich sehr und guckte auch mal mit.

Wie Youtube zur Gefahr für Kinder wird

Im anfangs erwähnten Vortrag dann hörte ich von der Warnung des Medienpädagogen. Er wurde auch gleich konkret und spielte uns ein paar Szenen vor, die uns Eltern echt schockierten und nach denen ich mich ziemlich naiv fühlte. Caillou-Folgen werden dort absichtlich neu synchonisiert, mit Nazi-Jargon und Fäkalsprache, Schimpfwörtern und allem, was dazu gehört, belegt. Auch die Playmobilgeschichten sind nicht ohne: es gibt verrückte Leute, die da absichtlich scheinbar kindgerechte Geschichten nachspielen, die dann eine perverse Wendung nehmen. Der Filter von Youtube kann das nicht als kriminell erkennen und auch die kindersichere Youtube-Variante sortiert solche Filme nicht aus, so der Pädagoge.

Warum Eltern Kinder im Netz begleiten müssen

Der Vortrag war insgesamt sehr spannend und hatte vor allem folgenden Appell an die Eltern: wir müssen uns mit dem Internet und den modernen Medien befassen. Die Kinder werden sich all die Dinge erobern, aber wir sind dazu verpflichtet, sie aufzuklären und uns anzuschauen, was die Kinder da machen. Nun sind meine Kinder noch zu klein für das Internet, aber in Sachen Youtube fühlte ich mich an meine eigene Nase gefasst. Nun haben nur noch ein einziges Video, das wir gespeichert haben: die Lieder vom Schulbus. Die schaut Oskar so gerne. Ansonsten machen wir es jetzt anders. Freitags ist bei uns Filmeabend und wir suchen uns gemeinsam etwas heraus. „Ein Schweinchen namens Babe“ lief letzte Woche im Kinderkanal. Wir haben Popcorn gemacht und zusammen vor dem Fernseher gesessen. Mit dieser Alternative zum Youtube-Videos gucken sind alle einverstanden. Wir leihen uns auch mal Filme aus der Bücherei aus oder kriegen was von Pettersson&Findus oder von der Augsburger Puppenkiste von der Oma geschenkt. Der schönste Film von allen ist übrigens die Weihnachtsgeschichte (Affiliate Link).

Medienaufklärung für Kinder

Selbstverständlich wird es nicht ewig so weitergehen. Irgendwann wird aus unserem Grundschulkind ein Fünftklässler, der sich mit seinen Kumpels in WhatsApp-Chats unterhalten will. Er wird dann auch das Internet erobern und bei Youtube schauen, was so los ist. Deshalb habe ich Jimmy erklärt, warum ich Youtube gefährlich finde. Ich habe ihm erklärt, dass es da viele Videos gibt, die Kindern Angst machen und sie erschrecken. Damit er die ersten sicheren Wege im Netz gehen kann, googeln wir manchmal zusammen Fußballergebnisse oder sammeln Infos über seinen Lieblinsverein. Er darf in meinem Handy einmal am Tag in einer App die Ergebnisse checken und in den Ferien zusammen mit Papa eine Runde Fifa an der Konsole zocken. Die Kinder begleiten und ihnen den Umgang mit dem Netz und den Medien erklären, dem Alter entsprechend und Stück für Stück, dabei die Kleinen schützen und keinen Gefahren aussetzen, das ist so unser Weg mit dem Internet. Youtube aber ist für mich aber mittlerweile eine Blackbox mit vielen bösen Überraschungen. Ich erinnere mich gut an die Geschichte von Beatrice: sie saß am Computer und arbeitete, neben sich das Kind, das sich fasziniert Filme von Eisenbahnen auf Schienen anschaute (hat Jimmy früher auch stundenlang gemacht), bis er plötzlich einen Film mit einem Zugunglück anklickte.

Wie machst du das so mit den Medien? Nutzt du Youtube mit deinen Kindern und hast du schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht? Hast du Tipps für schöne Kinderserien und Filme? Ich freue mich auf deine Antworten.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Kennst du schon meine Müttersprechstunde auf Instagram? Schau mal vorbei, vormittags um halb zehn bin ich live, du kannst das Video aber auch noch bis zu 24 Stunden später anschauen. Wir diskutieren über allerlei Elternthemen, #MamasUndMoneten oder die kleinen und großen Sorgen. Ab und zu sind tolle Frauen zu Gast: die Geldfrau war da und hat uns etwas zum Thema Finanzen erzählt, neulich hatte ich Marijana zu Besuch, die von ihrem Zero-Waste-Life mit Kind berichtete. Ich freu mich auf dich!

Ich koche sehr, sehr gerne und ich denke mir auch leidenschaftlich gerne Speisepläne für die Familie aus. Lebensmittel einkaufen ist dagegen nicht so mein Hobby. Ich fahre nachmittags mit den Kindern los und besteche sie mit einer kleinen Süßigkeit zur Belohnung, damit es glimpflich abläuft. Es gibt dann Wochen, da habe ich darauf überhaupt keine Lust. Ich habe auch keine Lust, mir Einkaufszettel zu schreiben und zwei Stunden mit den Dreien durch den Supermarkt zu marschieren. Ich bin uninspiriert, faul und völlig unkreativ und habe nicht einmal Ahnung, was ich kochen soll. Weil aber die Kinder zum Mittagessen alle nach Hause kommen, muss ich etwas kochen. Um Abhilfe zu schaffen, habe ich die Family-Kochboxen von HelloFresh ausprobiert.

Was ist HelloFresh ?

HelloFresh liefert Kochboxen mit leckeren Rezepten deiner Wahl und liefert dir alle Zutaten abgewogen, frisch und sicher verpackt nach Hause. Ein hoher Anteil ist in Bio-Qualität, Obst und Gemüse so weit es geht regional und saisonal. Du kannst die Gerichte ganz nach deinem Geschmack wählen und in der Family Box von HelloFresh sind extra familienfreundliche Rezepte drin, die keine scharfen Gewürze enthalten oder andere Zutaten, die Kinder defintiv nicht mögen. Der Clou: Auf den Rezepten sind Mitmach-Tips die erklären, wie du deine Kinder beim Kochen miteinbinden kannst.
Du kannst dir die Gerichte unter bis zu 14 wöchentlich wechselnden Angeboten auswählen und dann deutschlandweit und versandkostenfrei zum Wunschtermin nach Hause liefern lassen. Dabei stehst du selten länger als eine halbe Stunde am Herd und musst auch keine komplizierten Zutaten verarbeiten. 
Erhalte wöchentlich Deine frischen Zutaten

Los gehts: das Paket kommt an

Ich habe also für unsere Familie eine HelloFresh-Box mit Rezepten für fünf Tage bestellt und wartete gespannt auf die Lieferung. Der Postbote brachte ein riesiges Paket, das ich sofort auspackte. Überrascht hat mich, wie gut und sinnvoll alles verpackt war. Fleisch und Fisch war eisekalt dank recycelter PET-Wolle und Eispacks. Die Packs verwende ich jetzt immernoch für die Tiefkühltruhe oder unterwegs und sie sind mit einem für Mensch und Umwelt unbedenklichen Gel gefüllt.
Alle anderen Zutaten waren geschickt in Papiertüten verpackt, die wiederum mit Klebern gekennzeichnet waren. So konnte ich anhand der farblichen Markierungen die Rezeptkarten zuordnen. Ich habe alles in den Tüten in den Kühlschrank gepackt und einzig die Nahrungsmittel für das erste Gericht draußen behalten.
Auf den Karten befindet sich nämlich auch die Info, in welcher Reihenfolge ich die Menüs am besten kochen sollte, also beispielsweise Fisch und Fleichgerichte als erstes. Tilapia-Fischfilet im Baconmantel stand nun auf dem Plan. Neben den Zutaten, dem Schwierigkeitsgrad, Nährwertangaben und ein paar Infos zum Gericht konnte ich einfach der Schritt-für-Schritt-Anleitung folgen. Das Kochen gelingt also auch Anfängern und du musst keinerlei Erfahrung haben. Dennoch hast du am Ende ein frisches und nahrhaftes Gericht, von dem garantiert alle satt werden. An diesem Tag waren Oma und Opa zu Gast und es hat ihnen super geschmeckt. Auch die Kinder waren begeistert und Jimmy hat sich lediglich den Bacon vom Fisch gepult. Ich selber esse übrigens kein Fleisch, aber die Rezepte sind alle so clever gemacht, dass ich meine Portion vegetarisch gestalten konnte. Und natürlich kannst du dir deine Gerichte auch von vornherein vegetarisch bestellen.

Das Motto: Gute Ideen, einfach gekocht

Am nächsten Tag gab es dann einen Tex-Mex-Auflauf mit Hähnchenbrust aus der Kategorie „Easy Alltag“, denn die Zubereitung dauerte tatsächlich nur ein paar Minuten. Dann kam alles in den Ofen und wir hatten Zeit, das kleine Rätsel zu lösen, das auf der Karte stand. Familienkoch Mario, der sich die Rezepte für Kinder ausdenkt, hatte noch einen guten Mitmach-Tipp mit auf das Rezept gepackt und es hat richtig Spaß gemacht, Luise mit in die Vorbereitung einzubeziehen.
Der nächste Tag war ein Samstag und zufällig fand unser großes Nachbarschaftsfest statt. Auf meinem HelloFresh-Plan standen Patatas Bravas mit Oliven, Rucola und Tomaten und ich habe daraus kurzerhand einen Salat fürs Grillbuffet gemacht. Sogar Mayonaise, Petersilie und Knoblauch für das Dressing war in der Tüte mit dabei und die Nachbarn waren begeistert von meinem Salat.

An die Umwelt gedacht: die Verpackung

Übrigens haben sich die Leute von HelloFresh viel Gedanken um das Verpackungsmaterial gemacht. Die Paketbox besteht zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen – sogar der Aufdruck ist wasserbasiert. Wir haben die Box noch zum Spielen genutzt, mit Kreide angemalt und zu einem Boot umfunktioniert, bevor sie ins Altpapier wanderte. Die Zutatentüten habe ich beim Kochen für den Bioabfall verwendet und konnte alles zusammen direkt in die Biotonne werfen, weil die Tütem kompostierbar sind.

Am vierten Tag haben wir Bratwurst mit Brokkoli und Süßkartoffelstampf gegessen (ok, Jimmy und Luise haben den Brokkoli weggelassen) und am letzten Tag gab es überbackene Penne mit getrockneten Tomaten. Genial, die Idee aus etwas Nudelwasser und Frischkäse eine leckere Soße für den Auflauf zu machen – ich habe noch eine ganze Menge gelernt beim Kochen. Im Paket enthalten war übrigens noch ein Heft mit allerlei Infos, auch zur Zubereitung und den Zutaten. Wer liefert Obst und Gemüse, woher kommt das Fleisch? Wie nutze ich die Rezeptkarten sinnvoll und wie lagere ich all die Lebensmittel richtig.

Bestellung und Preise

Falls du die Family-Box mal ausprobieren möchtest, kannst du dir auf der Seite von HelloFresh deine Kochbox auswählen: die Anzahl der Personen und Gerichte, ob du gerne mit dem Thermomix kochst und die Gerichte vegetarisch sein sollen. Darüber hinaus kannst du eine Extra-Portion Fleisch mit HelloExtra auswählen oder dir die Idee des Monats bestellen.

Du kannst die Box jederzeit wieder kündigen oder Pausen einlegen, wie es für eure Familie am besten passt. Eine Portion gibt es ab 4,50 Euro. Unser Paket mit fünf Gerichten für vier Personen ist für knapp 90 Euro zu haben und ich habe mal kalkuliert: würde ich alle Zutaten selber kaufen in der gleichen Qualität, vor allem bei Fisch und Fleisch, hätte ich vermutlich rund 60 bis 70 Euro ausgegeben. Allerdings brauche ich für einen Großeinkauf für die ganze Woche rund zwei Stunden und eine gehörige Portion Nervenstärke, denn da ich berufsttätig bin, mache ich den Einkauf nachmittags mit den Kindern. Wenn ich also diese Zeit für knapp 20 bis 30 Euro einsparen kann und mir keinerlei Gedanken über die Kochplanung machen muss, finde ich die HelloFresh-Kochbox eine sehr sinnvolle Investition. Wir werden sie sicher bald wieder bestellen!

DIY-Menükalender

Und noch einen tollen Tipp habe ich für dich: wir haben auf dem Blog von HelloFresh eine schöne Anleitung für einen DIY Menükalender entdeckt, den wir gemeinsam nachgebastelt haben. Dafür haben wir auf eine einfache Spanplatte mit Holzkleber Wäscheklammern aufgeklebt und mit Perlen verschönert. So können die Kinder die Menüs feststecken und wissen jeden Tag, was es gibt. Als kleines Gimmick haben wir am Rande eine Klammer für den Zauberstab befestigt. Mit dem dürfen die Kinder einmal pro Woche das Menü tauschen. So fühlen sie sich in die Essensplanung miteingebunden und interessieren sich auch fürs Kochen und Zubereiten.

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura

Neulich saßen Anton und ich ziemlich müde auf dem Sofa. Eigentlich wollten wir nur unsere Lieblingssendung Neomagazin Royale anschauen, aber ich hatte so ein paar Fragen zu klären. Es gab ein paar persönliche Angelegenheiten bei dem einen Kind und gesundheitliche Problemchen bei dem anderen. Nichts wirklich Weltbewegendes, aber für mich dennoch wichtig. Außerdem hatte ich so ein paar Dinge auf der Liste, bei denen ich Rat brauchte. Sollte ich für Oskar jetzt schon gefütterte Winterschuhe kaufen? Dann würde er aber bei diesem warmen Wetter schwitzen. Ein paar ungefütterte hingegen plus die warmen für die kalten Tage wäre schon eine größere finanzielle Investition. Jeder, der schon einmal Kinderschuhe gekauft hat, weiß warum.

Ach, diese Lapalien

Es waren so die üblichen Angelegenheiten, mit denen Eltern zu tun haben. Oder sollte ich besser sagen, Mütter? Jedenfalls war Anton müde und schlief während meines Monologs ein (er hatte die Nacht zuvor Oskars Wehwehchen versorgt und kaum geschlafen, das muss ich ihm zugute halten.)  Aber ein bisschen ärgerte es mich, dass all dieser Alltagskram immer meine Baustelle war. Und da fiel mir wieder auf, wie ätzend und undankbar es ist, das Familienmanagement zu übernehmen. Es gibt nämlich hundertachzig Dinge zu klären, die von außen betrachtet Lapalien sind. Mach dich mal locker, mach die selbst nicht zu viel Stress, ist doch alles halb so wild – ja, das sagt sich so leicht, wenn einer den ganzen Tag außer Haus ist. Denn dieser jenige schreibt keine Mails mit Kindergärtnern und Lehrern zwecks dies und jenem und tippt sich in den unseligen Eltern-Whatsapp-Chats die Finger wund. Er muss nicht mit drei Kindern im warmen Schuhgeschäft stehen und dem Kleinsten zig Latschen an die Füße friemeln, während sich die Großen im Regal nebenan die Köpfe einschlagen. Er muss sich nicht darum kümmern, dass jedes Kind Handschuhe, Mütze und Schal in der passenden Größe hat und diese immer wieder neu eingekauft werden, weil die lieben Kinderlein alles immerzu verlieren.

Mach dich locker, Mama!

Von außen betrachtet ist es einfach, einer Mutter zu sagen, sie soll mal Fünfe gerade sein lassen. Dann geht das Kind eben mal ohne Handschuh aus dem Haus, dann klärt es den Streit im Kindergarten eben selber, dann muss Kind A eben mit zum Reiten und Kind B zum Fußball, was ist denn dabei?

Tja, jede(r), der sich Familienmanager(in) nennen darf, weiß, dass das am Ende doch an einem selber hängen bleibt und sich vieles am Ende doppelt und dreifach rächt. Ich jedenfalls bin alles andere als eine Glucke. Ich lasse meine Kinder ihre Streitereien selber regeln, ich mute ihnen zu, sich selbst um ihre Sachen zu kümmern. Ich komm auch mal klar, wenn die Zähne ungeputzt sind. Aber dann weint das Kind morgens, weil die Finger so frieren, also muss ICH in den Fundsachen nach den Handschuhen wühlen, weil es dazu alleine echt nicht in der Lage ist. Also muss ICH mal nachforschen, warum sich die Mädchen nicht mehr treffen wollen und ob das nicht mit etwas elterlicher Hilfe wieder einzurenken ist. Also bin am Ende doch ICH verantwortlich dafür, dass die Kinder gesunde Zähne haben, zumindest wenn sie noch im Grundschulalter sind.

Grabenkämpfe

Und dann sind es noch hundertachtzig Dinge mehr, die scheinbar nichtig sind und am Ende doch für Familienfrieden, Gesundheit und etwas weniger Chaos sorgen. Auf Instagram höre ich aus den Kommentaren vieler Frauen heraus, dass sie frustriert sind. Fehlende Anerkennung für all die Mühe und die Sicht von außen auf ihre Arbeit zuhause macht sie wütend. Es gibt viele Mütter, die sich bewusst für die Arbeit mit den Kindern und dem Haushalt entschieden haben. Aber sie reagieren fuchsteufelswild, wenn andere fragen: reicht dir das denn? Ist dir Wäsche, Kochen und Co echt genug? Kein Wunder sind sie so sauer und kein Wunder entbrennt oft ein erbarmungsloser Streit zwischen den Frauen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen und denen, die zuhause schuften. Denn wer möchte sich schon vorwerfen lassen, er sei mit so einer scheinbar niedrigen Tätigkeit zufrieden und brauche keinerlei intellektuellem Anspruch bei seinem täglichen Tun.

Meiner Meinung nach kommt diese Sicht auf die Arbeit zuhause daher, dass in unserer Gesellschaft die Care-Arbeit generell viel zu wenig geschätzt wird. Das sieht man an der schlechten Bezahlung für Pflegende, für Erzieher oder Krankenschwestern. Aber sind das nicht die Menschen, auf die wir alle früher oder später am meisten angewiesen sind? Wieso ist uns diese Arbeit so wenig wert? Die Arbeit mit unseren Kindern zum Beispiel, da kümmern sich Erzieher darum, dass unsere Kinder gut aufgehoben sind. Dass sie es warm und schön haben, basteln, spielen, lachen und gefördert werden. Pfleger*innen kümmern sich um Alte und Kranke, helfen beim Essen, Anziehen, beim Medikamente einnehmen, verhelfen zu Würde, streicheln über eine faltige Wange und schenken Zeit, sofern sie die überhaupt haben. Diese Menschen tragen extrem viel Verantwortung und bekommen doch nur einen winzigen Bruchteil von den Gehältern anderer.

Hausarbeit ist öde

Wäre uns das Kümmern um andere Menschen, seien es die eigenen Kinder, fremde Kinder, alte oder kranke Menschen, mehr Wert, wären Tätigkeiten wie diese angesehener und im Beruf besser bezahlt, würde es auch nicht so sehr frustrieren. Und die Arbeit zuhause, die keiner sieht und die scheinbar auch keine RICHTIGE Arbeit ist, würde viel lieber getan. Und da bin ich noch bei einem weiteren Punkt, der mir wichtig ist. Denn immernoch frage ich mich, warum diese Tätigkeit immer noch von viel zu wenigen Männern ausgeführt wird. Eine Antwort fand ich neulich in dem sehr empfehlenswerten und tollen Buch von Christan Hanne, Ein Vater greift zur Flasche (Affiliate Link). Darin erzählt der Vater, der sich im Büro in die Elternzeit verabschiedete um zuhause Haushalt und Baby zu wuppen, von der Reaktion seines Chefs:

Immer nur Füttern, Windeln wechseln und Wäsche waschen ist ganz schön mühselig. (…) Und den ganzen Tag mit ienem Baby zusammen sien, ist auf Dauer auch ganz schön öde. (…) Da gehlt es einem doch an intellektueller Inspiration, da kommt ja höchstens ein wenig Gebrabbel.“ (S. 10f)

Die Väter müssen ran

Ich wette, so etwas wurde eine Frau noch nie gefragt, die sich in die Elternzeit verabschiedete. Keiner fragt sich, ob es ihr auch mal zu langweilig würde. Oder besser gesagt: warum wird hier der Vater gefragt? Schließlich muss die Care-Arbeit ja einer machen. Aber alle scheinen davon auszugehen, dass diesen Job „ohne intellektuelle Inspiration“ die Mutter macht. Und so sehe ich nur eine Lösung darin, dass mehr und mehr Männer auch zuhause bleiben, so wie Christian Hanne, der Autor, es getan hat.

Wir müssen irgendwie den Haushalt schmeißen, wir müssen für unsere Kinder da sein und uns um sie kümmern. Dazu gehören auch die ganzen Lapalien wie Schuhe kaufen, zu kleine Kleidung aussortieren oder Hausaufgaben beaufsichtigen. Wenn mehr Männer zuhause Verantwortung übernehmen, wenn es wirklich eine freie Entscheidung wäre, zuhause zu bleiben, wenn diese Arbeit endlich als wichtig und nötig und überaus ehrenwert angesehen wird, dann erledigten sich auch die Kämpfe unter den Frauen. Dann würde keine spöttisch auf die herabblicken, die sich in den jungen Kinderjahren für das Familienmanagemenet entscheiden und andere Frauen könnten ohne Probleme die Care-Arbeit zur Abwechslung mal in die Hände ihrer Männer geben, um endlich wieder ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Für mich gibt es keine wertvollere Arbeit auf der Welt als sich um meine beiden Söhne und um meine Tochter zu kümmern. Dafür zu sorgen, dass sie eine schöne Kindheit, genug saubere Kleider und gesundes Essen haben, dass sie sich ihren Hobbys und Freunden widmen können und zuhause einen gemütlichen Ort finden, an dem sie sich wohl und geborgen fühlen können. Aber ich habe dafür jetzt lang genug die Hauptsorge getragen. Daher werden Anton und ich in der nächsten Zeit nach Mitteln und Wegen suchen, dass er öfter zuhause ist und ich wieder öfter meinem Beruf nachgehen kann.

Eine gute Welt

Meine persönliche Utopie ist nach wie vor, dass Eltern sich beides teilen. Dass sie in den Jahren, in denen die Kinder klein sind, reduziert arbeiten können. Sie geht ins Büro, während er Kinderschuhe kaufen geht. Sie kümmert sich um die Wäsche, während er in Ruhe im Homeoffice arbeitet. Wenn die Kinder größer sind, gibt es tolle und bestens betreute Ganztagsschulen mit wunderbaren Pädagog*innen, denn der Staat lässt sich die Chancengleichheit der Kinder endlich richtig was kosten. Und Pfleger*innen, Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen bekommen endlich das Gehalt, das sie verdienen. Was ist uns die Care-Arbeit wert? Und wie möchten wir die Menschen behandeln, die sich kümmern?

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Schau doch mal auf Instagram vorbei. Dort poste ich all meine Ideen, die zu einem entspannteren Eltern-Leben führen. Hier gibts außerdem vormittags die #Müttersprechstunde, in der ich live mit dir diskutiere. Wir sprechen über den Druck, der manchmal auf uns lastet, über tolle Bücher, über Lustiges und über Finanzielles, denn ich engagiere mich mit Sophie von @kinderhabenblog mit unserem Projekt MamasUndMoneten für Aufklärung in Sachen Geld. Da haben viele von uns nämlich Nachholbedarf, ich übrigens auch. Und manchmal sind hier auch die Schwabenmütter zu Gast. Das sind ein paar Frauen mit Dialekt und einer Menge Power. Sie helfen uns ein bisschen aus dem Mama-Trott hinaus und haben tolle Ideen, wie wir mal Fünfe gerade sein lassen. Ich freue mich, wenn du dabei bist.

Vor ein paar Tagen habe ich hier geschrieben, wie gestresst ich derzeit bin und dass mir der Alltag mit den Kindern gerade zusetzt. Immer wieder habe ich so eine Phase und dann bringt mich jede Kleinigkeit auf die Palme. Wenn aber momentan keine großen Veränderungen möglich sind, die mich entlasten, wie kann ich mir dann selber etwas Abhilfe schaffen?

Die Schwarmintelligenz ist ein tolles Mittel, um kreative Ideen zu sammeln und deshalb habe ich die Müttersprechstunden-Community auf Instagram befragt. Was machen andere Eltern so, um ihren Alltag zu entlasten? Viele Nachrichten haben mich erreicht, die ich dir hier nicht vorenthalten möchte. Wetten, die ein oder andere Anregung ist auch etwas für dich? Mach doch mittags mal einen Power-Nap mit dem Schlüsseltrick, um ein wenig Kraft zu tanken! Oder wäre es nicht spitze, einmal im Monat einen Nachmittag lang einen Babysitter zu buchen und nur etwas für dich zu tun? Wohnung ausmisten, Brotdosen am Abend vorbereiten…. los gehts, such dir aus, welche Idee etwas für dich wäre!

  • Am Wochenende eine Stunde im Bad einschließen. Duschen, Rasieren, Nägel lackieren, dabei Musik hören und Tee trinken. Alle anderen Familienmitglieder müssen draußen bleiben. Vielleicht geht der Papa einfach mit den Kindern raus?
  • Gönn dir eine Haushaltshilfe. Kostet Geld, aber ist super investiert. Kannst du irgendwo etwas abzwacken? Weniger Schuhe kaufen oder den Coffee to go einsparen?
  • Das Kind ein oder zwei Mal die Woche länger im Kindergarten lassen. Manchmal lassen sich Betreuungszeiten ja flexibel ändern. Du bist keine Rabenmutter, bloß weil dein Kind etwas länger im Kindergarten bleibt und du die Zeit für dich nutzt. Dein Kind wird sich über eine glückliche Mutter umso mehr freuen!
  • Wieso nicht ab und an den Lieferservice bestellen! Heute mal keine Lust zu kochen, den Tisch zu decken und abzuräumen? Pizza bestellen und mit den Fingern essen, die Kinder werden jubeln.
  • Öfter mal im Hier und Jetzt sein! Ist schwer, ich weiß, und bedarf der Übung. Aber wie oft denken wir im Büro an die Kinder und nachmittag auf dem Spielplatz an den Schreibtisch? JETZT sitze ich hier und verdiene Geld, alles andere ist egal. JETZT sortiere ich die Wäsche und höre Musik, JETZT liege ich hier mit meinem Kind und kuschele.
  • Simpel und doch so schön: eine halbe Stunde in der Sonne sitzen und Tee trinken. Mach dein eigenes kleines Tee-Ritual draus. Es gibt die feinsten Teesorten zu kaufen und du findest garantiert deinen Lieblingsplatz, auch ohne eigenen Garten.
  • Powernap machen. Dir fallen nachmittags die Augen zu? Dann leg dich mit einem dicken Schlüsselbund in der Hand aufs Sofa, die Hand mit dem Schlüssel hängt über dem Boden. Sobald deine Muskeln schlaff werden und der Bund auf den Boden fällt, war der Schlaf lang genug und du fühlst dich wach und frisch, versprochen!
  • Nein sagen. Zugegeben, ein oller Kalauer, aber „Ein Nein zu dir ist ein Ja zu mir“ ist ein weiser Spruch. Wenn jemand eine Bitte an dich trägt (Elternbeiratsposten übernehmen, Kuchen backen, Bericht schreiben), du aber im Stress bist und keine Zeit hast, antworte: „Ich würde dir gerne helfen, aber ich kann gerade einfach nicht.“
  • Wenn deine Kinder größer sind, lass sie nachmittags Verabredungen treffen. Dann sind sie für ein paar Stunden aus dem Haus und du hast ein wenig Zeit für dich.
  • Zwischen Job und Kindern unbedingt eine Pause einlegen. Mach das, was dir gut tut: Serien schauen, zocken, Musik hören, ein Buch lesen, in einer Zeitschrift blättern.
  • Abends Dinge tun, die dir so richtig Spaß machen. Spiele zocken, Karaoke singen, Schal stricken, Schaumbad nehmen. Und freu dich schon den ganzen Tag drauf.
  • Sachen aussortieren. Nehmt euch gemeinsam ein Wochenende und mistet aus. Wer weniger Dinge besitzt, räumt schneller auf. Das Instandhalten, Aufräumen und Anschaffen all der Sachen ist ein ewiger Zeiträuber und wir brauchen viel weniger als wir denken.
  • Mach auch am Wochenende Pausen. Nach dem Mittagessen bittest du die Kinder, für eine halbe Stunde das Wohnzimmer zu verlassen. Leg dich aufs Sofa und ruh dich aus, bevor ihr eure Unternehmungen macht.
  • Mach den Haushalt, auch wenn die Kinder da sind. Bezieh sie ein oder lass sie zuschauen. Mach nicht die ganze Arbeit in der wenigen Zeit, die du für dich hast.
  • Gönn dir doch einfach einen Babysitter. Einmal im Monat, mitten in der Woche, einen Nachmittag lang. Schenk dir diese Zeit ganz bewusst.
  • Bereitet gemeinsam abends schon den nächsten Tag vor: Kleider rauslegen, Frühstückstisch decken, Brotdosen fertig machen. Das spart Zeit und Nerven am Morgen, wenn alle noch grummelig sind.
  • Einer von euch erledigt den Supermarkteinkauf einfach abends, wenn die Kinder im Bett sind. Dann spart ihr euch die Action am Tag.
  • Lasst euer Kind mal bei Freunden übernachten, wenn es das möchte.
  • Wenn das Kleinkind seinen Mittagsschlaf macht, kann das ältere Kind Hörspiele hören und die Mama ausruhen
  • Wenn du das Glück hast, Oma und Opa in der Nähe zu haben, spann sie so oft es geht ein.
  • Täglich Bewegung und Sport tut total gut. Egal ob Joggingrunde, Spaziergang oder kleine Wanderung.
  • Ich weiß, fällt vielen schwer, aber das Chaos ignorieren (lernen).
  • Eine Mama hat den Newsletter von Casablitzblanka empfohlen, um schnell Ordnung in die Bude zu bekommen.
  • Kleinen Tischkalender anschaffen und alle Termine eintragen. Gute Organisation spart Nerven.
  • Mittagessen vorkochen und einfrieren.

Wahnsinn, die Liste, oder? Wenn Mütter (und Väter) ihre Ideen teilen, kommen Inhalte für ein ganzes Buch zusammen. Ich werde in zwei Wochen zu einer dreiwöchige Kur ohne Kinder aufbrechen und da sicher eine ganze Menge weitere Tipps kennenlernen, mitnehmen und dir dann berichten. Das Leben mit Kindern kann wirklich anstrengend sein und da ist es umso wichtiger, sich kleine Inseln der Ruhe zu schaffen. Ich hoffe sehr, du kannst mindestens eine Idee verwerten. Wenn dir noch mehr einfällt, schreib mir doch gerne in die Kommentare. Gemeinsam sind wir ganz schön stark!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Und vielleicht hast du Lust, auch mal in die Müttersprechstunde zu kommen? Ich freue mich auf dich!