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Vereinbarkeit Familie und Beruf

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Warum ich ohne meinen Beruf unglücklich bin Letzte Woche hat mich ein Text sehr beeindruckt: Vereinbarkeit geht nur zusammen! Diese 11 Dinge haben wir durch unser Modell gelernt. Coachin Hanna schrieb auf Edition F darüber, dass sie sich schon vor der Geburt ihres Kindes Gedanken darüber machte, was das Mamawerden für ihr (Arbeits-)Leben bedeuten würde. Sie wollte kein traditionelles Familienmodell leben und den Großteil der Hausarbeit und der Kinderbetreuung übernehmen, sondern auch ein Leben haben, das außerhalb der Familie stattfindet. Achtung, Mütterfalle! Hanna hat mit ihrem Partner darüber gesprochen und das zur Bedingung der Familiengründung gemacht. Heute berät sie in ihrer Coaching-Praxis Frauen und Mütter und gibt ihnen diesen weisen Rat, der ihr das Leben so viel einfacher gemacht hat: „Macht euch Gedanken und sprecht, wenn möglich, vor der Schwangerschaft mit eurem Partner über eure Zukunft.“ Von alleine wird sich nämlich nichts finden, sagt Hanna, und das kann ich nur…

Diese Woche haben wir ein Thema in der Müttersprechstunde auf Instagram: Zurück in den Job! Einige Mütter tragen sich mit dem Gedanken, wieder durchzustarten, trauen sich aber nicht so recht. Manche wissen nicht, wie sie das zeitlich schaffen sollen und wie das mit den Kindern klappt. Manche möchten gar nicht im alten Beruf arbeiten, andere haben Angst vor der eigenen Courage. Diskutieren wir doch mal gemeinsam darüber und tauschen uns aus. Beruf vs. zuhause arbeiten Im Übrigen gehe ich nicht davon aus, dass alle Mütter berufstätig sein wollen. Immernoch entscheiden sich einige Frauen für die Arbeit zuhause, denn mit Kindern gibt es ja immer viel zu zun. Auch wenn sie dann in die Schule kommen, wird es nicht unbedingt weniger und oft ist es nötig, bei den Hausaufgaben zu helfen, die Kinder zum Flöten und zum Fußball bringt und da ist, wenn eines von ihnen krank wird. Letztendlich sollte das…

Familienpolitik in Deutschland Elternsein ist wahrlich kein Zuckerschlecken! Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mühselig, denn noch immer scheint es kaum möglich, mit einer reduzierten Arbeitsstelle beruflich vorwärts zu kommen, Home Office funktioniert längst nicht überall, noch immer sind Präsenzpflicht und Meetings um 9 Uhr morgens oder um 18 Uhr abends die Regel. Aber nicht nur jobtechnisch ist das Leben mit Kindern mit vielen Hürden verbunden. Auch der Staat macht es uns schwer: Das Ehegattensplitting fördert den Einverdienerhaushalt mit hohem Risiko für den oder die, die zuhause bleibt. Dazu kommt, dass uns Familien mächtig in die Taschen gegriffen wird. Wir sorgen zwar mit unseren Kindern dafür, dass sich unser Sozialstaat trägt (die nachkommende Generation wird unsere Rente bezahlen), aber das Kinderhaben ist teuer. Tonnenweise Windeln, Anziehsachen, Spielzeug, Kitagebühren, Schulausrüstung und Nachhilfe – ein Kind kostet uns im Laufe des Lebens knap 125.000 Euro, dabei ist die Ausbildung nach der Schule…

Mutter sein. Da ist Marie. Sie ist super organisiert. Sie schmiert Brote, schmeißt Wäsche in die Maschine, verteilt die Aufgaben per Orgatool an die Familie, dann fährt sie ins Büro. Nach fünf Stunden Arbeit düst sie nach Hause, Ben braucht Unterstützung bei den Hausaufgaben. Trotzdem sie immer hetzt und alles gibt, verdient sie nur noch die Hälfte ihres früheren Gehalts. Sollte sie sich von ihrem Mann trennen wollen, müsste sie sich beim Sozialamt vorstellen. Als ihr der Joghurt auf den Boden fällt und hunderttausende Spritzer auf den Kückenschränken hinterlässt, hat sie kurz das Gefühl, heulen zu müssen. Da ist Ella. Sie ist wütend auf so Vieles um sie herum. Sie nervt der Druck, als Mutter alles perfekt machen zu müssen. Neulich hat sie das einer Freundin gesagt, die den Kopf schüttelte. „Ella, als Mama musst du eben Abstriche machen. Genieß die Zeit, in der deine Kinder klein sind!“ Sie diskutiert…

Nichts zu bereuen und ein Grund, es anders zu machen Ich habe schon einige Dinge bereut! Mir mit 12 Jahren die Haare abzuschneiden, so manches Date in meiner Jugend oder die Entscheidung, ein rein geisteswissenschaftliches Fach zu studieren. Niemals aber habe ich bereut, Mutter zu werden. Eines würde ich allerdings anders machen, wenn ich noch einmal mit dem besten Mann der Welt voller Vorfreude und Ungeduld beschlossen hätte, eine Familie zu gründen: Mit ihm über unsere berufliche Zukunft zu reden, über Haushaltskram und Arbeitsaufteilung. Das hatte ich nicht auf dem Schirm, als ich mit 27 Jahren schwanger wurde. Ich machte mir Gedanken um den richtigen Namen für das Kind, um den besten Kinderwagen und schadstofffreie Wickelunterlagen. Wie es aber mit mir in den nächsten Jahren so weitergehen sollte, das habe ich ausgeblendet. Ich habe ein Jahr Elternzeit beantragt, danach wollte ich in Teilzeit wieder arbeiten gehen. So machen es schließlich…

Wir lieben uns, Anton und ich. Wir bleiben für immer zusammen, denn er ist der allerbeste Mann, den es gibt. Wieso eigentlich brauchen wir dann einen Ehevertrag, der die Trennung regelt? Anton teilt doch alles mit mir, Bett, die Schichten, wenn Kinder krank sind, Vermögen, Rentenpunkte und die Flasche Sekt gestern Abend. Über den unsachgemäßen Gebrauch von Bohrmaschinen Aber ab und zu gibts auch mal Ärger. Zum Beispiel vorgestern, als ich ein Regal für mein Arbeitszimmer anbringen wollte. Die Bohrmaschine aus dem Keller geholt, ein Loch gebohrt und mich dabei saugut gefühlt. So lange, bis es fitz gemacht hat und ich die Stromleitung traf. Als Anton nach Hause kam, entspann sich ungefähr folgendes Gespräch: „Sag mal, bist du wahnsinnig? Du darfst niemals über einer Steckdose bohren!“ „Upps, nicht gesehen.“ „Guck dir doch mal die Wand an, wie die aussieht!“ Popeliger Streit, völlig unwichtig, und dennoch saß ich eine Weile beleidigt…

Neulich saßen Anton und ich ziemlich müde auf dem Sofa. Eigentlich wollten wir nur unsere Lieblingssendung Neomagazin Royale anschauen, aber ich hatte so ein paar Fragen zu klären. Es gab ein paar persönliche Angelegenheiten bei dem einen Kind und gesundheitliche Problemchen bei dem anderen. Nichts wirklich Weltbewegendes, aber für mich dennoch wichtig. Außerdem hatte ich so ein paar Dinge auf der Liste, bei denen ich Rat brauchte. Sollte ich für Oskar jetzt schon gefütterte Winterschuhe kaufen? Dann würde er aber bei diesem warmen Wetter schwitzen. Ein paar ungefütterte hingegen plus die warmen für die kalten Tage wäre schon eine größere finanzielle Investition. Jeder, der schon einmal Kinderschuhe gekauft hat, weiß warum. Ach, diese Lapalien Es waren so die üblichen Angelegenheiten, mit denen Eltern zu tun haben. Oder sollte ich besser sagen, Mütter? Jedenfalls war Anton müde und schlief während meines Monologs ein (er hatte die Nacht zuvor Oskars Wehwehchen versorgt…

Eine Frau zeigt, wie es geht #MamasUndMoneten Bei mir hat sich eine Frau gemeldet, die gerne etwas zu Sophies und meinem Projekt #MamasUndMoneten beitragen möchte, aus verständlichen Gründen anonym. Mich hat der Text sehr berührt und ich bewundere die Autorin. Sie schreibt darüber, dass sie schon ihre Ausbildung so gewählt hat, dass sie von ihrem Beruf später auf jeden Fall gut leben kann. Und sie beneidet die Menschen, die sich in ihrer Berufswahl davon leiten lassen konnten, wie sie sich am besten selbstverwirklichen können. Das sind wahre Worte, denn ich würde soweit gehen: eigentlich kann es sich (leider) keine Frau leisten, die Ausbildung nur nach den Leidenschafts- und Spaßfaktoren zu wählen, wenn sie finanziell unabhängig sein möchte. Das ist sehr schade, aber ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich selbst habe Literatur und Geschichte studiert und hätte schon früher wissen müssen, dass ich so später in die Mutter-Teilzeit-Falle tappen würde. Andererseits,…

Über den Titel musste ich zuerst lachen. Sophie vom Blog Kinder haben, mit der ich das Finanzprojekt #MamasUndMoneten gestartet habe, hat mich auf das Buch gebracht: Helma Sick und Renate Schmidt, die beide in der Reportage „Frauen in der Rentenfalle“ zu Wort kommen, haben es geschrieben. „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ (Affiliate Link) klingt provokativ, aber hat mich überzeugt. Finanzielle Unabgängigkeit ist kein reines „Feministinnen-Ding“, sondern ein sehr erstrebenswertes Ziel für JEDEN MENSCHEN. Warum Frauen sich mit diesem Thema besonders schwer tun, erklären die beiden nachvollziehbar und ich fühle mich ertappt. Es geht aber auch um Veränderungen in Politik, Gesellschaft und Arbeitsumfeld. Ein echt spannendes Thema ist das und es geht uns alle etwas an. Ich habe bisher einen großen Bogen darum gemacht, mit dem Finanzprojekt wollen Sophie und ich das aber nun angehen und wir möchten dich mitnehmen, inspierieren und dich dazu animieren, dich mit deiner finanziellen Absicherung auseinander…

Mütter in der Zerreißprobe, zweiter Teil Mütter in der Zerreißprobe, so hieß mein Text, den ich im Dezember letzten Jahres veröffentlicht habe. Darin ging es um die Zerrissenheit, die viele von uns schlaucht. Grund für meine Gedanken waren viele Freundinnen, die bei mir am Tisch saßen. Beim Kaffee trinken erzählten sie von zuhause und berichteten alles das gleiche: Die viele Arbeit im Haushalt und mit den noch kleinen Kindern, die Doppelbelastung mit dem Job und die Abwesenheit der Männer quälte sie. Die Generationen vor uns Ich recherchierte und stieß auf eine WDR-Reportage, die diese Zerrissenheit beschrieb und ein paar Erklärungen lieferte. Wir Frauen waren ein bis zwei Generationen früher in einer anderen Situation. Es war normal zu heiraten, Kinder zu bekommen und den Haushalt zu führen. Es war kein entspannteres Leben, denn Haushalt und Kids waren und sind ein Fulltime-Job. Aber Frauen haben von ihren Müttern gelernt, das als gegeben…