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Unsere Einschlafrituale

Ins Bett gehen kann ja was richtig Schönes sein, sowohl für die Eltern als auch für die Kinder. Damit dieser Teil des Abends gut klappt, gibt es so manche feinen Rituale. Vorlesen, Musik hören, ein Gutenacht-Kuss: das alles gehört in vielen Familien dazu. Heute möchte ich euch erzählen, wie wir so einschlafen, und habe einen richtig tollen CD-Tipp für ein gelungenes Einschlaf-Ritual!

Oskar fliegt ins Land der Träume

Oskar schläft vormittags viel. Das macht er aber nur, damit er wach ist, wenn Luise und Jimmy aus dem Kindergarten kommen. Dann nämlich hält er die Augen offen um nichts verpassen, wenn sie da sind. Oskar kichert oft laut und kann sich nicht satt sehen an seinen großen Geschwistern. Deshalb ist er abends auch platt wie eine Flunder. Er genehmigt sich noch seinen Abendbrei, hat eine kleine Begegnung mit dem Waschlappen, dann ziehe ich ihm den Schlafanzug und den Schlafsack an.  Nun wirds gemütlich: nachdem Anton, Luise und Jimmy unisono „Schlaf gut, Oskar“ gerufen haben, gehen wir ins dunkle, kühle Schlafzimmer und ich trage Oskar ein bisschen herum. Dabei hören wir die wundervolle, neue CD von der la-le-luna Familienband Und wie schläfst du ein?: erst der Klassiker „Guten Abend, Gut´Nacht“, dessen erste Strophe so zuckersüß von der vierjährigen Maya-Elodie gesungen wird. Dann das russische Schlaflied „Bajuschki Baju“, und schon gehts für unseren Minni ab in die Wiege. Schnulli rein, Kuschelmaus in den Arm und Spieluhr aufgezogen, schlaf gut, lieber Oskar.

© la-luna-Familienmusik
© la-luna-Familienmusik

Jimmy und Luise gehn zur Ruh

Die Großen dürfen nach dem Abendessen noch etwas im Fernsehen schauen. Dann fängt der anstrengende Teil des Abends an: Spielsachen aufräumen, Schlafanzug anziehen, Zähne putzen – meist haperts an irgendeiner Stelle. Damit sich alle ein wenig einstimmen können, hole ich unsere neue CD aus dem Schlafzimmer und wir hören das „Papierfliegertraumlied“, eine so zarte und hübsche Melodie, dass sogar der wütende Jimmy ein wenig runter kommt. Der hat sich gerade noch laut darüber aufgeregt, dass er seine Fußballer zusammenräumen muss. „Oh wie wohl ist mir am Abend“ höre ich gerne, aber mit einem gewissen ironischen Blick auf den Text. In diesem Moment ist mir gar nicht so wohl, aber mit Musik geht es doch alles leichter. „Twinkle Twinkle“ ist ein Klassiker, den die Kinder gerne hören. Das Liedchen singen wir noch gemeinsam und dann gehts ab ins Badezimmer. Gegen Zähneputz-Verweigerung hilft oft eine kleine, selbst erfundene Geschichte von Karius und Baktus, die bei Kais großflächiger Putzaktion ihr Gartenhäuschen samt Anbau verlieren.

Im Bett geht es noch folgendermaßen weiter: Jimmy wirft einen Blick auf die Bundesligatabelle und bespricht mit Anton die Aufstiegswahrscheinlichkeit des VfB Stuttgart. Wenn an diesem Abend kein Spiel mehr läuft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Jimmy vor 21 Uhr die Augen zu hat. Vorher machen wir noch ein paar kleine Übungen für den Nacken und ich massiere ihm mit „Dufteöl“ den Rücken. Wir besprechen den Tag und dann ist Schlafenszeit. Luise braucht dagegen unbedingt noch Musik. Entweder wir singen „Mach die Augen zu“ von den Prinzen, ein absoluter Geheimtipp. Manchmal muss es auch „Ritter Klipp von Klapperbach“ sein, natürlich von uns mit Kastagnetten und Rasseln begleitet. Oder wir hören von der la-luna-Familienband „Thula Tu“. Wenn die CD schon mal läuft, lasse ich mich auch gerne noch zu einem „Müde bin ich, geh zur Ruh“ überreden und das Papierfliegertraumlied geht sowieso immer! Luise ist leider etwas hartnäckig, was das Schlafen angeht. Nach einer Folge Bibi & Tina über die Kopfhörer hat sie meist noch Durst, Bauchschmerzen oder Bedarf nach einem Kinderpflaster.

Unsere neue Lieblings-CD: Und wie schläfst du ein?

Ich bin jedenfalls so froh über unsere neue CD mit Einschlafliedern, denn ich weiß die Juwelen der Kindermusik zu schätzen! Die außergewöhnliche Band kenne ich sogar persönlich: die strahlende Isabel, deren bloße Anwesenheit gute Laune macht, ihre fünf musikalischen Kinder, die mitsingen, musizieren, Songtexte schreiben und ebenso um die Wette strahlen können wie ihre Mutter, Anette mit ihrer Violine und der sanften Stimme, die in diesem Monat ein weiteres kleines Bandmitglied auf die Welt gebracht hat, sowie den vielen Helfern im Hintergrund.

© la-luna-Familienmusik
© la-luna-Familienmusik

Ihr könnt bei der Musik raushören, dass sie von einer echten Familie gemacht wird, dass echte Kinder singen, dass sie einfach authentisch ist. Die Instrumente klingen so toll und die Abwechslung traditioneller Einschlaflieder mit selbstkomponierten Songs (teilweise von der ältesten Tochter, wow!) ist klasse arrangiert. Im Booklet findet ihr neben den vielen Bildern übrigens auch ein paar Anregungen für euer ganz persönliches Einschlafritual.

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Neulich haben wir ein Live-Konzert der la-luna-Familienband im Haus der Geschichte in Stuttgart besucht. Gemeinsam mit zwei Musikern aus Syrien haben Anette, Isabel und vier der Kinder die neue CD vorgestellt und es war ganz wundervoll. Bei den Konzerten lümmeln alle kleinen und großen Zuhörern auf kuscheligen Kissen herum, es ist kurzweilig und abwechslungsreich: also perfekt für das erste Konzerterlebnis für ganz Kleine. Jimmy und Luise waren jedenfalls ganz begeistert. Selbst Oskar war dabei, und schlummerte währenddessen seelenruhig ein.

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Fotograf: Bilal Hassaf

 

Wenn ihr also noch ein Geschenk für den Nikolausstiefel, ein schönes Kindergeburtstagsgeschenk, einen Volltreffer unter dem Christbaum oder einen KinderinsBettbring-Beschleuniger sucht: wir können die neue CD der la-luna-Band absolut empfehlen. Sie ist sowohl für Kinderöhrchen als auch für Zukowski-müde Erwachsenen-Lauscher bestens geeignet.

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© la-luna-Familienmusik

Mehr Infos findet ihr auf der Homepage der Band: la-luna-familienwelt.de sowie auf dem überaus interessanten Blog zum Thema Musik lebendigefamilienzeit.de

Ps.: Wir hören sie übrigens auch auf langen Autofahrten. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gemütlich das ist, wenn es draußen dunkel wird und alle gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ singen!

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Warum Kinder nicht einschlafen können

Die letzte Stunde ist unter Eltern besser bekannt als die Rushhour des Tages: Kinder bettfertig machen, widerspenstige Mädchen zum Zähne putzen überreden, eine Runde Sandmännchen anschalten, Bücher vorlesen, Fragen beantworten, singen, Rücken kraulen, Küsschen geben, zudecken, Licht ausmachen und Ruhe brüllen.

Jetzt habe ich es mir gemütlich gemacht, sitze in Jogginghose vor dem Fernseher und knabbere Nüsse. Es könnte so schön sein: zwei Stunden Ruhe und Zeit um zu tun, was ich möchte. Was aber nun folgt, dürfte manchen Eltern bekannt vorkommen…

Abends, halb neun in Deutschland

Heute schreibe ich hier zehn Gründe nieder, warum unsere Kinder abends nicht einschlafen können. Es kommt vor, dass die Kinder alle zehn an einem einzigen Abend abarbeiten, immer schön nacheinander. So zieht sich die Einschlafzeit über knapp zwei Stunden hin und die Lieblinge schlafen genau dann seelenruhig, wenn Klaus Kleber die Spätnachrichten spricht und Papa auf dem Sofa eingeschlafen ist.

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  1. Das Glas Wasser ist leer, abgestanden, abwesend oder umgefallen. Es wird die Bitte geäußert, möglichst schnell für Flüssigkeit zu sorgen, da das Kind sonst umgehend verdursten könnte. Immer dann, wenn die Nerven der Erziehungsberechtigten am dünnsten sind, kippt ein volles Glas Sprudel um und Flüssigkeit sickert in Bettritzen, auf das gute Parkett oder benetzt die gesamte Bettwäsche.
  2. Das Kind friert oder ihm ist warm. Es möchte gerne eine weitere Decke, eine leichtere Decke oder gleich ein ganz neues Schlafgewand. Über letzteres wird noch fünf Minuten diskutiert, denn es möchte unbedingt genau den Schlafanzug, der just in diesem Moment in der Waschmaschine seine Runden dreht.
  3. Das Kind kann nicht einschlafen. Hier helfen auch keine Verweise der Eltern darauf, dass um diese Zeit garantiert schon die gesamte Kindergartentruppe tief und fest schläft und nur genau dieses Kind als einziges Kind auf der ganzen Welt jetzt noch wach sei.
  4. Das Kind hat Schmerzen. Oft im Hals (es verlangt nach einem Halsbonbon), meist im Bauch (ein warmes Kissen muss her), gerne im Bein (ein kühles Kissen würde helfen), hin und wieder auch am Knöchel (hier wäre ein Bibi&Tina-Pflaster von Nöten) oder im Ohr (Wie wäre es mit einem Zwiebelsäckchen?). Einige Erziehungsberechtigte vermuten mittlerweile, dass es sich dabei um Phantom-Schmerzen handeln könnte, die einzig und alleine auf Punkt drei zurückzuführen sind.
  5. Das Kind hat Fragen, die sich nicht aufschieben lassen. Sie betreffen den morgigen Tag, das heute erlebte oder der Urlaub vor einer Woche. Es kann sich aber auch um Weihnachten vor drei Jahren oder die Osterzeit 1985 handeln. Fragen wie „warum spielt Phillip Lahm nicht mehr für die Nationalmannschaft“ oder „Papa, warum hast du nicht Tante Teresa geheiratet“ verlangen meist auf der Stelle nach Antworten.
  6. Das Hörspiel ist zu Ende und das Kind möchte gegen 21:15 Uhr ein weiteres hören. Oder das Hörspiel ist zu langweilig und das Kind verlangt nach einer anderen CD. Oder der iPod spielt im Random-Modus auf einmal „Die drei Fragezeichen und das Monster aus dem Gruselbahnhof“ anstelle von „Bibi Blocksberg und das traurige Einhorn“, worauf das Kind vor Schreck lauthals zu schreien beginnt.
  7. Das Kind verspürt Hunger. Der Hinweis, dass es dann eben beim Abendessen ordentlich essen soll und dass vier Scheiben Gurken und Käse ohne Brot keinen Magen füllen, können die Erziehungsberechtigten gerne auch aus dem Fenster und in den Wind sprechen, es hätte den gleichen Effekt, und wird vom Kind mit stoischer Miene ignoriert.
  8. Das Kind möchte wissen, wie das Ergebnis des Bundesliga-Spiels lautet, dass nun um knapp 22 Uhr langsam sein Ende nimmt.
  9. Das Kind spürt komische Gefühle am Körper: Die Mückenstiche jucken! Beim Kratzen und um sich Treten hat sich das Kind außerdem den Fuß verletzt. Es verlangt nach Abhilfe, verwehrt aber Anti-Juck-Salbe, einen heißen Löffel oder den Bite-Me-Stick und steckt so in einer unlösbaren Situation.
  10. Das Kind hat Angst und möchte nicht mehr alleine schlafen. Es wünscht, samt Decke und Teddybär den Rest der Nacht im   zu ruhen.

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Was kannst du tun, damit endlich Ruhe herrscht?

Bei uns gibt es verschiedene Lösungen:

  • Die Kinder dürfen mit der Taschenlampe noch ein Buch anschauen, dann ist aber wirklich Schluss!
  • Ich halte einen Vortrag über Elternzeit und Feierabend und hoffe, dass dieser eindrücklich genug ist.
  • Die Kinder haben die Erlaubnis, ins große Bett zu wandern.

In diesem Sinne wünsche ich dir heute eine gute Nacht!

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