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Kindergartenferien

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Viele Familien sind ja längst im Ferienmodus, bei einigen ist sogar schon wieder die Schule in Sicht. Ganz anders bei uns in Baden-Württemberg. Es gab nicht einmal Zeugnisse und wir haben noch ein paar Sommerabschlussfeste vor uns. Dennoch macht sich auch so langsam bei uns die Ferienstimmung breit. Das erste Mal haben wir ein Schulkind, das sich auf sechs Wochen Pause freut und das erste Mal frage ich mich, wie ich sechs Wochen Schulferien rumkriegen soll. Daher habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und erzähle dir heute, wie bei uns die nächsten sechs Wochen ablaufen.

Ab in den Wald

Leider, leider haben wir keinen Platz bei den Waldwochen mehr bekommen. Dort wollte ich Jimmy anmelden, damit er 14 Tage lang in der Natur verbringt, Stöcke schnitzt und Lagerfeuer macht. 15 Minuten vor Anmeldebeginn hatte sich Anton in eine Schlange gestellt, die sich drei Mal um das Gebäude schlängelte. Kurz bevor er dran war hieß es: „ab jetzt nur noch Warteliste“. Wir haben leider Pech und wissen nun für das nächste Jahr, dass wir wohl früher dran sein müssen. Aber ich habe mir dafür was anderes vorgenommen. Im Sommer, wenn das Freibad voll und die Luft stickig ist, bin ich gerne im Wald. Schatten, Natur und feiner Duft ist hier immer zu finden und so werde ich nachmittags die Kinder schnappen und einen Ausflug hin machen. Luise ist sowieso einmal die Woche mit dem Kindergarten dort und sie kann uns die schönsten Ecken zeigen. Hast du auch Bäume in der Nähe? Dann packt euch einen kleinen Picknickkorb und eine Decke ein und entert den Wald. Kostet nichts, tut allen gut und die Kinder sind garantiert beschäftigt.

Jugendfarmen – Paradiese ohne Eltern

Wir haben hier rund um Stuttgart viele Jugendfarmen, so auch in unsere Gegend. Ich bin immer begeistert von solchen Möglichkeiten, die Kinder unterzubringen. Das Tolle ist: Schulkinder dürfen hier ganz ohne Eltern sein, Feuer machen, Hütten bauen und Tiere versorgen. Es gibt sogar eine Ferienbetreuung für arbeitende Eltern. Allerdings ist die Jufa hier die ersten zwei Wochen zu, aber danach bringe ich Jimmy und seinen Freund sicher mal vorbei. Die Kinder werden dort von Pädagogen beaufsichtigt, dürfen aber in erster Linie machen, was sie wollen. Keine Mama, die meckert oder vor Gefahren warnt, eine große Gemeinschaft und vor allem eine bunt gemischte Bande. Ich halte nichts davon, Kinder in Wohlstandstruppen unterzubringen. Welches Leben lernen sie kennen, wenn überall nur gut behütete Akademikerkinder mit Gemüse in der Brotdose rumtoben? Ich mag es, wenn meine Kinder dort sind, wo alle anderen auch spielen. Lieber ein paar gepflegte Schimpfwörter als den ganzen Tag nur Helikoptereltern um sich herum! Schau doch mal, ob es sowas auch bei euch in der Nähe gibt. Für kleiner Kinder gibts Familien-Samstage, an denen auch Eltern kommen dürfen.

Angebote der Stadt

Städte, Vereine oder Kirchen bieten ziemlich viel Programm für Kinder an. Darunter picken wir uns gerne die schönsten Sachen raus. Jimmy hat sich ein dreitägiges Fußballcamp ausgesucht, Luise geht zwei Mal zum Ponyreiten. Der Nachbarsjunge hat sich für einen Einradkurs angemeldet und es gibt noch sehr viel mehr, sodass jedes Kind das richtige findet. Das Fußballcamp ist recht teuer, leider. Darum ist eine günstigere Idee, ein paar Jungs zusammen zu trommeln, zwei Tore aufzustellen oder zu zimmern und eine kleine Fußballweltmeisterschaft unter Nachbarn zu veranstalten. Schau doch mal, ob noch Plätze bei den Kinderveranstaltungen frei sind. Vielleicht ist ja auch etwas für deine Kinder dabei?

Kinderbetreuung teilen

Ich habe mich jetzt mal mit den Eltern von Jimmys Freunden abgestimmt. Wer ist wann im Urlaub und gibt es Zeiten, in denen alle hier sind? Dann teilen wir uns einfach die Kinderbetreuung. Ich nehme mal die Jungs mit auf den Spielplatz, ein Tag später darf Jimmy bei ihnen zuhause spielen. Auch Übernachtungspartys sind angesagt oder ein Zelt im Garten aufstellen ist eine spannende Aktion. In jedem Fall ist es immer gut zu wissen, wer von den Freunden und Nachbarn da ist, denn sicher langweilt sich gerade in diesen Momenten irgendwo ein anderer Junge.

Verreisen mit den Großeltern

Jimmy und Luise verreisen dieses Jahr mit den Großeltern und der Tante ans Meer. Uns ist die Fahrt mit dem kleinen Oskar zu weit und Anton muss viel arbeiten. Damit die Kinder aber dennoch in den Genuss von Salzwasser, feinstem Ostsee-Sand und Strandkorb-Glück kommen, gehts ohne Eltern eine Woche in den Verwöhn- und Spaßurlaub. Die Tante fliegt mit den beiden nach Hamburg, also wird es extra spannend, denn sie saßen noch nie in einem Flugzeug. Übrigens ist es in einem solchen Fall wichtig, dass die Kinder Reisepässe besitzen, auch wenn sie nur innerhalb von Deutschland fliegen. Und wir geben ihnen ein Dokument mit, in dem unsere Adresse steht und die Einverständniserklärung, dass sie mit Großeltern und Tante im Urlaub sein dürfen. Auch Krankenversicherungskarten und Impfpass sind dabei. Vielleicht wäre das auch mal eine Idee für euch? Wir haben hier zwar noch unseren Zweijährigen am Start, aber ich genieße eine Woche ohne Streiterei und freue mich dann umso mehr, wenn die beiden von so einer aufregenden Reise wiederkommen.

Urlaub auf dem Bauernhof oder mit dem Wohnmobil

Natürlich fahren auch wir noch eine Woche weg. Seit drei Jahren machen wir Urlaub auf einem wunderschönen Bauernhof im Allgäu. Luise kann reiten, Jimmy Fußball spielen, wir wandern und genießen die Ruhe. Es gibt kein W-Lan, dafür Berge, Seen und Tiere. Anton wünscht sich seit langem, mal in den Süden zu fliegen. Aber ich hänge so an den Bergen und mir graust es vor langen Autofahrten und Flugzeugen. Wir denken aber drüber nach, uns mal ein Wohnmobil zu mieten und nach Südfrankreich zu fahren. So ist die Reise nicht so lang, denn wir müssten die Strecke nicht an einem Stück bewältigen. Wer tolle Tipps und Tricks für so einen Urlaub hat, darf mir gerne einen Kommentar da lassen.

Weitere Ideen für die Ferien

  • mit den Kindern ein Wochenende zu den Großeltern an den Bodensee verreisen
  • ins Theater oder in die Kinderoper gehen
  • Zoo und Märchengarten besuchen
  • uns Singstar für die Playstation ausleihen und singen, was das Zeug hält
  • eine Brettspiel-Olympiade machen
  • Zusammen kochen und den Großeltern ein prächtiges Mahl servieren. In diesem Kochbuch (Affiliate Link) gibts dazu Rezepte
  • Ein kleines Grillfest für die besten Freunde veranstalten
  • Alle Freibäder testen und das beste küren
  • Ein Baumhaus bauen
  • Eine Führung in der Wilhelma (Zoo) buchen
  • An einem Badesee in der Nähe zelten gehen
  • mit der Handykamera einen Film drehen
  • zusammen mit den Kindern auf Festivals oder ein Konzert gehen
  • Momo (Affiliate Link) von Michael Ende lesen und dabei Kekse essen
  • ein riesen Planschbecken kaufen und aufstellen, auch wenn die Kinder schon größer sind
  • gemeinsam Kresse und Radieschen pflanzen und aufziehen
  • sich einen Hund im Tierheim ausleihen und Gassi gehen
  • Das Kinderzimmer ausmisten und einen kleinen Flohmarkt machen
  • im Park eine Slackline spannen und üben: Kinder UND Erwachsene
  • ein Bundesland-Ferien-Ticket für die Bahn kaufen und alle großen Städte in der Nähe besichtigen

77 weitere tolle Ideen für den Sommer findest du auf dem Blog Einer schreit immer. Und falls du wissen willst, was wir von unserern Vorhaben umsetzen, schau mal auf Instagram vorbei. Da nehme ich dich bei unseren Aktionen mit und erzähle dir auch von meiner kinderfreien Zeit. Und nun wünsche ich dir richtig schöne (Rest-)Ferien und ganz viel Spaß mit den Kindern. Und natürlich auch ohne *muhahahahahaha*

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Wenn der Kindergarten Ferien hat…. sind Mütter hin und wieder mit den Nerven am Ende. Wir haben hier schon oft über dieses Thema geschrieben und erst neulich hat Nina erzählt, warum sie froh ist, dass die Sommerferien bald vorbei sind. Ich schrieb vor einigen Wochen, dass die Pfingsferien für mich ein enormes Stresspotential boten und als ich gegen Ende der 14 Tage vor Erschöpfung heulend auf dem Wohnzimmerboden saß, war mir klar, dass sich was ändern muss. Heute erzähle ich dir, was ich dieses Mal anders gemacht habe. Es hat nämlich geklappt: die Kinder und ich hatten zwei wirklich tolle Wochen mit wunderbaren Ausflügen, Zeit zum Rumgammeln und Spielen, Freunde treffen und Neues entdecken.

1. Keine Verpflichtungen

Als Selbstständige hatte bisher immer große Skrupel, mich für mehr als ein paar Tage in den Urlaub zu verabschieden. Nun habe ich aber gemerkt, dass es a) einfach sein muss b) den Kindern und mir total gut tut und c) jeder auch mal abkömmlich ist.

Bisher habe ich in den Kindergartenferien abends gearbeitet, wenn die Kinder im Bett lagen und ich völlig erschöpft war. Oder ich habe mal mittags den Computer hochgefahren und einen Text lektoriert, während Baby Oskar meine Schreibtischschubladen auseinander genommen hat. Das hat immer für eine Menge Stress gesorgt und das Wissen um einen Abgabetermin gegen Ende der Woche hat mich bei jedem Ausflug mit den Kindern enorm unter Druck gesetzt. Dieses Mal habe ich mein Büro tatsächlich zugemacht und es war toll! So kam bei mir endlich Urlaubsstimmung auf und das hat auch den Kindern gefallen. Ich habe außerdem versucht, alle anderen Pflichten wie Arzttermine oder die Steuererklärung zu verschieben, sodass der Kalender richtig leer war. Das kann ich dir nur empfehlen, sofern das bei dir möglich ist. Jedenfalls werde ich im nächsten Jahr vorplanen und Urlaub nehmen, wenn der Kindergarten zu macht.

2. Den Tag strukturieren

Die Kinder fühlen sich wohl, wenn sie wissen, was der Tag bringt. Je kleiner sie sind, desto notwendiger ist eine solche Alltagsroutine. Wir haben uns einfach eine Ferienroutine erschaffen: Nach dem Aufstehen gab es erst einmal ein gemütliches Frühstück und natürlich dauerte es, bis alle wach waren. Aber danach haben wir uns angezogen, die Zähne geputzt und sind raus gegangen. Entweder ging es sofort los zu unserem geplanten Ausflugsziel, oder aber wir haben die verschiedenen Spielplätzen in der Gegend besucht. Ich finde, dass dieses Rumgammeln zuhause am Wochenende sein muss, aber 14 Tage am Stück bis elf Uhr im Schlafanzug zu stecken führt meiner Erfahrung nach oft zu schlechter Laune, Streit und Unzufriedenheit. An der frischen Luft haben sich die Kinder dann ausgetobt und ich konnte ab und zu sogar einfach nur ein Buch lesen. Anschließend sind wir nach Hause gegangen, wir haben gekocht und gegessen. Dann war schon Zeit für Oskars Mittagsschlaf und nachmittags ab 14 Uhr kam der zweite Teil des Tages dran.

3. Action und Ruhe im Wechsel

Ich habe mir viele tolle Ausflugsziele ausgesucht, sowohl bekannte als auch neue. Aber die Kinder hatten im Urlaub einfach auch das Bedürfnis, in Ruhe spielen zu können und in den Tag hinein zu leben. Also sind wir nach einem größeren Ausflug immer einen Tag zuhause geblieben. Außerdem haben wir die Nachmittage immer wieder mit den Kindergartenfreunden verbracht und jeder durfte mit seinem besten Kumpel eine kleine Übernachtungssause veranstalten. Übrigens sind die beiden Großen mittlerweile in einem Alter, indem es total easy ist, wenn wir noch Freunde mitnehmen. Die Kinder spielen super zusammen, verziehen sich sogar mit ihrem kleinen Gast und sind für Stunden nicht mehr zu sehen. Darauf habe ich lange gewartet und die Erfahrung zeigt, dass es mit etwa vier Jahren soweit ist.

4. Streit gehört dazu

Wenn du jetzt findest, dass sich das alles mega entspannt anhört und du denkst, dass hier ausschließlich Harmonie herrschte, muss ich dir noch was gestehen: Jimmy und Luise haben sich natürlich wie immer ordentlich gezofft und ich war wie immer ganz schön genervt. Mir hilft dann immer am meisten, mich nicht in den Zwist reinziehen zu lassen und aus dem Zimmer zu gehen. Gemeinsam das Haus zu verlassen hilft uns auch immer.

Außerdem gab es auch den ein oder anderen katastrophalen Moment. Zum Beispiel, als Luise von der Übernachtungsparty mit Freundin Lara übermüdet erst zwei, denn einen Zopf haben wollte. Wir hatten keine Zeit mehr für einen Frisurenwechsel, Luise brüllt, mir platzte der Kragen – und wir sind beide explodiert. Bei uns ist es in jedem Fall so, dass wir niemals zwei Wochen Dauerharmonie haben und ich denke, das ist auch normal. Ich stelle mich jedenfalls darauf ein, dass es mal kracht, und mache das mit dem nächsten Punkt wieder wett!

5. Ruhe und Entspannung für Mama

Mein absolut wichtigster Tipp für Kindergartenferien, die für alle Seiten entspannt verlaufen sollen, ist genug Ruhepausen für die Betreuungsperson. Nach dem Mittagessen habe ich auf eine Pause bestanden. Jimmy und Luise schlafen nicht, aber sie haben eingesehen, dass sie für eine Stunde ruhig und alleine spielen müssen. Das geht natürlich erst ab einem gewissen Alter, aber ich finde, das kannst du auch schon jüngeren Kindern klar machen, die nicht mehr so lange schlafen wie Oskar. Ich brauche nämlich die Zeit, um mal einen Kaffee zu trinken, Zeitung zu lesen oder vielleicht sogar ein Nickerchen zu halten. Wir müssen den Kindern unsere Bedürfnisse erklären und mit ihnen besprechen, wie wir diesen gemeinsam nachkommen. Richtig gut klappt das mit den Leitsätzen der Gewaltfreien Kommunikation, über die ich erst kürzlich geschrieben habe. Natürlich kannst du ganz kleinen Kindern noch nicht erklären, warum du eine Pause brauchst. Aber meist machen sie ja noch einen Mittagsschlaf und den solltest du für dich nutzen.

6. Abends ist Elternzeit

Meine Kinder wachen teilweise um halb sieben Uhr auf. Du glaubst nicht, wie oft ich von da an das Wort „Mama!“ höre. Deshalb brauche ich abends meine Ruhe und möchte meinen Hobbys nachgehen, eine Serie schauen oder Laufen gehen. In den Ferien sind wir zwar nicht so streng mit den Bettgehzeiten, aber nach acht Uhr ist dennoch Ruhe. Die Kinder dürfen dann mal einen Film schauen oder im Zimmer spielen. Manchmal veranstalten wir auch einen Kinoabend mit Popcorn. Wir haben uns neulich Mullewapp – das große Kinoabenteuer der Freunde angesehen und natürlich Die Eispinzessin, die gar nicht so schlimm ist, wie ich dachte.

Und falls du auch aus dem Raum Stuttgart kommst und nicht genau weißt, was du die letzten beiden Ferienwochen noch mit den Kindern machen sollst, verrate ich dir unser kleines Ferienprogramm:

  • Wir waren im Welzheimer Wald im Eins&Alles auf einem Walderlebnispfad, der durch einen schattigen Wald geht. Du kannst mit den Kindern dort Lamatouren machen, sehr gut essen oder einfach nur auf Entdeckungsreise gehen. Extra-Tipp: für kleine Kinder besser eine Trage oder Kraxe mitnehmen, das Gelände ist nicht kinderwagentauglich
  • An einem Nachmittag sind wir nach Ludwigsburg zu Ikea gefahren. Dort marschieren wir gemütlich durch die Ausstellung, kuscheln uns in die Betten und schnuppern an den Duftlampen. In der Kinderabteilung probieren die Kids sich dann durch das Spielzeug und im Restaurant essen wir Eis. Am Ende gibts noch die obligatorischen Zimtschnecken – wir lieben es!
  • Natürlich waren wir auch im Märchengarten in Ludwigsburg. An heißen Tagen planschen die Kinder auf dem Wasserspielplatz. Dieses Mal haben wir uns in die Herzogschaukel gewagt. Achtung, das ist nichts für empfindliche Mägen! Boot fahren, eine goldene Münze erhaschen und einmal in den Froschkönigbrunnen fallen gehört natürlich dazu…
  • In Backnang fand ein Theaterfestival statt und das Theater Tredeschin aus Stuttgart hat die Bremer Stadtmusikanten gespielt. Schau mal nach, sie spielen das Stück und viele andere tolle Geschichten immer wieder – und das wirklich ganz zauberhaft!!!
  • Freibad war bei diesen Temperaturen ein Muss. Wir waren im Fellbacher F3, das einen grandiosen Außenbereich für Kinder hat. Leider gibt es viel zu wenig Schatten, weil die Bäume noch klein sind. Deshalb waren wir beim zweiten Mal in Waiblingen Bittenfeld. Dort gibt es einen Wasserspielplatz und ein Kinderbecken mitten im Schatten und auch sonst ist es dort wunderschön.
  • Eine Fahrradtour ist bei uns immer beliebt. Am liebsten radeln wir auf dem Besinnungsweg in Fellbach Oeffingen und erkunden all die tollen Kunstwerke. Das allerneueste haben wir kürzlich bestaunt und waren ganz begeistert.
  • Obligatorisch ist natürlich ein Ausflug in die Wilhelma. Wie entdecken dort immer wieder was neues: dieses Mal haben sich zwei kleine Äffchen stundenlang bespaßt, wir haben uns durch die gesamte Kinder-Turnanlage geturnt und waren begeistert von der pinken Löffelente und dem Pyramiden-Kofferfisch.
  • Eigentlich wollten wir noch ins Museum der Alltagskultur in Stuttgart Waldenbuch mit anschließendem Besuch des Werksverkauf von Ritter Sport. Aber das nehmen wir uns für die Herbstferien vor!

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Tipps für die nächsten Kindergartenferien geben. Denk dran und nimm dir auf jeden Fall die nötigen Pausen, denn eine entspannte Mutter ist die Grundlage für eine Menge Freizeitspaß!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

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Oh Schreck, die Kinder haben frei

Ich beginne mit einem Zitat aus dem wundervollen Buch „Kinder sind was Wunderbares“ von Johann König, das ich ein klein wenig abgewandelt habe, damit es zum Urlaub für Kindergartenkinder passt:

Es ist Pfingsten. Das heißt, die Kinder haben frei. Kindergartenfrei. Das ist wunderschön. Für die Kinder. Wenn die Kinder frei haben, haben wir nicht frei. So ist das Leben.

Sind schon wieder Pfingstferien?

Wir haben ja drei Kids, eines davon zarte eins. Im letzten Jahr lebte ich in meiner Baby-Filterbubble vor mich hin und jeder Tag war gleich: früh aufstehen, Frühstück machen, Kinder wecken, anziehen, Essen kochen und so weiter. Tag für Tag, Woche für Woche – Eltern kennen das. Auch Tage wie Weihnachten, Rosenmontag oder mein eigener Geburtstag unterscheiden sich nicht viel, außer dass es mehr zu essen gibt und der Papa der Kinder den ganzen Tag frei hat. Dennoch bin ich immer wieder überrascht und erfahre mitunter als letzte, wenn sich ein Feiertag ankündigt. Und so fällt mir der Urlaub für Kindergartenkinder jedes Mal viel zu spät auf. So war es auch in diesem Jahr an Pfingsten. Dass der Supermarkt so voll war, hat mich nicht gewundert. Und dass Anton seinen Büro-Rucksack extra weg geräumt hat, hat mich auch noch nicht stutzig gemacht. Erst mein Handy brachte mich dank einer Terminerinnerung darauf, dass etwas anders war: Pfingsten, verlängertes Wochenende und oh Schreck: Kindergartenferien.

Keine Verschnaufpause

Urlaub für Kindergartenkinder bedeutet erst einmal ein bisschen verschnaufen, weil Anton tatsächlich bis Montag frei hat. Aber dann folgen vier Tage mit drei Kindern und mit mir alleine. Keine Verschnaufpause, wenn die Großen im Kindergarten sind und Baby Oskar sein Schläfchen hält. Statt dessen Gezanke, wer den Tip Toi-Stift benutzen darf. Kein Kinderturnen, das den Tag so schön in Stücke teilt. Statt dessen Tage, die sich ziehen wie Kaugummi und ich um zehn Uhr morgens denke, es müsste gefühlt schon nachmittags um fünf sein.

Boot-Camp für Mütter

Meist liegen nach einer Woche Urlaub für Kindergartenkinder meine Nerven blank und ich möchte gerne eine Mutter-Kind-Kur beantragen, allerdings ohne Kinder. Andererseits ist jeder Kindergartenurlaub auch ein Mutter-Boot-Camp, aus dem ich stolz wie Oskar und mit erhobenem Haupt hervorgehe. Soll mir mal einer nachmachen, wenn sich stündlich Szenen wie diese abspielen, und man dabei ruhig, gelassen und ausgeglichen bleiben muss: Jimmy haut Luise, die seinen Fußball gekickt hat. Als er sich auf Pferd Sabrina setzt, schlägt Luise ihn mit der Gerte. Während sich die Großen das Inventar der Legokiste an den Schädel pfeffern, hat Baby Oskar den Tisch abgeräumt und Besteck, Geschirr und geschnitten Obst auf dem Küchenboden verteilt. Als ich ihn verklebt und mit Milch bekleckert hochnehmen will, schreit er empört und kneift mir in die Backe. Ich setze ihn ab, er schreit noch mehr. Jimmy und Luise haben sich in der Zwischenzeit vertragen und verlangen nun gemeinsam nach dem Tablet, um Kinder-Serien zu schauen. Weil ich das verneine, legen sie sich gemeinsam auf den Boden und schlagen mit den Fäusten auf selbigen.

Tipps für den Urlaub für Kindergartenkinder

Weil uns das nicht zum ersten Mal passiert, bin ich dennoch gewappnet. Am besten ist immer noch ein ausgeklügeltes Programm, das unseren Tagesablauf ein wenig strukturiert, die Kinder an die frische Luft bringt und mir wenigstens ein paar Minuten zum Verschnaufen gibt. Das Motto lautet: raus aus dem Haus. Für die nötige Abwechslung schließen wir uns mit anderen Müttern aus dem Kindergarten kurz, die nicht in den Urlaub gefahren sind und schmieden Pläne.

Wilhelma

Am Dienstag fahren wir in die Wilhelma, den großen Zoo in Stuttgart. Weil das Parkhaus in den Ferien überlaufen ist, parken wir auf dem Park & Ride-Parkplatz in Remseck und fahren das letzte Stück mit der Stadtbahn, die nun ganz komfortabel direkt vor dem Zooeingang hält. Vorher besprechen wir, welche Tiere wir anschauen, denn für kurze Beinchen ist eine ganze Tour die steilen Berge rauf und runter echt zu viel. Meist gucken wir Raubtiere, Giraffen und Affen. Beim nächsten Mal machen wir dann die Bärenrunde. Übrigens ist die Wilhelma auch bei schlechtem Wetter klasse, denn sowohl im Fisch- als auch das Affenhaus können die Kinder ganze Stunden verbringen. Wenn wir genug Tiere angeguckt haben, gehen wir noch eine Runde auf den Spielplatz.

Wilhelma mit Kindern

Möbelschwede

Mittwoch machen wir vormittags ne Runde durch den Ort, klappern Spielplätze ab, kaufen Brot und patschen Wasser im Brunnen. Nachmittags fahren wir zu Ikea, naschen Zimtschnecken, kaufen Teelichter und Bettbezüge, spielen im Kinderparadies und essen einen Gummi-Hotdog als Abendessen. Dann holen wir Papa Anton ab, der in der Nähe arbeitet. So beschreibe ich in einem anderen Artikel einen Besuch beim Möbelschweden.

Urlaub für Kindergartenkinder

Märchengarten

Donnerstag ist Märchentag und wir fahren ins Blühende Barock nach Ludwigsburg. Es soll heiß werden und wir packen genug Wechselklamotten ein. Denn wenn ausnahmsweise kein Kind in den Froschkönigteich fällt, werden spätestens alle auf dem Wasserspielplatz klitschenass. Außerdem muss unbedingt eine Ladung Altpapier in den Rucksack. Der sprechende Müllschlucker ist eines unserer Highlights und er ist nach unserem Besuch mindestens so satt wie die Kinder, die ihr Taschengeld in Schokomünzen aus dem Eselmaul investieren. Hier habe ich auf dem Blog noch mehr über einen Ausflug in den Märchengarten geschrieben.

Besuch Märchengarten

Kindershopping-Tour

Freitag fahren wir nach Stuttgart und machen einen Kinder-Shoppingbummel. Jacko-O, Globe Trotter und Petit Bateau haben tolle Kinderabteilungen mit Trampolin, Spielzeugen und Rutschen. Mir bleibt zwar keine Zeit um was zu kaufen, aber kurz sitzen, ein Schlückchen trinken oder ins Buch schauen klappt da ganz gut. Am Ende gibts noch ein Eis auf dem Schlossplatz und ich werde glückselig und fixundfertig mit den Mäusen per S-Bahn nach Hause fahren. Eine Woche Urlaub für Kindergartenkinder wäre geschafft. Wie ich ab nächstem Jahr sechs Wochen Schulferien überstehen soll, weiß ich noch nicht. Für Tipps jeglicher Art bin ich dankbar!

 

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Out of order

Ich bin diese Woche out of order, zumindest was das Bloggen betrifft. Mit Mühe und Not schleppe ich mich an diesem Abend an den Computer und haue ein wenig in die Tasten. Meine Augen brennen, mein Akku läuft auf Notbetrieb und ich bin am Ende meiner Kraft. Was los ist? Nun ja, der Kindergarten hat zu und ich habe kids on the rocks, und zwar 24 Stunden am Stück. Die Nacht gehört Oskar, aber meist hat Luise gegen drei Uhr ihren dramatischen Auftritt. Morgens um sieben, wenn ich mich leise aus dem Bett schleiche, den Kaffeeautomaten angeschmissen und mir mein Müsli geschnibbelt habe, geht schon die Türe auf und das erste Kind tappst zu mir. Es verlangt nach einem Becher Milch, wenn es Luise heißt gerne auch nach Fernsehen oder Süßigkeiten. Kopfschüttelnd kredenze ich das Rosinen-und-Milchschaum-Frühstück und weiter gehts im Familienwahnsinn.

Der Schwimmkurs

Und weil ich mal wieder so große Angst vor gähnender Langeweile habe, wenn die Kinder von morgens bis abends in meiner Obhut sind (Achtung, Ironie!), habe ich die Messlatte von Anfang an hoch gehängt: ab viertel vor neun wird es nämlich hektisch, da alle Kinder angezogen und Badesachen in die Tasche gesteckt werden müssen, denn Jimmy lernt in den folgenden zwei Wochen das Schwimmen. Aber nicht nur das Transportieren aller Kinder in die Schwimmhalle und das möglichst vollständige Packen aller notwendigen Dinge ist eine Herausforderung der besonderen Art. Auch die Aufsicht über drei kleine Nichtschwimmer ist eine Meisterleistung und ich fühle mich dieser Tage den Fluglotsen auf dem Frankfurter Flughafen verteufelt nah.

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Drei Taschen, ein Kinderwagen und zwei aufblasbare Schwimmringe begleiten uns

Jimmy jedenfalls hat seinen Einstand in den Schwimmkurs formidabel gemeistert und spricht bereits am ersten Tag davon, den Kindergarten in 14 Tagen nicht nur mit dem Seepferdchen, sondern auch mit dem bronzenen, dem silbernen und dem goldenen Schwimmabzeichen zu betreten. Er fragte am Sonntag, ob das Schwimmbad über einen Fünf-Meter-Sprunturm verfüge. Nachdem ich ihn aber am Montag beobachten durfte, wie er sich vor dem Sprung vom Beckenrand ins Nichtschwimmerbecken ein wenig zierte, bin ich äußerst gespannt auf die Durchführung des Vorgenommenen.

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Während Jimmy seine Tapferkeit beweist und beim Unterricht den Kopf beinahe ein winziges Stück zumindest ein wenig oder ein klitzekleines bisschen minimal Richtung Wasseroberfläche richtet, und hinterher mit stolz geschwellter Brust vom „Tauchen“ spricht, schwimmt Luise mit Schwimmflügeln ausgestattet ein paar Runden. Ich kümmere mich um den Kleinsten und schaue verträumt zu all den Menschen, die hier in aller Ruhe ihre Bahnen ziehen, ungestört, entspannt und mit sich und der Welt im Reinen.

Wäscheberge säumen den Weg

Mit sich und der Welt im Reinen sein, das wäre ich auch gerne. Ich denke an den Wutanfall, oder besser gesagt, die Anfälle, die ich in den ersten drei Tagen „kids on the rocks“ bereits verbrüllt habe. Meist galten sie mit einem gewissen Töchterlein, so um die drei Jahre alt. Und ich denke an all die schönen Dinge, die ich so tun KÖNNTE, wenn ich denn mal Zeit HÄTTE. Yoga, Lesen, Schreiben, Walken – das alles fällt die nächsten zwei Wochen flach. Ich bin ja froh, dass ich überhaupt dazu komme, Kontaktlinsen in meine Augen zu drücken und den Kühlschrank aufzufüllen. Wenn ich gerade dies nicht tue und auch nicht alle drei Kinder beaufsichtige, weil sie schlafen, Bibi und Tina hören oder Tischkicker zocken, dann widme ich mich den Bergen von Wäsche. Jeden Tag Schwimmen gehen und ein Baby in der Familie ist eine Kombination, die ziemlich schnell für einen Burn-Out der Waschmaschine sorgt. Sie beschwert sich schon bei mir und droht mit Trommelschaden.

Weil ich gerade dermaßen beschäftigt bin, könnte es sein, dass es die nächsten zehn Tage ein wenig still wird auf diesem Blog. Aber dann bin ich zurück, und ich habe sicherlich eine Menge zu berichten. Kids on the rocks ist echt das Eltern-Boot-Camp schlechthin. Aber natürlich ist es auch ziemlich oft ziemlich schön mit meinen drei Verrückten. Vom Schwimmbad habe ich aber wahrscheinlich für dieses Jahr genug und den Erwerb sämtlicher edelmetallischer Schwimmabzeichen darf Anton übernehmen. Bis dahin wünsche ich allen Eltern fröhliche Sommerferien.

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