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Essen mit Kindern

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Morgens, wenn ich in Ruhe meinen Kaffee getrunken habe, mache ich mich daran, die Brotdosen der Kinder vorzubereiten. Alle drei brauchen für den Vormittag ja etwas zu essen und zu trinken, während sie in der Schule, im Kindergarten und bei der Tagesmutter sind. Dafür schmiere ich Vollkornbrot mit Butter und Wurst oder Käse, schneide etwas Obst, manchmal gibts Nüsse oder Rosinen dazu oder auch mal Gemüse wie Gurken und Paprika. Weil Luise in einen Naturkindergarten geht und den ganzen Vormittag draußen ist, gebe ich ihr warmen Tee mit, Jimmy bekommt eine Flasche mit Wasser. Damit sich in den Dosen nicht alles zu einem Salat vermischt, trenne ich die einzelnen Snacks mit Muffinförmchen aus Silikon.

Mittags, wenn das Schulkind dann nach Hause kommt, fische ich dessen Brotdose genauso aus dem Ranzen, wie ich sie reingelegt habe: bis oben voll mit Essen. Jimmy sagt dazu, er habe keinen Hunger gehabt und auch keine Zeit gefunden zu essen. Ich muss dazu sagen, dass mein Sohn sowieso kein große Esser ist. Das ist für ihn ein notwendiges Übel, solange es sich nicht um Fruchtgummi, Pfannkuchen mit Schokocreme oder Vanilleeis handelt. Mehrere Vorträge über die Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme, auch um das Gehirn in Schwung zu kriegen, halfen nichts.

Foodhacks für Kinder

Zur Freude der beiden anderen habe ich begonnen, morgens das Obst auf Holzstiele zu pieken und dem Apfel Zuckeraugen aufzukleben. Jimmy ist es nicht einmal aufgefallen – er guckte kein einziges Mal in die Dose hinein. Mittlerweile habe ich aufgegeben und packe ihm für den Notfall eine Banane in den Ranzen. Tja, dieses Kind bespricht in der Pause einfach lieber die Champions League-Ergebnisse als in die Leberwurststulle zu beißen, da kann ich mir noch so sehr den Mund fusselig reden.

In jedem Fall sind Luise und Oskar selig über die kleinen Überraschungen in ihrer Dose. Manchmal steche ich mit einem kleinen Keksausstecher ein Brotherz aus und setze das Gegenstück aus Gurke wieder ein. Die Zuckeraugen auf dem Apfel kommen auch immer wieder super an und neulich gab es großen Jubel über den Natur-Joghurt im Becherchen, den ich mit selbstgemachtem Fruchteis aufgepeppt habe. All diese schönen Ideen habe ich aus dem Buch Momhacks#Food (Affiliate Link) von Julia Lanzke. Darin findest du eine Menge toller Ideen für die Küche: mit Kindern kochen und backen, Gemüse clever schneiden, Lebensmittel sinnvoll verwerten und andere Hacks rund ums Essen.

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Ich drück dir die Daumen!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Zur Transparenz: Mein eigenes Exemplar sowie das für die Verlosung wurde mir vom G&U-Verlag zur Verfügung gestellt.

Immer wieder stehe ich mittags vor dem Herd und weiß nicht so recht, was ich kochen soll. Probiere ich was Neues aus und gehe das Risiko ein, dass die Kinder nichts essen? Haue ich nur Pommes in den Ofen und habe eine satte Mannschaft? Ich habe schon oft über meine etwas schleckigen Kinder geschrieben, die sich am liebsten von Ketchup, Schokocreme und Eis ernähren würden, und zwar in dieser Reihenfolge. Der eine isst ausschließlich Paprika und Tomaten, die andere Gurken und Möhren. Sie haben kaum gemeinsame Vorlieben und gieren schon nach dem Verzehr einer halben Kartoffel nach Nachtisch. Der Kleine isst alles, ich habe aber genug Erfahrung um zu wissen, dass sich das von jetzt auf gleich ändern kann.

Damit diese Grübelei ein Ende hat, habe ich mir den endlosen Speiseplan ausgedacht. Zugegeben, das ist kein wirklich neues Konzept, aber für mich ist es dennoch eine Revolution. So wie bei meinem Kleiderschrankprojekt habe ich nämlich auch in der Küche gemerkt, dass zu viel Auswahl lähmen kann. Nun gibt es also fünf Gerichte in verschiedenen Variationen und das stelle ich dir jetzt vor!

Montag: Nudel – der Klassiker

Das Lieblingsessen aller Kinder: Nudeln mit Soße. Die Grundvariation sind tatsächlich Nudeln mit Tomatensoße. Für die Soße brate ich Zwiebeln an, gebe Tomatenmark und Zucker dazu und röste alles kurz durch. Dann kommt dazu eine Flasche passierte Tomaten. Das koche ich abermals auf und würze es anschließend mit Salz, Pfeffer, Oregano, Petersilie. Am Ende kommt noch ein Schuss Sahne oder Frischkäse dazu. (Hier findest du ein genaueres Rezept für die Tomatensoße)

Alternative 1: Zu den Zwiebeln hobele ich Karotte oder Zucchini, dann gibts noch ein paar Vitamine oben drauf

Alternative 2: Zu den Zwiebeln gebe ich Hackfleisch , dann wird es eine Bolognese

Alternative 3: Die Nudeln kommen nach dem Kochen noch leicht Aldente in eine Auflaufform, die Soße in Variation 1, 2 oder 3 gebe ich darüber und bestreue das Ganze mit geriebenem Käse oder lege Mozzarella drauf. Das backt dann 30 Minuten bei 150 Grad im Ofen – fertig ist der Nudelauflauf.

Wem das Ganze dann langweilig wird, der macht eine Lasagne oder Spaghetti Carbonara.

Zum Vorbereiten: damit das Essen schneller auf dem Tisch steht, kannst du die Tomatensoße in großer Portion kochen und in der Glasflasche einfrieren. So hast du dieses Gericht und seine Variationen immer parat.

Dienstag: Suppenkasper

Hier kommt die extra Portion Gemüse, die du auf diese Weise ohne viel Gemecker in die Kinder hineinschummeln kannst. Für die Suppe brate ich Zwiebeln an und gebe ein paar klein geschnittene Kartoffeln, ein paar Möhren, ein Stück Sellerie und etwas Zucchini dazu, brate alles kurz an, fülle es mit Brühe auf und lasse es 20 Minuten köcheln. Dann püriere ich alles durch und schmecke es mit Salz, Pfeffer, Sahne oder Frischkäse und Kräutern ab. Dazu gibt es Wienerle in kleinen Stücken. Hier findest du unter „Wintersuppe“ ein ausführlicheres Rezept.

Alternative 1: ein paar Kartoffeln, dazu ein Broccoli, alles pürieren und abschmecken wie vorher. Als Beilage gibt es Buchstabennudeln

Alternative 2: ein paar Kartoffeln und Blumenkohl, alles pürieren und abschmecken wie vorher. Als Beilage gibt es geröstete Schinkenwürfel

Alternative 3: ein paar Kartoffeln und Erbsen, alles pürieren und abschmecken wie vorger. Als Beilage gibt es Backerbsen

Zum Vorbereiten: auch die Suppe lässt sich in großen Mengen kochen und dann portionsweise einfrieren.

Mittwoch: Pizza

Grundlage hierfür ist der Pizzateig. Für den brauchst du

  • 300 Gramm (Dinkel-)Mehl
  • ca. 150 Gramm Wasser
  • 2-3 EL Olivenöl
  • frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • Zucker/Salz

Alle Zutaten in die Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken durchkneten lassen. (Die frische Hefe vorher in einem Teil der 150 Gramm Wasser auflösen und mit der Gabel verrühren, dazugeben). Ist der Teig zu nass, etwas Mehl einstreuen. Ist er zu trocken, einen kleinen Schuss Öl dazu geben. Dann lässt du ihn mit etwas Mehl bestreut eine halbe bis ganze Stunde an einem warmen Ort (oder im Ofen bei 50 Grad) gehen, rollst ihn dann aus und legst ihn in eine runde Kuchen- oder eine Quicheform.

Außerdem machst du eine Tomatensugo aus passierten Tomaten, Salz, Pfeffer und Gewürzen. Daraus mache ich dann zum Beispiel eine Pizza, die ich für Jimmy mit Paprika und Käse belege, Luise mag nur Tomaten. Für mich kommen Sardellen, Gemüse nach Vorrat und Kapern drauf.

Als Alternative 1 mache ich aus dem Pizzateig einen Lauchkuchen.

Als Alternative 2 mache ich aus dem Teig einen Flammkuchen, bestreiche ihn mit Creme Fraiche und gebe Speckwürfel und Zwiebeln drauf (oder Spargel wie auf dem Foto)

Als Alternative 3 mache ich eine Pizzarolle. Alles wie im Grundlagenrezept, die Pizza anschließend zu einer Rolle wickeln und zu einem Kreis zusammenlegen.

Als Alternative 4 mache ich eine Quiche mit Zwiebeln und Ei.

Zum Vorbereiten: den Pizzateig herzustellen ist wirklich super easy. Und du kannst auch diesen selbstgemachten Teig einfrieren. Lass ihn dafür nicht gehen, sondern pack ihn in eine Tüte und lege ihn in die Gefriertruhe.

Zwiebelkuchen

Donnerstag: Reis oder Linsen

Für Reis hätte ich natürlich die tollsten Ideen mit vielen asiatischen Zutaten, aber da machen meine Kinder leider nicht mit. Also gibt es Risi Bisi, Reis mit Erbsen und Mais, Chilli con Carne (hier ist das Rezept) oder angebratenen Reis mit Eiern. Zu meiner Schande gestehe ich, dass sich Jimmy und Luise grundsätzlich Ketchup über den Reis hauen. Damit das dann nicht langweilig wird, variieren wir mit Linsen. Die sind natürlich am besten als Linsen mit Saitenwürstchen und Spätzle (hier ist ein Rezept). Ich esse aber auch gerne rote Linsen mit diversem Gemüse, Sojasprossen und Kokosmilch. Und dann gibts da noch mein super tolles Kinder-Risotto mit Tomaten und Basilikum. Hier findest du das Rezept.

Freitag: Mehlspeise

Freitag ist der Tag, an dem die Kinder strahlend aus Schule und Kindergarten kommen weil sie wissen, dass es Pfannkuchen gibt. Ich belege meinen mit Käse und Kräutern, die Kinder bekommen Schokocreme. Dafür müssen sie als Nachtisch Rohkost essen, freitags ist eben Gegenteiltag. Wenn uns die Pfannkuchen mal nerven, gibt es zur Abwechslung selbstgemachte Dampfnudeln mit Vanillesoße, Kaiserschmarrn oder Pancakes mit Ahornsirup. Für den Pfannkuchenteig vermische ich 200 g Mehl, 250 ml Milch, drei Eier, etwas Salz und backe den Pfannkuchen dann dünn in etwas Butterschmalz aus (Achtung, der erste gelingt nie!). Weil kein Zucker drin ist, kannst du ihn auch herzhaft essen.

Vielleicht hast du ja Glück und deine Kinder sind etwas experimentierfreudiger als meine. Mir ist diese gewisse Eintönigkeit zur Zeit sogar ganz recht, denn dann muss ich mir schon nicht so viel überlegen. Dank eingefrorener Sugo, Pizzateig und Suppe sowie meinem Vorrat, in dem immer Linsen, Reis und Nudeln zu finden sind, habe ich das Mittagessensproblem bei uns gelöst. Sicher kommt eine Zeit, in der die Kinder wieder mehr essen und Neues ausprobieren. Ich finde die Rezepte aber so wandlungsfähig, dass man überall neues Gemüse verwenden kann.

Und falls du dir ein paar Kinderkochbücher zulegen möchtest, empfehle ich dir das Yummi Mami-Kochbuch (Affiliate Link) und das Buch Kinder an den Herd (Affiliate Link). Beide habe ich hier und hier besprochen, getestet und gemeinsam mit Jimmy und Luise durchgekocht. Bei meiner Bloggerkollegin Kerstin gibts auf dem Blog TagausTagein außerdem ebenfalls regelmäßig Wochenpläne. Klick dich einfach mal rüber!

Nun wünsche ich dir guten Appetit und viel Spaß beim Essen mit den Kindern.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

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