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Klappt ja doch! Weiter gehts mit meiner Vereinbarkeits-Reihe. Ich habe Anfang des Jahres Eltern gesucht, die beide reduziert arbeiten und sich Kinderbetreuung, Job und Haushalt teilen. Die meisten sind ja der Meinung, dass das bei ihnen einfach nicht klappt. In vielen Fällen mag das stimmen, weil die Voraussetzungen nicht gegeben sind. Aber manchmal trifft auch das Sprichwort zu: „Kann-Nicht wohnt in der Will-Nicht-Straße“. Vielleicht fühlst gerade du dich von den Lebensentwürfen dieser Eltern inspiriert und möchtest bei euch zuhause etwas ändern? Ich finde es oft schade, dass ich nicht genug Zeit für meinen Beruf habe. Mein Mann dagegen würde wirklich gerne mehr Stunden mit den Kindern verbringen. Daher freue ich mich, dass so viele mitgemacht haben und stelle euch heute zwei Paare vor, die sich Job und Haushalt teilen. Übrigens haben sich Eltern mit den unterschiedlichsten Berufen und Ausbildungen gefunden und es waren längst nicht nur Paare mit hohem Einkommen…

Das Vereinbarkeits-Problem Neulich beim Besuch bei meiner Freundin Rike: Die Kinder spielten im Garten, wir genossen unseren Cappuccino und zehn Minuten Ruhe. Endlich hatten wir Zeit für ein Gespräch unter Frauen – unbezahlbar und äußerst selten. Rike erzählte, wie chaotisch der letzte Sonntag ablief, als der Familienvater mit der Bande allein zuhause war. „Als ich wiederkam, sah es schrecklich aus. Der Boden war mit Spielzeug übersät, die Wäschekörbe standen gefüllt im Flur. Mittags hatte Thorsten nur Pommes gemacht und kein Stück Gemüse. Und der Große hatte seine Hausaufgaben nicht erledigt“, erzählte sie. „Kenn ich“, habe ich geantwortet. „Wenn Anton mit den Kindern spielt, entstehen die tollsten Lego-Bauten. Aber die Wäsche bleibt liegen.“ So beklagten wir uns und erfreuten uns weiterhin an der Schilderung, wie gut organisiert und aufgeräumt alles ist, wenn WIR das Zepter in der Hand haben. Kurz bevor sich die Jungs in die Haare kriegten und wir unser…

Vererbter Putz-Zwang Ich muss es von meiner Großmutter geerbt haben. Wenn mich jemand mit einer typischen Bewegung beschreiben müsste, würde er einen imaginären Staubflusen vom Boden aufheben. Und das beschreibt auch schon mein Problem: ich bin (leidenschaftlich gern) Mutter von drei Kindern und mag es gleichzeitig gerne sauber und rein. Ich ergötze mich an geputzten Böden und Fenstern, ich bin süchtig nach staubfreien und blanken Regalflächen, nach sterilen Kühlschrankböden und Fliesen, die sich in der Sonne spiegeln. Das widerspricht sich leider, wenn ihr versteht, was ich meine. Kinder lieben Dreck Meine Kinder lieben es allesamt chaotisch, dreckig und verschmiert; saubere Böden und blitzende Bäder sind ihnen herzlich egal. Bin ich gerade eben Herrin über eine blitzeblanke Wohnung, schreite stolz wie eine Putzprinzessin durch die Gemächer, kommen schon Jimmy und Luise aus dem Kindergarten, schütten einen Eimer Sand aus ihren Schuhen, schmeißen selbige in die Ecke, pfeffern Rucksäcke in den Flur…

Das Thema Gleichberechtigung ist besonders unter Eltern in: welche Mutter gibt schon gerne zu, sie sei abhängig von ihrem Partner und welcher Papa sagt ohne Skrupel, dass er zuhause keinen Finger rührt? Frage ich in meinem Bekanntenkreis herum, pflichten mir die meisten Paare mit Kindern bei, dass sie sich die Hausarbeit teilen. Viele der Mütter arbeiten, so wie ich auch. Und da kann und darf schließlich nicht alles an uns Frauen hängen bleiben.   Dennoch traue ich dem Gender-Frieden nicht ganz über den Weg. In meinem Kopf schleicht sich immer mal wieder die Idee ein, dass vieles an mir hängen bleibt. Das Gefühl ruft in meinem Innnersten zuerst ganz leise, um dann immer lauter zu brüllen und sich anschließend in Form eines lauten Vortrags, der mit Schimpfwörtern gespickt ist, zu entladen. Die Adressaten hören erst gebannt zu, neigen dann schuldbewusst die Köpfe (oder sehe ich da etwa Jemanden die Augen…