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Vereinbarkeit

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Kein Happy End: Wiedereinstieg in den Beruf nach Elternzeit Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben wir hier schon oft diskutiert: Erst hat Nina eine Antwort auf die frechen Kommentare unter Anwältin Sandra Runges Text auf Xing geschrieben, dann habe ich einen Brief an meine Tochter Luise verfasst. Nun fiel mir auf, dass ich selbst noch gar nichts über meine Erfahrungen mit meinem Wiedereinstieg in den Beruf nach Elternzeit geschrieben habe. Ich wünschte, es wäre anders und ich wünschte, ich könnte hier ein wunderschönes Märchen erzählen, in dem am Ende alles gut wird. Leider ist meine Geschichte aber so bitter wie tausende andere auch. Festanstellung ausgeschlossen Nach dem Studium wollte ich echte Verlagsluft schnuppern und habe auch tatsächlich einen heiß begehrten Volontariatsjob bekommen. Mit dem Lohn eines Bäckerei-Azubis im dritten Lehrjahr trotz Master-Abschluss hatte ich gerechnet, nicht aber mit einem Unternehmen, das jungen und gut ausgebildeten Leuten wie mir keinerlei Zukunftsaussichten…

Ein Brief an meine Tochter Liebe Luise, ich möchte dir ein paar Dinge über das Leben erklären, denn ich habe mit meinen 33 Jahren schon so einiges an Erfahrung gesammelt. Ich weiß zum Beispiel, dass du immer einen Schirm in deiner Tasche haben solltest, wenn du im April rausgehst. Ich weiß, dass Zucker und Weißmehl schlecht für die Haut sind. Ich weiß auch, dass viele Männer es nicht mögen, wenn Frauen laut darüber reden, dass sie immer noch in vielen Bereichen benachteiligt sind. Und ich habe begriffen, dass in Märchenbüchern immer nur der Prinz sein Schicksal selbst in die Hand nimmt. Karriere mit Kind ist nicht drin! Aber nun gebe ich dir den wichtigsten Rat von allen: im Leben musst du dich entscheiden, und zwar für Kind oder Karriere. So ist das nämlich bei uns in der Welt. Denn eine gute Mutter kann nicht gleichzeitig drei Kinder betreuen und nebenher…

Das Vereinbarkeits-Problem Neulich beim Besuch bei meiner Freundin Rike: Die Kinder spielten im Garten, wir genossen unseren Cappuccino und zehn Minuten Ruhe. Endlich hatten wir Zeit für ein Gespräch unter Frauen – unbezahlbar und äußerst selten. Rike erzählte, wie chaotisch der letzte Sonntag ablief, als der Familienvater mit der Bande allein zuhause war. „Als ich wiederkam, sah es schrecklich aus. Der Boden war mit Spielzeug übersät, die Wäschekörbe standen gefüllt im Flur. Mittags hatte Thorsten nur Pommes gemacht und kein Stück Gemüse. Und der Große hatte seine Hausaufgaben nicht erledigt“, erzählte sie. „Kenn ich“, habe ich geantwortet. „Wenn Anton mit den Kindern spielt, entstehen die tollsten Lego-Bauten. Aber die Wäsche bleibt liegen.“ So beklagten wir uns und erfreuten uns weiterhin an der Schilderung, wie gut organisiert und aufgeräumt alles ist, wenn WIR das Zepter in der Hand haben. Kurz bevor sich die Jungs in die Haare kriegten und wir unser…