Ordnung halten mit Kindern

Heute nehme ich an einer Blogparade teil, und zwar von Bella aus Berlin: „Ordnung ist das halbe Leben, mit Kindern beginnt die andere Hälfte.“ Denn mit diesen Thema schlagen wir uns wohl alle den ganzen Tag rum. Wir wir unser Spielzeug * Mützen * Kinderschmuck-Chaos organisieren, und ob es funktioniert, zeige ich euch hier.

Ordnung im Kinderzimmer

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich die Kinder im Kindergarten abhole: es wird noch schnell das Aufräumlied gesungen („eins, zwei, drei, Spielen ist vorbei“) und dann huschen die Zwerge wie die Mainzelmännchen durch den Raum und räumen in sekundenschnelle ihr Spielzeug auf. Habe ich natürlich zuhause auch gleich ausprobiert. Ich war nicht einmal bei „Spielen ist vorbei“ angekommen, da haben mir die Kinder ihren gedanklichen Mittelfinger gezeigt und weiter Chaos verbreitet. Es klappt also zuhause nur mäßig mit der Aufforderung, aufzuräumen.

Weil mir dieses ewige Durcheinander doch zu blöd wurde, haben wir die Spielsachen einmal kräftig durchsortiert und für alles einen Platz gefunden. Denn zu oft erreichte mich der sehnliche Klageruf Jimmys, wo denn nur seine Uhr/sein Fetzgummi/sein Playmobilgewehr/sein Edelstein geblieben ist, und dieses Suchen ging mir einfach unheimlich auf die Nerven.

Viele Spielsachen, mit denen die Kinder gar nicht oder sehr selten spielen, haben einen Platz in einer dieser großen, durchsichtigen Ikea-Kisten auf dem Schrank. Wenn nach den Teilen nicht mehr gefragt wird, kommen sie in den Keller, wenn sie dort vollkommen in Vergessenheit geraten, in den Second Hand Laden. Überhaupt bringe ich ungeliebte, ungenutzte Teile dorthin. Lieber sollen andere Kinder damit spielen, als dass es bei uns verstaubt. Kaputte Spielsachen werden repariert oder weggeschmissen. Und hin und wieder verschwinden seltsamerweise Sachen, die laute Geräusche machen, auf ganz unerklärliche Weise….

Der Möbelschwede um die Ecke ist mir sehr behilflich, wenn es um Ordnung geht. Zwar rümpft Anton jedes Mal die Nase, wenn ich wieder mit Kisten ankomme, aber diese Anschaffung lohnt sich für mich, denn ich spare in einem Jahr gut und gerne fünf Stunden Aufräumzeit, und als Selbstständige weiß ich, dass fünf Stunden mehr wert sind als die paar Kröten für die Kisten.

Ein ganz exklusives Möbelstück, das in der Variante so in sicher keinem anderen Kinderzimmer Deutschlands vorkommt (hüstel * hüstel) ist dieses weiße Regal. Hier haben Playmo, Lego, Autos und Puppenzubehör Platz und können leicht von den Kindern einsortiert werden.

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Sperrige Dinge wie unsere Super-Rutsche von Playmobil, die eher im Sommer zum Einsatz kommt, lagert auf dem Schrank und die klitzekleinen Teile habe ich einkassiert und ebenfalls in einer Box gesammelt, an die Luise nicht dran kommt. Irgendwie sind die Kinder mit vier und zwei Jahren noch viel zu klein für dieses kleine Klimbim, und so wartet es auf seinen Einsatz in drei bis vier Jahren.

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Alle beide Kinder lieben Schmuck, ob Junge oder Mädchen. Und so hat sich bei uns sämtliches Geschmeide angesammelt. Wenn sich Luise mal wieder behängen möchte wie einen Weihnachtsbaum, oder Jimmy seine vier Ringe anstecken will, holen wir die kleine Schatzkiste hervor und fühlen uns wie beim Juwelier.
Die beste Sammlung aber ist meine „Box of plastic“. Ob Kleinkram vom Schuhgeschäft oder Zahnarzt, von Kindergeburtstagen oder Überraschungseiern, all das lag lange lieblos in der Wohnung herum, sah dabei meist nicht besonders gut aus und wurde keines Blickes gewürdigt. Das habe ich alles in, wer hätte es gedacht, eine Ikea-Dose sortiert und diese kommt an manchen Tagen auf den Tisch. Gerade heute war es wieder soweit: Jimmy durfte sich ausnahmsweise ein Überraschungsei aussuchen und hat gebrüllt wie am Spieß, weil nicht das richtige drin war (!) Zuhause holten wir die „BoP“ hervor und unter lautem „Hallo“ und „Juchuuu“ waren die Kinder eine halbe Stunde damit beschäftigt, diesen ganzen Kram neu zu entdecken.

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Ordnung im Flur

Ein zweites Dilemma im Haus mit Kindern: all diese Mützen, Schirme, Taschen und Hausschuhe. Anton hat vor einem Jahr unseren Flur vergrößert, einen Schrank besorgt und all die Sachen eingeräumt, die zuvor im Eingang herum flogen. Nun haben wir alles griffbereit und eine Sache klappt auch gut: die Kinder räumen ihre Kleider im Flur selbst auf. Da alles in ihrer Höhe ist, kommen sie leicht an die Haken. Und in diesem Fall bin ich unerbittlich, denn nirgendwo sonst fühle ich mich mehr als Haussklavin, als wenn ich achtlos auf den Boden geschmissene Mützen  aufsammeln muss. Auch Sonnencreme, Tempos, Drachen, Matschhosen und Straßenkreide liegen hier griffbereit für Ausflüge auf den Spielplatz.

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Ordnung im Wohnzimmer

Last but not least gibt es bei uns ein Wohnzimmer, das ich auch gerne als solches wiedererkennen möchte. Klar wird hier auch gespielt, aber das Spielzeug der Kinder kommt abends in ihr Zimmer zurück. Ein Fach ist für Gesellschaftsspiele, eines für Bücher. Der Rest des Regals gehört Anton und mir, und das soll so bleiben. Auch im Elternschlafzimmer und im Bad fliegt möglichst nichts rum. Da sind wir nicht übermäßig streng, aber ich möchte einfach noch ein paar Erwachsenenbereiche haben.

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Insgesamt haben wir uns mit diesem System ganz gut arrangiert und auch die Kinder machen meist mit. Es mag spießig klingen, so viel Aufwand für Ordnung zu treiben. Ich kann aber versichern, dass der Suchaufwand erheblich größer wäre. Und auch wenn die Kinder bestimmt mal ein richtig unordentliches Teeniezimmer haben werden, lernen sie doch auf diese Weise, später in ihrer ersten eignene Wohnung den Alltag zu organisieren. Denn so bleibt viel mehr Zeit für die wirklich schönen Dinge des Lebens.

Also, vielen Dank liebe Bella, für dieses Thema. Bis zur nächsten Blogparade!

Pia Laura Froehlich

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