Mental Load

Alles, was du über Mental Load wissen musst und ein GOODBYE

Veränderungen

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, aber der letzte Blog-Text ist lange her. Das hat einen guten Grund, denn bei mir hat sich beruflich Einiges getan. Letztes Jahr habe ich zwei Ratgeber veröffentlicht: Die Wackelzahnpubertät und Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles (Affiliate Links). Es war eine aufregende Zeit und gleichzeitig zermürbend, wie du selber weißt. Die Corona-Pandemie hat alles auf den Kopf gestellt und auch die Veröffentlichungen meiner Bücher begleitet. Keine Lesereisen waren möglich, meine Veranstaltungen vor Publikum wurden fast alle abgesagt. Im Nachhinein bin ich unendlich froh, dass dafür auf digitale Lesungen zurückgegriffen wurde und so hat sich für mich ein neues Standbein entwickelt: meine Vorträge, Workshops und Web-Seminare zum Thema Mental Load. Das macht mir unglaublich Freude, weil ich sehe, wie wichtig es ist, das Thema zu den Menschen und auch in die Unternehmen zu bringen. Besonders jetzt, wenn wir wieder alle zuhause sitzen, wird leider noch einmal klarer, was mir im Rahmen der Buch-Recherche so deutlich vor Augen trat. In den meisten Familien ist die Organisation des Alltags, der Kinderbetreuung, der Lernerei zuhause und all das, was dazu gehört, Sache der Frau. Das liegt nicht zwangsläufig an den Vätern, vielmehr sind wir es so gewohnt, und die Gesellschaft erwartet das von uns Frauen. Wir übernehmen diese Verantwortung, auch weil es Kraft kostet, dagegen anzukämpfen. Ich weiß selber nur zu gut, wie schwer das ist.

Mental Load: es geht weiter

Erst neulich wieder blätterte ich durch eine Krankenkassen-Zeitschrift, in der es um eine gute Atmosphäre in der Familie ging. Abgebildet war, wie zu erwarten, eine Mama, die sich liebevoll um Deko, Rituale, Kinder und Co kümmerte. In vielen kleinen Bildern wird uns täglich gezeigt, wer sich um die Familie zu sorgen hat – es sind die Frauen. Wie sehr sie unter dieser Verantwortung leiden, kannst du dir auf meinem Instagram-Kanal anschauen. In den Highlights unter „Corona-Struggle“ habe ich einen Teil der Nachrichten gesammelt, die mir verzweifelte Mütter im Moment zuschicken. So kann es nicht weitergehen und ich werde auch in Zukunft in Sachen Aufklärung zum Thema Mental Load unterwegs sein . Folge mir gerne auf Instagram, schau dir meine Angebote an, erzähle deinem Arbeitgeber / deiner Arbeitgeberin davon und frag mal nach, ob er oder sie nicht einen Vortrag für die MitarbeiterInnen buchen möchte.

Außerdem kannst du dir mal mein FAQ Mental Load durchlesen, dich durch die Buchtipps scrollen oder dir direkt die Steuerboard-Liste runterladen, die ich dir hier im Rahmen meines Buches kostenlos zur Verfügung stelle. Nächste Woche, am 20. Januar 2021, bin ich dann vormittags live in der ARD-Sendung „Live nach neun“ und spreche dort über die mentale Belastung von Frauen.

Ein neuer Job

Außerdem hat sich noch etwas verändert: Ich habe einen neuen Job in der Kommunikationsagentur We are Family – Agentur für Familienmarketing und Kindermarketing in Stuttgart und bin dort für Social Media, Content und PR zuständig. Wieso ich dir das hier erzähle? Zunächst einmal habe ich mir einen Arbeitgeber gesucht, der familienfreudlich ist und Eltern in ihrer Berufstätigkeit unterstützt. Ich kann dort wie gewünscht zu 80 % arbeiten, kann zur Zeit und auch nach der Pandemie Homeoffice nutzen, habe eine Chefin, die selber ein Kind hat und genau weiß, was Vereinbarkeit von Beruf und Familie wirklich bedeutet, und ich kann darauf zählen, dass ich nicht nur als Arbeitskraft, sondern als Mensch, Frau und Mama gesehen werde, die neben einem tollen und bereichernden Job eben auch noch Care-Arbeit machen muss (und will). Ich wünschte, alle Eltern hätten solche Bedingungen, denn das nicht so ist, beweist die Initiative #proparents. Sandra Runge und Karline Wenzel haben da etwas Wichtiges auf die Beine gestellt.

Schau doch mal bei meiner Agentur vorbei: du findest uns auf Instagram unter @we.are.family_agentur oder auf TikTok @wearefamily.agentur. Dort zeigen wir auch unseren Job-Alltag. Bist du vielleicht sogar selber Blogger*in oder Influencer*in? Dann schreib mir doch eine Mail an laura.f@we-are-family.de. Wir arbeiten viel mit Eltern zusammen und planen tolle Projekte, für die wir immer auf der Suche nach FamilienbloggerInnen und Insta-Moms und -Dads sind.

Das wars!

Und nun komme ich zu meinem Blog. Seit 2014 schreibe ich auf heuteistmusik.de, erst über das Familienleben, dann immer mehr über Mutterschaft, Vereinbarkeit und Mental Load. Ich habe durch das Schreiben viel über mich selbst gelernt, aber vor allem auch über uns alle – über Eltern. Ich kam über die Texte in Kontakt mit vielen tollen Frauen (und natürlich auch Männern), die mit mir diskutiert oder sich ausgetauscht haben. Das hat mir total viel Spaß gemacht und wird auf Instagram sicher auch noch eine Weile fortgeführt. Das Bloggen aber ist nun zu Ende, weil mir einfach die Zeit fehlt. Darum verabschiede ich mich hier von dir, liebe Leserin (und auch dir, lieber Leser), und ende mit einem Zitat aus meinem Buch:

Machen wir es wie die Isländerinnen! 1975 legten 90 Prozent aller Frauen ihre bezahlte oder unbezahlte Arbeit nieder und gingen für Lohn- und Chancengleichheit auf die Straße. Auch in der Schweiz demonstrierten die Frauen, weil sie weniger verdienen als Männer und schlechter abgesichert sind. In einem Manifest forderten sie neben Lohngleichheit eine Anerkennung und gerechtere Verteilung von Haus- und Pflegearbeit.

Oder treten wir ein in eine Partei, die unsere Forderungen unterstützt. Solidarisieren wir Frauen uns miteinander und stellen wir uns mit Transparenten vor den Bundestag. Schreiben wir unseren Bundestagsabgeordneten und fordern wir Veränderungen. Werden wir ungeduldig, laut und wütend, weil wir keine Lust mehr auf lieb, leise und verfügbar haben. Wehren wir uns gegen rechtskonservative und frauenfeindliche Politik. Beginnen wir die Revolution zu Hause und tragen wir sie auf die Straße. Ich habe das Gefühl, wir werden viele sein.

Es war schön, dass du ein Teil von Heute ist Musik warst. Deine Laura

6 Comments

  1. Liebe Laura – unfassbar und doch verständlich! Ich werde deinen Blog vermissen. Danke für all deine Gedanken, deinen Humor, die Tiefe und die Feinfühligkeit, die mich so oft ermutigt und zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht haben. Von Herzen alles Gute! Sonja

  2. Liebe Laura,
    vielen Dank für deinen Blog. Durch DICH hatte ich auf einmal einen Namen für all meine Sorgen und Probleme. Ich habe das alles mit meinen Freundinnen geteilt und wir können jetzt endlich offen darüber sprechen und können uns gegenseitig unterstützen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen neuen Projekten. Ich bleibe dir auf jedenfalls auf Instagram treu!
    Alles liebe, Jenny

      • Liebe Laura,
        es freut mich fuer sich, dass du was Neues und so einen tollen Job gefunden hast! Das klingt ja wirklich klasse, und das Ganze zu Corona und auch noch familien- aeh, muetterfreundlich! Ganz herzlichen Glueckwunsch.:-)
        Jaa, und natuerlich werde ich deinen Blog hier etwas vermissen, ich danke dir ganz herzlich fuer die inspirierenden Texte hier, auch damit habe ich mich in den ersten zwei Jahren meiner natuerlich anstrengenden Mutterschaft ueber Wasser gehalten…

        Ja, vielleicht kommt ja bald die Zeit, in der die Fuersorge-Arbeit (von Frauen) mehr gesehen und gewuerdigt wird und vielleicht sind wir bald nicht mehr so alleine, sondern integriert und gewuerdigt, und vielleicht ja auch bezahlt…

        Also, mal schauen und dir
        Allesalles Gute,
        viele Gruesse,
        Antonia

  3. Hallo Laura,
    das fühlt sich total schräg an, dass dieser große und tolle Blog ein Ende haben soll … Ich wünsche dir natürlich alles Gute für deine Zukunft!
    Viele Grüße aus Dresden
    Nadine

    • Liebe Nadine, ja, das stimmt. Ich finde es auch noch komisch. Aber es musste leider sein. Ich wünsche dir das Gleiche. Lass es dir gut gehen!

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