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Stammtischparolen auf dem Schulfest Nach einem Klassenfest im Sommer hatte ich die Nase voll. Mal wieder hatte eine Frau bei Kuchen und Butterbrezeln geäußert, dass geflüchtete Menschen hier zu viele Sozialleistungen bekämen. „Ältere deutsche Damen mit wenig Geld müssen ihre Brillen selber bezahlen, DIE dürfen sich eine Markenbrille aussuchen“, lamentierte sie mit vollem Mund. Ohne Daten und Fakten, ohne Hintergründe und genauere Umstände knallte sie Stammtischparolen auf den Tisch, bekundete ihre Sympathie zur AfD und versaute mir das Fest. Abends regte ich mich vor Anton mal wieder kräftig auf und polterte los: „Nie wieder setze ich mich mit solchen Menschen an einen Tisch. Immer dieses sinnlose Geschwätz. Den Geflüchteten die Schuld in die Schuhe schieben und sich selber leid tun. Es nervt mich unglaublich und es macht mich wütend. Sollte noch einmal einer vor mir erwähnen, er wähle die AfD, beende ich das Gespräch und gehe.“ Meine Filterblase ist ganz…

Ein schrecklicher Traum Letzte Nacht hatte ich einen Traum. Einen Traum von der Zukunft meiner Kinder: Luise ist in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten und Journalistin geworden. Weil sie sich politisch für die Meinungsfreiheit einsetzt und dabei mit der Regierung in Konflikt gerät, wurde sie verhaftet und verurteilt. Jimmy, der sich in eine Französin verliebt hat, versucht verzweifelt, einen Einreiseantrag nach Frankreich zu stellen, aber er scheitert nun zum fünften Mal. Oskar, der als Kommunalpolitiker für die Integration von Flüchtlingen aus Afrika kämpft, sieht sich mit Gewaltandrohungen der rechten Szene konfrontiert und findet bei der Polizei kein Gehör. Angst um die Zukunft Gruselige Vorstellungen, findet ihr nicht auch? Aber sie sind gar nicht so realitätsfern. Länder, die wir für demokratisch hielten, sind es nicht mehr. Journalisten dürfen nicht mehr frei berichten und werden inhaftiert, die Grenzen in Europa sollen geschlossen werden, fordern Populisten. Die rechten Flügel bekommen Aufschwung und Sätze…

Ladies, das ist für euch #ArschcooleSuperfrauen, wer sollen die denn sein? Das habe ich mir heute so überlegt, als ich über AndreaHarmonika von StadtlandMamas Blogparade erfuhr. Ganz klar, die gibts, da habe ich keine Zweifel: Sie experimentieren, erfinden, dichten, schreiben, politisieren und bringen die Welt ins Wanken. Und ganz klar, die kommen in der (Kinder-)Literatur immer noch viel zu wenig vor, wie Andrea so schön beschrieb: Nichts gegen Mark Twain, Albert Einstein, Martin Luther King, Cäsar oder Benjamin Blümchen. Aber mit Euren Geschichten werden unsere Kinder sowieso aufwachsen. Also hat sie einen ganz wunderbaren Vorschlag für ein Kinderbuch, in dem lauter tolle Frauen beschrieben werden. Klar, dass ich das Bilderbuch Good Night Stories for Rebel Girls für meine Tochter Luise kaufen werde, und natürlich auch für meine Söhne. Denn dass die sich mal eine #ArschcooleSuperfrau suchen (oder natürlich auch einen ArschcoolenSupermann), ist für mich keine Frage. Ich schreibe heute aber…

Wie bringe ich meine kleinen Kinder ins Bett, wenn ich abends alleine bin? Das fragte Bella vom Blog FamilieBerlin und rief zur Blogparade unter dem Hashtag Huschhusch auf. Erst kürzlich habe ich mich das Gleiche gefragt, als Anton abends nach Feierabend noch einen wichtigen Termin hatte. Mir stand der Schweiß auf der Stirn, und das schon ab dem frühen Morgen. Wie schaffe ich es nur, Baby Oskar ins Bett zu bringen, und mich dann auch noch um die beiden Großen zu kümmern? Zähne putzen, Geschichte lesen, Rücken kraulen, Wasserbecher auffüllen und all die anderen Punkte abzuarbeiten, auf dem Weg zum Ziel: Ruhe im Haus und drei friedlich schlummernde Kinder? Ich verrate es schon mal: alles hat gut geklappt, denn das Ende vom Lied ist immer das gleiche. Mütter machen sich zu viele Sorgen, und 85 % aller pessimistischer Prognosen treffen niemals ein. In diesem besonderen Fall bin ich mir sicher,…

#Mama4gets – Blogparade von Mamaontherocks Vergesslichkeit – ein wunderbares Thema, zu dem ich sehr viel zu sagen habe. Darum finde ich die Blogparade von mamaontherocks wie gemacht für mich und ich plaudere ein wenig aus dem Nähkästchen einer Mutter, die zwar immer den Kopf und die To-Do-Listen voll hat, aber dennoch viele wichtige Dinge vergisst, manchmal sogar das eigene Geburtsdatum. Mütterdemenz – ein doofes Wort mit Wahrheitsgehalt Tatsächlich war das Kurioseste, das mir in der letzten Zeit passierte, meinen Geburtstag zu vergessen. Kurz nach Oskars Geburt fragte mich eine Schwester in der Klinik, wann ich geboren sei. Und stellt euch vor, das Datum war wie weggeblasen. Ich überlegte hin und her, nach gefühlten fünf Minuten fiel mir der Tag und der Monat, zwei weitere Minuten später auch das Jahr ein. Die Schwester staunte nicht schlecht. Auch auf die Frage, wie unser Kinderarzt heißt, wusste ich erst einmal keine Antwort. “Das…

Nicole hat für den Blog Das-Elternhandbuch eine interessante Blogparade gestartet. Es geht um die Frage, ob Mütter so richtige Baby-Fanatikerinnen sind, oder sie den Umgang mit etwas größeren Kindern vorziehen. Ich möchte mein Statement gleich vorweg setzen: Ich liebe jedes Alter, denn da Kinder nun einmal als Baby auf die Welt kommen und unweigerlich größer und älter werden, ist die Entscheidungsfreiheit von uns Eltern sowieso nicht gegeben. Ich muss aber auch dazu sagen, dass es in jedem Alter etwas gibt, das so richtig wundervoll ist, und das absolut nervt. Und da ich gerade ein Baby, ein Kleinkind und ein Vorschulkind im Hause habe, kann ich mit dieser Blogparade, die unter dem Hashtag #Babyfrage läuft, aus dem Vollen schöpfen. Das Babyalter Nach der Geburt von Jimmy war ich echt schockiert, dass so ein Baby nicht einfach nur süß und knuddelig ist, sondern mir auch ordentlich auf den Senkel gehen kann. Kaum…

Susanne vom Blog Geborgen-Wachsen und Andrea, die den Runzelfüßchen-Blog schreibt, haben zur Blogparade aufgerufen. Das Thema ist sehr interessant, darum möchte ich unbedingt auch etwas dazu schreiben. Es geht um das “Nein” in der Erziehung, und zwar sowohl aus Eltern- als auch aus Kindersicht. “Nein” ist nämlich das zweithäufigste Wort, das in unserer Familie verwendet wird, und kommt gleich nach “Hex-Hex”, dem Dauerbrenner meiner Bibi Blocksberg-verliebten Kinder. Mein Nein Ich muss zugeben: ich sage dauernd “Nein”. Was Gefahren betrifft, bin ich rigoros. Aber oft denke ich im Nachhinein auch, dass es doch jetzt gar nicht so schlimm gewesen, wenn Luise mit ihren Schuhen in die Matschpfütze gesprungen wäre. Dann hätten wir die Turnschuhe eben hinterher auf der Heizung getrocknet. Oder warum habe ich die Bitte um ein Überraschungsei im Supermarkt verneint, anstelle einfach mal ein Auge zuzudrücken oder zumindest eine plastikfreie Alternative anzubieten? Ich würde fast sagen, dass 50 %…

Ich liebe die Rubrik Zeit zum Entdecken in unserer Wochenzeitung “Die Zeit”: Was mein Leben reicher macht. Hier senden die Leser winzige Anekdoten ein, die sie erlebt und die sie froh gemacht haben. Da kommt folgendes Thema genau richtig: Blogparade bei Claudia Claudia vom Blog www.sekundenmassen.de hat zur Blogparade aufgerufen. Das Thema lautet: “Was macht Dich glücklich?” Es soll dabei um Kleinigkeiten gehen, die das Leben reicher und schöner machen. Nicht also die großen Wendepunkte, Lottogewinne oder die Traumhochzeit sind gemeint, sondern die klitzekleinen Momente, die uns im Alltag begegnen. Denn auch ich bin der Überzeugung: wie zufrieden wir sind, hängt oft nicht vom Geldbeutel, vom Traumhaus oder dem perfekten Job ab, sondern von der eigenen Einstellungen. Wie sehr schätze ich den Alltag, der unser Leben größtenteils bestimmt. Wie froh bin ich über scheinbare Selbstverständlichkeiten wie Gesundheit, genug zu Essen, liebe Menschen um mich herum und den Umstand, dass ich…

Ich mache mit beim Liebsten Award! Vielen Dank, liebe Stefanie von Saint-Iva, für die Nominierung. Ich habe mich sehr gefreut, als ich deine Nachricht über Facebook bekam. Dennoch musste ich mich erst einmal schlau machen, was denn der Liebste Award eigentlich ist. Und hier kommt die Antwort: Um Blogger weiter zu vernetzen (immer gerne) und frische Blogs bekannter zu machen (auch das ist schön), werden die Nominierung wie ein Kettenbriefchen weitergereicht, Fragen beantwortet und am Ende wiederum Blogs nominiert. Stefanies Fragen 1. Was macht deinen Blog besonders? Mmhh, da würde ich spontan sagen, der Humor. Ich verarbeite meinen Alltag mit den Kindern gerne schriftlich. Auch wenn mir Manches ernst ist, liegt mir das Lustige eher. Vorbild sind hierfür Jan Weiler und Axel Hacke, deren Texte zum Thema Kindererziehung ich mir mehrmals täglich vormeditiere. Das gibt mir Kraft und Mut und schon lässt sich der nächste Trotzanfall besser aushalten. Wenn das…