Blogparade #Huschhusch: Kinder ins Bett bringen

Wie bringe ich meine kleinen Kinder ins Bett, wenn ich abends alleine bin? Das fragte Bella vom Blog FamilieBerlin und rief zur Blogparade unter dem Hashtag Huschhusch auf. Erst kürzlich habe ich mich das Gleiche gefragt, als Anton abends nach Feierabend noch einen wichtigen Termin hatte. Mir stand der Schweiß auf der Stirn, und das schon ab dem frühen Morgen. Wie schaffe ich es nur, Baby Oskar ins Bett zu bringen, und mich dann auch noch um die beiden Großen zu kümmern? Zähne putzen, Geschichte lesen, Rücken kraulen, Wasserbecher auffüllen und all die anderen Punkte abzuarbeiten, auf dem Weg zum Ziel: Ruhe im Haus und drei friedlich schlummernde Kinder?

Ich verrate es schon mal: alles hat gut geklappt, denn das Ende vom Lied ist immer das gleiche. Mütter machen sich zu viele Sorgen, und 85 % aller pessimistischer Prognosen treffen niemals ein. In diesem besonderen Fall bin ich mir sicher, dass es auch den Kindern gut tut und sie dabei lernen, Rücksicht aufeinander zu nehmen. So merken die Großen, dass ein Baby einfach besondere Bedürfnisse hat, zum Beispiel ganz lange getragen und gehalten zu werden. Aber auch das Kleinste merkt, dass da noch andere sind, die Mama brauchen. Und am Ende lernen die Kinder noch etwas: sogar Eltern sind Menschen, die irgendwann mal ihre Ruhe haben möchten.

Huschhusch

Unser erster Abend alleine

Nun also war auch bei mir der Tag gekommen, an dem ich zum ersten Mal alle drei Kinder alleine ins Bett bringen musste. Wir waren lange auf dem Spielplatz, haben gemeinsam Abend gegessen und dann kam der Punkt, an dem Oskar Allen zu verstehen gab, dass er von der Familie die Nase voll hatte. Also gab es eine extra lange Folge Peppa Wutz für Jimmy und Luise, und ich habe Oskar bettfertig gemacht. Mein erster Tipp für den Fall der Fälle heißt:

1. Die Sachlage klären

Also habe ich beiden die Situation erklärt, und mich für eine Weile mit dem Babylein ins Schlafzimmer verzogen. Natürlich ist ein dreijähriges Mädchen nicht ganz so verständnisvoll wie ein Fünfjähriger, und platzt dann noch ein paar Mal herein, gerade dann, wenn Oskar die Äuglein geschlossen hat. Darum mein zweiter Tipp:

2. Nerven stärken und bewahren

Irgendwann hatte ich Oskar soweit und schaute nach den Großen. Jimmy zockte am Tischkicker, Luise spielte mit ihrem Pferd. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es inzwischen schon halb acht war. Zu dieser Zeit liegen eigentlich schon alle in ihren Federn, deshalb heißt der nächste Tipp:

3. Fünfe gerade sein lassen

Also versuchte ich, locker zu bleiben, und für den Rest des Abends nicht mehr auf die Uhr zu schauen. Dann ging es ans Zähne putzen und es kam, wie es kommen musste: Luise stellte sich quer. Sie wollte weder ihre Beisserchen reinigen noch den Schlafanzug anziehen und ich hatte die Nase voll. Es kam zu einem größeren Disput und kurzzeitig überkam mich die Panik, dass ich diesen Streit nun alleine lösen musste. Wir einigten uns, nachdem jeder einmal laut gebrüllt hatte, vertrugen uns und lagen uns ein paar Minuten in den Armen. Mein nächster Ratschlag lautet deshalb:

4. Rückschläge überwinden

Endlich lag Luise in den Federn, Jimmy schmökerte in der Bundesligatabelle. Wir einigten uns auf eine Geschichte vom Raben Socke, sonst lesen wir getrennt und dem Alter entsprechend. Rabe Socke gefällt beiden, das liegt wohl an dessen enormen Streitpotential. Nach 10 Minuten Rücken massieren, vier Küsschen und zwei warmen Kirschkernsäckchen erklärte ich den Rest des Abends zur Elternzeit, die naturgemäß noch vier Mal aus diversen Gründen (schmerzendes Knie, juckender Mückenstich, eine Frage zum Thema Viererkette und einmal Klo) unterbrochen wurde. Last but not least rate ich deshalb:

5. Die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen

Nach diesem äußerst anstrengenden Tag und dem Ins Bett bringen von drei kleinen Mäusen habe ich mir selbst eine Belohnung verdient: eineinhalb Stunden Ruhe und Erholung, bevor mich selbst die Müdigkeit völlig hinwegraffte.

Und eines ist sicher: von Mal zu Mal wird es einfacher und eine Routine stellt sich ein. Das Baby wird größer und die großen Kinder verständiger. Kinder ins Bett bringen ist wie Schwimmen, Skifahren und Schach spielen: alles eine Frage der Übung.

Liebe Bella, ich hoffe, du hast den Abend gut überstanden und deine beiden Kinder ins Bett gebracht, ganz so wie sie es brauchen. Liebe Grüße von Laura

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Laura

9 Comments

  1. Hach! Schön geschrieben! Ich bekomme bald das zweite Kind und tatsächlich habe ich über solche Fragen auch schon nachgedacht. Da finde ich den schwimmenlernen-Vergleich Super und sehr beruhigend! .. Stimmt.. Ich werde es bestimmt lernen! 🙂
    Vielen Dank!

    • Liebe Anna,
      auf jeden Fall! Wir Eltern schaffen viel mehr als wir denken. Und wie gesagt: 80 % aller Sorgen rund um die Kinder sind unnötig. Du wirst das mit dem Zweiten hinkriegen und auch beide ins Bett bringen können, wenn du mal alleine bist. Was mit dem Ersten unvorstellbar erscheint, klappt dann ganz von selber. Liebe Grüße, Laura

  2. Hallo Laura,
    Ich lese deinen Blog echt gerne!
    Wir haben auch 3 kleine Engel 🙂
    Und sogar fast im gleichen Alter.
    Jedes mal denke ich du schreibst über uns! Ich freue mich weiterhin so lustige lebensnahe Geschichten von dir zu lesen.
    Viele liebe Grüsse
    Christien

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