To-Do-Liste: Wenn die Kinder größer sind

Nina vom Blog Du und dein Kind hatte eine tolle Idee für eine Blogparade, an der ich so richtig gerne teilnehmen möchte. Sie startete im November, aber besser spät, als nie, dachte ich mir. Der Titel heißt:

Was ich noch alles tun möchte, wenn mein Kind groß ist

Vorher möchte ich noch hinzufügen, dass ich die Überschrift ein wenig ändern möchte. „Groß“ ersetze ich durch „größer“, denn all die wunderbaren Hobbys und Müßiggänge, die ich momentan so schmerzlich vermisse, möchte ich nicht erst tun, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Ich möchte nicht mehr so lange warten, darum verzeih mir, liebe Nina, diese kleine Veränderung. Aber nun gehts los, ich nehme einen Schluck warmen Tee, schließe die Augen und stelle mir vor, ich hätte Zeit, viel Zeit, richtig viel Zeit. Denn dann würde ich…

  1. eine Nacht lang durchratzen. Und zwar mit geschlossenen Rolladen und einer Schlafmaske über dem Kopf. Stockdunkel soll es sein, sodass ich nicht mal mehr die Hand vor dem Auge erkennen kann. Kein Wecker, kein Handy, kein Kind würde mich wecken, kein Menschlein würde sich unter meine Decke stehlen und mir die Knie in den Rücken rammen.
  2. einen Tag lang im Büro ARBEITEN. Einfach nur arbeiten. Morgens in Ruhe mit einem guten Kaffee anfangen, einen Tagesplan zusammen stellen, mit Kunden telefonieren, Texte schreiben. Mittags gäbe es eine wunderbar entspannte Mittagspause mit leckerem Essen. Der Nachmittag wird mit Ablage, Sortieren und Angebote schreiben verbracht und pünktlich um siebzehn Uhr lege ich den Stift nieder und mache Feierabend.
  3. einen wunderbaren ganzen Samstag lang frühstücken. So richtig mit allem Drum und Dran. Anton holt Brötchen, ich mache den weltbesten Cappuccino, es gibt Ei, Käse, Pancakes, Lachs und all das Gedöns, für das mir sonst der Aufwand zu groß ist. Danach lese ich mindestens zwei geschlagene Stunden Zeitung und niemand, rein gar niemand quatscht mir rein.
  4. einen Abend mit meinen Freundinnen verbringen. Vorher schön machen, Kleid und Schuhe anziehen, schminken und eine HANDTASCHE mitnehmen. Während dessen Sekt trinken, lachen, erzählen, feiern und tanzen. Anschließend abschminken, ins Bett fallen und Rausch ausschlafen.

Thats it. Gar nicht so viel, oder? Und nicht mal sooo schwer umzusetzen in den nächsten Jahren. Aber nach dieser Liste habe ich das dringende Bedürfnis, Folgendes nieder zu schreiben:

Was ich noch alles tun möchte, so lange meine Kinder klein sind

  1. mich eine Nacht lang an meine Mäuse schmiegen. Oskars Atem auf meiner Haut spüren, in der Nase seinen süßen Babyduft riechen. In Luises Haaren schnuppern, die immer so gut nach „Feen-und-Prinzessinnen-Schaumbad“ riechen. Jimmys kleine Hand nehmen und hören wie er im Schlaf sagt: „Ich bin soooo müde“. Wach liegen, während alle schlafen, und glücklich sein, dass ich sie habe.
  2. einen Tag lang nur Quatsch machen und Ungesundes essen. Morgens schon mit Jimmy Fußball-Witze erzählen, zum Frühstück Süßigkeiten essen. Den Kindergarten ausfallen lassen und statt dessen in den Zoo gehen. Mit den Mäusen Lieblingstiere anschauen und Eis mampfen. Uns allen ein Andenken kaufen und dann um die Wette zum Ausgang laufen. Papa abholen und zuhause Pommes in den Ofen schieben.
  3. einen wunderbaren Samstag lang Familiendinge machen. Mich morgens um sieben von Oskar an den Haaren ziehen lassen und wissen, dass wir ganz viel Zeit zusammen haben. Mit Jimmy Brötchen holen und mit Luise Hefeteig aufsetzen. Mohnschnecken backen und einpacken. Mit der ganzen Truppe zum Roten Haus spazieren und picknicken. Dann ein heißes Bad nehmen, und zwar mit allen!
  4. einen Abend lang gegen Jimmy Elfer raus spielen. Anschließend gegen Luise beim Schnecken-Rennen verlieren. Dann mit Oskar kuscheln, bis er einschläft, und hinterher den Großen Jim Knopf vorlesen. Dann den Tag besprechen und zwei kleine Rücken kraulen, anschließend süße Küsse einsammeln und nach zwanzig Minuten ins Kinderzimmer schleichen, um schlafende Kinder anzuhimmeln.Und ihr, was möchtet ihr machen, wenn die Kinder groß / klein sind? Überlegt, schreibt es nieder, und setzt es noch in den nächsten Wochen um. So schwer ist es gar nicht. Bin gespannt auf eure Kommentare!

Merken

Laura

3 Comments

  1. Liebe Laura,
    Das ist so spannend zu lesen und während man all das liest, ist man in Gedanken mal wieder mitten drin in diesem „oh ja, das mach ich mal wenn-dann und so-Dings.“
    Ausschlafen, ausgehen, ein Hörbuch hören, ausmisten der gesammelten was-ist-das-eigentlich Kisten, die Nähmaschine aufbauen und eine Woche stehen lassen um ein Projekt nach dem anderen zu beginnen und (wichtig!) zu beenden. Stundenlang telefonieren (puh, mit wem und worüber?!) und alles was gemacht werden muss wird in einem Stück erledigt.
    Hach, und bei all dem wird man nach einiger Zeit denken: jetzt könnten die Kinder aber bald wieder da sein. Weil sie halt einfach nicht mehr wegzudenken sind. Weil es schön ist dass sie da sind und weil sie einem so viel geben. Außer vielleicht Schlaf und Zeit für sich selbst und …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.