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Laura

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Wieso ein simples Bundesliga-Spiel für Jimmy und mich zum Erlebnis des Jahres wurde, erzähle ich dir heute. Wir haben nämlich eine unglaubliche Reise nach Dortmund gemacht: Jimmy, mein siebenjähriger Sohn, durfte zusammen mit dem Schiedsrichter den Ball in den Signal Iduna Park tragen – vor mehr als 80.000 Fans und in greifbarer Nähe zu seinen größten Idolen, den Spielern von Borussia Dortmund. Grund dafür war eine Einladung vom BVB-Kidsclub, dem Fanclub für Kinder. Aber nun von vorne!

Jimmys große Liebe: Borussia Dortmund

Die Fußball-Leidenschaft ist nicht familiär bedingt. Aber als Jimmy knapp vier Jahre alt war, fing es an. Fußball von morgens bis abends, am Tischkicker und auf dem Rasen. Bald erwachte auch seine Leidenschaft für den einen Verein: Borussia Dortmund, kein anderer sollte es sein. Und das, obwohl wir hier das VfB-Stadion in nächster Nähe haben. Vielleicht liegt es daran, dass die Großeltern aus dem Ruhrgebiet kommen?!

Von nun an tapezierte das Kind sein Zimmer in schwarzgelb und fieberte jedes Wochenende mit, ob der geliebte BVB endlich die verhassten Bayern vom Sockel stoßen würde. Es gab Tränen bei Gegentoren und Wut, als Spieler Pierre-Emerick Aubameyang letztes Jahr den Verein verließ. Die Sportschau im Ersten wurde nun zum festen Termin der Familie und im Radio hörten wir am Wochenende nur noch SWR1 Stadion.

Endlich Mitglied im BVB-Kids Club

Was wünschte sich das Kind zu Weihnachten? Ganz klar, eine Mitgliedschaft im Verein, und so meldete ich ihn im BVB- KidsClub an. Voller Stolz erhielt er seinen Mitgliedsausweis, den er nun stets in seinem Geldbeutel mit sich trägt. Die Mitgliedschaft machte es uns auch möglich, bevorzugt Karten zu erwerben. Die sind nämlich oft ziemlich schnell ausverkauft. Und so fuhren wir Anfang dieses Jahres auf große Reise: mit der Tante im Gepäck ging es das erste Mal nach Dortmund. Der Besuch des Signal Iduna Parks, des größten Stadions in Deutschland, war wirklich bombastisch und sogar die skeptische Tante war begeistert. Wenn 80.000 Menschen „You`ll never walk alone“ singen, ist Gänsehaut vorprogrammiert. Zum Glück hat der BVB gegen Frankfurt gewonnen, der Siegtreffer fiel in den letzten Minuten und Jimmy war im Glück.

Weil Jimmy die ganze Zeit davon sprach, wieder nach Dortmund zu fahren, habe ich den BVB-KidsClub kontaktiert und von meinem Familienblog erzählt. Die Marketing-Abteilung fand die Idee toll, den Kinderclub mal näher vorzustellen und lud uns im Herbst nach Dortmund ein. Wir sollten nicht nur Emma, das Maskottchen treffen, sondern durften ein ganz besonderes Programm absolvieren: ein Spiel besuchen, bei dem Jimmy den Ball ins Stadion tragen durfte, einen der Spieler treffen, das Vereinsmuseum Borusseums und ein Dribbel-Training in der BVB-Fußballschule besuchen.

Los gehts zum BVB

Ausgestattet mit Trikots und Fahnen machten wir uns auf die Reise von Stuttgart nach Dortmund. Zu unserem Glück waren meine beste Freundin und ihr Sohn dabei, der ebenfalls ein riesen Fan des BVB 09 ist. Bei strahlendem Wetter fuhren wir am Samstag schon vormittags zum Stadion. Wie versprochen besuchten wie als erstes die Fan-Welt und die beiden Kinder durften sich ein neues Trikot beflocken lassen.

Fanwelt und Borusseum: die Welt des BVB 09

Dann spielten sie eine Runde Fußball im Indoor-Platz der Fanwelt, während meine Freundin und ich gemütlich Kaffee tranken. Dann wars Zeit fürs Borusseum! Das ist das Vereinsmuseum direkt am Stadion, in dem so einiges geboten wird. Endlich konnte Jimmy in die Vergangenheit seines Vereins eintauchen, bestaunte Pokale, las über die Anfänge am Borsigplatz und löste Insider-Rätselfragen. Der Besuch des Borusseums lohnt sich auf alle Fälle und ist Muss für jeden kleinen und großen Fan. Außerdem kann man dort mit ein paar Runden Tischkicker die Nerven vor dem Spiel beruhigen.

Die Spannung steigt, die Spieler sind da!

So langsam wurde mir mulmig zumute, denn wir sollten bald Yannah vom Kids Club treffen. Vor dem Museum setzten wir uns hin und aßen eine Stadionwurst, die Jungs legten mit ihren neuen Autogrammkarten ihre bevorzugte Startaufstellung. Mittlerweile war eine Menge los und der Stadionsvorplatz war voller schwarzgelb gekleideter Menschen. Auf einmal brandete Jubel auf, denn der Mannschaftsbus fuhr ein und direkt an uns vorbei. Die Atmosphäre vor einem Spiel ist unglaublich, es war aber überall und zu jederzeit friedlich und absolut kinderfreundlich.

Da kamen schon die Mädels vom BVB-KidsClub. Zusammen mit anderen Kindern holte Yannah Jimmy ab, der ein wenig still geworden war. Vermutlich wurde ihm klar, was er da gleich erleben würde. Auch mir kamen ein paar Tränen, denn es ist schon komisch, das Kind in so einer Menschenmasse abzugeben. Wie gut, dass Yannah vom KidsClub so unglaublich lieb und sympathisch war.

Auf zum Spiel Borussia Dortmund gegen den FC Ausgburg

Wir anderen Drei machten uns nun auf ins Stadion. Sobald man hineintritt, überwältigt einen der Anblick der Menschenmenge. Auf der Südtribüne wurden massenhaft Fahnen geschwungen und wir sahen schon die Spieler, die sich auf dem Platz warm machten. Während ich es kaum glauben konnte, dass der kleine Kerl Jimmy da in ein paar Minuten einlaufen würde, zusammen mit Marco Reus und Co, schickte Yannah die ersten Bilder. Jimmy stand mit den anderen Kindern im Stadion Rote Erde nebenan und übte den Einlauf.

Bei uns auf der Tribüne ging es nun los. Die Spieleraufstellung wurde bekannt gegeben, die gelben Schals geschwenkt und die Fußballhymne „You`ll never walk alone“  gesungen. Mein Herz klopfte wie verrückt. Jetzt, in diesem Moment, ging Jimmys großer Traum in Erfüllung und er war seinen Lieblingsspielern ganz nah. Auf einmal ertönte Musik und der Einlauf der Spieler begann. „Da ist Jimmy!“ rief der Sohn meiner Freundin und wir sahen, wie mein Sohn den Ball ergriff und neben dem Schiedsrichter über das Feld lief. Klingt jetzt echt verrückt, aber das war ein unglaublicher Moment. Mein Kind, das da so mutig und stolz vor dieser Menschenmasse über den Rasen geht, zu sehen und dabei zu sein, wenn er etwas erlebt, an das er noch als Erwachsener denken wird, das war einfach großartig. Die Einlaufkinder machten ihre Sache echt toll, zuletzt ließen sie Luftballon steigen und rannten gemeinsam vom Feld. Yannah brachte Jimmy zehn Minuten später zu uns, da hatte das Spiel längst begonnen.

Jimmy fiebert mit

Unglaublich nervenaufreibend waren sie, diese 90 Minuten. Jimmy wollte uns die Einzelheiten zum Einlauf ins Stadion nicht erzählen, seine volle Aufmerksamkeit galt dem Spiel. Als das Gegentor fiel und der FC Augsburg jubelte, weinte er bittere Tränen. Das ganze Spiel war ein einiges Auf und Ab, wir freuten uns, wir ärgerten uns. Das Spiel endete 4:3 für Dortmund und es war eine knappe Kiste. Selig und freudestrahlend standen die Jungs auf ihren Sitzen und 80.000 Fans jubelten minutenlang. Yannah holte die Jungs ab und meine Freundin und ich tranken erst einmal ein großes Bier. Die Stimmung war bestens, die Sonne schien vom Himmel und wir hatten das Gefühl, einen unvergesslichen Tag erlebt zu haben.

Den großen Idolen ganz nah

Für die Jungs ging ein weiterer Wunsch in Erfüllung. Sie durften Julian Weigl treffen, bekamen Autogramme und ein Foto mit dem Profispieler. Am Ende lief uns noch Sebastian Kehl über den Weg. Yannah gab uns den Tipp, zum Parkplatz der Spieler zu laufen. Dort wartete schon eine kleine Menge Kinder auf ihre Stars und tatsächlich holten sich Jimmy und sein Freund noch ein paar Autogramme. Torwart Roman Bürki ist mir in bester Erinnerung, der geduldig all den kleinen Jungen und Mädchen die Karte unterschrieb.

Dribbeltraining wie die Profis

Bevor wir am nächsten Tag abreisten, waren die Jungs noch in der Evonik Fußballschule zum Dribbeltraining eingeladen. Früh morgens um 9 Uhr fanden wir uns erneut am Stadion ein und die Beiden spielten gemeinsam mit Trainern und vielen anderen Jungs in ihrem Alter Fußball. Anschließend gab es eine Urkunde, eine Medaille und noch mehr leuchtende Augen.

Hättest du gedacht, dass Fußball so schön sein kann? Ich niemals. Aber durch Jimmy bin ich auf den Geschmack gekommen. Das Beste daran ist, dass dieses Hobby so viel vereint:Die Kinder bewegen sich, sie lernen, sich in ein Team zu integrieren und an einer Sache dran zu bleiben. Auch dass Jimmy seinen Verein so leidenschaftlich liebt, finde ich grandios. Wer so eine Liebe und Leidenschaft fühlt, der fühlt das Leben!

Unser Besuch im Stadion mit dem Einlauf an der Hand des Schiedsrichters war bisher das großartigste Erlebnis seines jungen Lebens. Nicht nur alle Verwandten und Freunde, sogar die Lehrerin in der Schule hat zuhause am Fernseher mitgefiebert. Richtig froh sind wir, dass es den BVB-KidsClub gibt.

Bis bald in Dortmund, Jimmy und ich kommen nächstes Jahr wiederund wollen dann unbedingt eine Stadion-Tour machen. Und danke noch einmal an den BVB-KidsClub, allen voran Yannah, die uns all das möglich gemacht haben.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Und weil bewegte Bilder das Borussia Dortmund-Gefühl viel besser transportieren können, gibt es noch einen Film dazu:

Vor ein paar Tagen habe ich hier geschrieben, wie gestresst ich derzeit bin und dass mir der Alltag mit den Kindern gerade zusetzt. Immer wieder habe ich so eine Phase und dann bringt mich jede Kleinigkeit auf die Palme. Wenn aber momentan keine großen Veränderungen möglich sind, die mich entlasten, wie kann ich mir dann selber etwas Abhilfe schaffen?

Die Schwarmintelligenz ist ein tolles Mittel, um kreative Ideen zu sammeln und deshalb habe ich die Müttersprechstunden-Community auf Instagram befragt. Was machen andere Eltern so, um ihren Alltag zu entlasten? Viele Nachrichten haben mich erreicht, die ich dir hier nicht vorenthalten möchte. Wetten, die ein oder andere Anregung ist auch etwas für dich? Mach doch mittags mal einen Power-Nap mit dem Schlüsseltrick, um ein wenig Kraft zu tanken! Oder wäre es nicht spitze, einmal im Monat einen Nachmittag lang einen Babysitter zu buchen und nur etwas für dich zu tun? Wohnung ausmisten, Brotdosen am Abend vorbereiten…. los gehts, such dir aus, welche Idee etwas für dich wäre!

  • Am Wochenende eine Stunde im Bad einschließen. Duschen, Rasieren, Nägel lackieren, dabei Musik hören und Tee trinken. Alle anderen Familienmitglieder müssen draußen bleiben. Vielleicht geht der Papa einfach mit den Kindern raus?
  • Gönn dir eine Haushaltshilfe. Kostet Geld, aber ist super investiert. Kannst du irgendwo etwas abzwacken? Weniger Schuhe kaufen oder den Coffee to go einsparen?
  • Das Kind ein oder zwei Mal die Woche länger im Kindergarten lassen. Manchmal lassen sich Betreuungszeiten ja flexibel ändern. Du bist keine Rabenmutter, bloß weil dein Kind etwas länger im Kindergarten bleibt und du die Zeit für dich nutzt. Dein Kind wird sich über eine glückliche Mutter umso mehr freuen!
  • Wieso nicht ab und an den Lieferservice bestellen! Heute mal keine Lust zu kochen, den Tisch zu decken und abzuräumen? Pizza bestellen und mit den Fingern essen, die Kinder werden jubeln.
  • Öfter mal im Hier und Jetzt sein! Ist schwer, ich weiß, und bedarf der Übung. Aber wie oft denken wir im Büro an die Kinder und nachmittag auf dem Spielplatz an den Schreibtisch? JETZT sitze ich hier und verdiene Geld, alles andere ist egal. JETZT sortiere ich die Wäsche und höre Musik, JETZT liege ich hier mit meinem Kind und kuschele.
  • Simpel und doch so schön: eine halbe Stunde in der Sonne sitzen und Tee trinken. Mach dein eigenes kleines Tee-Ritual draus. Es gibt die feinsten Teesorten zu kaufen und du findest garantiert deinen Lieblingsplatz, auch ohne eigenen Garten.
  • Powernap machen. Dir fallen nachmittags die Augen zu? Dann leg dich mit einem dicken Schlüsselbund in der Hand aufs Sofa, die Hand mit dem Schlüssel hängt über dem Boden. Sobald deine Muskeln schlaff werden und der Bund auf den Boden fällt, war der Schlaf lang genug und du fühlst dich wach und frisch, versprochen!
  • Nein sagen. Zugegeben, ein oller Kalauer, aber „Ein Nein zu dir ist ein Ja zu mir“ ist ein weiser Spruch. Wenn jemand eine Bitte an dich trägt (Elternbeiratsposten übernehmen, Kuchen backen, Bericht schreiben), du aber im Stress bist und keine Zeit hast, antworte: „Ich würde dir gerne helfen, aber ich kann gerade einfach nicht.“
  • Wenn deine Kinder größer sind, lass sie nachmittags Verabredungen treffen. Dann sind sie für ein paar Stunden aus dem Haus und du hast ein wenig Zeit für dich.
  • Zwischen Job und Kindern unbedingt eine Pause einlegen. Mach das, was dir gut tut: Serien schauen, zocken, Musik hören, ein Buch lesen, in einer Zeitschrift blättern.
  • Abends Dinge tun, die dir so richtig Spaß machen. Spiele zocken, Karaoke singen, Schal stricken, Schaumbad nehmen. Und freu dich schon den ganzen Tag drauf.
  • Sachen aussortieren. Nehmt euch gemeinsam ein Wochenende und mistet aus. Wer weniger Dinge besitzt, räumt schneller auf. Das Instandhalten, Aufräumen und Anschaffen all der Sachen ist ein ewiger Zeiträuber und wir brauchen viel weniger als wir denken.
  • Mach auch am Wochenende Pausen. Nach dem Mittagessen bittest du die Kinder, für eine halbe Stunde das Wohnzimmer zu verlassen. Leg dich aufs Sofa und ruh dich aus, bevor ihr eure Unternehmungen macht.
  • Mach den Haushalt, auch wenn die Kinder da sind. Bezieh sie ein oder lass sie zuschauen. Mach nicht die ganze Arbeit in der wenigen Zeit, die du für dich hast.
  • Gönn dir doch einfach einen Babysitter. Einmal im Monat, mitten in der Woche, einen Nachmittag lang. Schenk dir diese Zeit ganz bewusst.
  • Bereitet gemeinsam abends schon den nächsten Tag vor: Kleider rauslegen, Frühstückstisch decken, Brotdosen fertig machen. Das spart Zeit und Nerven am Morgen, wenn alle noch grummelig sind.
  • Einer von euch erledigt den Supermarkteinkauf einfach abends, wenn die Kinder im Bett sind. Dann spart ihr euch die Action am Tag.
  • Lasst euer Kind mal bei Freunden übernachten, wenn es das möchte.
  • Wenn das Kleinkind seinen Mittagsschlaf macht, kann das ältere Kind Hörspiele hören und die Mama ausruhen
  • Wenn du das Glück hast, Oma und Opa in der Nähe zu haben, spann sie so oft es geht ein.
  • Täglich Bewegung und Sport tut total gut. Egal ob Joggingrunde, Spaziergang oder kleine Wanderung.
  • Ich weiß, fällt vielen schwer, aber das Chaos ignorieren (lernen).
  • Eine Mama hat den Newsletter von Casablitzblanka empfohlen, um schnell Ordnung in die Bude zu bekommen.
  • Kleinen Tischkalender anschaffen und alle Termine eintragen. Gute Organisation spart Nerven.
  • Mittagessen vorkochen und einfrieren.

Wahnsinn, die Liste, oder? Wenn Mütter (und Väter) ihre Ideen teilen, kommen Inhalte für ein ganzes Buch zusammen. Ich werde in zwei Wochen zu einer dreiwöchige Kur ohne Kinder aufbrechen und da sicher eine ganze Menge weitere Tipps kennenlernen, mitnehmen und dir dann berichten. Das Leben mit Kindern kann wirklich anstrengend sein und da ist es umso wichtiger, sich kleine Inseln der Ruhe zu schaffen. Ich hoffe sehr, du kannst mindestens eine Idee verwerten. Wenn dir noch mehr einfällt, schreib mir doch gerne in die Kommentare. Gemeinsam sind wir ganz schön stark!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Und vielleicht hast du Lust, auch mal in die Müttersprechstunde zu kommen? Ich freue mich auf dich!

Meine Luise liebt es, draußen zu sein, und damit unterscheidet sie sich total von ihrem großen Bruder. Sie geht in einen Naturkindergarten, in dem sie bei jedem Wetter draußen ist, liebt Pferde und buddelt gerne in der Erde. Weil ich mir gerade viele schöne gemeinsame Aktivitäten für den Herbst überlege und mit den Kindern Dinge machen möchte, dir mir auch selber Spaß bereiten, stieß ich auf den Magischen Einhorngarten von Tomy. Heute erzähle ich dir, wie Luise und ich unserem neuen Hobby nachgehen und ein wirklich schönes Spielzeug entdeckt haben, mit dem man Natur und Spielen perfekt verbinden kann.

Spielzeug für Naturkinder und Einhornfans

Voller Begeisterung erwartete Luise in den letzten Wochen das Paket mit dem Einhorngarten. An einem sonnigen Nachmittag war es dann soweit und wir machten uns ans Gärtnern. Im Karton enthalten ist eine kleine Schale, die wir als erstes mit Erde befüllt haben. Zum Glück hatten wir noch welche im Keller und konnten sofort loslegen. Dann haben wir den Torbogen und den Wunschbrunnen zusammengebaut, die Wimpel angeklebt und einen Weg aus bunten Kieselsteinen gelegt.

Luise war natürlich völlig begeistert von dem weißen Einhorn, dem Mäuschen und der Fee mit ihrem Feenstaub und hat die Figuren mit in die Schale gestellt. Als letztes haben wir den mitgelieferten Grassamen ausgestreut, die kleinen Blümchen in die Erde gesteckt und alles ein wenig bewässert.

Während ich im Garten Laub gerecht habe, spielte Luise mit den Figuren. Das Einhorn suchte gemeinsam mit der Fee Belle nach dem sagenhaften Feenstaub. Denn den brauchten sie dringend, um das Mäuschen zurück zu verwandeln. Es handelte sich bei der Maus nämlich eigentlich um Belles beste Freundin Mimi, die von einer bösen Zauberin verhext wurde. Gemeinsam mit Einhorn Silberschweif reiste Belle durch unseren Garten und suchte das kleine Glasfläschchen.

Geschichten ausdenken mit Fee Belle

So war Luise bis zum Abend beschäftigt und hat sich noch einige Spielfiguren aus dem Kinderzimmer geholt, um ihre kleine Geschichte weiter auszufeilen. Die nächsten Tage waren wir jeden Morgen erst einmal damit beschäftigt zu schauen, ob das Gras schon wächst. Mit einer kleinen Gießkanne hat Luise für Feuchtigkeit gesorgt und sich unglaublich gefreut, als das Gras zu sprießen begann. Richtig schön sah das dann aus, als das Einhorn im grünen Gras stand und Luise konnte nicht genug davon bekommen, ihren Garten immer wieder umzudekorieren.

Mit dem Gärtchen durch die Jahreszeiten

Als wir einen Nachmittag lang im Wald spazieren waren, brachten wir Eicheln, Moos, Blätter und Nüsse mit nach Hause. Mit denen hat Luise ihren Garten verschönert und die Herbstzeit eingeläutet. Außerdem haben wir die selbstgebastelten Mäuse aufs Gras gesetzt. Weil uns das alles so Spaß gemacht hat, schlug Luise vor, den Garten in einen Winterwald zu verwandeln. Also haben wir Puderzucker aus der Küche geholt und alles ordentlich eingestaubt. Bald wollen wir noch ausprobieren, ob wir noch ein paar Blumen pflanzen können und Luise möchte unbedingt einen kleinen Unterstand für ihr Einhorn. Opa bringt bald die Bohrmaschine und etwas Holz vorbei, dann werden wir weiterbasteln.

Wir haben in jedem Fall noch viele Ideen für unseren kleinen Feengarten und erzählen uns abends im Bett die schönsten Abenteuergeschichten von Belle und ihrem Einhorn. Ich finde an diesem Spielzeug so schön, dass Luise sich ihren Garten so bauen möchte, wie sie will. Und er ist das ganze Jahr über nutzbar. Wir haben schon einen Platz auf der Fensterbank mit viel Licht gefunden, denn da es nun zu kalt geworden ist, haben wir die Schale reingeholt. Wäre das auch etwas für euch? Weihnachten ist nicht mehr weit und der Magische Einhorngarten ist auf jeden Fall eine tolle Geschenkidee! Übrigens gibt es auch noch einen Feen- sowie einen Seerosengarten.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Tomy. Warum hier Werbung gemacht wird? Hier kannst du mehr darüber erfahren.

Letzte Woche habe ich sehr an mir gezweifelt. Ich bin nicht in der Lage und ich habe auch nicht die Nerven, drei Kinder zu betreuen. Morgens schon beim Aufstehen graute mir vor all dem, was da kommen sollte. Und abends ging ich mit großem Kummer und Rückenschmerzen ins Bett. Immer wieder hämmerte mir eine Frage im Kopf herum: wie machen das denn all die anderen Eltern? Haben sie ein Geheimrezept? Stärkere Nerven? Superkräfte? Oder war ich einfach nicht dazu in der Lage, eine gute Mutter zu sein?

Morgen des Grauens

Bei uns kommt gerade alles zusammen: Oskar hat mit seinen zwei Jahren einen sehr starken Willen. Vom Zähneputzen übers Anziehen, vom Wickeln übers Schuhe aussuchen, alles ist ein einziger Kampf und eigentlich nur mit sehr viel Geduld und Ruhe zu bewältigen. Alles ganz normal, ich weiß; da muss ein kleiner Mann üben, groß zu werden. Dann habe ich da ein Schulkind, das auch völlig normal ist. Es zieht sich ganz normal an, nämlich sehr, sehr langsam. Dabei hat es tausend Dinge im Kopf, nur nicht die Schule. Das Shirt ist falsch rum, die Hose offen. Zähne putzen hat es trotz hundertfacher Aufforderung vergessen. Das Töchterlein reiht sich ein in die Riege völlig normaler kleiner Mädchen. Es möchte keine schwarze Matschhose anziehen und es ist ihr egal, dass wir das teure Ding gebraucht und für einen super Preis bekommen haben. Sie trägt kein Schwarz, da kann ich mich auf den Kopf stellen.

Ich mag nicht mehr

Nachmittags haben alle drei dann auch noch die Suppe einstimmig für eklig erklärt, die ich mit viel Liebe und Kürbis gekocht habe. Aber welches Kind mag schon Kürbis? Alles in allem ein ganz normaler Tag mit Kindern, die sich so verhalten wie es Kinder tun. Und trotzdem war es für mich schlimm. Schlimm deshalb, weil ich mir Mühe gegeben hatte, endlich vernünftige Matschsachen für Luise zu besorgen, die wasserdicht sind. Schlimm, weil ich morgens unter Zeitdruck nicht die Nerven habe, einem Kleinkind zehn Geschichten von Bobo zu erzählen, nur damit es sich die Zähne putzen lässt. Und ich hatte absolut keine Lust mehr, einem Schulkind alles hundert Mal sagen zu müssen.

Ich war fertig mit den Nerven und vor allem so müde – müde vom Mamasein. Die Tür war zu, alle Kinder aus dem Haus und mir war nur noch danach, mich auf den Boden zu setzen und zu heulen. Wieso war ich so durch mit allem? Konnten andere Eltern all das normale Theater mit den Kindern besser ab? Warum hörte ich nie die Nachbarinnen brüllen, sondern nur mein Gekeife, das durch die Gasse hallte?

Mütter-Support in der Sprechstunde

In der Müttersprechstunde auf meinem Instagram-Kanal erzählte ich wenig später von den Fragen, die ich mir stellte. Dort hat sich eine kleine Runde etabliert, in der ich vormittags live ein paar Dinge bespreche, die uns Eltern betreffen. Das Finanzprojekt #MamasUndMoneten von Sophie und mir, Mamasein im Allgemeinen, Gleichberechtigung oder sonstiges, was mir so durch den Kopf geht. Und heute erzählte ich mal ein wenig Privates von mir, und dass mir da so einiges über den Kopf wächst.

Die Reaktionen auf mein Geständnis waren zahlreich und selten habe ich so viele Nachrichten bekommen. Immer war der Inhalt ähnlich: Ganz genau wie ich hatten so viele Frauen manchmal von allem zu viel. Eine Mutter schrieb, dass sie manchmal in der Küche sitzt und weint, weil ihr der Alltag mit ihren drei Mädchen so zusetzt. Eine andere berichtete, dass sie nie so fix und fertig ist wie nach einem ganzen Tag alleine mit den Kindern. Wieder eine andere berichtete mir, ihr würden die gleichen Fragen wie mir durch den Kopf gehen und sie frage sich, ob sie in der Lage ist, eine gute Mutter zu sein.

Auch wenn mir all die anderen Mütter so leid taten wie ich mir manchmal selber, war ich irgendwie erleichtert. Ich war nicht alleine mit diesem Gefühl! Es waren sogar die meisten, die hin und wieder dachten wie ich, ihre dicken Tiefs durchstehen mussten und stark an sich zweifelten. Dabei war auch die Anzahl der Kinder völlig egal. Allen Müttern , ob mit ein, zwei oder mehr Kindern, geht es ab und an mal so, nichts mit immerwährendem Bilderbuch und heiler Welt. Und irgendwie ist das ja auch klar! Wir ziehen Kinder groß, kleine Menschen mit eigenem Kopf. Wir erziehen modern, das bedeutet, wir zwingen ihnen nicht unseren Willen auf, sondern wir nehmen sie ernst und sprechen viel mit ihnen. Wir verzichten selbstverständlich auf Gewalt, auch wenn uns ehrlich gesagt manchmal vor Wut nach einem Klaps auf den Po wäre. Und die Kinder üben ihren Willen. Sollen sie auch, aber das kostet alles ihre und unsere Kraft. Kinder mit Geduld, Spucke und Liebe groß zu ziehen ist anstrengend. Ich habe in meinem ganzen Leben auch noch nie etwas Anstrengenderes gemacht, als ein wütendes Kleinkind davon zu überzeugen, doch jetzt mit mir von der Tagesmutter nach Hause zu gehen, weil dort die Tochter sitzt, die ebenso wütend ist und gerade das Inventar des Wohnzimmers zerlegt (es gab keinen Nachtisch oder nicht den richtigen oder was weiß ich, was der Grund dafür war…). Danach hätte ich mich für drei Stunden aufs Bett legen können, um an die Decke zu starren, so alle war ich. Aber ich musste meinem Großen bei den Hausaufgaben helfen, die er heute besonders doof fand…

Lasst uns darüber reden

Ich habe mal wieder viel gelernt durch den Austausch mit anderen Müttern! Wir müssen ehrlich darüber sprechen, was uns als Eltern auf dem Herzen liegt. Wir alle zweifeln mal an uns, wir alle halten uns ab und zu für schlechte Väter oder Mütter. Aber alleine, dass wir darüber nachdenken, macht uns zu besseren Eltern. Wir machen alle Fehler, sind ungeduldig und motzen unsere Kinder an, denn wir sind alle Menschen, die jeden Tag ganz schön viel leisten. Wenn wir über diese Zweifel sprechen und zugeben, dass wir diese Fehler machen, dann werden wir alle erleichtert sein. Denken wir nicht alle mal daran wie schön es wäre, den Eltern-Job für ein paar Tage an den Nagel hängen zu dürfen und einfach nur an uns selbst zu denken?

Ich habe neulich sogar in einer Doku, die ich um Fernsehen sah, eine Nonne um ihr Leben beneidet, das sagt ja schon alles. Es geht anderen wie mir, auch andere Mütter und Väter stoßen an ihre Grenzen, auch andere Mamas sitzen mal in der Küche, weinen vor Erschöpfung und möchten gerne ihren Alltag tauschen. Das ist alles ganz normal. Lasst uns darüber sprechen, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Und jede Mutter weiß, dass nach so einer Zeit, in der einem jeder Tag wie eine einzige Aneinanderreihung von Hürden aus Trotzanfällen, Streit und Diskussionen vorkommt, wieder eine Zeit kommt, die sich anfühlt wie Zuckerwatte: Mamas, die tanzen, Kinder, die lachen und eine Familie, die Hand in Hand durchs Leben geht.

Bleib fröhlich und denk daran: wir sind alle unperfekt,

deine Laura

Schon öfter mal habe ich hier erzählt, dass Luise und ich einen eher unterschiedlichen Kleidergeschmack haben. Sie liebt die Farbe Rosa, sie mag Glitzer, Glamour und Leggings. Manchmal sah sie ein wenig aus wie Cindy aus Marzahn, wenn sie sich für den Kindergarten angezogen hat. Ich lege ja Wert darauf, dass sie anziehen kann, was sie möchte. Dennoch habe ich neulich, als sie mit den Großeltern im Urlaub war, den Kleiderschrank durchsortiert und viele rosa Outfits in die Kartons für die kleinen Cousinen gepackt. Sie hat es nicht gemerkt, zum Glück! Für den Herbst brauchte sie nun aber unbedingt ein paar neue Oberteile und wir haben uns deshalb gemeinsam umgeschaut. „Alles, was du möchtest, liebe Luise, aber bitte nicht Pink und Glitzer“, das war meine Bitte an sie. Luise nickte verständnisvoll und war voller Freude auf unseren kleinen Online-Shoppingtrip.

Shoppingvergnügen bei White Stuff

Wir haben uns bei White Stuff umgeschaut, weil ich die Kleider dort so toll finde. Sie sind ausgefallen und bunt, weniger mädchenhaft als in den populären Kleidergeschäften und gefallen uns beiden richtig gut. Ein wenig habe ich auch im Hinterkopf, dass es paar von den Teilen auch noch Oskar gefallen sollen, wenn er Luises Größe trägt. Daher mag ich gerne in Blau und Rot geringelte Kleider. Mit einem warmen Kakao und einem Kaffee saßen wir also vor dem Computer und surften uns durch die Klamotten. Bei einem blau geringelten Shirt mit einem niedlichen Hundeaufdruck blieben wir hängen. „Das möchte ich haben!“ rief Luise begeistert und weil es mir ebenso gut gefiel, steckten wir es sofort in unseren Warenkorb. Witzigerweise entdeckte ich das gleiche Shirt auch noch für Erwachsene. Luise war hin und weg von der Vorstellung, dass wir im Partnerlook gehen. Wenn sie wüsste, dass das in ein paar Jahren sicherlich absolut nicht mehr in Frage kommen wird! Aber nun waren wir beide Feuer und Flamme.

Das perfekte Herbst-Outfit

Ein paar Tage später erreichte uns unser Paket. Als Luise aus dem Kindergarten kam, freute sie sich wie verrückt. Sofort haben wir uns die neuen Shirts angezogen und uns im Spiegel bewundert. Irgendwie toll, so ein Partnerlook. Wir Frauen sind ja in unsere Familie in der Minderheit und da ist es besonders schön, sich ein wenig zusammen zu tun.

Die Shirts lassen sich perfekt mit unseren anderen Kleidern kombinieren. Ich liebe Jeans dazu, Luise fand den Rock passend. Also haben wir uns ein paar Outifts rausgesucht, die uns beiden gut gefallen. Meine Lederjacke und die rosanen Musselin-Halstücher finde ich super. So wollen wir am Wochenende ins Kindertheater gehen, das hat Luise beschlossen. Ich muss ja zugeben, dass ich einen Kleiderfimmel habe, und den habe ich sicherlich an Luise vererbt. Wir gehen gerne Kleider kaufen, aber ich achte darauf, dass wir sie lange und gerne tragen. Am besten werden sie von Kind zu Kind weitergegeben und erst aussortiert, wenn die ersten Löcher entstehen. Bei White Stuff schauen wir ganz sicher bald wieder mal vorbei, denn die Kinderkleidung dort trifft genau meinen Geschmack – und den von Luise.

Falls du auch ein paar neue Kleider für den Herbst braucht, schau ruhig mal im White Stuff-Shop vorbei! Vor allem gemeinsam mit den Kindern macht das Spaß und ihr könnt gemeinsam aussuchen, was ALLEN gefällt. Wetten, ihr findet etwas, das eurem Geschmack entspricht?

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Stammtischparolen auf dem Schulfest

Nach einem Klassenfest im Sommer hatte ich die Nase voll. Mal wieder hatte eine Frau bei Kuchen und Butterbrezeln geäußert, dass geflüchtete Menschen hier zu viele Sozialleistungen bekämen. „Ältere deutsche Damen mit wenig Geld müssen ihre Brillen selber bezahlen, DIE dürfen sich eine Markenbrille aussuchen“, lamentierte sie mit vollem Mund. Ohne Daten und Fakten, ohne Hintergründe und genauere Umstände knallte sie Stammtischparolen auf den Tisch, bekundete ihre Sympathie zur AfD und versaute mir das Fest. Abends regte ich mich vor Anton mal wieder kräftig auf und polterte los: „Nie wieder setze ich mich mit solchen Menschen an einen Tisch. Immer dieses sinnlose Geschwätz. Den Geflüchteten die Schuld in die Schuhe schieben und sich selber leid tun. Es nervt mich unglaublich und es macht mich wütend. Sollte noch einmal einer vor mir erwähnen, er wähle die AfD, beende ich das Gespräch und gehe.“

Meine Filterblase ist ganz meiner Meinung

Anton, der immer die Nerven behält und sachlich argumentieren kann, zweifelte an meinem Entschluss. Und weil er mich immer wieder zum Nachdenken bringt, war ich mir auch selbst nicht mehr so sicher, ob es wirklich sinnvoll ist, Gespräche mit AfD-WählerInnen kategorisch auszuschließen. Am nächsten Tag meldete ich mich dann in unserer Wochenzeitung DIE ZEIT bei der Aktion „Deutschland spricht“ an, einer Plattform für politische Zwiegespräche. Ziel dieser Plattform soll es sein, Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an einen Tisch zu bringen. Tatsächlich lebe ich ja die meiste Zeit in meiner Filterblase. Meine Familie und meine Freunde denken ganz ähnlich wie ich: Sie sind tolerant, sehr sozial, engagieren sich teilweise ehrenamtlich und wählen die politische Mitte, manche eher linksgerichtete Parteien. Wir sind fast immer einer Meinung und streiten höchstens über Feinheiten. Dass wir als reiches Land verpflichtet sind, geflüchetet Menschen in Not aufzunehmen, ist für uns alle glasklar.

Ich beantwortete für die Aktion zehn Fragen, zum Beispiel, ob uns die #MeToo-Debatte weitergebracht hat (ja!), ob Nicht-Muslime und Muslime in Deutschland friedlich miteinander leben können (ja!) oder ob es den Deutschen schlechter gehe als noch vor zehn Jahren (nein!), schickte die Antworten ab und wartete. Nach ein paar Wochen wurde mir mein Gesprächspartner mitgeteilt, mit dem ich mich an einem Sonntag Ende September treffen sollte. Ich war gespannt, wie mein kleines Experiment laufen würde. Sollte ich meine Meinung ändern und mich wieder an den Tisch setzen, wenn einer seine AfD-Parolen auspackte? Es sollte alles anders kommen als geplant.

Das Nachbarschaftsfest

Einen Abend vor dem großen Deutschland spricht-Tag fand vor unserer Tür ein großes Nachbarschaftsfest statt. Wir saßen gemeinsam an langen Tischen, grillten und tranken kühles Bier, die Kinder spielten miteinander. Die Stimmung war gut wie erwartete, denn wir haben mit all unseren Nachbarn ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Besonders schätze ich die Hilfstbereitschaft und die verschiedenen Nationen, die in unserer Straße aufeinander treffen. Ich saß zufälligerweise am Männertisch, an dem sich Jorge aus Argentinien, Selcuk aus der Türkei, Han aus China, Tom aus Kroatien sowie Anton, Peter und Jakob gerade durch die Schnapsarten ihres Heimatlandes probierten. Peter und Jakob, die wie Anton als Spätaussiedler nach Deutschland kamen, stellten ein Flasche Wodka auf den Tisch. Nach der ersten Runde kam es wie es kommen musste! Jakob regte sich auf, dass in unserem Ort bald ein Flüchtlingsheim gebaut werden soll. „Sie machen den gleichen Fehler wie mit uns damals und packen alle auf einen Haufen, das ist keine Integration!“ Ich gab ihm recht, aber er fügte hinzu: „Aus diesem Grund wähle ich die AfD!“ Oh nein, dachte ich, da habe ich wieder die Diskussion, die ich doch meiden wollte. Eigentlich müsste ich nun aufstehen und das Gespräch abbrechen. Aber was solls, dachte ich mir, dann muss ich da wohl durch. Auf meine Frage, ob ihm denn klar sei, dass das Wahlprogramm der AfD kaum sinnvolle und gute Inhalte hätte, antwortete er, dass ihn das nicht interessiere. Er wähle die Partei aus Protest gegen den Bockmist, den die Große Koalition verzapfe. Die machten keine Politik für ihn, den Mann aus der Mittelschicht, der hart arbeite und viele Steuern bezahle.

Das AfD-Wahlprogramm für Reiche

Ich quatschte mich warm, erläuterte ihm, dass die AfD den Euro abschaffen will und den Euroraum verlassen möchte. Er möge bitte mal einen Blick nach Großbritannien werfen, was das für ein Land wirtschaftlich bedeuten wird. Die AfD ist außerdem gegen eine Vermögenssteuer und möchte die Erbschaftssteuer abschaffen. Darüber freuten sich vor allem die Reichen in Deutschland. Der Mann aus der Mittelschicht, der hart arbeite, der habe davon leider herzlich wenig. Der aktuelle Programm-Entwurf der AfD beinhalte keine Aussagen zu Kulturförderung oder dem Jugendschutz für unsere Kinder. Auch die globale Erderwärmung empfindet die AfD nicht besonders bedenklich, den Schaden von CO2 sieht sie als nicht bewiesen und schreibt in ihrem Wahlprogramm, dass „wissenschaftliche Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen sehr unsicherheitsbehaftet“ seien. Im Gegensatz dazu gibt es Stimmen in der Großen Koalition, die sich für eine CO2-Steuer aussprechen, denn wer den Schaden der CO2-Emissionen betrachtet und diese folgerichtig besteuert, verteuert das Leben der Reichen, die viel fliegen, in überdimensionalen Häusern leben und große Autos fahren. Die AfD möchte den öffentlich rechtlichen Rundfunk  verschlanken und das Fernsehen stärker privatisieren. Die Sportschau am Samstag, die Peter so gerne schaut, könnte demnach bald zahlungspflichtig sein wie die Bundesligaspiele auf Sky. Dann füge ich noch hinzu, dass ich mir nicht so sicher bin, was wohl die AfD vor 30 Jahren zur Integration der Spätaussiedler gesagt hätte. Ich kann es mir außerdem nicht verkneifen in die Runde zu werfen, dass Mitglieder der AfD laut Franziska Schreiber, einer Partei-Aussteigerin, Reden Joseph Goebbels rhetorisch analysiert haben, um in ihren eigenen Reden die Massen entsprechend zu mobilisieren.

Jakob schaute mich an und setzte zu neuen Protestbekundungen an. Ob ihn eines meiner Argumente überzeugt hatte, darüber war ich mir nicht sicher. Aber ich hatte kapiert, wieso so viele Menschen die AfD wählen. Sie haben sich überhaupt nicht mit deren Wahlprogramm auseinandergesetzt, sie lesen nicht in der Zeitung, dass AfD-Landesvorsitzende mit den übelsten Nazi-Typen befreundet sind und nach Terroranschlägen in Berlin erst einmal in ihren Facebook-Gruppen gefeiert haben. Sie wählen einfach aus Wut und dem Gefühl der Machtlosigkeit. Mein Verständnis für besorgte Wohlstands-Bürger hält sich sehr in Grenzen und meine Wut auf die AfD und ihre gruseligen Knallchargen im Bundestag ist unbändig, aber eines werfe auch ich den Politikern in Berlin vor. Es wird nicht genug zugehört und geredet. Sollen wir es da nicht besser machen?

Schwerer als gedacht: Toleranz für andere Meinungen

Wir palaverten bei einem zweiten Bier noch darüber, warum wir auf unser Deutschsein stolz sein können (ich bin vor allem auf meine Leistungen stolz, nicht auf Zufälligkeiten, auf die ich keinen Einfluss habe) und ich wurde langsam müde, mich weiter festzuquatschen. Aber ich habe eines gemerkt: auf meine Nachbarn bin ich angewiesen, ich brauche sie und sie brauchen mich. Ich kann nicht einfach aufstehen und Jakob sagen, dass ich  nicht mehr mit ihm rede. Und ich mag ihn, obwohl ich seine politischen Ansichten absolut nicht teile. Mit Andersdenkenden in Kontakt sein, das ist heute wichtiger denn je.

So wie ich bei geflüchteten Menschen die wunderbare syrische Familie im Kindergarten meiner Tochter vor Augen habe, so habe ich nun bei AfD-Wählern Jakob vor Augen, der so gutes Schaschlik macht und ein lieber Papa von drei Mädchen ist. Vielleicht ändert Jakob seine Meinung, vielleicht waren ein paar meiner Argumente für ihn schlüssig. Könnte ja sein, dass er sich das Wahlprogramm der AfD nun näher anschaut und über meine Worte nachdenkt. Könnte sein, dass er es nicht tut. Aber das Risiko war es mir wert.

Deutschland spricht

Ich habe mich am nächsten Tag im Rahmen der Aktion „Deutschland spricht“ mit Emanuel getroffen, einem sehr sympathischen jungen Mann aus Stuttgart. Wir hatten ein tolles Gespräch bei Bircher Müsli und Cappuccino in einem schnuckeligen Café und waren uns politisch in allen Punkten einig. Ich war ehrlich gesagt auch froh, dass wir ein wenig falsch gematcht wurden und die Fragen völlig gleich beantwortet haben. Denn gestern Abend hatte mir fürs erste gereicht und ich bin mir sicher, dass die nächste Diskussion nicht lange auf sich warten lässt. Da stärke ich mich gerne bei einem schmusigen Argumenteaustausch in meiner Filterblase und dem gemeinsam unterstrichenen Tenor, dass Horst Seehofer sowieso an allem Schuld ist.

Aber bei meinen schwierigen Diskurs mit Jakob habe ich begriffen! Wir müssen sprechen und wir müssen kommunizieren. Denn wenn wir das nicht mehr tun, dann steht es wirklich schlimm um unsere Gesellschaft. Wir dürfen uns nicht dafür entscheiden, den Tisch zu verlassen, weil wir die Argumentationen leid sind. Wir dürfen nicht verstummen und resignieren, im Gegenteil: wir müssen zuhören und den anders Denkenden begegnen. Und wir müssen laut werden. Laut werden gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Dieser Text ist mein Beitrag zur großen Blogparade von Blogfamilia

#lautwerden #stimmeerheben #blogfamiliablogparade

Sophie und ich haben uns etwas auf die Fahnen geschrieben: Frauen und vor allem Müttern das Thema Finanzen näher zu bringen. Vielen geht es ganz ähnlich wie uns: sie befassten sich bisher nicht mit ihrer finanziellen Unabhängigkeit und haben keine Lust auf Geldanlage, Rentenversicherung und Co. Weil das aber so wichtig ist, möchten wir hier auf dem Blog und auf Kinder haben immer wieder über unsere eigenen Erfahrungen schreiben, Büchertipps geben oder dazu aufmuntern, das vermeintlich leidige Thema Geld endlich auf die To do-Liste zu setzen.

Ich bespreche das Thema #MamasUndMoneten und die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen oft und gerne auf meinem Instagram-Kanal. Zwei Frauen haben sich bei mir gemeldet, die sich mit diesem Thema im Gegensetz zu mir schon länger beschäftigen. Ich habe ihnen ein paar Fragen gestellt und sie haben erzählt, wie ihr Bezug zu Geld ist, ob und was sie für ihre Zukunft und die Rente planen und ob sie mit ihrem Partner über Geldangelegenheiten sprechen.

Caro & Thomas: kümmern sich gemeinsam um die Finanzen

Laura: Ihr habt bereits ein paar Versicherungen für die Rente. Wann habt ihr euch mit dem Thema beschäftigt?

Caro: Hallo Laura, also das erste Mal haben wir uns damit schon vor der Heirat damit beschäftigt. Ich glaube es war 2009. Meinem Mann war es wichtig, dass ich mich neben der gesetzlichen Rente auch privat absichere, da die Aussichten für die Rente gerade für unsere Jahrgänge (ich bin 1980 geboren) doch eher bescheiden sind. Wir haben dann einen unabhängigen Finanzberater bei uns gehabt und der hat dann mit uns die verschiedenen Optionen und Möglichkeiten durchgesprochen.

Thomas: Ich habe mich direkt nach meiner Ausbildung mit dem Thema zum ersten Mal beschäftigt. Mein Onkel hat damals bei der Volksbank gearbeitet und sich mit mir über das Thema unterhalten. Seitdem habe ich aber dreimal die Verträge gewechselt. Vom klassischen Rentenversicherungsvertrag mit Todesfallabsicherung über einen fonds-basierten Riester-Vertrag hin zum fonds-basierten Rürup-Vertrag.

Caro: Genau, diese fonds-basierten Verträge sind das auch bei mir. Und ich muss noch nachtragen, dass ich während meines Studiums bereits bei den Nebenjobs immer geschaut habe, dass ich da schon Beiträge in die Rentenkasse einzahle.

Laura: Kam die Überlegung daher, dass du zuhause bei den Kindern bleibst?

Caro: Dass ich zu Hause bei den Kindern bin hat sich vielmehr daraus ergeben, dass es für uns zum einen finanziell machbar ist, dass wir nur ein Gehalt haben. Zum anderen wollten wir unsere Kinder nicht schon vor dem Kindergartenalter in eine Betreuung außerhalb der Familie geben. Hätten wir die Großeltern vor Ort, wäre es ggf anders. Aber da müssen ja auch die Großeltern mitspielen bzw. mitspielen können.

Thomas: Als Caro noch gearbeitet hatte, bekam sie ja über die Rentenbeiträge automatisch Rentenpunkte. In den ersten drei Jahren nach einer Geburt erhält sie als Mutter ebenfalls weiterhin Rentenpunkte. Ergo: Die gesetzliche Rente geht irgendwie erstmal weiter. Da sie aber aufgrund des Endes des Arbeitsvertrages nur noch Grund-Elterngeld und danach Betreuungsgeld bekam, wurde der Riester-Vertrag interessant.

Laura: Caro, ist das in deinem Umkreis auch so, dass sich Mütter mit diesem Thema beschäftigen?

Caro: Ich muss zugeben, dass ich mit den meisten Müttern nicht über das Thema Rente und/oder Geld rede. Daher weiß ich das leider nicht. Ich habe allerdings viele Mütter in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die mehr als nur ein Jahr zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern. Von meinen Freundinnen sind die meisten zu Hause geblieben bis die Kinder in den Kindergarten gekommen sind. Manche bleiben sogar darüber hinaus zu Hause, weil sie das Gefühl haben, dass sie Familie und Beruf nicht befriedigend unter einen Hut bekommen könnten. Daher denke ich, dass sich die Mütter schon auch mit dem Thema Rente und Finanzen beschäftigen oder beschäftigen müssten. Geredet wird darüber aber eher wenig bis gar nicht.

Laura: Hast du den Eindruck, Frauen kümmern sich zu wenig um Finanzen?

Caro: Es gibt sicher Frauen, die sich zu wenig um das Thema Finanzen kümmern oder nicht ausreichend. Ich muss zugeben, dass ich da ohne meinen Mann wahrscheinlich auch deutlich weniger Vorkehrungen für die Zukunft getroffen hätte oder treffen würde. Es ist halt für viele (da würde ich aber Männer nicht ausklammern) wahrscheinlich ein komplexes und „unattraktives“ Thema. Zudem ist die eigenen Rente ja gefühlt noch so weit weg.

Laura: Wie regelt ihr das mit dem Geld insgesamt? Habt ihr ein gemeinsames Konto?

Caro: Wir haben jeder ein eigenes Giro-Konto. Das ist einfach historisch so gewachsen. Und warum sollte ich mein Girokonto nach der Heirat auflösen?! Elterngeld und ein monatliches „Taschengeld“ habe ich monatlich auf meinem Konto. Und alles, was nur mich betrifft (Krankenzusatzversicherung, Rürup, Riester…) geht von meinem Konto. Wir haben aber auch noch ein gemeinsames „Haushaltskonto“.

Thomas: Caro erhält von mir einen gewissen Unterhalt um laufende Versicherungen und Ausgaben bewältigen zu können. Damit bleibt sie wenigstens irgendwie autark. Das gemeinsame Haushaltskonto steht für Haushaltsausgaben wie Essen und Haushaltsartikel, aber auch Apothekeneinkäufe oder Ausgaben für das Wohnen, wie Miete, Nebenkosten (Strom, Gas) oder GEZ zur Verfügung. Das sind ja Kosten, die wir uns als Ehegemeinschaft sowieso teilen müssen. Früher, als Caro noch ein Gehalt hatte, haben wir das Konto zu gleichen Teilen gefüttert. Aktuell kommt das Budget eben von mir als Alleinverdiener.

Laura: Caro, sprichst du mit deinem Mann viel über Geld?

Caro: Wir sprechen über Geld und Ausgaben, aber nicht übermäßig viel. Ich würde sagen „Nach Bedarf“.

Thomas: Nach Bedarf klingt gut. Gibt nicht allzu oft Bedarf. Ich denke, das ist ein gutes Zeichen.

Telse: Möchte sich dem Thema endlich stellen

Laura: Du hast geschrieben, dass du und dein Partner nicht verheiratet seid, ihr euch aber dennoch rechtlich absichern möchtet. Wie kamt ihr auf den Gedanken? Hat das was mit eurem Kind zu tun?
Telse: Auf jeden Fall hat das mit unserem Kind zutun. In meinem Freundinnenkreis gab es genau diesen Fall vor dem alle Angst haben; bei dem der Freund und Vater des gemeinsamen Kindes tödlich verunglückte und die Frau keine rechtliche Handhabe hatte. Sie hatten sich leider in keinster Weise abgesichert. Wir sollten es also besser wissen. Unsere Tochter wird im Oktober 2 Jahre alt. Daran sieht man, es ist und bleibt ein unangenehmes Thema. Das wir es bisher nicht abgeschlossen haben, empfinde ich mehr als unverantwortlich und fahrlässig. Dennoch glaube ich, wenn wir bisher keine Kinder bekommen hätten, wären wir bei den gleichen Themen.
Laura: Hast du dich schon immer mit Finanzthemen auseinander gesetzt oder ist das neu?
Telse: Jein. Da wurde ich immer von meinen Eltern geführt. Alles was ich diesbezüglich gemacht habe, habe ich nur auf Anraten und Weisung meine Eltern gemacht. Ich hatte vermögenswirksame Leistungen während meiner Ausbildung. (Von denen ich während meines Wohnungskaufs profitiert habe.) Ich habe Dank meiner Eltern früh geriestert. Meine Eltern haben für mich einen Bausparvertrag abgeschlossen. Ich besitze eine Direktversicherung. Ich muß Dank guter Umstände kein Bafög abbezahlen. Ich besitze einen kleinen Bank-Anteil meiner Hausbank. 2015 habe ich eine Wohnung gekauft (mit Hilfe einer Schenkung meiner Eltern) in der wir auch eingezogen sind und die ich mit einem Annuitätendarlehen abbezahle.
Mit Aktien, ETFs oder Fonds kenn ich mich (noch) nicht aus.
Laura: Wie erlebst du das bei deinen Bekannten und Freundinnen? Informieren die sich auch?
Telse: Natürlich wird darüber nicht oft und nicht offen und bereitwillig gesprochen. Der Großteil meiner Freundinnen sind verheiratet, haben Kinder und sind in Teilzeit beschäftigt. Ich gehe davon aus, das die meisten -ähnlich wie ich- irgendwas für ihre Rente machen aber sich nicht ernsthaft damit beschäftigen. Ich glaube das sie die Ehe schon als Absicherung sehen. Zumindest höre ich mitunter „wir sind ja verheiratet“.
Laura: Warum hast du als Frau das Gefühl, dich mit finanziellen Fragen rund um Erbrecht und Co endlich auseinander setzen zu müssen?
Telse: Da ich mich mit meinem Freund bewusst entschieden habe, nicht zu heiraten und das das bedeutet, wenn es zu „dem Fall“ (Trennung, Tod) kommt, ich allein erziehend und damit akut armutsgefährdet bin. Außerdem entsteht durch unseren neue Lebensabschnitt (Kindererziehung, Hauskauf) ein finanzielles Ungleichgewicht zwischen uns.
Laura: Teilt ihr euch Kindererziehung und Job?
Telse: Ich habe nach 11 Monaten in Teilzeit mit 25 Std angefangen zu arbeiten. Mein Freund hat die ersten 10 Monaten sein Vollzeit- Job auf 25 Std reduziert. Auf eigene Kosten. Durch Elternteilzeit konnten wir einige Monate mit Elterngeld aufstocken. Einen Monat waren wir gemeinsamen in Elternzeit auf Reisen. Für unsere Tochter begann mit 10,5 Monaten die Eingewöhnung in die Krippe. Damit begann auch wieder der Vollzeitjob meines Freundes.
Ja. Wir teilen uns die Kindererziehung. Obwohl ich finde ich übernehme den Projektleiter- Status. Aber ich empfinde uns schon als gleichberechtigte Bezugspersonen. Er hat aber auf jeden Fall den größeren Verdienstanteil von uns und ich den Zuverdiener- Status.
Laura: Kümmerst du dich auch um Rente und Co?
Telse: Ungerne und ungenügend. Meine Steuererklärung lasse ich meinen Freund machen. Das sagt schon alles aus.
Laura: Sprecht ihr beiden viel über finanzielle Themen?
Telse: Ja. Das ist immer wieder Thema. Zum Beispiel, ob die Kosten für wohnen und Gemeinschaftskosten gerecht aufgeteilt sind. Und das zum Beispiel bei Urlauben der größere Anteil von ihm gezahlt werden muss. Abschlüsse von neuen Bausparverträge oder ähnliches hat bisher jeder mit seinen finanziellen Möglichkeiten eigenverantwortlich gemacht. Ich muß zugeben, daß er in diesem Fall den Projektleiter- Status inne hat. Das möchte ich zB ändern mit dem Madame Moneypenny Webinar. Bezahlt ist schon….ich muß mich nur noch aufraffen….

Erfahrungen teilen

Danke, Telse, Caro und Thomas, dass ihr eure Erfahrungen teilt. Es sind natürlich sehr subjektive Herangehensweisen und jedes Paar muss für sich wissen, was es wie macht. Aber ich finde es wichtig, über die finanziellen Angelegenheiten zu sprechen und sich bewusst zu machen, wie wichtig und sinnvoll das für die ganze Familie ist. Egal ob verheiratet oder nicht, erwerbstätig oder zuhause arbeitend – es gibt immer ganz gute Lösungen, sich finanziell abzusichern. Der wichtigste Punkt ist bestimmt, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und als erstes die Verhältnisse zu klären. Was wünschen sich die Partner voneinander, wer kann dem anderen finanziell unter die Arme greifen, sollten Vorkehrungen für die Zukunft getroffen werden und was ist mit dem Elternteil, der wegen der Kinder weniger oder gar nicht arbeitet?
Ich freue mich, wenn du Lust hast, mitzudiskutieren. Lass uns das Thema hochhalten und damit auch etwas gegen das hohe Armutsrisiko im Alter tun, das immernoch vor allem Frauen betrifft.
Bleib fröhlich und unperfekt,
deine Laura

Ich habe dir ja vor kurzem erzählt, dass ich so begeistert von Nadia Damaso und ihrer Art zu kochen bin. Allerdings konnte ich viele ihrer Rezepte nicht so richtig umsetzen, denn sie mixt und püriert ziemlich viel. Nie wurde mein Smoothie so smooth wie ihrer, das Bananeneis gelang auch mehr schlecht als recht und die Dattelcreme war lange nicht so cremig wie im Buch. Ich habe schnell herausgefundne, dass das Geheimnis ein leistungsstarker Mixer ist und habe mich mal umgeschaut. Hanno von Springlane hat mich schon im Netz überzeugt und ich habe ihn die letzten Wochen getestet. Warum ich absolut begeistert bin und nicht mehr ohne meinen schönen, starken Hanno sein möchte, erzähle ich dir heute.

Im Smoothie-Heaven mit Hanno

Die Küchenmaschine musste weichen, als Hanno von Springlane in unsere Familie kam. Super, dass er so schick anzusehen ist, denn nichts verschandelt eine Küche mehr als hässliche Elektrogeräte. Aber Hanno hat Style und sieht elegant aus mit seiner weißen Farbe, in Anthrazit ist er auch zu haben. Aber genug der Äußerlichkeiten. Ich habe mich natürlich sofort ans Ausprobieren gemacht und den ersten Smoothie im mitgelieferten Rezeptbuch probiert. Erst Mango, Kokosflocken und Kokoswasser gemixt, oben drauf kam Mixtur zwei: etwas Honig, gefrorene Beeren und Buttermilch – wow!

Traumtyp: Hanno von Springlane

Es hat so unglaublich lecker geschmeckt und ging sehr rasant. Ein extra Knopf für Smoothies mixt alles zu einer sämigen Flüssigkeit ohne Stückchen. Davon waren auch die Kinder begeistert, denn sie mögen es nicht, wenn sie auf kleine Körnchen oder Fruchtstücke beißen. Eines von ihnen hat immer mal wieder Verdauungsprobleme. Da hilft nur viel trinken und Obst essen. Wenn das mal nicht so klappt, mache ich einfach mit Hanno einen Smoothie. Wir haben so viele Beeren im Gefrierschrank, weil die Ernte meiner Schwiegereltern besonders üppig war, das reicht für Himbeerdrinks bis ins Frühjahr.

Jimmy war richtig begeistert von der zweiten Kreation aus dem Kochbuch, das Hanno beiliegt. Erst Joghurt in ein Fläschchen füllen, dann Avocado (isst er sonst nie), Honig und Honigmelone pürieren und darauf gießen. Ich finde nicht, dass Kinder alles in Breiform essen sollten. Ein Biss in einen Apfel ist durch nichts zu ersetzen, aber so hier und da mal ein paar Vitamine als Nachtisch ist doch besser als die übliche Handvoll Gummibären…

(M)Hannometer!

Hanno von Springlane ist bei mir von morgens bis abends im Einsatz. Wenn ich mir eine Mittagspause gönne, trinke ich immer einen Kaffee. Im Sommer war mein Favorit Cold Brew Coffee und ich habe eine unstillbare Leidenschaft für Frappuccino. Den gibts bei einem amerikanischen Kaffeeanbieter, den ich aus moralischen Gründen nicht länger unterstützen möchte. Also heißt es: selbermachen. Aber mit meinem Küchenmaschinenmixer oder dem Pürierstab hat das nicht geklappt, denn diese gewöhnlichen Geräte hatten viel zu wenig Power. Nicht so mein Hanno – er mixt mir auch Eiswürfel fein. Einfach einen guten Schuss kalten Espresso hinein, einen Schuss Ahornsirup dazu, etwas Milch und eine Handvoll Eiswürfel. Dann nur noch die Crushed-Eis-Taste drücken und ab geht die Post.

Beim ersten Mal wurde es mir etwas komisch zu Mute, denn Hanno legt so eine Power an den Tag, dass ich dachte, mir fliegt alles um die Ohren. Ganze 2,7 PS (2000 Watt) sitzen im Gehäuse. Aber er hat seine Kraft voll unter Kontrolle. Für Sicherheit ist jederzeit gesorgt, denn der Deckel schließt fest und das Gerät lässt sich nur anstellen, wenn der Deckel fachgerecht drauf ist. Hanno steht wie ein Baum und lediglich das Pürierwerkzeug legt ordentlich los. Fertig war mein Frappuccino und diesen Kaffeegenuss konnte ich endlich ohne Gewissensbisse genießen.

Hanno macht das Abendessen

Abends essen wir meist Brot. Weil ich seit geraumer Zeit auf Fleisch verzichte und Käse nur noch selten esse, war ich auf der Suche nach leckeren Brotaufstrichen ohne tierische Zusätze. Kennst du Humus? Das kannst du ganz easy selber machen. Hannos Deckel abnehmen, ein Glas weich gekochte Kichererbsen hineingeben, den Saft einer halben Zitrone dazu, etwas Hafermilch, einen kleinen Teelöffel Salz sowie einen EL Tahin, das ist Sesammus. Einmal anschalten und ein bis zwei Minuten cremig pürieren. Das schmeckt unglaublich lecker! Bald probiere ich noch einen Linsenaufstrich aus. Dazu rote Linsen kochen und abkühlen lassen, abgießen und Hanno damit füttern. Salz, Pfeffer, Knoblauch, Limettensaft und etwas Hafermilch oder (veganen) Joghurt dazu und durchmixen. Aufs Brot schmieren und Schnittlauch drauf – uiuiui, wie köstlich!

Hannos Apfel-Geheimnis

Übrigens habe ich neulich Süßkartoffel-Brownies gebacken, die ich dir hier bald vorstellen möchte. Die Zutaten wurden im Hanno-Mixer vermischt. Weil wir an dem Tag so viele Äpfel verbrauchen mussten, habe ich Bratäpfel zum Nachtisch gemacht. Den Mixer habe ich gar nicht gereinigt, sondern einfach etwas Marzipan, Walnüsse, Mandelmilch und Honig hinein geschüttet. Der Rest des Brownie-Teigs und die neuen Zutaten ergaben eine himmlische Füllung, die ich in die entkernten Äpfel gegeben habe. 20 Minuten im Backofen backen und dann mit Puderzucker bestreuen, davon kannst du nicht genug bekommen, das verspreche ich dir.

Hanno spült sich selbst

Zu guter Letzt möchte ich dir noch erzählen, dass Hanno nicht nur schön und stark, sondern auch sehr reinlich ist. Nach dem Gebrauch füllst du einfach 800 ml Wasser und einen Schuss Spülmittel hinein und drückst auf die Reinigungstaste. Schon ist der Kerl wieder sauber und du hast keine Arbeit mehr mit ihm. Meine Küchenmaschine, mein Multizerkleinerer und mein Pürierstab versauern nun beleidigt in den Küchenschränken, denn alles was ich brauche, ist Hanno. Sorry, folks!

Falls du Lust hast, dir einen Hanno zuzulegen, kannst du diesen Gutschein-Code verwenden und bekommst bis zum 12. November 2018 20 Euro Rabatt auf deinen eigenen Hanno (Affiliate Link). Wetten, du willst diesen Kerl nicht mehr missen?

SPLLAURASHANNO

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Kennst du schon meine Müttersprechstunde? Alles was du brauchst, um teilzunehmen, ist ein eigener Instagram-Kanal. In der Insta-App kannst du dir dann spannende Kanäle suchen, die dich inspirieren. Ich freue mich, wenn du Lust hast, mir zu folgen. Vormittags gibts dann die Live-Schaltung und wir quatschen gemeinsam über all das Schöne und Anstrengende, das zum Leben mit Kindern dazu gehört. Ich habe viele Buchtipps parat und möchte dir mit ein paar Gedanken zum Mama-Alltag Mut und Freude machen. Ich freu mich auf dich!

„Mama, ich will endlich auch in die Schule!“

Luise ist besessen von der Vorstellung, auch in die Grundschule gehen zu dürfen, auch wenn sie eigentlich sehr gerne in den Kindergarten geht. Aber sie sieht ihren Bruder, der Bücher liest, schreiben und rechnen kann und überhaupt lauter tolle Dinge lernt. Vor allem die Hausaufgaben, die würde sie auch gerne machen. Tja, wenn sie wüsste… denn Jimmy hat längst den Spaß am mittäglichen Üben verloren und jammert über die lästige Pflicht. Luise aber setzt sich neben ihn an den Tisch und fragt nach ihren Hausaufgaben. Ich hole Stifte und Block aus der Schublade und sie kritzelt eine Weile darauf herum. So richtig zufrieden ist sie aber nicht.

Zahlen und Formen lernen

Bisher habe ich es vermieden, ihr irgendwelche Hefte vorzusetzen, die Vorschüler auf das Bögelchen malen und Zahlen schreiben vorbereiten sollen. Ich finde das unnötig und denke es ist am besten, wenn Kinder das dann in der Schule lernen. Nun habe ich aber ein wunderbares Heft bekommen, das mir unheimlich gut gefällt. Susanne, die ich von ihrem zauberhaften literarischen Mamablog Hallo liebe Wolke kenne, hat es mir geschenkt: Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm für Kinder ab 4 Jahren ist so niedlich gezeichnet, dass es eine Freude ist, das Büchlein anzuschauen. Aber wir schauen es nicht nur zusammen an, sondern Luise kann auch viele Bilder selbst anmalen. Dazu gibts Geschichten und kleine Übungsaufgaben, die Kinder gar nicht als solche erkennen. Ganz spielerisch beschäftigen sie sich mit Zahlen und Formen und malen zum Beispiel verschiedene Flächen eines Bildes anhand von Zahlen an, denen Farben zugeordnet sind. Nun sitzt Luise ganz begeistert neben ihrem Bruder und hat endlich auch was Sinnvolles zu tun.

Ein Büchlein wie eine Schatzkiste

Die Ausmal- und Rätselbilder haben Luise besonders gefallen und nach dem Malen haben wir uns aufs Sofa gesetzt, um die schönen Geschichten zu lesen. Alle wichtigen Dinge, die Luise auch in der Vorschule ihres Kindergartens lernt, sind in den kleinen Lerngeschichten zu finden. Mit der bunten Wilma Wochenwurm lernen die Kinder die Wochentage, mit Mona Monatswurm gehts um die Monate eines Jahres. Mit denen kommt Luise gründlich durcheinander, aber hier wird alles niedlich und spielerisch anhand kleiner Geschichten erklärt – so kann sie sich die Abfolge gut merken. Am besten gefällt Luise aber die Geschichte von König Sahnehäubchen, der kein Gemüse isst. Mit dem kann sie sich nämlich besonders gut identifizieren. Sogar eine Gute Nacht Geschichte über den kleinen Stern, der vom Himmel fiel, ist im Büchlein enthalten. Das haben wir natürlich abends im Bett gelesen.

Ich finde ja, dass vor allem die Kinderbücher am besten sind, die von besonders herzlichen und sensiblen Menschen geschrieben wurden. Sie können sich in die Kinder hineinversetzen, verstehen sie genau und wissen, was sie interessiert. Susanne geht ganz toll mit ihrer kleinen Tochter um, ich habe auf ihrem Blog schon oft Inspirationen für mich selbst und den Umgang mit meinen Kindern gefunden. Dieses Büchlein ist total gelungen und ich kann es dir wärmstens empfehlen. Auch zum Verschenken eignet es sich bestens. Du kannst es in allen gängigen Buchhandlungen oder in Online-Shops wie zum Beispiel hier (Affiliate Link) bestellen und es gibt sogar schon Folgebände.

Gewinnspiel

ACHTUNG: Das Gewinnspiel ist beendet und der Gewinner wurde benachrichtigt.

Außerdem hat Susanne mir ein zweites Buch geschickt, das ich hier auf dem Blog verlosen kann. Kommentier einfach unter dem Blog und Susanne freut sich natürlich, wenn du sie mal auf ihrem Blog besuchst.

  • Das Gewinnspiel beginnt mit der Veröffentlichung dieses Textes und endet am 12.10.2018 um 23:59 Uhr.
  • Anschließend wird der Gewinner / die Gewinnerin einen Tag nach Ende des Gewinnspiels per Losverfahren ermittelt und per Mail vom Gewinn benachrichtigt.
  • Teilnehmen dürfen alle Personen, die über 18 Jahre alt sind und in Deutschland wohnen
  • Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst. Deine Adresse nutze ich ausschließlich für den Versand ddes Buchs und wird  anschließend gelöscht.
  • Der Gewinn besteht aus dem Buch „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm“.
  • Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

3 kreative Ideen für Bastel-Anfänger

Ich bin echt keine Bastelfee, das merke ich immer wieder. Wenn ich sehe, wie Luises ErzieherInnen mit den Kindern am Tisch sitzen und mit viel Geduld und Spucke aus Eierkartons kleine Füchse basteln und bemalen, beeindruckt mich die Kreativität, vor allem aber deren Nervenstärke.

Alleine basteln, schön und gut. Aber mit Kindern ist das leichter gesagt als getan. Kleine Finger, die volle Lotte auf die Klebstofftube drücken und erst einmal die Hälfte herauskatapultieren, damit kann ich schlecht umgehen. Ich bin der Typ Mensch, der eine Tube fein säuberlich von hinten her aufrollt und kriege die Krise, wenn Anton unsere Zahnpasta maltretiert. Schlecht ab kann ich außerdem, wenn Bastelstifte nach dem Gebrauch nicht mit dem Deckel verschlossen werden, wenn das Wasser beim Wasserfarbenmalen umkippt, schwarzer Edding auf den Holztisch schmiert oder hinterher der Boden vor Glitzerpulver nur so flimmert. Keine guten Voraussetzungen, um mit Kindern für den Herbst zu basteln. Aber was wären wir ohne Herausforderungen! Und so habe ich mich auf meinem Pinterest-Board inspirieren lassen, Bastelmaterial besorgt und die Kinder zu Tisch gebeten.

Mobile mit Filzkugeln und Kastanien

Ein Kastanien-Filzkugel-Mobile sollte das erste Projekt werden. Die Anleitung fand ich auf dem kreativen Lavendelblog. Noch nie zuvor hatten wir Filzkugeln gefilzt und zum Glück spielte das Wetter letzte Woche noch mit. Oskar legte sich die Märchenwolle erst einmal um den Hals und stolzierte durch den Garten. Wir konnten sie ihm unter großen Beschwerden dann doch abluchsen, sie auseinander rupfen und zu kleinen Kugeln formen. Diese haben wir dann in lauwarmes Seifenwasser getunkt und in den Händen gerollt wie eine Fleischfrikadelle, wenn du verstehst, was ich meine. Dass dabei sämtliche Strümpfe und Hosen nass wurden, versteht sich von selbst. In weiser Voraussicht war ich zum Basteln auf die Terrasse gegangen. Alle Kinder rollten also munter vor sich hin und es gab kaum Streit, wer denn nun welche Farbe als erstes nehmen darf. Nach einer halben Stunde schauten wir stolz auf unsere bunten Kugeln und die klitschnassen Hosenbeine. Ich habe schnell bemerkt, warum ich keine Erzieherin geworden bin und brauchte nach dieser Action erst einmal eine Kaffeepause. Die Filzkugelnd durften dann trocknen und die Kinder die Kleider wechseln.

Am nächsten Tag haben ich einen Haselnussstrauch mit einem Taschenmesser von seiner Rinde befreit. Luise, die im Kindergarten einen Schnitzführerschein gemacht hat, hat fleißig mitgeholfen. Mit einem kleinen Schraubenzieher haben wir Löcher durch die Kastanien und die Filzkugeln gebohrt und diese dann auf eine Schnur gefädelt. Unter die Kastanien kam je ein Knoten. Am Ende hängten wir dann die vier Schnüre an den Haselzweig und diesen ans Fenster. Wow – das war nicht schwer, sieht aber jetzt richtig toll aus.

Herbst-Vögelchen auf der Stange

Und weil Projekt eins so gut lief, haben wir uns mit Luises Freundin Julia an Projekt zwei gemacht. Schon wieder eine Idee mit minimalem Aufwand und maximalem Effekt, sowas liebe ich ja beim Basteln. Schnell muss es gehen, denn nach einer halben Stunde haben oft die Kinder keine Lust mehr – und die Mutter auch nicht. Auf meiner Pinnwand fand ich die Vorlage für Herbstvögelchen zum Ausdrucken. Diese habe ich ausgeschnitten und auf dicken Karton gepaust. Meine Empfehlung: wenn du mit Kindern basteln möchtest, wären ein paar Vorbereitungen von Vorteil. Denn wenn ich Luise sage, dass wir gleich Herbstvögelchen basteln, freut sie sich wie Bolle und kann es kaum abwarten. Ich muss aber erst einmal Vögel ausschneiden, Pappe aus dem Keller holen, die Bastelschere suchen und den Tisch freiräuen. Bis ich fertig bin, bin ich von Luises Ungeduld schon so genervt, dass ich das Bastelprojekt am liebsten wieder abbrechen würde. Tja, ich als Bastelnulpe muss eben noch viel lernen.

Jedenfalls haben wir Johanna Rundels Vögelchen in verschiedenen Farben ausgeschnitten. Das ist eine gute motorische Übung für Kinder, die mir die Erkenntnis brachte, dass wir schnell anständige Bastelscheren besorgen müssen. Dann haben wir einen Streifen Washi-Tape an Luises Kinderzimmerfenster angebracht und die Vögelchen mit Tesa drauf geklebt. Selten habe ich was Einfaches gebastelt, das am Ende so wunderhübsch aussah.

Mäusefamilie aus Eicheln

Weil das bisher besser lief als gedacht, bin ich noch mutiger geworden. Nachmittags fuhr ich mit den Kindern in den Wald und war deshalb so stolz auf mich, als hätte ich gerade das goldene Waldorf-Diplom erworben. Wir liefen durch das herbstliche Laub und sammelten Eicheln in unsere Körbchen ein. Es war so bilderbuchmäßig pädagogisch wertvoll, dass ich über mich selbst den Kopf schüttelte. Anschließend hatten wir noch mödermäßig Spaß auf der Tarzanbahn und Jimmy, sonst allem, was nur entfernt mit dem Thema Natur zu tun hat, äußerst skeptisch gegenüber, lachte aus vollem Herzen.

Aber es kommt noch dicker. Zuhause bastelte ich mit Luise aus den gesammelten Eicheln eine Mäusefamilie. Die Idee haben wir aus dem Magazin „Mein schönes Land“, das mir meine Mutter neulich vorbei brachte. Und weil die Oma die beste ist, hat sie schon einmal ordnungsgemäß Walnüsse geknackt. Diese dienten uns als Mäusebett. In ein Stückchen Stoff haben wir ein wenig Füllwatte gepackt und dies mit Kleb zugeklebt.

Erst kam ein Stück Schnur als Schwänzchen in die Schale, darauf dann die Mäusebettdecke. Die Eichel diente als Mäusekopf und wir haben sie sicherheitshalber mit etwas Kleb befestigt. Die Ohren schnitten wir aus Moosgummi zurecht und malten mit Filzstift Augen auf – fertig waren die zuckersüßen Babymäuse. Anschließend haben wir noch ein Tonschälchen mit Moos gefüllt und Luise war selig über ihr neues Spielzeug.

Ziemlich schön, was wir da letzte Woche zusammen gebastelt haben, oder? Und es hat gar nicht weh getan. Auch wenn ich weiß, dass es nicht unbedingt zu meinem Lieblingshobby zählt, hatte Luise so eine Freude dabei, dass wir das sicher bald wieder machen. Versuch es doch auch mal! Es war echt nicht schwer und ich habe extra drei Projekte rausgesucht, die die Nerven schonen und recht flott gehen. Dennoch brauchte ich danach immer einen starken Kaffee und eine kleine Pause, um die Bastel-Sauerei wieder aufzuräumen. Mein voller Respekt gilt all den ErzieherInnen da draußen.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Schau doch mal auf Instagram vorbei. Dort poste ich all meine Ideen, die zu einem entspannteren Eltern-Leben führen. Hier gibts außerdem vormittags die #Müttersprechstunde, in der ich live mit dir diskutiere. Wir sprechen über den Druck, der manchmal auf uns lastet, über tolle Bücher, über Lustiges und über Finanzielles, denn ich engagiere mich mit Sophie von @kinderhabenblog mit unserem Projekt MamasUndMoneten für Aufklärung in Sachen Geld. Da haben viele von uns nämlich Nachholbedarf, ich übrigens auch. Und manchmal sind hier auch die Schwabenmütter zu Gast. Das sind ein paar Frauen mit Dialekt und einer Menge Power. Sie helfen uns ein bisschen aus dem Mama-Trott hinaus und haben tolle Ideen, wie wir mal Fünfe gerade sein lassen. Ich freue mich, wenn du dabei bist.