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Laura

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Die mentale Belastung in Familien ist für Eltern oft sehr hoch, weil es so unglaublich viele Dinge gibt, an die es zu denken gilt. Sie wird noch höher, wenn große Schwierigkeiten dazu kommen: Sorgen um Gesundheit, um die Zukunft, um die Beziehung oder um finanzielle Angelegenheiten. Besonders hoch ist der Mental Load auch dann, wenn Familien von Rassismus bedroht sind. Zum ersten Mal stieß ich im Buch von Gemma Hartley „Es reicht!“ auf diese Last. Sie hat eine Schwarze US-Amerikanerin interviewt, die regelmäßig ignorante und unverblümt rassistische Fragen zurückweisen oder sich mit ihnen auseinandersetzen muss. Sie steckt täglich Mikroaggressionen ihrer Mitmenschen weg und muss dabei so tun, als sei alles in Ordnung. Diese Form der „Gefühlsarbeit“ werde von ihr erwartet, noch schlimmer aber – auch von ihren Kindern, denn von ihnen werde jederzeit auf Grund ihres Aussehens eine gewisse Unterwürfigkeit verlangt. „Du darfst als Schwarzes Kind nicht auf dieselbe Weise…

Ich habe mal wieder einen Stapel feministische Literatur gelesen und möchte dir heute drei Bücher ans Herz legen. Sie sind sehr unterschiedlich und daher bin ich mir sicher, dass für jede Leserin (und jeden Leser!) etwas dabei ist. Auch für EinsteigerInnen geeignet Schon lange wollte ich dieses Buch haben, denn es wurde mir immer mal wieder in meine Instagram-Timeline gespült: How to be a feminist. Die Power skandinavischer Frauen und was wir von ihnen lernen können (Affiliate Link) von Marta Breen. Die SkandinavierInnen haben uns in Sachen Gleichberechtigung Einiges voraus, und weil ich ein großer Fan von Island und Schweden bin, was die Familienpolitik angeht, habe ich mir viel versprochen – und wurde nicht enttäuscht. Das Buch liest sich in einem Rutsch durch, ist leicht verständlich und somit auch der perfekte Einsteiger für LeserInnen, die sich vorher noch nicht mit Feminismus auseinandergesetzt haben. Breen beschreibt zum Beispiel den Umstand, dass…

Ich habe auf meinem Instagram-Kanal Frauen nach ihrer Mental Load-Geschichte gefragt. Leiden Sie darunter oder sind sie vielleicht kein bisschen überlastet? Kommen sie darüber mit ihrem Partner ins Gespräch oder gibt es dauernd Konflikte? Sind sie alleinerziehend und haben derzeit keinen, mit dem sie sich den Mental Load teilen können? Leiden sie unter Armut oder Rassismus und haben durch große Sorgen eine intensive Last im Kopf? Mir hat Maria geschrieben (37 Jahre alt, berufstätig als Sozialpädagogin) und ich teile ihren Text hier auf dem Blog, weil er so spannend ist und etwas zu lang für einen Instagram-Post. Die Stärke meiner Mutter Mit vielen Glaubenssätzen und dem Vorbild einer stets berufstätigen und sehr emanzipierten Mutter, aufgewachsen und geprägt durch die Erziehung in der ehemaligen DDR, bin ich meiner Mutter heute ähnlicher als ich es jemals sein wollte. Ich wusste, bis ich selbst Mutter von zwei Kindern und Partnerin wurde, nicht wirklich,…

Meine beste Freundin arbeitete in Berlin im Büro von Frau Prof. Rita Süssmuth und so bekam ich die Gelegenheit, die beeindruckende Politikerin am Telefon zu interviewen. Wir haben über Frauenrechte und Gleichberechtigung gesprochen und die Forderung, dass sich endlich etwas ändern muss. Das Gespräch fand im September 2019 statt, ist nun aber angesichts der Tatsache, dass in der Corona-Krise viele Frauen die Hauptlast der Familien-Organisation schultern, aktueller denn je. Laut einer aktuellen Bertelsmann-Studie sind Mütter doppelt benachteiligt: gegenüber Männern und kinderlosen Frauen. „Corona könnte das noch verschärfen“, lautet das Ergebnis, das in der Zeit vorgestellt wurde. Interview mit Prof. Dr. Rita Süssmuth Seit nunmehr 100 Jahren haben Frauen das Wahlrecht, aber in Sachen Gleichberechtigung gibt es immer noch viel zu tun: Große Lohnunterschiede, patriarchale Strukturen in Politik und Wirtschaft, die Last der Familienverantwortung und drohende Altersarmut machen Frauen das Leben schwer. CDU-Politikerin Prof. Rita Süssmuth, ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie…

Die Frau fürs Leben Heute ist ein besonderer Tag: mein Buch ist erschienen. Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles. Was Eltern gewinnen, wenn sie den Mental Load teilen (Affiliate Link) ist seit heute im Buchhandel erhältlich. Und falls du keine Zeit zum Lesen hast, gibt es den Ratgeber auch als Hörbuch. Worum gehts? Mental Load ist hier auf meinem Blog schon lange ein Thema und ich habe in diesem Buch meine eigene Geschichte beschrieben, bin dem Muttermythos auf den Grund gegangen, habe die vielen negativen Konsequenzen für Frauen (und Männer) untersucht, eine Psychiaterin, eine Soziologin und einen Journalisten interviewt und ganz viele Lösungsideen aufgeschrieben, mit denen Eltern ihren Mental Load reduzieren und gerechter verteilen können. Die zauberhafte Helke Rah hat die Illustrationen gemacht, und sie sind wunderschön geworden… Die legendäre Liste zum Download Dazu gehört neben ein paar Tricks in der Kommunikation (wie sag ichs meinem…

Puuuh, war das mal wieder anstrengend! Morgens die Kinder fertig gemacht, dann ab ins Büro gedüst, Kinder abgeholt, Mittagessen gemacht, Hausaufgaben betreut, nachmittags auf den Spielplatz, Abendessen und alle fürs Bett fertig machen. Oder acht Stunden am Schreibtisch sitzen und sich in den wenigen freien Minuten um die Kinder kümmern, damit sie nicht zu kurz kommen. Oder den ganzen Tag mit einem Babyzuhause sein, das viel weint und am liebsten 24 Stunden am Stück auf dem Arm ist. Oder zu Corona-Zeiten Teenies erklären, dass Hausaufgaben wichtig sind, nebenher Mails beantworten, Einkaufslisten schreiben und Telefonate entgegennehmen. So war das nie gedacht! Eltern sein ist mitunter echt stressig und ehrlich gesagt war es niemals so gedacht, das alles alleine zu schaffen. Wenn wir ehrlich sind, reichen nicht einmal zwei Personen für so einen Alltag, denn am besten hat man überall HelferInnen, die einen dabei unterstützen, unsere geliebten Kinder groß zu ziehen und…

Schon länger frage ich mich, was Eltern für sich selbst tun können, um ihren Mental Load ein Stück zu reduzieren. Vor allem alleinerziehende Mütter und Väter wird die Frage interessieren, die aktuell niemanden haben, mit dem sie die mentale Last teilen können. Die ultimative Lösung aller Probleme wird es so schnell nicht geben, dafür brauchen Familien in erster Linie gesamtgesellschaftliche Unterstützung wie flächendeckende Kindergartenplätze und Ganztagsschulen mit Sportangeboten und intensiver Hausaufgabenbetreuung. Aber so lange das noch in den Sternen steht, können wir auch etwas im Privaten tun. Mutter unter Druck Seit Jahren wird Elternschaft immer professioneller. Es gibt kaum ein Thema, zu dem es keinen Ratgeber gibt, und wir planen viele Ereignisse wie Großprojekte. Kindergeburtstage, Buffetbeiträge fürs Kindergartenbuffet, selbstgenähte Kostüme zu Fasching – viele Eltern hängen sich beim Selbermachen richtig ins Zeug und achten bei Kleidung und Nahrung auf beste Qualität. Manchmal scheint es, als wären selbstgebastelte Schultüten und Wolle-Seide-Bodys…

Mich erreichte eine Mail von Christine Steinhart, die sich wie viele andere Eltern einschließlich mir über die Situation für Familien in der Corona-Krise ärgert. Sie hat mir einen Text geschickt, den ich hier als Gastbeitrag veröffentlichen darf, und der das Problem skizziert. Ende April hat das Kultusministerium beschlossen: Ab dem 18. Mai sollen Kindertageseinrichtungen ihr Betreuungsangebot wieder schrittweise ausbauen – doch noch immer fehlt dafür jeglicher Plan. Träger und Einrichtungen warten auf ein Signal der Stadt, die Stadt wartet auf die Rechtverordnung des Landes. Und Eltern warten auf Informationen – vergeblich. Seit mittlerweile zwei Monaten sind die Kindertagesstätten aufgrund der Krise geschlossen – eine schwierige Situation für Familien. Erschöpfte Mütter und Väter melden sich nach ihrem Spagat zwischen Kinderbetreuung und Arbeit zu Wort, wütende Mütter schreiben wütende Blogartikel mit Worten, die sie ihren Kindern verbieten würden. Aber nicht nur die Betreuungsarbeit wird für Eltern zur Belastungsprobe. Die wochen- und monatelange…

Das Problem erklären Die Frage, die mir in meinen Webinaren oder auf Instagram oft gestellt wird, lautet: wie erkläre ich das Mental Load-Problem meinem Partner und wie kann ich ihn davon überzeugen, dass wir das Problem gemeinsam lösen können? Mental Load birgt ein gewisses Konfliktpotential, weil es schnell so wirkt, als sei einer von beiden Schuld an all dem. Dann ist da noch diese Angst vor dem Gespräch, dass man das Problem mit dem Mental Load nicht erklären kann oder es lächerlich erscheint. Nach wie vor gibt es da dieses Missverständnis von Care-Arbeit und Familien-Organisation als einer Tätigkeit, die Mütter aus reiner Liebe tun. Scheinbar fällt es ihnen nicht schwer, sie machen alles aus dem Stehgreif und tun es vor allem gerne. Naja, ich spiele vielleicht gerne mit meinem Kind eine Runde Ligretto oder denke mir ein Geburtstagsgeschenk aus, aber nahezu die Hälfte all der Aufgaben tue ich nicht gerne,…

Mental Load bedeutet, den Kopf voll zu haben mit Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Jede für sich ist oft keine große Sache, aber in der Summe werden die To-dos zu einem  riesigen Berg. Care-Arbeit ist eine Tätigkeit, die den Mental Load besonders fördert, und wird nach wie vor meist von Frauen gemacht, weshalb Mental Load vor allem ein Problem vieler Mütter ist. Grund genug, sich endlich mit den Folgen, dem Wert und der Wirtschaftsleistung dieser unsichbaren Arbeit auseinander zu setzen. Warum qualmt Menschen, die Care-Arbeit verrichten, der Kopf besonders stark und was ist der Unterschied zu einem Job am Computer oder am Fließband? Schauen wir uns doch mal an, was es zuhause alles zu tun gibt. Auf kleine Kinder aufzupassen ist zum Beispiel auch deshalb so anstrengend, weil sie laufend Bedürfnisse haben. Sie haben Hunger, sie sind müde und erschöpft, möchten spielen, müssen auf die Toilette, brauchen Hilfe, Motivation,…