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Laura

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An was ich wieder alles denken muss! Gerade sind wir in den letzten Zügen vor unserem Urlaub und da müssen wir planen wie die Weltmeister. Schon lange habe ich beschlossen, dass ich das nicht mehr alleine mache. Mich um das Reiseziel zu kümmern, Vorbereitungen zu treffen, zu packen und vor Ort die Unternehmungen zu organisieren ist so unglaublich viel Arbeit, die zusätzlich auf mich zukam. Ich arbeite vormittags, nachmittags betreuue ich die Kinder und nebenher musste ich dann noch den Urlaub planen. Kein Wunder, dass ich eine Woche vor den Ferien regelmäßig fix und fertig war. Wenn Mama sich alleine kümmert Seit ich mich mit Mental Load beschäftige, realisiere ich erst, was wir Mütter im Alltag alles regeln. Denn meist machen wir all die Kümmer- und Sorgearbeit für uns alle. Diese Arbeit ist unbezahlt und wird kaum gewertschätzt, denn sie ist unsichtbar. Bleiben wir bei unserem Urlaubsbeispiel: damit Luise auf…

Letzte Woche, es war Freitag, war meine Laune im Keller. Ich hatte Lust auf was zu Essen und ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank und suchte nach etwas Leckerem. „Halló! Du siehst aber nicht gut aus!“, sagte eine tiefe männliche Stimme mit nordischem Akzent. Ich erschreckte mich sehr, denn noch nie hat der Kühlschrank zu mir gesprochen. Als ich genauer hinschaute, war es nicht der Kühlschrank, sondern der Mann auf dem Skyr-Becher. „Wow, dafür siehst du umso besser aus“, antwortete ich ihm, als ich meinen Schreck überwunden hatte. Der Mann war wirklich ungemein attraktiv. Breite Schultern, Bart, Zopf und ein wolliger Norweger-Pullover. „Ich bin Sigurdsson, und du?“, stellte er sich vor. „Ich bin Laura,“ sagte ich. „Wie kommt es, dass du mit mir sprechen kannst?“, fragte ich ihn. „Ich bin ein isländisches Model und wurde beauftragt, unsere landestypische Quarkspeise anzupreisen. Skyr ist fettam und eiweißreich und ich futtere es…

Wenn die Kinder ihre Kleider im Geschäft selber aussuchen dürfen, wandern die abenteuerlichsten Dinge in die Tasche. Ich habe mir oft überlegt, wie ich einerseits die eigene Entscheidung fördern kann und andererseits verhindere, wie meine Tochter von der Marketingmasche der großen Kleiderläden beeinflusst wird und sich nur noch in pinke Glitzerfummel oder türkisene Eisprinzessin-Träume hüllt. Daher shoppe ich gerne in der Zalando Lounge eine Vorauswahl an günstigen Markenkleidern und Luise darf sich dann in Ruhe am Bildschirm entscheiden. So haben wir ein paar Schuloutfits zusammengestellt, die uns beiden richtig gut gefallen. Luise kommt die Treppe runter und ist stolz, denn sie hat ihr Outfit selbst ausgewählt. Sie dreht sich hin und her und fragt: „Mama, schau mal, wie sehe ich aus?“ Schwer zu sagen, wenn ich ehrlich bin. Anstelle einer kurzen Hose, die den sommerlichen Temperaturen angemessen wäre, trägt sie eine gestreifte Leggings in Pink und Rot. Die passt eigentlich…

Guten Tag, mein Name ist Laura. Ich bin Mutter, Monster, Magd. Lieber möchte ich mich vorstellen mit Guten Tag, mein Name ist Laura. Ich bin Schriftstellerin, liebende Mutter und zufriedener Mensch. Leider liegen zwischen Wunsch und Realität Berge, die unüberwindbar scheinen. So saß ich zum Beispiel neulich mittags im Kinderzimmer und tat, was ich glaubte, was eine Mutter zu tun hat. Sie beschäftigt sich mit ihrem dreijährigen Sohn und tut ihm den Gefallen, den er sich von ihr erbeten hat. „Mama, pielst du mit mir?“ Wie kann ich da nur „Nein“ sagen? Aber ehrlicherweise hätte ich viel lieber das Chaos in der Küche gelichtet, denn ich brauche die Ordnung wie die Luft zum Atmen. Viel lieber hätte ich mich an den Schreibtisch gesetzt und an meinem Text gearbeitet. Ich hätte sogar lieber in der Wäschekammer T-Shirts gefaltet, denn da kann ich meinen Gedanken nachhängen. Aber wie kann eine Mutter nicht…

Wie sehr hätte ich damals, vor acht Jahren, als Jimmy zur Welt kam, zwei gute Freundinnen gebraucht. Freundinnen wie Lisa und Katharina. Ich war ganz neu im Mütter-Business und fühlte mich mies. Irgendwie ruckelte sich nicht alles so schnell ein wie gedacht. Dabei müsste ich doch eigentlich so glücklich sein! Mein gesundes, süßes Baby war endlich da, auf das ich mich schon Monate lang gefreut hatte. Trotzdem war mir zum Heulen. War war komisch mit mir? Wieso konnte ich nicht so selig strahlen wie all die anderen Frauen? Alles ganz normal, hätten mir meine Freundinnen Lisa und Katharina gesagt. Mach dir keinen Kopf. Mit einem Baby ist man eben nicht immer glücklich. Haufenweise Gefühle gibt es stattdessen: sich unsicher fühlen, müde und verliebt ins Baby sein, überfordert und unterfordert, unglaublich wütend, stolz und manchmal auch verzweifelt. All das gehört zum Mamasein dazu. Und meine Freundinnen Lisa und Katharina hätten mich…

Ferienzeit, schöne Zeit! Bei uns in Baden-Württemberg sind die Ferien angebrochen und auch wenn in anderen Bundesländern schon bald wieder die Schule losgeht, wollte ich heute etwas von dieser sehr besonderen Phase im Jahr berichten. Seit wir ein Schulkind haben, das sechs Wochen lang zuhause ist, erinnert mich der Sommer noch viel mehr an die Sommer meiner Kindheit. Keine Verpflichtungen, ausschlafen, besondere Ausflüge machen, in den Urlaub fahren – eine tolle Zeit. Lassen wir das heute mal weg, dass diese Zeit für uns Eltern gewisse Herausforderungen birgt. Über die habe ich schon geschrieben und ich selbst bin nicht selten am Ende meiner Nerven. Übrigens sind hier auch nicht alle drei Kinder den ganzen Tag zuhause, denn der Kindergarten geht noch weiter und das Schulkind ist tagsüber in einer Ferienfreizeit. Weil ich mich vom Ferienzauber habe anstecken lassen, erzähle ich dir heute, wie wir uns die Wochen schön machen. Und zwar…

Gefühle begleiten mich den ganzen Tag. Das ist soweit menschlich und normal. Sie haben aber viel mit der Familie zu tun und damit, dass ich für vieles zuhause verantwortlich bin. Verantwortung übernehmen Ich war letzte Woche nicht auf dem Abschlussfest der Schule meines Sohnes. Wir hatten so viel um die Ohren vor den Ferien, es war heiß und Oskar müde. Er musste dringend ausruhen und wir blieben im schattigen Haus. Mein Sohn ging mit den Nachbarn los, Anton sollte etwas später vom Büro zum Fest kommen. Die Klasse sang etwas vor, Jimmy war traurig, weil wir Eltern nicht dabei waren. Zuhause haben Anton und ich den Haushalt nicht immer geschafft. Ein Haufen Wäsche blieb übrig, die Kinder hatten keine Socken mehr. In dem Chaos haben wir auch noch Luises Sporttasche verloren und von der Bücherei kam eine Mahnung. Ich guckte noch einmal auf die Woche zurück: Was könnten wir künftig…

Das ist Oskar, die Wutbombe. Sie explodiert derzeit zwei bis drei Mal täglich. Sie ist drei Jahre alt, hat meist einen verschwitzten Blondschopf, vom Brüllen rot geweinte Augen und in der Hand etwas zum Werfen. Einen Keks oder einen Spielzeugklotz. Damit bewirft er seine Geschwister, die ihn verärgert haben. Grund für die Verärgerung könnte sein, dass der große Bruder ein Lied anstimmte, das Oskar nicht gefiel. Oder die Schwester hat ihm sein Fahrzeug weggenommen. Oder an seinem roten Auto ist ein Rad verloren gegangen. Dann geht Oskar in die Luft. Wenn er nicht gerade sauer ist, spielt er mit Liebe und Inbrunst mit seinen Autos. Gerne möchte ich ein Kind mit einer außergewöhnlichen Leidenschaft präsentieren: mein jüngster Sohn liebt Fossilien aller Art. Die Tochter interessiert sich für Streichinstrumente, der Große programmiert seine ersten Apps. Stattdessen lieben die Kinder Autos, Pferde, Fußball. Der BERG Reppy: Oskars neues Fahrzeug Nachmittags wird Oskar…

Das Dankbarkeitstagebuch Heute morgen begegnete mir auf Instagram eine prominente Mutter, die erzählte, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie hat drei Kinder und eine Menge zuhause zu tun. Sie wollte etwas gegen ihre negative Sichtweise auf die Dinge unternehmen und gegen ihren Unmut angehen. Ihr Plan lautete: jeden Abend zehn Dinge aufzuschreiben, die gut liefen. Wofür sie dankbar ist und was sie alles geschafft haben. So sollte alles besser werden. Amen. Ich möchte die Damen schütteln und rütteln und sagen, dass es so nicht besser wird. Dankbarkeitstagebücher führen und früher aufstehen, drei Minuten am Tag meditieren und am Wochenende den Partner bitten, die Kinder für ein paar Stunden zu übernehmen, sich eine kleine Auszeit gönnen und hinterher ebenjenem mit Dankbarkeit huldigen – all das wird nicht dazu führen, dass es ihr besser geht, vermute ich. Früher aufstehen und öfter meditieren Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich bis…

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, denn so ganz neu ist es ja auch nicht: mein neues Logo. Die wunderbare Helke Rah hat es gezeichnet und ich finde, es ist außerordentlich schön geworden. Ich habe nach einem Bild gesucht, das meinem Blog entspricht und eine Verbindung zum Thema Musik herstellt. „Heute ist Musik“ heißt mein Blog deshalb, weil mein damals 3-jähriger Sohn das sagte, als wir von irgendwo her schöne Musik hörten. Ich fand das so niedlich und passend für einen Blog, in dem ich über mein Familienleben schreiben wollte. Du wirst Mutter und Alle mischen sich ein Mittlerweile hat sich das Thema etwas verändert. Ich schreibe mehr und mehr über das Muttersein. Vor allem finde ich ja, dass Mütter heute einem enormen Druck ausgeliefert sind. Sie sollen sich nach wie vor liebevoll um die Kinder kümmern. Eine gute Mutter ist den ganzen Tag für ihre Kinder da. Dieser Satz…