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Wir lieben uns, Anton und ich. Wir bleiben für immer zusammen, denn er ist der allerbeste Mann, den es gibt. Wieso eigentlich brauchen wir dann einen Ehevertrag, der die Trennung regelt? Anton teilt doch alles mit mir, Bett, die Schichten, wenn Kinder krank sind, Vermögen, Rentenpunkte und die Flasche Sekt gestern Abend. Über den unsachgemäßen Gebrauch von Bohrmaschinen Aber ab und zu gibts auch mal Ärger. Zum Beispiel vorgestern, als ich ein Regal für mein Arbeitszimmer anbringen wollte. Die Bohrmaschine aus dem Keller geholt, ein Loch gebohrt und mich dabei saugut gefühlt. So lange, bis es fitz gemacht hat und ich die Stromleitung traf. Als Anton nach Hause kam, entspann sich ungefähr folgendes Gespräch: „Sag mal, bist du wahnsinnig? Du darfst niemals über einer Steckdose bohren!“ „Upps, nicht gesehen.“ „Guck dir doch mal die Wand an, wie die aussieht!“ Popeliger Streit, völlig unwichtig, und dennoch saß ich eine Weile beleidigt…

„Du, ich habe nächste Woche eine Weihnachtsfeier und komme erst spät nach Hause.“ Wenn Anton mit Nachrichten wie dieser nach Hause kommt, steht mir der Schweiß auf der Stirn. Kinder ins Bett bringen ist bei uns ein Ritual, das wir gut im Griff haben, weil wir zu zweit sind. So können wir uns prima aufteilen und Anton übernimmt seit jeher die Haupfaufgabe, den zweijährigen Oskar ins Reich der Träume zu geleiten. Wenn ich dann an einem Abend für alle zuständig bin, ist mir schon morgens Angst und Bange. Warum es am Ende meist nicht so schlimm ist wie gedacht und wie ich das dann anstelle, erzähle ich dir heute. Die Tageschallenge: Kinder ins Bett bringen Eltern, die sowieso abends alleine sind, verstehen mein Problem nicht. Drei Kinder ins Bett bringen, was hat die eigentlich? Wir machen das jedenfalls im Zweierteam und haben sogar dann noch so manche Hürden zu überwinden.…

Immer mal wieder denke ich über unseren Alltag nach und die vielen kleinen und größeren Klippen, die wir da täglich umschiffen. Mir wird dann klar, dass das Problem oft meine etwas dünnen Nerven sind oder etwas anderes, das in mir gährt und mich rasend macht. Wieso werde ich eigentlich so schnell ärgerlich, wütend und ungeduldig? Die Kinder sind doch eigentlich ganz normale Kinder. Sie trödeln, zanken und vergessen Dinge wie andere Kinder auch. Warum nervt mich Unordnung, Trödelei und Streit immer so und wieso gibt es andere Mütter und Väter, die viel geduldiger sind? Ich wollte mich auf die Suche nach Antworten machen und habe ein Buch gelesen, das mich schwer begeistert hat. Pschologin Stefanie Stahl, die ich von ihrem Bestseller „Das Kind in dir muss Heimat finden“ samt Arbeitsheft kenne, hat mit ihrer Kollegin Julia Tomuschat ein nagelneues Buch für Eltern geschrieben: Nestwärme, die Flügel verleiht. Vor allem habe…

In den letzten Wochen kamen meine Kinder ganz unabhängig voneinander zu mir und wollten etwas wissen. Jimmy interessierte sich für das Wort mit F, das er in der Schule gehört hatte und Luise fragte nach, wo denn jetzt genau die Babys herkommen. Jimmy ist sieben, Luise ist fünf, also durchaus alt genug, um mit ihnen Tacheles zu reden. Geschichten von Störchen und Bienen finde ich albern, aber ich war mir bei Luise auch nicht so sicher, welche Details ich lieber rauslasse. Anton zog sich schnell zurück, also nahm ich das Ruder in die Hand und dachte das erste Mal über Aufklärung für Kinder nach. Das muss mal raus! Wir standen gemeinsam im Bad und putzten Zähne, als mir Jimmy geheimniskrämerisch und kichernd das Wort mit Fxxx zuflüsterte. Ein bisschen erschrocken war ich schon, aber ich merkte ihm an, dass er selbst wusste, welche Wirkung die paar Buchstaben hatten. Ich fragte…

Das Handy, es nimmt schon einen großen Platz in nahezu jeder Familie ein. Und ich bin auch sehr froh um meinen kleinen Computer. Zunächst einmal nutze ich ihn für meine Arbeit. Emails checken, Instagram und Facebook-Seite meines Blogs pflegen, Fotos und Notizen speichern und Infos googlen. Aber auch privat nutze ich es oft und gerne. Es ist es mein Taschenrechner, meine Freundinnen-Standleitung, mein Diktiergerät, meine Uhr und mein Wetterfrosch. Ich höre damit Musik, lasse mich wecken oder mich mit Hörspielen beim Wäsche machen unterhalten. Immer online In den letzten Monaten aber war es mehr als nur ein hilfreiches und flexibles Gerät. Es ist mir zur Last geworden. Denn ich hatte es allzeit bei mir, damit ich immer die Uhrzeit weiß, nichts in den sozialen Netzwerken verpasse und dringende Mails beantworten kann. Wenn ich dann guckte, wie viel Uhr es ist, konnte ich auch gleich mal die Nachrichten checken. Upppsi, eine…

Im letzten Text habe ich geschrieben, dass ich dieses Jahr keine Lust auf Stress im Advent habe. Das bedeutet auch, dass ich mit den Kindern keine Plätzchen backe. Ich bewundere ja Mütter, die mit Geduld in der Küche stehen und mit Töchtern und Söhnen Teig anrühren, selbigen ausrollen und ausstechen. Mir fehlt leider die Geduld und so habe ich das Plätzchen backen Oma und Opa übertragen. Weil aber die Kinder hier trotzdem gerne tätig werden wollen, haben wir an diesem Wochenende, als Anton frei hatte, eine Keksparty gemacht. Wir haben nämlich ein neues Spiel mit dem Namen Cookies, das alle begeistert spielen. Dazu haben wir ohne Ofen, Teig anrühren und Sauerei-Fabrizieren kleine Kekshäuser hergestellt. Vom Spiel und vom „Rezept“ möchte ich dir heute erzählen. Kinderspiel Cookies von HUCH! Kein Wunder, dass Cookies so beliebt ist. Denn entgegen Brokkoli und Blumenkohl lieben meine Kinder alles, was süß ist. Wenn sich ein…

Adventszeit, schöne Zeit, oder? Ehrlich gesagt, fand ich die letzten Jahre die Adventszeit eher gar nicht schön, denn wir hatten als Eltern immer eine Menge um die Ohren. An Weihnachten sind wir dann regelmäßig völlig ausgelaugt in ein Schlafkoma gefallen und haben den Dezember zum zweitschlimmsten Monat erklärt. Der wird nur noch mit dem Juni getoppt, der uns mit Sommerabschiedsfesten fast erschlägt. Volles Programm im Dezember Ende November hatte ich eine To-Do-Liste, die jeden Großkonzern-Manager beeindrucken würde. Einen Adventskranz binden, zwei Kalender mit Kleinigkeiten füllen, Nikolaus-Deko basteln, Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Weihnachtsmarktschichten koordinieren und die Wohnung dekorieren – richtiger privater Mega-Stress war das für mich und Freude hat mir das nicht mehr bereitet. Im Dezember haben Anton und ich dann Kuchen für die kleinen und großen Weihnachtsfeiern gebacken und uns die Klinke in die Hand gegeben, weil immer einer irgendwo unterwegs war. Nebenbei haben wir Geschenke geshoppt und Adventstürchen besucht,…

Wie ich so beim Sortieren meiner Finanzunterlagen sitze, um einen Überblick über Geld, Versicherungen und Co zu bekommen, denke ich darüber nach, dass Anton und ich überhaupt nicht für den Notfall vorgesorgt haben. Und vielmehr stellte ich mir dann die Frage, was wohl mit unseren Kindern geschehen würde, sollte uns etwas zustoßen. Kommen sie dann automatisch zu Oma und Opa, ins Kinderheim oder sonstwohin? Die Juramama weiß Rat Wenn man gruselige Fragen wie diese klären möchte, fragt man am besten eine sachverständige Person mit viel Humor, nämlich die beste und schönste aller mir bekannten Juristinnen, Nina Straßner alias die Juramama. Sie hat genau zu diesem Thema einen sehr unterhaltsamen Artikel in der Men`s Health Dad veröffentlicht und ich finde, aus diesem harten Stoff was Witziges zu machen, ist wahre Größe. Tatsächlich schreibt sie darin, dass die Kinder im Falle eines Todes beider Eltern keinesfalls automatisch zu den Großeltern oder der…

Eisenbahnen haben für mich einen großen Reiz. Schon als Kind war das so. Mein Vater hatte im Keller eine riesen Eisenbahnanlage mit vielen Loks und Anhängern. Meine Schwester und ich standen oft staunend davor, wenn Papa die Lokomotiven vorsichtig aufs Gleis setzte und per Knopf steuerte. Das Schienenbett, die Wiesen, die kleinen Zäune der Kuhweiden oder das Schaffnerhaus – alles war in liebevoller Kleinarbeit von ihm selbst gebaut worden. „Nur gucken, nicht anfassen!“ hieß es deshalb für uns, auch wenn wir zu gerne mal mit den kleinen Tieren und den wunderschönen Eisenbahnen von Märklin gespielt hätten. Die neue Spielzeugeisenbahn Was für eine Freude, dass auch meine Söhne Eisenbahnfans geworden sind. Und weil alle beide von klein auf ganz fasziniert an Bahnhöfen stehen und den Loks beim Einfahren zuschauen, habe ich lange über den perfekten Spielzeugzug nachgedacht. Ein bisschen wie die von meinem Vater sollte sie sein, sich bewegen und Zuggeräusche…

Meine Mütterkur neigt sich nun dem Ende zu und ich möchte dir gerne erzählen, warum die drei Wochen für mich unglaublich schön und wichtig waren. Vielleicht kommst du auch auf die Idee, eine Kur zu machen. Vielleicht aber inspiriert dich der eine oder andere Gedanke, um ein wenig Mütterkur in deinen Alltag zu bringen. Nun aber von vorne. Weshalb habe ich das gemacht, wie liefs und was habe ich gelernt? Meine Auszeit: warum eine Mütterkur? Jetzt, während ich hier auf meinem Bett in meinem schönen Zimmer sitze, sehe ich es noch deutlicher: der Alltag mit Kindern ist bunt und aufregend und bereichernd, aber in eben diesem Maße anstrengend. Damit meine ich nicht, dass Kinder anstrengend sind, sie sind nunmal einfach Kinder. Anstrengend ist es, mit ihnen gut um- und achtsam auf sie einzugehen, bei den ewigen Streitereien nicht auszuflippen, ihren Alltag gut zu organisieren und all die Wehwehchen zu trösten…