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Kinder erziehen

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Mütter, organisiert euch! Zeitmanagement-Tipps für Mamas ist heute das Thema bei der Instagram-Challenge #meetthemamapodcast und das ist ganz einfach. Alles, was du machen musst, ist morgens eine Stunde früher aufstehen alle drei Stunden eine kurze Meditation einlegen mit den Kindern den Moment genießen bei Wut und Ärger bis zehn zählen immer rechtzeitig mit sorgsam gepackter Wickeltasche aus dem Haus gehen abends ein Dankbarkeits-Tagebuch führen früh ins Bett gehen alles rechtzeitig für den nächsten Tag vorbereiten. Nein, das war natürlich ein Witz. Aber an diesen Witz habe ich noch vor einer Weile geglaubt. Vermutlich findest du hier auf meinem Blog eine ganze Reihe an Texten mit vielen Tipps für eine bessere Organisation. Spielzeug aufräumen, Termine in den Kalender eintragen und per Postmappe wichtige Unterlagen sortieren – ich habe mich eine Zeit lang mit nichts anderem beschäftigt, als unsere Familien-Organisation laufend zu verbessern. Mir ging nämlich immer etwas durch die Lappen und…

Gewaltfreie Kommunikation hat mich schon immer faziniert. Mittlerweile schmeiße ich für mich persönlich sämmtliche sogenannte Erziehungsmethoden für Kinder über Bord und richte mich einfach nach den Regeln der Gewaltfreien Kommunikation. Denn zwischen Kindern und Eltern geht es ja vor allem um eines: miteinander kommunizieren, von Anfang an. Wie sehen wir unseren Gegenüber, wie nehmen wir ihn wahr und wie respektieren wir ihn als Mensch? Aber auch die eigenen Bedürfnisse spielen eine Rolle und werden viel zu oft vergessen. Bei der GFK geht es nicht nur um den Gegenüber, sondern auch um einen selbst. Nachdem ich mich beim Schreiben meines neuen Buches über das Zusammenleben mit Vor- und Grundschulkindern (erscheint im Februar 2020) intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, ist mir klar, dass Kommunikation die Grundlage von allem bildet. Wie mich Fünffach-Mama und Pädagogin Isabel inspirierte Meine persönliche Lieblingsexpertin ist dabei seit langem Isabel Gößwein. Die Mutter von fünf Kindern begegnete…

Das schlechte Gewissen Was wäre denn, wenn ich mir die letzen Jahre völlig umsonst ein schlechtes Gewissen gemacht hätte? Wenn ich nicht dauernd an mir hätte zweifeln müssen, weil ich dachte, keine gute Mutter zu sein? Wenn mir klar gewesen wäre, dass es ganz normal ist, dass ich mich nach Ruhe und Abstand sehne? Dass es völlig ok ist, dass ich dem allgemeinen Mutterbild nicht entspreche, weil das Bild einfach totaler Unfug ist? Ja, was wäre dann? Beim Lesen von Susanne Mireaus neuem Buch „Mutter.Sein“ habe ich das Gefühl, dass mich Jemand in den Arm nimmt und mir erklärt, dass ich gut bin und richtig. Dass all die Ansprüche, die die Gesellschaft an mich stellt oder die ich von mir selbst erwarte, keinerlei guten Grund haben, sondern auf einem Mutter-Mythos beruhen, der uns von einer ganzen Menge konservativer und vor allem männlicher Menschen eingebrockt wurde. Dass wir einem Bild hinterher…

Bin ich als Mutter gut genug oder ist da noch mehr drin? Wenn ich Antworten darauf möchte, schaue ich einfach mal ins Ratgeberregal beim Buchhändler meines Vertrauens oder in Elternblogs, Foren oder Printmedien nach. Hier wird mir dann erzählt, warum es noch ziemlich viel Raum nach oben gibt, um eine gute Mutter zu sein. Stimmt, war nicht so brilliant, was ich da letzte Woche abgezogen habe. Ich habe die Kinder viel vor den Fernseher gesetzt und sie waren zu wenig draußen. Ich habe Pommes in den Ofen geschoben und Schoki statt Obst zum Nachtisch serviert. Es kommt aber noch viel schlimmer: Ich war ziemlich ungeduldig und habe sogar alle Kinder angeschrien. Hatte kein Verständnis dafür, dass mein großer Sohn wie ein Berserker aus der Schule kam und rumgepoltert hat wie ein Wilder. Dabei weiß ich es doch besser. Er muss sich den ganzen Vormittag anstrengen und lieb sein, also lässt…

„Hallo Sigurdsson“, sage ich, als ich die Kühschranktür öffne. Ich nehme mir die Milch heraus und stelle sie auf die Küchenplatte, um mir einen Kaffee zu machen. „Nimm doch den hier“, sagt Sigurdsson, und zeigt auf die Flasche isländischen Schnaps. „Du siehst aus, als könntest du einen gebrauchen.“ „Ach danke, aber wenn ich jetzt nachmittags anfange, Schnaps zu trinken, ist das das Ende,“ sage ich. Erst neulich habe ich beschlossen, unter der Woche abends kein Glas Wein mehr zur Entspannung zu trinken, weil das so sehr zur Gewohnheit wurde. So stand ich dann abends auf der Terrasse und begegnete meinem rauchenden Nachbarn, der mich auf eine Zigarrette einlud. Als ich am Glimmstengel zog, wurde mir bewusst, dass es eine ziemlich dämliche Idee ist, mit dem Rauchen anzufangen, damit ich nicht mehr trinke. Also aß ich am nächsten Abend eine Tafel Schokolade. Seit dieser Woche sind mir alle Hosen zu eng.…

Wie kommt es nur, dass ich hier so viel alleine mache, wenn ich nachmittags mit den Kindern zuhause bin? Ehrlich gesagt habe ich ihnen bisher zu viel abgenommen und lieber alleine gekocht oder aufgeräumt. Selber schuld also? Naja, ich habe hier auch echt eine Menge zu tun und muss schauen, wie ich alles hinkriege: Bevor die Kinder aus Kindergarten und Schule kommen, muss ich das Mittagessen kochen. Dann essen wir, ich räume die Küche auf, während die Kinder Hausaufgaben machen. Dann kommt oft Wäsche dazu, ein wenig aufräumen, Termine checken, Brot einkaufen gehen und einmal durch das Wohnzimmer saugen. Im Prinzip wäre es die beste Lösung, die Kinder von Anfang an bei allem mit einzubeziehen, damit sie es gleich lernen und es ihnen ins Blut übergeht. Mit einem Kind ist das auch noch machbar. Haushalt mit Kleinkindern Sich Zeit nehmen, es vorsichtig einen Teller holen lassen, „hier ist der Becher“,…

Gefühlsarbeit ist ein wichtiges Thema und für mich der Grund für ziemlich viel Stress bei Müttern. Warum aber kennen wir uns damit so gut aus? Wieso füllen wir die Schultüten der Kinder, denken über Geburtstagsgeschenke nach, haben alle Termine im Blick und sorgen dafür, dass sich alle um uns herum wohl fühlen? Ganz klare Sache ist in vielen Beziehungen, dass das Kümmern in den Händen der Frauen liegt. Wir haben es ja auch von klein auf so gelernt. Die Mutter hat früher schon die Weihnachtskarten geschrieben, hat Ausflüge geplant und die Bekannten eingeladen. So habe ich mitbekommen, wie wichtig diese Gefühlsarbeit ist und dass ich sie tun muss, weil auch ich eine Frau bin. Bis heute ist es in vielen Familien so: Die Männer bringen das Geld nach Hause, aber an die Weihnachtskarten zu denken oder sie gar zu schreiben ist für viele ein Ding der Unmöglichkeit. Sozialisierung und ihre…

Neulich habe ich in der Zeitung gelesen, dass es gar nicht stimmt, dass sich deshalb weniger Frauen für ein Technik-Studium entscheiden, weil Jungs besser in Mathe und Mädchen besser im Lesen sind. Der Grund liegt darin, dass Jungs nur ein bisschen besser rechnen und Mädchen sehr viel besser lesen. Ein Ergebnis einer anderen Studie lautet, dass sich Mädchen schon vor ihrem 15. Lebensjahr auch auf Grund von Stereotypen für einen Beruf entscheiden, bei dem es mehr auf die sprachliche Leistung ankommt. Eine dritte Meinung ist, dass das Elternhaus den entscheidenden Einfluss hat. Nun hatten wir die Gelegenheit, den Baukasten ADVANCED Funny Machines von fischertechnik zu testen mit einer Kettenreaktion, die unglaublich faszinierend ist. Luise und ich waren mindestens so begeistert wie Anton und die Jungs. Physik im Kinderzimmer Tatsächlich haben wir bisher das Buch übers Programmieren nur Jimmy gezeigt. Nun wird es höchste Zeit, dass wir es uns auch mal…

Wir kommen aus dem Urlaub und ich muss zugeben, dass ich auch dort geschmipft habe. Vorher habe ich das wunderbare Buch von Nicola Schmidt gelesen: „Erziehen ohne Schimpfen“. Hier habe ich so viele gute Ratschläge gefunden, konnte sie aber bisher noch nicht richtig umsetzen, weil ich viel zu gestresst war. Warum schimpfen Eltern eigentlich so viel und in welchen Situationen? Wann schimpfen wir? Bei mir ist es eindeutig dann der Fall, wenn ich zu viel um die Ohren habe. Die gleiche Frage habe ich auf meinem Instagram-Kanal gestellt. Wann schimpfst du besonders viel mit den Kindern?  Das sind einige der Antworten: Wenn ich selbst gestresst bin Wenn ich fünf Mal etwas sage und gekonnt ignoriert werde In Gefahrensituationen und wenn ich gestresst bin Wenn ich abgelenkt oder gestresst bin Wenn die Kinder trödeln, obwohl sie wissen, dass wir los müssen Wenn Eile vorherrscht, also besser vorplanen Wenn mir mal wieder…

„Und die Prinzessin war so lieblich und reizend, dass jeder Mensch sie liebhaben musste…“ hieß es neulich im Märchen, das ich Luise vorlas. Meine Kinder lieben Märchen und eine Kindheit ohne Aschenputtel und Dornröschen mag ich mir nicht vorstellen. Dennoch kann ich es nicht mehr lassen, nach solchen Sätzen kurz zu stoppen und Luise zu erklären, was es für ein Quatsch ist, dass Mädchen lieblich und reizend sein sollen. Wir reden dann auch noch gleich darüber, wieso immer der Prinz die Prinzessin rettet und warum nicht mal umgekehrt. Morgen wollen wir Schneewittchen mal mit vertauschten Rollen lesen. Dann ist die Haut des jungen Mannes so weiß wie Schnee und seine Haare schwarz wie Ebenholz und wird von der Prinzessin im Glassarg mit auf ihr Pferd genommen. Märchen gehören zu einer Kindheit einfach dazu und bieten dann eben genug Diskussionsstoff! Furchtbar finde ich aber die Geschlechter-Klischees in so manchen modernen Kinderbüchern,…