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Vereinbarkeit Familie und Beruf

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Neulich habe ich mich ernsthaft gefragt, warum ich so zwanghaft bin bei Dingen, die eigentlich nicht wichtig sind. Woher kommt dieser Perfektionismus, der mich umtreibt? Zum Beispiel bei gefalteter Wäsche im Schrank. Ich sortiere alles ordentlich ein, habe für jede Art von Wäschestück eine bestimmte Technik. Ich lege Handtücher identisch gefaltet aufeinander und finde den Anblick im Schrank befriedigend. Wenn dann eines meiner Kinder sein Lieblingshandtuch von unten hervorzieht, dabei der Stapel umkippt, es heimlich alle Handtücher wieder zurückstopft, wie es jedes normale Kind machen würde, und ich das dann entdecke, könnte ich ausflippen. Ist doch völlig verrückt, oder? Ähnlich verhält es sich mit der Küchenspüle. Ich hasse es, wenn sie schmutzig oder vollgestellt ist. Dafür liebe ich ein aufgeräumtes Wohnzimmer oder ein Bad, in dem keine Kleider auf dem Boden rumliegen. Ich bin süchtig nach Ordnung, Sauberkeit und leeren Regalen. Schaue ich mich zuhause um, sehe ich ein buntes…

Das Dankbarkeitstagebuch Heute morgen begegnete mir auf Instagram eine prominente Mutter, die erzählte, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie hat drei Kinder und eine Menge zuhause zu tun. Sie wollte etwas gegen ihre negative Sichtweise auf die Dinge unternehmen und gegen ihren Unmut angehen. Ihr Plan lautete: jeden Abend zehn Dinge aufzuschreiben, die gut liefen. Wofür sie dankbar ist und was sie alles geschafft haben. So sollte alles besser werden. Amen. Ich möchte die Damen schütteln und rütteln und sagen, dass es so nicht besser wird. Dankbarkeitstagebücher führen und früher aufstehen, drei Minuten am Tag meditieren und am Wochenende den Partner bitten, die Kinder für ein paar Stunden zu übernehmen, sich eine kleine Auszeit gönnen und hinterher ebenjenem mit Dankbarkeit huldigen – all das wird nicht dazu führen, dass es ihr besser geht, vermute ich. Früher aufstehen und öfter meditieren Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich bis…

Wie schaffen wir es nur, Kinder zu bekommen, gut für sie zu sorgen und gleichzeitig arbeiten zu gehen und Geld zu verdienen? Das ist wohl eine der großen Fragen, die wir uns als Eltern immer wieder stellen. Es gibt viele Möglichkeiten, sie alle haben einen Haken. Leider ist es meist ein Haken für die Frau und das muss sich ändern! Denn wenn wir wirklich gleichberechtigt leben wollen, müssen wir genau hier ansetzen: in der Arbeitswelt. Einer geht arbeiten, eine bleibt zuhause Lange Jahre hat die traditionelle Rollenaufteilung super funktioniert, denn seien wir mal ehrlich, am einfachsten ist es, wenn einer der Eltern arbeiten geht und sich der andere um die Kinder kümmert. Jeder hat seine zugewiesenen Aufgaben, die Terminplanung ist äußerst einfach und es sind keine hundertfachen Absprachen nötig. Auch meine Eltern haben es genauso gemacht und die Eltern aller meiner Freundinnen ebenfalls. Das war für den Süden Deutschlands und…

Als ich mein erstes Baby bekam und ein Jahr in Elternzeit blieb, war ich ganz schön alleine. Das war ich nicht gewohnt, denn ich hatte immer eine große Clique, in der Schul- und später in der Studienzeit. Hatte ich Liebeskummer oder fiel durch eine Prüfung, war das schlimm, aber ich konnte immer mindestens drei oder vier Mädels anrufen, die mit mir Prosecco trinken gegangen wären und auf Männer oder Professoren geschimpft hätten. Freundin verzweifelt gesucht Eine gute Freundin, die ist wie ein gutes Polster, auf das man fällt, wenn was schief geht. Dieses Polster fehlte mir mit Baby. Mit 28 Jahren bin ich nicht unbedingt eine blutjunge Mutter gewesen, aber meine Freundinnen waren allesamt noch kinderlos, hatten ihren ersten Job und waren den Tag über nicht zu sprechen. Nachmittags um drei Uhr hatte ich aber das Bedürfnis, eine von ihnen anzurufen um ihr zu erzählen, dass ich mein neues Leben…

Keine Zeit füreinander Neulich haben wir in der Müttersprechstunde auf Instagram darüber gesprochen, wie unglaublich wichtig es für Eltern ist, ein Liebespaar zu bleiben. Das ist nämlich leichter gesagt als getan, denn der Familienalltag ist anstrengend. Wir sind genug damit beschäftigt, Beruf und Kinder zu vereinbaren und dann noch etwas Zeit für uns selbst abzuzwacken. Wie bleibt da noch etwas übrig für Gespräche oder gemeinsame Ausgeh-Abende? Anton und ich sitzen oft genug völlig erledigt auf dem Sofa, starren in den Fernseher, lesen ein Buch oder surfen im Netz. Dabei wäre es so schön, sich mal zu unterhalten: über das Leben und ob wir zufrieden sind. Wie schön die Zeit der Zweisamkeit war und wieso wir nicht endlich mal wieder ein Konzert besuchen. Die Liebe ist eine Hängematte Vielleicht ist einer von euch zur Zeit unzufrieden und es liegt etwas auf dem Herzen? Dann ist es dringend nötig, miteinander zu reden.…

Warum ich ohne meinen Beruf unglücklich bin Letzte Woche hat mich ein Text sehr beeindruckt: Vereinbarkeit geht nur zusammen! Diese 11 Dinge haben wir durch unser Modell gelernt. Coachin Hanna schrieb auf Edition F darüber, dass sie sich schon vor der Geburt ihres Kindes Gedanken darüber machte, was das Mamawerden für ihr (Arbeits-)Leben bedeuten würde. Sie wollte kein traditionelles Familienmodell leben und den Großteil der Hausarbeit und der Kinderbetreuung übernehmen, sondern auch ein Leben haben, das außerhalb der Familie stattfindet. Achtung, Mütterfalle! Hanna hat mit ihrem Partner darüber gesprochen und das zur Bedingung der Familiengründung gemacht. Heute berät sie in ihrer Coaching-Praxis Frauen und Mütter und gibt ihnen diesen weisen Rat, der ihr das Leben so viel einfacher gemacht hat: „Macht euch Gedanken und sprecht, wenn möglich, vor der Schwangerschaft mit eurem Partner über eure Zukunft.“ Von alleine wird sich nämlich nichts finden, sagt Hanna, und das kann ich nur…

Diese Woche haben wir ein Thema in der Müttersprechstunde auf Instagram: Zurück in den Job! Einige Mütter tragen sich mit dem Gedanken, wieder durchzustarten, trauen sich aber nicht so recht. Manche wissen nicht, wie sie das zeitlich schaffen sollen und wie das mit den Kindern klappt. Manche möchten gar nicht im alten Beruf arbeiten, andere haben Angst vor der eigenen Courage. Diskutieren wir doch mal gemeinsam darüber und tauschen uns aus. Beruf vs. zuhause arbeiten Im Übrigen gehe ich nicht davon aus, dass alle Mütter berufstätig sein wollen. Immernoch entscheiden sich einige Frauen für die Arbeit zuhause, denn mit Kindern gibt es ja immer viel zu zun. Auch wenn sie dann in die Schule kommen, wird es nicht unbedingt weniger und oft ist es nötig, bei den Hausaufgaben zu helfen, die Kinder zum Flöten und zum Fußball bringt und da ist, wenn eines von ihnen krank wird. Letztendlich sollte das…

Familienpolitik in Deutschland Elternsein ist wahrlich kein Zuckerschlecken! Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mühselig, denn noch immer scheint es kaum möglich, mit einer reduzierten Arbeitsstelle beruflich vorwärts zu kommen, Home Office funktioniert längst nicht überall, noch immer sind Präsenzpflicht und Meetings um 9 Uhr morgens oder um 18 Uhr abends die Regel. Aber nicht nur jobtechnisch ist das Leben mit Kindern mit vielen Hürden verbunden. Auch der Staat macht es uns schwer: Das Ehegattensplitting fördert den Einverdienerhaushalt mit hohem Risiko für den oder die, die zuhause bleibt. Dazu kommt, dass uns Familien mächtig in die Taschen gegriffen wird. Wir sorgen zwar mit unseren Kindern dafür, dass sich unser Sozialstaat trägt (die nachkommende Generation wird unsere Rente bezahlen), aber das Kinderhaben ist teuer. Tonnenweise Windeln, Anziehsachen, Spielzeug, Kitagebühren, Schulausrüstung und Nachhilfe – ein Kind kostet uns im Laufe des Lebens knap 125.000 Euro, dabei ist die Ausbildung nach der Schule…

Mutter sein. Da ist Marie. Sie ist super organisiert. Sie schmiert Brote, schmeißt Wäsche in die Maschine, verteilt die Aufgaben per Orgatool an die Familie, dann fährt sie ins Büro. Nach fünf Stunden Arbeit düst sie nach Hause, Ben braucht Unterstützung bei den Hausaufgaben. Trotzdem sie immer hetzt und alles gibt, verdient sie nur noch die Hälfte ihres früheren Gehalts. Sollte sie sich von ihrem Mann trennen wollen, müsste sie sich beim Sozialamt vorstellen. Als ihr der Joghurt auf den Boden fällt und hunderttausende Spritzer auf den Kückenschränken hinterlässt, hat sie kurz das Gefühl, heulen zu müssen. Da ist Ella. Sie ist wütend auf so Vieles um sie herum. Sie nervt der Druck, als Mutter alles perfekt machen zu müssen. Neulich hat sie das einer Freundin gesagt, die den Kopf schüttelte. „Ella, als Mama musst du eben Abstriche machen. Genieß die Zeit, in der deine Kinder klein sind!“ Sie diskutiert…

Nichts zu bereuen und ein Grund, es anders zu machen Ich habe schon einige Dinge bereut! Mir mit 12 Jahren die Haare abzuschneiden, so manches Date in meiner Jugend oder die Entscheidung, ein rein geisteswissenschaftliches Fach zu studieren. Niemals aber habe ich bereut, Mutter zu werden. Eines würde ich allerdings anders machen, wenn ich noch einmal mit dem besten Mann der Welt voller Vorfreude und Ungeduld beschlossen hätte, eine Familie zu gründen: Mit ihm über unsere berufliche Zukunft zu reden, über Haushaltskram und Arbeitsaufteilung. Das hatte ich nicht auf dem Schirm, als ich mit 27 Jahren schwanger wurde. Ich machte mir Gedanken um den richtigen Namen für das Kind, um den besten Kinderwagen und schadstofffreie Wickelunterlagen. Wie es aber mit mir in den nächsten Jahren so weitergehen sollte, das habe ich ausgeblendet. Ich habe ein Jahr Elternzeit beantragt, danach wollte ich in Teilzeit wieder arbeiten gehen. So machen es schließlich…