Heute gibts was auf die Ohren

Mutter macht was

Ich habe mir noch eine weitere Rubrik ausgedacht, und in dieser werde ich mich allem Kreativen widmen. „Ach du liebes Lieschen“, werdet ihr sagen, noch so eine Mama, die strickt, näht und backt. Als gibt es von Damen dieser Art nicht schon mehr als genug. Aber ich selbst liebe es, mich im Internet herum zu treiben und diese und jene kleinen Anregungen für neue Projekte zu bekommen, am besten verlinkt mit einer Anleitungen auf Youtube. Und vielleicht gefällt es euch auch auf meinem Blog.
So sind wir Mütter heute, wir machen alles selbst, da können wir nicht viel gegen tun. Später, wenn unsere Kinder mal groß sind, werden sie sich abends bei einer Flasche Wein von all den selbst genähten und gehäkelten Wintermützen und Self-Made-Taschen und Sabberlätzchen mit Namensgravur erzählen, die sie tragen mussten, und für die sie sich so schämten. Eine traumatisierte Handarbeitsopfer-Generation!
Aber wir Mütter von heute sind auch egoistisch und ziehen unser Ding durch (die Nadel), und wenn es nur aus Wolle ist. Und so kam ich Mützen-Fetisch: Ich habe jedes Jahr im Herbst folgendes Problem: nach der angenehmen Zeit, in der die Kinder einfach in T-Shirt und kurzer Hose rausgehen konnten, folgt ab Oktober unweigerlich der Kampf um Mützen, Jacken, Handschuhe und sonstigem warmen Zeug. Nicht nur, dass Jimmy sich so sehr an seine Übergangsjacke gewöhnt hat und beim Anblick der neuen Winterjacke (clever erstanden im Winterschlussverlauf im letzten Frühjahr) in furchtbares Geheule ausbricht („ich will eine roooote Jacke“). Nein, es werden von meinen Kindern auch sämtliche Kopfbedeckungen abgelehnt und entrüstet vom Kopf gezogen. 
Was mich nervt: Die gekauften Mützen gehen nicht über die Ohren, hängen über den Augen, kratzen, sind zu kalt, sind zu warm, rutschen, gehen verloren, sind hässlich. Bei Luise muss ich ein Exemplar zum Zubinden finden, weil sie sowieso alles Andere runterreisst und aus dem Kinderwagen pfeffert. Jimmys Ansprüche an eine Mütze sind auch nicht ohne…
Also bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst DIE PERFEKTE MÜTZE zu fabrizieren, die genau meinen und den Ansprüchen der Kinder entspricht. Ab ins Wollecafé um die Ecke, das ist nämlich ein absoluter Traum und rechtfertigt auch eine Anreise aus entfernten Bundesländern. Und hier kommen meine Tipps:
Gehäkelte Mützen, letzten Winter der neueste Schrei, sind auch für Anfänger leicht zu machen. Ich selbst konnte es nicht, habe es aber easy-peasy mit Anleitungsvideos (gibt es in Massen und Mengen) gelernt. Wer bisher dachte, Stäbchen benutzt man nur beim Chinesen, lernt viel Neues dazu. Schaut doch mal hier:
Ich habe mir passende Nadeln und weiche Merino-Wolle besorgt . Ein bisschen schwierig ist es, die richtige Größe zu häkeln. Wer hierfür einen guten Tipp hat, darf ihn gerne als Kommentar da lassen. Wer besonders ambitioniert ist, kann die Mützen mit Applikationen oder Bommeln verschönern. Auch unterschiedliche Farben sind nicht schwierig. Jimmy hat sich seine Variante selbst rausgesucht.
Ein Schäfchen für Luise: die Anleitung ist aus dem Buch „Babymützen stricken und häkeln

Schafsmütze flog vom Kopf, also eine mit Bändel

Hier ein Exemplar mit der original myboshi-Wolle. Muss aber nicht sein!

Ganz nach MEINEM Geschmack…
Gestrickte Mützen mag ich noch lieber. Und hier ist eine tolle Anleitung, mit der auch Anfänger ein tolles Erwachsenen- oder Kinderschmuckstück hinbekommen. Ich habe die gleiche Wolle wie angegeben verwendet, für Jimmys braune Mütze aber die nächst dünnere von Lana Grossa.
Und, hat Jemand Lust bekommen? Ich bin wirklich keine Handarbeits-Fee und habe es geschafft. Schreibt mir doch, wer sich traut. Und jetzt fahre ich in die Stadt und kaufe eine rote Winterjacke für den Herrn.
Liebe Grüße

Pia Laura Froehlich

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