Januarblues

Der Januar ist der Montag des Jahres! Nach einem gemütlichen Dezember mit Weihnachtsvorfreude und sektprickelnder Sylvesterparty fällt man schlagartig auf den Boden der Tatsachen und findet sich wieder im schneematschigen Alltagstrott. Die Geschenke haben einen Platz im Regal gefunden, die Plätzchendose birgt nur noch Krümel und die Tannenbäume auf der Straße, die noch vor kurzem für Entzücken sorgten, könnten so langsam auch mal aufgeräumt werden! Mein Söhnchen will nicht in den Kindergarten, das Wetter hat sich nach einem funkelnden ersten Neujahrstag in ein graues Einerlei verwandelt und ich habe Katerstimmung.

Der Winter ist noch so lang und ohne Skifahren und Adventsmarkt macht die kalte Jahreszeit nicht so richtig Spaß. Andererseits sind wir selbst unseres Glückes Schmied und auch im Januar und Februar kann man es sich nett machen. Ich habe da mal ein paar Ideen gesammelt, damit ich wieder bessere Laune bekomme.Vielleicht braucht ihr auch einen Muntermacher?

Wie wäre es mit ein paar frischen, selbstbebackenen Seelen? In meinem ersten Post habe ich noch großmütig von meinem Plan erzählt, die Geheimnisse des Hefeteigs lüften zu wollen. Jetzt habe ich endlich Nägel mit Köpfen gemacht und mein Vorhaben in die Tat umgesetzt. Ich hoffe, meine Schwiegermutter ist mir nicht böse, wenn ich das feine Rezept hier verrate:

  • In einem Becher mit 50 ml warmem Wasser ein Löffel Zucker und einen Würfel frische Hefe auflösen und im Backofen bei 50 Grad weiter aufwärmen, bis es schäumt. 
  • Ein Kilo Mehl in der Papierpackung dazu legen. (Wenn alle Zutaten schön warm sind, geht es schneller)
  • Dann das Mehl, 600 ml Wasser, die Hefemischung, zwei Teelöffel Salz und ein Schuss Öl vermischen (am besten in der Küchenmaschine, geht aber auch per Hand)
  • Den Teig bei 50 Grad in den Backofen legen, bis er sich verdoppelt hat
  • Diesen dann in acht Stücke teilen, auf ein Backblech legen, mit Wasser anfeuchten und mit Salz (und Kümmel) bestreuen.
  • Das Blech mit einem Tuch abdecken und zehn Minuten bei 50 Grad im Ofen gehen lassen.
  • Anschließend bei 180 Grad Umluft 2 x 13 Minuten backen

Mmmh, die Seelen schmecken super frisch zum Frühstück mit Butter und Marmelade, aber auch zum Abendessen. 

Oder wie wäre es mit einem warmen Bad mit Lavendelduft? Ich persönlich schaue mir währenddessen die verpassten Folgen von Verbotene Liebe an. Für Menschen mit höheren Ansprüchen tut es auch ein gutes Buch oder die Tagesschau-App.

Meine Laune wird auch richtig spitze nach einer Massage. Also kratze ich ein bißchen Geld zusammen und gönne mir eine feine Rücken- oder Kopfmassage. Wäre das was für euch? Wer besonders viel Zeit hat, geht am besten gleich noch ins Schwimmbad oder in die Sauna. In Fellbach wurde das neue Spaßbad F3 eröffnet und nachdem man es sich im warmen Blubberpool gemütlich gemacht hat, kann gleich die Loopingrutsche ausprobiert werden.

Und zum Schluss noch ein paar Geheimtipps, die zumindest bei mir den Winterblues ein wenig vertreiben und für reichlich Lacher sorgen: Hörbücher von Axel Hacke, die Austin Powers Filme, Kolumnen von Harald Martenstein und die Kabarett-Sendungen „Pelzig hält sich“. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Zum Schluss habe ich noch einen Spruch gefunden, der perfekt zu meinem Blog passt. Obwohl wir auf Feiertage hin arbeiten und uns wahnsinnig auf Feste, besondere Anlässe und Urlaube freuen, so liegt das große Glück doch meist im Alltag, und der beginnt bekanntlich mit einem Montag!
Eure Pia

Die schönsten, angenehmsten Tage sind nicht die, an denen großartige, aufregende Dinge passieren, sondern die mit den einfachen, netten Augenblicken, die sich aneinanderreihen wie Perlen auf einer Schnur. 

(Lucy Maud Montgomery)

Pia Laura Froehlich

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