Die Mädels von Mutterkutter haben einen neuen Ratgeber für Mütter herausgebracht und zur Erscheinung habe ich Kerstin und Doro interviewt: Survival Guide für Mamas von Mutterkutter Laura: Es gibt so viele Ratgeber für Mütter, die sich um ihre Kinder drehen. Wie kam es dazu, dass ihr einen Ratgeber für die Bedürfnisse der Mütter schreiben wolltet? Doro: Liebe Laura, da sagst du was…und sprichst im Grunde genommen schon die Kernidee unseres Buches an, denn: Ja, es gibt viele und richtig tolle Ratgeber auf dem Markt, die den Fokus auf unseren Kindern haben, uns wundervoll die verschiedenen Entwicklungsphasen erklären und uns so verstehen lernen. Das ist großartig und wichtig! Mit Blick auf Social Media und viele Sprüche, Fotos oder Texte der Profilbetreiber*innen habe ich die letzten Jahre allerdings zunehmend einen gewissen Druck auf uns Mütter verspürt. Bei mir ist einfach der Eindruck entstanden, dass es oft viel mehr darum geht, was wir…

Was Frauen wirklich stresst Vielleicht hast du auch schon einmal Fragen wie diese gestellt bekommen: „Wo sind eigentlich die Kinder, wenn du am Wochenende bei deinen Freundinnen bist?“ Oder du wurdest im Büro gefragt, wer auf das Baby aufpasst, als du einige Zeit nach der Geburt wieder in deinen Job einstiegst. Im ganz unangenehmen Fall war die Frage kombiniert mit einer Aussage der Kollegin wie „ich könnte das ja nicht – so früh von meinem Kind getrennt zu sein“. Der Muttermythos – ein künstliches Produkt Mütter müssen bei ihren Kindern und bei ihrer Familie sein, das ist eine weitläufige Auffassung, die aus gutem Grund in Deutschland weit verbreitet ist. Die westdeutsche Nachkriegspolitik der 1950er Jahre förderte die Einverdiener-Ehe, bis heute kommt ein Paar steuerlich dann am besten weg, wenn es verheiratet ist und eine(r) von beiden weitaus mehr verdient als die/der andere. Weil Männer durch Berufswahl, Gender-Paygap und bessere berufliche…

Einige Frauen kennen vielleicht folgende Situation: da stehen sie abends an der Spüle und machen den Abwasch. Ihr Partner will gerade mit den Kindern hochgehen, um sie ins Bett zu bringen, da wirft er ihnen einen zweideutigen Blick zu. „Treffen wir uns nachher oben?“ soll das wohl heißen. Sie aber verdrehen die Augen und denken sich Folgendes: Wenn der wüsste, was ich heute noch zu tun habe! Meine Liste ist lang und wie immer habe ich vieles von dem, was ich heute tun wollte, nicht geschafft. Nachher möchte ich endlich die Mail an den Steuerberater schreiben. Vorher muss ich noch Strümpfe zusammenlegen, denn die Kinder haben kaum noch welche im Schrank. Ich muss noch ein paar Geschenke im Internet bestellen, im Flur die Jacken aufräumen und Seife und Klopapier im Bad auffülllen. Romantik auf der To-do-Liste Natürlich ist er zur Stelle, wenn sie ihn bittet, die Liste mit abzuarbeiten. Aber…

Mental Load und Denkarbeit neu FAIRteilen Eine Frage der Verantwortung Nach der Geburt unserer Tochter und der beiden Söhne war ich ganz klassisch ein Jahr zuhause und kümmerte mich um die Kinder, machte einen Großteil des Haushalts und organisierte die Familie. Wieso sollte sich mein Mann um den anstehenden Kindergeburtstag kümmern, um Kindergarten-Angelegenheiten, das Zeitungs-Abo oder unsere Bekannten einladen, wenn er in Vollzeit arbeiten ging, fragte ich mich. Gleiches betraf Packlisten für bevorstehende Urlaube oder Ausflüge, den Einkauf oder die Speiseplanung. Während dieser Elternzeit-Jahre bin ich langsam zum Organisations-Genie geworden und hatte unseren Alltag (meist) im Griff, war aber auch immerzu erschöpft. Jedes Mal freute ich mich auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben, aber dort, an meinem Arbeitsplatz, kam ich gedanklich nie richtig an. Immerzu waren meine Gedanken bei den Kindern und bei all den Dingen, die es zu erledigen galt. So sieht es eben aus, das Familien-Leben, aber wieso war…