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Leben mit drei Kindern

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Ich öffne die Kühlschranktür, denn mir ist heiß. Gerade sind wir vom See gekommen und ich möchte mir ein kühles Getränk holen. „Na, wie ist es so?“, fragt mich eine mir bekannte Stimme im isländischen Dialekt. „Hallo, Sigurdsson“, sage ich. Ich bin froh, dass ich ihn mitgenommen habe, den halb vollen Becher mit Skyr. Das mache ich immer so, wenn wir in den Urlaub fahren. Ganz am Schluss packe ich alle Lebensmittel, die übrig geblieben sind, in eine Kühltasche und die nehmen wir mit in die Ferienwohnung. „Ach Sigurdsson, ich bin gestresst wie immer, obwohl doch Urlaub ist,“, beklage ich mich und trinke bei offener Kühlschranktür einen Schluck kühle Limo. Sie tut gut, die kalte Luft. Mit sehnlichem Blick schaue ich auf die Winterlandschaft hinter Sigurdsson und auf seinen wolligen Norwegerpullover. „Wieso das denn?“, will der schöne Mann auf dem Skyr-Becher wissen. „Ach weißt du, die Kinder sind auch hier…

Letzte Woche, es war Freitag, war meine Laune im Keller. Ich hatte Lust auf was zu Essen und ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank und suchte nach etwas Leckerem. „Halló! Du siehst aber nicht gut aus!“, sagte eine tiefe männliche Stimme mit nordischem Akzent. Ich erschreckte mich sehr, denn noch nie hat der Kühlschrank zu mir gesprochen. Als ich genauer hinschaute, war es nicht der Kühlschrank, sondern der Mann auf dem Skyr-Becher. „Wow, dafür siehst du umso besser aus“, antwortete ich ihm, als ich meinen Schreck überwunden hatte. Der Mann war wirklich ungemein attraktiv. Breite Schultern, Bart, Zopf und ein wolliger Norweger-Pullover. „Ich bin Sigurdsson, und du?“, stellte er sich vor. „Ich bin Laura,“ sagte ich. „Wie kommt es, dass du mit mir sprechen kannst?“, fragte ich ihn. „Ich bin ein isländisches Model und wurde beauftragt, unsere landestypische Quarkspeise anzupreisen. Skyr ist fettam und eiweißreich und ich futtere es…

Wenn die Kinder ihre Kleider im Geschäft selber aussuchen dürfen, wandern die abenteuerlichsten Dinge in die Tasche. Ich habe mir oft überlegt, wie ich einerseits die eigene Entscheidung fördern kann und andererseits verhindere, wie meine Tochter von der Marketingmasche der großen Kleiderläden beeinflusst wird und sich nur noch in pinke Glitzerfummel oder türkisene Eisprinzessin-Träume hüllt. Daher shoppe ich gerne in der Zalando Lounge eine Vorauswahl an günstigen Markenkleidern und Luise darf sich dann in Ruhe am Bildschirm entscheiden. So haben wir ein paar Schuloutfits zusammengestellt, die uns beiden richtig gut gefallen. Luise kommt die Treppe runter und ist stolz, denn sie hat ihr Outfit selbst ausgewählt. Sie dreht sich hin und her und fragt: „Mama, schau mal, wie sehe ich aus?“ Schwer zu sagen, wenn ich ehrlich bin. Anstelle einer kurzen Hose, die den sommerlichen Temperaturen angemessen wäre, trägt sie eine gestreifte Leggings in Pink und Rot. Die passt eigentlich…

Ferienzeit, schöne Zeit! Bei uns in Baden-Württemberg sind die Ferien angebrochen und auch wenn in anderen Bundesländern schon bald wieder die Schule losgeht, wollte ich heute etwas von dieser sehr besonderen Phase im Jahr berichten. Seit wir ein Schulkind haben, das sechs Wochen lang zuhause ist, erinnert mich der Sommer noch viel mehr an die Sommer meiner Kindheit. Keine Verpflichtungen, ausschlafen, besondere Ausflüge machen, in den Urlaub fahren – eine tolle Zeit. Lassen wir das heute mal weg, dass diese Zeit für uns Eltern gewisse Herausforderungen birgt. Über die habe ich schon geschrieben und ich selbst bin nicht selten am Ende meiner Nerven. Übrigens sind hier auch nicht alle drei Kinder den ganzen Tag zuhause, denn der Kindergarten geht noch weiter und das Schulkind ist tagsüber in einer Ferienfreizeit. Weil ich mich vom Ferienzauber habe anstecken lassen, erzähle ich dir heute, wie wir uns die Wochen schön machen. Und zwar…

Das Leben mit kleinen Wackelzahnrebellen im Alter von 5 bis 10 Jahren ist spannend und schön, kann aber auch sehr anstrengend sein. Denn die Kinder akzeptieren unsere Erwachsenenregeln nicht mehr so einfach, sondern lieben es, alles zu hinterfragen. Das nervt ab und zu, aber letztendlich ist es auch toll. Wer will schon Kinder, die alles nur so hinnehmen und keine Fragen stellen? Wir haben in der Müttersprechstunde über das Leben mit Wackelzahnrebellen gesprochen und ich habe erzählt, wie wir zuhause Konflikte lösen, wie wir das mit dem Trödeln hinkriegen und wie Jimmy und ich Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben beseitigt haben. Immer diese Diskussionen Erst heute morgen habe ich mit meiner Tochter, 6 Jahre alt, diskutiert. Sie wollte gerne die viel zu engen Turnschuhe anziehen. Ich fand bei der Hitze die Trekking-Sandalen für den Kindergarten besser. Die sind grau und grün und das findet Luise doof. „Es wird aber fast 40…

Ich hab oft auf meinen Bauch gehört. Zum Beispiel, als ich mich nach zwei Semestern gegen ein BWL-Studium entschieden habe. Auch dann, als mir dieser junge Mann auf dem Bild so gut gefiel und ich meinen Kumpel bat, ihn mir mal vorzustellen. Übrigens auch, als ich das Gefühl hatte, der nette junge Mann und ich, wir wären ganz tolle Eltern. Drei richtige Entscheidungen, die ich bis heute nicht bereue. Als aber unser Sohn auf die Welt kam, ging mir mein Bauchgefühl abhanden. Ich fand es wahnsinnig schwierig, zu wissen, was richtig ist. Die erste Zeit mit Kind Tatsächlich hatte ich mich zuvor niemals um so ein kleines Baby gekümmert und suchte Rat bei Hebammen und Ärzten, Freundinnen und in Internetforen und bekam ebenso viele verschiedene Meinungen. Kind ins Bettchen legen oder neben mir schlafen lassen? Es sofort hochnehmen, wenn es weint, oder verwöhne ich es dann zu sehr? Ein halbes…

Mehr frische Luft, weniger Bildschirmzeit Wir lieben den Frühling! Endlich gehts raus an die frische Luft. Aber einen haben wir in der Familie, der bleibt auch bei schönsten Wetter drin: unser Jimmy! Wie nur kriege ich das Kind raus ins Freie, das am liebsten in seiner muckeligen Höhle Fußballkarten sortiert oder, wenn es nach ihm ginge, pausenlos Fifa an der Konsole zocken würde? Wie Rodeln: der Nighthawk von Rollplay Luise und Oskar sind sofort dabei, wenn es heißt: „wir gehen raus!“ Nur Jimmy findet die Vorstellung jedes Mal von Neuem schrecklich, sein Buch, seine Lieblings-App mit dem Flaggenspiel oder seinen Tischkicker gegen einen Ausflug zum Skaterplatz zu tauschen. Also muss ich mir etwas ausdenken. Was lockt den kleinen Höhlentiger aus seinem Zimmer hervor, wenn nicht die Aussicht auf jede Menge Rodel-Spaß, auch wenn kein Schnee liegt? Wir sind große Allgäu-Fans und es gibt für uns nichts Schöneres, als im Winter…

Dieses Wochenende war Anton verreist. Jedenfalls blieb ich mit den Kindern zuhause, allerdings hatte sich Luise für zwei Nächte bei den Großeltern einquartiert. Den ganzen Samstag über verbrachte Jimmy auf dem Sportplatz und so war ich mit Oskar allein zu Haus. Heute erzähle ich dir, warum der Spruch „Ein Kind ist kein Kind“ nicht nur blöd ist, sondern auch nicht stimmt. Wenn du also Mama (oder Papa) von einem Sohn oder einer Tochter bist, dich oft ziemlich müde und kaputt fühlst und dich ärgerst, weil dir Mehrkinder-Eltern Sprüche an die Birne donnern, dann sei dir gewiss, dass an manchen Tagen ein einziges Plappermäulchen reicht, um dich spätestens bis 18 Uhr fix und alle zu machen. Oskar on the rocks Ich finde es richtig schön, mit unserem lustigen Kerlchen Zeit zu verbringen. Schon morgens ist Oskar gut gelaunt, steht um halb acht auf und fängt an zu singen. Er plappert munter…

Neue Podcast-Folge Kinder kosten eine Menge Geld. Lebensmittel, neue Kleider, Spielsachen und später Schulmaterial und Handys, da kommt eine Menge zusammen. Was wir Mütter darüber oft vergessen: wir kaufen Geschenke für die Kinder, Kleider und Windeln und legen für uns selbst nichts zur Seite. Oft pausieren wir für die Kinder im Job und steigen später nur in Teilzeit wieder ein. Altersarmut ist aus diesem Grund bei Müttern weit verbreitet. Wie können Familien Geld sparen, damit auch der Elternteil, der für die Kinder zeitweise zuhause bleibt, für die Rente vorsorgen kann? Wie schaffen es Familien, einen Notfallgroschen anzulegen für eine kaputte Waschmaschine oder für die Ausbildung der Kinder zu sparen? Spartipps für Familien Ich habe auf Instagram nach Spartipps für Familien gefragt und dabei ist Einiges zusammen gekommen. Übrigens haben die meisten Spartipps für Familien auch etwas mit einem nachhaltigen Umgang mit der Natur zu tun. Natürlich sollen wir uns bei…

Meine Kinder sind wirklich schwierig, was das Essen betrifft. Luise mag nur Nudeln ohne Soße, Jimmy keine Tortellini. Sie isst nur Gurke und Mais, er Paprika und Erbsen. Jimmy findet fast jedes Brot viel zu hart, Luise fällt jede Woche etwas Neues ein, was ihr erst schmeckt und kurze Zeit später wieder nicht. Es ist eine liebe Not, für die Kinder zu kochen und ich hatte vor einiger Zeit auch keine Lust mehr. Kamen sie nach Hause aus Schule und Kindergarten, war die erste Frage: „Mama, was gibt es?“, der nächste Aussagesatz war garantiert: „Das mag ich aber nicht!“ Ich habe überlegt, jeden Tag Pommes vorzusetzen, bis es ihnen zum Hals rauskommt. Streiken, knallhart Rosenkohl- und Brokkoli-Gemüse auf den Tisch stellen, mich dem Kindergeschmack unterordnen oder den Job in der Küche komplett niederlegen – alles habe ich durchdacht. Zum Glück hatte ich eine bessere Idee, die uns nun das Leben…