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Leben mit drei Kindern

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Familienkonferenz Neulich haben wir in der Müttersprechstunde über Familienregeln gesprochen. Ist es notwendig, welche aufzustellen und wenn ja, was tun wir, wenn die Kinder sich nicht daran halten? Ich habe erzählt, was wir uns ausgedacht haben. Bei einer Tasse Kakao haben wir alle gemeinsam besprochen, was uns wichtig ist. Die Regeln haben wir auf ein Plakat gemalt und gemeinsam verschönert: Wir warten mit dem Essen, bis alle sitzen Wir hauen uns nicht und gehen freundlich miteinander um Wir lassen uns aussprechen Ganz bewusst haben wir uns für wenige Regeln entschieden. Natürlich gibt es da noch so ein paar Vereinbarungen, was die Tischmanieren und das Fernsehen betrifft. Aber wenn wir das alles aufschreiben, sieht das Plakat aus wie eine Schulordnung. Darum soll es nicht gehen, vielmehr sollen die Regeln die Werte unseres Zusammenlebens darstellen und keine Handlungsanweisung sein. Bei einer kleinen Umfrage auf Instagram unter Müttern kam heraus, dass es in…

Wieso ein Kind? Kinder kriegen, ist das heute noch eine gute Idee? Kann ich das jungen Frauen wirklich empfehlen? Naja, die Karriere ist erst einmal hin, würde ich sagen. 61 % weniger Gehalt kostet ein Kind, erklärt ein Artikel auf Edition F. Schlecht für die Umwelt ist es allemal, wie uns eine kinderlose Lehrerin in ihrem Manifest mitteilte. Dass ein Kind das Paarleben streckenweise auf Eis legen lässt, wird auch kaum einer bezweifeln. Dann sind da noch die durchwachten Nächte, die geschwächten Nerven und die fehlende Zeit für sich selbst. Später gehts weiter mit der Kitaplatzsuche, eine größere Wohnung zu finden ist nicht gerade ein Zuckerschlecken und in Sachen Familienpolitik gibts viele Baustellen, wie das neue Buch von Jenna Behrends beschreibt. Genervt Auch ich denke mir ganz schön oft: wieso mache ich das alles hier eigentlich? Reibe mich auf, habe kaum Zeit für mich, verdiene viel zu wenig Geld und…

Wenn ein Geschwisterkind dazu kommt Eigentlich reicht ein einziges Kind, um als Eltern ge- und zeitweise auch überfordert zu sein. Ich jedenfalls hatte mit einem Baby die Hände voll zu tun und auch als Jimmy eins wurde, hätte ich mir kaum vorstellen können, wie ich da noch ein zweites Kind unterkriegen soll. Es geht ja dann aber doch und vielleicht kann ich die eine oder den anderen beruhigen: es geht nämlich sogar ganz gut. Denn während die Arbeit natürlich irgendwie mehr wird (Wäsche, Essen machen, Einkaufen), so gewöhnen wir uns doch an das Kinderhaben und machen uns beim zweiten Kind schon viel weniger Sorgen als beim ersten, sofern die Kinder gesund sind. Auf Instagram haben neulich viele Mütter gefragt, wie man das denn so am besten macht, wenn ein Baby in die Familie kommt und das Kind oder die Kinder, die schon auf der Welt sind, eifersüchtig seien. Darüber habe…

Neulich bat mich eine Mutter via Instagram um Hilfe: sie hat morgens mit ihren Kindern immer ziemlich viel Stress. Die 5-Jährige möchte sich nicht anziehen, der eineinhalb-Jährige braucht viel Hilfe. Der armen Mama graute es schon vor jedem neuen Morgen und ich kann sie in dieser Beziehung sehr gut verstehen. Trödeln, streiten, anziehen Also habe ich eine Umfrage gestartet: Was stresst dich morgens mit den Kindern am meisten? Und hier kommen völlig durcheinander die Antworten: das Anziehen die Trödelei vom 4-jährigen beim Anziehen dass er alles so langsam macht zu keiner Tageszeit spielt mein Sohn so schön allein wie morgens, wenn wir los müssen das Trödeln, und ich muss alles hundert Mal wiederholen Trödelei Meckern und nicht anziehen wollen meine Tochter hat morgens Zeit ohne Ende…das raubt mir den Nerv die Tröööödeleiiiii Alle angezogen zu bekommen und das ohne Theater das Streiten der Kinder dass ich es nicht schaffe, vor…

Meine Neujahrsvorsätze waren, vielleicht erinnerst du dich, mit den Kindern mehr Zeit zu verbringen. Letzte Woche hatte ich mir das so schön vorgestellt. Bücher lesen, einen Kuchen backen, Legotiere bauen und unser Lieblingskartenspiel spielen – Kleinigkeiten, die wir alle gerne machen und unseren Alltag ein wenig versüßen sollten. Stattdessen war ich allerdings damit beschäftigt, nicht durchzudrehen. Für Kartenspiele und Backen mit Kindern war mir angesichts von Zank und Streit nicht der Sinn. Heute erzähle ich dir, wieso Winternachmittage manchmal einfach nur die Hölle sind. Streit von morgens bis abends Die Streitereien zwischen Jimmy und Luise gehen schon morgens los. „Ich hasse Pferde“ grunzt der eine, „du dummer sch…Bruder“ zetert die andere. Es wird gehauen und gebissen und nach ungefähr 40 Sekunden heult der erste. Das zweite Kind folgt auf dem Fuß, auch um zu versichern, dass er oder sie nicht angefangen habe. Mittlerweile mischt auch Oskar kräftig mit, meist auf…

Frohes neues Jahr wünsche ich dir! Und, schon gute Vorsätze gebrochen? So ist es richtig. Und sehr wahrscheinlich hast du nicht einmal mehr Lust, einen Text über gute Vorsätze zu lesen. Ich schreibe dir dennoch einen, weil ich mir sicher bin, dass ich dieses Jahr einen besonders schönen Vorsatz habe, der nichts mit weniger essen, trinken oder mehr Bewegung und Effizienz zu tun hat. Ich habe mir nämlich vorgenommen, mir mehr Zeit zu nehmen – für mich selbst und die Kinder. Zu wenig Zeit Ich habe nämlich vor allem gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, sich mehr Zeit für die Kinder zu nehmen. Denn irgendwie ist ja immer was los. Es gibt bei uns im Haushalt ständig etwas zu reparieren, aufzuwischen, in die Wäsche zu stecken oder einzusortieren. Ich arbeite vormittags, dann mache ich das Mittagessen, hole den Kleinsten ab und nachmittags stehen verschiedene Termine an. Außerdem bin…

„Du, ich habe nächste Woche eine Weihnachtsfeier und komme erst spät nach Hause.“ Wenn Anton mit Nachrichten wie dieser nach Hause kommt, steht mir der Schweiß auf der Stirn. Kinder ins Bett bringen ist bei uns ein Ritual, das wir gut im Griff haben, weil wir zu zweit sind. So können wir uns prima aufteilen und Anton übernimmt seit jeher die Haupfaufgabe, den zweijährigen Oskar ins Reich der Träume zu geleiten. Wenn ich dann an einem Abend für alle zuständig bin, ist mir schon morgens Angst und Bange. Warum es am Ende meist nicht so schlimm ist wie gedacht und wie ich das dann anstelle, erzähle ich dir heute. Die Tageschallenge: Kinder ins Bett bringen Eltern, die sowieso abends alleine sind, verstehen mein Problem nicht. Drei Kinder ins Bett bringen, was hat die eigentlich? Wir machen das jedenfalls im Zweierteam und haben sogar dann noch so manche Hürden zu überwinden.…

Immer mal wieder denke ich über unseren Alltag nach und die vielen kleinen und größeren Klippen, die wir da täglich umschiffen. Mir wird dann klar, dass das Problem oft meine etwas dünnen Nerven sind oder etwas anderes, das in mir gährt und mich rasend macht. Wieso werde ich eigentlich so schnell ärgerlich, wütend und ungeduldig? Die Kinder sind doch eigentlich ganz normale Kinder. Sie trödeln, zanken und vergessen Dinge wie andere Kinder auch. Warum nervt mich Unordnung, Trödelei und Streit immer so und wieso gibt es andere Mütter und Väter, die viel geduldiger sind? Ich wollte mich auf die Suche nach Antworten machen und habe ein Buch gelesen, das mich schwer begeistert hat. Pschologin Stefanie Stahl, die ich von ihrem Bestseller „Das Kind in dir muss Heimat finden“ samt Arbeitsheft kenne, hat mit ihrer Kollegin Julia Tomuschat ein nagelneues Buch für Eltern geschrieben: Nestwärme, die Flügel verleiht. Vor allem habe…

Adventszeit, schöne Zeit, oder? Ehrlich gesagt, fand ich die letzten Jahre die Adventszeit eher gar nicht schön, denn wir hatten als Eltern immer eine Menge um die Ohren. An Weihnachten sind wir dann regelmäßig völlig ausgelaugt in ein Schlafkoma gefallen und haben den Dezember zum zweitschlimmsten Monat erklärt. Der wird nur noch mit dem Juni getoppt, der uns mit Sommerabschiedsfesten fast erschlägt. Volles Programm im Dezember Ende November hatte ich eine To-Do-Liste, die jeden Großkonzern-Manager beeindrucken würde. Einen Adventskranz binden, zwei Kalender mit Kleinigkeiten füllen, Nikolaus-Deko basteln, Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Weihnachtsmarktschichten koordinieren und die Wohnung dekorieren – richtiger privater Mega-Stress war das für mich und Freude hat mir das nicht mehr bereitet. Im Dezember haben Anton und ich dann Kuchen für die kleinen und großen Weihnachtsfeiern gebacken und uns die Klinke in die Hand gegeben, weil immer einer irgendwo unterwegs war. Nebenbei haben wir Geschenke geshoppt und Adventstürchen besucht,…

Wie ich so beim Sortieren meiner Finanzunterlagen sitze, um einen Überblick über Geld, Versicherungen und Co zu bekommen, denke ich darüber nach, dass Anton und ich überhaupt nicht für den Notfall vorgesorgt haben. Und vielmehr stellte ich mir dann die Frage, was wohl mit unseren Kindern geschehen würde, sollte uns etwas zustoßen. Kommen sie dann automatisch zu Oma und Opa, ins Kinderheim oder sonstwohin? Die Juramama weiß Rat Wenn man gruselige Fragen wie diese klären möchte, fragt man am besten eine sachverständige Person mit viel Humor, nämlich die beste und schönste aller mir bekannten Juristinnen, Nina Straßner alias die Juramama. Sie hat genau zu diesem Thema einen sehr unterhaltsamen Artikel in der Men`s Health Dad veröffentlicht und ich finde, aus diesem harten Stoff was Witziges zu machen, ist wahre Größe. Tatsächlich schreibt sie darin, dass die Kinder im Falle eines Todes beider Eltern keinesfalls automatisch zu den Großeltern oder der…