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Leben mit drei Kindern

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Mein Kind ist krank

Na, wie oft hast du dich schon gefragt, ob ihr eine normale Familie seid? Ob das ein oder andere Kind vielleicht nicht der Norm entspricht, sein Verhalten wunderlich ist oder sein Charakter irgendwie abnorme Züge hat? Dann hast du gegoogelt, verschiedene Antworten bekommen, eine Diagnose erstellt und sie mit allen Freunden und Verwandten ausgiebig besprochen, oder?

Tja, dann ist wohl alles ganz normal. Denn ist es nicht so, dass wir irgendwie alle am liebsten normal wären und aus diesem Grund jede Abweichung, vor allem die unserer Kinder, besorgt betrachten und gedanklich bis zum Gehtnichtmehr bearbeiten? Ehrlich gesagt vermute ich, dass die meisten kleinen Abweichungen von der scheinbaren Norm eben eines sind: normal. Die meisten Eltern müssten sich eigentlich überhaupt keine Sorgen machen, könnten sich viele Arztgespräche und Therapien sparen und mal ganz gechillt die Füße hochlegen. Das ist aber nicht so einfach, schließlich sind die Kinder das wichtigste, das wir haben und ihr gesundes Großwerden unser bedeutendstes Ziel.

Natürlich gibt es viele Krankheiten, psychisch und physisch, die eine Behandlung oder eine Therapie mit sich bringen (müssen). Ob ADHS, eine Intoleranz, Schwierigkeiten mit dem Bewegungsapparat und viele andere Dinge – aber das alles meine ich hier nicht. Ich meine vielmehr folgende Überlegungen, die eine Mutter von drei Kindern vielleicht in dieser oder ähnlicher Form angestellt haben könnte, natürlich nur ganz theoretisch.

Diagnosen einer Mutter

  • Das ewig brüllende Kleinkind hat eine Persönlichkeitsstörung, vermutlich ausglöst durch das sorgenvolle Herumgegrübele in der Schwangerschaft über schadstofffreie Wickelunterlagen. Therapiert werden muss mit dreierlei Globuli, einem Badeeimer, Bernsteinketten und dem Lesen von drülfzig Baby-Ratgebern.

Dr. Laura würde heute raten: nur die Ruhe, einige Babys brüllen nun mal besonders viel, da beisst die Maus keinen Faden ab. Diagnose: Alles normal, Therapie: Durchatmen und Durchhalten!

  • Weil selbes Baby ausschließlich den Vater, nicht aber die Mutter anlächelt, ist die Mutter sicher, das Kind habe Baby-Autismus. Sie googelt und überlegt, es in der Pädiatrie vorzustellen.

Dr. Laura würde heute raten: das Baby ist genauso genervt von der Mutter wie sie von ihm. Es freut sich, endlich ein anderes Gesicht zu sehen und außerdem ist Papa im Gegensetz zu Mama immer völlig entspannt und googelt maximal nach neuen Kopfhörern oder einem Mountainbike. Diagnose: Alles normal, Therapie: chillaxen und Google abschalten.

  • Das Kleinkind läuft nicht, sondern liegt kurz vor dem ersten Geburtstag wie ein Käferlein auf dem Boden. Die Mutter attestiert eine Muskelschwäche und hyperventiliert, als der Kinderarzt sagt, dass sie bitte in einem halben Jahr mit dem Käfer wieder vorstellig werde, denn die meisten Kinder würden zu diesem Zeitpunkt wenigstens krabbeln.

Dr. Laura würde heute raten: Mutter, sei froh, dass dir der Käfer noch nicht davondüst und genieß die Zeit. Irgendwann laufen sie alle, die einen früher, die anderen später. Diagnose: Alles normal, Therapie: sich in den Park legen und all den nervösen Eltern zuschauen, die ihren Einjährigen hinterherrennen müssen.

  • Das Kleinkind interessiert sich nicht für Sand und Eimer, Frühmusizieren oder Klatschreime, es sehnt sich ausschließlich nach Straßenbahnen. Die Kindergärtnerin merkt an, das Kind würde den lieben langen Tag ausschließlich die Haltestellen der Linie U8 aufsagen. Die Mutter diagnostiziert sofort eine multiple Persönlichkeitsstörung und informiert sich über Hochbegabung und Asperger Syndrome.

Dr. Laura würde heute raten: kleine Kinder haben die abnormsten Interessen, bei denen sogar erfahrene Psychatrieärzte mit den Ohren schlackern. Das eine Kind geht nicht ins Bett, ohne ein Kaminwerkzeug fest umschlungen zu halten, das andere kann weder Mama noch Papa, dafür Trizaterops Trizeraldos sagen. Wieder andere gehen nicht ohne Taucherbrille aus dem Haus oder tragen im Hochsommer Gummistiefel. Diagnose: Alles normal, Therapie: sich einfach selber eine verrückte Eigenart ausdenken und diese zelebrieren.

  • Das Kind bekommt eine Schwester und interessiert sich keinen Zentimeter für das Baby. Es guckt nicht, spricht nicht und streichelt nicht. Die Mutter ist sich sicher, es verfüge über mangelnde soziale Fähigkeiten und würde vermutlich sein Leben lang keine menschlichen Beziehungen entwickeln können.

Dr. Laura würde heute raten: es gibt Brüder, die lieben ihre Schwester und zeigen das von Anfang an, es gibt aber auch Brüder, die lieben ihre Schwester, würden sie aber auch sofort gegen eine Miniaturstraßenbahn eintauschen. Das wird sich im Leben vielleicht sogar niemals ändern. Diagnose: Alles normal, Therapie: Menschen, die das Wort „Geschwisterplüsch“ verwenden, meiden, dafür unbedingt das Buch von Marlene Hellene, Man bekommt ja so viel zurück (Affiliate Link), lesen, der ging es nämlich genauso.

Einen Fall habe ich noch!

  • Das Kind hat zu Schulbeginn Schwierigkeiten, einen Stift zu halten, weil es zuvor noch nie einen Sinn darin gesehen hat, einen solchen zu benutzen. Die Mutter kommt noch einmal auf die Muskelschwäche zurück und denkt kurz darüber nach, mitsamt den andern Kindern einmal die Woche zu einer anstrengenden Ergotherapie-Sitzung zu dackeln (die in ganz vielen Fällen durchaus sinnvoll ist), auf die das Kind aber noch weniger Lust hat als aufs Schreiben.

Dr. Laura würde heute raten: Kinder, die nicht gerne malen, gibts genau so oft wie Kinder, die nicht gerne rechnen. Alles ist eine Frage der Übung und meist klappts nach einem halben Jahr schon viel besser. Diagnose: alles ganz normal. Therapie: Stifte mit Glitzerfußbällen oben drauf kaufen, Fußball-Sammelalben zum Ausfüllen besorgen oder Briefe an das Christkind schreiben lassen, zur Not auch im Hochsommer.

Alles normal, oder?

„Es ist normal, nicht normal zu sein“, lautet eine schöne Überschrift im Familienmagazin der Süddeutschen Zeitung, Mai/Juni-Aushabe von 2018. Darin spricht die Politikwissenschaftlerin Ursula Stark Urrestarazu über das Phänomen, dass Eltern so viel über die Eigenheiten ihrer Kinder nachdenken. Sie rät, dass sich Eltern bewusst machen sollten, wie vielschichtig und veränderbar Kinder sind. Jedes von ihnen trage so viele Eigenschaften, Interessen und Begabungen in sich, die sich ergänzen und auch widersprechen würden und fügt hinzu, dass die Bandbreite des Normalen viel größer ist, als wir denken.

Wenn ich auf Instagram poste, wie schlimm sich meine Kinder streiten, dann melden sich viele andere Eltern, die das gleiche erleben. Mir und ihnen tut es dann total gut zu wissen, dass das also normal ist. Denn wenn alles so läuft, wie es soll, dann haben wir ein gutes Gefühl und wissen, es geht in die richtige Richtung. Selbstverständlich sind wir und unsere Kinder in vielen Punkten auch ein wenig außergewöhnlich. Meine Kinder zum Beispiel streiten sich außergewöhnlich viel, der kleine Oskar wirft sich gerade außergewöhnlich intensiv brüllend auf den Boden und ich gehe in den Ferien außergewöhnlich oft in die Luft – und das ist eigentlich auch ganz normal!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Falls du Lust hast, zu unserer obercoolen Eltern-Austausch-Community dazuzustoßen, dann schau doch mal bei Instagram vorbei. Da kann man ganz passabel miteinander quatschen, sich austauschen und merken, dass es in jeder Familie laut, chaotisch, anstrengend und doch irgendwie ungemein lustig zugeht.

Es gibt so Tage im Leben einer Familie, die beginnen ziemlich unschön. Bei uns lief heute Morgen ein Drama in drei Akten ab, das absolut filmreif war. In den Hauptrollen sahen die Zuschauer einen Vater unter Zeitdruck, eine Mutter am Rande eines Nervenzusammenbruchs und ein wütendes Kleinkind. Gespielt haben die drei fantastisch, ihre Emotionen waren auf der Bühne wie auch in der Nachbarschaft spürbar. Das Publikum, eine Schwester des Kleinkinds und alle Nachbarn in der näheren Umgebung waren gebannt und nach der Aufführung mehr als beeindruckt von der schauspielerischen Leistung der drei Protagonisten.

Auf jeden Fall erwachte im ersten Akt ein etwa zweijähriger Bub mit knatschigem Temperament, der schon mal das Haus zusammenbrüllte. Auf die Bühne kamen außerdem Papa Anton mit zermatschter Visage, auch bei Mutter Laura hatte die Visagistin ganze Arbeit geleistet: die Augenringe hingen tief, die Frisur saß schief. Gemeinsam mit einer zauberfrischen Luise setzten sich drei miesepetrige Menschen an einen Tisch. Beim Frühstück wollte der kleine Oskar dann erst eine Milch, dann einen Löffel, dann lieber Wasser und Brot ohne Rinde. Die Milch fiel um, die Mutter schrie nach einem Lappen. Papa Anton verwies darauf, dass er jetzt ins Bad ginge, er habe einen frühen Termin. Geheule von Oskar, der nicht ohne Papa sein will, jetzt nicht und später nicht und überhaupt niemals.

Anton schaut mit gestresster Mine, „ich kann mich mit Oskar nicht schnell fertig machen“, fleht er. Aus dem Zuschauerraum klingt mitfühlendes „oh je“ und „ach, der Arme“. Da hat Mutter Laura ihren großen Auftritt: „Aber Oskar lässt sich von mir nicht wickeln“ zetert sie los und wischt dabei Milch vom Boden. „Immer ich und alles bleibt an mir hängen, du gehst und ich bin hier alleine mit den Kindern“ ruft sie ausdrucksstark und Nachbar Peter schaut neugierig zu den Fenstern hinein. Die Nachbarin macht wieder Theater, scheint er zu denken, und bleibt unauffällig hinter der Hecke stehen.

Auf der Bühne wendet sich nun das Blatt, Anton nimmt wutschnaubend das Kleinkind mit, das bis über beide Ohren mit Marmelade verschmiert ist. Von oben hört man aus dem Badezimmer Gebrüll und Gefluche. Währenddessen räumt die Protagonstin die Küche auf und wirkt gestresst, sie zieht sich den zweiten Kaffee hinein und scheint mit den Gedanken weit weg zu sein.

Der Vorhang schließt und öffnet sich kurz darauf zum zweiten Akt. Ein geduschter Anton und ein sauberer Oskar stehen bereit zum Abmarsch, Anton drängelt. Oskar packt ein Auto und einen Wecker in seine Tasche und sucht sein überdimensionales Müllauto. „Ich muss nun aber los, kannst du Oskar nicht bringen?“ ruft der Held in seiner Not, erbost von dieser Zumutung blitzen die Augen der Gegenspielerin, die nun in einer scheinbar spontanen Geste den Zeigefinger an die Stirn legt. Das Kleinkind flippt jetzt völlig aus, weil die Mutter darauf verweist, dass es heute auch mal ohne sämtliches Spielzeug los gehen möge, „schnapp ihn dir und bring ihn rüber“ ruft sie verzweifelt und zeigt ihr ganzes schauspielerisches Können, läuft rot an und rauft sich die wirren Haare. „Ist doch sch… sowas“ fasst der Vater die infame Forderung zusammen, denn er ist der Mann der Worte und der Zeit, kniet sich sonst nieder und bringt jedes Kind dazu, durch freundliches Zureden und kreative Ideen selbst rohen Brokkoli zu essen oder um halb sieben ins Bett zu gehen. Anton aber hat heute wirklich einen dringlichen Termin und geht nun aus dem Haus. Das Kind scheint alsbald zu platzen vor Entsetzen und erleidet einen Nervenzusammenbruch, weil der geliebte Herr Vater geht. Frau Mutter wirft mit dem Geschirrtuch nach dem Gatten und ruft Dinge, die sich hier aus Gründen der Pietät nicht niederschreiben lassen. Nachbar Peter schaut gebannt hinter der Hecke hervor, nachher im Büro hat er Einiges zu erzählen.

Im dritten Akt sieht man eine Mutter, die fix und alle und im Schlafanzug ein Kind wortlos bei der Tagesmutter abgibt und sich umdreht. Auf dem Weg nach Hause murmelt sie wirre Worte und heult herum. Leiser Applaus aus dem Publikum, sowas kann doch keiner spielen. „Oskar-reif“ ruft einer passenderweise, ein anderer wirft gelbe Nelken auf die Bühne. Zuhause haut sich die Heldin noch den nackten Zeh an der Haustür an und bricht auf dem Boden zusammen, nicht ohne „Bummsblöderbockmistmachteurenkramdochalleineichhabkeinelustmehrichgehejetztfürimmer“ herauszubrüllen. Dann fällt der Vorhang. Das Publikum ist außer sich und ruft laut „Zugabe“. Für morgen früh gibts noch Karten, Interesse?

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Lieber kleiner Oskar,

so einfach haben wir es gerade nicht, wir beide! Daher schreibe ich dir einen Brief. Ich bin eine müde Mama mit viel Stress, du bist ein zweijähriger Junge, der die Welt entdeckt. Was wir gemeinsam haben: wir kommen täglich an unsere Grenzen. Meine Grenzen sind seit jeher meine Nerven, deine Grenze ist vor allem die Sprache. In deiner lustigen Bobo-Siebenschläfer-Manier versuchst du uns mitzuteilen, was du möchtest. Wenn du dein Müllauto suchst, können wir dir helfen.  „Müüüh“ rufst du dann. Auch „Hamham“ verstehe ich gut, du hast Hunger oder Durst. Und dein kleines Rutschauto heiß „Tutut“, wenn du das aussprichst, vibrieren deine Lippen und es klingt wie ein kleiner Traktor. Aber ganz oft weiß ich auch nicht, was du möchtest. Du bist dann wütend, versuchst, mir etwas zu sagen. Ich verstehe dich nicht und dann schmeißt du dich auf den Boden. Ich kann dich nicht trösten, du drückst mich weg oder fängst in deiner Empörung an zu beißen. Ich weiß, jetzt am besten einfach neben dir sitzen bleiben und dir zeigen, dass es in Ordnung ist, zu toben und deinem Kummer Luft zu machen. Aber oft muss ich Jimmy bei den Hausaufgaben helfen, die Wäsche aus der Maschine holen oder das Telefon bimmelt in genau diesem Moment.

Alles eine Phase

Ich weiß, dass diese Phase normal ist. Damals bei deinem großen Bruder habe ich mir noch Sorgen gemacht. Was ist nur mit dem Kind los? Wieso flippt es dauernd aus und nölt den ganzen Tag rum? Was mache ich als Mama falsch? Nun ist mir alles klar. Beim Welt entdecken stößt du dauernd an Grenzen, nicht nur sprachlich. Du möchtest Gummibären in rauen Mengen essen, Bobo Siebenschläfer-Hörspiele hören, bis deinen Eltern die Ohren bluten. Du möchtest morgens früh um sechs mit deinen Geschwistern spielen oder abends bis zehn Uhr aufbleiben. Du möchtest alles alleine machen und die Glasflasche selber tragen. Und du verstehst einfach nicht, warum wir dauernd all die schönen Dinge verbieten. Ich weiß, am besten ist es, wir nehmen uns für dich Zeit. Wir hören dir zu, knien uns zu dir runter, nehmen dich ernst und helfen dir, wo es nur geht. Dann klappt es mit uns immer ganz gut. Dein Papa kann das auch ganz wunderbar, mir gelingt es manchmal nicht. Ich bin nicht so geduldig mit dir oder habe keine Lust, deine Schreiattacken stundenlang zu begleiten. Das muss ich ganz ehrlich zugeben.

Zu wenig Geduld

Gestern bin ich mit dir zum Bäcker gegangen, wir brauchten dringend ein Brot zum Abendessen. Weil du gerne ein Eis gegessen hättest, hast du fürchterlich geweint und bist aus deinem Wagen rausgesprungen. Ich musste nach Hause, weil Jimmy bald kommen sollte. Er war bei einem Freund zu Besuch. Dein Wutgeschrei ist mir sehr auf die Nerven gegangen, weil ich zuvor auf einem Kindergeburtstag war, bei dem alle kleinen Gäste in Trillerpfeifen gepustet haben. Mein Kopf war ein einziges wummerndes Fass. Deshalb habe ich dich immer wieder in den Wagen zurück gesetzt und dich am Ende angeschnallt. Das hat dir nicht gefallen, ich weiß!

Zuhause hast du dich an die Treppe zur Garage gesetzt und nach Papa gebrüllt, ich habe Essen gemacht und hätte mir gerne die Ohren zugehalten. Ich wundere mich ja auch gar nicht, dass du so ein Papa-Kind bist. Ich an deiner Stelle würde es genauso machen. Ich möchte nur, dass du weißt, dass ich dich ernst nehme und mir so gerne mehr Zeit nehmen würde für dich und eine Wünsche. Weißt du was, bald fahren deine Geschwister in den Urlaub und wir beide sind alleine hier. Wir lesen dann Bobo so oft du willst, gehen gemeinsam in den Märchengarten und werden ganz viele Gummibärchen essen. Vielleicht bekommst du sogar mein Handy, denn damit fotografierst du so gerne. Mein liebes kleines Bärchen, wir haben es nicht so leicht zur Zeit. Aber ich habe dich so unglaublich gerne. Ich liebe es, wie du die Familie zusammen hältst und immer nach Nanna und Tatta fragst, wenn sie mal nicht da sind, wie du lauhals lachen kannst und mit so großem Appetit und Konzentration isst und genießt.

Bitte entschuldige, wenn ich mal wieder ungeduldig bin, kleiner Bär. Es tut mir sehr leid. Deine Mama

Mehr Gedanken zum Elternsein gibts auf dem Heute ist Musik-Instagram-Kanal. Ich freue mich auf dich und den Austausch mit dir!

Viele Familien sind ja längst im Ferienmodus, bei einigen ist sogar schon wieder die Schule in Sicht. Ganz anders bei uns in Baden-Württemberg. Es gab nicht einmal Zeugnisse und wir haben noch ein paar Sommerabschlussfeste vor uns. Dennoch macht sich auch so langsam bei uns die Ferienstimmung breit. Das erste Mal haben wir ein Schulkind, das sich auf sechs Wochen Pause freut und das erste Mal frage ich mich, wie ich sechs Wochen Schulferien rumkriegen soll. Daher habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und erzähle dir heute, wie bei uns die nächsten sechs Wochen ablaufen.

Ab in den Wald

Leider, leider haben wir keinen Platz bei den Waldwochen mehr bekommen. Dort wollte ich Jimmy anmelden, damit er 14 Tage lang in der Natur verbringt, Stöcke schnitzt und Lagerfeuer macht. 15 Minuten vor Anmeldebeginn hatte sich Anton in eine Schlange gestellt, die sich drei Mal um das Gebäude schlängelte. Kurz bevor er dran war hieß es: „ab jetzt nur noch Warteliste“. Wir haben leider Pech und wissen nun für das nächste Jahr, dass wir wohl früher dran sein müssen. Aber ich habe mir dafür was anderes vorgenommen. Im Sommer, wenn das Freibad voll und die Luft stickig ist, bin ich gerne im Wald. Schatten, Natur und feiner Duft ist hier immer zu finden und so werde ich nachmittags die Kinder schnappen und einen Ausflug hin machen. Luise ist sowieso einmal die Woche mit dem Kindergarten dort und sie kann uns die schönsten Ecken zeigen. Hast du auch Bäume in der Nähe? Dann packt euch einen kleinen Picknickkorb und eine Decke ein und entert den Wald. Kostet nichts, tut allen gut und die Kinder sind garantiert beschäftigt.

Jugendfarmen – Paradiese ohne Eltern

Wir haben hier rund um Stuttgart viele Jugendfarmen, so auch in unsere Gegend. Ich bin immer begeistert von solchen Möglichkeiten, die Kinder unterzubringen. Das Tolle ist: Schulkinder dürfen hier ganz ohne Eltern sein, Feuer machen, Hütten bauen und Tiere versorgen. Es gibt sogar eine Ferienbetreuung für arbeitende Eltern. Allerdings ist die Jufa hier die ersten zwei Wochen zu, aber danach bringe ich Jimmy und seinen Freund sicher mal vorbei. Die Kinder werden dort von Pädagogen beaufsichtigt, dürfen aber in erster Linie machen, was sie wollen. Keine Mama, die meckert oder vor Gefahren warnt, eine große Gemeinschaft und vor allem eine bunt gemischte Bande. Ich halte nichts davon, Kinder in Wohlstandstruppen unterzubringen. Welches Leben lernen sie kennen, wenn überall nur gut behütete Akademikerkinder mit Gemüse in der Brotdose rumtoben? Ich mag es, wenn meine Kinder dort sind, wo alle anderen auch spielen. Lieber ein paar gepflegte Schimpfwörter als den ganzen Tag nur Helikoptereltern um sich herum! Schau doch mal, ob es sowas auch bei euch in der Nähe gibt. Für kleiner Kinder gibts Familien-Samstage, an denen auch Eltern kommen dürfen.

Angebote der Stadt

Städte, Vereine oder Kirchen bieten ziemlich viel Programm für Kinder an. Darunter picken wir uns gerne die schönsten Sachen raus. Jimmy hat sich ein dreitägiges Fußballcamp ausgesucht, Luise geht zwei Mal zum Ponyreiten. Der Nachbarsjunge hat sich für einen Einradkurs angemeldet und es gibt noch sehr viel mehr, sodass jedes Kind das richtige findet. Das Fußballcamp ist recht teuer, leider. Darum ist eine günstigere Idee, ein paar Jungs zusammen zu trommeln, zwei Tore aufzustellen oder zu zimmern und eine kleine Fußballweltmeisterschaft unter Nachbarn zu veranstalten. Schau doch mal, ob noch Plätze bei den Kinderveranstaltungen frei sind. Vielleicht ist ja auch etwas für deine Kinder dabei?

Kinderbetreuung teilen

Ich habe mich jetzt mal mit den Eltern von Jimmys Freunden abgestimmt. Wer ist wann im Urlaub und gibt es Zeiten, in denen alle hier sind? Dann teilen wir uns einfach die Kinderbetreuung. Ich nehme mal die Jungs mit auf den Spielplatz, ein Tag später darf Jimmy bei ihnen zuhause spielen. Auch Übernachtungspartys sind angesagt oder ein Zelt im Garten aufstellen ist eine spannende Aktion. In jedem Fall ist es immer gut zu wissen, wer von den Freunden und Nachbarn da ist, denn sicher langweilt sich gerade in diesen Momenten irgendwo ein anderer Junge.

Verreisen mit den Großeltern

Jimmy und Luise verreisen dieses Jahr mit den Großeltern und der Tante ans Meer. Uns ist die Fahrt mit dem kleinen Oskar zu weit und Anton muss viel arbeiten. Damit die Kinder aber dennoch in den Genuss von Salzwasser, feinstem Ostsee-Sand und Strandkorb-Glück kommen, gehts ohne Eltern eine Woche in den Verwöhn- und Spaßurlaub. Die Tante fliegt mit den beiden nach Hamburg, also wird es extra spannend, denn sie saßen noch nie in einem Flugzeug. Übrigens ist es in einem solchen Fall wichtig, dass die Kinder Reisepässe besitzen, auch wenn sie nur innerhalb von Deutschland fliegen. Und wir geben ihnen ein Dokument mit, in dem unsere Adresse steht und die Einverständniserklärung, dass sie mit Großeltern und Tante im Urlaub sein dürfen. Auch Krankenversicherungskarten und Impfpass sind dabei. Vielleicht wäre das auch mal eine Idee für euch? Wir haben hier zwar noch unseren Zweijährigen am Start, aber ich genieße eine Woche ohne Streiterei und freue mich dann umso mehr, wenn die beiden von so einer aufregenden Reise wiederkommen.

Urlaub auf dem Bauernhof oder mit dem Wohnmobil

Natürlich fahren auch wir noch eine Woche weg. Seit drei Jahren machen wir Urlaub auf einem wunderschönen Bauernhof im Allgäu. Luise kann reiten, Jimmy Fußball spielen, wir wandern und genießen die Ruhe. Es gibt kein W-Lan, dafür Berge, Seen und Tiere. Anton wünscht sich seit langem, mal in den Süden zu fliegen. Aber ich hänge so an den Bergen und mir graust es vor langen Autofahrten und Flugzeugen. Wir denken aber drüber nach, uns mal ein Wohnmobil zu mieten und nach Südfrankreich zu fahren. So ist die Reise nicht so lang, denn wir müssten die Strecke nicht an einem Stück bewältigen. Wer tolle Tipps und Tricks für so einen Urlaub hat, darf mir gerne einen Kommentar da lassen.

Weitere Ideen für die Ferien

  • mit den Kindern ein Wochenende zu den Großeltern an den Bodensee verreisen
  • ins Theater oder in die Kinderoper gehen
  • Zoo und Märchengarten besuchen
  • uns Singstar für die Playstation ausleihen und singen, was das Zeug hält
  • eine Brettspiel-Olympiade machen
  • Zusammen kochen und den Großeltern ein prächtiges Mahl servieren. In diesem Kochbuch (Affiliate Link) gibts dazu Rezepte
  • Ein kleines Grillfest für die besten Freunde veranstalten
  • Alle Freibäder testen und das beste küren
  • Ein Baumhaus bauen
  • Eine Führung in der Wilhelma (Zoo) buchen
  • An einem Badesee in der Nähe zelten gehen
  • mit der Handykamera einen Film drehen
  • zusammen mit den Kindern auf Festivals oder ein Konzert gehen
  • Momo (Affiliate Link) von Michael Ende lesen und dabei Kekse essen
  • ein riesen Planschbecken kaufen und aufstellen, auch wenn die Kinder schon größer sind
  • gemeinsam Kresse und Radieschen pflanzen und aufziehen
  • sich einen Hund im Tierheim ausleihen und Gassi gehen
  • Das Kinderzimmer ausmisten und einen kleinen Flohmarkt machen
  • im Park eine Slackline spannen und üben: Kinder UND Erwachsene
  • ein Bundesland-Ferien-Ticket für die Bahn kaufen und alle großen Städte in der Nähe besichtigen

77 weitere tolle Ideen für den Sommer findest du auf dem Blog Einer schreit immer. Und falls du wissen willst, was wir von unserern Vorhaben umsetzen, schau mal auf Instagram vorbei. Da nehme ich dich bei unseren Aktionen mit und erzähle dir auch von meiner kinderfreien Zeit. Und nun wünsche ich dir richtig schöne (Rest-)Ferien und ganz viel Spaß mit den Kindern. Und natürlich auch ohne *muhahahahahaha*

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ein Jahr Schulkind

Jimmy ist jetzt schon bald ein Jahr Schulkind und ich wollte dir mal von unseren Erfahrungen erzählen. Vielleicht geht dein Kind ab diesem Jahr auch zur Schule und du hast ein wenig Sorgen, weil du nicht weißt, was alles auf euch zukommt. Ich habe mich hier auf dem Blog mit dem Thema schon öfter beschäftigt und habe geschrieben, was ein Vorschulkind auf keinen Fall verpassen darf. Außerdem habe ich hier einen Brief an mein Schulkind veröffentlicht, denn ein komisches Gefühl ist es natürlich schon, wenn das erste Kind in die Schule kommt. Aber keine Sorge, alles was ihr als Eltern braucht ist ein dicker Batzen Vertrauen in euer Kind und ein paar gute Nerven, falls mal wieder Turnschuhe und Mäppchen verloren gehen. Es ist wie mit so vielem anderen auch: haben wir uns nicht gefragt, ob unser Kleinkind mit seinen 14 Monaten jemals auf die Beine kommt und laufen lernt oder der Dreijährige in den nächsten Jahren mal seine Windel ablegen wird? Wir haben uns gesorgt und Bücher gewälzt, den Kinderarzt interviewt und uns den Kopf über mögliche Ursachen zerbrochen. Mit ein paar Jahren Abstand kommt uns dieser ganze Aufriss lächerlich vor, denn ganz sicher hat auch dein Kind Laufen gelernt und Windeln wird es höchstwahrscheinlich nicht mehr tragen.

Stell dir euch alle einfach in ein paar Jahren vor. „Weißt du noch, was ich mich gesorgt habe, als Paulchen in die Schule kam? Und dabei war es doch alles gar nicht schlimm“ wirst du sagen. Oder „was habe ich mir nur unnötige Sorgen um Mia gemacht. Trotz ein paar Anlaufschwierigkeiten hat sie alles gut gemeistert“, so werden deine Worte klingen, da bin ich mir sicher.

Ein paar Startschwierigkeiten

Natürlich geht es im ersten Jahr manchmal auch ein wenig holprig los, das ist wohl bei den meisten Kindern so. Anna kann sich nach zwei Wochen immer noch nicht so richtig von ihrer Mutter trennen, Luis verliert einfach alles, was er so bei sich trägt. Ayse dagegen hat bis in den Herbst hinein Schwierigkeiten mit der Stifthaltung und Fabi kapiert erst einmal nicht, wie das mit dem Zusammenzählen der einzelnen Finger so klappt. In vielen Familien gibts Ärger, weil die Erstklässler bereits in Woche drei mürrisch vor den Hausaufgaben sitzen und an manchen Betten werden ernste Gespräche geführt, weil es zwischen dem Söhnchen und den Klassenkameraden in den Pausen zu Handgreiflichkeiten kommt.

Und ist das ein Wunder? Eigentlich nicht, finde ich. Die Sechs- oder Siebenjährigen haben nämlich echt viel zu tun mit all dem Neuen, das da auf sie zukommt. Dem einen fällt das Soziale leicht, dafür haperts mit dem Lernen. Beim anderen I-Männchen ist es umgekehrt. Das ist bei uns Großen doch auch nicht anders. Ich habe im neuen Job immer schnell Anschuss gefunden, aber mich in eine unbekannte Computer-Ordnerstruktur einzuarbeiten finde ich schwer. Beim Kollegen ist es gerade andersrum. Dann ist mal der Chef ein schwieriger Typ oder wir können nicht mit der Frau am Empfang. Übertragen auf die Grundschule ist vielleicht die Lehrerin nicht gerade der Traumtreffer oder der Hausmeister macht einem Angst.

Auch wir hatten so unsere kleinen Stolperer. Ich möchte nicht zu viel von Jimmy erzählen, aber dass er alles verloren hat, das habe ich hier mal erwähnt. Mich hat es rasend gemacht und wir bekamen uns mächtig in die Haare. Die Autorinnen vom Buch „Das gewünschteste Wunschkind“ haben mir dann erklärt, dass diese Selbstorganisation für Kinder ziemlich schwer ist. Sie müssen das langsam üben und ein Zehnjähriger beherrscht das Turnbeutel-Mitnehmen bereits viel besser als ein Erstklässler. Außerdem müssen sich die Schulanfänger an so viel Neues gewöhnen. Da ist es ja kein Wunder, dass mal der Stift verloren geht. Jimmy würde zwar neben dem Stift auch seinen Kopf vergessen, so viel ist sicher, aber dafür läuft er von Anfang an alleine in die Schule und hat ne Menge netter Kumpels gefunden. Das Schreiben liegt ihm nicht so, dafür rechnet er wie ein Computer. Du siehst, keiner ist perfekt und das ist überhaupt nicht schlimm.

Was hat sich verändert?

Ein paar Dinge sind nun anders als früher. Der Tagesablauf ist geregelter und ein wenig ernsthafter. Wir achten mehr darauf, dass Jimmy pünktlich ins Bett kommt. Das frühe Aufstehen war gewöhnungsbedürftig, aber es ging ganz gut. Schlimm ist, wenn wir mal verschlafen. Da gehts dann ganz schön ab hier. Anfangs war der Morgen chaotisch, aber es wird immer leichter mit der Zeit. Wir sind noch besser organisiert, damit wir uns hier morgens gut vertragen und Jimmy frohgemut starten kann. Mittags habe ich manchmal ein wenig nervös auf mein Schulkind gewartet, da bin ich inzwischen cooler geworden. Die sieht, auch Eltern müssen dazu lernen. Und die Sache mit den Hausaufgaben klappt auch. Ich lasse Jimmy da ziemlich freie Hand, das ist aber sicher auch Typsache. Kann sein, dass das bei einem der anderen beiden Kinder mal weniger einfach ist. Übrigens brauchst ihr erst einmal keinen Schreibtisch. Die Kinder machen die Hausaufgaben doch lieber bei den Eltern in der Küche oder im Wohnzimmer. Sobald das Kind dann seine Ruhe will, wird es sich melden. Jimmy hat inzwischen einen Tisch und einen guten Stuhl, aber hin und wieder macht er seine Aufgaben bei mir in der Küche. Noch ein Rat: schaff keine zu teuren Sachen an. Ob Schirme oder Radierer, nimm erst einmal die günstigen Modelle. Dann ist es nicht schlimm, wenn was verloren geht. Und markier alles mit Namen oder Stickern. Verändert hat sich auch, dass das Kind gefühlt dauernd frei hat. Nun muss ich mich laufend um eine gute Organisation in den Ferien kümmern. Mal kümmern wir Eltern uns im Wechsel, mal buchen wir die Kernzeitbetreuung.

Schule ist toll

Ich kann dir wirklich Mut machen für erste Zeit in der Schule. Macht euch nicht zu viele Gedanken, die ganzen Abläufe brauchen so ihre Zeit. Nach ein paar Wochen läuft meist alles ganz gut, Mutter und Kind gewöhnen sich an den neuen Tagesablauf und es macht sogar richtig Spaß. Die Kinder lernen gerne und ganz bestimmt werden auch deinem Kind die meisten Sachen ganz viel Freude bereiten. Sicher findet es neue Freunde und ist stolz auf all das, was es jetzt schon so alleine macht. Auch du als Mutter lernst eine Menge. Vor allem das Loslassen, das ist nämlich nicht immer leicht. Noch einen Tipp gebe ich dir: verzichte auf Kontroll-Apps im Ranzen oder in Uhren. Das macht dich nur wahnsinnig und ist eine Freiheitsbeschränkung für die Kinder. Lass dein Kind nach einer Weile alleine zur Schule laufen, übe am Anfang mit ihm zusammen und wenn es bereit dazu ist, schick es mit seinen Freunden los.

Ich finde die Schule spannend, bin immer neugierig, was da so los ist und wahnsinnig stolz auf mein Kind, das so viel Neues gelernt und gemeistert hat. Wenn du also auch bald ein Schulkind hast, dann gebe ich dir wirklich einen Ratschlag von Herzen. Wenn was nicht so gut läuft, dann schnauf erst einmal durch. Ich weiß, die Ruhe zu bewahren ist immer schwer, ich bin da selber nicht gut drin. Denk dir, dass das alles ganz normal ist und guck zusammen mit deinem Kind auf all das, was schon richtig gut läuft. Denk dir außerdem, dass es überhaupt nicht so prächtig ist, wenn einem alles in den Schoß fällt. Kinder müssen auch auf Widerstände stoßen, sie bezwingen und an ihnen wachsen. Alles was sie dann brauchen sind Eltern, die an sie glauben, die nicht sofort die Nerven verlieren und deren größtes Ziel keine Gymnasiumsempfehlung ist, sondern ein Kind, das Freude am Lernen hat.

Und jetzt wünsche ich dir erst einmal einen tollen Sommer. Falls dein Kind dann in die Schule kommt, wünsche ich euch außerdem einen riesig tollen ersten Schultag und ganz viel Freude im Alltag. Das ist ein aufregender und schöner Schritt, den ihr am besten gemeinsam und mit einer großen Portion Optimismus geht. Wir schauen auf ein schönes Jahr zurück und ich bin gespannt, was da noch kommt. Zusammen schaffen wir das, Jimmy und ich, das weiß ich. Alles andere ist egal. So wird das auch bei euch sein. Mach dir keine Sorgen!

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura

Lust auf mehr von Heute ist Musik? Auf meinem Instagram-Kanal übe ich mich im Nerven-Bewahren und halte ein paar gute Tipps für feine Kaffeepausen parat. Mehr Glitzer im Mama-Alltag können wir doch alle gebrauchen, oder? Ich freue mich auf dich!

Oma und Opa – ein starkes Team

Ich habe ganz wunderbare Eltern, die nicht nur für mich eine tolle Mama und ein toller Papa, sondern ganz besonders fantastische Großeltern für meine Kinder sind. Das liegt zum einen daran, dass sie sich sehr viel kümmern, uns immer unterstützen und die Kinder liebevoll betreuen. Vor allem liegt das aber daran, dass sie die Drei genau so nehmen, wie sie sind und sie in ihren Leidenschaften unterstützen. Mein Vater zum Beispiel fand sein ganzes Leben lang kein Interesse am Fußball. Fußballspieler fand er überbezahlt und hatte keine Ahnung, wann die Bundesliga beginnt. Auch von Pferden hielt er nicht viel. Er hatte große Bedenken, meine Schwester und ich könnten „Pferdetussies“ werden und so bezahlte er uns Klavier- und Tennisunterricht, aber niemals eine Reitstunde.

Zauber-Kuchen für die Enkelkinder

Bei Opas Enkelkindern ist das anders. Jimmy ist bekanntlich der größte Fußballfan unter der Sonne. Er spricht den lieben langen Tag von nichts anderem als von seinem Lieblinsverein Borussia Dortmund, von Champions League und Meisterschale und seinen eigenen Fortschritten bei den ortsansässigen Bambinis. Opa muss sich Sammelalben anschauen, Tischkickerrunden zocken und Fußball-Quizfragen stellen lassen. Das alles macht er mit großem Vergügen, weil es doch sein Enkel Jimmy ist. Für ihn hat er zwei Fußballtore im Garten aufgestellt und baut aktuell an einem Regal für die Tip Kick-Figuren. Jedes Jahr, am Geburtstag der Kinder, zaubern Opa und Oma in meisterhafter Kooperation einen Kuchen für den kleinen Jubilar. Das geht wie folgt von statten: Oma sucht in ihrem Tablet nach einer tollen Torte, besorgt die Zutaten und instruiert Opa, diesen nachzubacken. Gemeinsam stehen sie dann in der Küche, nicht selten geht es heiß her und es entbrennen saftige Wortgefechte. Am Ende steht dann ein Meisterwerk da, bei dem jeder Konditor mit den Ohren schlackern würde. Dank Omas Engagement, Opas Feingefühl und gemeinsamem Co-Working sind in den letzten Jahren folgende Torten entstanden:

Jimmy hatte mit zwei Jahren eine große Leidenschaft für die roten S-Bahnen in Stuttgart. Wir haben mit ihm stundenlang am Bahnhof gesessen und den Bahnen beim Ein- und Ausfahren zugeschaut. Opa und Oma haben dann diesen Kuchen gezaubert, über den Jimmy den ganzen Tag gestaunt hat:

Mit drei Jahren schwärmte er für Straßenbahnen, die in Stuttgart gelb sind. Opa und Oma haben eine gebacken, sogar mit Oberleitung. Leider war es an diesem Tag so heiß, dass die Bahn auf dem Weg zu Jimmy einen kleinen Dachschaden erlitt.

Wenig später fand Jimmy, er sei nicht länger ein kleiner Junge, sondern eine Katze namens Lilly. Er maunzte den ganzen Tag, schleckte seine Morgenmilch mit der Zunge und stellte sich anderen Menschen mit dem Namen Lilly vor. Er trug eine von mir genähte Katzenjacke mit Schwänzchen und Ohren und außerdem zwei Plüschkatzen mit sich herum. Oma und Opa backten natürlich Katzenmuffins für den vierten Kindergeburtstag:

Mit vier Jahren verliebte sich Jimmy unsterblich in den Fußball. Deshalb bekam Jimmy zum fünften Geburtstag diesen fantastischen Fußball-Kuchen mit grünen Kokosraspeln als Wiese und Zuckerguß für die weißen Spielfeldlinien.

Ein Jahr später, Oma und Opa haben Fondantdecken für sich entdeckt, gab es diesen Fußballkuchen. Opa hat den Fondant noch mit Lebensmittelfarbe schwarz gefärbt, mittlerweile gibt es ihn in fast jeder Farbe. (Den Fondant, nicht den Opa!) Die Halbkugel ist eine Backform, der Kuchen wird nach dem backen mit einer Butter- oder Frischkäsecreme bestrichen und mit der Fondantdecke bedeckt. Dann werden weiße Stücke ausgeschnitten und schwarze eingesetzt.

Zu Jimmys siebtem Geburtstag gab es dieses phänomenale Werk, denn die Fußball-Leidenschaft hat sich konkretisiert:

Auch Luise hat große Leidenschaften. Als sie drei wurde, sprach sie viel vom Tanzen. Sie wollte unbedingt Ballett machen, hatte ein kleines Tutu und besuchte sogar ein paar Mal Ballettstunden für kleine Mädchen. Opa und Oma schenkten ihr diesen Kuchen mit selbstgeformten Schühchen aus Fondant:

Dann packte Luise die Pferdeliebe, die bis heute anhält. Auch da ließ sich Oma von Pinterest inspirieren und gab Opa entsprechende Anweisungen für den Kuchen zu Luises viertem Geburtstag.

In diesem Jahr gab es dieses Prachtexemplar von Kuchen, mit Lakritzschnüren als Pferdemähne:

Natürlich bekam auch Oskar entsprechende Törtchen. Weil er von Geburt an unser Guggilein ist, zauberten Oma und Opa zum ersten Geburtstag einen Guggilein-Kuchen nach Otfried Preußlers „Die dumme Augustine“:

Vor kurzem gabs zu Oskars zweitem Wiegenfest einen Eisenbahnkuchen, weil auch ihn die Dampflok-Leidenschaft gepackt hat:

Ein anderes Geburtstagskind der Familie, das dem Windsurfen verfallen ist, bekam dieses Konditor-Meisterstück aus den Händen der beiden, mit Wasser und Wellen aus moussigem Schaum:

So ein Kuchen ist schon ein ganz besonderes  und persönliches Geschenk. Vor allem für die Kinder: sie haben meist eine sehr große Leidenschaft und diese als solche anzuerkennen, ist Oma und Opa wichtig. Die Beiden sind nicht nur Kreativkünstler und Meisterbäcker, sie nehmen die Kinder ernst. Wenn Jimmy Fußball liebt, wird Oma zur Fußballfachfrau. Weil Luise Pferde verehrt, backt Opa Pferdekuchen. Das ist das Großartige an diesen Geschenken. Danke, Oma und Opa, ihr seid grandios!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Die Zeit mit einem Neugeborenen ist ja immer ganz besonders und vor allem die ersten paar Wochen mit dem ersten Kind wird wohl keine Mutter jemals vergessen. Nie wieder widmet man sich einem einzigen kleinen Menschlein so sehr. Schon beim zweiten Baby ist das nämlich ganz anders, denn es gilt nun, zwei Mäuse zu versorgen. Und beim dritten Kind, nun ja, du kannst es dir denken – da wird das schlafende Bündel manchmal sogar ein wenig zur Nebensache, während Kind eins Hilfe beim Anziehen braucht und Kind zwei wütend in der Ecke sitzt, weil es seine Puppe nicht finden kann. Heute erzähle ich dir mal, wie ich diese erste Zeit mit den Babys wahrgenommen habe und wie die Unterschiede waren. Vielleicht bist du ja auch bald in dieser Lage oder du blickst auf ganz andere Erfahrungen zurück?

Das erste Baby: so viel Neues und ziemlich viele Tränen

Als Jimmy vor sieben Jahren auf die Welt kam, war ich echt baff. Diese Erfahrungen, die wir Eltern bei der Geburt des ersten Kinders machen, auf die kann uns kein Buch der Welt und keine Hebamme richtig vorbereiten. Es ist unglaublich: so schön, so besonders und manchmal auch unglaublich anders als gedacht. So war das jedenfalls bei mir. Dass mit einem Baby nicht ausschließlich eitel Sonnenschein herrscht und ich dauernd selig lächelnd im Park sitze und ein Jahr lang die Füße hochlege, darauf war ich vorbereitet. Dass aber meine Augen brennen vor Schmerz, mir die ganze Zeit zum Heulen ist und das niedliche Baby einfach immer unzufrieden zu sein scheint – das ging dann doch über meine Vorstellungskraft. Zunächst einmal habe ich im Krankenhaus dieses hübsche Kerlchen bewundert, das da neben mir lag. Dunkle Haare, ein klitzekleines Näschen und so winzige Hände, dass es eine Wonne war. Zuhause angekommen aber wollte das hübsche Kerlchen nicht aufhören zu weinen und meine Nerven lagen blank. Nachts schlief er auf Anton oder mir, tagsüber trugen wir ihn durch die Gegend und wehe, man legte Jimmy mal in seinen Kinderwagen. Er mochte keine wärmende Badewanne, kein Tragetuch und kein Kirschkernkissen. In diesem Sommer, es war jeden Tag über 30 Grad heiß, mochte er ausschließlich in unseren Armen liegen oder unter dem Heizöfchen. Ich erinnere mich an eine Zeit ständigen Schwitzens und einen Kopf, der sich so dick anfühlte wie bei einem fetten Sangria-Kater. Die Mamas aus der Krabbelgruppe lächelten zufrieden und manche sogar ausgeschlafen, als wir uns trafen. Sie tranken Stilltee und legten ihre Babys neben sich auf eine Decke. Mir lief der Schweiß von der Stirn, wenn ich nur das Wort Tee hörte und man traf mich dauer-laufend-, -schunkelnd- oder -wiegend mit einem Jimmy im Fliegergriff, der unglaublich wütend auf diese inkompetente Frau zu sein schien, die sich seine Mutter schimpfte.

Das zweite Baby: Alltags-Routine und Kontakt zur Außenwelt

Kurzer Spoiler: die inkompetente Mutter hat es überlebt und sich trotz dieser Erfahrung für ein zweites Kind entschieden. Das kam dann zwei Jahre später auf die Welt und was soll ich sagen – angesichts des ganzen Elends der ersten Wochenbettzeit war ich auf alles vorbereitet und dieses Mal positiv überrascht. Auch Luise war kein Baby vom Typ „weint nur, wenn es Hunger hat und liegt zufrieden im Stubenwagen rum“, aber ich wusste doch, dass Neugeborene nun einmal viel weinen. Sie war auch keineswegs so überanspruchsvoll und genoss das Tragen im Tragetuch, wir konnten sie mit einem warmen Bad glücklich machen und sie hatte zwar alle zwei Stunden Hunger, schlief nach der Mahlzeit aber schnell wieder ein. Es ist ein wenig wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei: ist zuerst die Mutter gestresst und wirbelt das Baby auf oder umgekehrt? Egal, ich denke, diese Geschichten von einer ersten anstrengenden und einer zweiten stressfreieren Zeit kann wohl fast jede Mutter erzählen. Ich jedenfalls fand die Tatsache entspannend, dass wir trotz winzigem Baby recht flott wieder einen normalen Alltag bestritten. Dadurch, dass Jimmy in den Kindergarten ging, kam ich raus, hatte Kontakt zur Außenwelt und war vor allem routiniert. Mit Baby Jimmy war ich unsicher und von der Welt abgeschieden, das waren für mich die zwei Hauptgründe, warum die erste Zeit mit dem ersten Baby irgendwie unharmonischer war.

Das dritte Baby: Zu viel zu tun, um müde zu sein

Ich mag es gar nicht, wenn Mehrlingseltern auf eine Mama mit dem ersten Kind herunterschauen und süffisant grinsend „Ein Kind ist kein Kind!“ kalauern. Lass dir das niemals einreden. Ich selber war mit dem ersten Baby viel angestrengter als mit dem zweiten oder dritten. Mit dem ersten Baby war ich um die Mittagszeit nicht einmal geduscht, mit dem dritten Kind stand ich fix und fertig um halb neun mit drei angezogenen und satten Kindern vor der Kindergartentür und trug sogar selbst Hose und Pullover. Es ist ein wenig so wie mit einem Marathon. Ein ungeübter Läufer ist nach 20 Minuten Joggen am Rande seiner Kräfte. Ein Läufer dagegen, der täglich trainiert, kann sogar nach einer halben Stunde noch Bäume ausreißen. So war es auch mit dem dritten Baby. Manches musste ich doch noch einmal bei der Hebamme erfragen, aber die grundsätzlichen Dinge rund ums Wickeln, Stillen und Einschlafen wusste ich noch. Und ich wusste vor allem auch, dass Nerven bewahren der einzige und wichtigste Leitsatz des Tages war. Keine Sorge, ich lief mit dem dritten Kind nicht auf einer Entspannungswolke durch die Gegend. Auch mit Baby Oskar habe ich mal geheult, konnte nicht mehr oder wäre am liebsten einfach davon gelaufen. Aber ich wusste, die schlimmen Momente gehen vorbei, das große Glück über den neuen Erdenbürger überwiegt und irgendwann werden sie alle groß und flügge.

Heute bin ich froh, dass wir aus dem gröbsten Babyalter raus sind. Eltern haben echt ne Menge zu tun, wenn die Kinder so klein sind. Es ist eine wunderschöne und unvergessliche Zeit und sie zu genießen ist das Beste, was du machen kannst. Solltest du also gerade oder in den nächsten Wochen ein Baby zuhause haben, dann wünsche ich dir, dass ihr das große Glück festhalten könnt. Und mach dir bitte keine Sorgen, wenn es sich in machen Augenblicken in Luft aufzulösen scheint. Es ist ein Märchen, dass frisch gebackene Mütter immerzu strahlen. Es ist nun einmal ein verdammt harter Job, Eltern zu sein und da darfst du auch mal heulen und dich nach deinem alten Leben sehnen. Hab viel Spaß beim aufregendsten Abenteuer der Welt und sei dir bewusst, dass du zwar Mutter, aber auch immer noch ein ganz normaler Mensch mit dem Bedürfnis nach Schlaf und Ruhe bist!

Gewinnspiel

Du bekommst bald ein Baby, hast bereits eines oder kennst eine Frau, die Mutter wird? Dann wäre dieser Gewinn sicher etwas für dich! Ich darf ein wunderbares Verwöhn-Paket von der Bahnhof-Apotheke in Kempten verlosen. Es besteht aus einem Baby-Pflegeset mit Baby-Kinderduschgel, Babyöl für empfindliche Haut, Windelbalsam, Fenchel-Kümmel-Öl fürs Bäuchlein und einem Seidenpüppchen, das mit Kamille gefärbt ist. Außerdem ist in dem Gewinn enthalten ein Mutter-Kind-Probier-Set mit Wochenbettbauchmassageöl, Stillöl, einem Sitzbad sowie ein paar hilfreichen Kleinigkeiten für die Babypflege. (Das rote Püppchen gehört Luise 🙂

Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst. Deine Adresse wird nur zum Versand des Sets genutzt und anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr Infos zum Gewinnspiel findest du hier.)

Das Gewinnspiel beginnt heute, am 12. Juni 2018, und endet am 20. Juni 18 um 23.59Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird danach per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

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Die Fußball-Weltmeisterschaft für die ganze Familie

Bist du auch schon im Fußball-Fieber? Wir sind auf jeden Fall voll dabei und so langsam steigt die Spannung bei uns zuhause. Wir haben ja einen unglaublich leidenschaftlichen Fan hier bei uns wohnen. Für Jimmy zählt seit Jahren einzig und allein der Fußball und so ist es kein Wunder, dass die Fußball-Weltmeisterschaft seit Wochen bei uns Dauer-Thema ist. Es werden Sammelkarten getauscht, Fahnen geschwenkt, Jogis Mannschafts-Aufstellung kommentiert und Verhandlungen darüber geführt, wie lange das Schulkind im Juni und Juli aufbleiben darf. Verzweifelt hat Jimmy neulich erlebt, wie Deutschland gegen Österreich beim Freundschaftsspiel verlor und nach dem zweiten Gegentor den Fernseher weinend ausgeschaltet. „Wenn das so weitergeht, wird Deutschland niemals Weltmeister!“ hat er geschluchzt und ich hoffe sehr, dass wir das Turnier so lange wie möglich durchstehen werden, sonst ist hier echt was los!

Die Playmobil-Arena für unser Live-Spiel

Jedenfalls sind wir schon präpariert. Die Fahnen hängen im Wohnzimmer und wir haben die FIFA World Cup Russia™ Arena aufgebaut. Dafür haben wir Jimmys kleinen Tischkicker aus seinem Zimmer geholt und Opa hat aus einer Holzplatte einen Aufsatz gezimmert, sodass die Kinder im Stehen und wir Erwachsenen im Knien spielen können. Seit Wochen zockt Jimmy den ganzen Tag und spielt mit den Figuren die gesamte WM-Qualifikation nach, von ihm höchstpersönlich live kommentiert. Die kleinen Spielerfiguren können ganz einfach mit der Hand bewegt werden und durch das Zurückziehen und Loslassen des Auslösers schießt Jimmy den Ball quer über das Spielfeld.

Auch die beiden Torwarte lassen sich durch die Standplatte bedienen und hechten so, von Jimmy geführt, nach links oder rechts, wenn ein gefährlicher Torschuss kommt. Meist treffe ich nachmittags Freund Fritz an, der zusammen mit Jimmy die Figuren bedient. Wenn die beiden bei Fritz zuhause spielen wollen, klappen sie die kleine Arena zusammen und transportieren sie als kleinen Koffer einfach zu den Nachbarn rüber.

Playmobil Arena

Sommermärchen werden wahr

Mit den Playmobil-Fußballern spielt Jimmy schon seit Jahren, aber diese Arena ist etwas ganz besonderes und wird uns immer an diesen russischen Fußballsommer erinnern. Ich weiß noch genau, wie ich die Weltmeisterschaft vor zwölf Jahren erlebte, damals als Studentin am Bodensee. 2010 war ebenso spannend, oft waren Anton und ich in Stuttgart beim Public Viewing. 2014 saßen wir mit den Nachbarn bei uns zuhause und haben das Sieg-Tor von Götze bejubelt, während die noch kleinen Kinder schliefen – und dieses Jahr ist es die erste Weltmeisterschaft zusammen mit den Kids und einem fiebernden Jimmy, der schon jetzt kaum noch schlafen kann. Wir feiern dieses Fußballfest auf jeden Fall wie verrückt und ich habe mich damit abgefunden, dass wir die kommenden Wochen wohl sehr viel Fernsehen schauen, spät ins Bett gehen und die Deutschlandfahnen schwingen werden. Denn so eine Fußballweltmeisterschaft ist ein unvergessliches Erlebnis.

Playmobil Fußballarena

Die große Fußballparty mit Turnier für alle

Mir gefällt ja an unserer Playmobil-Arena am besten die niedliche kleine Weltmeistertrophäe, die für die nächsten Wochen in unserem Wohnzimmerschrank thronen wird, bis der Sieger feststeht. Denn es gibt auch bei uns klare Regeln, denn bei uns wird neben der großen Fußball-Weltmeisterschaft im Fernsehen auch eine Familien-Weltmeisterschaft stattfinden, und zwar Eltern gegen Kinder.

Playmobil Fußball Arena

Wir haben uns einen Plan mit allen WM-Spielen gebastelt. So oft wir können, werden wir die Spiele anschauen und nebenher an unseren kleinen Playmobil-Arena mitzocken. Jimmy liebt Fußball gucken zwar, aber Luise wird wohl kaum länger als zehn Minuten vor dem Fernseher sitzen. Und daher gibt es zu jedem großen Turnier ein Spiel in der Playmobil-Arena live bei uns zuhause. Es spielen immer die Erwachsenen gegen die Kinder und die Ergebnisse werden genauso wie die echten Ergebnisse in unserem Plan festgehalten. Auch unsere Nachbarn machen mit und wir haben schon verkündet, dass bei uns nicht nur geguckt, sondern auch mitgezockt wird. Seit Tagen versammeln sich hier die Kinder aus der Nachbarschaft vor dem Haus und üben das Kicken mit den Playmobil-Figuren.

  

Weil die Arena ja ganz flott ab- und wieder aufgebaut ist, spielen die Kinder zur Zeit draußen vor dem Haus. In ein paar Wochen steht deshalb neben dem echten Fußballweltmeister auch ein Kinder- oder Erwachsenenweltmeister fest und wir fiebern doppelt mit. Klar, dass wir das Endspiel alle gemeinsam schauen und zur großen Abschlussparty einladen werden. Für passende Snacks ist gesorgt: es gibt russisches Schaschlik, kleine Salate in schwarzrotgold aus Oliven, Tomaten und Käse und für die Kinder Gummibärchengläser in den Deutschlandfarben.

Macht es zu eurem Turnier!

Wäre das nicht auf was für euch? Die FIFA World Cup Russia™ Arena zum Mitnehmen ist echt ein geniales Spielzeug und macht sich bei uns schon alleine deshalb bezahlt, weil die Kinder den ganzen Tag beschäftigt sind. Und auch wir Erwachsenen haben total viel Spaß damit. Wenn ein Fußballspiel im Fernsehen mal langweilig ist, können wir uns währenddessen vergnügen. Und in der Halbzeitpause findet immer unser Eltern-Kinder-Turnier statt. Sollten wir mal bei Freunden zum gemeinsamen Schauen verabredet sein, klappen wir die Arena einfach ein und nehmen sie mit. Macht die Fußballweltmeiserschaft zu eurem Spiel und habt ganz wunderbare Wochen mit viel Spaß und Freude. Und denkt an Jimmy, sollte Deutschland aus dem Turnier fliegen… ich hoffe, der kleine Kerl wird diesen Schicksalsschlag überwinden!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

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Wir haben letztes Wochenende Taufe gefeiert und es war wunderschön. Auf Instagram habe ich berichtet, dass ich auch ganz schön erledigt bin, denn das Organisieren war doch eine Menge Arbeit. Aber am Ende hat es sich so sehr gelohnt! Falls du also auch in der nächten Zeit ein Familienfest planst, kannst du vielleicht ein paar unserer Ideen gebrauchen! Wir haben das nämlich so gemacht:

Vorbereitungen und Gottesdienst

Zunächst einmal gab es eine Einladung an unsere Verwandtschaft. Wir haben zwar nur die engsten eingeladen, aber weil Anton so eine große Familie hat, kommen da mal schnell 30 Leute zusammen. Mit den Kindern habe ich also Fische aus Fotokarton ausgeschnitten und mit Farbe und deren Daumen bestempelt. Die gingen dann vor ein paar Wochen in die Post.

Falls du auch eine Tauffeier machst, kannst du dir ein paar schöne Dinge für den Gottesdienst ausdenken. Ich finde es nämlich immer toll, wenn die Feier persönlich ist und etwas mit dem Täufling zu tun hat. Wir haben Oskar katholisch taufen lassen und mit dem Pfarrer ein paar Dinge vorher per Email besprochen. Ich habe drei schöne Lieder ausgesucht, die nicht zu schwer zu singen und eher bekannt sind (sonst singt hinterher keiner mit, du weißt schon…). Auch Gebete und Segenswünsche durfte ich selber auswählen und eine Holzscheibe für Oskar gestalten, die nun in der Kirche aufgehängt wird. Wir haben ein Liedblättchen gemacht und ich habe eine kleine Rede vorbereitet. Vielleicht inspiriert sie dich ein wenig, darum füge ich sie hier ein:

Rede für den Gottesdienst

Heute lassen wir unseren lieben Oskar taufen. Und natürlich haben wir uns über den Grund und den Sinn dieses Sakraments Gedanken gemacht. Warum ist uns die Taufe unseres Kindes wichtig?

Abgesehen davon, dass ich selber katholisch bin, an Gott glaube und das an meine Kinder weitergeben möchte, ist mir etwas in den Sinn gekommen. Ich bin ein Mensch, der oft Heimweh hat, schon als ich klein war, war das so. Vielleicht kennt ihr Kinder dieses Gefühl und sicher auch einige von den Erwachsenen. Es schnürt einem die Kehle zu und man sehnt sich unglaublich nach zuhause.

Als ich vor vielen Jahren in Wien lebte, um dort zu studieren, da ging es mir so. Ich fühlte mich alleine und wollte zurück nach Hause. Richtig weg getan hat dieses Heimweh. So gebeutelt schlenderte ich durch die Stadt und kam am Stephansdom vorbei, der großen Kirche mitten in Wien. Ich ging in das prächtige Gebäude hinein und setzte mich irgendwo auf die Bank. Es war ruhig und duftete nach Weihrauch. Alles kam mir irgendwie bekannt vor. Früher waren meine Eltern mit uns Kindern oft in der Kirche und diese angenehmen Kühle, der Geruch, das Hallen der Schritte, ein paar Orgelklänge – all das hat sich in mir eingeprägt. Ich habe mich in diesem Moment in dieser Kirche wie zuhause gefühlt und gespürt, dass da ein lieber Gott ist, der mir in traurigen Momenten einen Arm um meine Schulter legt.

Egal, wo ich auch bin auf der Welt, wenn ich eine Kirche betrete, habe ich dieses Gefühl von Heimat in mir. Ja manchmal reicht es sogar, einfach eine Kerze anzuzünden und ein bisschen zu beten. Dafür braucht es nicht einmal eine Kirche, denn eigentlich geht es um Gott.

Dieses nach Hause kommen, dieses Gefühl und dieser Glaube, dass da ein Gott ist, der uns den Arm um die Schulter legt, das möchte ich meinen Kindern mitgeben. Wenn wir also mal alleine oder unglücklich sind, uns nach zuhause sehnen oder große Angst haben, dann können wir in uns hineinspüren und Gott fühlen. Mit der Taufe wollen wir das Leben feiern, das Gott uns geschenkt hat, und dass Oskar auch sein Kind ist.

Zum Abschluss möchte ich euch noch etwas erzählen. Als Taufeinladung habe ich zusammen mit den Kindern einen Fisch gebastelt, der eine Glitzerschuppe hat. Ihr Kinder kennt sicher die Geschichte vom Regenbogenfisch. Für mich ist er ein tolles Symbol für uns Menschen als Mitglied einer Gemeinde. Fische schwimmen oft im Schwarm, sie geben sich dadurch Schutz und sind zusammen viel stärker als alleine. Dieser Fisch hier ist aber nicht nur ein kleiner Teil einer Gruppe, sondern er ist auch etwas ganz Besonderes mit seiner wunderschönen Glitzerschuppe. Das wünsche ich meinem kleinen Täufling für sein Leben: Dass er ein Teil einer Gemeinschaft sein kann, die ihn stärkt und unterstützt und hält. Aber er soll auch in all seiner Besonderheit wahrgenommen werden, denn wir Menschen sind nicht alle gleich. Jeder hat seine kleine Glitzerschuppe, die ihn zu etwas ganz Besonderem macht. Damit Menschen froh sein können, brauchen sie die Gemeinschaft, aber auch die Gewissheit, in ihrem individuellen Wesen wahr- und angenommen zu werden. Ich glaube, dass das in einer christlichen Gemeinschaft toll funktionieren kann.

Unser Oskar hat heute etwas zu feiern. Und weil wir so glücklich sind, dass wir ihn haben und ihn heute hier taufen lassen können, haben wir für euch Kinder ein kleines Geschenk mitgebracht. Eine kleine Fischperle, die ihr euch umhängen könnt. Sie soll euch daran erinnern, dass ihr ein Teil einer großen Gemeinschaft, aber auch immer etwas ganz Besonderes seid.

Zum Abschluss habe ich dann Fischperlen (Affiliate Link) verteilt, die die Gottesdienstbesucher und unsere Gäste mit nach Hause nehmen konnten. Die Taufkerze hat Oskars Patenonkel besorgt und wir hatten das Taufkleidchen dabei, das seit Generationen in unserer Familie weitergegeben wird. Meine Mutter hatte ein winziges Blumengesteck besorgt, das wir daran geheftet haben.

Die Feier

Wir hatten schon einen Tag zuvor unsere Terrasse vorbereitet. Drei (von den Nachbarn geliehene) Biertischgarnituren und unsere Terrassenmöbel standen dort, die wir mit weißem Papier bedeckt hatten. Bei einem Gärtner in der Nähe habe ich sechs wunderschöne Wiesensträuße besorgt und außerdem viele kleine Röschen in Crodino-Fläschchen gestellt. Bunte Lampions hingen herab und einige Sonnenschirme spendeten Schatten. Getränke standen im Keller kalt, da habe ich übrigens neben Bier, Sekt und Wein Lillet Wild Berrys und Frosee als Drinks vorbereitet (diesen Tipp hatte ich vom wunderbaren Blog Was für mich. Claudias Familie feierte nämlich eine Woche vorher Taufe.)

Während wir dann am Sonntag in der Kirche waren, kam ein Catering-Service vorbei, der das Essen aufgetischt hat. So konnten wir nach unserer Ankunft gleich essen. Danach gab es ein Kuchenbuffet, für das Omas und Tanten fleißig gebacken haben. Ich hatte einen Tag vorher einen roten Johannisbeerkuchen und einen Marzipantörtchen gemacht.

Gegen späten Nachmittag sind die Gäste abgereist, manche hatten noch eine weitere Reise vor sich. Die Idee, auf der Terrasse zu feiern, war super und zum Glück hat das Wetter mitgespielt. Die Kinder haben den ganzen Tag friedlich gespielt und beim Getränke verteilen kamen Anton und ich mit jedem ins Gespräch. Am Abend waren wir echt erledigt und mir haben die Füße weh getan.

Unsere beiden anderen Kinder haben wir früher getauft, aber durch unseren Umzug und den Familientrubel kam es, dass Oskar nun mit zwei Jahren dran war. Ehrlich gesagt finde ich das auch viel besser, denn mit so einem winzigen Baby war das echt anstrengender. Wenn die Kinder etwas älter sind, macht es doch irgendwie mehr Spaß. Und falls du deine Kinder gar nicht taufen lässt, wäre doch sicher ein anderer schöner Anlass da, um mal wieder zu feiern. Am Ende lohnt sich die Mühe immer, denn dieser Tag sitzt wie eine leuchtende Perle in unseren Herzen und alle erinnern sich gerne daran.

Jetzt lege ich erst einmal noch die Füße hoch und erhole mich. Denn nächste Woche gehts weiter mit der Feierei. Jimmy wird sieben und erwartet ein Fußball-Sommermärchen.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

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Luises Klamottengeschmack

Ich finde meinen Kleidungsgeschmack außerordentlich gut. Das behaupten vermutlich die meisten Menschen von sich selbst. Den Klamottengeschmack manch anderer Menschen dagegen finde ich oft ungewöhnlich, das geht vermutlich auch den meisten Menschen so. Am ungewöhnlichsten jedoch finde ich den Klamottengeschmack meiner Tochter. Ich möchte sogar sagen, ich finde ihn scheußlich. So, jetzt ist es raus! Nenn mich Rabenmutter, aber ich würde behaupten, dass meine Tochter sogar den allerschlimmsten Kleidungsstil weit und breit hat. Aber das sage ich ihr natürlich nicht.

Pink ist Trumpf

Ginge es nach mir, würde ich Luise morgens hellblaue Twill-Shorts rauslegen und ein rotes T-Shirt dazu. Auf den Kopf setzte sie ein weißes Leinenhütchen gegen die Sonne. Ich mag gerne einfarbige Shirts mit Streifen oder Punkten. Hosen an Mädchen finde ich toll. Luise trifft eine andere Wahl: Sie zieht sich einen türkisfarbenen Glitzerrock an und wählt dazu ein pinkes Shirt mit einem Delfin-Motiv aus Pailletten. Auf das Haupt kommt eine lilafarbene Sonnenmütze mit Schirm – in Stirn und Nacken. Vorne drauf ist ein Pony mit Einhorn. So marschiert sie von dannen.

An manchen Tagen würde ich ihr gerne das Leinenkleid aus dem Schrank holen, das mit dem dünnen Ledergürtel um die Hüfte. Hübsche Sandalen dazu, fertig! Luise findet dieses Kleid scheußlich. Sie zieht viel lieber Leggings an. Neulich haben wir drei im Sparpack gekauft. Ich nahm eine blauweiß-gestreifte und eine bunt- geringelte, Luise durfte sich die dritte aussuchen. Sie griff beherzt zu Hellrosa-Glitzer. Nun trägt sie letztere mit Ausdauer, kombiniert dazu ein fliederfarbenes My-Little-Pony-Shirt, das wir irgendwoher vererbt bekommen haben. Wird es kühl, stehe ich mit einem grauen Strickjäckchen parat, da holt Luise den türkisen Hoodie mit den vielen kleinen Flitter-Schmetterlingen hervor. Die Füße stecken in billigen Gummistiefeln mit Fluttershy- und Rainbow-Dash-Motiv, bitte frag nicht!

Werden die Tage kühler, sind Luise und ich ähnlich ungleicher Meinung. Ich kaufe gerne Jacken und Mäntel, die beide Geschlechter anziehen können. Naturfarben, Wollfilz in Rot oder Beige, maximal Grün. Luise mag Polyester lieber, am besten kreischt die Farbe aus zehn Metern Entfernung in schrillem Neon oder Rosaton. Auch Farbtöne mit den gruseligen Namen Lagune oder Lachs passen in ihr Schema.

Von Glitzerelfen und Pferdeköniginnen

Luise liebt Zahnbürsten, Kindergartenrucksäcke und Geschirr in grellen Schattierungen und im besten Fall mit fiesen Comic-Ponys drauf. Auch Eisprinzessin Elsa stößt auf große Leidenschaft. Während ich durch die Kinderabteilung einer schwedischen Modekette streife und mir am liebsten die Augen zuhalten möchte aufgrund diverser Scheußlichkeiten, glitzern Luises Augen angesichts der Tüllträume vor Entzücken. Hängt da zum Beispiel ein kreischend pinkes Tütü, an dessen Vorderteil ein halber Pferdekopf angenäht ist und aus dessen Gesäß das passende Hinterteil wächst, flippt das Kind völlig aus.

Die größte Freude ihres Lebens habe ich ihr mit einem Elsa-Kleid gemacht, das ich ihr zu Fasching kaufte. Ich hätte ihr auch ein Prinzessinnenkleid genähnt, weiß aber, dass ich als Kind die gekauften Outfits meiner Freundinnen auch viel schöner fand als das von meiner Mutter liebevoll aus Tüchern und Schals kombinierte Dress. Ich werde nicht weiter ausführen müssen, wie Luises Badeanzug, ihr Bademantel und ihre Turnschläppchen aussehen. Und vor dem Schulranzenkauf im nächsten Jahr graut es mir gewaltig.

Ich muss zwar sagen, dass ich das Verhalten von schwedischen Kinderabteilungs-Chefeinkäufern gemeingefährlich finde und ich mich echt aufrege, dass Mädchen mit diesem Glitzer und Rosa zu wandelnden Barbies hinerzogen werden. Aber so richtig ankommen kann ich dagegen nicht. Wir bekommen viele Kleidungsstücke geschenkt oder vererbt, manches kauft Luise mit Oma ein und ab und zu bringe ich dann ein paar blaue, schlichte Teile als Ausgleich mit. Hat das Mädchen irgendwo die Wahl, sei es Duschgel oder ein Windrädchen, nimmt sie das rosane. Ich habe es als Kind genau so gemacht.

Eleganz kommt von innen

Also staffiere ich Lusie nur in meinem Träumen aus, wie ich es will. Denn noch wichtiger als der exquisite Style ist mir, dass sie weiß, dass ihre Meinung zählt. Also halte ich meine Klappe. Neulich zogen die Kinder mit ihrer Tante durch die Stadt und Luise durfte sich einen Traum erfüllen: sie erwarb vier Plastikhaarsträhnen in Türkis, Blau, Pink und Rosa, die sie sich per Ponyspange in die Haare knipsen kann. Als ich sie sah, traf mich der Schlag angesichts dieser massiven Scheußlichkeit. Aber ihr Blick, ihr stolzer Gesichtsausdruck und ihre Geste, als sie sich kokett die rosa Strähne über die Schultern warf, das alles war so unglaublich hübsch und reizend und rührend, dass ich sie nie zuvor wundervoller gefunden habe als genau in diesem Moment. Da lief sie mit ihren bunten Haaren, einem Paillettenshirt mit Einhornmotiv und einer pinken Leggings mit vielen kleinen Elsa-Schneemännern drauf – und war so elegant wie Kate Moss in der Vogue. Ich denke, genau das macht guten Stil aus, oder?

Bleib fröhlich und unperfekt,

deine Laura

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