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Am Sonntag war ich mit meiner Luise und ihrer Freundin im Kino. Wahnsinnig lange Schlangen voller Eltern mit ihren kleinen Mädchen fanden wir vor. Wir schnappten uns die 3D-Brillen und setzten uns in den Saal. Um uns herum trugen die Kinder trükisfarbene Elsa-Kostüme oder kleine Krönchen und die Vorfreude war riesig groß. Wir pfeifen auf den Prinzen Auch ich habe mich gefreut. Ich mag moderne Animationsfilme nicht, weil sie mir zu schnell und zu anstrengend sind. Beim ersten Eisköniginnen-Film war ich überrascht, wie schön er doch ist. Ich mochte die (schmalzige) Musik, die Geschichte von zwei Schwestern und vor allem die Rolle der Elsa. Sonst bekommen in jedem Disney-Film die Prinzessinnen am Ende einen Mann. Nicht so bei der Eiskönigin. Es gibt ein erfülles Leben auch ohne Prinzen, das ist doch endlich mal eine gute Nachricht! Auch der zweite Film hat mir Spaß gemacht, genauso wie den Kindern. Schneemann Olaf…

Letzte Woche erschien auf Spiegel Online der sehr lesenswerte Text mit dem wunderbaren Titel „Advent, Advent, die Mutti rennt“ und viele Leserinnen haben mich extra darauf hingewiesen, weil er so gut zu meinem Thema passt. Er zeigt wieder mal so schön, dass es kein individuelles Problem einer Perfektionistin ist, die im November und Dezember so viel um die Ohren hat, dass sie am 23.12. am liebsten in eine lärmschutzisolierte Höhle ziehen möchte, sondern ein übergreifendes Phänomen. Tatsächlich wird das Ausmaß der Familienverantwortung nie so ersichtlich wie im Advent: Der November ist der Monat, in dem Frauen mittleren Alters sich in Supermärkten vor der sogenannten Quengelware herumdrücken, ihre Mittagspause in Ein-Euro-Shops verbringen und im Fahrstuhl geheime Bezugsquellen für zuckerfreie Zungentattoos austauschen. Betroffene wissen, wovon die Rede ist: Am 30. November muss der Adventskalender für die Kinder fertig sein. Als ich den Text auf Twitter teilte, antwortete mir ein Vater, dass seine…

Geschickt eingefädelt: wie Männer Frauen an den Herd verbannten Kaum ein Thema ist für Frauen so aufgeladen, wie das der Hausfrauenrolle, und das ist mehr als verständlich. Seit dem Industriezeitalter sind Frauen für Heim und Herd zuständig, denn als es die Menschen in die Städte trieb, um dort in den Fabriken mehr Lohn zu verdienen, gingen die Männer einer Berufstätigkeit nach, die Frauen kümmerten sich um die Kinder und die Wäsche. Dass diese Aufteilung so einseitig war, hatte mit den Männern zu tun, die kräftig am Mütter-Mythos feilten. Von Martin Luther über Jean-Jaques Rousseau, wurde die (wissenschaftlich unhaltbare) These aufgestellt, dass die Kinder nur von der Mutter erzogen werden können und sie deshalb für sie verantwortlich ist. Es sei ihre Aufgabe, zuhause für das Wohlergehen der Familie zu sorgen und den Haushalt zu machen. Der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi und Tiefenpsychologe Sigmund Freud verwiesen auf die Psyche der Kinder, für…

Wir brauchen noch Mütter, die die Kinder beim Wandertag begleiten * bitte an 10 Euro Getränkegeld denken * wer kann beim Martinimarkt am Stand aushelfen und einen Kuchen backen? * bitte leere Klopapierrollen in den Kindergarten mitbringen * bis Ende des Monats brauchen wir zwei aktuelle Fotos Ihres Kindes * wer sammelt Geld für die ErzieherInnen? * bitte Wechselklamotten überprüfen * am 27.11. um 7:30 Uhr ist Eltern-Sprechstunde *  das Kindergarten-Klohäuschen wird neu gebaut und wir suchen fleißige Helfer für das Wochenende Das Kümmern teilen Das sind die To-Dos für drei Kinder in einer Woche. Anton und ich bekommen sie per WhatsApp, Brief oder Mail und alle einzelnen Punkte ziehen viel Arbeit nach sich. Wir müssen zum Beispiel Fotos aussuchen und sie in der Drogerie nachmachen lassen. Oder uns einen Tag frei nehmen, um die Kinder beim Wandertag zu begleiten. Dann muss sich einer von uns darum kümmern, dass wir…

Mütter, organisiert euch! Zeitmanagement-Tipps für Mamas ist heute das Thema bei der Instagram-Challenge #meetthemamapodcast und das ist ganz einfach. Alles, was du machen musst, ist morgens eine Stunde früher aufstehen alle drei Stunden eine kurze Meditation einlegen mit den Kindern den Moment genießen bei Wut und Ärger bis zehn zählen immer rechtzeitig mit sorgsam gepackter Wickeltasche aus dem Haus gehen abends ein Dankbarkeits-Tagebuch führen früh ins Bett gehen alles rechtzeitig für den nächsten Tag vorbereiten. Nein, das war natürlich ein Witz. Aber an diesen Witz habe ich noch vor einer Weile geglaubt. Vermutlich findest du hier auf meinem Blog eine ganze Reihe an Texten mit vielen Tipps für eine bessere Organisation. Spielzeug aufräumen, Termine in den Kalender eintragen und per Postmappe wichtige Unterlagen sortieren – ich habe mich eine Zeit lang mit nichts anderem beschäftigt, als unsere Familien-Organisation laufend zu verbessern. Mir ging nämlich immer etwas durch die Lappen und…

Gewaltfreie Kommunikation hat mich schon immer faziniert. Mittlerweile schmeiße ich für mich persönlich sämmtliche sogenannte Erziehungsmethoden für Kinder über Bord und richte mich einfach nach den Regeln der Gewaltfreien Kommunikation. Denn zwischen Kindern und Eltern geht es ja vor allem um eines: miteinander kommunizieren, von Anfang an. Wie sehen wir unseren Gegenüber, wie nehmen wir ihn wahr und wie respektieren wir ihn als Mensch? Aber auch die eigenen Bedürfnisse spielen eine Rolle und werden viel zu oft vergessen. Bei der GFK geht es nicht nur um den Gegenüber, sondern auch um einen selbst. Nachdem ich mich beim Schreiben meines neuen Buches über das Zusammenleben mit Vor- und Grundschulkindern (erscheint im Februar 2020) intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, ist mir klar, dass Kommunikation die Grundlage von allem bildet. Wie mich Fünffach-Mama und Pädagogin Isabel inspirierte Meine persönliche Lieblingsexpertin ist dabei seit langem Isabel Gößwein. Die Mutter von fünf Kindern begegnete…

So langsam werde ich unruhig, denn es wird kalt draußen und der Dezember naht. Im Supermarkt gibts schon lange Lebkuchen und die Oma fragt, wie wir das dieses Jahr mit den Adventskalendern für die Kinder machen sollen. Schoko, Geschenke, gekauft oder gebastelt? Bei mir springt das Hirn in den Weihnachtselfen-Modus und dann geht alles von alleine: Ich mache mir Gedanken und erstelle die ersten mentalen Listen. Ich überlege mir ein Adventskalendersystem, das auch nachhaltig ist. Nicht all diesen Plastikkram, denn das ist schlecht für die Umwelt. Lieber nette Kleinigkeiten, die entweder lecker oder nützlich sind. Nächste Woche bin ich doch in München, da kann ich Schokolädchen kaufen, ein Glitzerradiergummi für Luise, einen Fußball-Bleistift für Jimmy. Oskar bekommt ein Piratenschaumbad und dann besorge ich noch bliblablu…. Außerdem sollten wir uns dieses Jahr echt mal um einen Adventskranz kümmern. Unten im Keller, in der Kiste, da ist noch ein Rohling. Ich könnte…

Alexandra kenne ich vor allem von ihrem Instagram-Kanal. Hier fällt sie mir mit klugen Texten auf, die uns Mütter wachrütteln. Zum Beispiel darüber, wie wichtig es ist, sich als Mutter über sein eigenes Geld und gerechte Aufteilung von Haus- und Care-Arbeit Gedanken zu machen. Aber sie schreibt nicht nur wertvolle Beiträge auf Instagram, sondern ist außerdem Redakteurin der Frauenzeitschrift BRIGITTE und sogar seit kurzem Chefredakteurin der nagelneuen BRIGITTE Green. Wir haben uns zum Plausch verabredet und uns eine Sache versprochen: in den nächsten Tagen kümmern wir uns um unsere finanziellen Angelegenheiten, denn es ist so wichtig, sich abzusichern. Du kannst übrigens gerne mitmachen. Es gibt nämlich viele verschiedene Möglichkeiten, etwas für die Rente zur Seite zu legen, auch wenn du beruflich nicht oder nur eingeschränkt tätig bist. Denn es ist einfach unglaublich unfair, wenn Mütter, die sich um die Kinder kümmern, ein hohes Risiko tragen, im Alter arm zu sein.…

Das schlechte Gewissen Was wäre denn, wenn ich mir die letzen Jahre völlig umsonst ein schlechtes Gewissen gemacht hätte? Wenn ich nicht dauernd an mir hätte zweifeln müssen, weil ich dachte, keine gute Mutter zu sein? Wenn mir klar gewesen wäre, dass es ganz normal ist, dass ich mich nach Ruhe und Abstand sehne? Dass es völlig ok ist, dass ich dem allgemeinen Mutterbild nicht entspreche, weil das Bild einfach totaler Unfug ist? Ja, was wäre dann? Beim Lesen von Susanne Mireaus neuem Buch „Mutter.Sein“ habe ich das Gefühl, dass mich Jemand in den Arm nimmt und mir erklärt, dass ich gut bin und richtig. Dass all die Ansprüche, die die Gesellschaft an mich stellt oder die ich von mir selbst erwarte, keinerlei guten Grund haben, sondern auf einem Mutter-Mythos beruhen, der uns von einer ganzen Menge konservativer und vor allem männlicher Menschen eingebrockt wurde. Dass wir einem Bild hinterher…

Mental Load: ein Vater weiß Bescheid Gibt es eigentlich auch Väter, die den Kopf voll haben und genau wissen, was Mental Load bedeutet? Ja sicher, die gibt es. Heiner und seine Frau zeigen, dass es auch umgedreht geht: er ist zuhause bei den Kindern, sie verdient das Geld. Erst neulich war Heiner genervt, weil Corinna so spät vom Krankenhaus kam und er mit dem Essen warten musste. Aber dann erinnerte er sich, wie es ihm selbst ging, als er berufstätig war. Das Geheimnis der Beiden? Sie kennen die Lage des anderen. Corinna weiß, wie anstrengend ein Tag mit Kindern und Haushalt sein kann und kann Heiner verstehen, wenn ihm der Kopf raucht. Er dagegen weiß, dass auch das Geldverdienen und die Ansprüche am Arbeitsplatz für eine Menge Stress sorgen. Den anderen verstehen, im Gespräch bleiben, das momentane Modell flexibel betrachten und gegebenenfalls ändern, das sind wohl die Gründe, wieso die…