#meinkleiderschrankprojekt – Kleiderschrank aussortieren

Zweiter Teil: Auf dem Weg zum eigenen Stil

Mir geht es wie wahrscheinlich vielen Frauen: mein Kleiderschrank ist voll und dennoch habe ich nichts zum Anziehen. Vielleicht liegt es daran, wie ich die letzten Jahre Klamotten eingekauft habe – ohne Sinn und Verstand. Das soll sich nun ändern, denn ich will endlich meinen eigenen Stil entdecken und ausbauen, weniger und dafür optimale Kleider kaufen und am Ende mit einem einzigen Griff in den Schrank gut angezogen sein –  Und das nach meinem Geschmack und denLebensumständen entsprechend. Mein erster Schritt lautet: den Kleiderschrank aussortieren. Für das nötige Fachwissen habe ich mir vom DUMONT Verlag das geniale Buch „Das Kleiderschrank-Projekt“ als Rezensionsexemplar schicken lassen, es am Wochenende durchgearbeitet und #meinkleiderschrankprojekt gestartet. Hier erfahrt ihr in drei Teilen wie ich 1. meinen Kleiderschrank aussortiert, 2. meinen eigenen Stil definiert und 3. ein paar Teile eingekauft habe. Das Buch „Das Kleiderschrank-Projekt“ war mir dabei eine riesen Hilfe und ich kann es euch als begleitende Lektüre sehr ans Herz legen.

#meinKleiderschrankprojekt

Anuschka Rees: Das Kleiderschrank-Projekt, Dumont Verlag 2016

Auch für Mode-Laien

Autorin Anuschka Rees zeigt in simplen Schritten, die auch Style-Anfängerinnen wie ich verstehen, wie wir in einzelnen Schritten systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum finden. Das passt letzlich auch zu meinem beiden Lebenszielen: Ein Slow Family-Life führen (weniger Zeit mit Klamotten-Einkauf und -Auswahl verbringen) und ökologischer leben.

Kleiderschrank aussortieren

Der Weg zu einem ganz individuellen Stil

Ich habe Menschen mit gutem Stil schon immer bewundert. Wie schaffen sie es nur, sich so gekonnt anzuziehen? Ich glaube, das eines meiner Probleme das Einkaufen ist. Ich habe viel zu oft und viel zu schnell zugeschlagen, und das will ich nun anders machen. Anuschka Rees gibt im Buch keinen fertigen Plan für die Garderobe. Sie gibt nicht vor, wie sich Frauen mit welcher Figur zu kleiden haben oder welcher Stil zu welchem Typ Mensch passt. Sie zeigt viel mehr, wie wir selber zu unserem ganz eigenen Style finden und Kleidung so kombinieren, dass es klasse aussieht und genau unserem Ich entspricht. Dabei lernen wir in vier Kapiteln die Grundlagen, den Weg zum eigenen Stil, die Zusammenstellung einer perfekten Garderobe und die Kunst des Shoppens. Klingt klasse, oder?

Um uns wohl und selbstbewusst zu fühlen, brauchen

wir Kleidung, die sich nach uns selbst anfühlt.

(Anuschka Rees, Das Kleiderschrank-Projekt, S. 50)

Outfits dokumentieren

Als erstes mache ich mir mit Hilfe des Kleiderschrankprojekt-Buchs Gedanken zu den Outfits der letzten Wochen und ziehe ein Resumé meiner Klamottenwahl. In welchen Kleidern habe ich mich total wohl gefühlt, welche mochte ich nicht an mir? Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich in Jeans und T-Shirts meist am besten fühle. Wenn ich noch meine hellgraue, weite Strickjacke drüber ziehe, gefalle ich mir richtig gut. Meine Kleidung ist eher sportlich und reduziert, ich bin lieber under- als overdressed und mein Outfit muss in erster Linie bequem sein. Da ich viel mit den Kindern draußen bin, ist der Zwiebellook perfekt, so kann ich mich mal eben wärmer anziehen oder eine Schicht ablegen. Ich stehe nicht so sehr auf Outdoor-Kleidung, aber es muss schon ein wenig funktional sein und vor allem: spielplatztauglich!

Mit Hilfe des Buches schreibe ich meinen Grundstil nieder und beschreibe ganz konkret, welches Ziel ich habe. Dabei fällt mir auf, dass es da doch einige echt gute Teile in meinem Schrank gibt und ich gar nicht so viel ändern muss. Folgende Outfits trage ich am meisten und am liebsten:

  • Alltagskleidung zum Wohlfühlen in schlichten Farben
  • vielseitig einsetzbar
  • klare Schnitte ohne Verzierungen
  • ich mag Jeansstoff, Wolle, Baumwolle, Leinen, Leder
  • die Farben weiß, schwarz, grau und blau.

Meine Problemzonen: Bisher habe ich zu wahllos eingekauft und nicht darauf geachtet, wie ich die neuen Kleider kombinieren kann. Ich bin nicht gut darin, ein Outfit mit Details und Finessen zu komplettieren. Ich mag es nicht, wenn ich in Kleidern schwitze und mir fehlen Klamotten für den Sommer.

#meinkleiderschrankprojekt

Kleiderschrank aussortieren

Ich nehme mir meine Schwester zu Hilfe und wir öffnen den Kleiderschrank. Alles muss raus und wir gehen jedes Stück einzeln durch. In einem großen Spiegel schaue ich mich selbst in jedem Teil an und wir gucken mit kritischem Blick darauf, wie oft ich die Sachen trage. Manchmal habe ich Skrupel, wenn die Klamotte teuer war oder ich daran hänge. Da gibt es dann übrigens kleine Tipps: das Teil in einen Karton in den Keller bringen. Wenn ihr es ein paar Wochen nicht vermisst, kann es weg. Ich habe noch einen anderen Trick ausprobiert; ich habe in der letzen Woche die Sachen getragen, bei denen ich mir unsicher war. Meist war mir gleich nach einer Stunde klar, dass ich mit diesem Stück keine Zukunft habe. Rausgeflogen sind zum Beispiel

  • eine Jeans, die zu tief sitzt und ich sie beim Tragen immerzu hochziehe
  • eine Strickjacke, die mich am Hals kratzt
  • einen Rock, den ich mal selbst genäht habe, der meinem Stil aber überhaupt nicht entspricht
  • mein Hochzeitskleid, das ich gekürzt und gefärbt habe. Es ist nun elfenlila und ich sehe darin aus wie Fluttershy aus der Serie „My little pony“  (Luise ist aber absolut begeistert es kommt in eine Erinnerungskiste 🙂
  • ausgewaschene, ausgeleierte und bedruckte T-Shirts
  • alle Teile, die mir zu groß und zu klein sind
  • diverse knallbunte Tops, in denen ich mich nie wohl gefühlt habe
  • zu edle Bürooutfits
  • die Farben Pink, rot und Grün (stehen mir nicht)

Kleiderschrank aussortieren

Beim Durchgehen der Klamotten habe ich aber auch ein paar Schätze entdeckt. Wir haben zusammen ausprobiert, wie ich den grauen Jeansrock mit einer hellen Bluse kombiniere, dass ich meine Bomberjacke zu Skinnyjeans und sportlichem Top tragen kann oder ein Shirt aufpeppe, indem ich es in die Hose stecke. Mein Tipp: nehmt euch unbedingt eine ehrliche Person dazu, wenn ihr euren Kleiderschrank aussortieren möchtet. Ihr belügt euch nämlich sonst selber. Ohne meine Schwester hätte ich das Hochzeitskleid wieder auf den Bügel und in den Schrank gehängt.

Ich kann euch sagen, dass das Gefühl danach bombastisch war. Mir fiel direkt auf, dass sich ein Farbschema durch den Schrank zieht und ich habe mir eine mentale Notiz gemacht: bleib beim Einkauf bei den Farben, die du gerne trägst.

#meinkleiderschrankprojekt

Im letzten Schritt sind wir dann den Inhalt durchgegangen und ich habe mir notiert, was mir fehlt. Das ist zum Glück nicht viel, denn ich habe echt ne Menge Klamotten (die ich aber jetzt allesamt gerne anziehe). Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die dicken Wintersachen weggepackt und bin meine Sommerkleidung durchgegangen. Auf meinen Notizzettel kamen dann Dinge, die ich für die kommende Saison brauche: drei Sommerhosen (nicht zu kurz und angenehm zu tragen) sowie vier bis fünf T-Shirts und Tops (in meinen Lieblingsfarben grau oder weiß, kein schwarz, da im Sommer unangenehm).

So gehts weiter

Im nächsten Artikel, der am Ende der Woche online geht, erzähle ich euch, wie ich mit Hilfe von einem Pinterest-Board, Fotoapparat und dem sensationellen Buch „Das Kleiderschrank-Projekt“ meinen ganz persönlichen Laura-Stil gefunden und definiert habe. Im letzten Teil erfahrt ihr, was sich beim nächsten Shopping verändert hat und wieso Einkaufen auf diese Weise mehr Spaß macht und auch noch günstiger ist. Ich freue mich, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichtet. Vielleicht habt ihr noch ein paar Tipps zum Kleiderschrank aussortieren, Einkaufen oder Lesen?

Merken

Merken

Merken

Merken

 

Merken

Merken

 

Merken

Merken

Laura

2 Comments

  1. Ich bin ja IMMER angefixt bei so Klamottenthemen. Ich lieeeebe Klamotten. Es hilft tatsächlich sehr, wenn man weiß welche Farben, Schnitte und Muster einem am besten stehen. Alles andere kann wirklich weg. Vor allem das was nicht mehr passt und nie mehr passen wird. ich schleiche seit einer Weile um ein paar Hosen rum, die ich schweren Herzens einfach getrost aussortieren könnte. Schade um die tollen Hosen!
    Was manchmal Wunder wirkt sind neue Strumpfhosen oder Leggings oder ein neues schönes Tuch und es entstehen aus dem Schrank mit dem „alten Krempel“ neue Outfits.
    Man muss gar nicht viel und oft einkaufen. Nur sehr bewusst. Und vor allem nicht jeden Trend mitmachen, sondern die passenden Teile für sich daraus ziehen.
    Ich bin gespannt wie es weiter geht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.