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Feminismus

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Gefühle begleiten mich den ganzen Tag. Das ist soweit menschlich und normal. Sie haben aber viel mit der Familie zu tun und damit, dass ich für vieles zuhause verantwortlich bin. Verantwortung übernehmen Ich war letzte Woche nicht auf dem Abschlussfest der Schule meines Sohnes. Wir hatten so viel um die Ohren vor den Ferien, es war heiß und Oskar müde. Er musste dringend ausruhen und wir blieben im schattigen Haus. Mein Sohn ging mit den Nachbarn los, Anton sollte etwas später vom Büro zum Fest kommen. Die Klasse sang etwas vor, Jimmy war traurig, weil wir Eltern nicht dabei waren. Zuhause haben Anton und ich den Haushalt nicht immer geschafft. Ein Haufen Wäsche blieb übrig, die Kinder hatten keine Socken mehr. In dem Chaos haben wir auch noch Luises Sporttasche verloren und von der Bücherei kam eine Mahnung. Ich guckte noch einmal auf die Woche zurück: Was könnten wir künftig…

Das Dankbarkeitstagebuch Heute morgen begegnete mir auf Instagram eine prominente Mutter, die erzählte, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie hat drei Kinder und eine Menge zuhause zu tun. Sie wollte etwas gegen ihre negative Sichtweise auf die Dinge unternehmen und gegen ihren Unmut angehen. Ihr Plan lautete: jeden Abend zehn Dinge aufzuschreiben, die gut liefen. Wofür sie dankbar ist und was sie alles geschafft haben. So sollte alles besser werden. Amen. Ich möchte die Damen schütteln und rütteln und sagen, dass es so nicht besser wird. Dankbarkeitstagebücher führen und früher aufstehen, drei Minuten am Tag meditieren und am Wochenende den Partner bitten, die Kinder für ein paar Stunden zu übernehmen, sich eine kleine Auszeit gönnen und hinterher ebenjenem mit Dankbarkeit huldigen – all das wird nicht dazu führen, dass es ihr besser geht, vermute ich. Früher aufstehen und öfter meditieren Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich bis…

.. und wie Caroline Rosales Buch „Sexuell verfügbar“ die Augen öffnet (Buchrezension) Neulich im Schuhgeschäft, Luise brauchte neue Sandalen. Mir gefielen die mit den bunten Kringeln, Luise fand die in Metallic-Rosa besser. Nach ein paar Überlegungen hin und her, nach Anprobieren und Probelaufen, schaute sie mich an und sagte: „Mama, ich nehme doch die bunten.“ „Welche findest DU denn schöner?“, fragte ich. Schüchtern zeigte sie auf die Sandalen in Rosa und genau die haben wir dann auch genommen. Mir ging ihr Blick nicht mehr aus dem Kopf. Es hatte mich geschmerzt, dass sie mir zuliebe die bunten Sandalen nehmen wollte und mir ist dabei klar geworden, wie viel Einfluss ich auf ihre Meinung habe, zumindest noch. Meine Söhne nehmen die Schuhe, die ihnen gefallen. Es interessiert sie dabei kaum, was ich denke. Wie kommt es, dass Luise in dieser Beziehung so anders ist? Bitte recht freundlich! Luise wollte es mir…