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Schon länger frage ich mich, was Eltern für sich selbst tun können, um ihren Mental Load ein Stück zu reduzieren. Vor allem alleinerziehende Mütter und Väter wird die Frage interessieren, die aktuell niemanden haben, mit dem sie die mentale Last teilen können. Die ultimative Lösung aller Probleme wird es so schnell nicht geben, dafür brauchen Familien in erster Linie gesamtgesellschaftliche Unterstützung wie flächendeckende Kindergartenplätze und Ganztagsschulen mit Sportangeboten und intensiver Hausaufgabenbetreuung. Aber so lange das noch in den Sternen steht, können wir auch etwas im Privaten tun. Mutter unter Druck Seit Jahren wird Elternschaft immer professioneller. Es gibt kaum ein Thema, zu dem es keinen Ratgeber gibt, und wir planen viele Ereignisse wie Großprojekte. Kindergeburtstage, Buffetbeiträge fürs Kindergartenbuffet, selbstgenähte Kostüme zu Fasching – viele Eltern hängen sich beim Selbermachen richtig ins Zeug und achten bei Kleidung und Nahrung auf beste Qualität. Manchmal scheint es, als wären selbstgebastelte Schultüten und Wolle-Seide-Bodys…

So langsam fällt uns hier mehr und mehr die Decke auf den Kopf. Niemals zuvor waren wir so viel zuhause und manchmal kann ich unsere sonst so geliebten vier Wände nicht mehr sehen. Ob das mit dem Sommerurlaub klappt, ist ungewiss, meine Vorträge sind abgesagt und auch meine heiß geliebte Blogfamilia-Konferenz, auf die ich mich so gefreut habe, kann nicht stattfinden. Dabei habe ich so Lust auf Berlin! All meine Sehnsichtsorte kann ich nur in Gedanken besuchen, aber so ist es nun einmal. Verreisen in Zeiten von Corona geht am besten mit einem guten Buch. Darum stelle ich dir mal drei Bücher vor, die ich in den letzten Wochen verschlungen habe. Sie sind auch eine kleine Auszeit aus der Krise und ich gebe zu, auch eine Auszeit von meiner Familie. Fangen wir an mit Superbusen von Paula Irmschler Eine junge Frau gründet mit ihren Freundinnen eine Band namens Superbusen und…

Oft habe ich gedacht, ich bin ein Alien unter den Müttern, gehöre nicht dazu und kriege den Job auch nicht ordentlich hin. Jedenfalls gelang mir die Umstellung nicht sehr geschmeidig, als mein erstes Kind geboren wurde, und ich war erschrocken, wie schmerzhaft Müdigkeit sein kann und wie sehr ich Ruhe und Freiheit vermissen würde. All das ist neun Jahre her, aber manchmal fühle ich mich immer noch wie ein Eltern-Alien. Vor allem dann, wenn ich das Gefühl habe, vor meiner Familie flüchten zu müssen, weil mir alles zu viel wird. (Stichwort Panic Room) Darf ich vorstellen: ich, hochsensibel Jedenfalls nahm ich neulich ein Buch zur Hand, das ich als Rezensionsexemplar geschickt bekommen hatte, und fand mich darin wieder wie niemals zuvor. Kathrin Borghoff, die Autorin, kenne ich von ihrem Blog ÖkoHippieRabenmutter und habe sie auch schon persönlich getroffen. „Hochsensibel Mama sein“ (Affiliate Link) lautet der Titel und manchmal hatte ich…

Gerade ist es nicht immer leicht –  wir alle hier unter einem Dach. Geht euch sicher genauso, oder? Besonders mit Jimmy und Luise, unseren beiden Wackelzahn-Mäusen, diskutieren wir eine Menge herum. Egal ob es um Medien-Nutzung, Süßigkeiten-Konsum oder Schlafenszeiten geht. Warum ist das eigentlich so und wieso lieben es Kinder in diesem Alter, uns zu provozieren? Hier kommt ein exklusives Probekapitel für dich, das genau so in meinem neuen Ratgeber Wackelzahnpubertät zu finden ist, neben vielen anderen guten Tipps für ein zufriedenes Familienleben. Übrigens kannst du per Kommentar ein Exemplar gewinnen. Wie das geht, kannst du am Ende des Beitrags lesen. „Selber schuld – Katapult!“ – Gelassen auf Rebellen-Provokation reagieren Ich bin mit allen drei Kindern im Supermarkt. Auf einmal nennt Jimmy seinen kleinen Bruder einen „Uhrensohn“. Mir bleibt der Mund offen stehen. „Wo hast du denn dieses Wort her?“, frage ich ihn. „Aus der Schule!“, lautet seine prompte Antwort.…

Es gibt Tage, die fallen heraus aus dem Alltag, und zwar in ganz besonderer Weise. Gestern war so ein Tag, denn als der Postbote schellte und mir ein dickes Paket übergab, wusste ich sofort Bescheid: Die Wackelzahnpubertät ist da! Gemeint ist natürlich mein Buch, mein allererstes selbst geschriebenes Buch. Letztes Jahr ging mein Wunsch in Erfüllung, von dem ich schon als Kind träumte. Wenn man dann ein Exemplar mit dem eigenen Namen in den Händen hält, das es bald richtig und in echt zu kaufen gibt, dann ist das natürlich grandios. Und darum gehts: die Wackelzahnpubertät, das ist die Altersphase von 5 bis 8/9 Jahren, also das Vor- und Grundschulalter. Es gibt so viel zu entdecken, die Kinder entwickeln immer mehr individuelle Interessen, ihre Persönlichkeit schält sich heraus und wir wissen noch genauer, wen wir da vor uns haben: einen ganz wunderbaren Menschen, der unser Leben reicher macht. Aber an…

Lebenswerk von Rachel Cusk Wenn Mütter über ihr Leben mit Kindern erzählen, muss es ein Happy End geben. Denn wo kommen wir da hin, wenn Frauen anfangen, ein paar bittere Wahrheiten zu Papier zu bringen? Immerhin lebt unsere Gesellschaft davon, dass Frauen Kinder bekommen und dann oft ohne Wenn und Aber zuhause sind, Babybrei kochen, Krabbelgruppen besuchen und sich intuitiv und liebevoll ihrer Passion hingeben: sich anderen Menschen zu widmen und selbst im Hintergrund ihres Lebens Platz zu nehmen. Frauen, die Mutterschaft nicht immer nur in rosigen Bildern malen, ernten Kritik, das ist nicht erst seit Orna Donaths Studie mit dem Titel „Regretting Motherhood“ so. Aber auch Rachel Cusks Roman „Lebenswerk. Über das Mutterwerden“ wurde unterschiedlich aufgefasst und vor allem Frauen reagierten wütend auf die sehr ehrliche Schilderung des Mutterwerdens. Es darf nicht geschrieben werden, was nicht sein darf, denn würden wir zugeben, dass es nicht nur traumhaft ist, was…

Mütter zu beschuldigen ist ein alter Taschenspielertrick des Patriarchats: Wie im Zauberer von Oz verwenden wir alle unsere Energie darauf, die böse Hexe aufzuspüren, so dass wir dem Drahtzieher keine Aufmerksamkeit schenken. (Elisabeth Debold, Idelisse Malwe, Marie Wilson, 1994) Mit diesem Zitat beginnt das Buch „Mütterterror“ von Christina Mundlos. Ich habe es verschlungen und sehr viel verstanden. Wieso fühlt sich Muttersein manchmal so unglaublich anstrengend an? Wieso gibt es so viel Ärger, Neid und Missgunst unter Müttern? Wieso trägt die Gesellschaft und der Muttermythos dazu bei, dass es heute extrem fordernd ist, Mutter zu werden? Die Soziologin Christina Mundlos hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht. Die Mutter ist seit vielen hundert Jahren für eine gelungene Kindheit verantwortlich und spürt diesen Druck heute besonders stark. Ob Stillen, Erziehen, Brei und Einschlaf-Rituale, für alles gibt es Bücher, Internettexte und verschiedene Meinungen. Die prasseln dann von Anfang an auf die Mütter…

Das schlechte Gewissen Was wäre denn, wenn ich mir die letzen Jahre völlig umsonst ein schlechtes Gewissen gemacht hätte? Wenn ich nicht dauernd an mir hätte zweifeln müssen, weil ich dachte, keine gute Mutter zu sein? Wenn mir klar gewesen wäre, dass es ganz normal ist, dass ich mich nach Ruhe und Abstand sehne? Dass es völlig ok ist, dass ich dem allgemeinen Mutterbild nicht entspreche, weil das Bild einfach totaler Unfug ist? Ja, was wäre dann? Beim Lesen von Susanne Mireaus neuem Buch „Mutter.Sein“ habe ich das Gefühl, dass mich Jemand in den Arm nimmt und mir erklärt, dass ich gut bin und richtig. Dass all die Ansprüche, die die Gesellschaft an mich stellt oder die ich von mir selbst erwarte, keinerlei guten Grund haben, sondern auf einem Mutter-Mythos beruhen, der uns von einer ganzen Menge konservativer und vor allem männlicher Menschen eingebrockt wurde. Dass wir einem Bild hinterher…

Es wird Herbst und damit auch wieder Zeit für gemütliche Nachmittage zuhause. Nicht immer passt das Wetter, um rauszugehen oder wir haben auch mal keine Lust dazu. Umso mehr freuen wir uns über neuen Lesestoff und haben etwas ganz Besonders entdeckt, das wir dir heute vorstellen möchten. Ein Bilderbuch zum Träumen Die Eule mit der Beule von Susanne Weber und Tanja Jacobs kennen wir natürlich schon länger, aber jetzt gibt es einen ganz neuen Band: „Die kleine Eule fliegt zu den Sternen“ für Kinder ab drei Jahren. Als ich mich mit Oskar auf das Sofa kuschele und anfange zu lesen, setzen sich auch Luise und Jimmy dazu und lauschen gebannt. Die Geschichte ist so niedlich und erzählt doch so viel vom Leben: um nach den Sternen greifen zu können, brauchen wir ziemlich viel Mut. Erst neulich musste Luise sich ganz schön überwinden, als sie ein Fußball-Probetraining besuchte und sah, dass…

„Und die Prinzessin war so lieblich und reizend, dass jeder Mensch sie liebhaben musste…“ hieß es neulich im Märchen, das ich Luise vorlas. Meine Kinder lieben Märchen und eine Kindheit ohne Aschenputtel und Dornröschen mag ich mir nicht vorstellen. Dennoch kann ich es nicht mehr lassen, nach solchen Sätzen kurz zu stoppen und Luise zu erklären, was es für ein Quatsch ist, dass Mädchen lieblich und reizend sein sollen. Wir reden dann auch noch gleich darüber, wieso immer der Prinz die Prinzessin rettet und warum nicht mal umgekehrt. Morgen wollen wir Schneewittchen mal mit vertauschten Rollen lesen. Dann ist die Haut des jungen Mannes so weiß wie Schnee und seine Haare schwarz wie Ebenholz und wird von der Prinzessin im Glassarg mit auf ihr Pferd genommen. Märchen gehören zu einer Kindheit einfach dazu und bieten dann eben genug Diskussionsstoff! Furchtbar finde ich aber die Geschlechter-Klischees in so manchen modernen Kinderbüchern,…