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Mütter zu beschuldigen ist ein alter Taschenspielertrick des Patriarchats: Wie im Zauberer von Oz verwenden wir alle unsere Energie darauf, die böse Hexe aufzuspüren, so dass wir dem Drahtzieher keine Aufmerksamkeit schenken. (Elisabeth Debold, Idelisse Malwe, Marie Wilson, 1994) Mit diesem Zitat beginnt das Buch „Mütterterror“ von Christina Mundlos. Ich habe es verschlungen und sehr viel verstanden. Wieso fühlt sich Muttersein manchmal so unglaublich anstrengend an? Wieso gibt es so viel Ärger, Neid und Missgunst unter Müttern? Wieso trägt die Gesellschaft und der Muttermythos dazu bei, dass es heute extrem fordernd ist, Mutter zu werden? Die Soziologin Christina Mundlos hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht. Die Mutter ist seit vielen hundert Jahren für eine gelungene Kindheit verantwortlich und spürt diesen Druck heute besonders stark. Ob Stillen, Erziehen, Brei und Einschlaf-Rituale, für alles gibt es Bücher, Internettexte und verschiedene Meinungen. Die prasseln dann von Anfang an auf die Mütter…

Das schlechte Gewissen Was wäre denn, wenn ich mir die letzen Jahre völlig umsonst ein schlechtes Gewissen gemacht hätte? Wenn ich nicht dauernd an mir hätte zweifeln müssen, weil ich dachte, keine gute Mutter zu sein? Wenn mir klar gewesen wäre, dass es ganz normal ist, dass ich mich nach Ruhe und Abstand sehne? Dass es völlig ok ist, dass ich dem allgemeinen Mutterbild nicht entspreche, weil das Bild einfach totaler Unfug ist? Ja, was wäre dann? Beim Lesen von Susanne Mireaus neuem Buch „Mutter.Sein“ habe ich das Gefühl, dass mich Jemand in den Arm nimmt und mir erklärt, dass ich gut bin und richtig. Dass all die Ansprüche, die die Gesellschaft an mich stellt oder die ich von mir selbst erwarte, keinerlei guten Grund haben, sondern auf einem Mutter-Mythos beruhen, der uns von einer ganzen Menge konservativer und vor allem männlicher Menschen eingebrockt wurde. Dass wir einem Bild hinterher…

Es wird Herbst und damit auch wieder Zeit für gemütliche Nachmittage zuhause. Nicht immer passt das Wetter, um rauszugehen oder wir haben auch mal keine Lust dazu. Umso mehr freuen wir uns über neuen Lesestoff und haben etwas ganz Besonders entdeckt, das wir dir heute vorstellen möchten. Ein Bilderbuch zum Träumen Die Eule mit der Beule von Susanne Weber und Tanja Jacobs kennen wir natürlich schon länger, aber jetzt gibt es einen ganz neuen Band: „Die kleine Eule fliegt zu den Sternen“ für Kinder ab drei Jahren. Als ich mich mit Oskar auf das Sofa kuschele und anfange zu lesen, setzen sich auch Luise und Jimmy dazu und lauschen gebannt. Die Geschichte ist so niedlich und erzählt doch so viel vom Leben: um nach den Sternen greifen zu können, brauchen wir ziemlich viel Mut. Erst neulich musste Luise sich ganz schön überwinden, als sie ein Fußball-Probetraining besuchte und sah, dass…

„Und die Prinzessin war so lieblich und reizend, dass jeder Mensch sie liebhaben musste…“ hieß es neulich im Märchen, das ich Luise vorlas. Meine Kinder lieben Märchen und eine Kindheit ohne Aschenputtel und Dornröschen mag ich mir nicht vorstellen. Dennoch kann ich es nicht mehr lassen, nach solchen Sätzen kurz zu stoppen und Luise zu erklären, was es für ein Quatsch ist, dass Mädchen lieblich und reizend sein sollen. Wir reden dann auch noch gleich darüber, wieso immer der Prinz die Prinzessin rettet und warum nicht mal umgekehrt. Morgen wollen wir Schneewittchen mal mit vertauschten Rollen lesen. Dann ist die Haut des jungen Mannes so weiß wie Schnee und seine Haare schwarz wie Ebenholz und wird von der Prinzessin im Glassarg mit auf ihr Pferd genommen. Märchen gehören zu einer Kindheit einfach dazu und bieten dann eben genug Diskussionsstoff! Furchtbar finde ich aber die Geschlechter-Klischees in so manchen modernen Kinderbüchern,…

Letzte Woche saß ich im Auto. Wir waren unterwegs zu meinem Schwiegereltern und ich war nach der Woche so unglaublich müde und erschöpft. Aber nicht nur das! Zur Zeit bin ich die Mecker-Mutter in Person und schäme mich für meine Ausbrüche. Hier habe ich darüber geschrieben und viel Rückmeldung bekommen. Wir sind wohl eine ganze Motzgurken-Truppe! Wir fuhren jedenfalls auf der Autobahn und ich las das neue Buch Erziehen ohne Schimpfen (Affiliate Link) von Nicola Schmidt und es traf mich mitten ins Herz: Wie können wir sein – statt was müssen wir tun -, damit es leicht ist? (…) In diesem Buch werden wir uns selbst genauso fürsorglich behanden wie unsere Kinder. Das verspricht „Artgerecht“-Bestseller-Autorin Nicola Schmidt im Vorwort und ich war sehr gespannt auf den Inhalt. Um es vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch habe ich an dem Wochenende verschlungen und war bereits am Montag voller…

Wie sehr hätte ich damals, vor acht Jahren, als Jimmy zur Welt kam, zwei gute Freundinnen gebraucht. Freundinnen wie Lisa und Katharina. Ich war ganz neu im Mütter-Business und fühlte mich mies. Irgendwie ruckelte sich nicht alles so schnell ein wie gedacht. Dabei müsste ich doch eigentlich so glücklich sein! Mein gesundes, süßes Baby war endlich da, auf das ich mich schon Monate lang gefreut hatte. Trotzdem war mir zum Heulen. War war komisch mit mir? Wieso konnte ich nicht so selig strahlen wie all die anderen Frauen? Alles ganz normal, hätten mir meine Freundinnen Lisa und Katharina gesagt. Mach dir keinen Kopf. Mit einem Baby ist man eben nicht immer glücklich. Haufenweise Gefühle gibt es stattdessen: sich unsicher fühlen, müde und verliebt ins Baby sein, überfordert und unterfordert, unglaublich wütend, stolz und manchmal auch verzweifelt. All das gehört zum Mamasein dazu. Und meine Freundinnen Lisa und Katharina hätten mich…

Gefühle begleiten mich den ganzen Tag. Das ist soweit menschlich und normal. Sie haben aber viel mit der Familie zu tun und damit, dass ich für vieles zuhause verantwortlich bin. Verantwortung übernehmen Ich war letzte Woche nicht auf dem Abschlussfest der Schule meines Sohnes. Wir hatten so viel um die Ohren vor den Ferien, es war heiß und Oskar müde. Er musste dringend ausruhen und wir blieben im schattigen Haus. Mein Sohn ging mit den Nachbarn los, Anton sollte etwas später vom Büro zum Fest kommen. Die Klasse sang etwas vor, Jimmy war traurig, weil wir Eltern nicht dabei waren. Zuhause haben Anton und ich den Haushalt nicht immer geschafft. Ein Haufen Wäsche blieb übrig, die Kinder hatten keine Socken mehr. In dem Chaos haben wir auch noch Luises Sporttasche verloren und von der Bücherei kam eine Mahnung. Ich guckte noch einmal auf die Woche zurück: Was könnten wir künftig…

.. und wie Caroline Rosales Buch „Sexuell verfügbar“ die Augen öffnet (Buchrezension) Neulich im Schuhgeschäft, Luise brauchte neue Sandalen. Mir gefielen die mit den bunten Kringeln, Luise fand die in Metallic-Rosa besser. Nach ein paar Überlegungen hin und her, nach Anprobieren und Probelaufen, schaute sie mich an und sagte: „Mama, ich nehme doch die bunten.“ „Welche findest DU denn schöner?“, fragte ich. Schüchtern zeigte sie auf die Sandalen in Rosa und genau die haben wir dann auch genommen. Mir ging ihr Blick nicht mehr aus dem Kopf. Es hatte mich geschmerzt, dass sie mir zuliebe die bunten Sandalen nehmen wollte und mir ist dabei klar geworden, wie viel Einfluss ich auf ihre Meinung habe, zumindest noch. Meine Söhne nehmen die Schuhe, die ihnen gefallen. Es interessiert sie dabei kaum, was ich denke. Wie kommt es, dass Luise in dieser Beziehung so anders ist? Bitte recht freundlich! Luise wollte es mir…

Müttersprechstunde nur für Ehefrauen? Neulich schickte mir Nicole eine Spach-Nachricht über Facebook. Sie schaut meine Müttersprechstunde auf Instagram so gerne an, in der wir Mütter uns austauschen und über Kinder- und Mamathemen quatschen. Neulich sei ihr aber aufgefallen, dass ich oft davon ausgehe, dass Frauen einen Partner haben. Ist aber nicht so, sie sei zum Beispiel alleinerziehend. Sie hat dreijährigen Zwillinge und ist alleine, seit die beiden drei Monate sind. Irgendwann in den ersten Jahren bekam sie einen Burnout, kein Wunder in dieser Situation. Nicole ist jedoch keine Frau, die aufgibt oder langfristig den Mut verliert, also hieß es für sie, sich zu orientieren, nach Hilfe zu suchen und zu recherchieren. Dabei stieß sie auf Instagram auf meine Müttersprechstunde und fühlte sich zunächst verstanden. Mamas, die ähnliche Probleme haben, Wut und starke Gefühle empfinden, viele Stressmomente mit Kindern durchstehen, das Gefühl der Solidarität schätzen und sich austauschen mit Frauen, denen…

Luise und Oskar lieben Vögel! Diesen Winter hat der Opa mit Luise ein Vogelhäuschen gebaut und so konnten die Kinder hinter der Scheibe sitzen und den kleinen Gästen beim Futtern zuschauen. Auch im Natur-Kindergarten, in dem die beiden den ganzen Vormittag draußen sind, lernen sie viel über Vogelarten, in der Nähe wohnt ein Specht und ein paar freche Amseln kommen regelmäßig zu Gast und klauen sich die Brotreste vom Frühstück. Antippen, Spielen, Lernen Auf der Suche nach einem schönen Buch über Vögel bin ich auf dem Bookii-Stift von Tessloff gestoßen. Es gibt ein wunderbares Starterset mit einem Buch über heimische Vögel samt Stift (Affiliate Link). Das Prinzip ist mittlerweile bekannt: der Stift funktioniert elektronisch und kann per Ladekabel aufgeladen werden. Ich muss ihn nur mit dem Computer verbinden und schon lädt er sich die Daten für das Buch aus dem Netz. Nun können Oskar und Luise sich die Seiten anschauen…