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Wieso ein simples Bundesliga-Spiel für Jimmy und mich zum Erlebnis des Jahres wurde, erzähle ich dir heute. Wir haben nämlich eine unglaubliche Reise nach Dortmund gemacht: Jimmy, mein siebenjähriger Sohn, durfte zusammen mit dem Schiedsrichter den Ball in den Signal Iduna Park tragen – vor mehr als 80.000 Fans und in greifbarer Nähe zu seinen größten Idolen, den Spielern von Borussia Dortmund. Grund dafür war eine Einladung vom BVB-Kidsclub, dem Fanclub für Kinder. Aber nun von vorne!

Jimmys große Liebe: Borussia Dortmund

Die Fußball-Leidenschaft ist nicht familiär bedingt. Aber als Jimmy knapp vier Jahre alt war, fing es an. Fußball von morgens bis abends, am Tischkicker und auf dem Rasen. Bald erwachte auch seine Leidenschaft für den einen Verein: Borussia Dortmund, kein anderer sollte es sein. Und das, obwohl wir hier das VfB-Stadion in nächster Nähe haben. Vielleicht liegt es daran, dass die Großeltern aus dem Ruhrgebiet kommen?!

Von nun an tapezierte das Kind sein Zimmer in schwarzgelb und fieberte jedes Wochenende mit, ob der geliebte BVB endlich die verhassten Bayern vom Sockel stoßen würde. Es gab Tränen bei Gegentoren und Wut, als Spieler Pierre-Emerick Aubameyang letztes Jahr den Verein verließ. Die Sportschau im Ersten wurde nun zum festen Termin der Familie und im Radio hörten wir am Wochenende nur noch SWR1 Stadion.

Endlich Mitglied im BVB-Kids Club

Was wünschte sich das Kind zu Weihnachten? Ganz klar, eine Mitgliedschaft im Verein, und so meldete ich ihn im BVB- KidsClub an. Voller Stolz erhielt er seinen Mitgliedsausweis, den er nun stets in seinem Geldbeutel mit sich trägt. Die Mitgliedschaft machte es uns auch möglich, bevorzugt Karten zu erwerben. Die sind nämlich oft ziemlich schnell ausverkauft. Und so fuhren wir Anfang dieses Jahres auf große Reise: mit der Tante im Gepäck ging es das erste Mal nach Dortmund. Der Besuch des Signal Iduna Parks, des größten Stadions in Deutschland, war wirklich bombastisch und sogar die skeptische Tante war begeistert. Wenn 80.000 Menschen „You`ll never walk alone“ singen, ist Gänsehaut vorprogrammiert. Zum Glück hat der BVB gegen Frankfurt gewonnen, der Siegtreffer fiel in den letzten Minuten und Jimmy war im Glück.

Weil Jimmy die ganze Zeit davon sprach, wieder nach Dortmund zu fahren, habe ich den BVB-KidsClub kontaktiert und von meinem Familienblog erzählt. Die Marketing-Abteilung fand die Idee toll, den Kinderclub mal näher vorzustellen und lud uns im Herbst nach Dortmund ein. Wir sollten nicht nur Emma, das Maskottchen treffen, sondern durften ein ganz besonderes Programm absolvieren: ein Spiel besuchen, bei dem Jimmy den Ball ins Stadion tragen durfte, einen der Spieler treffen, das Vereinsmuseum Borusseums und ein Dribbel-Training in der BVB-Fußballschule besuchen.

Los gehts zum BVB

Ausgestattet mit Trikots und Fahnen machten wir uns auf die Reise von Stuttgart nach Dortmund. Zu unserem Glück waren meine beste Freundin und ihr Sohn dabei, der ebenfalls ein riesen Fan des BVB 09 ist. Bei strahlendem Wetter fuhren wir am Samstag schon vormittags zum Stadion. Wie versprochen besuchten wie als erstes die Fan-Welt und die beiden Kinder durften sich ein neues Trikot beflocken lassen.

Fanwelt und Borusseum: die Welt des BVB 09

Dann spielten sie eine Runde Fußball im Indoor-Platz der Fanwelt, während meine Freundin und ich gemütlich Kaffee tranken. Dann wars Zeit fürs Borusseum! Das ist das Vereinsmuseum direkt am Stadion, in dem so einiges geboten wird. Endlich konnte Jimmy in die Vergangenheit seines Vereins eintauchen, bestaunte Pokale, las über die Anfänge am Borsigplatz und löste Insider-Rätselfragen. Der Besuch des Borusseums lohnt sich auf alle Fälle und ist Muss für jeden kleinen und großen Fan. Außerdem kann man dort mit ein paar Runden Tischkicker die Nerven vor dem Spiel beruhigen.

Die Spannung steigt, die Spieler sind da!

So langsam wurde mir mulmig zumute, denn wir sollten bald Yannah vom Kids Club treffen. Vor dem Museum setzten wir uns hin und aßen eine Stadionwurst, die Jungs legten mit ihren neuen Autogrammkarten ihre bevorzugte Startaufstellung. Mittlerweile war eine Menge los und der Stadionsvorplatz war voller schwarzgelb gekleideter Menschen. Auf einmal brandete Jubel auf, denn der Mannschaftsbus fuhr ein und direkt an uns vorbei. Die Atmosphäre vor einem Spiel ist unglaublich, es war aber überall und zu jederzeit friedlich und absolut kinderfreundlich.

Da kamen schon die Mädels vom BVB-KidsClub. Zusammen mit anderen Kindern holte Yannah Jimmy ab, der ein wenig still geworden war. Vermutlich wurde ihm klar, was er da gleich erleben würde. Auch mir kamen ein paar Tränen, denn es ist schon komisch, das Kind in so einer Menschenmasse abzugeben. Wie gut, dass Yannah vom KidsClub so unglaublich lieb und sympathisch war.

Auf zum Spiel Borussia Dortmund gegen den FC Ausgburg

Wir anderen Drei machten uns nun auf ins Stadion. Sobald man hineintritt, überwältigt einen der Anblick der Menschenmenge. Auf der Südtribüne wurden massenhaft Fahnen geschwungen und wir sahen schon die Spieler, die sich auf dem Platz warm machten. Während ich es kaum glauben konnte, dass der kleine Kerl Jimmy da in ein paar Minuten einlaufen würde, zusammen mit Marco Reus und Co, schickte Yannah die ersten Bilder. Jimmy stand mit den anderen Kindern im Stadion Rote Erde nebenan und übte den Einlauf.

Bei uns auf der Tribüne ging es nun los. Die Spieleraufstellung wurde bekannt gegeben, die gelben Schals geschwenkt und die Fußballhymne „You`ll never walk alone“  gesungen. Mein Herz klopfte wie verrückt. Jetzt, in diesem Moment, ging Jimmys großer Traum in Erfüllung und er war seinen Lieblingsspielern ganz nah. Auf einmal ertönte Musik und der Einlauf der Spieler begann. „Da ist Jimmy!“ rief der Sohn meiner Freundin und wir sahen, wie mein Sohn den Ball ergriff und neben dem Schiedsrichter über das Feld lief. Klingt jetzt echt verrückt, aber das war ein unglaublicher Moment. Mein Kind, das da so mutig und stolz vor dieser Menschenmasse über den Rasen geht, zu sehen und dabei zu sein, wenn er etwas erlebt, an das er noch als Erwachsener denken wird, das war einfach großartig. Die Einlaufkinder machten ihre Sache echt toll, zuletzt ließen sie Luftballon steigen und rannten gemeinsam vom Feld. Yannah brachte Jimmy zehn Minuten später zu uns, da hatte das Spiel längst begonnen.

Jimmy fiebert mit

Unglaublich nervenaufreibend waren sie, diese 90 Minuten. Jimmy wollte uns die Einzelheiten zum Einlauf ins Stadion nicht erzählen, seine volle Aufmerksamkeit galt dem Spiel. Als das Gegentor fiel und der FC Augsburg jubelte, weinte er bittere Tränen. Das ganze Spiel war ein einiges Auf und Ab, wir freuten uns, wir ärgerten uns. Das Spiel endete 4:3 für Dortmund und es war eine knappe Kiste. Selig und freudestrahlend standen die Jungs auf ihren Sitzen und 80.000 Fans jubelten minutenlang. Yannah holte die Jungs ab und meine Freundin und ich tranken erst einmal ein großes Bier. Die Stimmung war bestens, die Sonne schien vom Himmel und wir hatten das Gefühl, einen unvergesslichen Tag erlebt zu haben.

Den großen Idolen ganz nah

Für die Jungs ging ein weiterer Wunsch in Erfüllung. Sie durften Julian Weigl treffen, bekamen Autogramme und ein Foto mit dem Profispieler. Am Ende lief uns noch Sebastian Kehl über den Weg. Yannah gab uns den Tipp, zum Parkplatz der Spieler zu laufen. Dort wartete schon eine kleine Menge Kinder auf ihre Stars und tatsächlich holten sich Jimmy und sein Freund noch ein paar Autogramme. Torwart Roman Bürki ist mir in bester Erinnerung, der geduldig all den kleinen Jungen und Mädchen die Karte unterschrieb.

Dribbeltraining wie die Profis

Bevor wir am nächsten Tag abreisten, waren die Jungs noch in der Evonik Fußballschule zum Dribbeltraining eingeladen. Früh morgens um 9 Uhr fanden wir uns erneut am Stadion ein und die Beiden spielten gemeinsam mit Trainern und vielen anderen Jungs in ihrem Alter Fußball. Anschließend gab es eine Urkunde, eine Medaille und noch mehr leuchtende Augen.

Hättest du gedacht, dass Fußball so schön sein kann? Ich niemals. Aber durch Jimmy bin ich auf den Geschmack gekommen. Das Beste daran ist, dass dieses Hobby so viel vereint:Die Kinder bewegen sich, sie lernen, sich in ein Team zu integrieren und an einer Sache dran zu bleiben. Auch dass Jimmy seinen Verein so leidenschaftlich liebt, finde ich grandios. Wer so eine Liebe und Leidenschaft fühlt, der fühlt das Leben!

Unser Besuch im Stadion mit dem Einlauf an der Hand des Schiedsrichters war bisher das großartigste Erlebnis seines jungen Lebens. Nicht nur alle Verwandten und Freunde, sogar die Lehrerin in der Schule hat zuhause am Fernseher mitgefiebert. Richtig froh sind wir, dass es den BVB-KidsClub gibt.

Bis bald in Dortmund, Jimmy und ich kommen nächstes Jahr wiederund wollen dann unbedingt eine Stadion-Tour machen. Und danke noch einmal an den BVB-KidsClub, allen voran Yannah, die uns all das möglich gemacht haben.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Und weil bewegte Bilder das Borussia Dortmund-Gefühl viel besser transportieren können, gibt es noch einen Film dazu:

Kleine Schatzsucher auf dem Nebelhorn

Wenn ich in den Bergen bin, bin ich selig. Irgendwie fällt dann die Alltagslast von mir ab und ich fühle mich wie in einer anderen Welt. Aus diesem Grund fahren wir seit Jahren in die Berge, denn Anton geht es ganz ähnlich. Auch die Kinder genießen unsere Urlaube und sind in der Natur wie verwandelt. Aber mit dem Wandern klappt es meist noch nicht so gut, denn was uns begeistert, findet Jimmy langweilig. „Wieso soll ich die ganze Zeit hier durch die Gegend laufen?“ hat er mich das letzte Mal gefragt, als wir zu einer Familienwanderung aufbrechen wollten. Der Sinn erschließt sich ihm noch nicht so ganz und ich kann ihn gut verstehen. Als Kind bin ich selber mit herabhängenden Mundwinkeln meinen Eltern hinterher getrottet und fand Wandern so spannend wie Matheaufgaben.

ok-Bergbahnen laden uns ein

Ich war in jedem Fall sofort Feuer und Flamme, als ich vom Team der ok-Bergbahnen gefragt wurde, ob ich mit meiner Familie ins Kleinwalsertal zu einer Schatzsuche kommen möchte. Und so brachen Anton und ich vorletztes Wochenende mit den beiden Jungs in Richtung Oberstdorf auf. Gegen Abend kamen wir im wunderschönen Alphotel in Hirschegg an, von dem ich dir später noch erzählen möchte. Nur schon einmal so viel: in einem Familotel ist es super entspannend für Eltern, weil alles bestens auf Familien mit Kindern ausgerichtet ist. Wahnsinn war vor allem die Aussicht auf die Berge, das Fünfgang-Menü und das Hochbett für die Jungs.

Am nächsten Tag waren wir früh morgens um neun verabredet. Andrea und Jörn, die Organisatoren, sowie Yvi vom Blog Mamas Daily und Nadja von Mama im Spagat samt Männern und Söhnen warteten schon am Fuße des Nebelhorns auf uns. Mit einer Gondel ging es dann zur Mittelstation mit einer herrlichen Aussicht auf das Bergpanorama. Übrigens war der Service bestens, denn wir hatten einen Kinderwagen dabei. Überall wurde uns geholfen und es gab Aufzüge, mit denen wir die Treppen umgehen konnten. Es ging schnell voran und auch im Inneren der Gondel wurden wir freundlich begrüßt.

Uff d`r Alp – Erlebnisweg an der Seealpe

„Schon wieder wandern?“ fragte Jimmy, als wir uns auf den Weg machten. „Nein, wir machen einen Schatzsuche!“ erzählte Andrea. Alle Kinder bekamen eine Schatzkarte und Jörn führte uns den Weg voran. An mehreren kleinen Erlebnis-Stationen erklärte er den Kindern Spannendes rund um die Berge, die Natur, das Leben auf der Alpe und die Tiere. Wir überquerten eine Hängebrücke und liefen um eine Biegung. Was für eine riesen Überraschung! Maskottchen Berti, ein riesen großer Adler saß dort auf einem Stamm und wartete auf uns.

Die Jungs waren hin und weg und knuddelten den riesigen Vogel. Nur Oskar hatte ein bisschen Angst und klammerte sich an Anton. Berti zeigte uns dann den Weg zur Schatzkiste. Als wir diese öffneten, sahen wir im Inneren der Kiste einen Hinweis auf den Sticker, sodass wir wussten, welchen wir auf die Schatzkarte kleben sollten. Einen von sechs Klebern hatten wir also schon geschafft. „Auf zur nächsten Schatzkiste“ rief Jimmy begeistert. Er, der noch vor einer halben Stunde absolut keine Lust aufs Wandern hatte, war nicht mehr zu bremsen. Allerdings musste ich ihm dann erklären, dass wir die gesamte Schatzkarte heute nicht schaffen können. Denn eigentlich ist das ein Programm für eine ganze Urlaubswoche. Und das steckt dahinter:

Die Bergbahnfamilie und ihre geniale Schatzsuche

Familien, die in der Gegend Kleinwalsertal / Oberstdorf Urlaub machen, können so mit viel Spaß die ganze Bergwelt entdecken. Und weil „nur“ Wandern für Kinder eben manchmal langweilig ist, gibts für sie die Schatzsuche. Die Oberstdorf Kleinwalsertal-Bergbahnen, kurz ok-Bergbahnen, bringen die großen und kleinen Bergliebhaber neben dem Nebelhorn auch aufs Fellhorn, zum Söllereck, zur Kanzelwand, auf den Heuberg, das Walmendingerhorn und den Ifen. Überall gibt es dann überaus familienfreundliche Wanderwege, teilweise mit Kinderwagen begehbar, auf denen die Kinder sich auf die Schatzsuche begeben können. Die Schatzkarte gibts an allen Kassen der Bergbahnen und es wird auch eine Familienkarte angeboten, in der die Fahrt auf alle Berge enthalten ist. Wer schafft es wohl, im Urlaub die ganze Schatzkarte mit den richtigen Stickern zu bekleben? Am Ende wartet ein Überrschungsschatz, den unsere kleinen Bergsteiger ausnahmsweise schon an diesem Tag bekommen haben.

Wie gut, dass wir in ein paar Wochen wieder in den Gegend sind. Jimmy ist total heiß darauf, die anderen Berge zu besteigen. Ich wundere mich über meinen ehemaligen Wander-Verweigerer, der uns nun bittet, unbedingt eine weitere Station auf dem Nebelhorn zu erklimmen, denn auf dem Höfatsweg wartet ein zweiter Hinweis für die Schatzkarte. Mit Andrea und Jörn sowie den beiden anderen Familien gehts mit der Gondel weiter hoch. Hier essen wir gemeinsam zu Mittag und staunen über den wahnsinnigen Ausblick. Die Kinder erfreuen sich an den Paraglidern, die zu ihren Füßen in die Lüfte starten. Danach gehts noch auf den tollen Abenteuerspielplatz, auf dem sich die Kinder eine ganze Weile vergnügen.

Urlaub für den Kopf

Spätestens jetzt bin ich tiefenentspannt. Die Berge brennen sich jedes Mal in meinen Kopf und ich muss anschließend, wenn ich wieder zuhause bin, nur die Augen zumachen und sehe sie vor mir. Es ist wie eine Gehirn-Entlüftung: der Stress, die Arbeit, Haushalt und Termine lasse ich hinter mir und bin einfach glücklich. So ein Wochenende in den Bergen ist für mich Balsam für die Seele und ich weiß, dass auch in den Köpfen der Kinder das Bergpanorama erhalten bleibt.

Wir trennen uns nun von den anderen. Schwer begeistert bin ich von den Bloggerkolleginnen, die natürlich auch ganz reizende Familien haben. Wir sehen uns auf der Bloggerkonferenz denkst in Nürnberg wieder und ich freu mich schon, sie zu sehen. Auch von Jörn und Andrea verabschieden wir uns. Die Organisation dieses Ausflugs war bombastisch, wir wurden rundum verwöhnt und hoffen, auch die beiden mal wiederzusehen. Anton, Jimmy, Oskar und ich erklimmen jetzt noch die Spitze des Nebelhorns. Beim Ausstieg aus der Gondel wird es uns ein wenig schwindelig. Auf dem absolut gefahrlosen Weg, dem Nordwandsteig, eröffnet sich der Blick in eine Bergwunderwelt und wir schauen 600 Meter in die Tiefe. „Der Wind fährt mir in den Bauch“ beschreibt Jimmy das mulmige Gefühl im Magen. Oskar rennt den Weg entlang und mir wird es trotz brusthoher Absperrung komisch zumute.

 

Prädikat Familienfreundlich

Dann geht es wieder abwärts ins Tal und ich kann mir vorstellen, dass es auch im Winter paradiesisch sein muss. Skier anschnallen und die Hänge herabwedeln, ich jedenfalls habe ein neues Urlaubsziel für die Faschingsferien. Im Übrigen ist die Ausstattung aller ok-Bergbahnen für Familien mit Kindern perfekt ausgerüstet. Es gibt Wickelräume an allen Stationen, Kindermenüs in den Restaurants und Eltern können in den Kinderkraxn-Testcenter die neuesten Kraxen von Deuter kostenlos testen.

Wir sind im September wieder hier und werden uns auf jeden Fall auf dem Erlebnispfad der Kanzelwand umsehen. Hier dreht sich alles um das Thema Wasser: Die Kinder können mit Gumpen, Wasserräder und Schleusen herumexperimentieren. Das wird meinen Dreien gefallen! Obligatorisch ist natürlich auch unser Familienberg, das Söllereck. Hier sind wir bereits mit den Skiern runtergefahren und im Herbst gewandert. Am Ende wartete dann immer eine Fahrt mit dem AllgäuCoaster. Allerdings kennen wir die XXL-Holzkugelbahn noch nicht, die 200 Meter lang sein soll, und auch der Kletterpark wartet darauf, entdeckt zu werden.

Familotel Alphotel

Die Gegend hier ist auf jeden Fall ein Traumgebiet für Eltern und Kinder. Und wenn ihr maximales Urlaubsgefühl sucht, dann ist das Alphotel in Hirschegg, Österreich, die perfekte Unterkunft. Als wir einchecken, düsen Jimmy und Oskar direkt in die Spielecke. Wo wir gehen und stehen finden die Kinder Unterhaltungsmöglichkeiten und wir sehen sie quasi nicht mehr. Am Eingang stehen Kinderwägen zum Leihen, die Zimmer sind bestens für Kinder ausgestattet. Flauschige Bademäntel machen Lust, die Pool-Landschaft zu erkunden und auch das Restaurant ist ein Traum. Die Kinder bedienen sich am Buffet, es gibt Lätzchen für die Kleinen und Kinderstühle an jedem Tisch. Wir Erwachsenen bekommen das Menü am Platz serviert und noch während Anton und ich die Nachspeise genießen, flitzen Jimmy und Oskar raus, um sich die Kindershow und das Hotel-Maskottchen anzuschauen. Wir gesellen uns später mit einem kühlen Bierchen dazu und als es dämmert, vergnügt sich Jimmy mit anderen Kindern auf dem Fußballplatz, während Oskar die Bobbi-Cars testet.

Auch das Frühstück am nächten Tag ließ keine Wünsch offen. Ich habe mir erst einmal einen Cappuccino geholt und mich auf die Terrasse gesetzt, alleine die Aussicht von dort ist ein Besuch wert. Wir merken, wie es uns entspannt, wenn alles auf die Berfürnisse von Kinder ausgerichtet ist. Guter Service, ausgesprochen freundliche Damen an der Rezeption und ein angenehmes Ambiente – ich denke, wir kommen bald wieder her und lassen uns verwöhnen!

Und, was sagst du, wäre das nicht auch ein Urlaubsziel für euch? Ich jedenfalls habe meinen Sehnsuchtsort schon lange gefunden und bin so froh, dass wir die nächsten Urlaube schon gebucht haben. Auch die Kinder freuen sich und Jimmy hat seine Schatzkarte gut aufgehoben – „die kriegen wir voll, Mama!“, hat er neulich gesagt. Und ich finde es spitze, dass er nun auch die Lust am Wandern entdeckt hat.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Hier findest du den Text von Nadja und hier den von Yvi. Vielen lieben Dank an Andrea und Jörn für die Einladung und die wunderbare Reise. Wir haben uns sehr, sehr wohl gefühlt und werden das Wochenende nicht vergessen. Für dich zur Tranzparenz: wir sind von den ok-Bergbahnen zu diesem Bloggerevent eingeladen worden und duften auch im Familotel kostenlos übernachten. Mehr zum Thema Werbung findest du hier.

Auf gehts zum Walliserhof

Mit Kindern Wellness machen, klappt das überhaupt? Das haben Anton und ich ausprobiert, und zwar in einem wunderschönen Hotel im Brandnertal – dem Walliserhof. Ich kenne das Hotel von einem Mädelstrip, der aus Pool entern, saunieren, stundenlang quatschen und Serien gucken in einer zauberhaften Suite bestand. So hatte ich mir das nun auch vorgestellt, vielleicht ohne Quatschen und Serien gucken. Ich verrate so viel: wir hatten ein wunderbares Wochenende und ich würde es jederzeit wieder tun!

Walliserhof Wellness mit Kindern

Ankunft im Walliser Hof

Es ist schon ein Stück Fahrt ins Brandnertal, aber nach ein paar Stündchen mit zwei sehr lieben und Hörspiele hörenden Kindern kamen wir ganz entspannt im Walliserhof an. Entspannt bin ich sowieso, sobald ich Berge sehe. Noch massiver als die uns bekannte Allgäuer Landschaft stehen hier die wunderschönen Berge, zu Fuß des Hotels plätschert der Alvierbach und es sieht aus wie bei Heidi. Weil wir hungrig sind, entern wir erst einmal die Bar und bestellen Pulled-Pork-Burger zum Mittagessen und Eis für die Kinder. Danach schauen wir uns den Garten an. Es gibt zwei junge Enten, die uns die sehr sympathischen Hotelbesitzer Michaela Berthold und Raimund Meyer vorstellen. Wir laufen einmal durch das kühle Tretbecken und entdecken einen Sandkasten mit Spielzeug.

Endlich! Urlaub, Welless, Wochenende – ich freu mich total und lasse mir meine gute Laune von zwei zankenden Kids in der Lobby nicht verderben. Übrigens ist der Walliserhof zwar ein superschickes Designhotel, aber keineswegs etepete. Hier marschieren die Gäste auch mal in Bademantel durch den Eingangsbereich Richtung Pool, daher muss man sich auch mit zwei raufenden Kiddies nicht schämen. Sie entdecken zum Glück sofort zwei Spielzeugkisten in der Lobby, während ich die Zimmerkarten entgegennehme und mir für Sonntag eine Massage buche.

Die Zimmer und der Pool

Wir haben mal wieder ein traumhaftes Zimmer erwischt. Wobei ich glaube, dass alle Zimmer traumhaft sind. Die unterschiedlichen Stockwerke stehen jeweils unter einem bestimmten Motto, wir sind die Gipfelstürmer und im fünften Stock untergebracht. Uns eröffnet sich ein traumhafter Blick auf die Berge, der Boden ist aus Holz, die Gardinen, Kissen und Decken aus hochwertigen Stoffen, zwei gelbe Designlampen hängen an einer Sprossenwand, die als Kleiderschrank dient. Der große Balkon lädt zum Draußen sitzen ein und der Sound des Alvierbachs macht das Zimmerglück perfekt. Jetzt aber schnell in den kanariengelben Bademantel werfen und ab mit den Kindern in den Pool. Anton muss noch arbeiten, dank W-Lan und bequemem Stuhl und Schreibtisch im Zimmer kein Problem. Dass er diesen Schwimmspaß jetzt verpasst, tut mir  sehr leid, denn nie zuvor habe ich so einen schicken Pool gesehen. Bis 17 Uhr dürfen hier Kinder planschen, was ich wirklich einen guten Deal für ein Wellness-Hotel finde. Abends ist dann Ruhe angesagt, die ich selber sehr schätze. Luise und ich schwimmen herum, spritzen uns nass und genießen die Atmosphäre mit Lounge-Musik und einer wundervollen Lampen-Decke. Jimmy hat sich in einen Hängesessel gekuschelt und chillt. Dann legen wir uns alle auf die gemütlichen Matratzen und dösen vor uns hin.

Wellness mit Kindern

Abendessen

Ich freue mich am meisten auf das Abendessen im Walliserhof. Es wird am Tisch serviert – davon kann ich zuhause nur träumen. Es gibt ein 6-Gängemenü für die Erwachsenen und auch für die Kinder ist bestens gesorgt. Die zauberhaften und freundlichen Kellner bringen eine Kinderkarte, auf der viele kleine Mahlzeiten aufgelistet sind und es gibt Stifte zum Malen. Jimmy und Luise sind erst einmal beschäftigt und bekommen bald darauf köstliche Pommes mit selbstgemachtem Ketchup. Anton und ich werden mit Shakesalat, Bauernterrine, Pastinaken-Cremesuppe und Schnitzel vom Rankweiler Ringelschwanz verwöhnt. Die Haltung der Schweine liegt den Gastgebern sehr am Herzen und sie sind sogar wöchentlich vor Ort, um genau zu wissen, was im Walliserhof auf den Tisch kommt. Überhaupt ist die Küche exquisit, ohne abgehoben zu sein. Regional ursprünglich neu interpretiert ist das Motto, die Zutaten vor allem regional und immer frisch. Der Weinschrank ist eine Wucht, es gibt hausgemachte Pasta und selbstgebackenes Brot. Ich weiß nicht, wie das gebacken wird, aber es ist das beste, das ich je gegessen habe. Was mich beeindruckt hat: die Gastgeber packen dauernd mit an und stehen eigentlich ständig an der Kaffeemaschine, um Espresso zu machen oder den Kellnern zu Hand zu gehen.

Zum Nachtisch gibts eine sagenhafte Creme Karamel. Die Kinder waren wirklich sehr lieb, wollen sich aber noch bewegen. Also machen wir einen schönen Abendspaziergang am Fluß entlang, entdecken Esel und marschieren dann gemütlich ins Zimmer. Wir sind ganz schön platt, denn die wundervolle Bergluft macht sehr müde…

Frühstück

Dass das Frühstück im Wallisherhof ein Gedicht ist, ist klar, oder? Das Bircher Müsli ist genau mein Ding, es gibt sogar Honig von eigenen Bienen, Prosecco, selbstgemachte Marmelade und feinste Kaffeespezialitäten. Noch dazu können wir aus einer Karte Eier- und Mehlspeisen wählen und Jimmy bestellt sich gleich zwei Palatschinken mit Schokocreme. Ich bin selig, denn Frühstück zuhause bedeutet für mich erst einmal, noch vor dem ersten Kaffee drei Kinder zu versorgen. Hier einfach eine Bestellung aufzugeben ist unglaublich schön.

Wellness mit Kindern

Nach dem Frühstück marschieren wir gemeinsam in den Pool und auch Anton ist begeistert. Nach ausgiebigem Geplansche machen wir uns auf den Weg zu einem nahe gelegenen Wasserfall. Hier picknicken wir, bauen einen Stausee und bestaunen die Berge. Für mich ist das wie Urlaub für die Seele. In den Bergen zu sein, keine Wäsche waschen zu müssen, kein Frühstück zu machen und verwöhnt zu werden – ich fühle mich wie in einer anderen Welt.

Zurück in meine Welt kehre ich kurzzeitig, als sich Luise und Jimmy am frühen Abend im Hotelzimmer zanken, dass es kracht. Ich schnappe mir die Zeitung und verlasse den Raum. Unten in der Bar fragt mich ein sehr sympathischer Kellner, ob er mir selbstgemachtes Popcorn servieren darf. Ich bestelle ein Bier dazu und lese  – Bingo! Bei diesem Abendessen nehmen die Kinder eine Runde Pommes und gehen dann aufs Zimmer, um einen Film zu schauen. Anton und ich genießen das Menü, sind ganz für uns und erfreuen uns an unserem kleinen Wellness-Urlaub im Walliserhof.

Wellness mit Kindern

Massage und Abreise

Am nächsten Morgen heißt es dann schon wieder Koffer packen. Aber wir genießen noch einmal ausgiebig das Frühstücksbuffet und ich danach eine wunderbare Massage. Hier gibts Naturkosmetik aus Birke, Hagebutte und Bergkräutern, die Gäste als Erinnerung auch erwerben können. Der Duft ist betörend!

Massage, Gesichtsbehandlung, Maniküre – was das Herz begehrt!

Anton und die Kinder spielen in der Zeit im idyllischen Garten und drehen eine Runde im Tretbecken. Dabei lernen sie den jüngsten Sohn der Gastgeber kennen. Vier Kinder haben die beiden und ich finde, im Hotel merkt man, dass Eltern am Werk waren. Es ist definitiv kein „Kinderhotel“, dennoch sind Kinder willkommen. Sie dürfen überall teilhaben, mitessen, im Garten spielen, in den Pool hüpfen und ein Kindermenü wählen. Aber es finden auch die Erwachsenen Ruhe. Beste Aussichten darauf, dass alle zufrieden und glücklich sind, oder? Und trotzdem hier in erster Linie Menschen ohne kleine Kinder Urlaub machen, fühlten wir uns als Familie sehr willkommen.

Alles ist so liebevoll und geschmackvoll eingerichtet – ein Ort zum Wohlfühlen

Die Kinder wurden überaus lieb behandelt, die Kellner haben sich sehr um sie bemüht. Insofern fällt mein Resümee folgendermaßen aus: Wellness-Urlaub  mit Kindern kann klappen, wenn man das richtige Hotel aussucht. Der Walliserhof ist ausgezeichnet dafür, aber es ist natürlich auch die reinste Oase für eine Mama-Auszeit. Und die buche ich direkt, zusammen mit meiner Schwester und meiner Freundin. Wäre das auch was für dich? Dann habe ich einen Tipp: Wir haben mal in der Nebensaison ein Komplett-Paket inkl. Anwendungen gebucht und haben damals ein super Schnäppchen gemacht. Und wenn ihr euch als Familie gemeinsam verwöhnen lassen wollt, mit allem Drum und Dran, dann ist der Walliserhof erste Sahne. Hier gibts im Übrigen auch eine ganz fantastische Sportwelt zu entdecken. Der Hausherr nimmt die Hotelgäste mit auf eine E Bike-Tour, es gibt zwei Tennisplätze, ein sensationelles Wander- und Skigebiet, einen hauseigenen Fitnessraum sowie einen Pool, in dem man wirklich richtige Bahnen ziehen kann. Darüber hinaus bietet das Hotel immer wieder die tollsten Attraktionen an: Brot backen lernen, Joghurt aus frischer Bergmilch zubereiten, Wanderungen zur Alm, Fotoworkshops, Weindegustationen, geführte Naturheilwanderungen und vieles mehr. Die Natur und die Landschaft im Brandertal ist gigantisch und das nächste Mal wollen wir unbedingt den malerischen Lünersee im Rätikongebirge entdecken – dazu hatten die Kids am Sonntag leider keine Lust mehr.

Ich lege mich jetzt aufs Sofa, mach ein wenig Lounge-Musik rein und träume mich ins Brandnertal. Und Einrichtungsideen habe ich nun massenhaft.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ps.: Den Wallisherhof findest du auch auf Instagram. Dort bekommst du einen guten Eindruck vom Hotel. Auf Instagram gibts jetzt übrigens was ganz Neues: Instagram-TV. Auch Wunsch hin werde ich auf meinem Kanal ein paar meiner Ordnungs- und Organisations-Tipps für Familien hochladen. Komm doch mal vorbei und diskutier in den Live-Videos gerne mit! Das macht unglaublich Spaß und wir Frauen haben danach immer das Gefühl, dass es irgendwie überall gleichlaut und chaotisch zugeht und das Elternsein furchtbar anstrengend, aber auch furchtbar schön ist.

Zocken im Zug

Ich bin mit den beiden größeren Kindern schon öfter Bahn gefahren und es steht demnächst wieder eine längere Reise an. Luise ist ja schon fünf, Jimmy fast sieben, da sind zum Glück ein paar Stunden im Zug kein Problem mehr. Bisher konnte ich Oskar zum Glück bei Oma, Opa oder Anton parken, denn der wäre nach einer halben Stunde genervt – und ich auch!

Ich finde Bahn fahren sogar richtig entspannend, nehme dann meinen Computer mit, höre Musik oder lese Zeitung. Aber eines liebe ich am meisten: Karten spielen und ich bin echt happy, dass ich dieses Hobby nun endlich mit meinen Kindern ausleben kann. So haben wir uns ein paar richtig coole Kartenspiele von AMIGO für die Fahrt ausgesucht, die wir nun schon getestet und für sehr gut befunden haben. Ein bisschen muss ich aufpassen, dass Luise gut mitkommt. Mit Jimmy kann ich sogar schon das komplexe Kartenspiel „Bonanza“ spielen, aber dafür ist Luise einfach noch zu klein. Außerdem kann sie noch nicht lesen. Heute verrate ich dir also unsere liebsten Kartenspiele und ich erzähle dir, wie ich mich noch mit den Kindern auf die Bahnfahrt vorbereite. Mit einer Tasche voll Snacks und Hilfsmitteln gegen Langeweile haben wir nämlich keine anstrengende Reise, sondern einen lustigen Nachmittag vor uns!

6nimmt! Junior

Der Spieleklassiker jetzt auch für die Jüngsten!

6 nimmt habe ich selbst schon früher mit meinen Eltern gespielt, allerdings war ich etwas älter als die beiden Kinder. Diese Variante ist perfekt für das gemischte Alter von fünf und sieben Jahren. Besonders hingerissen sind natürlich Tierfans, weshalb Luise sofort darauf abfuhr. Und weil sie eine Pferdenärrin ist, hat sie sich mal gleich alle Pony-Karten geschnappt. „So gehts nicht“, habe ich mit den Spielregeln in der Hand  gerufen und dem Kind zur Beruhigung eine Zimtschnecke überreicht. Dann aber gings los:

Oh nein, bald regnet es und wir müssen schnell alle Tiere in den Stall bringen. Der Reihe nach ziehen wir eine Tier-Karte und legen sie an einen der vier Ställe an. Wenn ein Tier schon im Stall ist, muss es in einen anderen Stall. Ist das Tier schon in jedem Stall vorhanden, darf man sich einen Stall aussuchen. Wer die sechste Tier-Karte anlegt, bekommt alle sechs Karten. Der Gewinnder ist am Ende der mit den meisten Karten.

Das Spiel ist schnell verstanden, spielt sich ratzfatz und macht richtig Spaß. Jimmys Kommentare, er würde lieber Fußballer in die Kabine bringen, überhöre ich. Luise ist ein wenig sauer, weil sie verloren hat. Aber beim nächsten Spiel gewinnt sie garantiert.

Der Plumpsack geht um

Dieses Spiel hat uns auch sehr gut gefallen, denn für uns Erwachsene ist es echt kniffelig. Die Kids mit ihrem Elefantenhirn sind da klar im Vorteil:

Acht Karten mit Gegenständen werden im Kreis ausgelegt. Wir haben ein paar Minuten, um uns die Gegenstände einzuprägen, dann wird umgedreht. Luise beginnt und legt die Plumpsackkarte an eine beliebige Karte an. Nun muss ich sagen, was sich darunter befindet. Stimmt es, darf ich den Plumpsack so viele Felder weiterziehen, wie es auf der Karte steht. Dann muss ich wieder raten. Kommt der Plumpsack an einer aufgedeckten Karte an, darf ich diese nehmen und eine neue hinlegen. Der nächste ist dran. Wer als erstes drei Karten hat, gewinnt. Wir haben uns einen super Trick überlegt, mit dem das Spiel noch viel mehr Spaß macht: wir denken uns am Anfang eine Geschichte rund um die Gegenstände aus und können uns die Karten dann viel besser merken. Außerdem lachen wir uns kaputt über die lustigen Dinge, die uns einfallen.

Kunterbunt Duo

Aufgepasst und Augen auf – jetzt ist doppelt so viel drauf!

Was für eine geniale Idee für ein Kartenspiel! Wir decken einfach zwei Karten auf und müssen schnell erkennen, welcher Gegenstand als einziger auf beiden Karten zu sehen ist. Wer sie findet, darf sich eine der Karten nehmen und eine neue aufdecken. Wer die meisten Karten hat, gewinnt. Das ist so einfach wie genial und auch wenn die Optik nach Kinderspiel aussieht, so ist es auch für Erwachsene ein mega Spaß!

Wir sind mit diesen lustigen Kartenspielen in jedem Fall bestens auf unsere Zugreise vorbereitet. Was eine Reise mit der Bahn außerdem vergnüglicher macht, habe ich dir aufgelistet:

  • Sitze reservieren, am besten im Kleinkind- oder im Familienbereich und auf jeden Fall mit Tisch zum Kartenspielen. Da können die Kinder dann auch lauter sein und mal ne Runde toben
  • Darauf achten, dass beim Umstieg genug Zeit bleibt. Ich bin mal mit Luise in Frankfurt in zwei Minuten von Gleis zwei zu Gleis zwölf gerast, das war eine Tortur, sage ich dir
  • Genug Snacks und Getränke einpacken: wir schmieren uns immer ein paar Laugenbrötchen mit Frischkäse und Salat, nehmen Zimtschnecken und Gummibären mit sowie Apfelschnitze, Nüsse und Rosinen. Dazu gibts Wasser und Saftschorle
  • Mediale Unterhaltung: meist gibt es in den Zügen W-Lan, aber das fällt ab und zu aus oder ist überlastet. Darum spiele ich vor der Fahrt ein paar kleine Filmchen aufs Tablet und packe Doppelstecker und zwei Kopfhörer für die Beiden ein
  • Wir nehmen immer kleine Rätselblöcke oder was zum Malen mit
  • Seife oder Desinfektionsmittel ist prima, wenn die Kinder auf die Toilette müssen und die Spender alle sind
  • Einmal durch den Zug laufen und sich die Beine vertreten. So lange kann sicher ein Nebensitzer auf die Wertsachen aufpassen. Dann einen Zwischenstopp im Speisewagen einlegen. Für Mama gibts einen Kaffee, für die Kinder was Süßes

Am meisten freuen wir uns aber aufs gemeinsame Kartenspielen. Ausgestattet mit Reiseproviant haben wir so in der Bahn richtig viel Spaß zusammen. Übrigens haben wir eines der Kartenspiele auch sonst immer dabei. Wenn wir beim Kinderarzt warten oder irgendwo sitzen und sich Jimmy und Luise langweilen, haben wir immer einen guten Zeitvertreib. Für Oskar gibts so lange ein Bilderbuch.

Gewinnspiel

Damit auch du mit den Kindern richtig loszocken kannst oder bestens auf eine Zugreise vorbereitet bist, verlose ich jeweils eines der Kartenspiele. Dafür musst du mir einfach einen Kommentar da lassen in dem steht, welches Spiel dir am besten gefällt: Der Plumpsack geht um, Kundertbunt Duo oder 6nimmt! Junior. Lustig sind alle, das haben wir wirklich ausgiebig getestet. Übrigens sind alle Karten extra stabil für Kinderhände, ab fünf Jahren bestens geeignet und für zwei bis fünf Spieler, Kunterbunt Duo sogar für bis zu acht Spielern.

Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse per Email zur Weiterleitung an den Verlag mitteilst. Deine Adresse wird nur zum Versand des Spiels genutzt und anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr Infos zum Gewinnspiel findest du hier.

Das Gewinnspiel beginnt heute, am 27. Mai 2018, und endet am 03. Juni.18 um 23.59Uhr. Die Gewinner werden danach per Los ermittelt und von mir per Email benachrichtigt.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Spielen mit den Kindern und eine angenehme Reise ohne Stress und Ärger!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Ps.: Warum hier Werbung über dem Text steht und wie das mit so einem Blog funktioniert? Das erkläre ich dir hier.

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Seitdem wir Kinder haben sehen unsere Urlaube etwas anders aus 😉 Wir brauchen und genießen guten Service im Urlaub. Vor allem möchte ich mich mit Kindern nicht als Störfaktor für andere Urlauber fühlen. Daher haben wir in den letzten vier Jahren ausschließlich Urlaub in Familienhotels gemacht und waren immer begeistert. Alles Negative was wir vorab gehört hatten traf für uns nicht ein. Es gab keine Massenhaft kranken Kinder und bei den Mahlzeiten ging es nicht wie auf einem sehr lauten Schlachtfeld zu 😉

Dieses Mal durften wir dank Familotel das erste mal eines ihrer Hotels besuchen. Urlaub auf familisch im Sonnenpark in Willingen für ein ganzes Wochenende. Und wenn ich diesen Urlaub mit einem Lied beschreiben müsste, wäre es folgendes „Egal ob es regnet, stürmt oder schneit…“ Denn ganz ehrlich was ist bei Urlauben immer eine meiner größten Ängste? Schlechtes Wetter! Mit Kindern ja auch noch mal eine Nummer, wenn einem drinnen die Decke auf den Kopf fällt.

Also diese Sorge brauchten wir uns an unserem herrlichen Wochenende nicht machen, denn ob draußen oder drinnen es gibt im Sonnenpark einfach unzählige schöne Spielmöglichkeiten. Trampoline, Hüpfburg, Tollhaus, versch. Wasserbecken (drinnen und draußen), Softplayanlage, Pferde, Hasen, Hamster, Tischtennis, Kinoraum, Kinderbetreuung und und und. Wir hatten keine Pläne und haben uns das komplette Wochenende von den Kindern leiten lassen, die einfach nur happy waren. Es war wirklich das rundum sorglos Paket. Ach und als absolute Weinliebhaberin war ich natürlich sehr angetan von der allabendlichen Weinempfehlung, bei der es auch jeweils (rot und weiß) eine alkoholfreie Variante gab.

Eine Sache macht mich jedoch immer noch ganz traurig. Wir hatten absolut keine Zeit uns in dem wunderschönen Spa/Wellness Bereich aufzuhalten. Tagsüber haben unsere Kinder uns in Beschlag genommen und Abends waren wir einfach zu müde. Dafür hätten wir sicherlich noch ein paar Tage länger dort gebraucht.

Und wie sagt man so schön? Bilder sagen mehr wie Worte, daher gibt es jetzt mal ein paar Impressionen für dich. Indoor habe ich vieles nicht fotografiert bekommen, weil ich selbst auf die Hüpfburg und die Trampoline bin 😉

Was ich auch sehr besonders am Sonnenpark fand, war die Liebe zum Detail. Überall waren kleine Highlights versteckt und es gab kein liebloses zusammen stückeln. Ich glaube, dass Familie Vollbracht (Besitzer des Sonnenparks) einen besonderen Faible für schöne Leuchten hat 😉

So, und wer jetzt so richtig Lust bekommen hat kann gerne mal auf die Seite von Familotel gehen und sich die Hotels in Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol und Ungarn angucken. Da ist sicherlich für jeden das passende dabei. Familotel kennt sich auf jeden Fall super gut mit Familien und deren Bedürfnissen aus, denn sie Blicken auf 20 Jahre Erfahrung und 60 individuelle Hotels die alle eins vereint „Schöne-Ferien-Garantie“

Das schwarze Loch

Ich habe ab und zu das Gefühl, durchzudrehen. Ich meine nicht das alltägliche Gefühl, wenn ich mich mal dringend zwei Minuten aufs Klo einschließen muss um durchzuatmen, weil die Tochter mal wieder keine der angebotenen Jeans anziehen möchte. Nein, ich meine so ein Gefühl, das sich langsam anbahnt. Eine bleierne Alltagsmüdigkeit überkommt mich dann und Freudlosigkeit beim Aufstehen. Ich sehe nur noch schwarz, nicht mehr die Sonne draußen, das Kinderlachen und den freundlichen Blick von Anton, wenn er mir den Kaffee reicht. Ich sehe nur Berge von Wäsche, lange To-Do-Listen und habe einfach keine Lust mehr auf mein turbulentes Familien-Beruf-Vereinbarkeitsleben.

Mama hat den Baby-Blues

Meist bin ich nach ein, zwei Tagen wieder fit und finde wieder Freude am Alltag. Es kam aber auch schon vor, da verging dieses Gefühl wochenlang nicht. Und es machte mir Angst. Das erste und schlimmste Mal war es da, als Jimmy geboren wurde. Er hat sehr viel geschrien und ich war erschrocken von meinem neuen Leben mit Baby alleine zuhause. Während alle Neumütter in der Rückbildungsgruppe strahlten, hätte ich weinen können. Der Schlafentzug, das viele Weinen und meine eigene Leere hat mich total fertig gemacht. Als ich heulend mit dem Frauenarzt sprach und der mir sagte, dass meine Gefühle normal sind, war ich ein wenig beruhigt. Und als ich dann noch Rike Drusts Buch Muttergefühle. Gesamtausgabe (Affiliate Link) las und zum ersten Mal merkte, dass auch andere Mütter ihr neues Leben ab und zu ganz schön schwierig finden, war ich einigermaßen wiederhergestellt.

Mutter-Kind-Kur – eine gute Idee?

Beim zweiten Baby wusste ich, was auf mich zukam. Ich fand alles viel einfacher und war beruhigt, weil ich in spätestens einem Jahr wieder mehr Schlaf, mehr Zeit und mehr Freiheit haben würde. Aber nach genau einem Jahr überkam mich trotzdem wieder dieses schwere Gefühl und alles wurde mir zu viel! Der Vierjährige, das Krabbelkind, der Haushalt, der Start ins Berufsleben – was ich da zu wuppen hatte, war auch echt ne Menge. Als wir dann Freunde besuchen wollten und ich beim Kofferpacken war, konnte ich nicht mehr. Ich habe mich in die Küche gesetzt und nur noch geheult, bis Anton kam. Die nächsten Tage fühlte ich ein Kribbeln in den Händen und mir wurde immer wieder schwindelig. Ich bin eine schlimme Hypochonderin, ergoogelte mir die schlimmsten Diagnosen und saß dann mit zitternder Stimme beim Hausarzt und erzählte ihm, dass ich depressiv sei und zudem an einer schweren Muskelerkrankung leide. Ich hatte ein zweites Mal Glück mit dem Doktor und er fragte ein wenig nach. Seine professionelle Diagnose war weitaus harmloser: Er bestätigte mir, dass Kindererziehung Schwerstarbeit ist und diese Erschöpfungssyndrome deshalb leicht erklärbar wären. Er empfahl mir eine Mutter-Kind-Kur und ich fand die Idee sofort genial.

Ich ließ mich beraten und war schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Mit einem einjährigen Kind ist das nämlich nicht so einfach. Die meisten Kur-Kliniken nehmen so kleine Kinder nicht auf. Die Frau von der Beratungsstelle sagte mir außerdem, dass die Eingewöhnung dann meist so lange dauert, bis der Aufenthalt fast zu Ende ist. War ja irgendwie auch logisch und nachvollziehbar, dass sich so ein kleines Kind nicht mal eben in einer fremden Kita-Truppe abgeben ließe. Also nahm ich den Antrag zurück. Aus dem Loch holte ich mich mit Hilfe meiner Eltern, Anton und einer Menge frischer Luft raus, aber so einen Rückhalt haben schließlich nicht alle Mütter.

Ich fahre alleine!

To make a long story short: auch vor einem halben Jahr saß ich mal wieder weinend vor einer Ärztin. Dieses Mal hatte ich grauenvolle Rückenschmerzen und der ganze Alltag erschien mir wie eine Last. Bei der Beratungsstelle erfuhr ich, dass es Kliniken gibt, die Zweijährige mit aufnehmen. Aber dann lag ich nachts mit meinen hustenden Kindern im Bett und malte mir aus, wie das wohl wäre: drei Wochen mit allen Dreien in einem Zimmer, womöglich noch ein fieser Husten oder Mageninfekt, der uns alle niederstreckt – ich habe noch am nächsten Tag meine Kuridee verworfen.

Zufällig erzählte mir eine liebe Freundin von einer Mütter-Kur ohne Kinder, und dass ihr Aufenthalt himmlisch gewesen sei. Ich ging zur Beratungsstelle und dort erklärte mir die nette Dame, dass das tatsächlich möglich ist. Während meiner Abwesenheit würde uns eine Haushaltshilfe bewilligt, weil Anton nicht drei Wochen Urlaub nehmen kann. Sie empfahl mir eine Kurklinik, die nicht zu weit weg von zuhause ist. Als sie mir von der Landschaft und dem Frühstücksbuffet vorschwärmte und mir bewusst wurde, dass ich dort ein Zimmer nur für mich, drei Mahlzeiten am Tag sowie Sportangebote in Massen haben würde, habe ich wieder geweint. Dieses Mal vor Glück.

Und jetzt freue ich mich wie verrückt auf meine Auszeit im Allgäu. Na klar, ich werde ungeheuerliches Heimweh nach meiner Familie haben. Aber sicher wird es mir gut tun, mich nach so vielen Jahren wieder nur um mich zu kümmern. Ich verspreche mir vor allem, dass ich dort lerne, den Alltag besser bewältigen zu können. Mehr auf mich schauen, die Ansprüche runterschrauben und Pausen machen – ich bin mir sicher, das wird mir künftig besser gelingen.

Burn Out vermeiden, mein Ziel für die Kur!

Auch meiner Familie mute ich damit etwas zu. Anton hat aber zum Glück Unterstützung von meinen lieben Eltern und weil es nicht so weit zu mir ist, können sie mich alle mal besuchen. Die Kinder werden sicher auch traurig sein, aber sie werden profitieren von einer Mama, die entspannter und gesunder heim kommen wird. Und weil ich weiß wie es sich anfühlt, wenn die große Traurigkeit zuschlägt, ist mir bewusst, dass Depressionen kein Schnupfen sind. Wir Mütter (und natürlich auch Väter) leisten jeden Tag eine ganze Menge. Uns vor einem Burn Out zu bewahren sind wir unserer Familie schuldig, aber vor allem uns selbst!

Wenn du also auch darüber nachdenkst, eine Kur zu machen, ob mit oder ohne Kinder, dann informiere dich bei deiner Krankenkasse. Erziehende haben im Grunde genommen alle vier Jahre Anspruch auf eine Kur. Welche Bedingungen da genau erfüllt sein müssen, um den Antrag bewilligt zu bekommen, musst du mal erfragen. Mir hat am meisten die Beratung des Kreisdiakonieverbands unseres Landkreises geholfen. Außerdem kannst du bei Kerstin von Chaoshochzwei nachlesen, wie es bei ihr zum Kurantrag kam und Beatrice von BeatriceConfuss hat es gewagt – sie war mit ihren Dreien an der Ostsee. Hier ist noch ein Erfahrungsbericht einer Mutter, der in der FAZ zu lesen war.

Juchuuu, es gibt was zu gewinnen!

Und jetzt schenke ich dir eine Mini-Kur nur für dich. Du kannst mit etwas Glück das ganz wunderbare Buch der genialen Marlene Hellene gewinnen: Man bekommt ja so viel zurück. Leitfaden für verwirrte Mütter (Affiliate Link). Ich habe ein Rezensionsexemplar erhalten und mich beim Lesen kaputt gelacht. Nichts hilft so viel gegen den Alltagsüberdruss wie ein richtig guter Lachanfall, und diesen wirst du beim Lesen dieses Krachers auf jeder zweiten Seite haben. Außerdem gibt es das beste Medikament für Mütter gratis dazu. Es besteht aus dem guten Gefühl, dass es uns allen ähnlich geht. Und dass Fernseher anmachen, Schokomüsli verabreichen und Fragen von Kleinkinder mit Ist halt so zu beantworten unter Eltern nicht strafbar ist. Wir machen es doch alle, seien wir ehrlich!

Übrigens gibt es eine zweite Verlosung auf meinem Instagram-Kanal!

Heute erzähle ich dir von unserem Ausflug ins Ravensburger Spieleland. Für diesen Bericht wurden wir Fünf eingeladen und durften das Spieleland einen Tag kostenlos testen. Dennoch ist meine Bewertung (wie immer) absolut unabhängig und meine Begeisterung tatsächlich groß!

Auf gehts ins Ravensburger Spieleland

Wir stehen schon um halb zehn vor den Toren des Ravensburger Spielelands. Es ist ein warmer, sonniger Tag im April und wir Fünf freuen uns wie verrückt, denn wir haben uns das perfekte Wetter für unser Urlaubs-Highlight rausgesucht. Als wenig später die Kassen öffnen und wir das Ticket in der Hand halten, gibts kein Halten mehr. Jimmy, Luise und ich stürzen los und ich fühle mich für die nächsten Stunden wie ihre große Schwester. Anton und Oskar schieben eine ruhige Kugel und kommen gemütlich hinterher.

Vor drei Jahren war ich mit Jimmy im Rahmen einer Pressereise für die Elternzeitung Luftballon schon einmal hier und kenne mich ein wenig aus. Als erstes gibts das obligatorische Foto mit Käpt`n Blaubär und dann gehts weiter zu den Pferdchen. Davon habe ich Luise schon Tage vorher erzählt und wir schwingen uns gemeinsam auf ein braunes Pony, das uns auf Schienen und munter wiehernd eine Runde mitnimmt. Es ist noch relativ leer im Ravensburger Spieleland und wir stürmen gleich weiter. Jimmy und Papa fahren mit dem turbulenten und nagelneuen Brio-Boot, für das Luise noch zu klein ist. Vor jedem Fahrgeschäft ist genau nachzulesen, ab welchem Alter die Kinder fahren dürfen und ob sie Begleitung brauchen.

Besuch im Ravensburger Spieleland

Rein ins Vergnügen

Von Ferne sehen wir die riesen Rutsche und ich stürze mich mit den Kindern den Berg hoch. Das sieht gigantisch aus und wir werden von einem sehr freundlichen jungen Mann eingewiesen. Erst rutsche ich mit Jimmy, dann mit Luise einen steilen Berg hinab und wir schreien vor Freude. Es kribbelt wie verrückt im Bauch und unten angekommen klopft unser Herz.

Wir nutzen die frühen Stunden und fahren die Bobbahn und probieren die Wildwasserbahn aus. Luise darf wieder nicht mit, sie ist noch zu klein. Auch Oskar muss natürlich warten, denn außer dem kleinen Entchen-Karussel sind die meisten Fahrgeschäfte nichts für knapp Zweijährige. Aber das ist kein Problem. An jeder Haltestelle gibt es Bänke und kleine Sandkästen, an denen sich die Krabbelkinder vergnügen und Eltern warten können. Für Schatten ist ebenfalls überall gesorgt.

Besuch im Ravensburger Spieleland

Spaß bei jeder Wetterlage

Überhaupt bin ich begeistert, wie sauber, aufgeräumt und gut organisiert hier alles ist. Überall erklären oder weisen junge und ausgesprochen freundliche Leute uns ein und passen auf, dass nichts passiert. Wieder kommen wir an genialen Rutschen vorbei. Drei nebeneinander, eine mit fast freiem Fall nach unten, die ich gleich ausprobiere. Zusammen mit Luise steige ich dann wieder hinauf und auf einem Teppich rutschen wir jubelnd hinunter. Von oben haben wir eine gigantische Aussicht auf die Berge und wir freuen uns so sehr, dass wir so Glück mit dem Wetter haben. Vor drei Jahren waren wir an einem regnerischen Tag hier, aber auch das hatte seine Vorteile. Es war kaum was los und wir konnten uns bei einem Regenschauer im Mauskino und im Ritter Sport-Haus vergnügen, wo wir unsere eigene Schokolade kreiert haben.

Besuch im Ravensburger Spieleland

Es ist Zeit für eine Mittagspause und wir setzen uns auf Bänke, die neben der Fußballstation stehen. Jimmy interessiert sich weniger für Butterbrote, Würstchen und Tee, sondern misst die Geschwindigkeit seines Schusses und spielt ein Match mit anderen Kindern. Hier gibt es viele Möglichkeiten für Kinder, sich richtig zu bewegen. Am meisten begeistert mich aber der kleine Basketballplatz im Mausbereich. Anton, der selber teuflisch gut spielt, wirft mit den Kindern ein paar Körbe und Luise erweist sich als Nachwuchstalent. Praktisch, dass Oskar im Wagen sein Schläfchen hält. Wir lassen die Kinder den Gleichgewichtsparcour durchturnen und setzen uns für einen Cappuccino ins Café.

Besuch im Ravensburger Spieleland

Besuch im Ravensburger Spieleland

Besuch im Ravensburger Spieleland

Für jedes Alter was dabei

Als Oskar aufwacht, darf er mit Anton und Luise eine Runde Boot fahren. Leider findet er das nicht so vergnüglich, aber trotzdem kommt auch er an diesem Tag nicht zu kurz. An jeder Ecke gibts die tollsten Spielplätze und er erfreut sich im Wagen sitzend an einem riesigen Eis. Jimmy, Luise und ich fahren mit Mondauto und Tretboot und entdecken dann das große Magische Labyrinth. Jimmy spielt zuhause gerne den Brettspielklassiker und ist begeistert. Wir durchqueren die gigantisch große Version und lachen uns kaputt, wenn wir aufeinander treffen. Am meisten begeistern sich unsere beiden Großen für „Tempo, Tempo, kleine Schnecke“ – eine Kinder-Autoscooteranlage, mit der sie gefühlte zehn Runden fahren, während Oskar zuschaut.

Besuch im Ravensburger Spieleland

Besuch im Ravensburger Spieleland

Mittlerweile ist es fast Abend und um siebzehn Uhr schließen die Fahrgeschäfte. Bis 18 Uhr können wir uns aber noch am Eingang aufhalten, hüpfen Trampolin und essen noch eine Waffel. Wir sitzen wenig später im Auto und brausen zu unserem Bauernhof, auf dem wir eine Woche Urlaub gemacht haben. Dieser Tag im Ravensburger Spieleland war ein sensationeller Abschluss einer rundum gelungenen Ferienwoche am Bodensee. Ich verpreche den Kindern, dass wir bald wiederkommen.

Besuch im Ravensburger Spieleland

Infos zum Ravensburger Spieleland

Für dich zur Info: Das Ravensburger Spieleland liegt in Meckenbeuren, ganz in der Nähe von Ravensburg. Für 5 Euro Parkgebühr kannst du dein Auto vor dem Spieleland einen Tag lang abstellen. Der Eintritt kostet für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren 34,50 Euro, Kinder ab drei Jahren zahlen 32,50 Euro. Kleinere Kinder haben freien Eintritt. Familien mit mindestens drei Kindern erhalten gegen Vorlage eines Nachweises fünf Euro Ermäßigung pro Person. Ein Tag im Ravensburger Spieleland ist tatsächlich eine kleine Investition, aber ich finde, dass es sich durchaus lohnt. Die angenehme Atmosphäre, die vielen Spielmöglichkeiten und der gute Service sind den Preis wert und wir lassen uns die nächsten Eintrittskarten dieses Jahr zu Weihnachten schenken. Übrigens mussten wir uns selten lange anstellen, obwohl Osterferien waren und die Sonne schien. Das hatte ich anders erwartert.

Besuch im Ravensburger Spieleland

Ich finde, dass Kinder ab vier Jahren am meisten profitieren. Unter vier Jahen können sie noch nicht so viele der Angebote wahrnehmen. Bedenken solltest du auch, dass sie oft einen Erwachsenen brauchen, um die Karussels fahren zu können. Du kannst vor Ort mit den Kindern Essen und Trinken kaufen oder deinen eigenen Proviant mitnehmen. Wechselkleider für alle sind sehr empfehlenswert, am besten auch Sonnenmilch, Kopfschutz und Sonnenbrille bzw. Regenkleidung und Schirm.

Viel Spaß bei einem wirklich schönen Familienausflug und vielleicht gehts dir wie mir: für einen Tag lang selbst wieder acht Jahre alt sein – das war unbezahlbar!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Konstanz, my love

Wir Fünf kommen gerade aus dem Urlaub und es war wirklich sehr, sehr schön. Wobei, ich denke da an den Tag, an dem wir in unsere Herzstadt Konstanz fuhren. Die Sonne schien, die Berge waren in Sicht, der See glitzerte in der Sonne. Mit der Fähre kamen wir in Staad an und ich war glücklich, denn ich liebe diese Stadt. Hier habe ich sechs Jahre gelebt, studiert und meine große Liebe gefunden. Wie schön, zwölf Jahre, nachdem Anton und ich uns kennengelernt haben, hier wieder anzukommen. Wir schlenderten zum Fisch-Restaurant, einem kleinen Imbiss direkt am See. Wir nahmen draußen Platz und ich blickte mich selig um. Nun noch ein Lachs-Brötchen und ein kühles Radler und mein Glück war perfekt. Es war ein bisschen wie früher…. doch halt, etwas war anders. Da waren jetzt nicht mehr nur Anton und ich, da waren nun auch drei Kinderchen. Das eine schrie: „Bäääh, ich mag keinen Fisch, gibts hier auch Pommes?“ Das andere rief: „Ihr habt mir aber versprochen, dass ihr mir als erstes einen neuen Fußball kauft!“ Das dritte fing an zu heulen und jammerte nach einem Getränk.

Liebesschwüre im Fisch-Imbiss

Ich ging ins Restaurant, fragte nach Pommes, bestellte Fischbrötchen für Anton und mich und hoffte auf eine Wendung der Geschichte, die so romantisch begann und nun ein wenig an Glitzer einzubüßen schien. Pommes gabs nicht, dafür Bratkartoffeln. Ich nahm einen kleinen Teller und drei Limonaden. „Iiiiih, sowas ess ich nicht!“ ertönte es prompt, als ich das Essen servierte. „Gibts keinen Ketchup?“ motzte eine helle Stimme. Das kleinste der drei Kinder griff beherzt nach der Limo und kippte sie um. Hose nass, erneutes Geheule, weitere Igitt-Rufe von rechts – ich nahm einen großen Schluck meines Bieres. Nachdem sich das eine Kind für ein Lachsbrötchen begeisterte, dann aber die Zwiebeln eklig fand, nach Eis verlangte und anschließend auf der Stelle in die Stadt zu fahren gedachte, um SOFORT UND AUF DER STELLE einen Fußball zu kaufen, war die Romantik endgültig dahin. Anton, den ich noch zuvor mit verliebten Augen angeschaut hatte, weil ich an unsere gemeinsame Studentenzeit dachte, war genervt bis über beide Ohren und raunzte mir ein „komm, wir gehen“ entgegen. „Was pampst du mich denn so an?“ erwiederte ich. Und kurz kam mir ein schrecklicher Gedanken in den Sinn: Wir hätten es so einfach haben können, nur wir beide.

Große Träume im Sportgeschäft

Jedenfalls fuhren wir dann mit dem Bus in die Stadt und liefen in das große Sportgeschäft. Natürlich mussten dort alle Kinder einmal für ein größeres Geschäft auf das stille Örtchen, Oskar war müde und quengelig und Jimmy und Luise jagten sich mit Hockeyschlägern durch die Abteilung. Am liebsten hätte ich die Meute gelassen, wo sie ist, hätte mich in den Neuner-Bus Richtung Uni gesetzt und mich für ein Stündchen gefühlt wie eine junge Studentin, die Zukunft vor mir und jede Minute in meinen Händen. Anton, ebenfalls Student und frei wie der Wind, wäre abends mit mir eine Runde in den See gesprungen, um anschließend gemeinsam mit mir bei Sonnenuntergang ein Picknick mit Baguette und Wein zu genießen. Hand in Hand sitzen wir dann am Ufer und schauen uns tief in die Augen, bis mich ein Fußball am Kopf trifft – Bumms! Aufgewacht aus meinem Traum. Soeben hat mich Jimmy mit dem neuen Ball abgeschossen und ich blute aus der Nase. Der Verkäufer reicht mir ein Taschentuch und ich verlasse den Laden.

Urlaub für Verliebte

Den Tag haben wir dann doch noch gut verlebt, auch wenn sich Oskar eine Wutexplosion allererster Klasse gegeben hat, so richtig mit alle Leute glotzen und schütteln den Kopf und zeigen auf mich und ich werde rot und fühle mich wie die schlechteste Mutter aller Zeiten… Aber sonst, nun ja, es war schön.

So ist Urlaub mit Kindern. Es ist ein einziges großes Abenteuer und beginnt mit einem Tag unendlicher Packerei, geht weiter mit einer Fahrt, auf der viel gemeckert und gerufen wird „wann sind wir endlich da?“ Dann ist da eine Ferienwohnung, in der es genauso zugeht wie zuhause, nur enger und ohne Spülmaschine. Kinderklamotten aufheben, Spielsachen suchen, kochen, kehren, Kekse verteilen. Aber es lohnt sich, ich schwöre es. Es lohnt sich, weil wir zu fünft auf der Fähre sitzen, die Stadt unseres Herzens verlassend, auf die Wellen, die Alpen und die untergehende Sonne schauend und wissend: wir haben alles, aber auch alles richtig gemacht.

Bleib fröhlich und unperfekt und genieße jeden Urlaub,

deine Laura

Heute habe ich einen spannenden Gastbeitrag für dich. Die Frau von meinem Cousin berichtet von ihrem Leben in Singapur. Zusammen mit ihrem Söhnchen leben die beiden schon bald ein Jahr dort und du kannst dir vielleicht vorstellen, dass es sehr schwierig ist, in Asien plastikfrei zu leben. Nadine schreibt übrigens auch einen super spannenden Blog: Singapurhochdrei ist absolut lesenswert, auch weil Nadine eine unheimlich lebenslustige, starke und positive Frau ist.

Plastikfrei in Singapur – Ein Ding der Unmöglichkeit?

Leben in München

Noch vor knapp einem Jahr war ich ein wandelndes Schwabinger LOHAS-Klischee: ich fuhr ausschließlich und bei jedem Wetter mit dem Fahrrad in die Arbeit, mein Sohn Titus wuchs mit Fahrradanhänger auf und wir benutzten unser Auto maximal für die Fahrten zum Großelternbesuch oder in die Berge.

Natürlich trennten wir sämtlichen Müll, fuhrten zum Wertstoffhof bzw. radelten bei den Sammeltonnen vorbei, und ich verhandelte knallhart mit dem Göttergatten um den Einzug eines Bio-Mülleimers in unserer Küche (bzw. auf dem Balkon). Entdeckte ich im Müllraum unseres Mehrfamilienhauses Glasflaschen oder sonstigen recyclebaren Abfall, holte ich diesen sogar manchmal wieder aus der Tonne raus und entsorgte ihn “richtig”.

Einmal wöchentlich wurde uns (einem Vegetarier- Haushalt) per Lieferservice die Ökokiste ins Haus geliefert, den Rest der Lebensmittel kaufte ich auf dem freitags direkt bei uns im Viertel und nur zwei Minuten Fußweg entfernten Wochenmarkt bzw. im Supermarkt daneben ein, dann aber nur so verpackungsarm wie möglich. Gerne legte ich mich mit den Einräumern an und beschwerte mich über in Plastik eingeschweißte Gurken.

Hatte ich Muße, radelte ich sogar zum “Ohne”-Supermarkt in der Maxvorstadt, dieser komplett verpackungsfreie Laden versorgte mich mit allem, was man zum Leben braucht: Holzzahnbürsten, Müsli, Öle, Honig und Putzmittel zum Selbstabfüllen, Gemüse und Obst von Etepetete, wiederverwendbare Hygieneartikel,… Alles natürlich zu völlig abartigen Preisen, aber was tut man nicht alles der Umwelt zuliebe!

Jeden Herbst sammelte ich kiloweise Kastanien, kämpfte mit den Nachbarskindern um jede Nuss, um dann meine Ausbeute mühsam kleinzuhacken, zu trocknen und das Jahr über als Waschmittel zu benutzen. Blogs wie Wastelandrebel waren meine Bibel, ich stellte Deos und Putzmittel selber her, nähte mir Abschminkpads und wusch mich und meine Haare nur noch mit Seife. Jedes ausrangierte Kleidungsstück wurde per “Upcycling” zu neuen Klamotten für das Kind oder anderem umgenäht.
Kurz: ich war – zumindest für meinen Mann – der wahrgewordene Öko-Alptraum.

Ab nach Singapur

Und dann wurde alles anders – denn wir zogen Knall auf Fall mit Sack und Pack nach Singapur um. Zuerst einmal musste der Haushalt aufgelöst werden, und es blieb schlichtweg keine Zeit, jedes zu entsorgende Ding liebevoll auf ebay einzustellen, es langwierig weiterzuverschenken, upzucyclen oder sonstwie “sinnvoll” zu entsorgen. Wir warfen ziemlich viel weg.

In Singapur angekommen, erlebten wir dann den “Einkaufsschock”: nicht nur die Lebensmittelpreise verursachen beim Neuankömmling Schnappatmung, sondern auch die unfassbare Verpackungswut der Südostasiaten. Plastik, so weit das Auge reicht. Die ersten Male kam ich vom Supermarkt mit wahren Tütenbergen nach Hause, doch dann sagte ich den uneinsichtigen Kassierinnen den Kampf an. Bezeichnenderweise war der erste Satz, den unser dreijähriger Sohn auf Englisch von sich gab: “No bag, please!”

Fast acht Monate später bin ich etwas demütiger geworden. Singapur hinkt Deutschland einfach zwanzig Jahre hinterher, was Umweltbewusstsein und das Bestreben nach Nachhaltigkeit angeht. An den wunderschönen Stränden der indonesischen und malaiischen Inseln rundherum wird tagtäglich Plastikmüll angespült, hier lebt man quasi mit den direkten Auswirkungen der Meeresverschmutzung, und trotzdem: Tüten, Tüten und nochmals Tüten sowie Plastikbecher und -flaschen.

Selbst auf dem Markt im Viertel, den ich nach längerer Suche entdeckt habe und dem ich nun wöchentlich meinen Besuch abstatte (sehr zur Belustigung der rein chinesischen Kundschaft), muss ich Plastiktüten abwehren wie der Teufel das Weihwasser. Mein “Hackenporsche” und meine selbstgenähten Jutebeutel werden skeptisch beäugt, und wahrscheinlich denkt man sich: “Verrückte Europäer!”

Bio-Gemüse und -Obst muss man lange suchen, das gibt’s nur im Supermarkt, dort aber zum Fünffachen des eh schon abartigen Preises, und dazu noch komplett in Plastikfolie eingeschweißt. Auf dem Markt liegen die Früchte zwar offen aus, doch über die Bio-Qualität ist nichts bekannt. Äpfel kommen genauso aus Neuseeland wie im deutschen Supermarkt auch, Singapur selbst hat ja kaum eigene Anbauflächen und muss praktisch alles importieren. In der Bäckerei werden sämtliche Teilchen einzeln in kleine Plastikbeutel eingepackt; von Papiertüten hat hier noch nie jemand gehört, und die wären hier auch recht unpraktisch, denn bei der oft über 90%igen Luftfeuchtigkeit draußen wäre das Brot schneller Matsch, als ich es vom Geschäft nach Hause tragen könnte.
Andere Bio-Lebensmittel wie Couscous, Tofu-Würstel, Sojaschnetzel etc. lassen wir uns von jedem Besucher aus der Heimat, der hier in Singapur vorbeikommt, mitbringen (Vergleich: eine Packung Tofuwürstel von Alnatura: 2.95 Euro vs. umgerechnet 8 Euro im hiesigen Reform- und Juwelenhandel für die halbe Packungsgröße). Ebenso praktizieren wir den Import mit dem gesamten Bio-Kosmetik-Sortiment von der Lieblingsdrogerie – denn danach suche ich bislang vergebens.

Was mir wirklich schwerfällt, ist die völlige Abwesenheit von Mülltrennung. Als Deutscher bekommt man ja schon ein schlechtes Gewissen, wenn man das Alupapier nicht richtig vom Nutellaglas abzupft, bevor man das leere Glas in der Tonne für Weißglas (!) entsorgt. Hier dagegen: einfach alles in den Müllschacht, und zwar zusammen. Ich stelle nach wie vor jede Woche einen Karton voll Altpapier in den Hof zu den großen, verschiedenfarbigen Tonnen, die eine Mülltrennung suggerieren –  erwische dann aber die Müllmänner, wie sie das Papier einfach zum normalen Haushaltsmüll dazukippen, ebenso wie leere Flaschen oder Dosen.

Tatsächlich darf man hier sogar staatlich abgesegnet Batterien und Elektroschrott im ganz normalen Müll entsorgen – aber das geht mir dann doch zu weit! Tatsächlich habe ich für unseren bald anstehenden Heimatbesuch bereits ein Tütchen mit leeren Batterien bereitgelegt und werde diesen Sondermüll lieber per Flugzeug zurück nach München transportieren, als dass ich mich hier müllentsorgungstechnisch Richtung Fegefeuer bewege.

Immerhin ist unsere Umweltbilanz in Sachen Mobilität etwas besser, denn ein eigenes Auto haben wir nicht. Fahrradfahren funktioniert aufgrund der krassen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit nur bedingt gut, noch schlimmer sind die Autofahrer, die es schlichtweg nicht gewohnt sind, eine Radlerin neben sich zu haben. Unsere Hauptfortbewegungsmittel sind Bus und U-Bahn sowie Taxi bzw. Uber.

Strom ist teuer, also nutzen wir die Klimaanlage in der Wohnung nicht ganz so exzessiv wie die Einheimischen. Hier ist es gang und gäbe, dass Büroräume, Klassenzimmer, Veranstaltungsorte und öffentliche Verkehrsmittel auf winterliche 18° C runtergekühlt werden. Die Kosten und die Energie, die dafür aufgewendet werden müssen, lassen mich noch mehr schaudern.

Mit Öko-Waschmittel oder -Putzmittel habe ich zwar erste Versuche gestartet, bin jedoch kläglich gescheitert. Wir leben nunmal in den Tropen, Singapurs Boden ist einem riesigen Sumpfland mit tropischem Regenwald abgerungen, und dementsprechend kreucht und fleucht es hier, sobald man etwas nachlässiger putzt oder versucht, ohne Chemikalien im Haushalt auszukommen. Als wir zum ersten Mal handtellergroße Kakerlaken in Küche und Bad vorfanden, griff ich auf Anraten meiner Putzfrau dann doch zähneknirschend zu einer großen Flasche “giftigem” Bodenreiniger; danach verschwanden auch die Ameisenkolonnen im Vorratsschrank. Während der Regenzeit schimmelte einfach alles in unserer Wohnung, selbst die Kosmetikartikel im Inneren unseres Badezimmerschranks, und seufzend reinigte ich alles mit Chlorox…

Natürlich habe ich mich auch in Singapur einer “Zero Waste”-Gruppe angeschlossen, doch versucht man hier, das Müllproblem eher im Kleinen zu beheben: Nein zu Plastikstrohhalmen, statt Take-Away-Wegwerfgeschirr lieber eigene Dosen, Besteck und Becher mitbringen, selbstgenähte Lunchbags und Jutebeutel statt Tüten,… Alles ganz nett und auf dem richtigen Weg, aber bis die Gesamtbevölkerung sensibiliert ist, wird noch einiges Wasser den Singapore River hinunterfließen!

Liebe Nadine, ich danke dir für deinen Bericht. Krass, wie wir Menschen mit unserem Planeten umgehen. Aber wir Deutsche dürfen uns gerne an die eigene Nase fassen, denn plastikfrei einkaufen ist auch bei uns schwer, siehe mein Text für das Projekt #GutesaufdenTeller. Sehenswert ist übrigens die Serie „Der Blaue Planet“ im Ersten. Hier erfährt man unter anderem auch, wie schrecklich die Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Umwelt, die Meere und die Tiere ist. Ein Walbaby erstickt an einer Plastiktüte und die Walmama trauert tagelang mitsamt ihrer Sippe. Es lohnt sich, auf Plastik so gut es geht zu verzichten, denn wir tragen Verantwortung für unseren Planeten, für die Tiere und vor allem für unsere eigenen Kinder!

Blein dennoch fröhlich und unperfekt, deine Laura

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Unser Familienurlaub ist leider vorbei. Was bleibt sind wunderschöne Erinnerungen, die ich gerne mit Euch teile 😉

Babyhotel/Kinderhotels??? Nein Danke!!! Da steckt sich bestimmt jedes Kind beim anderen an! Und es ist furchtbar laut und überall liegen Krümel rum! Mit meinem Kind ist es ja schon stressig, aber dann auch noch zahlreiche andere Kinder laut heulend oder gröhlend um mich herum…Lass mal sein! Und wenn ich da erst an das Abendessen denke! Da versteht man sicherlich sein eigenes Wort nicht mehr!

So oder so ähnliche Meinungen über Familienurlaub in Kinderhotels habe ich schon öfter gehört und ich kann dazu nur sagen „Ihr liegt so was von daneben!“ 😉 Wir waren das dritte Mal im babymio Hotel in Tirol und ich gehe stark von einem vierten Mal aus, denn ich kann mir aktuell keinen erholsameren Familienurlaub vorstellen! Aber lest selbst.

Familienurlaub Tirol

Familienurlaub: Wellness, Abenteuer und Spiel in einem

Dieses Jahr ging es zum dritten Mal ins babymio Kinderhotel nach Tirol. Ich war in meinem ganzen Leben noch nicht häufiger als einmal in ein und demselben Hotel und habe vor den Kindern auch eher Backpacker-Urlaube quer durch Australien bevorzugt. Meine Ansprüche an einen Urlaub haben sich jedoch mit den Kindern drastisch verändert.

Was erwarte ich von einem perfekten Urlaub? Ich möchte mich im Familienurlaub mit meinen drei Kindern willkommen fühlen, mich entspannen und Kinder sollen sich frei entfalten können. Das alles und viel mehr bietet das babymio Hotel in Tirol.

Ich stehe auf guten Service

Keine Ahnung, ob das was mit dem Alter zu tun hat. Aber je älter ich werde, desto anspruchsvoller werde ich im Bezug auf guten Service. Denn wenn ich mit den drei Kids schon mal raus komme, dann möchte ich mich willkommen fühlen und nicht wie eine lästige Großfamilie. Ich möchte Leuten im Service begegnen, bei denen man spürt, dass sie genau im richtigen Beruf arbeiten und diesen aus Leidenschaft ausüben. Und genau das findet man im babymio. Ob es die herzliche Begrüßung und stetige Hilfsbereitschaft am Empfang ist oder der sehr aufmerksame Service. Man fühlt die gute Stimmung im Haus! Und hier noch mal ein großes Dankeschön! Wir hatten genau den einen Abend verpasst, an welchem es Kaiserschmarrn gab und als ich dies ganz enttäuscht gegen 21 Uhr im Hotel aussprach, stand wenige Minuten später dies auf unserem Tisch:

Kaiserschmarrn im Familienurlaub

Neben Spiel-Action auf dem Berg braucht es auch Entspannung

Klar wollen wir alle unsere Kinder glücklich machen. Aber es kann nur glückliche Kinder geben, wenn auch die Eltern glücklich sind 😉 Und wie bekommt man Entspannung in einem Kinderhotel? Im babymio ist zum Beispiel der Essbereich in drei Bereiche aufgeteilt und in jedem befindet sich in einer Ecke diverses Spielzeug für die Kinder oder man schnappt sich ein paar Malvorlagen. Welchem Kind das nicht reicht, der geht einfach in das große Spielzimmer, welches unsere Kinder nach kurzer Zeit eigenständig aufgesucht haben. Bedeutet, dass wir Eltern ganz in Ruhe fertig essen konnten, um im Anschluss wahlweise mit einem leckeren Getränk uns vor das Spielzimmer gesetzt oder unsere Kinder im großen Außenbereich beobachtet haben.

Und wer es dann mal ganz dekadent haben möchte, der hat die Möglichkeit, an zwei Tagen in der Woche die Kinder in der hauseigenen Betreuung essen zu lassen. Haben wir auch einmal genutzt und ausführlich genossen 😉

Ausflüge für Groß und Klein

Aktuell sind unsere Kinder zu klein für große Bergtouren und zu groß für die Kraxe, trotzdem kann man richtig viel unternehmen. Und da Gondel fahren ganz schön ins Geld gehen kann, haben wir uns ein 4Tage-Ticket gekauft und für diese Tage und unbegrenzte Gondel-Fahrten pro Erwachsener 55 € gezahlt. Für das was man auf vielen Bergen geboten bekommt, ist es wirklich nicht zu viel verlangt. Für die ganz Kleinen kann man auf jeden Fall Elmi’s Zauberwelt und Hexenwasser empfehlen. Beides perfekt für kleine Wanderungen und ganz viel Wasserspaß.

Auf dem Boden geblieben

Was haben wir neben unseren Bergtouren gemacht? Man kann sich vom Hotel gratis Fahrräder, Fahrradsitze und Anhänger ausleihen und die umliegenden Ortschaften erkunden.

Oder auch den wirklich schönen Raritäten-Zoo in Ebbs besuchen.

Wir hatten auch eine Premiere! Schwimmen im hauseigenen Schwimmbad mit allen drei Kids 😉 Im Oktober 2017 wird der auch jetzt schon schöne Schwimmbereich wohl noch schöner gemacht und ein Außenbereich mitgeplant.

 

 

Also wir planen schon mal ganz still und heimlich unseren vierten Sommerurlaub im babymio 😉 Einmal wollen wir uns noch das rundum sorglos Paket gönnen!

Also bis zum nächsten Familienurlaub liebes babymio!

 

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