So kommst du deinem Kleidungsstil auf die Spur

Das Kleiderschrankprojekt – finde deinen Stil!

Teil 2 von 4

Weiter gehts mit unserem feinen Projekt rund um deine ganz persönliche Garderobe. Vielleicht hast du ja in der letzten Woche deinen Schrank ordentlich durchgemistet? Falls nicht, findest du hier die Anleitung dazu. Falls doch, stehst du jetzt im besten Fall vor einer ganz passablen Auswahl und trägst alle Kleider gerne. Behalte wirklich nur die Sachen, die dir an dir gefallen. Sollte nicht mehr so viel übrig bleiben, ist es auch nicht schlimm. Wir kommen mit viel weniger Kleidern aus, als wir denken und mit kleinen Kindern wäschst du doch vermutlich sowieso häufig, oder?

So erhältst du Hinweise auf deinen ganz persönlichen Kleiderstil

Jedenfalls kannst du von den übrig gebliebenen Sachen sehr gut auf deinen eigenen Stil schließen. Erkennst du ein Farbmuster? Liebst du vielleicht bunte Farben, magst du es eher gedeckt oder stehst du total auf knalliges Rot? Dann hast du schon einmal die ersten Hinweise. Interessant sind auch die Stoffe! Könnte ja sein, dass du nur Baumwollteile hast, Seide über alles liebst oder gerne Wolle trägst. Notiere dir auch das, denn mit all diesen Infos kaufst du später in unserem dritten Schritt anders und bewusster ein, das verspreche ich dir! Jetzt guckst du auch mal danach, was eigentlich alltagstauglich ist. Denn wenn du Seide liebst, aber drei kleine Kinder hast, musst du dir vielleicht eingestehen, dass die Seidentops momentan nur deinen Blick auf das Wesentliche verstellen und irgendwann bessere Zeiten für sensible Stoffe kommen. Das passt aber im Moment einfach nicht in deine Garderobe. Das gleiche betrifft Schuhe. Was bringt es dir, wenn du High Heels und Stiefel lagerst, sie aber nie trägst? Ich schlage dir vor, diese Kleidung auszuräumen und im Keller zu lagern. Es kann aber auch sein, dass du ein paar Büro-Outfits brauchst, die feiner sein müssen. Oder du arbeitest an der frischen Luft? Du siehst, die Umstände deines Lebens, dein Beruf und ob du Mutter von kleinen Kindern bist, beeinflusst deine Garderobe maßgeblich.

So sieht es bei mir aus

Meine Analyse nach dem Ausmisten war die: ich trage im Moment keine Bürooutfits und habe auch keine Lust zu bügeln. Daher kamen alle Blusen und schicke Röcke in eine Kiste mit Mottenpapier auf den Speicher. Es gab auch ein paar Teile, die mal teuer waren, die ich aber nie angezogen habe. Von denen habe ich mich dann getrennt, auch wenn es weh tat. Ein paar altmodische Schnitte, grelle Fehlkäufe oder kratzige Teile mussten ebenfalls die Party verlassen, auf der nur noch wirklich geliebte Gäste Eintritt haben. Mir fiel hinterher auf, dass ich wohl eher der klassische Typ bin. Ich mag enge Jeans oder Jeans mit hohem Bund, T-Shirts, lange Strickjacken, lockere Kleider und Leggings. Meine Farben sind vor allem schwarz, grau und weiß, aber ich finde auch kobaltblau oder knallrot an mir gut. Außergewöhnliche Trendteile, Spitze, knallbunte Kombis und anspruchsvolle Sachen, die viel Pflege bedürfen, sind dagegen nicht so mein Ding. Mir haben diese Analysen im letzten Jahr viel gebracht, denn eine verrückte Jacke, die ich in einer Zeitschrift cool fand, habe ich wieder weggehängt. Auch Polyester-Blusen sind für mich nun tabu, genauso wie Seide oder leicht knittriges Material. Absätze trage ich auch nicht, dafür bin ich zu oft auf matschigen Spielplätzen unterwegs.

Outfits festhalten

Hast du vielleicht auch den Tipp befolgt, jeden Tag ein Foto von deinem Outfit zu machen? Ich jedenfalls fand diese Idee klasse, denn mir ist noch schneller klar geworden, was mir steht und was nicht. Von einer Leggings im Tigermuster konnte ich mich irgendwie nicht trennen. Aber als ich mich dann damit auf einem Bild gesehen habe, musste ich fast lachen, so bescheuert sah es aus. Eine Strickjacke dagegen hat mir dann ganz gut an mir gefallen und ich behalte sie. Was auch nicht schlecht ist: es gibt manchmal Tage, da bist du vielleicht selber überrascht über diese Kombination, die du da trägst und fühlst dich pudelwohl. Mach ein Bild, drucke es aus und häng es in die Tür deines Kleiderschranks. Dann hast du ganz bald eine kleine Sammlung von schönen Outifts, in denen du dich auf jeden Fall wohl fühlst.

Geht gar nicht, oder?

Pin up

Und jetzt bekommst du eine neue Aufgabe! Du hast nun eine gute Grundlage für deinen ganz eigenen Stil und weißt, welche Farben und Stoffe du magst und welche Kleidung zu deinem Alltag passt. Nun brauchst du lediglich einen Internetzugang und einen Pinterestaccount. Den kannst du dir kostenlos erstellen. Auf Pinterest findest du Bilder und Inspiration zu allen möglichen Themen und natürlich auch zu Kleidern. Erstelle dir einen Ordner mit einem Wunschnamen, vielleicht „Mein Style“. Den kannst du auf geheim stellen, dann kannst nur du ihn sehen. Gib jetzt mal in die Suchleiste oben sowas wie „Frauen“ und „Style“ ein. Sammel dann alles, was dir auf den ersten Blick gefällt. Wenn du ein Ordnungsmonk bist, kannst du sogar noch Unterordner mit Titeln wie „Accessoires“, „Winter“, „Sommer“, „Hosen“ oder was auch immer erstellen.

Langsam merkt die Suchmaschine dann, welche Stilrichtungen dir gefallen und schlägt dir immer mehr Outifts vor, die in deine Richtung gehen. Es macht echt total viel Spaß und du kannst sammeln, was das Zeug hält. Minimum sind 30 Pins, ok? Im nächsten Schritt guckst du dir deine Sammlung noch einmal kritisch an und haust die Kleiderkombis raus, die nach deiner ersten Analyse nicht zu dir passen. Was ist übrig geblieben? Findest du ein Schema? Sind vielleicht ein paar Kombinationen dabei, die du mit deinen eigenen Kleidern zusammenstellen kannst? Oder fehlen lediglich ein paar Accessoires? Ich pinne gerne abends auf dem Sofa mit einem Becher Tee oder einem Glas Wein. Wenn du mal in meinem Pinboard vorbei schauen möchtest, hier ist es:

Du kannst mir gerne folgen und schauen, was ich mir in der nächsten Zeit so zusammenpinne. Vielleicht findest du die eine oder andere Inspiration? Auf jeden Fall freue ich mich, wenn du dabei bist. Erzähl mir gerne in den Kommentaren oder auf Instagram unter dem Hashtag #meinklamottenrezept von deinen Erfahrungen. Vielleicht hast du auch selber ein paar Tipps parat oder kennst einen schönen Online-Shop?

So gehts weiter

Nächste Woche verrate ich dir dann, wie du dir deine eigenen Klamottenrezepte erstellst. Das sind Grundlagen für Outfits, nach denen du dann ganz einfach kombinieren kannst. Außerdem gebe ich dir ein paar wichtige Tipps zum Kleidershoppen. Ziel wird es sein, deine Garderobe mit ein paar Teilen, die genau zu dir passen, zu vervollständigen. Und damit da garantiert keine neuen Fehlkäufe dabei sind, verrate ich dir ein paar Shopping-Geheimnisse. Übrigens findest du auf dem Blog Rosanisiert einen interessanten Text über Anitas Capsule Wardrobe und auch Sunray vom Blog Theorganizedcardigan hat eine Anleitung für eine  minimalistische Garderobe erstellt. Meine Ideen basieren übrigens alle auf dem Buch Anuschka Rees, Das Kleiderschrankprojekt. (Affiliate Link)

Und nun wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Pinnen, Ausmisten, Kombinieren und Fotografieren.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Laura live! Wenn du auch auf Instagram unterwegs bist, freue ich mich total, wenn du Lust hast mir zu folgen. Ich erzähle auf meinem Kanal jeden Tag ein paar Kleinigkeiten aus meinem Leben als Dreifach-Mama in den Instastorys und übe mich darin, schöne Fotos zu schießen. Außerdem poste immer mal wieder mein Outfit des Tages.

Laura

6 Comments

  1. Den Kleiderschrank habe ich kürzlich nach deinem tollen Artikel ausgemistet – dabei wurde ein riesiger Sack gefüllt.
    Schuhe habe ich noch nicht sortiert, (leider) erledigt sich das mit jeder Schwangerschaft von allein.
    Das Pinterest pinnen kann ich mir für mich nicht vorstellen. Da ich aber viel für mich selbst nähe, habe ich da schon einige Erfahrungen bzgl. Schnitt und Farbkombi gemacht.

    • Liebe Andrea, ich habe ganz vergessen, eine Alternative zum Pinnen zu beschreiben. Toll ist auch einfach ein Brett, an dem du Bilder oder Zeitungsartikel sammelst. Muss ja nicht immer online sein. Wie schön, dass dich der Text inspiriert hat. Das freut mich enorm!

  2. Hach, das klingt alles super!
    Ich würde das auch gern so klar entscheiden können für mich. Fakt ist: Ich liebe Klamotten und kann mich nicht für einen Stil entscheiden. Das Mama-Sein hat mich zwar auch in eine weniger aufwendige Garderobe gezwungen, aber gerade entdecke ich mich wieder und da fehlen mir meine Outfits von früher. Es fehlen allerdings auch die Gelegenheiten sie zu tragen. 😀 Aber ich bringe es nicht übers Herz sie im Keller zu lagern.

    • Dann trag sie doch mal einfach so! Ich habe neulich ein schickes Kleid mit Leggings zu einem Alltags-Outfit umfunktioniert und zur Zeit male ich mir jeden Tag meine Lippen rot, auch wenn ich nirgendso hingehen. Das macht richtig Spaß! Und garantiert hast du einen bestimmten Stil. Es muss ja nicht nur eine Linie sein wie sportlich oder elegant, sondern es kann ja auch eine Kombination sein. Liebe Grüße

  3. Liebe Laura, schon der erste Beitrag hat mich inspiriert, mal wieder auszumisten. Nun begebe ich mich zu Pinterest und sammle Pins zu meinem Style. Sich schön zu kleiden, hat für mich mit Wertschätzung für sich selbst zu tun. Danke für dein Kleiderschrank-Projekt! Herzliche Grüße, Uta
    PS: Dank dir weiß ich nun auch, dass es Mottenpapier gibt. 🙂

    • Liebe Uta, was freue ich mich über deinen Kommentar. Und dass ich dich inspirieren konnte, freut mich auch enorm. Ganz viel Spaß beim Pinnen. Liebe Grüße von Laura

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