#meinkleiderschrankprojekt – Mein eigener Style

Zweiter Teil: Auf dem Weg zum eigenen Stil

Ich träume schon seit langem von einem ganz eigenen Mode-Stil, der meiner Persönlichkeit entspricht, mit dem ich mich nicht verkleidet aber jederzeit wohl fühle. Gleichzeitig möchte ich nicht länger vor einem vollen Kleiderschrank stehen und nichts zum Anziehen haben. Last but not least: ich will bewusster und weniger Klamotten kaufen. Deshalb habe ich #meinkleiderschrankprojekt gestartet und zeige euch im zweiten von drei Teilen, wie ich systematisch zu meinem eigenen Stil gefunden habe. Dieser Teil ist zwar ein wenig aufwendig, aber was ihr jetzt auf dem Weg zum eigenen Stil investiert, spart ihr danach doppelt und dreifach wieder ein. Nach dem Kleiderschrank sortieren geht es nun weiter, indem ihr die Anforderungen an eure Kleider bedenkt, euch nach Vorbildern umschaut, einen Outfit-Ordner erstellt, euch ein Farbschema überlegt und am Ende mit euren persönlichen drei Style-Rezepten jede Menge Zeit beim Anziehen spart. Lasst euch inspirieren und kreiert euren ganz eigenen Style, denn es macht echt Spaß. Mein eigener Style – so gehts Schritt für Schritt:

Beste Voraussetzung: ein sortierter Kleiderschrank

Im ersten Teil habe ich erzählt, wie ich mit ein paar simplen Tricks meinen Kleiderschrank aussortiert habe. Nun bin mit dieser Auswahl schon mal ganz zufrieden und habe festgestellt, dass mir gar nicht so viele Teile fehlen. Mein eigener Style liegt also schon zum Greifen nahe. Ein paar Tipps möchte ich euch zum Aussortieren auf den Weg geben:

  • sucht euch eine ehrliche Person und einen großen Spiegel
  • räumt ALLES raus und zieht JEDES TEIL an
  • überlegt, ob ihr euch wohl fühlt, oder ob die Kleidung ziept, zu eng ist, sich unangenehm anfühlt
  • legt nur noch in den Schrank zurück, was ihr wirklich mögt

Mit diesem aufgeräumten Kleiderschrank geht es jetzt weiter. Schaut jetzt mal in den Schrank und denkt darüber nach, in welchen der Teile ihr euch am wohlsten fühlt. Egal, was Modemagazine oder andere Menschen sagen: welche Klamotte passt so richtig gut zu eurer Persönlichkeit? Gibt es ein paar Outfits, die ihr super gerne tragt? Seht ihr hier ein Schema? Bei mir sind es zum Beispiel enge Jeans, schlichte Oberteile und Strickjacken. Oder Jeanskleider und -hemden. Oder Leggings und ein sportliches Kleid darüber. Das sind für mich schon einmal gute Hinweise auf meinen eigenen Style.

#meinkleiderschrankprojekt

Anforderungen an Kleidung überdenken

  • Im nächsten Schritt habe ich überlegt, welche Anforderungen ich an die Klamotten habe.
  • Ich bin viel draußen mit den Kindern, sie müssen also wettertauglich und bequem sein.
  • Röcke fallen weg, weil ich in denen schlecht im Sandkasten sitzen kann.
  • Ich mag es nicht zu schwitzen oder zu frieren, deshalb ist ein Lagenlook gut.
  • Mit Weiß und anderen hellen Farben muss ich vorsichtig sein, denn mit dem Kids habe ich oft Flecken auf der Kleidung.
  • Ich bin selbstständig und brauche wenige Büro-Outfits.
  • Schuhe mit Absätzen sehen gut aus, aber ich kann nicht darin laufen.
  • Im Sommer finde ich Jeans unangenehm und viel zu dick.
  • Und ganz wichtig: ich will die Kleidung nicht ewig bügeln oder in die Reinigung geben müssen. Sie muss also unkompliziert zu waschen sein.

Das sind eine ganze Menge Punkte, die ich künftig beim Neukauf berücksichtigen werde. Mein eigener Style hat also auch eine ganze Menge mit den Lebensbedingungen zu tun. Eigentlich eine simple Idee, aber ich habe diesen Umstand beim Einkaufen zu selten berücksichtigt. Oft liegen nämlich die Teile, die nicht zu unserem Leben passen, in der Ecke herum, verstopfen den Kleiderschrank und machen uns für die guten Teile blind.

Notiert euch am besten die Punkte in die Notiz-Funktion eures Smartphones und geht sie durch, wenn ihr mit einem Stapel Klamotten in der Umkleidekabine steht. Ich wette, dann könnt ihr so manche Kleiderschrank-Leiche im Vorfeld verhindern!

Vorbilder finden

Wie sieht mein eigener Style aus? Dieser Frage will ich nun nachgehen, und habe darüber nachgedacht, welche Frauen ich vom Klamottenstil her toll finde. Besser gesagt, es gibt so viele Frauen, die einen tollen Stil haben, aber der passt nicht immer zu mir. Kennt ihr Frauen in eurem Umkreis, im Fernsehen oder in einer Lieblingsserie, die so gekleidet ist, wie ihr es gerne wärt? Bei mir ist das zum Beispiel Martina Hill in ihren Knallerfrauen-Sketchen. Und super fand ich Jennifer Anistons Style in den ersten Staffeln von friends. Schaut euch die Vorbilder im Netz, auf Youtube oder im Fernsehen an, macht Fotos und Notizen und schaut auf die Details. So findet ihr auch eine ganze Menge Inspiration für euren Stil.

Outfit-Ordner erstellen

Als nächstes habe ich mir einen Haufen Modemagazine vorgenommen, die ich vorher in der Bücherei ausgeliehen habe. Alle Outfits, die mir gefallen, habe ich mit dem Handy fotografiert und in einen digitalen Ordner geschoben. Außerdem habe ich mich bei Pinterest inspirieren lassen. In diesem Online-Sammelalbum könnt ihr ganz bequem Stichworte wie Outfit, Style, Frauen, Looks o.ä. eingeben und in einem separaten (geheimen) Ordner sammeln, was euch gefällt. Ob ganze Outfits, einzelne Accessoires, Schals, Mützen, Schuhe – alles ist möglich. Pinterest schlägt euch dann immer mehr passende Bilder vor. Zusätzlich könnt ihr Personen, die selbst schöne Outfits sammeln, folgen. Wenn ihr nun eine Weile Bilder zusammen sucht, ob per Handy abfotografiert oder über Pinterest, habt ihr schnell eine stattliche Sammlung. Die müsst ihr dann noch ein paar Mal durchgehen und auf eure Anforderungen an Kleidung aus dem vorhergehenden Schritt abscannen. Da fallen wieder eine Menge Bilder raus, wie bei mir auch: zu viel weiß, zu elegant, zu unkomfortabel für den Alltag. Manche Kleider waren viel zu schick oder ich habe nicht die Figur dafür. Am Ende habt ihr dann im besten Fall  15 – 30 klasse Bilder. Diese könnt ihr euch ausdrucken, in den Kleiderschrank hängen oder auf ein reales Board pinnen.

Hier könnt ihr mal auf meinem Pinterest-Board vorbei schauen, mir folgen oder euer eigenes erstellen. Mein eigener Style ist hier schon einmal ganz gut abgebildet, ohne dass ich wirklich genau jedes der Teile besitzen muss:

Gemeinsamkeiten finden

Diese verbliebenen Outfits scannt ihr jetzt mal auf Gemeinsamkeiten durch. Findet ihr immer wieder die Farbe Grün? Oder sind auf den Bildern viele Kleider zu sehen? Sind Farbe und Muster eher schlicht oder total bunt? Gibt es ein paar Outfits, die ihr mit eurer Kleidung nachstylen könnt? Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass Ärmel umkrempeln, die Art zu kombinieren, Accessoires wie ein Schal oder eine Sonnenbrille ganz schön viel ausmachen. Darauf habe ich bisher meist nicht geachtet. Das Beste aber war, dass ich mit meinen vorhandenen Kleidern eine Menge Kombinationen „nachbauen“ kann. Darauf bin ich vorher noch gar nicht gekommen.

Farbkonzept basteln

Die Farben sind ein total wichtiges Thema. Ich habe nämlich im Laden meist spontan geshoppt, was mir so auf Anhieb gefiel. Deshalb hatte ich eine knallgrüne Jacke im Schrank, in der ich mich eigentlich nicht wohl fühle. Gelb war in, also hab ich sie mir gekauft. Ich kenne mich mit Farben nicht so gut aus, kann schlecht aus dem Gefühl heraus kombinieren. Wenn es euch da ähnlich geht, empfehle ich euch den Trick aus dem Buch „Das Kleiderschrank-Projekt“. Ich habe anhand meines Kleiderschranks und meiner Bildersammlung genau angeschaut, welche Farben ich mag. Auf Grunde der vorherrschenden Farben habe ich mir dann meine Farbkonzept zusammengestellt: Schwarz, weiß und hellgrau sind meine Hauptfarben, dunkelgrau und dunkelblau meine neutralen Farben, rot, königsblau und zwei Beerentöne meine Akzentfarben. Das muss künftig nicht Gesetz sein, aber zu Grün oder Orange werde ich so schnell sicher nicht mehr greifen.

Wie finde ich meinen Stil

Kleiderrezepte erfinden

Super fand ich die Idee aus dem Buch, Kleiderrezepte zu erstellen. Sie sind die Basis eures Styles und wenn ihr zwei bis drei Rezepte habt, müsst ihr morgens beim Anziehen nicht viel nachdenken. Ich habe folgende drei Rezepte überlegt:

  • Enge Hose plus Shirt plus Strickjacke plus Turnschuh
  • Leggings plus lockeres Kleid plus Stiefel
  • Slackhosen plus enges Oberteil in die Hose gesteckt plus kurze Jacke

Eigentlich genial: enge Hosen habe ich drei Stück, Shirt sicher sieben, Strickjacken vier. Das gibt schon einmal einen riesen Haufen verschiedener Kombinationen und das ist mein eigener Style! Die besten fotografiere ich und hänge die Bilder zu den andern aus meinem Outfit-Ordner. Mit meinen drei Rezepten und den vorhandenen Teilen habe ich so schon einmal mindestens zehn fertige Styles, die ich morgens nur noch aus dem Schrank holen muss.

Dritter Teil: Kleider einkaufen

Nächste Woche erzähle ich euch im dritten Teil, wie ich die fehlenden Klamotten geshoppt habe. Bisher war ich schon beim Betreten eines Kleiderladens auf Grunde der kolossalen Auswahl gestresst. Ich verrate schon einmal so viel – dieses Mal war es ganz anders. Ich wusste, was ich brauche und habe mir Zeit genommen, die perfekten Sachen rauszusuchen. Und ich habe nicht viel, dafür aber das richtige gekauft. Außerdem habe ich mir ein paar Wünsche bewahrt, denn schließlich will ich nicht zu viel Geld ausgeben. Mein eigener Style ist jetzt tatsächlich in meinem Schrank zu finden.

mein eigener Style

Eine meiner Neuanschaffungen: eine kurze Jeans-Latzhose

Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß dabei, euren ganz eigenen Style zu finden. Der darf so bunt und verrückt, so reduziert oder geblümt sein, wie ihr möchtet. Hauptsache, er passt ganz genau zu euch!

Mein Buchtipp: Anuschka Rees: Das Kleiderschrank-Projekt, Dumont Verlag 2016.

#meinKleiderschrankprojekt

Anuschka Rees: Das Kleiderschrank-Projekt, Dumont Verlag 2016

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Laura

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