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„Und die Prinzessin war so lieblich und reizend, dass jeder Mensch sie liebhaben musste…“ hieß es neulich im Märchen, das ich Luise vorlas. Meine Kinder lieben Märchen und eine Kindheit ohne Aschenputtel und Dornröschen mag ich mir nicht vorstellen. Dennoch kann ich es nicht mehr lassen, nach solchen Sätzen kurz zu stoppen und Luise zu erklären, was es für ein Quatsch ist, dass Mädchen lieblich und reizend sein sollen. Wir reden dann auch noch gleich darüber, wieso immer der Prinz die Prinzessin rettet und warum nicht mal umgekehrt. Morgen wollen wir Schneewittchen mal mit vertauschten Rollen lesen. Dann ist die Haut des jungen Mannes so weiß wie Schnee und seine Haare schwarz wie Ebenholz und wird von der Prinzessin im Glassarg mit auf ihr Pferd genommen. Märchen gehören zu einer Kindheit einfach dazu und bieten dann eben genug Diskussionsstoff! Furchtbar finde ich aber die Geschlechter-Klischees in so manchen modernen Kinderbüchern,…

Letzte Woche saß ich im Auto. Wir waren unterwegs zu meinem Schwiegereltern und ich war nach der Woche so unglaublich müde und erschöpft. Aber nicht nur das! Zur Zeit bin ich die Mecker-Mutter in Person und schäme mich für meine Ausbrüche. Hier habe ich darüber geschrieben und viel Rückmeldung bekommen. Wir sind wohl eine ganze Motzgurken-Truppe! Wir fuhren jedenfalls auf der Autobahn und ich las das neue Buch Erziehen ohne Schimpfen (Affiliate Link) von Nicola Schmidt und es traf mich mitten ins Herz: Wie können wir sein – statt was müssen wir tun -, damit es leicht ist? (…) In diesem Buch werden wir uns selbst genauso fürsorglich behanden wie unsere Kinder. Das verspricht „Artgerecht“-Bestseller-Autorin Nicola Schmidt im Vorwort und ich war sehr gespannt auf den Inhalt. Um es vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch habe ich an dem Wochenende verschlungen und war bereits am Montag voller…

Heute war mal wieder was los. Meine drei Lieben haben nicht besonders auf das gehört, was ich sage. Eigentlich haben sie sogar immer genau das Gegenteil gemacht. Sie haben am Morgen ziemlich getrödelt, im Kinderzimmer ein Chaos verbreitet und das Schulkind war ziemlich frech. Wäre eine kleine Fee vorbei gekommen, ich hätte mir eine Trickkiste gewünscht, in die ich greifen kann und sofort eine Idee habe, wie ich die kleinen und großen Auseinandersetzungen mit meinen Kindern gut löse. Denn auch wenn ich nun schon acht Jahre Mama bin, stehe ich doch jeden Tag immer wieder vor großen Herausforderungen. Wie gut, dass meine Fee den Wunsch erhört hat, denn nun halte ich das Buch „Meine kleine Erziehungstrickkiste“ von Jan-Uwe Rogge in den Händen. Das ist der Erziehungsexperte, den ich aus Zeitungen und Talkshows kenne, dessen Bücher ich mir nie genauer angeschaut habe. Das soll sich jetzt ändern, denn das Buch verspricht,…

Bücher für Kinder Wir lieben Bücher wie verrückt und hier bei uns zuhause wird viel und gerne vorgelesen. Aber welches sind eigentlich die beliebtesten Werke? Genau wie bei der Kleidung ist der Geschmack der Eltern ja nicht immer deckungsgleich mit dem der Kinder, auch was das Optische betrifft. Ich versinke im Winter gerne in dem wundervollen Buch Tomte Tummetott* von Astrid Lindgren mit seinen schönen Zeichnungen, das aber Luise und Oskar leider langweilt. Dafür musste ich Luise schon zehn Bände Sternenschweif vorlesen, was wiederum mich zum Gähnen bringt. Wir haben aber schon sehr oft gemeinsame Nenner gefunden und ich beuge mich auch gerne mal dem Willen der Kinder. Wenn ich mir vorstelle, Anton würde mir abends Thomas Manns Zauberberg vorlesen, weil er das für zur Jahreszeit passend hält oder mir seine Lieblingszahlen aus der Excel-Tabelle zitieren, dann wäre ich ähnlich amüsiert wie Jimmy, der schon beim Anblick von Tomte ins…

Wir sind sprachlich so viel besser aufgestellt, trauen uns aber einfach zu wenig zu! (Nicole Staudinger, Schlagfertigkeitsqueen, S. 213) Wenn Mama die Worte fehlen Leider bin ich nicht gerade eine Schlagfertigkeitsqueen. Ich quatsche zwar grundsätzlich viel, aber im richtigen Moment verstumme ich gerne. Kommt mir Jemand mit einem blöden Spruch, bin ich als zunächst einmal sprachlos. Manchmal fällt mir dann im Nachgang eine gute Antwort ein, aber dann ist dieser Jemand meistens schon um die Ecke. Gerade als Mama habe ich in den letzten sieben Jahren eine Menge Sprüche kassiert. Angefangen von älteren Damen, die mich in der Bahn fragten, ob mein Kind nicht zu warm angezogen sei über andere Mütter, die skeptisch fragten, ob ich das Baby wirklich mit Gläschenbrei füttern wolle. Eine Portion Schlagfertigkeit, bitte Menschen mischten sich auch mal in unsere Familienplanung ein: „Was, ihr bekommt schon das zweite Kind? Ist das nicht zu früh?“ oder aber…

Humor ist Liebe. Er macht die Unzulänglichkeiten etwas zulänglicher, den Schaden etwas leichter, den Schmerz etwas erträglicher. (Henri Nannen) Wenn ich mal schlechte Laune habe und so richtig genervt bin von meinem Leben und mir selbst, dann klappe ich den Computer auf und gucke mir eines von Martina Hills Knallerfrauen-Videos an. Am liebsten habe ich die, in denen es um Kinder geht. Schön ist zum Beispiel der Film, in dem sie bei den Nachbarn klopft und diese warnt, weil die Kinder am Wochenende das erste Mal seit langem außer Haus und sie und ihr Mann alleine sind. Es könne also laut werden, sie habe aber auch einen Aushang in den Flur gehängt. Am nächsten Morgen verteilt sie auch noch Spritzgebäck. Bei diesem Film kann ich mich vor Lachen nicht mehr halten. Wenn man trotzdem lacht Schon steigt meine Laune erheblich und die Welt ist nicht mehr so grau, mein Alltag…

„Mama, ich will endlich auch in die Schule!“ Luise ist besessen von der Vorstellung, auch in die Grundschule gehen zu dürfen, auch wenn sie eigentlich sehr gerne in den Kindergarten geht. Aber sie sieht ihren Bruder, der Bücher liest, schreiben und rechnen kann und überhaupt lauter tolle Dinge lernt. Vor allem die Hausaufgaben, die würde sie auch gerne machen. Tja, wenn sie wüsste… denn Jimmy hat längst den Spaß am mittäglichen Üben verloren und jammert über die lästige Pflicht. Luise aber setzt sich neben ihn an den Tisch und fragt nach ihren Hausaufgaben. Ich hole Stifte und Block aus der Schublade und sie kritzelt eine Weile darauf herum. So richtig zufrieden ist sie aber nicht. Zahlen und Formen lernen Bisher habe ich es vermieden, ihr irgendwelche Hefte vorzusetzen, die Vorschüler auf das Bögelchen malen und Zahlen schreiben vorbereiten sollen. Ich finde das unnötig und denke es ist am besten, wenn…

Wer mir auf Instagram folgt, weiß es längst: ich bin diesem Kochbuch verfallen. Auf Nadia Damaso stieß ich, als ich den Leute-Podcast von SWR1 hörte. Die junge Frau beeindruckte mich mit ihrer Lebenseinstellung, ihrer Leidenschaft und den Rezepten, von denen sie sprach. Sie keiert mal eben ein paar neue Ideen, kombiniert Lachs mit Nusscrunch und Mango-Soße, macht die feinsten Porridges aus Quinoa, Mandelmilch und Blaubeeren und zaubert ein Eis aus Bananen und Espresso, das auf der Zunge zergeht. Ich habe ihre Rezepte ausprobiert und erzähle dir heute, wie ich sie in meinen ewigen Speiseplan integriere. Den Speiseplan habe ich entwickelt, weil meine Kinder so schleckig sind und nur eine Handvoll Gerichte mögen. Ich habe gekocht, sie gemeckert. Seitdem ist montags Nudeltag, Dienstag kommt der Suppenkasper, Mittwoch ist Pizzatag, Donnerstag lautet das Motto Reis/Kartoffeln/Linsen und Freitag gibts Mehlspeisen. Und es wird nie langweilig, das kannst du im verlinkten Text nachlesen. Ich…

Warum scheitern wir oft daran, Familie und Beruf zu vereinbaren? Der Frage gehen wir seit Jahren nach und finden doch keine allgemeingültige Lösung. Das liegt wohl daran, dass dieses Thema extrem vielschichtig ist. Es gibt sie schon, die guten Bedingungen. Elterngeld, Elternzeit, Homeoffice und Kitaplätze für kleine Kinder, aber zu vieles ist immernoch im Argen. Die Kitaplätze reichen nicht, viele Unternehmen schaffen zu selten elternfreundlichen Voraussetzungen und Elternzeit über acht Wochen hinaus nehmen meist nur die Frauen. Ich finde, es kann sich noch sehr viel tun in der Gesellschaft. Arbeitnehmer und Politiker dürfen gerne und am besten schneller bessere Bedingungen schaffen, damit wir Eltern Familie und Beruf vereinbaren können. Aber kann es sein, dass auch wir Eltern etwas tun müssen? Ich denke, ja! Und ich fange mal bei mir an, bei mir, einer Frau und Mutter. Bei einer, die in ihrem Leben ein paar Mal hätte mutiger sein können. Denn…