Tag

Bücher

Browsing

Humor ist Liebe. Er macht die Unzulänglichkeiten etwas zulänglicher, den Schaden etwas leichter, den Schmerz etwas erträglicher.

(Henri Nannen)

Wenn ich mal schlechte Laune habe und so richtig genervt bin von meinem Leben und mir selbst, dann klappe ich den Computer auf und gucke mir eines von Martina Hills Knallerfrauen-Videos an. Am liebsten habe ich die, in denen es um Kinder geht. Schön ist zum Beispiel der Film, in dem sie bei den Nachbarn klopft und diese warnt, weil die Kinder am Wochenende das erste Mal seit langem außer Haus und sie und ihr Mann alleine sind. Es könne also laut werden, sie habe aber auch einen Aushang in den Flur gehängt. Am nächsten Morgen verteilt sie auch noch Spritzgebäck. Bei diesem Film kann ich mich vor Lachen nicht mehr halten.

Wenn man trotzdem lacht

Schon steigt meine Laune erheblich und die Welt ist nicht mehr so grau, mein Alltag nicht mehr so anstrengend. Indem wir uns selbst aufs Korn nehmen, die Alltagskomik erkennen und mit etwas Abstand auch Ärgerlichkeiten wie zankende Geschwister oder Kinder, die nicht ins Bett wollen, mit Humor sehen, ist das Leben auf einmal viel leichter und lustiger. „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, diesen alten Kalauer sage ich mir zum Beispiel, wenn Jimmy bei minus zehn Grad im Shirt aus der Schule kommt und seine Jacke mal wieder verloren hat. Oder wenn Oskar nicht ins Bett will und stattdessen ein Konzert auf der Blockflöte seiner Schwester veranstaltet, bis diese weinend aus dem Schlaf erwacht.

Eltern mit Witz

So öde humorlose Mütter sind, so wunderbar sind die, die lachen. Lustige Eltern sind für mich das Salz in der Erziehungssuppe und zum Glück gibt es eine Menge von ihnen. Noch besser ist, dass viele von ihnen schreiben und wir ihre genialen Texte lesen können. Mittlerweile habe ich ein ganzes Repertoire an Büchern, die einem das Elternsein versüßen und mich wirklich und anhaltend zum Lachen bringen. Ich möchte hier zum Beispiel die geniale Marlene Hellene nennen, die nicht nur auf Twitter mit bald 20.000 Followern ein riesen Star ist („Mama, was ist ein Wixer?“ „Das ist ein Mann, der Mixer verkauft.“ Halten Sie ja die Klappe!), sondern auch ein wunderbares Buch herausgebracht hat: Man bekommt ja so viel zurück*. An Abenden, an denen ich das Lachen brauche wie die Luft zum Atmen, nehme ich auch Katie Kirbys Prost Baby* zur Hand und mixe mir einen guten Gin Tonic dazu. Beides sorgt für sofortiges Gegrinse und lautes Gegacker nach jeder zweiten Seite. Ohne Axel Hackes Erziehungsberater* als Hörspiel im Auto geht sowieso nichts mehr, Jan Weilers Pubertiere* geben mir schonmal einen Ausblick auf die spaßige Zukunft mit Jugendlichen im Haus und Johann König feiere ich regelmäßig für sein Wunderwerk Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen.*

Herzensempfehlungen

Ganz besonders erwähnen möchte ich aber folgende drei Eltern, deren Art zu schreiben mir viele Stunden versüßt haben. Die geniale Andrea Harmonika mit ihrem gleichnamigen Blog hat endlich ein Buch geschrieben: Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne.* Wer die Texte diese Frau gelesen hat, der liebt sie unbekannterweise, das garantiere ich.

Geliebt wird auch Christian Hanne für seinen Blog Familienbetrieb und die Familientweets der Woche. Ich schätze ihn für seine Buchrezensionen und seine zwei Bücher. Ein Vater greift zur Flasche* heißt das aktuelle Exemplar und wenn er schreibt, dass man als Mutter oder Vater für einen Säugling eine Mischung aus Koch, Kammerdiener, Putzgehilfe, Chaffeur, persönlicher Assistent und Pausenclown sei und er die Elternzeit mit dem Titel von Robbie Williams „Let me entertain you“ zusammenfasst, haue ich mir vor Lachen auf die Schenkel. Noch ein kleiner Auszug gefällig? Hier, bitteschön:

Der Kaiserschnitt läuft problemlos – eine Feststellung, die einem recht leicht aus der Feder fließt, wenn man nicht selbst auf dem OP-Tisch liegt und den Bauch aufgeschnitten bekommt. Da der brustabwärtige Teil der Freundin durch ein grünes Tuch abgetrennt ist, bekomme ich von dem Eingriff ohnehin nicht wirklich etwas mit. Nach knapp 30 Minuten ertönt hinter dem Vorhang ein schmatzendes Geräusch, dann ein Brüllen, und schließlich sagt einer der Ärzte: »Da ist er ja, der kleine Mann.« Ich schließe daraus, dass wir einen Sohn haben. Oder dass gerade ein 1,60 Meter großer Arzt den Raum betreten hat.

Aller guten Dinge sind drei, das habe ich versprochen, und daher ist Nina Straßners Keine Kinder sind auch keine Lösung. Schützenhilfe von der Juramama* ein Muss für jedes elterliche Bücherregal. Nicht nur, dass Nina sehr lustig schreibt, was du auch auf ihrem Blog nachlesen kannst, sondern hier stehen auch einige wichtige juristische Ratschläge und die Wahrheit über die deutsche Familienpolitik. Wie Nina vor dem letzten Kapitel schreibt, ist es nahezu unmöglich, selbiges ohne mindestens einen Schnaps zu lesen, denn was du da zu hören bekommst, lässt dir die Kinnlade runterfallen. Wie gut, dass sie so unglaublich lustig ist, denn dadurch lässt sich das familienpolitische Elend besser ertragen. Ich habe auf ihr Buch hin mal einen Text gegen die dreiste Erhöhung der Kindergartengebühren geschrieben und konnte Nächte lang nicht mehr schlafen vor Wut.

Blogfamilie liest: lustige Eltern lesen in Berlin

Und nun komme ich zu einem wirklich grandiosen Hinweis. Solltest du in der Nähe oder sogar in Berlin leben, Kinder haben und gerne lachen, ist folgendes Event ein MUSS! Nina Straßner, Christian Hanne und Andrea Harmonika lesen im Rahmen der brandneuen Reihe Blogfamilia liest gemeinsam aus ihren Büchern: im juggleHub in der Christburgerstraße 23 in der Hauptstadt am 22. November 2018. Karten gibts für 7 Euro hier und ich beneide dich, solltest du in diesen Genuss kommen und vor Ort sein können. Das wird garantiert ein grandioser Abend und du wirst mit Sicherheit beschwingt und mit vielen neuen Sichtweisen auf das Leben mit Kindern nach Hause gehen, deinen lieben, schlafenden Mäusen einen Schmatz auf die Backe geben und noch beim Einschlafen vor dich hin kichern. Jaja, Kinder haben ist ein anstrengendes Unterfangen. Aber ohne Kinder wäre dein Leben nur halb so lustig und lange nicht so schön.

Viel Spaß beim Hören, Lesen und Gackern,

deine Laura

Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate Links. Du kommst über sie direkt zum Amazon-Shop, wo du die Bücher bestellen kannst. Ich bekomme dann eine kleine Provision, die dich keinen Cent kostet. Selbstverständlich ist es ethisch und moralisch aber korrekter, die Bücher vor Ort in einer Buchhandlung zu bestellen.

„Mama, ich will endlich auch in die Schule!“

Luise ist besessen von der Vorstellung, auch in die Grundschule gehen zu dürfen, auch wenn sie eigentlich sehr gerne in den Kindergarten geht. Aber sie sieht ihren Bruder, der Bücher liest, schreiben und rechnen kann und überhaupt lauter tolle Dinge lernt. Vor allem die Hausaufgaben, die würde sie auch gerne machen. Tja, wenn sie wüsste… denn Jimmy hat längst den Spaß am mittäglichen Üben verloren und jammert über die lästige Pflicht. Luise aber setzt sich neben ihn an den Tisch und fragt nach ihren Hausaufgaben. Ich hole Stifte und Block aus der Schublade und sie kritzelt eine Weile darauf herum. So richtig zufrieden ist sie aber nicht.

Zahlen und Formen lernen

Bisher habe ich es vermieden, ihr irgendwelche Hefte vorzusetzen, die Vorschüler auf das Bögelchen malen und Zahlen schreiben vorbereiten sollen. Ich finde das unnötig und denke es ist am besten, wenn Kinder das dann in der Schule lernen. Nun habe ich aber ein wunderbares Heft bekommen, das mir unheimlich gut gefällt. Susanne, die ich von ihrem zauberhaften literarischen Mamablog Hallo liebe Wolke kenne, hat es mir geschenkt: Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm für Kinder ab 4 Jahren ist so niedlich gezeichnet, dass es eine Freude ist, das Büchlein anzuschauen. Aber wir schauen es nicht nur zusammen an, sondern Luise kann auch viele Bilder selbst anmalen. Dazu gibts Geschichten und kleine Übungsaufgaben, die Kinder gar nicht als solche erkennen. Ganz spielerisch beschäftigen sie sich mit Zahlen und Formen und malen zum Beispiel verschiedene Flächen eines Bildes anhand von Zahlen an, denen Farben zugeordnet sind. Nun sitzt Luise ganz begeistert neben ihrem Bruder und hat endlich auch was Sinnvolles zu tun.

Ein Büchlein wie eine Schatzkiste

Die Ausmal- und Rätselbilder haben Luise besonders gefallen und nach dem Malen haben wir uns aufs Sofa gesetzt, um die schönen Geschichten zu lesen. Alle wichtigen Dinge, die Luise auch in der Vorschule ihres Kindergartens lernt, sind in den kleinen Lerngeschichten zu finden. Mit der bunten Wilma Wochenwurm lernen die Kinder die Wochentage, mit Mona Monatswurm gehts um die Monate eines Jahres. Mit denen kommt Luise gründlich durcheinander, aber hier wird alles niedlich und spielerisch anhand kleiner Geschichten erklärt – so kann sie sich die Abfolge gut merken. Am besten gefällt Luise aber die Geschichte von König Sahnehäubchen, der kein Gemüse isst. Mit dem kann sie sich nämlich besonders gut identifizieren. Sogar eine Gute Nacht Geschichte über den kleinen Stern, der vom Himmel fiel, ist im Büchlein enthalten. Das haben wir natürlich abends im Bett gelesen.

Ich finde ja, dass vor allem die Kinderbücher am besten sind, die von besonders herzlichen und sensiblen Menschen geschrieben wurden. Sie können sich in die Kinder hineinversetzen, verstehen sie genau und wissen, was sie interessiert. Susanne geht ganz toll mit ihrer kleinen Tochter um, ich habe auf ihrem Blog schon oft Inspirationen für mich selbst und den Umgang mit meinen Kindern gefunden. Dieses Büchlein ist total gelungen und ich kann es dir wärmstens empfehlen. Auch zum Verschenken eignet es sich bestens. Du kannst es in allen gängigen Buchhandlungen oder in Online-Shops wie zum Beispiel hier (Affiliate Link) bestellen und es gibt sogar schon Folgebände.

Gewinnspiel

ACHTUNG: Das Gewinnspiel ist beendet und der Gewinner wurde benachrichtigt.

Außerdem hat Susanne mir ein zweites Buch geschickt, das ich hier auf dem Blog verlosen kann. Kommentier einfach unter dem Blog und Susanne freut sich natürlich, wenn du sie mal auf ihrem Blog besuchst.

  • Das Gewinnspiel beginnt mit der Veröffentlichung dieses Textes und endet am 12.10.2018 um 23:59 Uhr.
  • Anschließend wird der Gewinner / die Gewinnerin einen Tag nach Ende des Gewinnspiels per Losverfahren ermittelt und per Mail vom Gewinn benachrichtigt.
  • Teilnehmen dürfen alle Personen, die über 18 Jahre alt sind und in Deutschland wohnen
  • Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst. Deine Adresse nutze ich ausschließlich für den Versand ddes Buchs und wird  anschließend gelöscht.
  • Der Gewinn besteht aus dem Buch „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm“.
  • Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Wer mir auf Instagram folgt, weiß es längst: ich bin diesem Kochbuch verfallen. Auf Nadia Damaso stieß ich, als ich den Leute-Podcast von SWR1 hörte. Die junge Frau beeindruckte mich mit ihrer Lebenseinstellung, ihrer Leidenschaft und den Rezepten, von denen sie sprach. Sie keiert mal eben ein paar neue Ideen, kombiniert Lachs mit Nusscrunch und Mango-Soße, macht die feinsten Porridges aus Quinoa, Mandelmilch und Blaubeeren und zaubert ein Eis aus Bananen und Espresso, das auf der Zunge zergeht. Ich habe ihre Rezepte ausprobiert und erzähle dir heute, wie ich sie in meinen ewigen Speiseplan integriere.

Den Speiseplan habe ich entwickelt, weil meine Kinder so schleckig sind und nur eine Handvoll Gerichte mögen. Ich habe gekocht, sie gemeckert. Seitdem ist montags Nudeltag, Dienstag kommt der Suppenkasper, Mittwoch ist Pizzatag, Donnerstag lautet das Motto Reis/Kartoffeln/Linsen und Freitag gibts Mehlspeisen. Und es wird nie langweilig, das kannst du im verlinkten Text nachlesen. Ich bin aber immer wieder auf der Suche nach neuen Rezepten, die ich in den Speiseplan integrieren kann. Bei Nadia Damaso begeistert mich ihre kreative Art zu kochen. Außerdem benutzt sie weder weißen Zucker noch weißes Mehl. Daher sind die meisten ihrer Kreationen auch für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit geeignet. Bisher dachte ich immer, vegetarische und vegane Küche sei fad und langweilig, aber sie ist unglaublich köstlich – mit dem richtigen Kochbuch: Eat better not less. Around the world (Affiliate Link). Pass auf, gleich wird dir das Wasser im Mund zusammenlaufen!

Mittwoch: Pizzatag

Statt Pizza gibts auch mal Tortillas. Du siehst hier meine Kreation aus Guatemala. Tortillas (gekauft) mit Blumenkohl in Mandelkruste, dazu eine Koriander-Mais-Pesto. Ich habe bisher nie Koriander verwendet und bin nun echt begeistert. Auch die Idee, aus Mais und Nüssen eine Pesto zuzubereiten, finde ich spitze. Für die Kinder ist diese Kombi zu gewagt. Aber Tortillas finden sie auch gut und beschmieren sie sich zum Beispiel mit Frischkäse, packen ihr Lieblingsgemüse roh hinein, streuen etwas Käse oder Nüsse darüber und wickeln sich einen Wrap. Luise hat den Blumenkohl einmal probiert, ich befürchte aber, wie müssen das noch ein paar Mal wiederholen. Wusstest du, dass Kinder manche Dinge mehr als zehn Mal probieren müssen, bis es ihnen schmeckt? Daher gibt es bei uns die Regel, das alles mal probiert werden muss. Ausgenommen sind natürlich die scharfen und stark gewürzten Dinge. Denn die Kinder haben einen sensibleren Gaumen als wir und bei denen wird die Geschmacksexplosion zur Überforderung.

Donnerstag: Kartoffel-/Reistag

Kennst du schon Süßkartoffeln? Ich habe sie dank Nadia kennen- und lieben gelernt. Sie hat fantastische Rezepte für Süßkartoffelpüree mit Aprikosen, aber auch Ofenkartoffeln mit süßem oder salzigem Topping. Dieses Rezept hier ist ebenfalls ganz wundervoll. Ich habe Süßkartoffeln im Backofen gebacken, dazu gab es ein Mais-Mango-Koriander-Püree und Fisch. Im Originalrezept ist der Fisch roh, das nennt sich dann „Ceviche“ und ist ein peruanisches Gericht. Weil es aber neulich so heiß war, bin ich kein Risiko eingegangen und habe ihn in der Pfanne in Kokosöl und Limettensaft gebraten.

Die Idee hinter dem Buch ist übrigens folgende: Nadia ist einmal um die Welt gereist, war in mehr als 11 Ländern zu Gast, hat dort erlebt, wie die Menschen traditionell kochen und welche Zutaten sie nutzen. Zuhause hat sie dann aus ihren Eindrücken, der Farbwelt und dem Lebensgefühl eigene Rezepte kreiert, alle gesund und super köstlich. Im Buch findest du Infos zu den Ländern, wunderschöne Landschaftsbilder und ganz viele Tipps zu den Zutaten.

Du kannst dir vorstellen, dass Kinder nichts von dieser würzigen und spannenden Kreation halten. Daher gab es für die Kinder eine Art Fisch&Chips. Aus dem Süßkartoffeln habe ich pommesgroße Stifte geschnitten, diese mit etwas Öl und Salz gewürzt und auf dem Backblech eine halbe Stunde gebacken. Zusammen mit dem angebratenen Fisch (und ich gebe es zu, etwas Ketchup) war das dann ein echtes Kinder-Menü.

Außerdem habe ich eine Pflaumen-Zimt-Mandel-Tajine ausprobiert. Süßkartoffen, Zucchini und Aubergine kam hinein, dazu gab es Reis (im Originalrezept Gerste). Der wurde mit Zitrone und Mandelmus gewürzt, das mochten auch die Kinder. Für sie habe ich in den Reis noch ein wenig Mais und Erbsen reingemischt – fertig!

Freitag: Mehlspeisentag

Auf gehts nach Indien! Und ich entdecke, dass Pfannkuchen auch aus Kichererbsenmehl und Reismehl gemacht werden können. Dosa heißt diese indische Variante. Dafür habe ich die alte Getreidemühle aus dem Keller geholt, die meine Eltern in den 80er Jahren in ihrer Ökophase benutzt haben. Reismehl ist manchmal schwierig zu bekommen, also habe ich mir aus Naturreis selbst welches gemahlen. Das klappt auch mit Kichererbsen. Dazu gab es Linsenchutney und Kokos-Joghurt. Für die Kinder habe ich die Dosas mit Schokocreme bestrichen. Was wohl ein Inder dazu sagen würde?

 

Frühstücksideen

Nadia Damaso hält viel davon, gut zu frühstücken. Und ich muss auch sagen, dass der Tag an Qualität gewinnt, wenn ich ein leckeres Frühstück im Magen habe. Im Buch von Nadia Damaso sind so feine Rezepte drin, dass du dich schon abends im Bett auf den nächsten Morgen freust. Zu meinen Favoriten gehört die Papaya mit Joghurt und Nusscrunch, aber auch das Quinoa-Maca-Porridge mit Blaubeer-Rote Beete-Creme schmeckt fantastisch.

Dafür 150 g Quinoa kochen und 200 ml Mandelmilch mit etwas Maca-Pulver, einem TL Nussmus, etwas Salz und einem Löffel Honig mixen. Die Milch zum fertigen Quinoa geben. Aus 200 g Blaubeeren und einer kleinen gekochten Rote Beete-Knolle ein Mus pürieren (mit dem Pürierstab). Nusscrunch (eine Handvoll verschiedener Nüsse, Mohnsamen und Haferflocken mit etwas Ahornsirup mischen, bei 180 Grad 10 Minuten im Ofen backen, zerkleinern), Blaubeeren und Minze drüber geben – fertig!

Auch die Cashew-Mohn-Pancakes (glutenfrei) gehören nun zu meinem festen Repertoire und auch Nusscrunch steht immer frisch gebacken bereit. Diese Frühstücksgerichte mögen auch die Kinder sehr gerne und sie sind eine Abwechslung zum Honigbrot.

Übrigens: je mehr ich aus dem Kochbuch koche, desto mehr Ideen habe ich selber. In der letzten Zeit lernte ich so viele neue Zutaten kennen, dass sich auch mein Können erweitert hat. Ich habe viele neue Varianten in meinem Kopf, die ich für meinen ewigen Speisplan verwenden kann. Wieso nicht mal Pizzateig mit Mehlalternativen ausprobieren? Oder eine Bolognese-Soße aus Tofu kochen? Die Kinder lernen so viele neue Geschmacksrichtungen kennen und sicher wird ihnen das eine oder andere davon schmecken.

Buch zu gewinnen

Und, konnte ich dich begeistern? Ich darf hier ein Exemplar von Eat better not less. Around the world (Affiliate Link) verlosen. Kommentier einfach unter dem Text, dann landest du in der Lostrommel. Ich verspreche, du wirst in ganz neue Geschmackswelten eintauchen!

Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse mitteilst, die ich dann an den Verlag für den Versand weiterleite. Deine Adresse wird anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigt den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr Infos zum Gewinnspiel findest du hier.

Das Gewinnspiel beginnt heute, am 16. August 2018, und endet am 25. August 2018 um 23.59Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird danach per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt.

Lust auf noch mehr Rezept-Inspiration? Dann schau mal auf meinem Instagram-Kanal vorbei. Da poste ich immer mal wieder feine Rezepte, es gibt aber auch Spannendes zum Thema Mama-Alltag und ein paar aufmunternde Worte für Eltern im Stress. Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Warum scheitern wir oft daran, Familie und Beruf zu vereinbaren? Der Frage gehen wir seit Jahren nach und finden doch keine allgemeingültige Lösung. Das liegt wohl daran, dass dieses Thema extrem vielschichtig ist. Es gibt sie schon, die guten Bedingungen. Elterngeld, Elternzeit, Homeoffice und Kitaplätze für kleine Kinder, aber zu vieles ist immernoch im Argen. Die Kitaplätze reichen nicht, viele Unternehmen schaffen zu selten elternfreundlichen Voraussetzungen und Elternzeit über acht Wochen hinaus nehmen meist nur die Frauen.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Ich finde, es kann sich noch sehr viel tun in der Gesellschaft. Arbeitnehmer und Politiker dürfen gerne und am besten schneller bessere Bedingungen schaffen, damit wir Eltern Familie und Beruf vereinbaren können. Aber kann es sein, dass auch wir Eltern etwas tun müssen? Ich denke, ja! Und ich fange mal bei mir an, bei mir, einer Frau und Mutter. Bei einer, die in ihrem Leben ein paar Mal hätte mutiger sein können. Denn manchmal finde ich, dass wir Frauen uns nicht genug zutrauen. Folgendes möchte ich dazu erzählen:

Viel zu wenig zugetraut

In der Mittelstufe auf dem Gymnasium hatte ich anderes im Kopf als Mathe. Mein Lehrer fand mich faul und ich hielt mich schnell für unbegabt. Physik, Chemie, all die Naturwisschenschaften – dafür bin ich am Ende vielleicht zu blöd, habe ich gedacht und einfach nicht mehr zugehört. Ein paar Jahre später war ich bei einer Informationsveranstaltung der zahnmedizinischen Fakultät in Ulm. Ich dachte, Zahnärztin zu werden, das wäre doch was für mich. Als ich hörte, dass man in Chemie und filigraner Handarbeit ziemlich gut sein muss, war die Idee für mich gestorben. Habe ich mir einfach nicht zugetraut.

Am Ende landete ich bei einem großen Automobilhersteller aus Stuttgart an der Berufsakademie. Ziemlich viel Wirtschaftsmathe und Angeber-Typen, die sich schon im Vorstand sahen, haben mich abgeschreckt und ich habe hingeworfen. Literatur und Geschichte wurde es am Ende und ich bin auch froh, sowas Schönes studiert zu haben. Aber ohne Moos nix los, daher war mein Einkommen nach dem Studium als Volontärin ziemlich mies. Anton und ich wollten dennoch früh Kinder haben und so kam es, wie es kommen musste: weil er als Controller mehr als das dreifache verdiente als ich in meinem Redakteurs-Job, war klar, wer mit dem Baby zuhause bleibt. Teure Mieten in Stuttgart und Umgebung machten es schlichtweg unmöglich, von meinem Gehalt zu leben, zumal mein Vertrag befristet war.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Warum war ich so feige?

Tatsächlich frage ich mich heute, warum ich so oft gekniffen und mir viel zu wenig zugetraut habe. Ich bin ehrlich: ich habe es mir immer ein wenig einfach gemacht. Ich hatte Bammel davor, das Zahnmedizin-Studium nicht zu packen. Ich hatte nicht den Mut, mich zwischen den Angebertypen an der Berufsakademie durchzusetzen. Und ich nahm nach dem Studium ganz bequem die erstbeste Möglichkeit für einen Job wahr, anstelle darauf zu vertrauen, dass noch etwas besseres kommt. Ein Festvertrag mit einem anständigen Gehalt zum Beispiel. Ich habe mir Kinder gewünscht und wollte ein Jahr zuhause bleiben. Ein bisschen lag es auch daran, dass mir mein Job keinen Spaß gemacht hat und ich nicht ganz undankbar war, da erst einmal raus zu sein.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Wenn ich nicht so bequem, sondern ein wenig mutiger gewesen wäre, wenn ich mehr Vertrauen in mich gehabt hätte, würde ich heute ordentlich Geld verdienen. Heute traue ich mir viel mehr zu, das liegt sicher auch daran, dass ich Kinder habe. Wer einen Tag lang mit drei Kindern einen Supermarkteinkauf hinlegt und danach noch lachen kann, der kann auch auf ein Physikum lernen oder Kronen bauen, wenn er sich anstrengt.

Warum ich so oft daran denke? Ich habe mich als Frau mit schlechtem Gehalt in eine sehr ausweglose Situation begeben und für mich fühlt sich das nicht richtig an. Ich gebe die Schuld gerne meinem Arbeitgeber, der meinen Vertrag während der Elternzeit auslaufen ließ. Ich schimpfe auf den Staat und manchmal ein bisschen auf meinen Mann. Aber dass ich schlecht verdient habe und es schwer hätte, im Notfall meine Familie zu versorgen, das habe ich mir ein Stück weit selbst zuzuschreiben.

Die Sache mit dem Gehalt

Warum verdienen Frauen in vergleichbaren Berufen so viel weniger? Ich denke, oft liegt es daran, dass Frauen für Arbeitnehmer das größere Risiko sind, denn sie können Kinder kriegen und für ein oder mehrere Jahre ausfallen. Das ist dann vielleicht schon in das Gehalt miteinkalkuliert. Das Problem könnten wir lösen, wenn auch Väter länger Elternzeit nehmen, denn dann wäre das Risko der Geschlechter gleich groß. Ein anderer Grund könnte sein, dass Männer die besseren Verhandler sind. Neulich habe ich folgende Geschichte gehört: Gehaltsgespräch zwischen Bewerberin und Chef. „Wie sehen ihre Gehaltsvorstellungen aus?“ Sie: „Liegen bei ca. 60.000 Euro im Jahr, ist aber verhandelbar.“ Der Chef hat die Dame nicht eingestellt, weil ihm sowas mächtig auf die Nerven geht. Wenn die einknickt, noch bevor ich ein Gegenangebot gemacht habe, dann kann die sich ja nirgends durchsetzen, hat er vermutlich gedacht. Ehrlich gesagt, die Dame hätte ich sein können.

Rachel Ignotowsky, Frauen, die nach den Sternen greifen, mvg Verlag 2018

Geld ist nicht die Lösung

Was will ich mit meinem Text nun sagen? Alle Frauen sollen Zahnärztinnen werden und ordentlich Geld verdienen, dann wird alles gut? Nein, auf keinen Fall. Nicht immer ist ein gutes Gehalt die Lösung, auch wenn das natürlich unabhängig macht. Und es gibt einfach viele Jobs, die (leider) unterbezahlt sind. Demnach dürfte es bald keine ErzieherInnen, KrankenpflegerInnen oder Sozialpädagogen mehr geben. Aber ich will sagen, dass wir Frauen vielleicht manchmal zu wenig Mut haben. Darum stecken wir oft in einer für uns unguten Situation.

Frauen und Männer sind unterschiedlich, die einen mehr, die anderen weniger. In der Mehrzahl aber sind wir Frauen die sozialen und kommunikativen Menschen. Wir fühlen uns gut in andere ein, wir können vermitteln und Gespräche führen. Vielleicht liegt es daran, dass Frauen im Allgemeinen auch etwas harmoniebedürftiger und weniger konfrontativ sind als Männer. Das hat viele Vorteile. In Sachen Gehalt, Job und Karriere ist das aber in mancherlei Hinsicht ein klein wenig nachteilig.

Wir Frauen sollten uns aber generell etwas zutrauen und mehr darauf pfeifen, was die anderen denken, meinst du nicht? Mutig zu sein bedeutet für mich übrigens nicht nur, sich zuzutrauen, einen Job zu ergreifen, der eine Familie ernährt. Es bedeutet genauso, als Frau bei den Kindern zu bleiben und den Beruf aufzugeben. Sich außerdem dafür einzusetzen, dass Care-Arbeit endlich als wichtiger und richtiger Job angesehen und entsprechend mit genug Rentenpunkten vergütet wird. Und sich von Menschen mit erhobenem Zeigefinger nicht den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen. Mutig sein bedeutet genauso, einen Beruf zu ergreifen, der schlecht bezahlt ist, wie der der Erzieher oder Krankenpfleger. Diesen mit Leidenschaft zu tun und dafür zu kämpfen, dass es am Ende für die Familie reicht. Mutig zu sein kann genauso heißen, dass beide Eltern reduzieren und sich für die wertvolle Zeit in Sachen Konsum und Urlaub einschränken. Mutig sein bedeutet, für das, was wir möchten, einzustehen. Sich selbst zuzutrauen, den Wunschweg einzuschlagen und zu verfolgen.

Bist du mutig?

Nun bin ich gespannt, was du dazu sagst. Natürlich ist das hier ein wenig verallgemeinert. Es gibt haufenweise Frauen, die eiskalte Gehaltsverhandlungen führen, sich locker zutrauen, den Nobelpreis in Atomphysik zu bekommen oder vier Kinder kriegen und zuhause täglich und mit Leidenschaft ihre Frau stehen. Aber viele Frauen sind zögerlich, was ihr eigenes Leben angeht, und ab und an kommt mir der Gedanke, dass wir viel mehr Mut brauchen, um die Gleichberechtigung und die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, voranzutreiben. Wenn irgendwas richtig schlecht läuft, schieben wir gerne den Schwarzen Peter anderen zu. Und vieles läuft für uns Frauen noch lange nicht optimal. Ein wenig können wir an uns selber arbeiten und Mut ist da ein Schlüssel für mich. Egal, ob es um Gehaltsverhandlungen, Berufswahl oder die Entscheidung geht, zuhause bei den Kindern zu bleiben.

Es gibt niemals diesen einen Grund, warum Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht gut funktioniert. Es gibt hundert Gründe und sie sind individuell. Ich hätte mir für mich gewünscht, mutiger zu sein. Ich bin die Art von Mutter, die gerne finanziell auf eigenen Beinen steht. Es kann sein, dass du eine ganz andere Mutter bist. Dass dir andere Dinge wichtig sind. Ich hoffe sehr, dass du den Mut hattest und dir zugetraut hast, die für dich wichtigen Dinge in Angriff zu nehmen. Vielleicht hast du Lust, uns davon zu erzählen?

Frauen, die nach den Sternen greifen: Gewinnspiel

Ich habe ein ganz wunderbares Buch für dich, das du hier gewinnen kannst. „Furchtlose Frauen, die nach den Sternen greifen. 50 Portraits faszinierender Wissenschaftlerinnen“ von Rachel Ignotofsky (Affiliate Link). Darin sind 50 außergewöhnliche Frauen in spannenden Geschichten und wunderschönen Illustrationen portraitiert. Noch immer gibt es zu wenig Frauen in Vorständen und Führungsetagen, noch immer dominieren Männer Wirtschafts- und Finanzsektoren. Frauen haben es schwerer, sich in wissenschaftlichen Bereichen durchzusetzen oder in öffentliche Ämter gewählt zu werden. Aber Frauen haben schon sehr viel erreicht, das beweist dieses Buch:

Im Laufe der Geschichte haben zahlreiche Frauen im Dienste der Wissenschaft alles riskiert. Dieses Buch erzählt die Geschichte einiger furchtloser Frauen, die – ob im antiken Griechenland oder in der modernen Welt – angesichts der ihnen in den Weg gelegten Steine sagten: „Ich lasse mich nicht aufhalten.“

Furchtlose Frauen, die nach den Sternen greifen, Einleitung, Rachel Ignotofsky, 2018

Wenn du das Buch gewinnen möchtest, um es mit deiner Tochter zu lesen, zu verschenken oder dich selbst inspirieren zu lassen, dann schreib mir einfach einen Kommentar unter den Text. Gibt es Momente, in denen du hättest mutiger sein können, oder bist du ganz anderer Meinung als ich und findest, Frauen sind keineswegs zu zurückhaltend?

Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass du mir im Falle eines Gewinns deine Adresse zur Weiterleitung an den mvg-Verlag mitteilst. Deine Adresse wird nur zum Versand des Buches genutzt und anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch eines Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel beginnt heute, am 08. August 2018 und endet am 15. August 2018 um 23.59Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird danach per Los ermittelt und von mir per Mail benachrichtigt.

Mehr Heute ist Musik?

Kein Problem, dann hüpf mal rüber zu Instagram. Da gibts im Insta-TV tolle Familienhacks zum Thema Ordnung und Organisation sowie ein paar Inspirationen für den Elternalltag. Kaffee, Zitate und andere Dinge, die dir den Tag versüßen!