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Kolumnen

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Besser miteinander umgehen Vor einer Weile habe ich hier über Mama und die Wut geschrieben. Erinnerst du dich? Ich habe gemerkt, dass ich mit den Kindern immer dann schimpfe, wenn ich selber überlastet bin. Jimmy, Luise und Oskar sind 8, 6 und 3 Jahre alt, ein wenig chaotisch, streiten und sind laut, ganz so wie Kinder nun einmal sind. Mir geht das ab und zu auf die Nerven, vor allem dann, wenn ich überlastet bin. Keine Pausen, zu viel gearbeitet, zu viel aufgehalst – ich mute mir an manchen Tagen viel zu. Was tue ich also dagegen? Ich nehme mir mehr Zeit für mich und achte im Alltag darauf, welche Situationen mich schnell nervös machen. Weil ich weiß, dass es vielen Müttern so geht, schreibe ich darüber, vielleicht findest du dich in der ein oder anderen Situation wieder. Ich möchte etwas vorausgreifen: seitdem ich mit den Kindern auch in schwierigen…

Stell dir mal einen Tag in meinem Büro vor: Ich komme herein und hier herrscht schon reges Treiben. Kollege Maier sitzt in der Ecke und schmollt. Er ist mal wieder ziemlich müde, weil er gestern so lange gelesen hat. „Sie kommen aber spät!“, raunzt er mich an. „Können Sie mir wenigstens einen Kaffee aus der Teeküche mitbringen?“ Ich lege eben meinen Mantel ab, begrüße alle und hole Kaffee. „Nee, der ist ja viel zu heiß!“ meckert Maier rum und schmollt weiter. Ich drehe noch einmal um, um mir meinen eigenen Kaffee zu holen, den habe ich nämlich vergessen, da bittet mich Kollegin Müller um Hilfe. „Können Sie mir bitte sagen, wie ich mich in diesem Menü anmelde?“, ruft sie. Ich schalte kurz meinen Computer an und eile zu ihr. Wenn ich ihr nicht helfe, ist sie immer so schnell frustriert. Während ich versuche, mich mit ihrem Namen im Programm anzumelden,…

Meine Neujahrsvorsätze waren, vielleicht erinnerst du dich, mit den Kindern mehr Zeit zu verbringen. Letzte Woche hatte ich mir das so schön vorgestellt. Bücher lesen, einen Kuchen backen, Legotiere bauen und unser Lieblingskartenspiel spielen – Kleinigkeiten, die wir alle gerne machen und unseren Alltag ein wenig versüßen sollten. Stattdessen war ich allerdings damit beschäftigt, nicht durchzudrehen. Für Kartenspiele und Backen mit Kindern war mir angesichts von Zank und Streit nicht der Sinn. Heute erzähle ich dir, wieso Winternachmittage manchmal einfach nur die Hölle sind. Streit von morgens bis abends Die Streitereien zwischen Jimmy und Luise gehen schon morgens los. „Ich hasse Pferde“ grunzt der eine, „du dummer sch…Bruder“ zetert die andere. Es wird gehauen und gebissen und nach ungefähr 40 Sekunden heult der erste. Das zweite Kind folgt auf dem Fuß, auch um zu versichern, dass er oder sie nicht angefangen habe. Mittlerweile mischt auch Oskar kräftig mit, meist auf…

Luise und ich sind uns sehr ähnlich. Wir haben viel Power, im guten und im schlechten Sinne. Wir lachen viel und sind leicht zu begeistern, wir sehen die Dinge positiv und bringen gute Stimmung in den Raum, das kann man so sagen. Wir sind aber auch ziemlich schnell wütend, schreien rum und knallen mit den Türen. Noch dazu machen wir alles mit Schwung und Elan. Dabei fällt dann oft was um oder geht kaputt. Wir sind uns ähnlich und geraten vielleicht aus diesem Grund gerne aneinander. Denn in Luise erkenne ich mich und meine (unguten) Eigenschaften wieder und das sorgt in mir drin für Zunder. Meine Tochter treibt mich in den Wahnsinn Sie stürmt in die Küche, die kleine Dame, und will was trinken. Beim hastigen Einschenken verschüttet sie das Wasser. Das nervt mich enorm. Erst vor zehn Minuten ist mir eine Tasse Espresso auf den Küchenboden geplumpst und hat…

Mein Kind ist krank Na, wie oft hast du dich schon gefragt, ob ihr eine normale Familie seid? Ob das ein oder andere Kind vielleicht nicht der Norm entspricht, sein Verhalten wunderlich ist oder sein Charakter irgendwie abnorme Züge hat? Dann hast du gegoogelt, verschiedene Antworten bekommen, eine Diagnose erstellt und sie mit allen Freunden und Verwandten ausgiebig besprochen, oder? Tja, dann ist wohl alles ganz normal. Denn ist es nicht so, dass wir irgendwie alle am liebsten normal wären und aus diesem Grund jede Abweichung, vor allem die unserer Kinder, besorgt betrachten und gedanklich bis zum Gehtnichtmehr bearbeiten? Ehrlich gesagt vermute ich, dass die meisten kleinen Abweichungen von der scheinbaren Norm eben eines sind: normal. Die meisten Eltern müssten sich eigentlich überhaupt keine Sorgen machen, könnten sich viele Arztgespräche und Therapien sparen und mal ganz gechillt die Füße hochlegen. Das ist aber nicht so einfach, schließlich sind die Kinder…

Es gibt so Tage im Leben einer Familie, die beginnen ziemlich unschön. Bei uns lief heute Morgen ein Drama in drei Akten ab, das absolut filmreif war. In den Hauptrollen sahen die Zuschauer einen Vater unter Zeitdruck, eine Mutter am Rande eines Nervenzusammenbruchs und ein wütendes Kleinkind. Gespielt haben die drei fantastisch, ihre Emotionen waren auf der Bühne wie auch in der Nachbarschaft spürbar. Das Publikum, eine Schwester des Kleinkinds und alle Nachbarn in der näheren Umgebung waren gebannt und nach der Aufführung mehr als beeindruckt von der schauspielerischen Leistung der drei Protagonisten. Auf jeden Fall erwachte im ersten Akt ein etwa zweijähriger Bub mit knatschigem Temperament, der schon mal das Haus zusammenbrüllte. Auf die Bühne kamen außerdem Papa Anton mit zermatschter Visage, auch bei Mutter Laura hatte die Visagistin ganze Arbeit geleistet: die Augenringe hingen tief, die Frisur saß schief. Gemeinsam mit einer zauberfrischen Luise setzten sich drei miesepetrige…

Wenn ich mit meinen Kindern im Freibad bin und mit den Füßen im pippi-warmen Kinderplanschbecken stehe, denke ich daran, wie Freibad früher war. Früher, in den 90er, da war ein Tag dort unglaublich spannend. Verliebt in den blondgelockten Matze hing ich mit meiner Freundin auf dem Take That-Badelaken rum, hörte  „Mmm Mmm Mmm Mmm“ von den Crash Test Dummies im Walkman und kaufte mir für 1,50 DM eine Tüte mit sauren Zungen, weißen Mäusen und blauen Gummischnüren. War das eine Zeit! Und deshalb habe ich nun mein ganz persönliches 90er Revival gemacht mit einer Playlist und einem Süßigkeiten-Mix von World of Sweets, einfach weil es so schön war. Hast du Lust, mich zu begleiten? Playlist mit den besten Hits der 90er: Oasis – „Don`t look back in anger“, da sehe ich mich sofort in Schlaghosen und Spaghetti-Träger-Top, um die Schultern trage ich eine blaue Tasche im Armee-Look. An den Füßen…

Luises Klamottengeschmack Ich finde meinen Kleidungsgeschmack außerordentlich gut. Das behaupten vermutlich die meisten Menschen von sich selbst. Den Klamottengeschmack manch anderer Menschen dagegen finde ich oft ungewöhnlich, das geht vermutlich auch den meisten Menschen so. Am ungewöhnlichsten jedoch finde ich den Klamottengeschmack meiner Tochter. Ich möchte sogar sagen, ich finde ihn scheußlich. So, jetzt ist es raus! Nenn mich Rabenmutter, aber ich würde behaupten, dass meine Tochter sogar den allerschlimmsten Kleidungsstil weit und breit hat. Aber das sage ich ihr natürlich nicht. Pink ist Trumpf Ginge es nach mir, würde ich Luise morgens hellblaue Twill-Shorts rauslegen und ein rotes T-Shirt dazu. Auf den Kopf setzte sie ein weißes Leinenhütchen gegen die Sonne. Ich mag gerne einfarbige Shirts mit Streifen oder Punkten. Hosen an Mädchen finde ich toll. Luise trifft eine andere Wahl: Sie zieht sich einen türkisfarbenen Glitzerrock an und wählt dazu ein pinkes Shirt mit einem Delfin-Motiv aus Pailletten.…

Wieso bekommen Menschen Kinder oder besser gefragt: wie entsteht eigentlich dieses Gefühl, dass es jetzt wunderbar wäre, ein Kind zu kriegen? Wieso starren wir irgendwann mal verzückt in Kinderwägen und kriegen schon Bauchkribbeln bei dem Gedanken, Eltern zu werden? Das frage ich mich manchmal, wenn ich mir junge Paare anschaue, die seelenruhig durch die Stadt bummeln, alle Zeit der Welt haben und sich dann gemütlich beim Italiener um die Ecke niederlassen, um in aller Ruhe Pizza und Wein zu genießen. Die dann vielleicht am nächsten Tag in den Abenteuer-Urlaub aufbrechen und beruflich gerade an einer famosen Karriere basteln. Wie zum Teufel passiert es, dass genau diese beiden jungen und freien Menschen künftig auf Shoppingbummel, Erwachsenenurlaube und Jobaufstieg verzichten, um fortan ein weinendes Baby durch die Nächte zu tragen, Ferien auf dem Bauernhof zu machen und den Chefposten im Büro dem Kollegen zu überlassen? Gibt es nicht genug Gründe, keine Kinder…

Eigentlich müssten wir es besser wissen, vor allem ich, die doch immer so gut planen kann! Aber dann stehen sie da, im Kalender: die Ferien. Als hätte sie über Nacht ein kleiner Gnom in meinen Kalender gepinselt. Und tatsächlich steigen die Ferientage im Laufe des Jahres proportional mit den Temperaturen. Nun haben wir also Pfingstferien und ich wage nicht, an den Sommer zu denken. Ein Schulkind bleibt ganze sechs Wochen zuhause, das wird mir erst jetzt so langsam bewusst. Unser Ferien-Alltag Jedenfalls sitze ich dann eines Tages mit allen drei Kindern da, die sich so einer nach dem anderen aus dem Bett gepult haben. Um halb sieben, versteht sich. Nach einem kleinen Frühstück (es gibt Schokocreme, weil es in den Ferien immer Schokocreme gibt) bekundet der erste seine Langeweile, die zweite möchte zur Freundin gehen. Leider sind wirklich alle um uns rum im Urlaub, die Nachbarschaft ist total verwaist. Ich…