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Kolumnen

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Wenn ich mit meinen Kindern im Freibad bin und mit den Füßen im pippi-warmen Kinderplanschbecken stehe, denke ich daran, wie Freibad früher war. Früher, in den 90er, da war ein Tag dort unglaublich spannend. Verliebt in den blondgelockten Matze hing ich mit meiner Freundin auf dem Take That-Badelaken rum, hörte  „Mmm Mmm Mmm Mmm“ von den Crash Test Dummies im Walkman und kaufte mir für 1,50 DM eine Tüte mit sauren Zungen, weißen Mäusen und blauen Gummischnüren. War das eine Zeit! Und deshalb habe ich nun mein ganz persönliches 90er Revival gemacht mit einer Playlist und einem Süßigkeiten-Mix von World of Sweets, einfach weil es so schön war. Hast du Lust, mich zu begleiten? Playlist mit den besten Hits der 90er: Oasis – „Don`t look back in anger“, da sehe ich mich sofort in Schlaghosen und Spaghetti-Träger-Top, um die Schultern trage ich eine blaue Tasche im Armee-Look. An den Füßen…

Luises Klamottengeschmack Ich finde meinen Kleidungsgeschmack außerordentlich gut. Das behaupten vermutlich die meisten Menschen von sich selbst. Den Klamottengeschmack manch anderer Menschen dagegen finde ich oft ungewöhnlich, das geht vermutlich auch den meisten Menschen so. Am ungewöhnlichsten jedoch finde ich den Klamottengeschmack meiner Tochter. Ich möchte sogar sagen, ich finde ihn scheußlich. So, jetzt ist es raus! Nenn mich Rabenmutter, aber ich würde behaupten, dass meine Tochter sogar den allerschlimmsten Kleidungsstil weit und breit hat. Aber das sage ich ihr natürlich nicht. Pink ist Trumpf Ginge es nach mir, würde ich Luise morgens hellblaue Twill-Shorts rauslegen und ein rotes T-Shirt dazu. Auf den Kopf setzte sie ein weißes Leinenhütchen gegen die Sonne. Ich mag gerne einfarbige Shirts mit Streifen oder Punkten. Hosen an Mädchen finde ich toll. Luise trifft eine andere Wahl: Sie zieht sich einen türkisfarbenen Glitzerrock an und wählt dazu ein pinkes Shirt mit einem Delfin-Motiv aus Pailletten.…

Wieso bekommen Menschen Kinder oder besser gefragt: wie entsteht eigentlich dieses Gefühl, dass es jetzt wunderbar wäre, ein Kind zu kriegen? Wieso starren wir irgendwann mal verzückt in Kinderwägen und kriegen schon Bauchkribbeln bei dem Gedanken, Eltern zu werden? Das frage ich mich manchmal, wenn ich mir junge Paare anschaue, die seelenruhig durch die Stadt bummeln, alle Zeit der Welt haben und sich dann gemütlich beim Italiener um die Ecke niederlassen, um in aller Ruhe Pizza und Wein zu genießen. Die dann vielleicht am nächsten Tag in den Abenteuer-Urlaub aufbrechen und beruflich gerade an einer famosen Karriere basteln. Wie zum Teufel passiert es, dass genau diese beiden jungen und freien Menschen künftig auf Shoppingbummel, Erwachsenenurlaube und Jobaufstieg verzichten, um fortan ein weinendes Baby durch die Nächte zu tragen, Ferien auf dem Bauernhof zu machen und den Chefposten im Büro dem Kollegen zu überlassen? Gibt es nicht genug Gründe, keine Kinder…

Eigentlich müssten wir es besser wissen, vor allem ich, die doch immer so gut planen kann! Aber dann stehen sie da, im Kalender: die Ferien. Als hätte sie über Nacht ein kleiner Gnom in meinen Kalender gepinselt. Und tatsächlich steigen die Ferientage im Laufe des Jahres proportional mit den Temperaturen. Nun haben wir also Pfingstferien und ich wage nicht, an den Sommer zu denken. Ein Schulkind bleibt ganze sechs Wochen zuhause, das wird mir erst jetzt so langsam bewusst. Unser Ferien-Alltag Jedenfalls sitze ich dann eines Tages mit allen drei Kindern da, die sich so einer nach dem anderen aus dem Bett gepult haben. Um halb sieben, versteht sich. Nach einem kleinen Frühstück (es gibt Schokocreme, weil es in den Ferien immer Schokocreme gibt) bekundet der erste seine Langeweile, die zweite möchte zur Freundin gehen. Leider sind wirklich alle um uns rum im Urlaub, die Nachbarschaft ist total verwaist. Ich…

So gut möchte ich es auch mal haben Folgende Szene spielt sich in vielen Familien-Haushalten ab: am frühen Abend kommt der Papa von der Arbeit nach Hause und tritt ins Wohnzimmer. Auf dem Tisch stapeln sich Kaffeetassen und Kuchenteller. Kekskrümel sind verstreut und im Kinderzimmer wird eifrig Lego gebaut. Auf dem Sofa sitzen zwei Mütter, eine davon ist des Papas Frau. Er zieht sich die Schuhe aus, hängt den Mantel auf und sagt: „So gut möchte ich es auch mal haben. Den ganzen Tag Kaffee trinken und quatschen, während die Kids friedlich spielen!“ Wenn du wüsstest… Warum die beiden Damen dem Herrn Papa nach dieser Aussage am liebsten die Kuchenschaufel über den Schädel ziehen möchten, danach die Kinder zum Aufräumen ermahnen, die eine dann unter lautem Wutgeheul der Tochter Trinkflasche, Kuschelpony, Lätzchen und Schnuller zusammensammelt und sich auf den Heimweg macht, während die andere Mutter die Spuren der Tortenschlacht beseitigt…

Neulich auf Twitter FinanceMaster: Drei Tage durchgeackert – fühle mich wie ein Held. Life is good. Dadoftwo: Wie bitteschön kann man sich gut fühlen, wenn man nur am Ackern ist? Financemaster: Versteh die Frage nicht Dadoftwo: Nichts ist doch so erfüllend wie die Zeit mit der Familie Financemaster: Oh man, gehts noch? Noch son Vaddi mit Tragetuch, oder was? Dadoftwo: Ja und, Problem damit? Ich bin hier Hausmann und schmeiß den Laden. Financemaster: Wie naiv bist du denn? Und wenn dich deine Alte verlässt? Dann stehst du da mit nix. Dadoftwo: Ich habe meine Kinder, die sind für mich alles. Ich will sie aufwachsen sehen und nicht den ganzen Tag ackern. Financemaster: Oh man, so ein Geheule. Ihr modernen Väter heult in euren Kaffee, wenn euch dann eure Frau verlässt für einen echten Kerl! Dadoftwo: Und du, hast du Kinder? Wenn ja, dann verpasst du alles. Erste Schritte, erstes Wort,…

Konstanz, my love Wir Fünf kommen gerade aus dem Urlaub und es war wirklich sehr, sehr schön. Wobei, ich denke da an den Tag, an dem wir in unsere Herzstadt Konstanz fuhren. Die Sonne schien, die Berge waren in Sicht, der See glitzerte in der Sonne. Mit der Fähre kamen wir in Staad an und ich war glücklich, denn ich liebe diese Stadt. Hier habe ich sechs Jahre gelebt, studiert und meine große Liebe gefunden. Wie schön, zwölf Jahre, nachdem Anton und ich uns kennengelernt haben, hier wieder anzukommen. Wir schlenderten zum Fisch-Restaurant, einem kleinen Imbiss direkt am See. Wir nahmen draußen Platz und ich blickte mich selig um. Nun noch ein Lachs-Brötchen und ein kühles Radler und mein Glück war perfekt. Es war ein bisschen wie früher…. doch halt, etwas war anders. Da waren jetzt nicht mehr nur Anton und ich, da waren nun auch drei Kinderchen. Das eine…

Neben mir sitzt ein kleiner Mann. Er schreit und brüllt, sein Gesicht ist rot vor Wut. Wer kann es ihm verübeln, denn schließlich habe ich ihm erst gerade verboten, alle Uno-Karten zu kleinen Paketen zu knicken. Das macht ihn sauer, sogar sehr sauer. Genauso macht es ihn sauer, wenn ich ihm das Sammelalbum des großen Bruders aus der Hand nehme, das Handy von Papa oder selbstgemalte Bilder von Luise. Oskar will es selbermachen Alles, was er will, ist überall dabei zu sein und mitzuhelfen, und wer kann es ihm verübeln? Aber manchmal habe ich keine Lust darauf, dass er beim Decken fünfzehn Teller auf den Tisch stapelt und zwei dabei zerbrechen. Manchmal finde ich es auch nicht so super klasse, wenn er mal wieder bei der Wäsche helfen möchte und meine Seidentops in den Trockner steckt. Wenn ich dann laut „oh nein, das darfst du nicht!“ rufe, wird das fromme…

Vor weniger als einem Jahr habe ich hier einen ganz ähnlichen Text veröffentlicht, der wie mache ich morgens drei Kinder fertig hieß. Eine Mutter kommentierte auf Twitter: „Kein Wunder, dass das so entspannt abläuft. Die hat ja auch kein Schulkind.“ Und auch wenn ich im Nachhinein finde, dass mein Text irgendwie ein wenig zu märchenhaft klingt und es keineswegs immer so easy war, die zwei Kindergartenkinder und ein Baby startklar zu machen, so stimmt es wirklich. Mit dem ersten Schulkind bekommt so ein Tag mit drei Kindern noch einmal ein ganz anderes Level. Von einem typischen Morgen möchte ich dir heute berichten. Du kannst dich entweder freuen, dass es bei dir nicht so chaotisch abläuft, oder du bist beruhigt, weil du weißt, dass es auch in anderen Familien morgens um sieben zugeht wie im Saftladen. Aufstehen Schon einmal versucht, ein sechsjähriges Kind, das abends gerne lange wach bleibt, um 6:45…

….dann weiß ich mit dieser kostbaren und wertvollen Zeit einfach nichts anzufangen, oder besser gesagt: ich wüsste 1001 Dinge, die ich tun könnte, möchte oder müsste. Das macht mich dann so irre, dass ich herumrenne wie ein Huhn mit einem Puls von 180. Oder der Druck, diese 60 bis 120 Minuten optimal zu nutzen, lähmen mich und ich sitze da wie ein hypnotisiertes Kaninchen. Geht es dir auch so? Dann habe ich am Ende des Textes eine Idee, die unser Dilemma lösen kann. Mein Alltag Vormittags bin ich zuhause mit meinem Job oder unserem Haushalt beschäftigt und komme nicht zu meinen Hobbys Lesen, Laufen oder Lümmeln. Da wartet Wäsche, eine volle Spülmaschine oder die vielen krümeligen Ecken vom morgendlichen Frühstück. Ich koche dann Mittagessen, sauge den Flur oder sortiere Kleidung in die Schränke. Wenn ich bald wieder als Journalistin zu arbeiten beginne, sitze ich den Vormittag über vor dem PC.…