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Kolumnen

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Wieso bekommen Menschen Kinder oder besser gefragt: wie entsteht eigentlich dieses Gefühl, dass es jetzt wunderbar wäre, ein Kind zu kriegen? Wieso starren wir irgendwann mal verzückt in Kinderwägen und kriegen schon Bauchkribbeln bei dem Gedanken, Eltern zu werden? Das frage ich mich manchmal, wenn ich mir junge Paare anschaue, die seelenruhig durch die Stadt bummeln, alle Zeit der Welt haben und sich dann gemütlich beim Italiener um die Ecke niederlassen, um in aller Ruhe Pizza und Wein zu genießen. Die dann vielleicht am nächsten Tag in den Abenteuer-Urlaub aufbrechen und beruflich gerade an einer famosen Karriere basteln. Wie zum Teufel passiert es, dass genau diese beiden jungen und freien Menschen künftig auf Shoppingbummel, Erwachsenenurlaube und Jobaufstieg verzichten, um fortan ein weinendes Baby durch die Nächte zu tragen, Ferien auf dem Bauernhof zu machen und den Chefposten im Büro dem Kollegen zu überlassen? Gibt es nicht genug Gründe, keine Kinder…

Eigentlich müssten wir es besser wissen, vor allem ich, die doch immer so gut planen kann! Aber dann stehen sie da, im Kalender: die Ferien. Als hätte sie über Nacht ein kleiner Gnom in meinen Kalender gepinselt. Und tatsächlich steigen die Ferientage im Laufe des Jahres proportional mit den Temperaturen. Nun haben wir also Pfingstferien und ich wage nicht, an den Sommer zu denken. Ein Schulkind bleibt ganze sechs Wochen zuhause, das wird mir erst jetzt so langsam bewusst. Unser Ferien-Alltag Jedenfalls sitze ich dann eines Tages mit allen drei Kindern da, die sich so einer nach dem anderen aus dem Bett gepult haben. Um halb sieben, versteht sich. Nach einem kleinen Frühstück (es gibt Schokocreme, weil es in den Ferien immer Schokocreme gibt) bekundet der erste seine Langeweile, die zweite möchte zur Freundin gehen. Leider sind wirklich alle um uns rum im Urlaub, die Nachbarschaft ist total verwaist. Ich…

So gut möchte ich es auch mal haben Folgende Szene spielt sich in vielen Familien-Haushalten ab: am frühen Abend kommt der Papa von der Arbeit nach Hause und tritt ins Wohnzimmer. Auf dem Tisch stapeln sich Kaffeetassen und Kuchenteller. Kekskrümel sind verstreut und im Kinderzimmer wird eifrig Lego gebaut. Auf dem Sofa sitzen zwei Mütter, eine davon ist des Papas Frau. Er zieht sich die Schuhe aus, hängt den Mantel auf und sagt: „So gut möchte ich es auch mal haben. Den ganzen Tag Kaffee trinken und quatschen, während die Kids friedlich spielen!“ Wenn du wüsstest… Warum die beiden Damen dem Herrn Papa nach dieser Aussage am liebsten die Kuchenschaufel über den Schädel ziehen möchten, danach die Kinder zum Aufräumen ermahnen, die eine dann unter lautem Wutgeheul der Tochter Trinkflasche, Kuschelpony, Lätzchen und Schnuller zusammensammelt und sich auf den Heimweg macht, während die andere Mutter die Spuren der Tortenschlacht beseitigt…

Neulich auf Twitter FinanceMaster: Drei Tage durchgeackert – fühle mich wie ein Held. Life is good. Dadoftwo: Wie bitteschön kann man sich gut fühlen, wenn man nur am Ackern ist? Financemaster: Versteh die Frage nicht Dadoftwo: Nichts ist doch so erfüllend wie die Zeit mit der Familie Financemaster: Oh man, gehts noch? Noch son Vaddi mit Tragetuch, oder was? Dadoftwo: Ja und, Problem damit? Ich bin hier Hausmann und schmeiß den Laden. Financemaster: Wie naiv bist du denn? Und wenn dich deine Alte verlässt? Dann stehst du da mit nix. Dadoftwo: Ich habe meine Kinder, die sind für mich alles. Ich will sie aufwachsen sehen und nicht den ganzen Tag ackern. Financemaster: Oh man, so ein Geheule. Ihr modernen Väter heult in euren Kaffee, wenn euch dann eure Frau verlässt für einen echten Kerl! Dadoftwo: Und du, hast du Kinder? Wenn ja, dann verpasst du alles. Erste Schritte, erstes Wort,…

Konstanz, my love Wir Fünf kommen gerade aus dem Urlaub und es war wirklich sehr, sehr schön. Wobei, ich denke da an den Tag, an dem wir in unsere Herzstadt Konstanz fuhren. Die Sonne schien, die Berge waren in Sicht, der See glitzerte in der Sonne. Mit der Fähre kamen wir in Staad an und ich war glücklich, denn ich liebe diese Stadt. Hier habe ich sechs Jahre gelebt, studiert und meine große Liebe gefunden. Wie schön, zwölf Jahre, nachdem Anton und ich uns kennengelernt haben, hier wieder anzukommen. Wir schlenderten zum Fisch-Restaurant, einem kleinen Imbiss direkt am See. Wir nahmen draußen Platz und ich blickte mich selig um. Nun noch ein Lachs-Brötchen und ein kühles Radler und mein Glück war perfekt. Es war ein bisschen wie früher…. doch halt, etwas war anders. Da waren jetzt nicht mehr nur Anton und ich, da waren nun auch drei Kinderchen. Das eine…

Neben mir sitzt ein kleiner Mann. Er schreit und brüllt, sein Gesicht ist rot vor Wut. Wer kann es ihm verübeln, denn schließlich habe ich ihm erst gerade verboten, alle Uno-Karten zu kleinen Paketen zu knicken. Das macht ihn sauer, sogar sehr sauer. Genauso macht es ihn sauer, wenn ich ihm das Sammelalbum des großen Bruders aus der Hand nehme, das Handy von Papa oder selbstgemalte Bilder von Luise. Oskar will es selbermachen Alles, was er will, ist überall dabei zu sein und mitzuhelfen, und wer kann es ihm verübeln? Aber manchmal habe ich keine Lust darauf, dass er beim Decken fünfzehn Teller auf den Tisch stapelt und zwei dabei zerbrechen. Manchmal finde ich es auch nicht so super klasse, wenn er mal wieder bei der Wäsche helfen möchte und meine Seidentops in den Trockner steckt. Wenn ich dann laut „oh nein, das darfst du nicht!“ rufe, wird das fromme…

Vor weniger als einem Jahr habe ich hier einen ganz ähnlichen Text veröffentlicht, der wie mache ich morgens drei Kinder fertig hieß. Eine Mutter kommentierte auf Twitter: „Kein Wunder, dass das so entspannt abläuft. Die hat ja auch kein Schulkind.“ Und auch wenn ich im Nachhinein finde, dass mein Text irgendwie ein wenig zu märchenhaft klingt und es keineswegs immer so easy war, die zwei Kindergartenkinder und ein Baby startklar zu machen, so stimmt es wirklich. Mit dem ersten Schulkind bekommt so ein Tag mit drei Kindern noch einmal ein ganz anderes Level. Von einem typischen Morgen möchte ich dir heute berichten. Du kannst dich entweder freuen, dass es bei dir nicht so chaotisch abläuft, oder du bist beruhigt, weil du weißt, dass es auch in anderen Familien morgens um sieben zugeht wie im Saftladen. Aufstehen Schon einmal versucht, ein sechsjähriges Kind, das abends gerne lange wach bleibt, um 6:45…

….dann weiß ich mit dieser kostbaren und wertvollen Zeit einfach nichts anzufangen, oder besser gesagt: ich wüsste 1001 Dinge, die ich tun könnte, möchte oder müsste. Das macht mich dann so irre, dass ich herumrenne wie ein Huhn mit einem Puls von 180. Oder der Druck, diese 60 bis 120 Minuten optimal zu nutzen, lähmen mich und ich sitze da wie ein hypnotisiertes Kaninchen. Geht es dir auch so? Dann habe ich am Ende des Textes eine Idee, die unser Dilemma lösen kann. Mein Alltag Vormittags bin ich zuhause mit meinem Job oder unserem Haushalt beschäftigt und komme nicht zu meinen Hobbys Lesen, Laufen oder Lümmeln. Da wartet Wäsche, eine volle Spülmaschine oder die vielen krümeligen Ecken vom morgendlichen Frühstück. Ich koche dann Mittagessen, sauge den Flur oder sortiere Kleidung in die Schränke. Wenn ich bald wieder als Journalistin zu arbeiten beginne, sitze ich den Vormittag über vor dem PC.…

Keine Zeit für den Style Vielleicht hat sich dein Verhältnis zum Styling auch ein wenig verändert, seitdem du Mutter bist. Bei mir ist es jedenfalls so. Eigentlich mag ich Klamotten und ich schminke mich gerne, aber für beides habe ich einfach nicht mehr viel Zeit. Warum es nicht weiter schlimm ist, dass ich nicht immer aussehe wie aus dem Ei gepellt, und wieso ich trotzdem manchmal wieder schick sein will, verrate ich dir heute. So alle paar Wochen kriege ich den Rappel. Ich schaue morgens in den Spiegel und sehe da eine Person, die unmöglich ich sein kann. Das Gesicht ist bleich und ungeschminkt, müde und kleine Augen schauen durch die Brillengläser. Unter der Strickjacke blitzt der Schlafanzug durch. Allerdings komme ich nicht gerade aus dem Bett, sondern habe schon die Kinder in Schule und Kindergarten gebracht, ein Paket bei der Post abgegeben und den Einkauf erledigt. Vor einigen Jahren…

Ganz schön anstrengend Sommer, Sonne, Seepferdchen  – wir haben eine wunderbare Freibadsaison hinter uns! Auch wenn es jede Menge Kraft und Nerven kostet, mit drei Kindern ins Schwimmbad zu gehen, so hat sich der Aufwand immer gelohnt. Es beginnt mit dem Packen zweier XXL-Ikea-Taschen voll Proviant, Schwimmflügeln und Sonnenmilch und endet mit drei schlafenden Wasserratten im Auto, die sich so richtig ausgepowert haben. Abends bin ich jedes Mal ungeheuer erledigt, aber mit mir selbst enorm zufrieden. Denn um die wilde Horde einzuschmieren, zu beaufsichtigen, umzuziehen und mit Wasser und Snacks zu versorgen, bedarf es meiner Meinung nach eigentlich einer Gruppe von mindestens fünf Erwachsenen. Und so möchte ich mir nach getaner Arbeit jedes Mal eine Medaille verleihen. Eindrücke overload Mütter mögen bestätigen, dass ein Kommentar des berufstätigen Ehemannes, das ungefähr in die Richtung von „hast du es gut, den ganzen Tag schwimmen gewesen….“ geht, zu unkontrolliertem und hartnäckigem Tippen des…