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Mutmach-Texte

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Muttertag? Ich kann es nicht mehr hören! Meine Kinder waren natürlich unglaublich süß, als sie vor mir standen mit ihrer selbstgemachten Gänseblümchen-Salbe aus dem Kindergarten. Aber dieses ganze Tamtam in den Geschäften, pinkfarbene Fußhobel und Bügeleisen als Geschenkempfehlung, Plakete mit der Aufschrift „Zeit, mal Danke zu sagen!“, dieses ätzende Supermarkt-Video, das zum Glück einen ordentlichen Shitstorm ausgelöst hat… mich hat das alles so richtig auf Krawall gebürstet! Wo bin ich falsch abgebogen? Vielleicht liegt es daran, dass schon meine eigene Mutter den Muttertag doof fand. Oder daran, dass unser Vater mir und meiner Schwester Kinderkassetten kaufte mit Titeln wie „Mädchen, lasst euch nicht verbieten, was ein Junge machen darf.“ Jedenfalls bin ich es leid, einmal im Jahr gefeiert zu werden, um am Tag darauf gleich wieder alles an der Backe zu haben. Mütter, das sind doch diese Frauen, die sich um alles kümmern? Das sind die, die die Kinder nicht…

Kümmern oder Karriere machen? Heute gehts in der Podcast-Folge um Mütter in der Zerreißprobe. Wieso sind viele Mamas ausgebrannt und wissen nicht weiter? Ich hatte Freundinnen zu Besuch, die mir alle von ihren Problemen erzählten. Und als ich kurz darauf einen Film im WDR von FrauTV sah, wurde mir eines klar, was dort richtig beschrieben wurde: Heute trifft ein altes Frauenbild, das der fürsorgenden Mutter, die sich zuhause an Heim und Herd um ihre Lieben kümmert, auf ein modernes Mutter-Bild. Die moderne Mutter ist stark, unabhängig und berufstätig. Wir sind also hin und hergerissen zwischen dem Gefühl, uns zu kümmern und zu sorgen und uns andererseits aber davon zu emanzipieren, die Stellung in Heim und Küche alleine halten zu müssen. Zu hohe Ansprüche Im schlimmsten Fall versuchen wir, allem Rechnung zu tragen. Wir sind liebevoll mit den Kindern, kümmern uns um ihre Bedürfnisse, backen, basteln, dekorieren und fühlen uns für…

Kinder, Küche, Kalender Kennst du das Gefühl? Du hast den Kopf so voll, dass du ihn am liebsten ablegen und davon rennen möchtest? Vor allem Mütter haben mit dem Thema Mental Load zu kämpfen, das erlebe ich in meinem eigenen Alltag und in der Müttersprechstunde auf Instagram. Was genau ist noch mal unter Mental Load zu verstehen? Im Grunde sagt der Begriff nichts anderes als dass es neben den sichtbaren Aufgaben im Alltagsleben sehr, sehr viele unsichtbare Aufgaben gibt, die nie explizit genannt werden, dennoch alle so nebenher identifiziert, bedacht, geplant und dann erledigt werden. So erklärt es Patricia Cammarata auf ihrem Blog und bei ihr habe ich auch das erste Mal von diesem Begriff erfahren. Es beschreibt genau das, was ich immer an der Backe habe. Ich kümmere mich um Schul- und Kindergartenangelegenheiten, mache Arzttermine, besorge neue Kleidung, wechsle zu kleine Schuhe aus und kaufe Windeln. Ich denke daran,…

Mutter im Stress Laufen ist meine Lebensrettung! Denn wenn ich richtig gestresst und kaputt bin, bringt mich eine dreiviertel Stunde draußen in Bewegung immer wieder in die Spur. Es gibt Momente, da weiß ich nicht vor und zurück. Da türmen sich die Berge an Arbeit, da kriege ich mich mit den Kindern in die Haare und der Alltag bricht scheinbar über mir zusammen. Laufschuh an und los! Wenn Anton abends nach Hause kommt, stehe ich manchmal in meinen Laufsachen bereit und übergebe ihm die wilde Meute und einen gedeckten Abendbrottisch. Dann setze ich mir Kopfhörer auf und bin weg. Außerdem habe ich ausprobiert, früh morgens zu laufen. Mein Wecker klingelt dann um sechs, ich mache mir einen Kaffee und bereite die Brotdosen der Kinder vor. Wenn dann Anton mit den Dreien runter kommt, verabschiede ich mich. Allerdings fällt es mir sehr schwer, um diese Zeit aufzustehen. Aber es lohnt sich…

Wie Juli Müttern hilft, ihren Schatz zu heben Ich möchte dir in einer kleinen Reihe Mütter vorstellen, die unglaublich viel Power haben. So viel Power, dass sie ein Unternehmen gründen oder Aktionen starten, die anderen Müttern helfen. Denn seien wir ehrlich: Mama sein (und Papa sein natürlich auch) ist ein harter Job. Viel Verantwortung für die Kinder, wenig Schlaf und Freizeit, oft ein Knick in der Karriere und eine ganze Menge Menschen, die sich einmischen. Kein Wunder, dass viele Mütter die Orientierung verlieren oder einfach vergessen, dass sie selbst Bedürfnisse haben. Wie gut, dass es zum Beispiel Juli gibt. Sie ist Mama von dreieinhalbjährigen Zwillingen, gelernte Printjournalistin, Bloggerin bei Doppelkinder, Unternehmerin und Coachin. Ihr Ziel: Müttern zu zeigen, dass sie eigentlich Superheldinnen sind. Denn das wissen viele von ihnen nicht! Ein Ort für Mütter Als Juli schwanger war, sah die Welt nicht jeden Tag rosig aus. Eine kurz zuvor erlebte…

Was ich alles muss Es gibt so Tage, da möchte ich einfach mal nichts müssen. Geht aber nicht, ich muss nämlich vieles. Ich muss heute arbeiten, Telefonate führen und Mails beantworten, Rechnungen schreiben und Dokumente scannen. Dann muss ich Mittagessen machen, das den Kindern schmeckt. Da gibts leider nicht viel Auswahl. Als nächstes muss ich mit einem Schulkind in die Schule gehen und Sportsachen suchen, denn es hat mal wieder alle Turnhosen verloren. Vermutlich möchte dann das kleine Kind aber nicht mit, also muss ich dieses erst einmal dazu überreden. Wir müssen aber los, sonst macht die Schule zu. Ich muss dann verschiedene Fahrzeuge zur Auswahl stellen, damit es sich entscheiden kann. Währenddessen wird der Große meckern, weil er schnell los möchte, immerhin hat er später noch Fußball. Weil es der Mittleren ebenfalls langweilig ist, beginnt sie den Großen zu ärgern. Die beiden zanken, der Kleine kann sich nicht zwischen…

Es gibt so Tage, da bin ich weit entfernt von der Person, die ich sein möchte. Ich bin ein grantiger, schlecht gelaunter Muffel und bin doof zu meinen Liebsten. Oder ich bin gestresst und ungeduldig, meckere die Kinder für Dinge an, für die sie eigentlich nichts können. Dann kann ich mich selbst nicht leiden und weiß, dass ich mal wieder raus an die Luft muss. Ich denke, das ist soweit normal. Jede(r) von uns hat solche Tage, kein Mensch kann immerzu geduldig und gut gelaunt sein. Auch die Kinder müssen da durch, dennoch habe ich so eine kleine Strategie entwickelt, mich selbst daran zu erinnern, was ich für eine Mutter sein möchte. Und davon möchte ich dir heute erzählen! Mein Gedankensalat Seit ich Kinder habe, nimmt der Teil in mir, der als Mutter denkt und handelt, den größten Platz in meiner Selbstwahrnehmung ein. Du kennst das sicher: die Gedanken sind…

Wir haben alle so ein Bild im Kopf, wie wir als Mutter gerne wären oder was eigentlich eine gute Mutter ausmacht. Ich zum Beispiel fand immer, dass eine gute Mutter jeden Tag mit den Kindern rausgeht und ab und zu ausgiebig mit ihnen bastelt. Das finde ich auch wirklich toll und ich habe so ein paar Vorbilder im Kopf, die genau das mit ihren Kindern machen. Nun muss ich aber sagen, dass ich manchmal zu faul bin, rauszugehen. Und das mit dem Basteln, nun ja, das ist so eine Geschichte. Ganz oft bin ich dabei sehr genervt, weil es nicht so läuft, wie ich mir das dachte. Der Wasserbecher fällt um, die Kinder pampen so lange mit dem Pinsel auf dem Papier rum, bis es Löcher bekommt und nach zehn Minuten hat keiner mehr Lust. Ich schaue dann mit bewundernden Blicken zu Müttern, die mit ihren Kindern Laternen zusammenkleben, bunte…

Mutter sein. Da ist Marie. Sie ist super organisiert. Sie schmiert Brote, schmeißt Wäsche in die Maschine, verteilt die Aufgaben per Orgatool an die Familie, dann fährt sie ins Büro. Nach fünf Stunden Arbeit düst sie nach Hause, Ben braucht Unterstützung bei den Hausaufgaben. Trotzdem sie immer hetzt und alles gibt, verdient sie nur noch die Hälfte ihres früheren Gehalts. Sollte sie sich von ihrem Mann trennen wollen, müsste sie sich beim Sozialamt vorstellen. Als ihr der Joghurt auf den Boden fällt und hunderttausende Spritzer auf den Kückenschränken hinterlässt, hat sie kurz das Gefühl, heulen zu müssen. Da ist Ella. Sie ist wütend auf so Vieles um sie herum. Sie nervt der Druck, als Mutter alles perfekt machen zu müssen. Neulich hat sie das einer Freundin gesagt, die den Kopf schüttelte. „Ella, als Mama musst du eben Abstriche machen. Genieß die Zeit, in der deine Kinder klein sind!“ Sie diskutiert…

Nichts zu bereuen und ein Grund, es anders zu machen Ich habe schon einige Dinge bereut! Mir mit 12 Jahren die Haare abzuschneiden, so manches Date in meiner Jugend oder die Entscheidung, ein rein geisteswissenschaftliches Fach zu studieren. Niemals aber habe ich bereut, Mutter zu werden. Eines würde ich allerdings anders machen, wenn ich noch einmal mit dem besten Mann der Welt voller Vorfreude und Ungeduld beschlossen hätte, eine Familie zu gründen: Mit ihm über unsere berufliche Zukunft zu reden, über Haushaltskram und Arbeitsaufteilung. Das hatte ich nicht auf dem Schirm, als ich mit 27 Jahren schwanger wurde. Ich machte mir Gedanken um den richtigen Namen für das Kind, um den besten Kinderwagen und schadstofffreie Wickelunterlagen. Wie es aber mit mir in den nächsten Jahren so weitergehen sollte, das habe ich ausgeblendet. Ich habe ein Jahr Elternzeit beantragt, danach wollte ich in Teilzeit wieder arbeiten gehen. So machen es schließlich…