Ewiger Speiseplan

Revolutionär: der ewige Speiseplan für Kinder

Rezepte für Kinder

Mein ewiger Speiseplan funktioniert nach wie vor super gut. Hier hatte ich erzählt, wie ich ne Menge Ärger hatte, weil die Kinder so schleckig sind. Egal was ich kochte, immer hatten sie etwas zu meckern. Sauer war ich vor allem dann, wenn ich extra früh mit der Arbeit aufhörte, frisch kochte und Jimmy und Luise schon beim Betreten der Küche riefen: Bäääh, mag ich nicht. Tja, manche Kinder sind so, ich habe hier zwei spezielle und sehr wählerische Exemplare zuhause. Oskar isst noch alles, ich weiß aber aus Erfahrung, dass sich das jederzeit ändern kann. Eines habe ich gelernt: ich kann mich jeden Tag ärgern, oder ich überlege mir etwas. Und weil ich bemerkt habe, dass Erwachsene abwechslungsreiche Speisen lieben, Kinder aber gerne Altbekanntes essen, gibts bei uns nun den ewigen Speiseplan. Montag ist Nudeltag, Dienstg kommt der Suppenkasper, Mittwoch Pizza, Donnerstag lautet das Motto rund um die Kartoffel und Freitag gibts Süßspeisen. Oskar isst mittags bei der Tagesmutter, daher sind die Portionen für drei Personne. Kleiner Tipp: koche das Doppelte und frier die Hälfte ein, dann hast du eine Woche später weniger zu tun.

Damit wir etwas Abwechslung in den Laden kriegen, denke ich mir immer mal neue Rezepte aus und stelle sie dir hier vor. Das Gute am Speiseplan ist auch, dass du dir beim Einkauf nicht mehr den Kopf zerbrechen musst. Immer im Haus haben solltest du

  • Nudeln / Buchstabennudeln
  • Passierte Tomaten
  • Gemüse aller Art
  • Frischkäse
  • Backerbsen
  • Pizzateig (Hefe, Mehl, Öl oder Fertigteig)
  • Kartoffeln
  • Mehl, Eier, Butter, Milchreis, Gries

Montag: Schummel-Lasagne

Ich esse seit geraumer Zeit kein Fleisch mehr, Anton und die Kinder schon. Mit dieser Version der Lasagne merken die Kinder aber nicht, dass Hackfleisch dabei ist. Sellerie käme ihnen nie ins Mündchen, aber mit diesem Trick klappts.

Du brauchst

  • einen halben Sellerie
  • drei Möhren
  • eine Zwiebel
  • eine Flasche passierte Tomaten
  • Lasagneplatten
  • etwas Mehl (2 EL)
  • großes Stück Butter
  • 200 ml Brühe
  • 125 ml Milch
  • geriebener Käse

Sellerie, Möhren und Zwiebeln klein hacken, ich mache das inzwischen in einem Food-Processor (Affiliate Link), denn es muss wirklich klitzeklein sein. Die Menge brate ich dann in der Pfanne mit etwas Öl an und gebe die passierten Tomaten dazu samt etwas Ketchup und Tomatenmark. Alles 15 Minuten köcheln lassen und würzen. Den Ofen kannst du nun schon einmal auf 160 Grad Unmluft erhitzen.

In einen Topf Butter und Mehl geben, erhitzen und mit dem Schneebesen gut rühren, damit nichts anbrennt. Nach zwei Minuten die Brühe dazu geben, ordentlich rühren, damit sich keine Klumpen bilden, dann die Milch dazu und etwas würzen. (Ich lasse Pfeffer immer weg, die Kinder, du weißt schon…)

Dann nimmst du dir eine Auflaufform und schichtest die Gemüsesoße, dann die helle Soße und dann Lasagneplatten so lange nacheinander auf, bis die Form voll ist. Oben streust du Käse drüber und schiebst Alles bei 160 Grad für 40 bis 50 Minuten in den Ofen.

Dienstag: Frühlingssuppe mit Süßkartoffeln

Wie kriege ich nur Gemüse in die Kinder rein? Mit Suppe klappt das bei uns am besten. Ich nehme immer irgendein Gemüse aus dem Kühlschrank, koche es und pürier es zu einer Suppe. In diesem Fall waren das

  • zwei Kartoffeln
  • vier Möhren
  • eine Süßkartoffel

Alles in einen Topf geben, gut mit Wasser bedecken, einen Löffel Brühe dazu geben und kochen. Hitze runter stellen und 15 Minuten köcheln lassen. Nun mit etwas Orangensaft, 150 ml Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu gab es Backerbsen und Saitenwürstchen, beliebt sind auch Buchstabennudeln oder Sternchennudeln. Gib der Suppe tolle Namen, dann zieht es bei den Kindern noch besser!

Mittwoch: Pizzagesichter

Du brauchst

  • Pizzateig
  • Passierte Tomaten
  • Oliven
  • Paprika
  • Mais
  • Zucchini
  • geriebenen Käse

Ich habe einen fertigen Pizzateig verwendet und daraus mit einem Messer zwei Kreise ausgeschnitten. Diese mit passierten Tomaten bestrichen, leicht gesalzen und dann belegt: Paprika für Mund und Haare, Oliven und Mais für die Augen, Zucchini für die Nase. Etwas geriebenen Käse drüber geben und ab in den Backofen, ca. 15 bis 20 Minuten bei 180 Grad. Natürlich kannst du das auch zusammen mit den Kindern machen, das macht dann doppelt Spaß. Ich muss hier nicht erzählen, dass sich Luise das Gemüse wieder runtergepopelt hat, oder?

Donnerstag: Rösti mit Salat

Total easy, dieses Rezept. Du brauchst

  • 3 dicke Kartoffeln
  • 1 großen Apfel
  • Petersilie
  • 1 Ei
  • Joghurt
  • Limette
  • Schnittlauch
  • Endiviensalat

Kartoffeln und Apfel mit einer Reibe grob reiben, ein Ei dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Masse in einer Pfanne mit einem guten Schuss Öl anbraten, die Temperatur reduzieren und gute 20 Minuten weiterbraten, dabei immer wieder umrühren. Den Salat gut waschen, trocken schleudern und mit einem großen, scharfen Messer in dünne Streifen schneiden. Aus 3 EL Olivenöl, 1 EL Balsamico-Essig, einem halben TL Honig und einem halben TL Senf sowie einem Spritzer Limettensaft, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette anrühren (das geht am besten in einem Glas mit Deckel: alles rein und gut schütteln). Aus Joghurt, Limettensaft, Salz, Pfeffer und Schnittlauch eine Soße anrühren. Am Ende etwas Petersilie zum Rösti geben, den Salat mit der Vinaigrette anmachen und alles mit der Soße anrichten.

Freitag: Baby, es gibt (Milch)Reis

  • 500 ml Milch
  • 125 g Milchreis
  • Pflaumen oder Obst nach Belieben
  • Honig
  • ZuckerZimt
  • Mandelsplitter

Luise war mittel, Jimmy sehr begeistert, als ich ihnen Milchreis vorsetzte. Ich habe dann den Topf ausgekratzt, weil ich es soooo lecker fand. Dafür habe ich einen halben Liter Milch und 125 g Milchreis in einem Topf erhitzt, die Temperatur runtergestellt und alles 20 Minuten kochen lassen. Achtung, es brennt schnell an…. Außerdem hatte ich aus Omas Garten noch ein halbes Kilo Pflaumen in der Tiefkühltruhe, das habe ich aufgetaut und in einem Topf 10 Minuten gekocht und dann püriert. Etwas Zimt dazu und eine bisschen Zucker, die Pflaumen waren ein wenig sauer. Auch zum Milchreis kam Zucker dazu, allerdings in Form von Honig. Wer möchte, kann stattdessen ZuckerZimt auf den Tisch stellen, dann kann jeder süßen, wie er möchte. Zu Milchreis und Pflaumenkompott gabs noch etwas Mandeln.

Und, ist auch was für euch dabei? Oder essen deine Kinder alles, von Sardellen über Blumenkohl bis hin zu Sushi? Ach, dann beneide ich dich ein wenig. Ich liebe es, ganz viel Verschiedenes zu probieren und es gibt kaum etwas, das ich nicht mag. Aber ich verrate dir was: als ich klein war, mochte ich kein einziges Gemüse außer Tomaten. Tja, es besteht also Hoffnung für meine Kinder und irgendwann gibts dann auch Miso-Suppe und Artischocken.

Hier gibts noch mehr Speiseplan-Ideen, zum Beispiel aus dem tollen Kochbuch von Nadia Damaso. Und hier könntest du auch Inspirationen finden. Außerdem hat meine liebe Blogger-Kollegin Kerstin von TagausTagein ne Menge Speisepläne parat.

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

Auf Instagram in meiner Müttersprechstunde (einfach bei Instagram meinen Kanal abonnieren und oben in das runde Feld mit meinem Bild klicken, dann unten auf Live) quatschen wir manchmal über das leidige Essensthema. Viele Eltern haben nämlich mit schleckigen Kinder zu tun. Übrigens kommt die Abneigung gegen Grünes laut Kinderarzt Dr. Renz Polster auch daher, dass früher in der Steinzeit Grün für giftig stand. Sobald also die Kinder Krabbeln lernten und sich von der Höhle entfernten, vermieden sie alles Grüne. Aha!

Write A Comment