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Guten Tag, mein Name ist Laura. Ich bin Mutter, Monster, Magd. Lieber möchte ich mich vorstellen mit Guten Tag, mein Name ist Laura. Ich bin Schriftstellerin, liebende Mutter und zufriedener Mensch. Leider liegen zwischen Wunsch und Realität Berge, die unüberwindbar scheinen. So saß ich zum Beispiel neulich mittags im Kinderzimmer und tat, was ich glaubte, was eine Mutter zu tun hat. Sie beschäftigt sich mit ihrem dreijährigen Sohn und tut ihm den Gefallen, den er sich von ihr erbeten hat. „Mama, pielst du mit mir?“ Wie kann ich da nur „Nein“ sagen? Aber ehrlicherweise hätte ich viel lieber das Chaos in der Küche gelichtet, denn ich brauche die Ordnung wie die Luft zum Atmen. Viel lieber hätte ich mich an den Schreibtisch gesetzt und an meinem Text gearbeitet. Ich hätte sogar lieber in der Wäschekammer T-Shirts gefaltet, denn da kann ich meinen Gedanken nachhängen. Aber wie kann eine Mutter nicht…

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, denn so ganz neu ist es ja auch nicht: mein neues Logo. Die wunderbare Helke Rah hat es gezeichnet und ich finde, es ist außerordentlich schön geworden. Ich habe nach einem Bild gesucht, das meinem Blog entspricht und eine Verbindung zum Thema Musik herstellt. „Heute ist Musik“ heißt mein Blog deshalb, weil mein damals 3-jähriger Sohn das sagte, als wir von irgendwo her schöne Musik hörten. Ich fand das so niedlich und passend für einen Blog, in dem ich über mein Familienleben schreiben wollte. Du wirst Mutter und Alle mischen sich ein Mittlerweile hat sich das Thema etwas verändert. Ich schreibe mehr und mehr über das Muttersein. Vor allem finde ich ja, dass Mütter heute einem enormen Druck ausgeliefert sind. Sie sollen sich nach wie vor liebevoll um die Kinder kümmern. Eine gute Mutter ist den ganzen Tag für ihre Kinder da. Dieser Satz…

Hilfe, ich ertrinke in Erledigungen! So gehts mir gerade und ich vermute, du weißt genau, was ich meine. Dezember und Juli sind die schlimmsten Monate, was To-Do-Listen von Eltern angehen. Da wird in Schule und Kita gefeiert und verabschiedet und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht einen Zettel mit Bitten um Kuchenspenden oder Snacks fürs Festbuffet finde. Diese Woche ist besonders knackig. Die Kindergeburtstagsfeiern häufen sich, dazu die Hitze und genau jetzt haben Anton und ich am Schreibtisch alle Hände voll zu tun. Raus aus dem Kopf und aufs Papier Was können wir machen, wenn alles zu viel wird? Ich habe heute in der Müttersprechstunde von meinem Notfall-Plan berichtet. Und der geht so: schreib dir alles auf, was heute getan werden müsste, und sei es eine noch so kleine Aufgabe. Nimm dir dafür fünf Minuten Zeit, auch wenn du die eigentlich nicht hast. Aber eine gute Vorbereitung ist…

Weißt du, welchen Satz ich gar nicht mag? Ein Kind braucht seine Mutter! Natürlich ist der Inhalt richtig, jedes Kind braucht seine Mutter, ganz dringend sogar. Aber der Unterton, mit dem er gesagt wird, soll der Mutter manchmal einfach nur ein schlechtes Gewissen machen und wird oft auf die Zeit angewendet, die eine Mutter mit ihrem Kind verbringt. Zum Beispiel dann, wenn sie wieder oder länger arbeiten geht. Ungewohnt scheint es für viele Menschen zu sein, wenn beispielsweise eine Mutter die Hauptverdienerin ist und sich der Vater vornehmlich um das Kind oder die Kinder kümmert. In Westdeutschland ist das eine Seltenheit und doch ist jede Familie, die die üblichen Rollen einmal vertauscht, so wichtig und hat Vorbildfunktion, wie ich finde. Denn meiner Meinung nach kann sich ein Vater ganz genauso liebevoll um seine Kinder kümmern. Daher sollte der Satz heißen: „Ein Kind braucht seine Eltern.“ Warum Papas genauso liebevoll umsorgen…

Meine Freundin Ruth und ich haben zusammen sechs Kinder. Wenn wir uns treffen, ist immer ordentlich was los. Und obwohl wir uns so viel zu erzählen hätten, kommen wir nicht richtig zum Reden. Also wurde es mal Zeit für eine richtige Freundinnen-Auszeit. Weil wir mit Job und Kindern echt viel zu tun haben, haben wir uns für einen kleinen Wellness-Urlaub entschieden. Und so fuhren wir sonntags los ins Mawell-Resort in Langenburg. Dort war ich nämlich zu einer grandiosen Pressereise eingeladen. Grünes Mawell Ruth und ich wurden im Mawell Resort als erstes mit einem Bio-Smoothie begrüßt. Die Empfangshalle hat uns schon einmal beeindruckt: die deckenhohen Kiefernstämme ragen in die Höhe, gemütliche Nischen und bunte Samtsofas sehen aus, als könnte man es sich hier so richtig bequem machen. Aber wir wollten unser Zimmer sehen und das hielt die nächste Überraschung bereit. Bad und Schlafzimmer konnten per Schiebetür voneinander getrennt oder offen gelassen…

Mütter sind manchmal einsam? Ja, das ist so und auf meine kleine Umfrage auf Instagram haben sich sehr viele Frauen gemeldet, denen es so geht. Die eine fühlt sich einsam, weil sie den ganzen Tag mit dem Baby zuhause ist. Die andere findet keinen Anschluss in den Krabbelgruppen. Eine Mutter vermisst die Kollegen in der Elternzeit, die andere hat im Vereinbarkeitswahnsinn keinen Zeit für Talk in der Kaffeeküche, weil sie nur herumhetzt. Leben in der Kinderblase Einsamkeit ist unter Müttern verbreiteter als gedacht und das liegt sicher auch daran, dass sie oft zu erschöpft sind, um sich mit Freundinnen zu treffen. Dass vor allem sie in Elternzeit gehen, seltener die Väter, oder sich aufreiben zwischen Job und Kindern. Wir haben in der Müttersprechstunde darüber gesprochen und die Idee hatte ich, weil mir eine liebe Bekannte und Leserin schrieb. Sie fühlte sich einsam im ersten Jahr mit Kind zuhause. Ihr fehlte…

Freiheit bedeutet uns allen viel, denn nur wer frei ist, kann sein Leben zur eigenen Zufriedenheit gestalten. Kinder zu bekommen heißt dann, dass die eigene individuelle Freiheit erst einmal für eine Zeit lang eingeschränkt ist. Ganz besonders natürlich mit einem Baby. Ich selbst war doch einigermaßen erschrocken, wie wenig Schlaf ich anfangs bekam, wie sehr die Bedürfnisse des Kindes mein Leben veränderten und was es eben bedeutet, die Verantwortung zu tragen für einen Menschen, dessen Leben auf einmal so viel wichtiger ist als das eigene. Meine beruflichen Ketten Ich habe mich mehr und mehr daran gewöhnt, dass Eltern sein die eigene Freiheit stark einschränkt. Selten denke ich wehmütig an die Tage, die ich so gestalten konnte, wie ich wollte. Dennoch fühle ich mich als Mutter oft gefangen und unfrei, was aber weniger mit den Kindern zu tun hat. Berufliche Freiheit wurde mir mit grundlos befristeten Arbeitsverträgen genommen, die in der…

Müttersprechstunde nur für Ehefrauen? Neulich schickte mir Nicole eine Spach-Nachricht über Facebook. Sie schaut meine Müttersprechstunde auf Instagram so gerne an, in der wir Mütter uns austauschen und über Kinder- und Mamathemen quatschen. Neulich sei ihr aber aufgefallen, dass ich oft davon ausgehe, dass Frauen einen Partner haben. Ist aber nicht so, sie sei zum Beispiel alleinerziehend. Sie hat dreijährigen Zwillinge und ist alleine, seit die beiden drei Monate sind. Irgendwann in den ersten Jahren bekam sie einen Burnout, kein Wunder in dieser Situation. Nicole ist jedoch keine Frau, die aufgibt oder langfristig den Mut verliert, also hieß es für sie, sich zu orientieren, nach Hilfe zu suchen und zu recherchieren. Dabei stieß sie auf Instagram auf meine Müttersprechstunde und fühlte sich zunächst verstanden. Mamas, die ähnliche Probleme haben, Wut und starke Gefühle empfinden, viele Stressmomente mit Kindern durchstehen, das Gefühl der Solidarität schätzen und sich austauschen mit Frauen, denen…

Als ich mein erstes Baby bekam und ein Jahr in Elternzeit blieb, war ich ganz schön alleine. Das war ich nicht gewohnt, denn ich hatte immer eine große Clique, in der Schul- und später in der Studienzeit. Hatte ich Liebeskummer oder fiel durch eine Prüfung, war das schlimm, aber ich konnte immer mindestens drei oder vier Mädels anrufen, die mit mir Prosecco trinken gegangen wären und auf Männer oder Professoren geschimpft hätten. Freundin verzweifelt gesucht Eine gute Freundin, die ist wie ein gutes Polster, auf das man fällt, wenn was schief geht. Dieses Polster fehlte mir mit Baby. Mit 28 Jahren bin ich nicht unbedingt eine blutjunge Mutter gewesen, aber meine Freundinnen waren allesamt noch kinderlos, hatten ihren ersten Job und waren den Tag über nicht zu sprechen. Nachmittags um drei Uhr hatte ich aber das Bedürfnis, eine von ihnen anzurufen um ihr zu erzählen, dass ich mein neues Leben…

Kümmern oder Karriere machen? Heute gehts in der Podcast-Folge um Mütter in der Zerreißprobe. Wieso sind viele Mamas ausgebrannt und wissen nicht weiter? Ich hatte Freundinnen zu Besuch, die mir alle von ihren Problemen erzählten. Und als ich kurz darauf einen Film im WDR von FrauTV sah, wurde mir eines klar, was dort richtig beschrieben wurde: Heute trifft ein altes Frauenbild, das der fürsorgenden Mutter, die sich zuhause an Heim und Herd um ihre Lieben kümmert, auf ein modernes Mutter-Bild. Die moderne Mutter ist stark, unabhängig und berufstätig. Wir sind also hin und hergerissen zwischen dem Gefühl, uns zu kümmern und zu sorgen und uns andererseits aber davon zu emanzipieren, die Stellung in Heim und Küche alleine halten zu müssen. Zu hohe Ansprüche Im schlimmsten Fall versuchen wir, allem Rechnung zu tragen. Wir sind liebevoll mit den Kindern, kümmern uns um ihre Bedürfnisse, backen, basteln, dekorieren und fühlen uns für…