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Feminismus

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Manchmal finde ich mich in all den Wäschebergen wieder und bin einfach nur frustriert. Es findet kein Ende, diese Arbeit. Und sie wird nie fertig. So ein Projekt im Büro ist irgendwann abgeschlossen. Wenn es gut gelaufen ist, gibt es lobende Worte vom Chef oder von den Kollegen. Das Gefühl, die Aufgabe zu den Akten zu legen, ist schön. Am Ende des Monats fließt Geld auf das Konto. Davon können Miete, Essen und Schulhefte bezahlt werden. Selbstwirksamkeit, Wertschätzung und die Freiheit, an der eigenen Situation etwas ändern zu können, das ist unser Lebenselexier, wenn es um Arbeit geht. Haushalt ist auch Arbeit, eine Menge sogar, aber ich habe keine Lust mehr darauf. Ich finde mich in all den Wäschebergen wieder und weiß nicht, wie ich da hingekommen bin. Ich putze die Fenster und eine halbe Stunde später patschen drei Schulkinder dagegen und drücken ihre Nasen an die Terrassentür. Ich koche…

.. und wie Caroline Rosales Buch „Sexuell verfügbar“ die Augen öffnet (Buchrezension) Neulich im Schuhgeschäft, Luise brauchte neue Sandalen. Mir gefielen die mit den bunten Kringeln, Luise fand die in Metallic-Rosa besser. Nach ein paar Überlegungen hin und her, nach Anprobieren und Probelaufen, schaute sie mich an und sagte: „Mama, ich nehme doch die bunten.“ „Welche findest DU denn schöner?“, fragte ich. Schüchtern zeigte sie auf die Sandalen in Rosa und genau die haben wir dann auch genommen. Mir ging ihr Blick nicht mehr aus dem Kopf. Es hatte mich geschmerzt, dass sie mir zuliebe die bunten Sandalen nehmen wollte und mir ist dabei klar geworden, wie viel Einfluss ich auf ihre Meinung habe, zumindest noch. Meine Söhne nehmen die Schuhe, die ihnen gefallen. Es interessiert sie dabei kaum, was ich denke. Wie kommt es, dass Luise in dieser Beziehung so anders ist? Bitte recht freundlich! Luise wollte es mir…