Wie mache ich morgens drei Kinder fertig? Die Schulversion

Vor weniger als einem Jahr habe ich hier einen ganz ähnlichen Text veröffentlicht, der wie mache ich morgens drei Kinder fertig hieß. Eine Mutter kommentierte auf Twitter: „Kein Wunder, dass das so entspannt abläuft. Die hat ja auch kein Schulkind.“ Und auch wenn ich im Nachhinein finde, dass mein Text irgendwie ein wenig zu märchenhaft klingt und es keineswegs immer so easy war, die zwei Kindergartenkinder und ein Baby startklar zu machen, so stimmt es wirklich. Mit dem ersten Schulkind bekommt so ein Tag mit drei Kindern noch einmal ein ganz anderes Level. Von einem typischen Morgen möchte ich dir heute berichten. Du kannst dich entweder freuen, dass es bei dir nicht so chaotisch abläuft, oder du bist beruhigt, weil du weißt, dass es auch in anderen Familien morgens um sieben zugeht wie im Saftladen.

Aufstehen

Schon einmal versucht, ein sechsjähriges Kind, das abends gerne lange wach bleibt, um 6:45 Uhr aus dem Bett zu holen? Selten ist Jimmy begeistert, wenn ich ihn aus den warmen Decken pelle und ich kann das auch gut verstehen. Denn ich bin selbst morgens hundemüde und schaffe es auch mit den besten Vorsätzen nicht, abends früher ins und morgens früher aus dem Bett zu kommen. Also gehen wir beide mit kleinen Äuglein und mittelmäßiger Laune in die Küche, um erst einmal warme Milch und Kaffee zu trinken. Oskar und Papa sind dann meist schon wach und essen das erste Marmeladenbrot. Jimmy interessiert sich nach der Milch weder fürs Frühstück noch fürs Anziehen, sondern hat wie immer nur Fußball im Kopf. Er vertieft sich in ein Sammelalbum oder ordnet seine Medaillen. Währenddessen muss ich ihn anfeuern, einen Bissen zu essen, sonst passiert da nichts. Mein Kaffee ist das einzige Vergnügen, das ich mir gönne, denn nun muss alles rasch gehen.

Frühstück

Während ich also im Minutentakt Jimmy erinnere, sein Müsli zu futtern, schmiere ich drei Brote, schneide Paprika, Gurke und Apfel und setze Tee auf. Dann gehe ich Luise wecken und mache ihr Frühstück. Anton kümmert sich um Oskar, der erst einen Becher Milch umgekippt hat und nun brüllt, weil er das Smartphone nicht bekommt. Ich steige über das jammernde Kleinkind und suche diverse Hausschuhe, weil immer genau derjenige mit nackten Füßen über die Fliesen schlurft, der nachts am meisten hustet. Dann verteile ich Pantinen an Kinder und Pausenbrote in die Taschen, suche mal wieder die Trinkflaschen, die meist in der Turnhalle oder im Kindergarten rumfliegen und bin schon leicht genervt. Die Uhr tickt und Jimmy sitzt vor einer vollen Schüssel mit Cornflakes und murmelt Flüche vor sich hin, weil ein gewisser Goretzka zu Bayern wechselt, was in seinen Augen Verrat und pure Dummheit ist. Nun weise ich den Knaben darauf hin, dass er sich langsam anziehen möge und ermuntere die Mittlere, doch ein wenig zu essen. Sie ärgert sich, weil ich Apfel und keine Trauben in die Dose für den Kindergarten gepackt habe und findet den Pullover, den ich ihr rausgesucht habe, „soooo häääässsssssslich!“

Anziehen

Während sich Jimmy anzieht, tickt die Uhr. Fast jeden Morgen wird es knapp und knapper. Früher haben wir maximal eine hochgezogene Augenbraue der Kindergärtnerin kassiert, wenn wir nicht pünktlich zum Morgenkreis antanzten. Die Schule ist da eine andere Nummer und ich, die in ihrem ganzen Schülerleben niemals auch nur einmal zu spät gekommen bin, bin dadurch ziemlich nervös. Meine Nerven flattern ganz besonders dann, wenn das Kind die Unterhose über die Jeans zieht, weil es während des Anziehens das letzte Borussia Dortmund-Spiel mit einem Luftballon nachspielt und zeitgleich kommentiert. Luise hat sich währenddessen einmal durch ihren Schrank gewühlt, um endlich einen Pullover ihres Geschmacks zu finden. Anton müht sich mit Oskar ab, der Zähne putzen nicht leiden kann und sich laut brüllend auf dem Badezimmerboden wälzt.

Endspurt

Ich selbst bin immer noch im Schlafanzug und mein Puls ist mittlerweile um das doppelte gestiegen. Von Null auf hundert ist der Titel unserer Morgenroutine und es gibt keinen Tag, an dem nicht mindestens ein Familienmitglied schon vor 8 Uhr an die Decke geht. Meist enden die Morgenstunden dann besonders unharmonisch, wenn ich beim Brötchen schmieren denke, dass es heute aber ausnahmsweise richtig super läuft. So war es auch heute Morgen: Sanft wie ein Lämmchen beantworte ich jede Frage, stelle Luise Pullover-Wahlmöglichkeiten vor, singe noch ein Karius-Lied beim Zähneputzen und halte mich wacker bis – BÄÄÄÄÄÄHM, Jimmy im Flur nach seinem Schal sucht. Es ist keiner da. Keiner von fünfen. Neben all seinen Schals haben wir in diesem Schuljahr bereits vier Mützen, eine Fleecejacke, ein paar Handschuhe, zwei Butterbrotsdosen und eine Trinkflasche verloren. Ich verliere meine Fassung, teile dem Kind mit, dass ich ihm nicht wie gewünscht eine Packung Fußball-Sammelkarten kaufe, sondern das Geld wohl wieder in Schals investieren werde, woraufhin Jimmy aufheult und mir die Tür vor der Nase zuschlägt. Ich renne hinterher, erinnere ihn an seinen Husten, der uns allen den Schlaf raubt, binde ihm einen orangenen Ersatzschal um den Hals, den er mir vor Wut über die unzumutbare Farbe vor die Füße schmeißt. Viele Grüße an die Nachbarn, es war mal wieder ich, die morgens das Wohngebiet zusammengeschrien hat – Sorry!

Fix und fertig

Nun muss es aber flott gehen, denn Luise soll in den Kindergarten und ich an den Schreibtisch. Auch bei ihr dauert es eine Weile, bis ich alle sieben Sachen zusammengeklaubt habe. Als wir die Tür schließen, fällt ihr ein, dass das Kuschelpferd mit muss. Wir gehen noch einmal rein, ziehen Winterstiefel aus und suchen das Tierchen. Einen zweiten Wutausbruch möchte ich nun den Nachbarn zuliebe vermeiden. Ich bekomme noch mit, wie Anton den schreienden Oskar in den Kinderwagen setzt, um ihn zur Tagesmutter zu bringen. Er möchte unbedingt an Papas Geldbeutel, aber nachdem er die Kreditkarte neulich freudestrahlend herausgezogen und in den Gulli gepfeffert hat, ist Anton nicht mehr kooperativ.

Auf dem Rückweg vom Kindergarten halte ich mal wieder an der Schule und durchsuche die Fundsachen. Zwischen müffelnden Turnschuhen und angegammelten Brotdosen entdecke ich Jimmys blaue Mütze, den gelben Schal, einen einzelnen Handschuh und die Trinkflasche, in der noch der Kinderpunsch aus der Adventszeit vor sich hin mostet. Daraus nehme ich einen tiefen Schluck und setze mich erschöpft und übrigens immernoch in Schlafanzughose auf die Bank. Beim Vorbeigehen wirft mir ein Mann ein Eurostück in Jimmys Mütze, die neben mir liegt.

So mache ich morgens drei Kinder fertig. Aber am fertigsten bin immer ich!

Bleib fröhlich und unperfekt, deine Laura

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Laura

46 Comments

  1. Mh vielleicht sollten Sie als Mutter einfach früher aufstehen. So wird es für alle entspannter. Ich stehe 4.30 auf, mache mich fertig und koche den Tee. 5 Uhr wecke ich meine 3 Kids 10/6 und gerade 4 Jahre alt. Frühstück muss am Vortag geschmiert werden. Obst mache ich wenn die Kinder sich anziehen und das kann dauern. Die kleine muss ich dann öfter anziehen. Bei den Jungs bleibt mir nur das ermahnen. Ich verpacke Frühstück und Tee und hoffe dass alle 5.30 am frühstückstisch sitzen.
    6 Uhr müssen wir uns fertig machen. Ab in die Kita danach in den Frühhort. Und ab auf Arbeit. 7 Uhr ist Dienstbeginn. Am späten Nachmittag sind wir zurück. Mein Mann ist meist schon 4 Uhr an der Arbeit und oft auch bis zum Abend.

    • Früher aufstehen wäre eine tolle Idee, aber ich habe es schon so oft probiert: ich schalte den Wecker immer wieder aus. Ich ziehe den Hut vor dir, halb fünf ist ja noch fast in der Nacht. Beste Grüße, Laura

      • Dass finde ich auch eine enorme, aber für mich unrealistische Vorstellung, so früh aufzustehen!
        Ich schalte, wie Laura, auch immer den Wecker aus und liege bis hakb sieben im Bett!
        Bis jetzt haben wir es immer geschafft!
        Ein wenig Schlaf brauchen wir ja auch!
        Denn… früh ins Bett zu gehen, schaffe ich auch nicht!
        Liebe Grüße
        Melisande

  2. Naja… Ich bin alleinerziehend mit dreien und muss um kurz vor sieben mit allen dreien aus dem Haus.. K1 (8) zieht sich allein an, braucht aber oft Hilfe mit Haare kämmen. K2+3 (4) können sich theoretisch selber anziehen, aber schneller ist es wenn ich das tue. Tisch wird abends gedeckt, ich steh um 5 auf, mach schulbrot, stell den Rest für Frühstück hin, mach mich fertig und hab noch so 20-30min für Kaffee und E-Mail. Dann um 6 Kids wecken und kurz vor sieben aus dem Haus. Auf dem Rückweg von Schule und Kiga kaufe ich ein, verräume alles, mach daheim noch bissel Haushalt und ess was, bevor ich um viertel vor 9 zur Arbeit flitze.

  3. Ich freue mich jedesmal über solche Geschichten vom ganz normalen Eltern Wahnsinn
    Manchmal schaffe ich es organisierte zu sein und am Vorabend schon die Kleidung für den nächsten Tag raus zu legen. Dass sind dann die Tage, an denen Kind 1 nicht im Pyjama frühstücken will und der Kakao am frischen Shirt landet, beim Zähneputzen schmiert Kind 2 dann die Zahnpasta auf die frische Jeans.
    Dann heiß es einmal umziehen für beide und wir sind wieder 10 Minuten hinter unserem Zeitplan. Mein Fazit: Nur ein Genie beherrscht das Chaos. Es lebe der Familien-Wahnsinn!!!

    • Liebe Anna, da hast du absolut recht. Es ist mit etwas Abstand betrachtet auch ein ziemlich lustiger Zirkus, der da jeden Morgen stattfindet. Eine große Ladung Humor schadet da nicht sowie das Wissen, dass es in anderen Haushalten ebenso zugeht. Die besten Grüße von Laura

      • Hallo hallo!

        Ich hab auch 2 Kids (3 u 6) und unser Morgen läuft leider auch etwas unharmonisch. Meistens packe ich es einigermaßen pünktlich aus dem Haus zu kommen..
        Nachdem ich meine große Tochter einmal im Schlafanzug in die KiTa damals gebracht habe (weil sie so gebockt hat und ich keine Zeit mehr hatte) läuft das Anziehen etwas besser
        Die hat es sich gemerkt, jetzt fordert mich die Kleine raus, aber ehrlich gesagt hab ich keine Hemmung das nochmal so zu machen.

        Letztens haben sie so lange Quatsch gemacht beim Frühstück, dass ich Ihnen die vollen Schüsseln wegnehmen musste, die Frühstückszeit war einfach mehr als ausgeschöpft.. Das war ne Hammernummer, da sie dann jammerten, wie hungrig sie wären.. (Beide bekommen ja noch Frühstück in KiTa u Schule, so iss ja nich..) aber ich musste das durchziehen. Seitdem läufts besser..noch nicht gut aber besser. Die Große sagt jetzt immer „jetzt mach schon, du weißt dass die Mama das macht“
        Aber trotz allem läuft nicht jeder Morgen gut. Ich gönne mir auch meine Zeit (ca 30 Minuten) um mich anzuziehen und zu frühstücken, sonst komm ich zu kurz. Auch wenn ich mich aus dem Bett rollen muss um aufzustehen. Es fällt mir unendlich schwer..
        Wie das mit 3 Kids bei mir laufen würde… Ich hab keine Ahnung.. Mein Mann ist auch um halb 6 aus dem Haus, da hab ich auch keine Unterstützung.. Meistens klappt mit ihm weniger gut als ohne ihn

        Ich wünsch euch was!

      • Oh man, du Arme! Da machst du ja was mit. Ich wünsche dir auch was: viel Kraft und ein wenig Ruhe für dich!

  4. Liebe Laura, ich habe geschmunzelt! Selbst Mutter von 2 Töchtern mit 10 Jahren Altersabstand, stehe ich regelmäßig in meinem Auto auf dem Weg zur Arbeit an der Ampel. Immer dasselbe Bild: Eine Mama schiebt einen Kinderwagen, ein Kleinkind steht auf dem Buggyboard und das Grundschulkind läuft nebenher. Und immer denke ich: Respekt! Wie schafft diese Frau das bloß? Wahnsinn! Und: Ich Glückspilz, dass dieser Kelch an mir vorüber gegangen ist, denn ich glaube ganz ehrlich, dass ich für 3 Kinder unter 7 Jahren nicht geschaffen bin. Ich glaube, nach einem Tag mit so einer Rasselbande bekäme ich einen abendlichen Weinkrampf und würde den Vater meiner Kinder anbetteln: Bitte lass mich morgen nicht wieder alleine mit den Kindern, schluchtz 😉
    Liebe Grüße,
    Annette

    • Liebe Annette, was für ein lieber Kommentar! Und ganz ehrlich: das mit dem Weinkrampf ist mir schon des öfteren passiert 🙂 Beste Grüße von Laura

  5. Ich finde es immer amüsant, wie einige Leute hier schreiben: „Das verbiete ich.“ „Mein Kind ist brav.“ „Wir planen alles am Vorabend.“ usw. Lasst euch gesagt sein: Nicht jedes Kind ist brav. Nicht jedes Kind hält sich an Verbote. Und erst recht nicht an ausgeklügelte Pläne.

    Heute erst hat der Mini-Mensch angefangen, ihre Haarspangen zu sortieren, während ich das Menschlein auf dem Wickeltisch hatte. Als diese (im Gegensatz zu ihrer großen Schwester) mit ausgeprägtem Ordnungssinn die auf dem Badezimmerboden systematisch ausgebreiteten Spangen sah, räumte sie diese zurück in den Hartplastik-Becher. Während ich eigentlich dachte, beide Kinder wären startklar, wurde stattdessen ein handfester Streit ausgefochten, der Becher zerbrach und an Jacken Anziehen war nicht zu denken.

    Wie konnte das nur passieren? Meine Kinder sind nicht brav! Zuvor hatte ich auch kein Haarspangen-Sortier-Verbot ausgesprochen und diese auch nicht planvoll am Abend vorher weggeschlossen. Zudem bin ich eine Frau. Möglicherweise ist genau das die Ursache des ganzen Chaos. Aber keine Sorge, lieber Billy: Wir sind eine emanzipierte Familie, an zwei Tagen in der Woche bringt zum Glück Papa morgens die Kinder weg, sodass es dann natürlich NIEMALS zu Streit oder unvorhersehbaren Nebenbeschäftigungen kommt.
    http://pap-mama.blogspot.de/

    • Selten habe ich mich über einen Kommentar so gefreut wie über deinen. Und ich dachte schon, bei uns gibts einfach nur Chaos, weil ich schlecht organisiert bin und abends keine Klamotten rauslege. Danke, danke für deinen Hinweis auf Kinder, die mal nicht brav sind. Davon habe ich hier drei sitzen, und das ist wahrscheinlich auch gut und richtig so. Ich drücke dich unbekannterweise, Laura

    • Japp, so auch bei uns (die große 1. klasse, die kleine Krippen Kind). Ich bin früh genauso fertig, müsste also sehr über deinen Text schmunzeln. Nur: ich setz noch eins oben drauf: ich muss mich leider noch mit fertig machen, weil ich auf die Arbeit muss. Im Gegensatz zu anderen Frauen, habe ich dafür aber keine Stunde sondern höchstens zwei Minuten. Während sich die Kinder im Nachbarraum an die Gurgel gehen und ich zum 50. mal rufe, sie sollen leise sein, der Papa hatte Nachtschicht und schläft. Und dann kommt mir noch die Nachbarin mit ihrem 3. klässler Einzelkind im Treppenhaus entgegen und wirft mir missbilligende blicke zu, weil ich doch wieder laut werden musste … hach… aber toll zu lesen, dass es nicht nur mir so geht. Danke für deine ehrlichen Worte

      • Oh man, das ist echt stressig, wenn du dich noch selber fertig machen musst. Da lobe ich mir mein Homeoffice, denn da sieht mich keiner 😉

  6. Früher haben die Nazis unbequeme Bücher verbrannt, heute werden unbequeme Kommentare gelöscht.

    • Lieber Billy, da hier viel Spam gepostet wird, werden die Kommentare erst freigegeben. Ich gebe auch unbequeme Kommentare frei, keine Sorge. Aber alles zu seiner Zeit. Wenn du meinst, Frauen kriegen nix hin, dann darfst du diese Meinung hier gerne zum besten geben. Nazivergleiche verbitte ich mir allerdings. Und noch eine Frage: welche Laus ist dir eigentlich über die Leber gelaufen?

    • Also irgendwie traurig, dass es nicht ohne spitze Kommentare geht wenn jemand ehrlich vom Elternwahnsinn schreibt… und ja,ich mache auch 3 Kinder (3,5 Jahre, 6 und 8) morgens fertig und gehe arbeiten an 3 Tagen. Inklusive vorausdenken wer was mitnehmen muss. Und es herrscht auch Chaos und ich werde auch zu oft ungeduldig. Wir alle (Eltern und Kinder) sind schließlich nur Menschen. Wir wollen doch keine kleinen Roboter erziehen oder? Wir geben täglich unser Bestes und machen das sicher trotz allem Chaos gut! Ich bereite auch abends die Kleider vor und das entspannt tatsächlich aber eine Garantie ist das auch nicht. Und in der 2. Klasse wurde es von selber besser und mit Wecker für die Kinder klappt es auch besser. Übrigens: an meinem 3 Arbeitstagen bringt der Papa in den Kindi. Es ist alles fertig vorbereitet für ihn. Zu Fuß schafft er leider den 7-Minuten-Fußweg mit den Kindern nicht. Zu anstrengend. Er ist nach wenigen Wochen auf das Auto umgestiegen…

      • Und das Leben mit Kindern ist schön aber oft chaotisch und anstrengend. Lässt und die schönen Seiten genießen und gemeinsam über das Chaos lachen. Ich bin so froh und dankbar, dass ich andere Eltern um mich habe, mit denen das möglich ist! Gemeinsam über das gleiche Chaos zu lachen macht auch die anstrengenden Tage schön!

      • Liebe Steffi, ich liebe Kommentare wie deine. Und deine Worte bezüglich Chaos stimmen auf alle Fälle! Beste Grüße, Laura Ps.: Das mit den spitzen Kommentaren bleibt nicht aus, wenn man bloggt. Aber es schult den Charakter ungemein, das muss ich feststellen 🙂

  7. ? es kann schon mal Stress geben mit meinem Kleinen, wenn er unbedingt weiterschlafen will. Aber meine Tochter is brav und steht auf. 2 Geheimnisse gibt es zum erfolgreichen Aufstehen: 1. Abends vorher alles vorbereiten. 2. Mann. Ich bin ein alleinerziehender Vater. Besser is das. Frauen brauchen eben eine Frauenquote, sonst kriegen die nix hin. Ausnahmen bestätigen diese Regel.

  8. Ich finde deinen Text amüsant zu lesen, und ich weiß auch nicht, ob du inhaltlich eine Änderung wünschst, oder insgeheim das doch so ganz töfte findest. Bei uns läuft es anders, und ich – als bekennender Morgenmuffel! – bin darüber sehr dankbar. Mir hat Struktur sehr geholfen. Mein Mann steht um 5.00 Uhr auf und den Frühstückstisch wird von ihm gedeckt. Wenn ich um 06.30 aufstehe, wecke ich alle Kinder und um 06.50 beginnt das gemeinsame Frühstück. Die Schulmädchen (9 und 7) müssen dann angezogen sein. Das Frühstück geht bis 07.15, dann haben alle genug Zeit zum Zähneputzen, die letzten Sachen in den Ranzen räumen, Jacken etc anziehen, ich ziehe dann fix den Kindergartenjungen an, verabschiede um 07.30 Uhr die Mädels, die zum Schulbus gehen, schmeiße mich selbst in meine Laufsachen und verlasse um 07.35 mit dem Jungen (4) das Haus, bringe ihn in den Kindergarten und gehe 7,5 KM laufen. Und habe gute Laune dabei ;-)) (Die anderen übrigens auch). Vielleicht ist da ja etwas dabei, was ihr übernehmen wollt? Viele Grüße von Susi

    • Liebe Susi, auch wenn meine Schilderungen lustig klingen, dürfe es wegen mir deutlich entspannter zu gehen. Wow, du hast ein tolles Programm. Leider ziehen sich meine Kinder nicht alleine an und ich muss rasch ins Büro und das Laufen auf den Abend verlegen. Liebe Grüße, Laura

  9. Ja, solche Morgen kenne ich gut … mein Mann ist arbeitsbedingt schon gegen viertel vor 6 aus dem Haus. Ich stehe meist noch vor ihm (viertel vor 5 auf), damit ich wenigstens den Hauch einer Chance habe, mich für die Arbeit fertigzumachen und den Frühstückstisch vorzubereiten, die Katzen zu versorgen und einmal durchzusaugen (Katzenklo, Katzenklo …), bevor es mit dem Wecken, Waschen, Anziehen etc. der Kinder losgeht. Unsere Große ist in der 2. Klasse, der Kleine ist noch im Kindergarten. Ab viertel nach 6 geht’s los mit Wecken, was bei der Großen gerade extreeeem laaaang dauert und ich schon kurz davor bin, die Nerven das erste Mal zu verlieren. Wir müssen um viertel nach 7 aus dem Haus, der Kleine ist um halb 8 im Kindergarten, die Große um viertel vor 8 an der Schule und ich (hoffentlich) dann um 8 auf der Arbeit. Ich fühle also mit dir, aber denk dran: Es kann nur besser werden ;o)

    Liebe Grüße
    Caro

  10. Mit ein bisschen Organisation habe ich jeden morgen vier Kinder fertig bekommen. Nur das wichtigste für mich war und auch noch heute ist, wenn sie alle vier zur Schule gehen – ich bin Viertelstunde früher aufgestanden um meinem Kaffee in Ruhe zu trinken. Egal wie müde ich bin. Erst dann die kinder wecken. Kein großes Drama.

    • Ja, der Kaffee alleine der ist eigentlich nötig, wenn ich nur nicht immer den Wecker wieder ausmachen würde… Liebe Grüße

  11. Ich sag nur: eigentlich machst du nur 2 Kinder fertig. Oskar übernimmt ja Papa voll. Wir stehen um 5.50Uhr auf und sind seitdem nicht mehr gestresst wenn ich mit 3 kids um 7.20uhr außer Haus und Büro muss. Auch ich muss mich noch fertig machen….. Mein Laster ist leider auch dass ich vor 23.30uhr nicht ins Bett komm. Irgendwie geht’s schon….

    • Liebe Irmgard, genau genommen hast du Recht: um Oskar kümmert sich mein Mann! Ich hoffe, ich konnte dich mit meinem Text trotz der Ungenauigkeit ein wenig amüsieren! Respekt vor deiner Disziplin und beste Grüße, Laura

  12. du sprichst mir aus der Seele!!! Bei uns gehts exakt genau so zu. Nur dass unser Schulkind ein Mädchen ist, was es weiß Gott nicht besser macht. Meine Kids sind 7,4 und 15 Monate. Liebe Grüße, Eva

  13. Kenne ich noch aus Kjells erstem Schuljahr. Irgendwann hat mir der pure Egoismus eingesetzt und ich habe die Reißleine gezogen. Ganz konkret: Schulkind ist nicht rechtzeitig fertig? Mir egal, dann kommst DU halt zu spät. Ist bisher noch nie passiert. Peinlich wird es für ihn, nicht für mich. Geld für Schal und andere verlorene Gegenstände? Na klar gibt es keine Fussballkarten oder du kaufst von deinem Taschengeld einen neuen. Kjell hat ein Schulbuch für 20 Euro verloren. Tja, das ging vom Weihnachtsgeld ab. Tipp: 15 Minuten eher wecken. Fussballkarten u.ä. erst wenn das Frühstück gegessen ist. Klamotten schon am Vorabend zusammen raus suchen oder selbst suchen lassen. Kuscheltier vergessen? Pech! Musst du das nächste mal selbst dran denken. Und während ihr frühstückt und euch anzieht gehe ich duschen. Wenn ich meinen letzten Kaffee trinke geht ihr Zähne putzen und dann geht’s ab. Ein wenig mehr Egoismus hilft mir meinen morgendlichen Stress zu reduzieren

      • Hier kommt noch eine Antwort von Carmen, die mich per Email erreichte, und die aus technischen Gründen nicht selber antworten kann:
        „Zu dem Schluriverein? Niemals! 🙂
        Nein, im ernst, es hört sich vermutlich härter an als es tatsächlich ist. Fakt ist, ich habe morgens schlechte Laune und möchte das es funzt. Auch ich möchte einigermaßen pünktlich ins Büro und sehe ehrlich gesagt nicht recht ein, warum ich so früh aufstehe, noch hundemüde bin, und alle anderen Zeit haben zu trödeln. Das empfinde ich als unfair mir gegenüber und dagegen wehre ich mich. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass meine Kinder schneller selbstständig werden, wenn ich ihnen nicht alles abnehme. Auch wenn nicht jeder meiner Meinung ist, bei uns gibt es durchaus auch Verbote (TV z.B.), wenn bestimmte Dinge nicht klappen. Umgekehrt gibt’s auch viel Entertainment (unsererseits) für die lieben Kleinen. Mit ihren 6 und 8 Jahren haben sie auch Pflichten. Zum Beispiel das Toilettenpapier auffüllen oder den Müll rausbringen usw. Meiner Meinung nach ist das nicht zu viel verlangt, und jeder muss in seinen Möglichkeiten beitragen. Ich verstehe mich nicht als Putzfrau der Familie, obwohl ich das oft genug bin.“

  14. Guten Abend!
    Toll, toll toll!
    So geht es mir, trotz zwei Kindern, genau so!!!
    Ein Stress, den ich morgens habe, oft liegt es einfach an meinem späten zu Bett gehen und nicht aus dem Bett kommen.
    Dann muss gestehen schnell gehen, die Kinderwissen gar nicht, warum ich plötzlich so angestrengt wirke…
    Ich musste über diesen Text Mal wieder so laut lachen, ich hoffe, mein Mann liest ihn jetzt auch!
    Danke dafür!
    Liebe Grüße
    Melisande

  15. Aaargghh, same here! Wir sind seit September auch jeden Morgen im Ausnahmezustand! Und nächste Woche ist meine Elternzeit vorbei und ich muss nach dem Morgen-Armageddon auch noch einigermaßen aufgehübscht im Büro aufschlagen! Das wird ein Spaß;-)
    (Aber wenn dann das 2. Kind in die Schule kommt sind wir schon alte Hasen und wuppen das alles mit links im Halbschlaf!)

    • Liebe Mailin, stimmt, es ist auch alles ein wenig Übungssache. Aber ich bedaure es, dass immer die Zeit fehlt, um mich aufzuhübschen… Liebe Grüße, Laura

  16. Danke Laura!
    Es ist erleichternd zu lesen, dass nicht nur ich, morgens um 9, wenn die Große in der Schule ist, und die zwei Kleinen im letzten Moment in der Kita sind, die Einzige bin, die vom Kinder fertig machen so richtig fertig ist!
    Herzliche Grüße, Susanne

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